Krise der Währungsunion Wird die Euro-Zone überleben?

Bricht die Währungsunion auseinander – oder helfen die Reformen und Sparpläne, ein Ende des Euro zu verhindern? ZEIT ONLINE hat 13 deutsche Ökonomen gefragt.

Die meisten führenden Ökonomen in Deutschland glauben an den Fortbestand der Währungsunion

Die meisten führenden Ökonomen in Deutschland glauben an den Fortbestand der Währungsunion

Eine Mehrheit der führenden deutschen Ökonomen glaubt an eine Zukunft der Europäischen Währungsunion. Allerdings knüpfen sie ihren Optimismus an Bedingungen, welche die Euro-Zone erfüllen muss, wenn sie die aktuelle Krise überleben will.

Das geht aus einer Umfrage hervor, in der ZEIT ONLINE 13 deutsche Volkswirte zur Euro-Krise befragt hat. Sieben Ökonomen halten die Euro-Zone für überlebensfähig, wenn die bestehenden Mechanismen der Währungsunion ergänzt werden. Fünf äußern sich skeptisch. Allein Stefan Homburg von der Uni Hannover geht davon aus, dass die "Geschäftsgrundlage des Euro entfallen ist" und "die Geschichte über ihn hinweggehen wird".

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Mehrere Ökonomen fordern automatische Sanktionen für den Fall, dass die Mitgliedsstaaten übermäßige Defizite aufweisen. Auch müsse es die Möglichkeit geben, Mitgliedsstaaten in eine geordnete Insolvenz zu schicken.

Vor allem Letzteres hält Ansgar Belke vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) für wichtig. "Kein Rettungsschirm der Welt verhindert, dass die Volkswirtschaften der Euro-Zone divergieren und die mit schlechten Fundamentaldaten insolvent werden können." Ein verbessertes Insolvenzrecht für Staaten würde das bestehende Bail-out-Verbot in der EU glaubwürdig machen und dauerhafte Stabilität ermöglichen, sagt auch der Präsident des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen, Christoph Schmidt.

Der Ökonom Gustav Horn vom gewerkschaftsnahen Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) warnt indes vor "panischem Sparen" und plädiert für "eine europaweit antizyklische Konjunkturpolitik", bei der erst konsolidiert würde, wenn der Aufschwung gefestigt ist.

Als weitere Voraussetzung sehen die Ökonomen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) "verlorenes Vertrauen in ihre Unabhängigkeit" wiederherstellt. Dazu müsse sie ihre gegenwärtige Rolle als Unterstützer von maroden staatlichen Anleihemärkten aufgeben und sich wieder auf ihre Aufgabe als Wahrer der Geldwertstabilität konzentrieren, sagt Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Thomas Mayer.

Skeptischer ist Thorsten Polleit, Chefvolkswirt bei Barclays Capital. "Weil Regierungen und Wahlvolk vom Verschulden nicht lassen wollen, wird der Euro dem Entwertungsschicksal kaum entrinnen können", sagt der Ökonom.

Leser-Kommentare
  1. Da ist ja quasi alles drin. Von absoluter Pleite bis "eh nicht sooo schlimm" Kann ich mir da jetzt die Zukunft aussuchen.

    Im Ernst, das 13 "führende Ökonomen" zu keinem Ergebnis kommen, ausser das sie nichts wissen, zeigt doch nur, dass Europas das Experimentalstadium nicht verlassen hat. Wenn man jetzt noch Politik machen würde könnte ja noch was draus werden, aber genau da sehe ich dir Gefahr. Wer von Politkern Lösungen erwartet, der wartet ewig.

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    Besonders gut hat mir gefallen: "Skeptischer ist Thorsten Polleit, Chefvolkswirt bei Barclays Capital. "Weil Regierungen und Wahlvolk vom Verschulden nicht lassen wollen, wird der Euro dem Entwertungsschicksal kaum entrinnen können", sagt der Ökonom."

    Das klingt so, als wären nur europäische Haushalte negativ die den Euro haben. Die Begründungen der Sparfans aus der Wirtschaft werden ein ums andere Mal irrwitziger. Wieso nur macht sich der Chefvolkswirt der englischen Bank nicht mehr Sorgen, dass sich England so auf Kapitalgeschäfte kapriziert hat und die Realwirtschaft vernachlässigt?

    • joG
    • 15.06.2010 um 14:25 Uhr

    .....zur Sache.

    Es geht nicht darum, ob der Euro überleben kann oder nicht. Es geht darum, ob er soll.

    Alle Probleme mit seiner Struktur waren als man ihn einführte bekannt und es war klar, dass er im damaligen Regelwerk nicht überleben konnte. Das braucht man nicht zu diskutieren, wo nun kam, was kommen musste.

    Warum log man damals das Volk an? Weil die Völker Europas den Euro nie erlaubt hätten, wenn die Politiker und Beamte die Wahrheit gesagt hätten. Die Wahrheit ist nämlich, dass ein Währungsgebiet erfordern wird, dass man die damaligen Verfassungen also hier das Grundgesetz ausweidet und das Volk seine Souveränität verliert.

    Das ist auch jetzt die einzige Frage. Will man das GG aufgeben und alle Nachteile inklusive der notwendigen Transfers gegen Süden akzeptieren? Wenn man das will, wird man besser erklären müssen als bisher, wo der Nutzen für Deutsche ist. Es ist nämlich unwahr, dass er dem Außenhandel besonders nutzt. Auch ist es eine Verspottung der Intelligenz der Wähler, denn man davon schwärmt im Urlaub kein Geld wechseln zu müssen.

    Wenn man den Euro haben will, dann muss das Volk wissen, wieso es die ungeheureren Souveränitätsverluste und persönliche Kosten auf sich nehmen soll. Das fand ich in den Artikeln nicht besonders gut erklärt. Die Ökonomen scheinen da unterschiedlicher Meinung zu sein und wenn die Fachleute das sind, ist es verantwortungslos, wenn man das Experiment mit unserer Zukunft weiter spinnt.

    Besonders gut hat mir gefallen: "Skeptischer ist Thorsten Polleit, Chefvolkswirt bei Barclays Capital. "Weil Regierungen und Wahlvolk vom Verschulden nicht lassen wollen, wird der Euro dem Entwertungsschicksal kaum entrinnen können", sagt der Ökonom."

    Das klingt so, als wären nur europäische Haushalte negativ die den Euro haben. Die Begründungen der Sparfans aus der Wirtschaft werden ein ums andere Mal irrwitziger. Wieso nur macht sich der Chefvolkswirt der englischen Bank nicht mehr Sorgen, dass sich England so auf Kapitalgeschäfte kapriziert hat und die Realwirtschaft vernachlässigt?

    • joG
    • 15.06.2010 um 14:25 Uhr

    .....zur Sache.

    Es geht nicht darum, ob der Euro überleben kann oder nicht. Es geht darum, ob er soll.

    Alle Probleme mit seiner Struktur waren als man ihn einführte bekannt und es war klar, dass er im damaligen Regelwerk nicht überleben konnte. Das braucht man nicht zu diskutieren, wo nun kam, was kommen musste.

    Warum log man damals das Volk an? Weil die Völker Europas den Euro nie erlaubt hätten, wenn die Politiker und Beamte die Wahrheit gesagt hätten. Die Wahrheit ist nämlich, dass ein Währungsgebiet erfordern wird, dass man die damaligen Verfassungen also hier das Grundgesetz ausweidet und das Volk seine Souveränität verliert.

    Das ist auch jetzt die einzige Frage. Will man das GG aufgeben und alle Nachteile inklusive der notwendigen Transfers gegen Süden akzeptieren? Wenn man das will, wird man besser erklären müssen als bisher, wo der Nutzen für Deutsche ist. Es ist nämlich unwahr, dass er dem Außenhandel besonders nutzt. Auch ist es eine Verspottung der Intelligenz der Wähler, denn man davon schwärmt im Urlaub kein Geld wechseln zu müssen.

    Wenn man den Euro haben will, dann muss das Volk wissen, wieso es die ungeheureren Souveränitätsverluste und persönliche Kosten auf sich nehmen soll. Das fand ich in den Artikeln nicht besonders gut erklärt. Die Ökonomen scheinen da unterschiedlicher Meinung zu sein und wenn die Fachleute das sind, ist es verantwortungslos, wenn man das Experiment mit unserer Zukunft weiter spinnt.

    • bediko
    • 15.06.2010 um 13:32 Uhr

    Wenn ich einige Rennpferde mit einigen Ziegenböcken vor eine Rennkutsche spanne, ist damit kein Sieg zu erringen und genau das haben die genialen Volkswirtschaftler (oder welcher Profession sind diese Komiker?) zur Zeit Kohls, Waigls und Mitterands getan. Oder war es Absicht der Franzosen, die Deutschen durch eine zum Misserfolg verurteilte Maßnahme zu verarmen? Wer weiss es schon?

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    • joG
    • 15.06.2010 um 14:47 Uhr

    .....wieso Kohl und Waigel es mit dem deutschen Volk machen ließen. Man kann nur hoffen, dass es nicht um Zahlungen ging, deren Herkunft Kohl verheimlichen durfte.

    ... die Wirtschaft am besten.

    Zu Zeiten der DM hatte wir das Problem, dass sämtliche Währungen, in deren Länder wir viel exportiert haben, abgewertet haben. Das bremste den Export, das bremste unser BIP.

    Mit dem Euro sitzen wir in einem Boot mit ein paar Leistungsminderen, die aber dafür sorgen, dass zum einen der Euro gegenüber Fremdwährungen nicht aufgewertet wird, und zum anderen hat sich unser währungsgleicher Exportraum enorm vergrößert.

    Wenn wir jetzt tatsächlich ein paar Milliarden der Bürgschaften auszahlen müssten, wäre das letztlich nichts mehr als ein gerechter Ausgleich. Leider lieben es viele Deutsche, alle Denkvorgänge einzustellen, wenn sie mal nicht profitieren, und das Boulevard unterstützt nach Kräften.

    Letztlich wird die Härte einer Währung nicht anhand der Staatshaushalte bemessen sondern anhand der wirtschaftlichen Leistung eines Landes. Wenn immer mehr europäische Regierungen sparen, geht das natürlich auf Kosten des BIP und natürlich gefährdet das die Stabilität der Wirtschaft und somit der Währung. Die Krisen, mit denen Europa zur Zeit zu kämpfen hat, haben meistenteils ihre Wurzeln in der Finanzwirtschaft.

    Witziger Weise liebt die Finanzwirtschaft gerade volatile Kurse. Weil sie damit viel Geld verdienen kann. Wenn einige Protagonisten nun fleißig mediales Öl ins Feuer gießen, geschieht das häufig aus rein finanziellem Interesse.

    • joG
    • 15.06.2010 um 14:47 Uhr

    .....wieso Kohl und Waigel es mit dem deutschen Volk machen ließen. Man kann nur hoffen, dass es nicht um Zahlungen ging, deren Herkunft Kohl verheimlichen durfte.

    ... die Wirtschaft am besten.

    Zu Zeiten der DM hatte wir das Problem, dass sämtliche Währungen, in deren Länder wir viel exportiert haben, abgewertet haben. Das bremste den Export, das bremste unser BIP.

    Mit dem Euro sitzen wir in einem Boot mit ein paar Leistungsminderen, die aber dafür sorgen, dass zum einen der Euro gegenüber Fremdwährungen nicht aufgewertet wird, und zum anderen hat sich unser währungsgleicher Exportraum enorm vergrößert.

    Wenn wir jetzt tatsächlich ein paar Milliarden der Bürgschaften auszahlen müssten, wäre das letztlich nichts mehr als ein gerechter Ausgleich. Leider lieben es viele Deutsche, alle Denkvorgänge einzustellen, wenn sie mal nicht profitieren, und das Boulevard unterstützt nach Kräften.

    Letztlich wird die Härte einer Währung nicht anhand der Staatshaushalte bemessen sondern anhand der wirtschaftlichen Leistung eines Landes. Wenn immer mehr europäische Regierungen sparen, geht das natürlich auf Kosten des BIP und natürlich gefährdet das die Stabilität der Wirtschaft und somit der Währung. Die Krisen, mit denen Europa zur Zeit zu kämpfen hat, haben meistenteils ihre Wurzeln in der Finanzwirtschaft.

    Witziger Weise liebt die Finanzwirtschaft gerade volatile Kurse. Weil sie damit viel Geld verdienen kann. Wenn einige Protagonisten nun fleißig mediales Öl ins Feuer gießen, geschieht das häufig aus rein finanziellem Interesse.

    • Lutz1
    • 15.06.2010 um 13:32 Uhr

    Der Euro ist schon tot.
    Es ist nur noch nicht eingebucht.
    GLaubt weiter an die Märchen der Politiker und der sogenannten
    Experten.

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    • yato
    • 16.06.2010 um 15:33 Uhr

    staatengemeinschaft kann nicht sterben, genauso wenig wie die idee der demokratie untergehen kann.

    diese ideen können zwar mal eine schlacht verlieren, aber sie kommen dann immer wieder zurück.

    ganz einfach weil es einen vorteil bringt die grenzen zu öffnen und auf gemeinsame werte zu setzen.
    zurückzugehen in der zeit ist letztlich unmöglich und wir können auch nicht mehr zurück auf die bäume!

    der nächste schritt heist deshalb, wir müssen enger zusammengehen und letztlich auch eine politische union werden.
    eine gemeinsame haushaltskasse zu haben und verschiedene regierungen, die damit machen was sie wollen, das funktioniert nicht, wie sich gezeigt hat.

    wer bei der lösung heutiger probleme den weg zurück gehen will zur kleinstaaterei und zur nationalegozentrik, der wird alles verlieren, letztlich den ganzen planeten und nur ein denkmal von jedem nationalstaat würde dann übrig bleiben wie die steinköpfe auf der osterinsel auf dem jeweils das wort "ego" steht
    ;-)

    • yato
    • 16.06.2010 um 15:33 Uhr

    staatengemeinschaft kann nicht sterben, genauso wenig wie die idee der demokratie untergehen kann.

    diese ideen können zwar mal eine schlacht verlieren, aber sie kommen dann immer wieder zurück.

    ganz einfach weil es einen vorteil bringt die grenzen zu öffnen und auf gemeinsame werte zu setzen.
    zurückzugehen in der zeit ist letztlich unmöglich und wir können auch nicht mehr zurück auf die bäume!

    der nächste schritt heist deshalb, wir müssen enger zusammengehen und letztlich auch eine politische union werden.
    eine gemeinsame haushaltskasse zu haben und verschiedene regierungen, die damit machen was sie wollen, das funktioniert nicht, wie sich gezeigt hat.

    wer bei der lösung heutiger probleme den weg zurück gehen will zur kleinstaaterei und zur nationalegozentrik, der wird alles verlieren, letztlich den ganzen planeten und nur ein denkmal von jedem nationalstaat würde dann übrig bleiben wie die steinköpfe auf der osterinsel auf dem jeweils das wort "ego" steht
    ;-)

  2. 4. Warum

    Warum ausgerechnet "13" führende Ökonomen? Soll man da an Jesus und seine Jünger denken? Aber wer ist Jesus? Und wer Judas?

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    ... Jesus ist gar nicht mit dabei.

    Wie kommt es eigentlich, dass man den wortgewaltigen deutschen Chef-Volkswirt der UNCTAD, Heiner Flassbeck, nicht als "führenden" Ökonomen zitiert?
    http://de.wikipedia.org/w...
    http://www.flassbeck.de/
    Dafür aber einen, ähm, ja... Herrn wie Sinn?

    ... Jesus ist gar nicht mit dabei.

    Wie kommt es eigentlich, dass man den wortgewaltigen deutschen Chef-Volkswirt der UNCTAD, Heiner Flassbeck, nicht als "führenden" Ökonomen zitiert?
    http://de.wikipedia.org/w...
    http://www.flassbeck.de/
    Dafür aber einen, ähm, ja... Herrn wie Sinn?

  3. 14 Ökonomen und 14 verschiedene Meinungen. Also Kaffeesatz lesen.
    Jeder kann sich sein Süppchen kochen und sich auf einen dieser Experten berufen.
    Die Politik sollte schnellstens reagieren und regieren. Aber mit wem? Eines der obersten Priorität hat das Demissionieren der Koalition, hinweg mit A.Merkel und ihrem Herren Westerwelle, der gesamtem FDP, die mit uralt gGedienten oder zu jungen Parteifreunden und Lobbyisten einherwandelt.

    Die Kanzlerin muss die Vertrauensfrage stellen, und sie wird kein Vertrauen ausgesprochen bekommen, weil doch sehr viele einsichtig geworden sind. Die CDU muss intensiv sofort die Nach-Merkel Ära einläuten. Die nächsten Wahlen stehen bevor, und was die SPD anzubieten hat ruft bei weitem kein Verzücken hervor. Man sollte vielleicht vorher noch das Parlament auf die Hälfte reduzieren, nicht nur der Kosten wegen. Vielleicht sollte man auch noch vorher eine Qualifikationsprüfung für Abgeordnete einführen. Dann fallen sowieso schon fast die Hälfte durchs Netz.

    • Tau
    • 15.06.2010 um 13:52 Uhr

    Selbige sind leicht daran zu erkennen, dass sie gerne Termini wie "populistisch" verwenden und zu unsubstanziierten Aussagen neigen. Nr. 14 etwa behauptet, der Euro wäre "Vater des deutschen Exportwunders". Abgesehen davon, dass die deutsche Wirtschaft seit über 1000 Jahren exportorientiert ist, sprechen vor allem zwei Zahlen dagegen. Wie sich einem Artikel aus der Wirtschaftswoche entnehmen lässt, das das Szenario einer Rückkehr zur D-Mark durchspielt, sank der Anteil des Euroraums an den deutschen Exporten von 46,5 im Jahr 1995 auf 42,6 in 2008.
    (http://www.wiwo.de/finanz...)

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    Wieso sind "linke Ökonomen" diejenigen, die die Euro-Zone verteidigen? Für mich sind das Monetaristen, die Neoliberalen. Die haben mit *links* ungefähr soviel zu tun wie mein rechter Daumen.

    Davon abgesehen war das imho Nr.13 namens Thomas Straubhaar:
    (Schweizer Ökonom und Direktor des Hamburgischen
    Weltwirtschaftsinstituts (HWWI)) der nichtmal annäherungsweise des linksseins verdächtig sein dürfte.

    "Wie sich einem Artikel aus der Wirtschaftswoche entnehmen lässt, das das Szenario einer Rückkehr zur D-Mark durchspielt, sank der Anteil des Euroraums an den deutschen Exporten von 46,5 im Jahr 1995 auf 42,6 in 2008."

    Umgedreht oder? Anteil der deutschen Exporte an denen des Euroraumes?

    Wie auch immer, solche Hochrechnungen sind nicht mehr als Kaffesatzleserei und werden von beiden Seiten instrumentalisiert. Niemand kann genau sagen was passiert, denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Niemand durchblickt mehr die chaotische Weltwirtschaft und deren zahlreiche Abhängigkeiten. Man darf sich da nichts vormachen: man würde weitgehend ins Blaue hinein handeln, sollte es also demütig tun und bereit zur Korrektur sein.

    Wieso sind "linke Ökonomen" diejenigen, die die Euro-Zone verteidigen? Für mich sind das Monetaristen, die Neoliberalen. Die haben mit *links* ungefähr soviel zu tun wie mein rechter Daumen.

    Davon abgesehen war das imho Nr.13 namens Thomas Straubhaar:
    (Schweizer Ökonom und Direktor des Hamburgischen
    Weltwirtschaftsinstituts (HWWI)) der nichtmal annäherungsweise des linksseins verdächtig sein dürfte.

    "Wie sich einem Artikel aus der Wirtschaftswoche entnehmen lässt, das das Szenario einer Rückkehr zur D-Mark durchspielt, sank der Anteil des Euroraums an den deutschen Exporten von 46,5 im Jahr 1995 auf 42,6 in 2008."

    Umgedreht oder? Anteil der deutschen Exporte an denen des Euroraumes?

    Wie auch immer, solche Hochrechnungen sind nicht mehr als Kaffesatzleserei und werden von beiden Seiten instrumentalisiert. Niemand kann genau sagen was passiert, denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Niemand durchblickt mehr die chaotische Weltwirtschaft und deren zahlreiche Abhängigkeiten. Man darf sich da nichts vormachen: man würde weitgehend ins Blaue hinein handeln, sollte es also demütig tun und bereit zur Korrektur sein.

    • ajaj
    • 15.06.2010 um 13:53 Uhr

    Der Euro ist Deutschland und vice versa. Deswegen musst ihr in allen eure Entscheidungen europäischer als alle andere EU-Staaten sein. Habt ihr ein starkes Ministerium für europäischen Angelegenheiten? Kontrolliert ihr was die anderen tun und nicht tun um es in Bruxelles vorzutragen und Änderungen durchzuboxen? Besetzt ihr die Topposten wie Frankreich mit Trichet, Barnier und DSK? Ihr denkt nur an eure Innenpolitik, bremsen europäische Lösungen wegen Provinzwahlen in NRW, lässt ein Bundespräsident mit Eklat aussziehen, streitet in Koalition. Nimmt endlich eure europäische Führungsrolle wahr. Inzwischen seid ihr eine musterhafte und nachhaltige Demokratie geworden. Jetzt jammert ihr und überlegen, ob der Euro gut oder schlecht ist. Der Euro wird so gut sein wie die europäische Politik Deutschlands sein wird. In Europa, NRW, Bayern, Baden-Würtenberg, Schleswig-Holstein, Hamburg, etc. on s'en fout.

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    Schon mal was von der Bindungskraft der 2 4 Verträge gehört? Oder in dessen Folge der Maastricht-Vertrag, Lissabon-Vertrag?

    Oder noch etwas früher: Beingungslose Kapitulation 8.Mai 1945?

    Das sind keine Daten einer Verschwörungstheorie, sondern gehört bei der Gesamtbetrachtung zum Standardwissen.

    Ist Ihnen nicht bekannt, daß Deutschland weiterhin kein souveräner Staat ist? Und voraussichtlich in den nächsten Generationen auch nicht mehr wird?

    Nein, nicht bekannt, dann wird es Zeit, sich damit zu beschäftigen. Das erspart sinnlose Forderungen nach einer deutschen Führungsrolle Ihrer Couleur!

    • joG
    • 15.06.2010 um 14:57 Uhr

    ....sicher??

    Immerhin musste Dr Merkel jetzt akzeptieren, dass Deutschland und damit seine Bevölkerung ca Euro 150 Milliarden Finanzzusagen machen musste und sich verpflichtet die Schulden anderer Länder zu bezahlen, wenn die nicht zahlen. Natürlich musste sie. Die Anderen haben ihr gesagt, dass Deutschland nach dem Lissabonner Vertrag kein Veto mehr hat. Sie würde überstimmt werden, wenn sie nicht zahlen wollte.

    So konnte sie nur dem Volk verkaufen versuchen, wieso es gut isst zu zahlen. Sonst wäre die neue Lissabonner Impotenz den Deutschen auf ernüchternde Weise klar geworden und das darf nicht sein. Das würde das Volk seinen (naiven) Glauben an das Verfassungsgericht und Köhler verlieren, die den Vertrag durch gewunken haben. Dann würden die Menschen verstehen, wie man sie natzte.

    Ist ja vermutlich gut gemeint.

    Hat nur einige kleine Haken:

    "Inzwischen seid ihr eine musterhafte und nachhaltige Demokratie geworden."

    *lol*, D ist keine richtige Demokratie, sondern eine Parteiendiktatur, das Volk durfte zur EU bisher NICHTS sagen, schon gar nichts negatives

    "Kontrolliert ihr was die anderen tun und nicht tun um es in Bruxelles vorzutragen und Änderungen durchzuboxen? Besetzt ihr die Topposten wie Frankreich mit Trichet, Barnier und DSK?"

    Brauchen wir nicht. D dominiert die EU doch auch so, über seine Exportkraft. Dummerweise ist D nicht identisch mit "den Deutschen" die mehrheitlich nix von der EU haben.

    "Der Euro wird so gut sein wie die europäische Politik Deutschlands sein wird."

    Na dann gute Nacht, in D regieren korrupte Parteien, die die Reichen reicher machen wollen. Bisher haben sie das auch in der EU gut durchgesetzt bekommen. Oder? Durchweg erfolgreich der deutsche Führungsstil. Nur halt nicht für alle. Aber genau genommen ist das immer so, wenn einzelne Leute zuviel Macht haben und führen sollen/wollen. da braucht man noch nichtmal das prominente deutsche Beispiel anzuführen, denn was hatten die Franzosen denn z.B. konkret für Vorteile von Napoleon, außer ständigem Krieg?

    Schon mal was von der Bindungskraft der 2 4 Verträge gehört? Oder in dessen Folge der Maastricht-Vertrag, Lissabon-Vertrag?

    Oder noch etwas früher: Beingungslose Kapitulation 8.Mai 1945?

    Das sind keine Daten einer Verschwörungstheorie, sondern gehört bei der Gesamtbetrachtung zum Standardwissen.

    Ist Ihnen nicht bekannt, daß Deutschland weiterhin kein souveräner Staat ist? Und voraussichtlich in den nächsten Generationen auch nicht mehr wird?

    Nein, nicht bekannt, dann wird es Zeit, sich damit zu beschäftigen. Das erspart sinnlose Forderungen nach einer deutschen Führungsrolle Ihrer Couleur!

    • joG
    • 15.06.2010 um 14:57 Uhr

    ....sicher??

    Immerhin musste Dr Merkel jetzt akzeptieren, dass Deutschland und damit seine Bevölkerung ca Euro 150 Milliarden Finanzzusagen machen musste und sich verpflichtet die Schulden anderer Länder zu bezahlen, wenn die nicht zahlen. Natürlich musste sie. Die Anderen haben ihr gesagt, dass Deutschland nach dem Lissabonner Vertrag kein Veto mehr hat. Sie würde überstimmt werden, wenn sie nicht zahlen wollte.

    So konnte sie nur dem Volk verkaufen versuchen, wieso es gut isst zu zahlen. Sonst wäre die neue Lissabonner Impotenz den Deutschen auf ernüchternde Weise klar geworden und das darf nicht sein. Das würde das Volk seinen (naiven) Glauben an das Verfassungsgericht und Köhler verlieren, die den Vertrag durch gewunken haben. Dann würden die Menschen verstehen, wie man sie natzte.

    Ist ja vermutlich gut gemeint.

    Hat nur einige kleine Haken:

    "Inzwischen seid ihr eine musterhafte und nachhaltige Demokratie geworden."

    *lol*, D ist keine richtige Demokratie, sondern eine Parteiendiktatur, das Volk durfte zur EU bisher NICHTS sagen, schon gar nichts negatives

    "Kontrolliert ihr was die anderen tun und nicht tun um es in Bruxelles vorzutragen und Änderungen durchzuboxen? Besetzt ihr die Topposten wie Frankreich mit Trichet, Barnier und DSK?"

    Brauchen wir nicht. D dominiert die EU doch auch so, über seine Exportkraft. Dummerweise ist D nicht identisch mit "den Deutschen" die mehrheitlich nix von der EU haben.

    "Der Euro wird so gut sein wie die europäische Politik Deutschlands sein wird."

    Na dann gute Nacht, in D regieren korrupte Parteien, die die Reichen reicher machen wollen. Bisher haben sie das auch in der EU gut durchgesetzt bekommen. Oder? Durchweg erfolgreich der deutsche Führungsstil. Nur halt nicht für alle. Aber genau genommen ist das immer so, wenn einzelne Leute zuviel Macht haben und führen sollen/wollen. da braucht man noch nichtmal das prominente deutsche Beispiel anzuführen, denn was hatten die Franzosen denn z.B. konkret für Vorteile von Napoleon, außer ständigem Krieg?

  4. eine Wirtschafts -und Finanzkrise unglaublichen Ausmaßes auf uns zurollt?

    Höchste Reputation genießt man nicht über ein "Ja,aber" oder "Nein, wenn"!!

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    Höchste Reputation erlangt man in dieser Systemkrise des EURO-Raumes und der entwickelten Industriestaaten nur durch die Anwendung von Evolutionsprozess- und Chaosphysik. Mit dieser kann man den evolutionsprozess-logischen Exodus aus dem Ancien Régime der Kapitalstockmaximierer/2%Wachstumszwang-Regime gesteuert organisieren. Auf dieser Erkenntnisstufe befindet sich k e i n Vwler und unter den Spitzen-Politikern ist n u r Angela Merkel/Kurt Biedenkopf/Thomas de Maiziére auf Augenhöhe mit der Krise. Aber auf diese kommt es an ....

    Höchste Reputation erlangt man in dieser Systemkrise des EURO-Raumes und der entwickelten Industriestaaten nur durch die Anwendung von Evolutionsprozess- und Chaosphysik. Mit dieser kann man den evolutionsprozess-logischen Exodus aus dem Ancien Régime der Kapitalstockmaximierer/2%Wachstumszwang-Regime gesteuert organisieren. Auf dieser Erkenntnisstufe befindet sich k e i n Vwler und unter den Spitzen-Politikern ist n u r Angela Merkel/Kurt Biedenkopf/Thomas de Maiziére auf Augenhöhe mit der Krise. Aber auf diese kommt es an ....

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