Schulden-Sünder EU benennt neue Risikostaaten
Brüssel hat einen Finanzbericht vorgelegt. In einer prekären Situation befinden sich außer Griechenland, Spanien und Portugal auch Irland, Rumänien und Großbritannien.
Die Sorgenkinder der EU bei den öffentlichen Finanzen sind nach Einschätzung der EU-Kommission Griechenland, Spanien und Portugal. Zu dieser gefährdeten Gruppe, die sich in einer wirtschaftlich und finanziell prekären Situation befindet, zählt die Kommission auch Irland, Rumänien und mit Abstrichen Großbritannien.
Diese Staaten müssten dringen ihren Haushalt sanieren und ihre Schulden abbauen, schrieben Brüsseler Finanzexperten in einem Bericht der EU-Kommission über öffentliche Finanzen.
Deutschland landet in puncto Haushaltsrisiken im Mittelfeld der EU-Länder. Bei den gesamtwirtschaftlichen Risiken schneidet Deutschland dagegen am besten von allen 27 Ländern ab.
Der Bericht bezieht sich auf das Wirtschaftswachstum, das staatliche Haushaltsdefizit, die Staatsverschuldung, die Wettbewerbsfähigkeit, Korruption und künftige Rentenlasten.
"Die Lage bei den öffentlichen Finanzen hat sich stark verschlechtert", lautet die Bilanz der Autoren. Im EU-Schnitt werde das gesamtstaatliche Haushaltsdefizit infolge der Wirtschaftskrise im laufenden Jahr mehr als sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen – laut Maastrichter Vertrag sind maximal drei Prozent erlaubt.
- Euro-Rettungsfonds
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Seit dem Frühjahr 2010 können kriselnde Euroländer auf einen Rettungsschirm zurückgreifen. Der Fonds mit dem offiziellen Namen "Europäische Finanz-Stabilitäts-Fazilität" (EFSF) hat ein Volumen von insgesamt 750 Milliarden Euro und kann im Notfall Kredite gewähren, damit geschwächte Länder eine drohende Staatspleite verhindern.
Die Errichtung des Rettungsfonds trug in der Griechenland-Krise zur Beruhigung der Finanzmärkte bei. Bisher wurde der Fonds nicht in Anspruch genommen. Derzeit wird aber spekuliert, das hochverschuldete Irland könnte als erster darauf angewiesen sein. Die Regierung in Dublin dementiert das und betont, es gebe aktuell keine Notwendigkeit für einen Hilfsantrag.
- Aufbau und Funktionsweise
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Der Rettungsfonds besteht aus mehreren Teilen. Im Krisenfall kann er an den Finanzmärkten Anleihen herausgeben, die von allen Euroländern mit bis zu 440 Milliarden Euro garantiert werden. Die Mitgliedstaaten zahlen also keine Geldbeträge ein. Hinzu kommen eine Sonderkreditlinie der EU-Kommission von 60 Milliarden Euro und 250 Milliarden Euro vom Internationalen Währungsfonds (IWF).
Bevor der Fonds einspringen kann, müssen aber strenge Bedingungen erfüllt sein. Ein Euro-Mitgliedsland muss soweit in der Klemme stecken, dass es sich nicht mehr zu akzeptablen Zinssätzen an den Märkten finanzieren kann. Es muss dann einen Antrag stellen. Anschließend wird ein Hilfsprogramm mit der EU-Kommission und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) verhandelt. Erst nachdem die Euro-Finanzminister dem Programm zugestimmt haben, kann der Fonds aktiv werden. Die ganze Prozedur kann mehrere Wochen dauern.
Der Rettungsfonds ist bis Ende Juni 2013 begrenzt. Ende Oktober 2010 beschlossen die EU-Staats- und Regierungschefs, dass es von 2013 an eine dauerhafte Einrichtung geben soll. In dem neuen Mechanismus sollen dann bei Staatspleiten auch private Anleger, also Investmentfonds und Banken, in die Pflicht genommen werden. Den Kreditgebern droht dann ein echtes Verlustrisiko – das hat die Risikoaufschläge für langfristige Staatsanleihen von schwer angeschlagenen Ländern wie Irland oder Griechenland nach oben getrieben.
Auch der Schuldenstand liege weit über der vorgesehenen Grenze. "Es ist dringend notwendig, die Haushaltsprobleme anzugehen", heißt es. Ohne Sparprogramm seien spätere Milliardenkosten, die unter anderem wegen der alternden Bevölkerung anfallen, auf Dauer nicht zu schultern.
Die Europäer hatten in den vergangenen Wochen zusammen mit dem Internationalen Währungsfonds einen Rettungsschirm von 750 Milliarden Euro für geschwächte Euro-Staaten eingerichtet. Griechenland wurde bereits mit mehreren Milliarden Euro Kreditgarantie vor der Staatspleite gerettet.
Medien berichteten, auch Spanien könnte bald Hilfe benötigen . Die EU-Kommission dementierte dies. Wie Griechenland und Portugal spart Spanien bereits intensiv, um seinen Haushalt zu sanieren. So kürzt sie die Beihilfen für Solar-Anlagen um bis zu 45 Prozent. Das Kabinett setzte eine umstrittene Arbeitsmarktreform in Kraft. Im vergangenen Monat hatte das Parlament ein Sparpaket der Regierung im Umfang von 15 Milliarden Euro mit nur einer Stimme Mehrheit verabschiedet. Zum Beweis der Solidität des spanischen Bankwesens kündigte die Zentralbank in Madrid an, Daten über die Finanzlage der Kreditinstitute zu veröffentlichen.
- Datum 16.06.2010 - 17:38 Uhr
- Quelle dpa
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Was nutzt der Rettungsschirm von 750 Mrd. wenn das von den Griechen allein gebraucht wird und weitere 23 EU-Staaten am Ende sind, und es nicht zugeben? Kommt dann ein rettungsschirm von 100 Billionen? Wann begreifen unsere politiker endlich, dass das Finanzsystem kolabiert ist, oder haben noch nicht alle ihre Schäfchen im trockenen? Von den SteuerCd´s tauchen auch keine Richter und politiker auf.
Viele teilen Ihre Ansicht. Ich auch. Alleine der Schuldenberg Deutschlands soll 1,8 Billionen betragen. Wenn nicht noch mehr. Tendenz steigend. Und kein Verantwortlicher hat den Mut, die Wahrheit zu sagen.
Viele teilen Ihre Ansicht. Ich auch. Alleine der Schuldenberg Deutschlands soll 1,8 Billionen betragen. Wenn nicht noch mehr. Tendenz steigend. Und kein Verantwortlicher hat den Mut, die Wahrheit zu sagen.
Da kann dann wohl nur noch Tabula rasa mit Peter Zwegat helfen.....oder die geordnete Staatsinsolvenz!
Es ist schwer, von Sündern und Nichtsündern zu reden, wenn tatsächlich nur zwei von 26 EU-Ländern die Maastricht-Kriterien erfüllen.
Das hatten wir doch schon mal und es gibt kaum noch Ueberlebende.Damals hatten einige Leute sich die wertlosen Geldscheine einrahmen lassen und an die Wand gehaengt als Erinnerung. Ein Geldschein so gross wie 100 Euro, stand blos drauf 100 Millionen.Meine Mutter erzaehlte mir, dass sie das Geld Waschkorbweise gleich zum Einkaufen mitgenommen haetten.
Jahrzehntelang wurde der Dollar mit DM 4.20 gehandelt, erst lernten wir dies in der Schule und dann im Beruf.
Bei Einfuehrung des Euro begann die "schleichende" Inflation, die sich weiter fortsetzt. Nur ein Beispiel:
100 Gramm Schokolade kostete vor dem Euro DM 1,00, jetzt kostet sie 1,50 Euro (DM 3,--) Ist das keine schleichende Inflation.
Adenauer schmiss noch mit Millionen, Merkel schmeisst mit Billionen. Ist das keine Inflation???
Saudumme Frage: Wie viel Geld hat die Bundesregierung zum Ausgeben??? Nichts, vermute ich.
Wenn ich kein Geld habe, kann ich nicht zum Mond reisen
und das tut Frau Merkel gerade mit Krediten, die nie zurueckgezahlt werden koennen und allein von den Zinsen leben Deutsche Bank und Consorten sehr gut.
Wir sind keine Demokratie mehr sondern eine Bankokratie!!!
So wie der Alkoholiker vom Schnaps. CDU, wer vertrieb wen aus den Tempeln???
Viele teilen Ihre Ansicht. Ich auch. Alleine der Schuldenberg Deutschlands soll 1,8 Billionen betragen. Wenn nicht noch mehr. Tendenz steigend. Und kein Verantwortlicher hat den Mut, die Wahrheit zu sagen.
...da finde ich diesen Artikel aber interessanter:
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