Einkommensstudie Mehr Reiche, mehr Arme

Das Sparpaket der Regierung belastet Menschen mit Niedrigeinkommen stärker. Ökonomen warnen vor einer wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich – und sozialen Konflikten.

Einkommensunterschiede verstärken sich, die Mittelschicht schrumpft: Ein Bettler in Hamburg

Einkommensunterschiede verstärken sich, die Mittelschicht schrumpft: Ein Bettler in Hamburg

Fast ein Jahrzehnt lang haben Ökonomen und Soziologen des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung die Einkommensentwicklung verschiedener Bevölkerungsgruppen untersucht. Das Resultat: Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Kluft zwischen Arm und Reich weiter vergrößert, heißt es in einer Studie des Instituts.

"Auf der einen Seite steigt die Zahl der Menschen, die im Luxus leben, und auf der anderen Seite die Zahl derjenigen, die mit niedrigem Einkommen auskommen müssen oder sogar arm sind", beschreiben die Forscher die Entwicklung zwischen 2000 und 2009. Dieser Trend werde durch das Sparpaket der Bundesregierung noch verstärkt.

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Zur Gruppe der Niedrigverdiener gehört, wer weniger als 70 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat. Bei einem Paar mit zwei Kindern unter vierzehn Jahren entspricht dies einem monatlichen Netto-Einkommen inklusive Kindergeld und anderen staatlichen Leistungen von 1800 Euro.

Im Jahr 2000 zählten die Forscher noch 18 Prozent der Einkommensbezieher zu dieser Gruppe; 2009 sei der Anteil auf fast 22 Prozent gestiegen. Andererseits gibt es laut der Studie immer mehr Wohlhabende, die mehr als 150 Prozent des mittleren Einkommens ausgeben können, also 3870 Euro. Im Jahr 2000 gehörten 16 Prozent zu dieser Gruppe; 2008 waren es 19 Prozent.

Zwar sei die Gruppe der Wohlhabenden im Krisenjahr 2009 erstmals leicht geschrumpft. Dennoch stiegen die Einkommen in diesem Segment laut der Erhebung auch in diesem Jahr weiter. Damit ist der Vorsprung der Gutverdiener erneut gewachsen.

"Die Einkommensschere zwischen niedrigen und hohen Einkommen hat sich in Deutschland weit geöffnet", bilanzieren die Autoren. Die Reicheren seien "nicht nur immer mehr, sondern im Durchschnitt auch immer reicher geworden". Das löse in der Mittelschicht starke Ängste aus, hieß es. Es entstehe eine "Statuspanik" derjenigen, die fürchten, aus der Mittel- in die Unterschicht abzusteigen. Möglich sei, dass sich Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass ausbreiten, weil Angehörige der verunsicherten Mittelschicht Schuldige für die ökonomischen Entwicklungen suchten.

Diesen Trend verschärfe die Bundesregierung nun, indem sie ihrem 80-Milliarden-Euro-Sparpaket hohe Einkommen verschone und niedrige Einkommen belaste, kritisieren die Ökonomen. Der Ökonom Jan Goebel hält es für unangemessen, "dass die bisherigen konkreten Vorschläge des Sparpakets eigentlich nur die unteren Einkommensbereiche betreffen". Es stelle sich die Frage, "warum eigentlich die Menschen mit den hohen Einkommen keinen Sparbeitrag leisten sollen". 

Die DIW-Autoren warnen auch, dass die Kluft zwischen den Einkommen in Städten zu erheblichen Problemen führen könne. Dort sei die wachsende Zahl ärmerer Menschen auf niedrige Mieten angewiesen. Die zahle man vor allem in unsanierten Altbaugebieten und unattraktiven Hochhaussiedlungen. Der Stadtsoziologe Hartmut Häußermann warnt, dort würden sich "Quartiere herausbilden, denen das Stigma der Armenviertel anhängt". Dort herrsche dann " Resignation und Zukunftspessimismus". Das sei vor allem für die dort aufwachsenden Kinder und Jugendlichen fatal.
 

 
Leser-Kommentare
  1. Je mehr sich unsere Parteien verbal in der "Mitte" versammeln, desto schlechter geht es der Mitte. Die einzig logische Schlussfolgerung ist, dass das, was die Parteien sagen, nicht das ist, was sie tun.

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    seitdem ich die Grundschule verlassen habe ! Politiker lügen - allerdings ist es in letzter Zeit schlimmer geworden.
    Zugute halten muss man ihnen aber das wir Waehler darum bitten belogen zu werden! Freibier für alle kam doch gut an ! Oder waren das Steuererleichterungen? Egal - damit faehrt die Karre gegen die Wand - da hat ausnahmsweise mal einer nicht gelogen!

    • joG
    • 15.06.2010 um 15:09 Uhr

    .....wenn die Einkommen der weniger produktiven fallen. Es sind im Laufe der letzten 15 Jahre etwa 1,5 Milliarden Menschen in dieses Segment des Arbeitsmarktes hinein gestoßen. Und warum sollte ein Inder oder Chinese den Job nicht bekommen, wenn er mehr tut als der Deutsche?

    Dazu kommt der unselige Kult der Solidarität und der Regulierungsexzesse einer schlampig arbeitenden Beamtokratie, der Anpassungen an internationale wirtschaftliche Entwicklungen erschwert oder gar abwürgt. Was will man da erwarten?

    Natürlich ist das was Politiker sagen und tun nicht das gleiche.
    Politik ist nur fake!
    Unsere Volksvertreter, Gewerkschaften, Sozialverbände, etc. schauspielern doch nur die Rollen.
    Die Politiker hantieren mit öffentlichen Gelder und Beträge, damit kann man ganze Parlamente kaufen.
    Die linke wie rechte Parteien, spielen weiterhin ihre Rolle im "Interesse" der Bürger.
    Oder wie ist sonst diese Unfähigkeit zu erklären?
    Diese wollen keine soziale Harmonie, sondern vom Amt profitieren.
    Als Bürger hat man nur die Möglichkeit der Unterstellung und Mutmaßung, denn die Informationen der Medien sind "meistens" auch gekauft.
    Das System wurde so geschaffen, weite Bevölkerungsteile zu täuschen und zu knechten.
    Ein Erlöser muss her, der dem Volk die Augen öffnet.
    Weg mit der Plutokratie! Weg mit der Scheindemokratie!
    Niemand muss sich einer Verfassung unterwerfen, die er nicht mitvereinbart hat. Es gibt nichts unanfechtbares!
    Alles Gehirnwäsche.
    Man, ich liebe es auf dieser Welle mitzuschwimmen :D

    • Hurtz1
    • 15.06.2010 um 16:41 Uhr

    Es handelt sich beim DIW (Deutsches Institut für Wirtschaft) um ein Lobby-Organ der verschiedensten Unternehmen; finanziert durch sogenannte "Freunde"; und nicht um ein unabhängiges Institut, wie es uns hier weisgemacht werden soll.

    Ich mahne zur äußersten Vorsicht, dass gilt insbesondere auch dem Verfasser dieses Artikels. Etwas mehr Eigenrecherche und Überprüfungen erhöht die Wertigkeit!

    Diese Interessenvereinigung von Banken, Versicherungen und Industrie ist berüchtigt für das Anhübschen von Statistiken.

    Wenn also dieses Lobby-Organ sich zur Veröffentlichung dieses Horrorszenario genötigt sieht, schrillen bei mir sämtliche Alarmglocken. Die Realität dürfte weitaus schlimmer sein!

    Unter diesem Link gibt es – teilweise mühselig in eigene Grafiken gewandelt – unverfälschte Zahlen.

    http://www.jjahnke.net

    • dacapo
    • 16.06.2010 um 9:26 Uhr

    Sie verwechseln DIE Mitte mit der ANDEREN Mitte.

    seitdem ich die Grundschule verlassen habe ! Politiker lügen - allerdings ist es in letzter Zeit schlimmer geworden.
    Zugute halten muss man ihnen aber das wir Waehler darum bitten belogen zu werden! Freibier für alle kam doch gut an ! Oder waren das Steuererleichterungen? Egal - damit faehrt die Karre gegen die Wand - da hat ausnahmsweise mal einer nicht gelogen!

    • joG
    • 15.06.2010 um 15:09 Uhr

    .....wenn die Einkommen der weniger produktiven fallen. Es sind im Laufe der letzten 15 Jahre etwa 1,5 Milliarden Menschen in dieses Segment des Arbeitsmarktes hinein gestoßen. Und warum sollte ein Inder oder Chinese den Job nicht bekommen, wenn er mehr tut als der Deutsche?

    Dazu kommt der unselige Kult der Solidarität und der Regulierungsexzesse einer schlampig arbeitenden Beamtokratie, der Anpassungen an internationale wirtschaftliche Entwicklungen erschwert oder gar abwürgt. Was will man da erwarten?

    Natürlich ist das was Politiker sagen und tun nicht das gleiche.
    Politik ist nur fake!
    Unsere Volksvertreter, Gewerkschaften, Sozialverbände, etc. schauspielern doch nur die Rollen.
    Die Politiker hantieren mit öffentlichen Gelder und Beträge, damit kann man ganze Parlamente kaufen.
    Die linke wie rechte Parteien, spielen weiterhin ihre Rolle im "Interesse" der Bürger.
    Oder wie ist sonst diese Unfähigkeit zu erklären?
    Diese wollen keine soziale Harmonie, sondern vom Amt profitieren.
    Als Bürger hat man nur die Möglichkeit der Unterstellung und Mutmaßung, denn die Informationen der Medien sind "meistens" auch gekauft.
    Das System wurde so geschaffen, weite Bevölkerungsteile zu täuschen und zu knechten.
    Ein Erlöser muss her, der dem Volk die Augen öffnet.
    Weg mit der Plutokratie! Weg mit der Scheindemokratie!
    Niemand muss sich einer Verfassung unterwerfen, die er nicht mitvereinbart hat. Es gibt nichts unanfechtbares!
    Alles Gehirnwäsche.
    Man, ich liebe es auf dieser Welle mitzuschwimmen :D

    • Hurtz1
    • 15.06.2010 um 16:41 Uhr

    Es handelt sich beim DIW (Deutsches Institut für Wirtschaft) um ein Lobby-Organ der verschiedensten Unternehmen; finanziert durch sogenannte "Freunde"; und nicht um ein unabhängiges Institut, wie es uns hier weisgemacht werden soll.

    Ich mahne zur äußersten Vorsicht, dass gilt insbesondere auch dem Verfasser dieses Artikels. Etwas mehr Eigenrecherche und Überprüfungen erhöht die Wertigkeit!

    Diese Interessenvereinigung von Banken, Versicherungen und Industrie ist berüchtigt für das Anhübschen von Statistiken.

    Wenn also dieses Lobby-Organ sich zur Veröffentlichung dieses Horrorszenario genötigt sieht, schrillen bei mir sämtliche Alarmglocken. Die Realität dürfte weitaus schlimmer sein!

    Unter diesem Link gibt es – teilweise mühselig in eigene Grafiken gewandelt – unverfälschte Zahlen.

    http://www.jjahnke.net

    • dacapo
    • 16.06.2010 um 9:26 Uhr

    Sie verwechseln DIE Mitte mit der ANDEREN Mitte.

    • gauss
    • 15.06.2010 um 10:59 Uhr

    Wer legt eigentlich immer diese Grenzen fest, 70%, 150% oder 200%? Das ist doch eine politisch gewollte Willkür. Statt Statistiken immer zu bemühen, sollte die Mittelschicht lieber über Einstellungen definiert werden. Dann wird man sehen, das selbst ein Einkommen von 150% kaum dazu angetan ist einen Mittelklassewagen zu fahren, einen mittelmäßigen Urlaub zu verleben, ein mittelmäßiges Haus zu bewohnen, eine mittelmäßige Rente/Pension zu haben, eine mittelmäßge Familie zu haben, den Kindern eine mittelmäßige Schulausbildung zu Teil werden zu lassen. Einkommensbezieher mit 150% oder auch 200% des Durchschnittseinkommens fühlen sich sicherlich fast ausnahmslos der Mittelschicht zugehörig. Die Vorschläge die hier wieder gemacht werden, zielen nur darauf genau diese Einkommensbezieher weiter zu schröpfen, aber dies ist der eigentlich Pfeiler der Gesellschaft Deutschlands, denn dies sind die Leute, die Deutschland stabilisieren, indem sie im Eigentum wohnen, sich in Vereinen engagieren, deren Kinder in der Schule wenig Probleme machen, etc. Wenn dies wegfällt, gibt es wirklich nur noch die Villenbewohner und die Bewohner von Sozialhilfesiedlungen.

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    Das liegt daran, dass die mittleren Einkommen der Deutschen bereits so niedrig liegen, dass eigentliche Mittelschichtsangehöhirge schon zur Oberschicht gezählt werden, im gleichen Atemzug aber bereits ein Teil der Unterschicht als Mittelschicht deklariert wird. Wenn man bedenkt - zwei Erwachsene und zwei Kinder kommen im Durchschnitt mit Transferleistungen zusammen auf 1800 Euro Einkommen!

    Anhand dieser Grenzen lassen sich das wahre Ausmaß der existierenden Unterschicht verschleiern mit dem Folgeeffekt, dass die Mittelschicht künstlich klein gerechnet und die Oberschicht aufgeblasen wird. Ein Teil dieser angeblichen Oberschicht ist tatsächlich noch Mittelschicht, allerdings nicht im gleichen Atemzug zu nennem mit dem Teil der Mittelschicht, die an der unteren Einkommensgrenze herumkrebst.

    Allerdings ist es auch kein Mittel, die Zahlen nun zu verändern, da sonst die Vergleichbarkeit flöten geht. Sonst geht es uns wie mit den Arbeitslosenzahlen, denen kein vernünftiger Bürger mehr Glauben schenkt.

    Der praktisch einzig funktionierende Weg, den Trend umzukehren sind steigende, nicht sinkende, Einkommen! Die sind aber politisch nicht gewollt, von keiner der vier Parteien die in den letzten zehn Jahren in der Regierung waren.

    daß es eben dieser "stabilisierende" (auch darüber müsste man sich noch unterhalten) Teil der Bevölkerung ist, der durch die wirtschaftliche Entwicklung nach und nach in eben diesen Sozialhilfevierteln landet. Ohne Umdenken garantiere ich Ihnen, daß in Zukunft auch hochqualifizierte, begehrte Leute mit (sagen wir mal:) humorvollen Löhnen abgespeist werden und sich, trotz gutbürgerlicher Anschauungen, öffentl. Engagement und hervorragender Ausbildung plötzlich im Prekariat wiederfinden. Ingenieure können seit Jahrzehnten ein garstig Lied davon singen. Der Rest wird sich nach unten abschotten. Siehe Schulformdebatten, siehe Ghettoisierung, siehe Idealisierung der sogenannten "Leistungsträger". Kein Wunder, wenn Schäuble am Einsatz der Bundeswehr im Inneren bastelt. Man kann ein Volk eben nur begrenzt verarschen.

    @gauss

    150 % des sogenannten Mittelschichteinkommens sind 3.870 € netto für eine Familie mit 2 Kindern. Diese kann dann ein Reihenhaus für rund 1.000 € Kaltmiete oder Baudarlehensrate beziehen, jede Woche für 250 € einkaufen, Privatvorsorge (Versicherungen) für 500 € im Monat betreiben uand außerdem noch rund 1.000 € pro Monat für den Mittelklassewagen und den nächsten Urlaub investieren oder sparen.

    Gehen Sie ruhig davon aus, dass dies in Deutschland sehr viel weniger als 50 % aller Menschen können, auch wenn sie dies nicht wahrhaben wollen, weil Sie vielleicht in einer gesellschaftlichen Nische leben, die ihnen den Blick auf einen Großteil der gesellschaftlichen Realität versperrt.

    da wird über eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes diskutiert und dann liegt diese Studie vor. Der Spitzensteuersatz von 42% wird ab 52.000 EUR/Jahr erhoben (etwa 150% des Durchschnitteinkommens). Den könnte man doch um mehrere Prozentpunkte erhöhen, um die "Besserverdiener" zu belasten. Leider wurde seit Jahrzehnten vergessen, die 52.000 Euro der Inflation anzupassen. Wenn man nur die INflation seit 1990 ausgleichen möchte, müsste man die 52.000 mit 1.5 multiplizieren, und der Steuersatz müsste erst ab 78.000 Eur bezahlt werden. Eine Erhöhung wäre dann sicher gerechtfertigt.

    Ich halte es auch für methodisch unsauber, nur 2 Einkommensklassen zu bilden. Eine Familie mit einem monatlichen Netto von ca. 3900.- sollte nicht mit anderen Haushalten, die 10.000.- oder 100.000.- pro Monat verdienen, in einen Topf geworfen werden.

    Das liegt daran, dass die mittleren Einkommen der Deutschen bereits so niedrig liegen, dass eigentliche Mittelschichtsangehöhirge schon zur Oberschicht gezählt werden, im gleichen Atemzug aber bereits ein Teil der Unterschicht als Mittelschicht deklariert wird. Wenn man bedenkt - zwei Erwachsene und zwei Kinder kommen im Durchschnitt mit Transferleistungen zusammen auf 1800 Euro Einkommen!

    Anhand dieser Grenzen lassen sich das wahre Ausmaß der existierenden Unterschicht verschleiern mit dem Folgeeffekt, dass die Mittelschicht künstlich klein gerechnet und die Oberschicht aufgeblasen wird. Ein Teil dieser angeblichen Oberschicht ist tatsächlich noch Mittelschicht, allerdings nicht im gleichen Atemzug zu nennem mit dem Teil der Mittelschicht, die an der unteren Einkommensgrenze herumkrebst.

    Allerdings ist es auch kein Mittel, die Zahlen nun zu verändern, da sonst die Vergleichbarkeit flöten geht. Sonst geht es uns wie mit den Arbeitslosenzahlen, denen kein vernünftiger Bürger mehr Glauben schenkt.

    Der praktisch einzig funktionierende Weg, den Trend umzukehren sind steigende, nicht sinkende, Einkommen! Die sind aber politisch nicht gewollt, von keiner der vier Parteien die in den letzten zehn Jahren in der Regierung waren.

    daß es eben dieser "stabilisierende" (auch darüber müsste man sich noch unterhalten) Teil der Bevölkerung ist, der durch die wirtschaftliche Entwicklung nach und nach in eben diesen Sozialhilfevierteln landet. Ohne Umdenken garantiere ich Ihnen, daß in Zukunft auch hochqualifizierte, begehrte Leute mit (sagen wir mal:) humorvollen Löhnen abgespeist werden und sich, trotz gutbürgerlicher Anschauungen, öffentl. Engagement und hervorragender Ausbildung plötzlich im Prekariat wiederfinden. Ingenieure können seit Jahrzehnten ein garstig Lied davon singen. Der Rest wird sich nach unten abschotten. Siehe Schulformdebatten, siehe Ghettoisierung, siehe Idealisierung der sogenannten "Leistungsträger". Kein Wunder, wenn Schäuble am Einsatz der Bundeswehr im Inneren bastelt. Man kann ein Volk eben nur begrenzt verarschen.

    @gauss

    150 % des sogenannten Mittelschichteinkommens sind 3.870 € netto für eine Familie mit 2 Kindern. Diese kann dann ein Reihenhaus für rund 1.000 € Kaltmiete oder Baudarlehensrate beziehen, jede Woche für 250 € einkaufen, Privatvorsorge (Versicherungen) für 500 € im Monat betreiben uand außerdem noch rund 1.000 € pro Monat für den Mittelklassewagen und den nächsten Urlaub investieren oder sparen.

    Gehen Sie ruhig davon aus, dass dies in Deutschland sehr viel weniger als 50 % aller Menschen können, auch wenn sie dies nicht wahrhaben wollen, weil Sie vielleicht in einer gesellschaftlichen Nische leben, die ihnen den Blick auf einen Großteil der gesellschaftlichen Realität versperrt.

    da wird über eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes diskutiert und dann liegt diese Studie vor. Der Spitzensteuersatz von 42% wird ab 52.000 EUR/Jahr erhoben (etwa 150% des Durchschnitteinkommens). Den könnte man doch um mehrere Prozentpunkte erhöhen, um die "Besserverdiener" zu belasten. Leider wurde seit Jahrzehnten vergessen, die 52.000 Euro der Inflation anzupassen. Wenn man nur die INflation seit 1990 ausgleichen möchte, müsste man die 52.000 mit 1.5 multiplizieren, und der Steuersatz müsste erst ab 78.000 Eur bezahlt werden. Eine Erhöhung wäre dann sicher gerechtfertigt.

    Ich halte es auch für methodisch unsauber, nur 2 Einkommensklassen zu bilden. Eine Familie mit einem monatlichen Netto von ca. 3900.- sollte nicht mit anderen Haushalten, die 10.000.- oder 100.000.- pro Monat verdienen, in einen Topf geworfen werden.

    • elwu
    • 15.06.2010 um 11:01 Uhr

    Von allen Parteien und 'Wirtschafstsforschern' sind bei Diskussionen zur sozialen Gerechtigkeit nur Steuern das Thema.

    Die sogenannten ´Sozialversicherungen´ werden praktisch ausgeblendet, obschon die mit über 360 Milliarden Euro allein an Beitragsaufkommen größer sind als der Bundeshaushalt.

    Die FDP hat zusammen mit der Union nach der Wiedervereinigung maßgeblich für diese Schieflage gesorgt, indem vorwiegend den Sozialversicherungen vereinigungsbedingte Sonderlasten aufgebürdet wurden, statt sie fair und gerecht aus dem Steuersystem zu leisten. Diese Kosten gehen schließlich alle Bürger etwas an, nicht nur die Arbeitnehmer.

    Die rotgrüne Koalition hat die Schieflage vergrößert durch Umstellung auf asymmetrische Beitragszahlung bei der Krankenversicherung. Somit sind ALLE Parteien schuld an der Ausplünderung der Mittelschicht.

    Die Gesamtbelastung eines durchschnittlich verdienenden Arbeitnehmers lag bereits 2006 um 40% über dem OECD-Durchschnitt. Und es wird immer schlimmer. Ein Beispiel: was bleibt von Gehaltserhöhungen? Wenn ein Arbeitgeber für einen Single mit ca. 3.100 Brutto 120€ mehr investieren kann, gehen 40€ SV-Beiträge weg und damit mehr als Steuern (38€).

    Angesichts solcher Zahlen ist es bewusste Irreführung, die Fehlentwicklungen in den SV-Systemen zu ignorieren und allein auf die Steuern abzustellen.

    Literaturtipp: Melkvieh Mittelschicht - Wie die Politik die Bürger plündert (ISBN 978-3-86881-022-6)

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ja, aber das war doch alles politisch gewollt. Man hat uns doch jahrelang eingetrichtert die Lohnnebenkosten für Unternehmen müssten gesenkt werden, damit Deutschland in der globalisierten Welt wettbewerbsfähig ist. Und tatsächlich, es hat funktioniert: Wir waren mehrfach hintereinander "Exportweltmeister" (Ja! Das sind Begriffe mit denen der Deutsche etwas anfangen kann!). Zu dem Preis allerdings, dass im Gegenzug die Binnennachfrage immer weiter absackte - weil die Bevölkerung eben immer weniger Geld zur Verfügung hatte. Aber egal, wir waren erfolgreich und im "Aufschwung". Und, damit auch das Volk etwas von diesem Aufschwung mitbekam, hat Mutti keine Gelegenheit ausgelassen, uns zu erzählen dass der Aufschwung ja auch bei uns ankommt. Beinahe hätten wir es tatsächlich geglaubt, aber nur beinahe. Denn mittlerweile wissen wir, dass nur Unternehmen und Aktionäre von dem Aufschwung profitiert haben. Ist ja auch klar, Umsatzsteigerung bei gleichzeitiger Stagnation der Reallöhne bzw. Senkung der Lohnkosten führt eben zu wahnsinnig schönen Profiten. Beschweren dürfen wir uns jetzt darüber aber nicht , wir haben die Märchen von Export, Wachstum und Aufschwung eben nur zu bereitwillig geglaubt. Lass die mal machen, dann bekommen wir am Ende auch noch was vom Kuchen... aber nix da, denn jetzt war plötzlich Krise und sparen angesagt. Sparen, bei wem? Natürlich bei dem, der auch im Aufschwung schon so schön gespart hat. Nämlich uns. Naja, wir haben ja jetzt auch schon Übung darin.

    • dacapo
    • 16.06.2010 um 10:01 Uhr

    Sie sagen u.a.: ".......gehen 40 Euro SV-Beiträge weg,....".
    Wohin geht das Geld? Warum sagen Sie, es sei weg? "Was" ist weg, oder "wo" ist weg?

    Ja, aber das war doch alles politisch gewollt. Man hat uns doch jahrelang eingetrichtert die Lohnnebenkosten für Unternehmen müssten gesenkt werden, damit Deutschland in der globalisierten Welt wettbewerbsfähig ist. Und tatsächlich, es hat funktioniert: Wir waren mehrfach hintereinander "Exportweltmeister" (Ja! Das sind Begriffe mit denen der Deutsche etwas anfangen kann!). Zu dem Preis allerdings, dass im Gegenzug die Binnennachfrage immer weiter absackte - weil die Bevölkerung eben immer weniger Geld zur Verfügung hatte. Aber egal, wir waren erfolgreich und im "Aufschwung". Und, damit auch das Volk etwas von diesem Aufschwung mitbekam, hat Mutti keine Gelegenheit ausgelassen, uns zu erzählen dass der Aufschwung ja auch bei uns ankommt. Beinahe hätten wir es tatsächlich geglaubt, aber nur beinahe. Denn mittlerweile wissen wir, dass nur Unternehmen und Aktionäre von dem Aufschwung profitiert haben. Ist ja auch klar, Umsatzsteigerung bei gleichzeitiger Stagnation der Reallöhne bzw. Senkung der Lohnkosten führt eben zu wahnsinnig schönen Profiten. Beschweren dürfen wir uns jetzt darüber aber nicht , wir haben die Märchen von Export, Wachstum und Aufschwung eben nur zu bereitwillig geglaubt. Lass die mal machen, dann bekommen wir am Ende auch noch was vom Kuchen... aber nix da, denn jetzt war plötzlich Krise und sparen angesagt. Sparen, bei wem? Natürlich bei dem, der auch im Aufschwung schon so schön gespart hat. Nämlich uns. Naja, wir haben ja jetzt auch schon Übung darin.

    • dacapo
    • 16.06.2010 um 10:01 Uhr

    Sie sagen u.a.: ".......gehen 40 Euro SV-Beiträge weg,....".
    Wohin geht das Geld? Warum sagen Sie, es sei weg? "Was" ist weg, oder "wo" ist weg?

  2. Ist es Absicht oder Zufall, dass auf dem obigen Bild ein armer Teufel kniet, der das gesammelte Geld abends bei Onkel
    Jorska von der Rumänen-Mafia abliefern darf?

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    • dacapo
    • 16.06.2010 um 9:52 Uhr

    Die wahren Armen setzen nicht auf die Straße, deshalb sind sie ja auch für die Mehrheit nicht zu "spüren". In den Diskussionen sind sie alle unter dem Begriff HartzIV- oder Sozialleistungsempfänger, die "von uns bezahlt" werden. Wenn es darüber Zweifel gibt, dass Reiche mehr für den Staat geben müssen, können wir unsere abendländische Leitkultur aufgeben, von der doch so viele christliche Politiker reden. Das viele Geld kann man nicht mit ins Grab nehmen. Es gibt Menschen, die voller Stolz erzählen, dass sie ihre Rente noch nicht angerührt haben, seit sie in Rente sind. Ich spreche von Geldern, die nicht für die Wirtschaft im Umlauf sind, sondern nur für den Konsum. Es sind, umgangssprachlich, Unsummen. Man hat Sorge um diese Menschen, weil sie mit dem Geld ins Ausland gehen. Aber dort sind sie sowieso schon. Es ist wie "im wahren Leben": Die, die am meisten haben, jammern am meisten - und bekommen dafür noch Unterstützung. In einer einigermaßen gesunden Gesellschaft sollte der Stärkere immer auch für den Schwächeren parat sein, vor allen Dingen dann, wenn es ihm nicht weh tut. Ein junger gesunder Mensch wird immer einer älteren Person beim Treppensteigen helfen. Um bei dem Bild zu bleiben: es laufen aber die Menschen an diesen Menschen vorbei, mit dem Gedanken, haben die keine Verwandtschaft (oder was auch immer sie denken). Aber Scham kommt nicht auf. Freiwillig sind sie nicht bereit, also muss die Allgemeinheit Regeln aufstellen, was normalerweise von selbst laufen müsste.

    • dacapo
    • 16.06.2010 um 9:52 Uhr

    Die wahren Armen setzen nicht auf die Straße, deshalb sind sie ja auch für die Mehrheit nicht zu "spüren". In den Diskussionen sind sie alle unter dem Begriff HartzIV- oder Sozialleistungsempfänger, die "von uns bezahlt" werden. Wenn es darüber Zweifel gibt, dass Reiche mehr für den Staat geben müssen, können wir unsere abendländische Leitkultur aufgeben, von der doch so viele christliche Politiker reden. Das viele Geld kann man nicht mit ins Grab nehmen. Es gibt Menschen, die voller Stolz erzählen, dass sie ihre Rente noch nicht angerührt haben, seit sie in Rente sind. Ich spreche von Geldern, die nicht für die Wirtschaft im Umlauf sind, sondern nur für den Konsum. Es sind, umgangssprachlich, Unsummen. Man hat Sorge um diese Menschen, weil sie mit dem Geld ins Ausland gehen. Aber dort sind sie sowieso schon. Es ist wie "im wahren Leben": Die, die am meisten haben, jammern am meisten - und bekommen dafür noch Unterstützung. In einer einigermaßen gesunden Gesellschaft sollte der Stärkere immer auch für den Schwächeren parat sein, vor allen Dingen dann, wenn es ihm nicht weh tut. Ein junger gesunder Mensch wird immer einer älteren Person beim Treppensteigen helfen. Um bei dem Bild zu bleiben: es laufen aber die Menschen an diesen Menschen vorbei, mit dem Gedanken, haben die keine Verwandtschaft (oder was auch immer sie denken). Aber Scham kommt nicht auf. Freiwillig sind sie nicht bereit, also muss die Allgemeinheit Regeln aufstellen, was normalerweise von selbst laufen müsste.

  3. Leider reden sich viele Mittelschichtangehörige ein, sie gehörten zur Oberschicht, vielmehr sie lassen es sich einreden.
    Sie lassen sich von der raffinierten Lügenpropaganda der wirklich Reichen verblöden und verführen - aus Dünkel und Geltungsbedürfnis. Mit der Folge, dass sie die Realität massiv verkennen und nichts gegen ihre eigene Hinrichtung unternehmen, im Gegenteil sogar noch ihre Schlachter selbst wählen.
    Wenn jemand, der nicht wirklich reich ist, heute noch CDU oder gar FDP wählt, was will man da noch sagen? Und SPD und GRÜNE sind auch nicht viel besser.
    Ich befürchte allerdings auch, dass die betroffenen Absteiger ihre Wut nicht an den Schuldigen - den Reichen und den von ihnen gekauften Politikern - auslassen werden, sondern an den Armen, Ausländern usw.. So wie im "Dritten Reich".
    Andernfalls müssten sie nämlich zugeben, dass sie sich getäuscht haben - im wörtlichen Sinne zu verstehen. Und das wäre die schlimmste aller Beleidigungen.

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    ...den "Selbstbetrug" der Mittelschicht. Die sich von der Oberschicht gegen die Unterschicht "instrumentalisieren" lassen statt sich mit ihr zu solidarisieren. Ulrike Herrmanns Buch "Hurra, wir dürfen zahlen" weist das nach.

    • joG
    • 15.06.2010 um 15:15 Uhr

    .....dass es die Politik der letzten 40 Jahre ist, die nun kumuliert und konfrontiert versagt. Das Modell Deutschland mit seiner Regulierungswut, seinem Solidaritätsgefasel und Menschenrechts Geheuchel war nix. Selbst jetzt wollen die Leute das nicht wahr haben. Dass das aber kommen musste war von Außen betrachtet klar. Nun kommt der schwere Teil. Wer sagt es den Deutschen und was sollen sie nun tun?

    • dacapo
    • 16.06.2010 um 9:54 Uhr

    Dem kann man nur zustimmen.

    Nach diesem Artikel geht es um die mittleren Einkommen, die hier gerne mit den Armen gleichgesetzt werden.
    Wenn das so ist, wird den mittleren Einkommen eingeredet das sie zur Gruppe der Armen gehören und eben mitnichten eine Identifikation mit den Reichen stattfindet.
    Die Studie sagt aber auch, das diese Gruppe verarmt, weil ihre Abgaben beständig gestiegen sind.

    Ihre Annahme ist also weder plausibel, noch entspricht sie dem verbreiteten Meinungsbild, wie es, wie hier auch, durch die Medien unterstellt und suggeriert wird, sondern entspringt einem ideologisch begründeten Vorurteil.

    Wer ist also der Rattenfänger? Wer versucht die zunehmende Abgabenlast als Enteignung durch Reiche darzustellen, statt durch die zunehmende Anzahl der Transferempfänger?
    Was immer man am Ende für Konsequenzen daraus zieht, selbst eine Abgabenerhöhung für Reiche, macht die Verschleierung der Ursachen nicht seriöser!

    H.

    ...den "Selbstbetrug" der Mittelschicht. Die sich von der Oberschicht gegen die Unterschicht "instrumentalisieren" lassen statt sich mit ihr zu solidarisieren. Ulrike Herrmanns Buch "Hurra, wir dürfen zahlen" weist das nach.

    • joG
    • 15.06.2010 um 15:15 Uhr

    .....dass es die Politik der letzten 40 Jahre ist, die nun kumuliert und konfrontiert versagt. Das Modell Deutschland mit seiner Regulierungswut, seinem Solidaritätsgefasel und Menschenrechts Geheuchel war nix. Selbst jetzt wollen die Leute das nicht wahr haben. Dass das aber kommen musste war von Außen betrachtet klar. Nun kommt der schwere Teil. Wer sagt es den Deutschen und was sollen sie nun tun?

    • dacapo
    • 16.06.2010 um 9:54 Uhr

    Dem kann man nur zustimmen.

    Nach diesem Artikel geht es um die mittleren Einkommen, die hier gerne mit den Armen gleichgesetzt werden.
    Wenn das so ist, wird den mittleren Einkommen eingeredet das sie zur Gruppe der Armen gehören und eben mitnichten eine Identifikation mit den Reichen stattfindet.
    Die Studie sagt aber auch, das diese Gruppe verarmt, weil ihre Abgaben beständig gestiegen sind.

    Ihre Annahme ist also weder plausibel, noch entspricht sie dem verbreiteten Meinungsbild, wie es, wie hier auch, durch die Medien unterstellt und suggeriert wird, sondern entspringt einem ideologisch begründeten Vorurteil.

    Wer ist also der Rattenfänger? Wer versucht die zunehmende Abgabenlast als Enteignung durch Reiche darzustellen, statt durch die zunehmende Anzahl der Transferempfänger?
    Was immer man am Ende für Konsequenzen daraus zieht, selbst eine Abgabenerhöhung für Reiche, macht die Verschleierung der Ursachen nicht seriöser!

    H.

  4. Selbst diese Zahlen sind freundlich schöngeschrieben.

    Und Frau Merkel ist nicht in der Lage die Scheuklappen abzunehmen.

  5. brauchen die Betroffenen erstens Arbeit, zweitens Motivation und drittens eine Perspektive. Wer kann das bereitstellen?

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    • Chali
    • 15.06.2010 um 11:14 Uhr

    wenn man die Betroffenen kasernieren könnte.

    • Chali
    • 15.06.2010 um 11:14 Uhr

    wenn man die Betroffenen kasernieren könnte.

    • Chali
    • 15.06.2010 um 11:14 Uhr

    wenn man die Betroffenen kasernieren könnte.

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    das wird im Bereich ALG II schon erfolgreich praktiziert. Die Tabellen, die die Behörde nutzt um festzustellen, ob eine Miete eines ALG- Empfängers angemessen ist, ist sowohl von verschieden Sozialgerichten, als auch vom Bundessozialgericht als nicht zulässig für diese Ermittlung befunden worden. Trotzdem wird sie weiter benutzt. Das führt dazu, das in zahlreichen Städten (auch bei uns) zu den in den benutzten Tabellen gar kein Wohnraum anmietbar ist. Es gibt eine Ausnahme und das ist der örtliche soziale Brennpunktbezirk (Slum - Ghetto - wie immer sie es nennen möchten. Per amtlicher Aufforderung werden alle ALG II Bezieher aufgefordert entweder die Mietkosten zu senken (wie soll das gehen? ) oder eben in das Ghetto zu ziehen. Na? Klingelt es wo das hinführen soll ?

    das wird im Bereich ALG II schon erfolgreich praktiziert. Die Tabellen, die die Behörde nutzt um festzustellen, ob eine Miete eines ALG- Empfängers angemessen ist, ist sowohl von verschieden Sozialgerichten, als auch vom Bundessozialgericht als nicht zulässig für diese Ermittlung befunden worden. Trotzdem wird sie weiter benutzt. Das führt dazu, das in zahlreichen Städten (auch bei uns) zu den in den benutzten Tabellen gar kein Wohnraum anmietbar ist. Es gibt eine Ausnahme und das ist der örtliche soziale Brennpunktbezirk (Slum - Ghetto - wie immer sie es nennen möchten. Per amtlicher Aufforderung werden alle ALG II Bezieher aufgefordert entweder die Mietkosten zu senken (wie soll das gehen? ) oder eben in das Ghetto zu ziehen. Na? Klingelt es wo das hinführen soll ?

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