Rettungsschirm Spaniens Banker bringen Europa in Not
Spanien könnte wie Griechenland zu einer gewaltigen Hypothek für Europa werden. Doch Spanien ist nicht Griechenland: Die Banken, nicht der Staat haben die Misere verursacht.
Alles nur Gerüchte. Spekulationen. Noch einmal bemühte sich die Regierung in Madrid, die Sorge zu zerstreuen, Spanien brauche bald schnelle Hilfe aus Europa. "Die Wirtschaft des Landes ist gesund", sagte die Sekretärin der Regierungspartei PSOE am Montagabend. "Das Vertrauen und die Zahlungsfähigkeit der spanischen Wirtschaft ist die beste Garantie dafür, dass es dem Land gutgeht."
Das Dementi war deutlich – doch zu Beginn der Woche blieben die Zweifel, ob Spanien nicht doch Hilfen aus dem 750-Milliarden-Fonds der Euro-Länder benötigen wird. Am Montag ging das Gerücht um, die G-7-Finanzminister hätten bei einer spontanen Schaltkonferenz am Nachmittag über die spanische Bankenmisere beraten. Mehrere deutsche Medien berichten seit Tagen, Europa bereite sich bereits auf ein Hilfsprogramm für Spanien vor. Angeblich sollen sich der Chef der EU-Kommission, José Manuel Barroso, und EZB-Präsident Jean-Claude Trichet bereits für Hilfen ausgesprochen haben. Ein Sprecher von Währungskommissar Olli Rehn dementierte am Montagabend: "Wir haben keinen Plan in Vorbereitung". Auch die Bundesregierung wies die Spekulation zurück.
Sollte Europa der Regierung in Madrid beispringen, wäre es nach Griechenland der zweite Notfall in der Euro-Zone. Und doch ist die Situation beider Länder nicht zu vergleichen. Während es in Griechenland nicht zuletzt der Staat war, der durch Misswirtschaft die Schulden in die Höhe getrieben hat, macht Spanien eine Bankenkrise zu schaffen. Vielen der rund 45 Sparkassen im Land fehlt es schon seit Längerem an Stabilität. Nun wird immer deutlicher, wie schwer der Bankensektor vom Platzen der heimischen Immobilienblase betroffen ist.
Das erste kleinere Beben ereignete sich bereits Ende Mai. Da geriet die Sparkasse Caja Sur in finanzielle Schieflage und musste vom staatlichen Bankenrettungsfonds Frob aufgefangen werden. Wenige Tage später machte die Nachricht die Runde, die zweitgrößte Sparkasse des Landes, Caja Madrid, werde den Rettungsfonds anzapfen, um an frisches Geld zu kommen. Seither geht die Sorge um, dass weitere Institute unter der Last fauler Kredite zusammen brechen könnten.
Von "anhaltenden Spannungen in einigen Segmenten des Finanzmarkts", spricht EZB-Chef Trichet. In den vergangenen Tagen ist das Misstrauen unter den Banken gewachsen. Weil keiner weiß, welche Institute noch faule Immobilienkredite in den Büchern haben, leihen sich die Banken offenbar kein Geld mehr. "Die Finanzmärkte haben unserer Wirtschaft das Vertrauen entzogen", sagte der Präsident der spanischen Großbank Banco Bilbao Vizcaya Argentaria, Francisco González, am Montag.
Es sind die Spätfolgen des Immobilienbooms, durch den Spaniens Banken Milliarden verdienten und der lange Zeit die Stütze des spanischen Wirtschaftswachstums war. Seit die Blase jedoch geplatzt ist, steckt das Land tiefer als andere Länder in Europa in der Krise. Die Arbeitslosigkeit ist weiterhin auf Rekordniveau, die Firmenpleiten nehmen zu, die Häuserpreise fallen noch immer – und in den Bilanzen der Sparkassen tun sich große Löcher auf.
Die Regierung von Staatschef José Luis Rodriguez Zapatero hatte bereits im Juni 2008 reagiert und einen Bankenrettungsfonds aufgelegt. Zugleich treibt sie gemeinsam mit der Notenbank die Fusion der Sparkassen voran, um diese widerstandsfähiger zu machen. Insgesamt elf Fusionen sind derzeit in Spanien im Gange. Mittelfristig sollen nach dem Willen der Zentralbank nur noch 15 der 45 Sparkassen übrig bleiben.
Ob die Anstrengungen ausreichen, ist ungewiss. Noch immer liegen in großem Umfang fragwürdige Immobilienkredite in den Bilanzen der Banken. Nach Schätzungen der spanischen Notenbank beträgt das Volumen der Papiere rund 166 Milliarden Euro. 43 Milliarden seien davon bislang abgeschrieben. Der staatliche Rettungsfonds hat nur ein Volumen von 99 Milliarden Euro.
- Datum 14.06.2010 - 19:11 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Wurden Spaniens Banken nicht 2008 (auch in der Zeit) dafür gepriesen wie solide sie sich aufgestellt hätten, wie toll die Aufsicht und die Eigenkapitalquote (im Vergleich zu den ganzen Deppen, die amerikanische Schrottanleihen ohne Ende auf Pump gekauft hatten) wäre?
Oder muss man klar zwischen Banken und den Sparkassen differenzieren? Mehr Informationen sind willkommen.
Die Santander-Bank (mit ihren unzähligen Tochterunternehmen) steht nach wie vor gut da, arbeitet profitabel und will gerade signifikante Teile der Royal Bank of Scotland kaufen.
Das Immobiliengeschäft mit 100%-Finanzierungen für jedermann lief zuletzt vor allem über die Sparkassen in Spanien. Ob die Santandergruppe in dem Geschäft nie groß aktiv war oder nur rechtzeitig ausgestiegen ist, weiß ich nicht.
Es muss einen Unterschied geben im rechtlichen Status bei Sparkassen in Deutschland und Spanien. Einige Geschäftsarten sind für Sparkassen und genossenschaftliche Institute (Volksbanken) in Deutschland verboten. Auf jeden Fall haben Aufsichtbehörden versagt. Und es kann auch nicht sein, dass die Probleme nur bei 100% Finanzierungen im eigenen Land entstanden sind. Das Platzen der Kreditblase begann in den USA und dann folgte der Domino-Effekt für die anderen Länder. Spanische Kreditinstitute müssen also auch in USA Kreditbeteiligungen gehabt haben oder immer noch haben.
Die Santander-Bank (mit ihren unzähligen Tochterunternehmen) steht nach wie vor gut da, arbeitet profitabel und will gerade signifikante Teile der Royal Bank of Scotland kaufen.
Das Immobiliengeschäft mit 100%-Finanzierungen für jedermann lief zuletzt vor allem über die Sparkassen in Spanien. Ob die Santandergruppe in dem Geschäft nie groß aktiv war oder nur rechtzeitig ausgestiegen ist, weiß ich nicht.
Es muss einen Unterschied geben im rechtlichen Status bei Sparkassen in Deutschland und Spanien. Einige Geschäftsarten sind für Sparkassen und genossenschaftliche Institute (Volksbanken) in Deutschland verboten. Auf jeden Fall haben Aufsichtbehörden versagt. Und es kann auch nicht sein, dass die Probleme nur bei 100% Finanzierungen im eigenen Land entstanden sind. Das Platzen der Kreditblase begann in den USA und dann folgte der Domino-Effekt für die anderen Länder. Spanische Kreditinstitute müssen also auch in USA Kreditbeteiligungen gehabt haben oder immer noch haben.
Vorschlag: Man lässt die Zocher pleite gehen und spannt einen Rettungsschirm für den kleinen Mann/die kleine Frau, die darunter zu leiden haben.
Stichwort: good bank
das die Grenzen zwischen "Zockern" und "Opfern" stark verschwimmen. Auch in Spanien , wie in Deutschland haben genug "kleine" Leute mitgezockt.
Es ist ja immer so schoen einfach sich Hass Objekte zu suchen (Juden <=> Banker <=> Politiker) und denen die
Schuld zuzuweisen. Besonders gerne Populisten (Goebbels, Honecker, Gysi) benutzen dieses Schwarz / Weiss Gemahle.
Aber die Welt ist nicht schwarz/weiss sondern grau.
das die Grenzen zwischen "Zockern" und "Opfern" stark verschwimmen. Auch in Spanien , wie in Deutschland haben genug "kleine" Leute mitgezockt.
Es ist ja immer so schoen einfach sich Hass Objekte zu suchen (Juden <=> Banker <=> Politiker) und denen die
Schuld zuzuweisen. Besonders gerne Populisten (Goebbels, Honecker, Gysi) benutzen dieses Schwarz / Weiss Gemahle.
Aber die Welt ist nicht schwarz/weiss sondern grau.
Wenn Deutschland wieder einmal Steuergelder im Mittelmeerraum versenkt, weil das "alternativlos" und "zur Verteidigung deutscher Finanzen" nötig sei, so ist das eine abgekartete Sache. Jeder hat bei der Griechenlandklamotte gewusst, dass der eigentliche Rattenschwanz noch kommt.
Zur Vorbeugung an Frau Dr. Merkel: Fangen Sie erst gar nicht damit an, von "neuen Situationen" und ähnlichem Quatsch zu faseln und von "nicht vorhergesehenen Risiken", die sofortiges Zahlen erforderlich machten: Hier wird Teil 2 von 6 aufgeführt !!
Wir "brauchen" zwecks Bezahlung noch ein schärferes Sparprogramm in Deutschland, noch besser: Einen Solidarzuschlag "Mittelmeer" mit 10 Prozent Aufschlag auf unsere Mehrwertsteuer. Denn Deutschland profitiert ja so fürchterlich stark vom Euro, sodass wir uns das locker absparen sollten.
die Rettung dieser Banken wird alternativlos sein. Aber der spanische Staat ist ja nicht Pleite. Jetzt wird man erst dort den Leuten das letzte Hemd ausziehen.
Dann ist erst die EU dran und damit auch wir.
Das wird dann alternativlos sein.
Solange bis die Bevölkerungen den Eliten erläutert, dass es durchaus Alternativen gibt. Zwar mit etwas Inflation verbunden, aber dann zahlen die, die auch die Ursachen gesetzt haben.
die Rettung dieser Banken wird alternativlos sein. Aber der spanische Staat ist ja nicht Pleite. Jetzt wird man erst dort den Leuten das letzte Hemd ausziehen.
Dann ist erst die EU dran und damit auch wir.
Das wird dann alternativlos sein.
Solange bis die Bevölkerungen den Eliten erläutert, dass es durchaus Alternativen gibt. Zwar mit etwas Inflation verbunden, aber dann zahlen die, die auch die Ursachen gesetzt haben.
Die Santander-Bank (mit ihren unzähligen Tochterunternehmen) steht nach wie vor gut da, arbeitet profitabel und will gerade signifikante Teile der Royal Bank of Scotland kaufen.
Das Immobiliengeschäft mit 100%-Finanzierungen für jedermann lief zuletzt vor allem über die Sparkassen in Spanien. Ob die Santandergruppe in dem Geschäft nie groß aktiv war oder nur rechtzeitig ausgestiegen ist, weiß ich nicht.
die Rettung dieser Banken wird alternativlos sein. Aber der spanische Staat ist ja nicht Pleite. Jetzt wird man erst dort den Leuten das letzte Hemd ausziehen.
Dann ist erst die EU dran und damit auch wir.
Das wird dann alternativlos sein.
Solange bis die Bevölkerungen den Eliten erläutert, dass es durchaus Alternativen gibt. Zwar mit etwas Inflation verbunden, aber dann zahlen die, die auch die Ursachen gesetzt haben.
Mir wäre es lieber, es wäre mit etwas " a la Lanterne" verbunden!
Mir wäre es lieber, es wäre mit etwas " a la Lanterne" verbunden!
Mir wäre es lieber, es wäre mit etwas " a la Lanterne" verbunden!
Dann kommt die DM wieder und die Schulden als auch die Guthaben werden auf Null gestellt. Wenn die DM aber kein Haltbarkeitsaufdruck besitzt dann geht alles wie von vorn.
Die einzige Lösung im System - ein Krieg!
zu7.
Ein Haltbarkeitsaufdruck ist die Lösung, oder zumindest ein wichtiger Teil davon. Leider lernt man so etwas wohl nicht bei Studien an deutschen Universitäten. Wer dort durch ist, hat einen polarisierten Blick und kommt aus diesem Glaubensdilemma nicht mehr raus. Wenn er dennoch etwas anderes verkündet, was den Glaubenssätzen widerspricht, wird er von der " Fachwelt " abgestraft.
Na ja, so ganz meinungsfrei ist man auch nicht.
ja die Lösungen der Eu Krise können zwei sein. ein Neues System zu schaffen und es schon heute zu boykottieren damit es fällt und wir noch Halt haben. Oder wie schon richtig gesagt einen neuen Krieg anzuzetteln damit wenigstens die restlichen eurpoÄer wieder Arbeit bekommen. Hier in Spanien sind die Banken angeschlagen, die grosse Mafia ist an der Mittelmeerküste und keinem fÄllt was auf (Es handelt sich ja um Kapital) Die Misswirtschaft wo die an dedr Regierung seiende PArtei wieder das hart aufgebaute wieder zunichte macht und es anders macht z.B. werden 3 mal die Strassen aufgerissen um Wasser Strom und Telefonleitungen zu verlegen (naja es muss ja jeder auf seine Kosten kommen) Wie auch wie aus Hobby die Strassenlaternen in 5 JAhren 3mal ausgewechselt werden. Dann kommt die Korruption hinzu. Und viele Bürger werden um ihr erspartes erbracht wie z.B in einer Philateliegesellschaft, die dann bankrott ging und die Bürger wieder leer ausgingen. Wenn man dann noch den " an heute denkenden spanier" sieht der nicht in die Zukunft sieht kann das alles nicht gut gehen. solange sich die Opposition und die Regierungsparteien nicht verstehen und einem immer Stöcke in den WEg werfen der letszte war das Sparpaket von Zapatero, dass einer niederlage nur knapp entging wird Spanien immer schlechter dastehen. Das ist nun mal das spanische Roulette (Es ist hÄrter als das russische) man setzt alles auf eine KArte und wenn es auch schief geht werden sie noch lachen.
zu7.
Ein Haltbarkeitsaufdruck ist die Lösung, oder zumindest ein wichtiger Teil davon. Leider lernt man so etwas wohl nicht bei Studien an deutschen Universitäten. Wer dort durch ist, hat einen polarisierten Blick und kommt aus diesem Glaubensdilemma nicht mehr raus. Wenn er dennoch etwas anderes verkündet, was den Glaubenssätzen widerspricht, wird er von der " Fachwelt " abgestraft.
Na ja, so ganz meinungsfrei ist man auch nicht.
ja die Lösungen der Eu Krise können zwei sein. ein Neues System zu schaffen und es schon heute zu boykottieren damit es fällt und wir noch Halt haben. Oder wie schon richtig gesagt einen neuen Krieg anzuzetteln damit wenigstens die restlichen eurpoÄer wieder Arbeit bekommen. Hier in Spanien sind die Banken angeschlagen, die grosse Mafia ist an der Mittelmeerküste und keinem fÄllt was auf (Es handelt sich ja um Kapital) Die Misswirtschaft wo die an dedr Regierung seiende PArtei wieder das hart aufgebaute wieder zunichte macht und es anders macht z.B. werden 3 mal die Strassen aufgerissen um Wasser Strom und Telefonleitungen zu verlegen (naja es muss ja jeder auf seine Kosten kommen) Wie auch wie aus Hobby die Strassenlaternen in 5 JAhren 3mal ausgewechselt werden. Dann kommt die Korruption hinzu. Und viele Bürger werden um ihr erspartes erbracht wie z.B in einer Philateliegesellschaft, die dann bankrott ging und die Bürger wieder leer ausgingen. Wenn man dann noch den " an heute denkenden spanier" sieht der nicht in die Zukunft sieht kann das alles nicht gut gehen. solange sich die Opposition und die Regierungsparteien nicht verstehen und einem immer Stöcke in den WEg werfen der letszte war das Sparpaket von Zapatero, dass einer niederlage nur knapp entging wird Spanien immer schlechter dastehen. Das ist nun mal das spanische Roulette (Es ist hÄrter als das russische) man setzt alles auf eine KArte und wenn es auch schief geht werden sie noch lachen.
und nicht der Staat, der die Rahmenbedingungen setzt.
Stichworte: Sonderabschreibungen, Wohnungsbauprogramme,Fördermittel etc. pp.
Ansonsten gern schuldig: Spekulanten, gierige Anleger
Nie jedoch: Medien und Politik
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