Ramsauer fordert neue Bahnpolitik
Ramsauer sagte, möglicherweise sei zu viel Wartungspersonal abgebaut worden. "Dazu gibt es jedenfalls genügend Hinweise aus dem Konzern." Der CSU-Politiker kündigte an, in der Bahnpolitik neue Weichen stellen zu wollen. Der Börsengang sei "derzeit kein Thema". An erster Stelle müssten bessere Qualität, Sicherheit, Sauberkeit, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Züge stehen.
Nach den massiven Klimaanlagen-Problemen soll in der nächsten Woche auf einem Krisengipfel nach Lösungen gesucht werden. Ramsauer kommt dazu am Dienstag mit Bahnvertretern zusammen. Der Bundesverkehrsminister sagte dem Focus , er habe mit der Bahn-Spitze bereits "ernste und intensive Gespräche geführt und konstruktive Antworten bekommen". Die neue Bahnführung tue alles, um die Qualitätsprobleme schnell in den Griff zu bekommen. "Denn ich erwarte, dass die Züge bei minus 40 Grad genauso pünktlich fahren wie bei plus 40 Grad", sagte Ramsauer.
Auch Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat die Informationspolitik der Deutschen Bahn zum Problem mit den ausgefallenen Klimaanlagen in ICE-Zügen scharf kritisiert. "Das war Salamitaktik und kein Krisenmanagement", sagte Aigner. "Erst waren angeblich nur zwei, drei Züge betroffen, dann Dutzende. Inzwischen ist klar, dass es sich um ein generelles Problem handelt."
Die Probleme mit den Klimaanlagen müsse die Bahn jetzt schnell in den Griff kriegen, mahnte Aigner. Temperaturen von mehr als 32 Grad Celsius seien nichts Ungewöhnliches. "Ich verlange, dass Reisende in Zügen unverzüglich über den Ausfall der Klimaanlage informiert werden. Das Personal muss für solche Situationen sensibilisiert werden, auch müssen immer ausreichend Getränke an Bord sein."
Seit vergangener Woche waren bei sommerlicher Hitze in einigen Fernzügen die Klimaanlagen komplett ausgefallen, weshalb die Waggons geräumt werden mussten. In einem drastischen Fall waren mehrere Fahrgäste kollabiert und mussten ärztlich versorgt werden. Problematisch ist die Lage vor allem in 44 älteren Zügen der ICE-2-Flotte, die nur für Temperaturen bis 32 Grad ausgelegt sind.
- Datum 17.07.2010 - 12:58 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters
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..ist wohl nur noch peinlich. Schuld sind sowieso immer die anderen. Der Ankündigungsminister hat zu Beginn der Wahlperiode der Bevölkerung in seinem Wahlkreis das Blaue vom Himmel versprochen, seit dem ward er nur noch für Fototermine beim Bänderdurchschneiden von Aktivitäten seiner Vorgänger gesehen. Nicht eine seiner Versprechungen ist auch nur ansatzweise in einer Phase, die auch eine Umsetzung erwarten lassen könnte. Und jetzt verspricht der auch noch eine "neue Bahnpolitik". Zurücktreten Herr Ramsauer und einen ans Ruder lassen, der ein bisschen Ahnung hat und den Mund nicht ganz so voll nimmt.
....die bekannten Strukturellen Problemen unterworfen ist. Innerhalb dieser Rahmenbedingungen (Gewinnmaximierung, Monopol, politische Fahrpreiskontrolle) handelt die Deutsche Bahn so, wie es diese Regeln diktieren. Man musste erwarten, dass ein Unternehmen, das diese Regeln vorgegeben wurden, so handeln müsse.
Mögliche Heilungen sind wohl bekannt. Man braucht nur nach Japan zu schauen um ein Model zu sehen.
Also wenn ich Mitarbeiter der Bahn wäre, würde ich die Aussagen von Grube übelnehmen. Es gilt das Prinzip Mehdorn "einzelne Mitarbeiter haben entgegen der Konzernrichtlinien (falsch) entschieden", Verantwortung dafür liegt im Fehlverhalten einzelnen, nicht beim Vorstand!?
Ganz ehrlich, ich weiss ja, Bahnchefs sind schlecht bezahlt, und dann müssen sie auch noch die Verantwortung übernehmen, wenn Blödsinn passiert, nee, das geht nicht... Da stellt sich also - und zwar trotz Relativierung "pauschal möchte ich Mitarbeiter nicht verurteilen", blabla - ein Manager hin und patzt öffentlich seine Mitarbeiter an. Völliges Unverständnis dafür bei mir, da hätte er besser nichs gesagt.
Zur Sache, wenn ab jetzt die Mitarbeiter den Rücken freihaben, selbstständig zu entscheiden, Züge bei Fehlfunktionen zu stoppen - und das auch tun - wäre es ein Fortschritt. Dass das bisher nicht passiert ist, ist wahrscheinlich nicht nur auf den "Mist" einiger Zugbegleiter und Lokführer gewachsen.
Herr Grube, mit solchen Äußerungen machen Sie sich unglaubwürdig(er).
Dass mittlerweile das operative bahnpersonal auch zunehmend ausgebrannt und unmotiviert wirkt, kann ich aus meinen zum Glück nur vereinzelten Bahnerfahrungen der letzten 10 Jahre bestätigen. Bahnfahren war mal meine große Freude - bis die ICE-Gigantomanie begann und die Bahn privatisiert wurde. Und die Einzelberichte von unglaublichen Sicherheitsrisiken der ICE sind nur die Spitze des Eisbergs. Verlogen und kriminell finde ich die Öffentlichkeitsarbeit der Bahn (unter Billigung der Regierung!!). Die Fakten: Erst AEG dann Atrans, dann Bombordier so ging die alte deutsche Schlüsselindustrie auf den Ramschmarkt der Firmenabwicklungen. Jetzt zählen beim ICE Hersteller und dessen Zulieferer (Siemens und Co) nur noch Verkaufszahlen in Form von Abschlüssen und pünktlichen Auslieferungen. Beide, Auslieferer und Käufer wissen, dass weder die Projektierungszeit noch die Qualitätskontrollen ausreichend waren. Dafür schuff man riesen Kapazitäten Hallen) für Reklamationen. Wartungsdokumentationen ließen sich fälschen ... alles m.E. nur um den Börsengang für den verantwortlichen in Ruhestand Mehdorn zu ebnen. Nur die Rendite zählt. Es braucht weder Winter noch Sommer um sich in den überfüllten, stinkenden ICE-Gefängnissen unwohl zu fühlen. In der Übergangszeit überheizte Wagen - Antwort des Zugpersonals "Wir können nur ein oder aus schalten, nicht regulieren". Immer wieder Verspätungen wegen Zugauswechslungen ... ICE - gescheiterte Technologie!
Seit JAHREN gibt es das Problem mit den KLimaanlagen , wie jeder Pendler bestätigen kann . Es ist einfach eine Dreistigkeit zu behaupten, das Problem sei neu
...also müssen jetzt auch die Konsequenzen dieser einzigartigen Fehlentscheidung treffen, und nicht wie Aigner und Ramsauer leugnen irgendetwas damit zu tun zu haben.
All diese Mängel durch verringerte Wartung, Einsparungen an der Technik ect. wurden für das politische Ziel 'Börsengang der Bahn' billigend in Kauf genommen. Die Schuld trägt nicht nur Mehdorn und der Bahnvorstand, sondern allen voran die Politiker der CDU/CSU, welche -aus welchen Gründen auch immer- vehement den Börsengang der Bahn durchsetzen wollten!
Diese Partei sollte für den entstandenen Schaden aufkommen, warum sollen wir Fahrgäste die von der Politik verursachten Probleme mit unseren Fahrpreisen zahlen? Es wird Zeit Politik für Fehlleistungen in Haftung zu nehmen!
Meiner Meinung nach werden die Verantwortlichen bei Bahn und Politik langsam nervös weil die Bürger bemerken dass die Privatisierung wie sie sich anbahnt ein Fehler war. Noch ist die Bahn ja nicht privatisiert - also vom Staat verkauft. In einem ersten Schritt wurde lediglich die Bundesbahn (Bundesbehörde) in die Deutsche Bahn AG (Aktiengesellschaft in Bundesbesitz) umgewandelt. An den Besitzverhältnissen - und damit auch Verantwortung der Bundesregierung - hat sich indes nichts geändert!
In der Presse wird wiederholt berichtet dass die Klimatisierung bis 32°C Außentemperatur ausgelegt sei. Die Bahn hat dies also so beim Hersteller bestellt - Siemens hat geliefert! Wenn die Klimatisierung nun bei einer Hitzewelle mit dauerhaft über 32°C ausfällt dann ist dies kein "Fehler", kein "technisches Versagen" und schon gar nicht die Schuld des Herstellers - denn die Klimatisierung war ja offentbar gar nicht dafür konstruiert noch über 32°C voll funktionsfähig zu sein!
Dass Siemens sich ständig zum Sündenbock machen lässt kann ich mir nur so erklären dass man es sich nicht mit einem Großkunden verscherzen will und es darum erduldet. Ebenso die Mitarbeiter, zigtausende Stellen wurden seit der Umwandlung der Bundesbahn abgebaut und gleichzeitig wuchsen die Ansprüche an "Service" etc. - zu denken dass dies in der Realität miteinander vereinbar sei ist meiner Meinung nach eine "Milchmädchenrechnung".
ich bin nur eingedenk des armen Milchmädchens und ihrer Geschichte eher für Milchbubenrechnung!
ich bin nur eingedenk des armen Milchmädchens und ihrer Geschichte eher für Milchbubenrechnung!
provoziert genau das, was er nicht will: Fehlentscheidungen.
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