Klimaschutz "Wir können nicht auf globale Lösungen warten"
Klimaschutz beginnt im Lokalen, sagt Elinor Ostrom, Trägerin des Wirtschaftsnobelpreises 2009. Anzeichen für einen Bewusstseinswandel bei den Menschen seien da.
© Rainer Jensen dpa/lbn

Die erste Nobelpreisträgerin für Ökonomie, Elinor Ostrom, setzt sich seit Jahrzehnten mit dem Thema Klimaschutz auseinander
Frage: Frau Ostrom, Sie haben sich mit dem Phänomen beschäftigt, dass einzelne Individuen auf Kosten aller öffentliche Güter über Gebühr benutzen. Sie haben mit Ihren Forschungen bewiesen, dass das oft gar kein Drama ist. Was bedeutet das?
Elinor Ostrom: Es gibt viel mehr Beispiele für eine nachhaltige und auf sehr lange Zeit gelungene Gemeinschaftsnutzung von Gütern als gegenteilige Beispiele. Meine Fallstudien über die Gemeinschaftsnutzung von Viehweiden, Bewässerungssystemen oder Fischgründen zum Beispiel zeigen das genauso wie die Arbeiten von Geologen, Historikern und Ethnologen. Was allen gelungenen Nutzungskonzepten gemein ist, sind einige Grundprinzipien: Die Regeln für die Bewirtschaftung der Gemeinschaftsgüter müssen von allen Beteiligten gemeinsam bestimmt werden, sie müssen klar sein, sie müssen überwacht werden und Verstöße müssen schnell geahndet werden. Dabei können die Strafen durchaus mild sein.

Die Amerikanerin Elinor Ostrom (76) war die erste Frau, die mit einem Nobelpreis für Ökonomie ausgezeichnet wurde. 2009 erhielt sie ihn gemeinsam mit ihrem Landsmann Oliver Williamson. Ostrom gilt als Expertin für die Frage, wie knappe Güter verwaltet werden können, ohne dass es zu negativen ökonomischen und ökologischen Folgen kommt. Sie lehrt Politikwissenschaften an der Indiana University in Bloomington.Ostrom gilt unter Forscherkollegen als äußerst bescheiden. Auch ihr Mann, Vincent Ostrom, ist Wissenschaftler.
Frage: Sie haben in dieser Woche an der Technischen Universität Berlin vor 1300 Interessierten eine Vorlesung über das Thema Klima gehalten. Was können wir von Ihnen über die Bewirtschaftung unserer gemeinsamen Atmosphäre lernen?
Ostrom: Mein Hauptargument ist, dass wir nicht auf eine globale Lösung warten sollten und es auch nicht können. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, um den Klimawandel zu bekämpfen. Viele davon sind lokal oder regional. Der Emissionshandel in der EU ist ein sehr wichtiger regionaler Ansatz. Wir müssen auf der lokalen Ebene konkrete Handlungsmöglichkeiten erproben. Denn wenn wir tatsächlich irgendwann ein globales Klimaabkommen bekommen, aber keinerlei experimentelle Erfahrungen mit dem Klimaschutz haben, dann wird uns das auch nicht mehr helfen. Viele Städte zeigen ganz konkret, wie es gehen kann. Wenn es Radwege gibt, nutzen mehr Menschen das Fahrrad, sind deshalb gesünder und lassen ihr Auto stehen. Das nützt auch dem Klima.
Frage: Aber ist es nicht so, dass der Einzelne immer zuerst an sich selbst denkt?
Ostrom: Das wird immer erwartet, wenn es um Gemeinschaftsgüter geht. Meine Erfahrung ist, dass es gelingen kann, das zu verhindern, wenn es Vertrauen gibt. In kleineren Strukturen ist es möglich, dieses Vertrauen zu bilden. Auf globaler Ebene ist das viel schwerer. Aber es gibt inzwischen genug lokale Gruppen, die sich selbst organisieren und beginnen, sich global zu vernetzen. Innerhalb eines solchen Netzwerks kann wiederum Vertrauen gebildet werden. Es gibt auch für Entwicklungsländer viele wirkungsvolle Ideen. Wenn ich nur an die Kochherde denke, die viel Holzkohle verbrauchen. Die sind mit ihrem Ruß und Rauch furchtbar für die Gesundheit der Frauen. Wenn man afrikanischen Firmen hilft, effiziente Öfen zu entwickeln, dann hat man gleich zwei Dinge erreicht: Klimaschutz und gesunde Luft.
Frage: Sehen Sie Anzeichen, dass das passiert?
Ostrom: Ich bin relativ hoffnungsvoll. Aber ich werde ganz rasend, wenn ich mir vorstelle, dass wir nicht sofort handeln. Es geht um eine Verminderung der Risiken, die sich aus dem Klimawandel ergeben.
Frage: Wenn Ihre Strategie ist, viele kleine Ansätze zu verknüpfen, dann müssten Sie doch mit dem Ausgang des Klimagipfels in Kopenhagen zufrieden sein. In der Kopenhagen-Vereinbarung werden die Handlungsangebote aller Willigen gesammelt.
Ostrom: Die Kopenhagen-Erklärung ist nicht mehr als Papier. Aber ich sehe weltweit richtige Experimente, die wirklich stattfinden. In den Städten, in den Regionen in den USA und Europa.
- Datum 26.06.2010 - 11:51 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Er wird den Karren nicht mehr ziehen. Dafür hat die Zunft der Klimapriester zu viel Unsinn erzählt. Es wurde zu viel Scharlatanerie betrieben.
Dabei sind viele Ziele, die unter dem Dach "Klimaschutz" verkauft wurden, für sich genommen sinnvoll. Man kann sie auch betreiben, ohne das Märchen vom klimatischen Weltuntergang zu erzählen. Protestantische/kalvinistische Schuldethik (du bist schuld am Weltuntergang) ist zwar eine wirksame Triebfeder, der Drang nach Wohlstand und Anerkennung ist aber noch stärker. Man muss ihn nur erschließen.
Wenn afrikanische Dorfbürgermeister lernen, dass bessere Öfen nicht nur zu gesunderen Bürgern und weniger Gestank im Ort führen, sondern auch sparsamer sind, entsteht allein hieraus eine Eigenmotivation, sie zu installieren.
Wenn amerikanische Städte merken, dass "grüne Städte" nicht nur eine bessere Lebensqualität bieten, die Bürger gesünder machen, sondern die monatliche Energiekostenrechnung auch noch rasant senkt, dann motiviert das viel mehr, als jeder erhobene Zeigefinger, der den Weltuntergang voraussagt.
Denn Gesellschaften, die an Untergang glauben, lassen es noch mal richtig krachen und denken nicht an Nachhaltigkeit.
Wichtig bei all dem ist: Aufwand und Nutzen müssen übersichtlich sein. Die Menschen müssen konkret sehen, was für Vorteile für sie entstehen. Gigantische Umverteilungen, Weltklimaregierungen, große Transformationen usw. führen nur zu Korruption ohne großen Nutzen.
... ab und zu die Artikel, die Sie mit dem immer gleichen Klimareligions-Quatsch kommentieren?
Religionen gründen sich auf den Glauben an Übernatürliches, dessen Existenz sich empirisch und logisch nicht begründen lässt. Wo bitte versteckt sich das Übernatürliche im Klima-Konsens und in der Klimapolitik?
Das was Sie hier als religiöse "Schuldethik" diskreditieren nennt man gemeinhin das Prinzip Verantwortung übernehmen. Und wem dienen die von Frau Ostrom genannten Prinzipien zur nachhaltigen Nutzung von Gemeinschaftsgütern, wenn nicht dem dem Wohl(!)-Stand und der gegenseitigen Anerkennung von Gruppenmitgliedern?
Über Ihre Motivation, immer wieder gegen Mitigation zu wettern und Adaptation zu verklären, ließe sich trefflich spekulieren...
Aber es sollte hier ja um das Interview gehen. Ich finde es gelungen und ich hoffe, Frau Ostrom wird gebührend wahrgenommen.
... ab und zu die Artikel, die Sie mit dem immer gleichen Klimareligions-Quatsch kommentieren?
Religionen gründen sich auf den Glauben an Übernatürliches, dessen Existenz sich empirisch und logisch nicht begründen lässt. Wo bitte versteckt sich das Übernatürliche im Klima-Konsens und in der Klimapolitik?
Das was Sie hier als religiöse "Schuldethik" diskreditieren nennt man gemeinhin das Prinzip Verantwortung übernehmen. Und wem dienen die von Frau Ostrom genannten Prinzipien zur nachhaltigen Nutzung von Gemeinschaftsgütern, wenn nicht dem dem Wohl(!)-Stand und der gegenseitigen Anerkennung von Gruppenmitgliedern?
Über Ihre Motivation, immer wieder gegen Mitigation zu wettern und Adaptation zu verklären, ließe sich trefflich spekulieren...
Aber es sollte hier ja um das Interview gehen. Ich finde es gelungen und ich hoffe, Frau Ostrom wird gebührend wahrgenommen.
Die Klimafritzen sind genial gewesen: Aus der tatsächlich seit je stattfindenden Klimaänderung (Stichwort Sonnenaktivität) haben sie eine Ersatzreligion mit Apokalypse und Erlösung durch sie, die Klimafritzen, gebastelt. Nun sollen die Vökler Verzicht üben und die Klimafritzen in den Geldern für ihre opulenten Reisen, Kongresse und sog. Forschungen schwelgen. Das kommt einem irgendwie bekannt vor: Schon Päpste, Bischöfe - Herrn Mixa sei's geklagt - und andere Religions- und Sektenführer haben sich seit Jahrhunerten auf diese Weise wunderbar durchgefressen. Sie lebten in Saus und Braus und das Volk hat ihnen unter teilweise grössten Entbehrngen das letzte Gold für die Verzierung der Statuen und Tempel abgeliefert. Doch eines müssen die Klimafritzen und ihr pfiffiger indischer Ober-Spin-Doktor wissen: Auch Geniestreiche zur Selbstversorgung und -beweihräucherung lassen sich nicht ohne Weiteres wiederholen.
Es wäre schön, wenn man irgendwann mal einen Artikel zum Thema Klimawandel diskutieren könnte ohne Kommentare des Inhalts: "Ist doch eh alles Blödsinn"
Nur zur Klarstellung:
Es ging um die Frage, was man gegen den Klimawandel tun kann und nicht um die Frage von vor 20 Jahren, ob überhaupt eine anthropogene globale Erwärmung diskutiert.
@ ZEIT-Redaktion
Ich finde ihre Berichterstattung vorzüglich und hoffe, Sie lassen sich nicht beeinflussen. In einer Untersuchung der Berichterstattung zu diesem Thema von SPIEGEL und ZEIT hatte die ZEIT deutlich die Nase vorne. Lob deshalb auch von höchster Stelle (Rahmstorf), siehe:
http://www.wissenslogs.de...
... ab und zu die Artikel, die Sie mit dem immer gleichen Klimareligions-Quatsch kommentieren?
Religionen gründen sich auf den Glauben an Übernatürliches, dessen Existenz sich empirisch und logisch nicht begründen lässt. Wo bitte versteckt sich das Übernatürliche im Klima-Konsens und in der Klimapolitik?
Das was Sie hier als religiöse "Schuldethik" diskreditieren nennt man gemeinhin das Prinzip Verantwortung übernehmen. Und wem dienen die von Frau Ostrom genannten Prinzipien zur nachhaltigen Nutzung von Gemeinschaftsgütern, wenn nicht dem dem Wohl(!)-Stand und der gegenseitigen Anerkennung von Gruppenmitgliedern?
Über Ihre Motivation, immer wieder gegen Mitigation zu wettern und Adaptation zu verklären, ließe sich trefflich spekulieren...
Aber es sollte hier ja um das Interview gehen. Ich finde es gelungen und ich hoffe, Frau Ostrom wird gebührend wahrgenommen.
Sie vergessen bei die Ersatz- und Naturreligionen ...
http://www.youtube.com/wa...
Unabhängig davon ist die menschengemachte Klima-Apokalypse durchaus etwas " Übernatürliches, dessen Existenz sich empirisch und logisch nicht begründen lässt."
Denn die Klimapriester versuchen ja gerade verzweifelt, zu vertuschen, dass Mutter Erde sich einfach nicht an ihre Glaubenssätze hält...
Aber zum Interview:
Der Kernfehler von Elinor Ostrom liegt in der Unterschätzung der "Tragik der Allmende".
Richtig führt sie aus, dass Allmendegüter in kleinen übersichtlichen Strukturen funktionieren können. Nur das ist keine Neuigkeit, Genossenschaften machen das seit langer Zeit vor, incl. der beschriebenen Sanktionsmechanismen.
Man kommt nun mal bei Allmendegütern zwangsläufig in ein klassisches Gefangenendilemma. Der wirtschaftliche Reiz des Regelverstoßes ist einfach enorm. Bei der Hochseefischerei, einem klassischen Allmendegut, können wir doch trotz aller Bemühungen beobachten, dass man Überfischung nicht wirklich in den Griff bekommt und deswegen eben Fischbestände zusammenbrechen und alle weniger Ertrag haben.
Dabei sind die Kontroll- und Sanktionsmöglichkeiten bei Fischereigebieten ungleich einfacher als bei einem Allmendegut "Atmosphäre" oder wenn man möchte "CO2-Ausstoß".
Schon die bisher aufgeflogenen Mogeleien beim europäischen CO2-Handel zeigen, dass das nicht funktionieren kann. Die Kontrollkosten wären unendlich. Man fällt ins Nirwana der Komplexität.
Sie vergessen bei die Ersatz- und Naturreligionen ...
http://www.youtube.com/wa...
Unabhängig davon ist die menschengemachte Klima-Apokalypse durchaus etwas " Übernatürliches, dessen Existenz sich empirisch und logisch nicht begründen lässt."
Denn die Klimapriester versuchen ja gerade verzweifelt, zu vertuschen, dass Mutter Erde sich einfach nicht an ihre Glaubenssätze hält...
Aber zum Interview:
Der Kernfehler von Elinor Ostrom liegt in der Unterschätzung der "Tragik der Allmende".
Richtig führt sie aus, dass Allmendegüter in kleinen übersichtlichen Strukturen funktionieren können. Nur das ist keine Neuigkeit, Genossenschaften machen das seit langer Zeit vor, incl. der beschriebenen Sanktionsmechanismen.
Man kommt nun mal bei Allmendegütern zwangsläufig in ein klassisches Gefangenendilemma. Der wirtschaftliche Reiz des Regelverstoßes ist einfach enorm. Bei der Hochseefischerei, einem klassischen Allmendegut, können wir doch trotz aller Bemühungen beobachten, dass man Überfischung nicht wirklich in den Griff bekommt und deswegen eben Fischbestände zusammenbrechen und alle weniger Ertrag haben.
Dabei sind die Kontroll- und Sanktionsmöglichkeiten bei Fischereigebieten ungleich einfacher als bei einem Allmendegut "Atmosphäre" oder wenn man möchte "CO2-Ausstoß".
Schon die bisher aufgeflogenen Mogeleien beim europäischen CO2-Handel zeigen, dass das nicht funktionieren kann. Die Kontrollkosten wären unendlich. Man fällt ins Nirwana der Komplexität.
Sie vergessen bei die Ersatz- und Naturreligionen ...
http://www.youtube.com/wa...
Unabhängig davon ist die menschengemachte Klima-Apokalypse durchaus etwas " Übernatürliches, dessen Existenz sich empirisch und logisch nicht begründen lässt."
Denn die Klimapriester versuchen ja gerade verzweifelt, zu vertuschen, dass Mutter Erde sich einfach nicht an ihre Glaubenssätze hält...
Aber zum Interview:
Der Kernfehler von Elinor Ostrom liegt in der Unterschätzung der "Tragik der Allmende".
Richtig führt sie aus, dass Allmendegüter in kleinen übersichtlichen Strukturen funktionieren können. Nur das ist keine Neuigkeit, Genossenschaften machen das seit langer Zeit vor, incl. der beschriebenen Sanktionsmechanismen.
Man kommt nun mal bei Allmendegütern zwangsläufig in ein klassisches Gefangenendilemma. Der wirtschaftliche Reiz des Regelverstoßes ist einfach enorm. Bei der Hochseefischerei, einem klassischen Allmendegut, können wir doch trotz aller Bemühungen beobachten, dass man Überfischung nicht wirklich in den Griff bekommt und deswegen eben Fischbestände zusammenbrechen und alle weniger Ertrag haben.
Dabei sind die Kontroll- und Sanktionsmöglichkeiten bei Fischereigebieten ungleich einfacher als bei einem Allmendegut "Atmosphäre" oder wenn man möchte "CO2-Ausstoß".
Schon die bisher aufgeflogenen Mogeleien beim europäischen CO2-Handel zeigen, dass das nicht funktionieren kann. Die Kontrollkosten wären unendlich. Man fällt ins Nirwana der Komplexität.
Dieser verlinkte Beitrag ist nun ein bekanntes Beispiel dafür, dass auch 3sat nicht vor unlauterem Journalismus gefeit ist.
Norbert Bolz, stets provozierender Soziologe, und Dirk Maxeiner, Speerspitze der Faktenverdrehung. Diesen beiden vermeintlichen Klimaexperten glauben Sie tatsächlich, dass der IPCC grundlegend falsch liegt mit der Aussage, dass es wärmer wird und dass diese Erwärmung ohne anthropogene Klimagasemissionen nicht zu erklären ist?
Ich verstehe Ostrom anders als Sie. Es geht ihr um institutionalisierte und konventionalisierte Kooperationen auf lokaler und regionaler Ebene; und darum, diese Normen global durch Vernetzung fortzupflanzen – gleichsam in einem globalisierten Wertewandel. Denn nur Kooperation, die auf Reziprozität beruht, schützt vor opportunistischem Verhalten (Gefangenendilemma). Deshalb betont sie den Faktor Vertrauen. Wer sich dagegen ausschließlich auf die Privatisierung öffentlicher Güter anhand rationaler Kriterien (Emissionshandel) verlässt, der missachtet, dass Menschen eine beschränkte Rationalität besitzen. Und bei nicht vollständigen Informationen vermindert Vertrauen, ökonomisch gesprochen, Transaktionskosten.
Und Sie sagen, Ostrom beachte die Tragik der Allmende zu wenig? Genau diese war der Ausgangspunkt ihrer Arbeit!
Dieser verlinkte Beitrag ist nun ein bekanntes Beispiel dafür, dass auch 3sat nicht vor unlauterem Journalismus gefeit ist.
Norbert Bolz, stets provozierender Soziologe, und Dirk Maxeiner, Speerspitze der Faktenverdrehung. Diesen beiden vermeintlichen Klimaexperten glauben Sie tatsächlich, dass der IPCC grundlegend falsch liegt mit der Aussage, dass es wärmer wird und dass diese Erwärmung ohne anthropogene Klimagasemissionen nicht zu erklären ist?
Ich verstehe Ostrom anders als Sie. Es geht ihr um institutionalisierte und konventionalisierte Kooperationen auf lokaler und regionaler Ebene; und darum, diese Normen global durch Vernetzung fortzupflanzen – gleichsam in einem globalisierten Wertewandel. Denn nur Kooperation, die auf Reziprozität beruht, schützt vor opportunistischem Verhalten (Gefangenendilemma). Deshalb betont sie den Faktor Vertrauen. Wer sich dagegen ausschließlich auf die Privatisierung öffentlicher Güter anhand rationaler Kriterien (Emissionshandel) verlässt, der missachtet, dass Menschen eine beschränkte Rationalität besitzen. Und bei nicht vollständigen Informationen vermindert Vertrauen, ökonomisch gesprochen, Transaktionskosten.
Und Sie sagen, Ostrom beachte die Tragik der Allmende zu wenig? Genau diese war der Ausgangspunkt ihrer Arbeit!
Jeder von uns kann seinen ganz persönlichen Weg einschlagen:
Auto downgraden oder aufgeben.
Eisenbahn statt Auto oder Flugzeug.
Kleinere Wohnflächen.
Solarthermie.
Moderne Heizsysteme.
Verzicht auf Fleisch und Fisch.
Urlaub zu Hause oder im eigenen Land.
Kleidung sinnvoll nutzen.
Das ist alles recht einfach zu machen. Mann muss dies nicht zur Glaubenssache hochstilisieren und kann daran sogar Genuss haben.
Das Leben wird einfacher, man gewinnt an Muße, es ist einfach ein glücklicherer Weg.
Meine Gegenfrage: Ist es nicht schon 5 nach 12?
Die Vorschläge sind jederzeit überlegenswert und machbar. Wir sind aber in einem Kreislauf gefangen, aus dem man nicht so ohne weiteres rauskommt.
Man stelle sich vor:
- Jeder Erwachsene verzichtet auf eine Fleischmahlzeit/Woche sind ca. 55.000.000 x 100 g x 52 = 286.000 Tonnen Fleisch weniger im Jahr. Was wird mit den Arbeitsplätzen, wer bezahlt die Sozialleistungen?
- Jeder Erwachsene verzichtet auf eine Flasche Bier/Woche sind ca. 55.000.000 x 0,5 l x 52 = 14,3 Mill. Hektoliter weniger im Jahr. Was wird mit den Arbeitsplätzen, wer bezahlt die Sozialleistungen?
Und so weiter und so fort.
Wir sind derartig an Wachstum gewöhnt wurden, dass es unheimlich schwer wird dies zu ändern. So wie die Wirtschaft nach Wachstum giert (eigentliches Problem ist der Zinseszins), macht es doch die Mehrheit auch. Ist Wachstum nicht eine schöne Umschreibung für Gier?
Lösungen fand ich in dem Buch von E.U. von Weizsäcker "Faktor 4 - Doppelter Wohlstand mit halben Naturressourcen".
Nur diese Kehrtwende schafft die Politik mit den tonangebenden Lobbyisten nicht oder will es nicht. Und der deutsche Michel geht nicht auf die Straße. Wie heißt es doch: Sagt der Franzose "Merde" dann macht er es nicht, sagt der Deutsche "Sch...e" macht er es trotzdem.
Meine Gegenfrage: Ist es nicht schon 5 nach 12?
Die Vorschläge sind jederzeit überlegenswert und machbar. Wir sind aber in einem Kreislauf gefangen, aus dem man nicht so ohne weiteres rauskommt.
Man stelle sich vor:
- Jeder Erwachsene verzichtet auf eine Fleischmahlzeit/Woche sind ca. 55.000.000 x 100 g x 52 = 286.000 Tonnen Fleisch weniger im Jahr. Was wird mit den Arbeitsplätzen, wer bezahlt die Sozialleistungen?
- Jeder Erwachsene verzichtet auf eine Flasche Bier/Woche sind ca. 55.000.000 x 0,5 l x 52 = 14,3 Mill. Hektoliter weniger im Jahr. Was wird mit den Arbeitsplätzen, wer bezahlt die Sozialleistungen?
Und so weiter und so fort.
Wir sind derartig an Wachstum gewöhnt wurden, dass es unheimlich schwer wird dies zu ändern. So wie die Wirtschaft nach Wachstum giert (eigentliches Problem ist der Zinseszins), macht es doch die Mehrheit auch. Ist Wachstum nicht eine schöne Umschreibung für Gier?
Lösungen fand ich in dem Buch von E.U. von Weizsäcker "Faktor 4 - Doppelter Wohlstand mit halben Naturressourcen".
Nur diese Kehrtwende schafft die Politik mit den tonangebenden Lobbyisten nicht oder will es nicht. Und der deutsche Michel geht nicht auf die Straße. Wie heißt es doch: Sagt der Franzose "Merde" dann macht er es nicht, sagt der Deutsche "Sch...e" macht er es trotzdem.
Dieser verlinkte Beitrag ist nun ein bekanntes Beispiel dafür, dass auch 3sat nicht vor unlauterem Journalismus gefeit ist.
Norbert Bolz, stets provozierender Soziologe, und Dirk Maxeiner, Speerspitze der Faktenverdrehung. Diesen beiden vermeintlichen Klimaexperten glauben Sie tatsächlich, dass der IPCC grundlegend falsch liegt mit der Aussage, dass es wärmer wird und dass diese Erwärmung ohne anthropogene Klimagasemissionen nicht zu erklären ist?
Ich verstehe Ostrom anders als Sie. Es geht ihr um institutionalisierte und konventionalisierte Kooperationen auf lokaler und regionaler Ebene; und darum, diese Normen global durch Vernetzung fortzupflanzen – gleichsam in einem globalisierten Wertewandel. Denn nur Kooperation, die auf Reziprozität beruht, schützt vor opportunistischem Verhalten (Gefangenendilemma). Deshalb betont sie den Faktor Vertrauen. Wer sich dagegen ausschließlich auf die Privatisierung öffentlicher Güter anhand rationaler Kriterien (Emissionshandel) verlässt, der missachtet, dass Menschen eine beschränkte Rationalität besitzen. Und bei nicht vollständigen Informationen vermindert Vertrauen, ökonomisch gesprochen, Transaktionskosten.
Und Sie sagen, Ostrom beachte die Tragik der Allmende zu wenig? Genau diese war der Ausgangspunkt ihrer Arbeit!
...er sieht keine Sonne, die seine Anlage in Betrieb hält.
Die Sonne ist aber weg, verdunkelt von Wolken, die von Chemtrails erzeugt werden, täglich.
Seht Ihr sie nicht?
Schaut halt in den Himmel, sie sind da, die Flugzeuge, die die Chemtrails sprühen, wenn denn mal die Wolken für ein paar Stunden weg sind.
Solaranlagen: Lohnt sich nur, wenn die Chemtrails wieder verschwinden.
Grüsse
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