Arbeitslosigkeit Abstieg in Amerika

Der Aufschwung in den USA bringt kaum neue Jobs. Das Land muss sich deshalb mit einem Phänomen auseinandersetzen, das es bislang kaum kannte: Langzeitarbeitslosigkeit.

Ein Arbeitsloser im Arbeitsamt der Stadt New York. Fast jeder Fünfte ist in den USA ohne regulären Job

Ein Arbeitsloser im Arbeitsamt der Stadt New York. Fast jeder Fünfte ist in den USA ohne regulären Job

Kein Galgenhumor, sondern pure Panik liegt in der Stimme von Debra Rousey. "Inzwischen stelle ich mir wirklich Fragen wie: Wird der Pappkarton, in dem wir leben müssen, groß genug für uns alle sein?" Im November hat Rousey ihren Job als Leiterin einer kleinen Filiale der Suntrust Bank verloren. Seitdem sucht sie verzweifelt nach einer neuen Stelle.

Sie probiert alles. Fünf Bewerbungen verschickt Rousey jeden Tag. Zwei Uni-Abschlüsse stehen in ihrem Lebenslauf: einer in Business, ein weiterer in Marketing. Natürlich hätte Rousey auch Arbeit angenommen, für die sie überqualifiziert ist. Doch das steht gar nicht zur Debatte. Selbst McDonalds hat die 45-Jährige nicht einmal zurückgerufen.

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Debra Rousey aus Gainesville im Bundesstaat Georgia ist nicht die einzige Amerikanerin, die diese Erfahrung machen muss. Die tiefe Rezession in Folge der Finanzkrise hat die USA mittlerweile überwunden, trotzdem verharrt die Arbeitslosigkeit auf Rekordniveau. Im Juni nahm die Zahl der Beschäftigten sogar um 125.000 ab. Ein Grund: Die Regierung schickte Hunderttausende Menschen, die sie für die zurzeit laufende Volkszählung angeheuert hatte, wieder nach Hause. Diese Kurzzeitjobs hatten die Statistik für eine Weile etwas besser aussehen lassen.

Der gerade überwundene Abschwung hat in den USA mehr Menschen arbeitslos gemacht, als die vergangenen sechs Rezessionen zuvor. Es trifft alle. Arbeiter am Fließband genauso wie Anwälte, Ingenieure, Controller oder Dienstleister. Offiziell beträgt die Arbeitslosenquote 9,5 Prozent. Wer die Suche nach Arbeit bereits aufgegeben hat, wird aber gar nicht mitgezählt. Tatsächlich liegt die Quote deshalb laut verschiedenen Studien eher doppelt so hoch. Das bedeutet: Fast jeder Fünfte ist ohne regulären
Job.

Zwar gab es auch in den USA immer wieder Zeiten, in denen die Arbeitslosigkeit dramatisch in die Höhe schoss. Doch auch in den schlimmsten Krisen fanden viele nach einer Kündigung irgendeinen anderen, meist schlechter bezahlen Job. Sobald das Wirtschaftswachstum wieder anzog, kamen die guten Jobs wieder. Heute aber suchen viele Menschen nicht nur monate-, sondern jahrelang nach einer neuen Stelle. "Meine Fähigkeiten waren immer gefragt, ich hatte mein ganzes Leben lang nie Probleme einen Job zu finden und zu behalten – bis zu diesem Jahr", erzählt Rousey.

Auf diese Situation ist das Land nicht vorbereitet. Die in vielen Fällen gezahlte Abfindung reicht für eine Weile, aber dann wird es eng. Unterstützung vom Staat erhalten Arbeitslose nur für kurze Zeit oder wenn man schon alles verloren hat. Medicaid etwa, die staatliche Gesundheitsfürsorge, bekommt nur, wer gar nichts mehr hat. Doch die Krankenversicherung aus der eigenen Tasche zu bezahlen, ist für Arbeitslose fast unmöglich. Das stürzt Millionen Familien in kürzester Zeit in die Armut. Das US-Sozialsystem ist überfordert.

Wer ein Anrecht auf Arbeitslosenhilfe hat, erhält im Durchschnitt der Bundesstaaten 800 Dollar pro Monat. Wer Teilzeit arbeitet oder in seinem alten Job nur den Mindestlohn verdient hat, bekommt gar nichts. Das größte Problem zurzeit: Das System ist auf Kurzzeit-Arbeitslosigkeit ausgerichtet. Das Arbeitslosengeld ist auf 26 Wochen begrenzt. Als Reaktion auf die Rezession ist es zwar mehrmals verlängert worden.  

Aber auch ein, zwei Jahre reichen für viele Betroffene nun nicht mehr aus. Wer auf dem Höhepunkt der Krise seine Stelle verloren hat, sucht mit hoher Wahrscheinlichkeit jetzt immer noch. Ein Grund: Die Wirtschaft wächst zwar wieder, aber zu langsam. Der private Sektor schafft viel weniger Stellen als gedacht. Die Folgen: Rund 40 Millionen Amerikaner leben von Lebensmittelmarken, die sie in Supermärkten gegen Grundnahrungsmittel eintauschen können. Die Zahl der privaten Insolvenzen ist auf Rekordniveau. Obdachlosenheime sind überfüllt mit Familien, die ihr Haus verloren haben.

Das Wort Sockelarbeitslosigkeit, base unemployment, benutzt kein Mensch in den USA. In Deutschland dagegen gehört es seit Jahrzehnten nicht nur zur ökonomischen Debatte, sondern wird schon in der Schule gelehrt. Gemeint ist, dass die Zahl der Arbeitslosen selbst in Boomzeiten nicht unter eine bestimmte Schwelle fällt. Die Sockelarbeitslosen kriegen so oder so keinen Job – egal, wie gut es den Unternehmen geht. Dieses Phänomen findet sich in Ansätzen nun auch jenseits des Atlantiks. Seit Monaten melden die Unternehmen bessere Zahlen. Die Umsätze steigen wieder, die Gewinne auch. Bislang geht der Aufschwung an den Arbeitslosen aber vorbei. "Jobless growth" nennen das die Ökonomen, ein Aufschwung der keine Arbeitsplätze schafft.

Der Konsum gilt noch immer als der Motor der US-Wirtschaft, von dem die Zahl der Jobs maßgeblich mit abhängt. Um den weiter anzukurbeln, gibt es ein Mittel, das zugleich soziale Härten abfedert: eben jene staatliche Arbeitslosenhilfe. Die bringt nicht nur Essen auf den Tisch der Ärmsten, fast jeder Dollar davon fließt auch zurück in die Wirtschaft. Ein besseres Konjunkturprogramm ist schwer zu finden. Dennoch läuft in diesen Tagen die Hilfe für rund zwei Millionen Amerikaner aus.

Eine Verlängerung wäre einfach: Der Kongress muss sie nur beschließen. Das Repräsentantenhaus hat mit der Mehrheit der Demokraten ein entsprechendes Gesetz auf den Weg gebracht. Im Senat war dann aber Endstation. Dort sind die Stimmenverhältnisse so, dass die Republikaner Gesetze blockieren können. So kam es dann auch. Alle Republikaner sprachen sich gegen die Verlängerung der Arbeitslosenhilfe aus. Ähnliche Abstimmungen in den letzten Monaten verliefen genauso.

Die Republikaner verweisen auf das Rekord-Defizit im Staatshaushalt, das nun nicht noch weiter steigen dürfe. Außerdem verhindere die Hilfe, dass sich die Arbeitslosen neue Jobs suchen. Die "falschen Anreize" kritisierte etwa der texanische Senator John Kyl. Ein anderer, Orrin Hatch aus Utah, schlug bei der Gelegenheit gleich Drogentests für alle Arbeitslosen vor.

Debra Rousey lassen solche Sprüche inzwischen kalt. Von Washington erhofft sich die arbeitlose Mutter schon lange nichts mehr. Vergangene Woche hat sie ihren letzten Scheck vom Staat bekommen. "Ich bin verzweifelt", sagt Rousey. Wie sie nun die Miete zahlen soll, weiß sie nicht. "Der Vermieter ruft ständig an. Ohne neues Geld wird in der kommenden Woche alles abgestellt: Gas, Strom, Wasser", fürchtet Rousey. "Wo soll ich nur das Geld hernehmen?"

 
Leser-Kommentare
  1. am amerikanischen wesen sollte doch die welt genesen, oder ?

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    Nun lassen Sie mal die Polemik beiseite. Sieht man mal von der aktuellen Situation ab, die in der Tat dramatisch für die Betroffenen ist, war der Arbeitsmarkt in der Vergangenheit in den USA deutlich dynamischer und auch flexibler. Jobverlust wurde oft auch als Chance für Veränderungen verstanden und auch genutzt. Ich habe lange Jahre in einem amerikanischen Konzern gearbeitet und die Kollegen in den USA nahmen es i.d.R. sportlich und waren meist schnell wieder in einem Job. In Krisenzeiten zwar erst einmal schlechter bezahlt als vorher, wenn der Arbeitsmarkt aber wieder ansprang, gerne auch besser als im vorvorherigen Job.

    Und in den USA spielt es keine große Rolle, welche Qualifikation man hat, hauptsache man hat eine. Denn es wird nach dem Motto eingestellt, wer ein Studium in altarameisch abgeschlossen hat, ist auch in der Lage, was völlig neues zu lernen. Hier in Deutschland ist das große Hemmnis, dass meist danach verfahren wird, einmal Buchhalter immer Buchhalter. Da wünsche ich mir mehr Flexibilität seitens der Arbeitgeber, denn ich bin mir sicher, würde man sich von dieser Denke verabschieden, wäre eine Ausbildung in einem inzwischen nicht mehr nachgefragten Job kein KO-Kriterium für den Rest des Berufslebens. Wer weiß denn sicher, ob es in zehn Jahren noch Bedarf für z.B. Mechatroniker gibt?

    Dem deutschen Arbeitsmarkt würde es gut tun, wenn man sich davon freimachen würde, beim Daimler gelernt, beim Daimler in Rente. Diese Zeiten sind so oder so vorbei.

    • Anonym
    • 06.07.2010 um 22:33 Uhr

    "Dem deutschen Arbeitsmarkt würde es gut tun, wenn man sich davon freimachen würde, beim Daimler gelernt, beim Daimler in Rente."

    Das ist wahrscheinlich auch der Grund dafür das Qualität "Made in Germany" weiterhin gefragt ist, während hingegen keiner mehr den Schrott von den qualifizierten "Fachkräften" aus den USA - die echten Fachkräfte dort kommen zumeist aus dem Ausland - haben will.

    • joG
    • 07.07.2010 um 7:42 Uhr

    ....dort wieder wo es vor der Krise war. Das haben wir noch nicht erreicht. Dass aber die Stabilisierung der USA Wirtschaft schwer würde war vorauszusehen. Das wird seine Zeit dauern. Immerhin müssen die privaten Haushalte ihre Bilanzen konsolidieren nach dem Einbruch in den Immobilien.

    Nun lassen Sie mal die Polemik beiseite. Sieht man mal von der aktuellen Situation ab, die in der Tat dramatisch für die Betroffenen ist, war der Arbeitsmarkt in der Vergangenheit in den USA deutlich dynamischer und auch flexibler. Jobverlust wurde oft auch als Chance für Veränderungen verstanden und auch genutzt. Ich habe lange Jahre in einem amerikanischen Konzern gearbeitet und die Kollegen in den USA nahmen es i.d.R. sportlich und waren meist schnell wieder in einem Job. In Krisenzeiten zwar erst einmal schlechter bezahlt als vorher, wenn der Arbeitsmarkt aber wieder ansprang, gerne auch besser als im vorvorherigen Job.

    Und in den USA spielt es keine große Rolle, welche Qualifikation man hat, hauptsache man hat eine. Denn es wird nach dem Motto eingestellt, wer ein Studium in altarameisch abgeschlossen hat, ist auch in der Lage, was völlig neues zu lernen. Hier in Deutschland ist das große Hemmnis, dass meist danach verfahren wird, einmal Buchhalter immer Buchhalter. Da wünsche ich mir mehr Flexibilität seitens der Arbeitgeber, denn ich bin mir sicher, würde man sich von dieser Denke verabschieden, wäre eine Ausbildung in einem inzwischen nicht mehr nachgefragten Job kein KO-Kriterium für den Rest des Berufslebens. Wer weiß denn sicher, ob es in zehn Jahren noch Bedarf für z.B. Mechatroniker gibt?

    Dem deutschen Arbeitsmarkt würde es gut tun, wenn man sich davon freimachen würde, beim Daimler gelernt, beim Daimler in Rente. Diese Zeiten sind so oder so vorbei.

    • Anonym
    • 06.07.2010 um 22:33 Uhr

    "Dem deutschen Arbeitsmarkt würde es gut tun, wenn man sich davon freimachen würde, beim Daimler gelernt, beim Daimler in Rente."

    Das ist wahrscheinlich auch der Grund dafür das Qualität "Made in Germany" weiterhin gefragt ist, während hingegen keiner mehr den Schrott von den qualifizierten "Fachkräften" aus den USA - die echten Fachkräfte dort kommen zumeist aus dem Ausland - haben will.

    • joG
    • 07.07.2010 um 7:42 Uhr

    ....dort wieder wo es vor der Krise war. Das haben wir noch nicht erreicht. Dass aber die Stabilisierung der USA Wirtschaft schwer würde war vorauszusehen. Das wird seine Zeit dauern. Immerhin müssen die privaten Haushalte ihre Bilanzen konsolidieren nach dem Einbruch in den Immobilien.

  2. Diese beiden Begriffe werden so gern verwandt und doch so oft missverstanden, denn es gibt zwei Seiten, die sie deuten, aber nur eine, die sie umsetzt.

    "Wachstum" in Arbeitnehmersicht mag verstanden werden als ein Zugewinn an Arbeit und damit auch an Arbeitsplätzen - so wird der Begriff suggestiv auch in der Politik platziert, denn in der Masse wählen gehen ja Arbeitnehmer.

    Derselbe Begriff in Unternehmeraugen aber ist schon vollkommen vom Arbeitsplatz entkoppelt, denn - Sie ahnen es - ein solcher frisst das am vermeintlichen Wachstum hängende Gewinnzipfelchen zumindest an.
    Also: "Wachsen" bedeutet hier vor allem, effizienter zu werden: Mit gleich vielen oder weniger Arbeitern mehr zu erzeugen. Effizient soll es sein und wer hat nicht schon Effizienzbemühungen kopfschüttelnd im eigenen Bereich erfahren?

    Wir reden hier nicht vom Bäcker um die Ecke, der natürlich eine Zusatzkraft braucht, wenn die Brötchen besser gehen, wir reden von mittel, groß und ganz groß und damit den Firmen, die dieses Unternehmenswachstum praktisch umsetzen.

    Der Aufschwung in Form der besseren Auftragslage dann? ... selbes Spiel.
    Mitnichten Anhalt zur Einstellung von mehr Arbeitskräften, stattdessen primär Mahnung zum effizienteren Arbeiten.

    Solange Firmen produzieren, um Geld zu verdienen und nicht - obwohl oft so kommuniziert - , um Menschen zu helfen und sie glücklich zu machen, wird man sich an dieser kleinen Deutungsdivergenz noch länger versuchen und hoffen, hoffen, hoffen. Blind?

  3. Nun lassen Sie mal die Polemik beiseite. Sieht man mal von der aktuellen Situation ab, die in der Tat dramatisch für die Betroffenen ist, war der Arbeitsmarkt in der Vergangenheit in den USA deutlich dynamischer und auch flexibler. Jobverlust wurde oft auch als Chance für Veränderungen verstanden und auch genutzt. Ich habe lange Jahre in einem amerikanischen Konzern gearbeitet und die Kollegen in den USA nahmen es i.d.R. sportlich und waren meist schnell wieder in einem Job. In Krisenzeiten zwar erst einmal schlechter bezahlt als vorher, wenn der Arbeitsmarkt aber wieder ansprang, gerne auch besser als im vorvorherigen Job.

    Und in den USA spielt es keine große Rolle, welche Qualifikation man hat, hauptsache man hat eine. Denn es wird nach dem Motto eingestellt, wer ein Studium in altarameisch abgeschlossen hat, ist auch in der Lage, was völlig neues zu lernen. Hier in Deutschland ist das große Hemmnis, dass meist danach verfahren wird, einmal Buchhalter immer Buchhalter. Da wünsche ich mir mehr Flexibilität seitens der Arbeitgeber, denn ich bin mir sicher, würde man sich von dieser Denke verabschieden, wäre eine Ausbildung in einem inzwischen nicht mehr nachgefragten Job kein KO-Kriterium für den Rest des Berufslebens. Wer weiß denn sicher, ob es in zehn Jahren noch Bedarf für z.B. Mechatroniker gibt?

    Dem deutschen Arbeitsmarkt würde es gut tun, wenn man sich davon freimachen würde, beim Daimler gelernt, beim Daimler in Rente. Diese Zeiten sind so oder so vorbei.

    Antwort auf "Freie Marktwirtschaft"
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    auch in den USA, sind sehr wohl daran interessiert ihre Angestellten auch mit den entsprechenden Dimplomen zu bekommen die zur jeweiligen Arbeitsbeschreibung passen. Das in den USA lediglich generelle Dimplome gefordert werden mag allenfalls für gering qualifizierte Stellen gültig sein, genauso wie dies hier auch der Fall ist. Dazu gibt es natürlich noch unzählige schlechtest bezahlte Stellen bei denen überhaupt keine Dimplome gefordert werden, dies aber weil es diese Diplome nicht gibt.
    Ein mehr an Flexibilität bei den Arbeitsangeboten fördert nur die Profitmaximierung, nicht aber die Schaffung von Arbeit...
    Der Mythos des Amerikanischen Arbeiters wurde schon vor Jahren nach China exportiert und aus Südamerika importiert. Zurück bleiben Mio. von Stellen mit denen man kaum sich selber ernähren kann.

    Auch ich finde, dass der Deutsche (die Unternehmen) doch sehr auf qualifikationen achten. Das ist an einigen Stellen auch gut so, aber an anderen Stellen auch ein Hemmschuh. Nur leider ändert das nichts an der momentanen Situation in den USA. Es gibt einfach nicht genügend Jobs. Und in einer solchen Lage, ist das "Sozialsystem" der USA überfordert und am Ende. Und deswegen kann man die Betroffenen nicht außer acht lassen und von deren Situation absehen.

    ...ist in der Tat zu bewundern: Beim Bohrlochschließen zum Beispiel. Zuerst Topkill, dann Screwdrill, jetzt Whalefill. Während die Ölklumpen Texas erreichen. Und so gehts überall in Amiland. Alle können alles - und keiner kann was richtig. Deshalb kann Mann als Bodybuilder, Schauspieler oder Forrest Gump auch Gouverneur oder Präsident werden. Wichtig nur, daß andere diese Camouflage nicht bemerken. Tun sie aber - sogar in Afghanistan. Und schon bricht alles zusammen. Weil sich der Rest der Welt nicht mehr für blöd verkaufen lässt.

    auch in den USA, sind sehr wohl daran interessiert ihre Angestellten auch mit den entsprechenden Dimplomen zu bekommen die zur jeweiligen Arbeitsbeschreibung passen. Das in den USA lediglich generelle Dimplome gefordert werden mag allenfalls für gering qualifizierte Stellen gültig sein, genauso wie dies hier auch der Fall ist. Dazu gibt es natürlich noch unzählige schlechtest bezahlte Stellen bei denen überhaupt keine Dimplome gefordert werden, dies aber weil es diese Diplome nicht gibt.
    Ein mehr an Flexibilität bei den Arbeitsangeboten fördert nur die Profitmaximierung, nicht aber die Schaffung von Arbeit...
    Der Mythos des Amerikanischen Arbeiters wurde schon vor Jahren nach China exportiert und aus Südamerika importiert. Zurück bleiben Mio. von Stellen mit denen man kaum sich selber ernähren kann.

    Auch ich finde, dass der Deutsche (die Unternehmen) doch sehr auf qualifikationen achten. Das ist an einigen Stellen auch gut so, aber an anderen Stellen auch ein Hemmschuh. Nur leider ändert das nichts an der momentanen Situation in den USA. Es gibt einfach nicht genügend Jobs. Und in einer solchen Lage, ist das "Sozialsystem" der USA überfordert und am Ende. Und deswegen kann man die Betroffenen nicht außer acht lassen und von deren Situation absehen.

    ...ist in der Tat zu bewundern: Beim Bohrlochschließen zum Beispiel. Zuerst Topkill, dann Screwdrill, jetzt Whalefill. Während die Ölklumpen Texas erreichen. Und so gehts überall in Amiland. Alle können alles - und keiner kann was richtig. Deshalb kann Mann als Bodybuilder, Schauspieler oder Forrest Gump auch Gouverneur oder Präsident werden. Wichtig nur, daß andere diese Camouflage nicht bemerken. Tun sie aber - sogar in Afghanistan. Und schon bricht alles zusammen. Weil sich der Rest der Welt nicht mehr für blöd verkaufen lässt.

  4. und bereits schon seit Jahren so in den USA. Gleiches System, gleiche Mängel. Die amerikanischen Bürger werden bei Jobverlust noch schneller und krasser in die Armut und Abhängigkeit von den Sozialsystemen gezwungen als unsere. Das lässt Übles erwarten, wenn sich da mal nicht der Wind dreht!

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    • Anonym
    • 06.07.2010 um 19:06 Uhr

    Allein von den "Sozialsystemen" her kann die Lage in den USA im Vergleich zu Deutschland nicht unterschiedlicher sein.
    Wer in den USA arbeitslos wird, verliert i.d.R. auch die Krankenversicherung, nicht nur die eigene, sondern auch die der Familie. Trotz aller deutschen Unzulänglichkeiten muss hier immerhin (noch) niemand bei Arbeitlosigkeit in eine Zeltstadt umsiedeln.
    Es lässt Übles erwarten, wenn der neoliberale Reformterrorismus in Deutschland nicht gestoppt wird.

    • Anonym
    • 06.07.2010 um 19:06 Uhr

    Allein von den "Sozialsystemen" her kann die Lage in den USA im Vergleich zu Deutschland nicht unterschiedlicher sein.
    Wer in den USA arbeitslos wird, verliert i.d.R. auch die Krankenversicherung, nicht nur die eigene, sondern auch die der Familie. Trotz aller deutschen Unzulänglichkeiten muss hier immerhin (noch) niemand bei Arbeitlosigkeit in eine Zeltstadt umsiedeln.
    Es lässt Übles erwarten, wenn der neoliberale Reformterrorismus in Deutschland nicht gestoppt wird.

  5. die USA, Vorbild für alles asoziale dieser Welt. Liberalisiert und Privatisiert. Effizienz und Kostensenkungswahn. Billig und Rabatte. Eigenverantwortung versus Schmarotzer.
    Alle diese dümmlichen Prämissen zur Gesellschaftlichen Steuerung und Messung ja sogar das stetige Wachstum egal ob mit oder ohne Verschuldung schwappt da mal freiwillig mal erwzungen (WTO und GATS Verträge -> EU Verfassung) hier rüber. Offensichttlich mit genau den gleichen miesen resultaten. Doh warum wird blos felissig weiter kopiert was da drüben angeblch so gloreich sein soll? Armut, Arbeitslosigkeit sind keine Zeichen von Wohlstand und Modernität, eher von Rückständigkeit, Misserfolg und Ideologischer Sichteinschränkung. Die immer perverseren Profit- Rendite- und Effizinzmaximierungsysteme greifen ja nur in den untersten Schichten (auch Mitteklasse genannt) um die Kapitalvermehrungsresultate wie gewohnt nachoben zu transferieren. Abschaffung von progressiven Steuersystemen bei gleichzeitigen Ausbau von indirekten Steuersystemen kann eben nur zu solchen Resultaten wie Langzeit- und Massenarbeitslosigkeit führen. Wundert sich da wirklich jemand? Seltsam, wo doch auch diese Entwicklung von den Neoliberalen Theorien vorhergesagt wurde. Dagegen wurde konstant der Trickle Down Effekt hervorgehoben und durfe für jegliche Fehlenwticklung herhalten. Dumm nur, das die erwirtschafteten profite weiderum zur kapitalvermehrung an den Börsen dieser Welt verwendet wurden

  6. auch in den USA, sind sehr wohl daran interessiert ihre Angestellten auch mit den entsprechenden Dimplomen zu bekommen die zur jeweiligen Arbeitsbeschreibung passen. Das in den USA lediglich generelle Dimplome gefordert werden mag allenfalls für gering qualifizierte Stellen gültig sein, genauso wie dies hier auch der Fall ist. Dazu gibt es natürlich noch unzählige schlechtest bezahlte Stellen bei denen überhaupt keine Dimplome gefordert werden, dies aber weil es diese Diplome nicht gibt.
    Ein mehr an Flexibilität bei den Arbeitsangeboten fördert nur die Profitmaximierung, nicht aber die Schaffung von Arbeit...
    Der Mythos des Amerikanischen Arbeiters wurde schon vor Jahren nach China exportiert und aus Südamerika importiert. Zurück bleiben Mio. von Stellen mit denen man kaum sich selber ernähren kann.

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    • keox
    • 06.07.2010 um 18:10 Uhr

    Sie produzieren dort, wo es am günstigsten ist, zahlen - wenn es denn schon sein muß - Steuern lieber auf den Kanalinseln, importieren lieber Arbeitskräfte, als sie selber auszubilden.

    Der jeweilige Staat ist sozusagen der Hausmeister der Heimatbasis, er kümmert sich um den reibungslosen Ablauf, wenn die HerrenDamen auf Beutezug sind.

    Der US-Hausmeister ist besonders tüchtig, notfalls greift er voll in´s Menschenreservoir, schenkt ihnen eine Uniform, und schon ist - jetzt kann man fast würfeln - der nächste Rohstofflieferant in Todesgefahr.

    Das will der european leader, D€, natürlich auch.

    Die Bevölkerungen sind die Verfügungsmasse, jener Abschaum, der die Profite ermöglicht.

    Non olet.

    • keox
    • 06.07.2010 um 18:10 Uhr

    Sie produzieren dort, wo es am günstigsten ist, zahlen - wenn es denn schon sein muß - Steuern lieber auf den Kanalinseln, importieren lieber Arbeitskräfte, als sie selber auszubilden.

    Der jeweilige Staat ist sozusagen der Hausmeister der Heimatbasis, er kümmert sich um den reibungslosen Ablauf, wenn die HerrenDamen auf Beutezug sind.

    Der US-Hausmeister ist besonders tüchtig, notfalls greift er voll in´s Menschenreservoir, schenkt ihnen eine Uniform, und schon ist - jetzt kann man fast würfeln - der nächste Rohstofflieferant in Todesgefahr.

    Das will der european leader, D€, natürlich auch.

    Die Bevölkerungen sind die Verfügungsmasse, jener Abschaum, der die Profite ermöglicht.

    Non olet.

  7. Auch ich finde, dass der Deutsche (die Unternehmen) doch sehr auf qualifikationen achten. Das ist an einigen Stellen auch gut so, aber an anderen Stellen auch ein Hemmschuh. Nur leider ändert das nichts an der momentanen Situation in den USA. Es gibt einfach nicht genügend Jobs. Und in einer solchen Lage, ist das "Sozialsystem" der USA überfordert und am Ende. Und deswegen kann man die Betroffenen nicht außer acht lassen und von deren Situation absehen.

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