Fotostrecke

Spaniens Ruinen der Immobilienkrise

Wer durch Spanien fährt – insbesondere durch Küstengegenden im Süden des Landes – begegnet unvollendet gebliebenen Neugebäuden, wie hier in Roquetas de Mar bei Almeria, auf Schritt und Tritt: Spätfolgen einer gewaltigen Immobilienblase  |  © Jasper Juinen/Getty Images

Leser-Kommentare
  1. Der Film "Let's make money" von E. Wagenhofer wurde 2007 gedreht und kam 2008 in die Kinos. Er befasst sich u.a. auch mit der Spanischen Immobilienblase und unterlegt den Wahnsinn mit einigen sehr beeindruckenden Bildern.

    http://www.letsmakemoney.at
    http://www.letsmakemoney....

    Was ich mich frage ist:

    Wenn der Wahnsinn schon 2007 für einen Filmemacher so auf Film aufnehmbar war und Investoren die "nach uns die Sintflut"-Haltung ziemlich eindeutig benannt haben, WIESO KANN DIE POLITIK DANN OFFENBAR ERST JETZT HANDELN?

    Im Film wird darauf hingewiesen, dass Ökonomen schon viel(!) früher vor den Überkapazitäten gewarnt haben, aber die gegenwärtige Ausgestaltung dessen, was wir Marktwirtschaft nennen, scheint gegen PARASITÄRE PARTIKULAR-INTERESSEN ZU LASTEN ALLER vollkommen ungeschützt zu sein!

    Wer die hemmungslose und selbst-schädigende Ausbeutung unserer Ressourcen öffentlich macht, der verhagelt damit einflussreichen Investoren das Privatgeschäft auf Kosten aller und wird als "Kommunist" diffamiert.

    Dabei ist doch das Obskure, dass die Profiteure sich genau die Seilschaften und bestochenen Politiker zunutze machen, die man normalerweise für das Scheitern des Kommunismusses ansieht: Indem sich nicht mehr die Leistung sondern die korrupte Seilschaft lohnt, untergräbt man die Marktwirtschaft!

    Unsere Marktwirtschaft scheint vollkommen unfähig, die destruktive Macht der feudal-liberalen Ideologie (FDP ..) rechtzeitig zu begrenzen.

    Y.S.

  2. wohl kaum. Genausowenig wie in den anderen nun komplett überschuldeten Europäischen Nationen. Dies ist einzig und allein der Entregelungspsychose zu verdanken die sich dan der Neoliberalen Indoktrination so umfassend verbreiten konnte. Verbreitet hat sich dese weil aauch all jene die eigentlich nicht mitmachwn wolten durch etliche Gesetzesänderunge dazu gezwungen wurden... Siehe die einst Grundsoliden Landesbanken... Diese waren, dank der Staatlichen Garantien den Privatbanken stetiger Dorn im Auge und hat dank jahrelangem kräftigen Lobbying (Demokrativerachtend das Ganze!) diese ebenfall in den Sumpf der Neoliberalen Endlosigkeit des Profitmaximierens auf Kosten der Gesellschaft mitgerissen... Insofen Selbstverschuldet aebr dann, eben auch genau nicht da die Eu Verfassung und die WTO solchen kompletten Unsinn auch noch vorschreibt... Wie total eng gefasst diese Ideolgische Unterwandung am Ende ist, kann man u.a. auch daran erkennen wie alternativlos die aktuellen verantwortlichen Denken und Handeln.

    • reits
    • 21.06.2010 um 15:04 Uhr

    Natürlich sollte man nicht weg sehen und alles "easy going" betrachten - aber die Fotostrecke ist zu stark von der Realität abgehoben!

    Vor allem das Bild, welches eine Person zeigt, die in einer Mülltonne etwas sucht - dies gab es schon immer und wird es immer geben, egal ob zu Wirtschaftsaufschwung oder Wirtschaftskrise.

    Ebenso, wo bleibt meine Garantie als Leser, dass diese Bilder nicht die fiktive Wahrheit ist? Es können einfach nur Baustellen sein, die für den Fotografen attraktiv genug waren!

    Boulevard-Presse. Nichts anderes!

  3. @reits : Sie handeln nicht zufällig mit spanischen Immobilien ? Die Fotos sind keineswegs stark von der Realität abgehoben.

    Und die "Zeit" hatte ich bis jetzt auch noch nicht unter Verdacht ein Boulevard-Blatt zu sein.

    In diesem Sinne.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Mir gefällt das einsteuern einer Sichtweise, die man sich für alle Leser wünscht.
    Bauriunen gibt es hier schon immer. Ebenso Baustellen-Stops.
    Das neue an der Immobilienkrise ist, das sie den Einzelmann betrifft. In Spanien hat die Schuldenfalle so richtig zugeschlagen. Zu leichtfertig wurden in der Vergangenheit Darlehen "verteilt", ohne dabei an eine mögliche Erwerbsunfähigkeit zu denken, die das abstottern unmöglich macht. Tausende von Menschen haben so in vorfinanzierten Neubauten viel Geld investiert. Geld das nun "brach" liegt. Weder die Wohnung ist fertiggestellt, noch der Kredit bezahlt.
    Die Summe machts, die Kette ist lang. Wer zahlt die Bauunternehmen? Wer zahlt den Arbeiter der für das Bauunternehmen arbeitet. Wie zahlt der Arbeiter den für eine neue Wohnung aufgenommenen Kredit an die Bank, wenn nicht gezahlt wird.....................die Bank wohl nicht.

    Sonne, Strand, Palmen und schöne Bauruinen.
    Visto lo visto me preparo un pisto. Porque lo que no se nos han quitado son las ganas de vivir ! Óle!!!

    Mir gefällt das einsteuern einer Sichtweise, die man sich für alle Leser wünscht.
    Bauriunen gibt es hier schon immer. Ebenso Baustellen-Stops.
    Das neue an der Immobilienkrise ist, das sie den Einzelmann betrifft. In Spanien hat die Schuldenfalle so richtig zugeschlagen. Zu leichtfertig wurden in der Vergangenheit Darlehen "verteilt", ohne dabei an eine mögliche Erwerbsunfähigkeit zu denken, die das abstottern unmöglich macht. Tausende von Menschen haben so in vorfinanzierten Neubauten viel Geld investiert. Geld das nun "brach" liegt. Weder die Wohnung ist fertiggestellt, noch der Kredit bezahlt.
    Die Summe machts, die Kette ist lang. Wer zahlt die Bauunternehmen? Wer zahlt den Arbeiter der für das Bauunternehmen arbeitet. Wie zahlt der Arbeiter den für eine neue Wohnung aufgenommenen Kredit an die Bank, wenn nicht gezahlt wird.....................die Bank wohl nicht.

    Sonne, Strand, Palmen und schöne Bauruinen.
    Visto lo visto me preparo un pisto. Porque lo que no se nos han quitado son las ganas de vivir ! Óle!!!

  4. Dazu gäb's sehr viel zu sagen. Der Kommentar "Übertrieben" stammt wohl von jemandem, der die Situation nicht mit eigenen Augen kennt und daher zu solchen Mutmaßungen kommt.

    Ich kann nur die Situation in Portugal beschreiben, aber da dürfte einiges ähnlich sein wie in Spanien. Man muss aber mal sehen, wie wichtig, ja zwingend die Krise in dieser Hinsicht ist. Man muss sich vor Augen halten: da gibt es in beiden Ländern eine mächtige, gefräßige Baubranche (in der, zumindest in Portugal, teilweise die Bauarbeiter nicht mal sozialversichert waren bzw. sind) und die braucht natürlich Flächen, die sie so bebauen kann, dass maximaler Gewinnn möglich ist, dh. möglichst hoch, möglichst eng, möglichst dicht gedrängt. Von Rücksicht auf die Natur oder die traditionelle Architektur keine Spur.

    Oder eben, Beispiel Lissabon, Luxussanierung, schick, aber nur für eine verschwindende Minderheit erschwinglich. So viele Wohnungen und Häuser stehen leer und verfallen, aber die Mieten und Immobilienpreise bleiben hoch!

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