Arbeitsmarktpolitik Brüderle lockt Fachkräfte mit Begrüßungsgeld
Mit Prämien will der Wirtschaftsminister qualifizierten Gastarbeitern den Umzug nach Deutschland schmackhaft machen. Für ihn bleibt das billig: Zahlen sollen die Firmen.
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) plant, den Fachkräftemangel in Deutschland mittels qualifizierter ausländischer Fachkräfte zu bekämpfen. "Das Thema, wie Deutschland für ausländische Facharbeiter endlich attraktiv wird, steht ganz oben auf meiner Agenda", sagte Brüderle dem Handelsblatt . Er plane für die nächsten Monate eine Fachkräfte-Initiative. Ihm gehe es darum, ein Konzept zu entwickeln, durch das mehr qualifizierte ausländische Arbeitnehmer nach Deutschland kommen.
Ein Mittel dafür sieht er in der "Reduzierung der Einkommensschwellen" für ausländische Fachkräfte. Auch ein Begrüßungsgeld der Wirtschaft hält der Wirtschaftsminister für möglich. "Es ist denkbar, dass einige Unternehmen, die es sich leisten können und dringenden Bedarf haben, ausländischen Facharbeitern eine Lockprämie zahlen", sagte Brüderle. Der Staat dagegen soll nicht belastet werden. Es sei ausgeschlossen, "dass der Bund mit Steuergeldern Fachkräfte aus dem Ausland den Weg nach Deutschland versüßt".
Um seinen Vorstoß zu erläutern und dafür zu werben, wolle er die Wirtschaftsverbände und auch Wissenschaftler einladen, sagte Brüderle und verwies auf den seiner Ansicht nach großen Handlungsbedarf. "Der Fachkräftemangel wird in den nächsten Jahren zum Schlüsselproblem für den deutschen Arbeitsmarkt und nicht die Arbeitslosigkeit." Bei drei Millionen Arbeitslosen sei das Problem noch nicht so sichtbar. "Aber je länger der Aufschwung anhält, desto größer wird das Problem."
Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hatte sich am Wochenende ebenfalls für die verstärkte Anwerbung ausländischer Fachkräfte ausgesprochen.
Eine von der Bundesregierung 2007 in Auftrag gegebene Studie wies die Kosten des Fachkräftemangels in Deutschland mit einem zweistelligen Millionenbetrag aus. An Nachwuchs fehlt es demnach vor allem in der Metall- und Elektroindustrie, im Fahrzeug- und Maschinenbau sowie in den unternehmensnahen Dienstleistungen. Bereits 2014 könnten in Deutschland 95.000 Stellen für Ingenieure und 135.000 für Naturwissenschaftler unbesetzt bleiben.
- Datum 30.07.2010 - 10:48 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP
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Frau Merkel täte gut daran, im Ausland nach einer Fachkraft für den Posten des Wirtschaftsministers Ausschau zu halten, sie darf gerne einiges von meinen Steuern auch als Begrüßungsgeld dafür verwenden.
Derzeit sitzt leider nur ein dogmatisch wirtschaftsliberal denkender Restliberaler auf dem Stuhl. Solange er nichts sagt ist er noch brauchbar.
Ansonsten wird es zuweilen peinlich:
http://www.fun-insite.de/...
....innovative Idee.
Facharbeiter oder Naturwissenschaftler? Brüderle träum weiter! Facharbeitermangel, lachhaft.
Der einzige wirkliche Mangel besteht an Kompetenten und seriösen Politikern und Arbeitsplätzen.
wir hätten hier ein paar arbeitslose Fachkräfte, darunter auch Ingenieure.
Ach ja, die sind schon über 40 und nicht mehr vermittelbar.
Der Jugendwahn und die Neigung der Industrie zu billigeren Fachkräften aus den 60ern und 70ern hat ja schon einmal eine Sozialkatastrophe provoziert, die wir heute auszubaden haben.
Immerhin sind es diesmal Fach-Kräfte, die eingeladen werden..
Leute wie Brüderle lernen nichts dazu.
Es ist wie 1960. Man holt billige Arbeitskräfte ins Land, um den Wünschen der Arbeitgeber zu entsprechen. Was hinterher aus diesen Menschen wird und wie die daraus resultierenden Probleme zu lösen sind, dass ist den Arbeitgebern egal - die haben ihre Gewinne und der Rest der Gesellschaft die Probleme.
Leute wie Brüderle lernen nichts dazu.
Es ist wie 1960. Man holt billige Arbeitskräfte ins Land, um den Wünschen der Arbeitgeber zu entsprechen. Was hinterher aus diesen Menschen wird und wie die daraus resultierenden Probleme zu lösen sind, dass ist den Arbeitgebern egal - die haben ihre Gewinne und der Rest der Gesellschaft die Probleme.
mehr fällt mir dazu nicht mehr ein. Bezieht man die Langzeitarbeitslosen, die über 55 Jährigen und die Menschen die in Weiterbildungen stecken, in die Arbeitslosenzahlen mit ein, sind wir bei knappen 5 Millionen Menschen ohne Arbeit. Da begrüße ich doch den Vorschlag, Gastarbeiter ins Land zu holen und diese auch noch finanziell zu ködern.
Die Regierung versteht ihr Handwerk.
Respekt und Anerkennung kann man da nur sagen!!!
... durch Erhöhung der Einkommen.
Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, wenn der Markt den Preis bestimmt, dann müssten nun in den passenden Branchen die Löhne steigen. Wer statt Praktika's gut bezahlte Jobs anbietet bekommt die Fachkräfte.
Alternativ: Das Angebot ausweiten, in dem die Anzahl der Fachkräfte gesteigert wird.
Sonst werden plötzlich die Firmen wertvoll die sich Ihr "Humankapital" gesichert haben. Die Ablösesummen werden höher ...
sind einfach nur die billigsten Arbeitskräfte die es gibt.
Wahrscheinlich verfolgen etwa 50% das Ziel einem Praktikanten etwas beizubrigen, der Rest darf Kaffee holen gehen, egal wie gut seine Ausbildung ist.
sind einfach nur die billigsten Arbeitskräfte die es gibt.
Wahrscheinlich verfolgen etwa 50% das Ziel einem Praktikanten etwas beizubrigen, der Rest darf Kaffee holen gehen, egal wie gut seine Ausbildung ist.
Bei vernünftiger Entlohnung gibt es auch kein Mangel. Soviel Fachwissen sollte man auf diesem Posten wohl mit bringen.
Ausländer rein ist nur ein Grund um diese dann zum halben Lohn arbeiten zu lassen. Umschulung finanzieren und nicht Arbeitslosigkeit!
Wieso nimmt uns denn keiner aus dem Ausland solche Fachminister ab?
- als Pharmareferenten oder Laboranten Diplom-Chemiker
- als Netzwerkadministratoren Diplom-Informatiker
- als Techniker Diplom-Ingenieure
- als Sekretärin Diplom-Kauffrauen
meint einstellen zu müssen, dann hat man irgendwann ein Problem.
Sie vergaßen jedoch leider zu erwähnen, daß die von Ihnen genannten Personen nicht älter als 25 Jahre sein dürfen. Ausgestattet mit mindestens zwei Prädikatsexamina, 10 Jahren einschlägiger Berufserfahrung und verhandlungssicherem Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Fachchinesisch.
Sie vergaßen jedoch leider zu erwähnen, daß die von Ihnen genannten Personen nicht älter als 25 Jahre sein dürfen. Ausgestattet mit mindestens zwei Prädikatsexamina, 10 Jahren einschlägiger Berufserfahrung und verhandlungssicherem Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Fachchinesisch.
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