Pflegebranche Wie das Pflegeproblem gelöst werden soll

Die Gesellschaft altert, der Bedarf an Pflegern steigt. Dabei fehlen die Fachkräfte schon heute. Die Pflegelobby schlägt drastische Maßnahmen vor.

Sie arbeiten in aller Frühe und bis zum späten Abend. Sie hetzen von Bett zu Bett, getrieben vom engen Takt der Patientenliste. Nicht nur in der ambulanten Pflege, auch in Heimen verbietet der Zwang zu Effizienz vielen Pflegern hingebungsvolles Arbeiten. Jede Minute Zuwendung zu viel fehlt beim nächsten Patienten.

Seit August erhalten Pflegekräfte den Mindestlohn. Das sind 8,50 Euro im Westen Deutschlands und 7,50 Euro im Osten. Der Pflege-Mindestlohn gilt als Vorzeigeprojekt der Bundesregierung. Doch Branchenkenner halten den Beschluss für "politisch überbewertet": Weit weniger als ein Viertel der Angestellten dürfte davon profitieren, der überwiegende Teil wird bereits heute angemessen bezahlt.

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Etwa 885.000 Fachkräfte und Pflegehelfer arbeiten heute in der Altenpflege. Sie versorgen etwa 2,25 Millionen Menschen. Nicht inbegriffen sind all jene, die zwar Hilfe brauchen, aber nicht in eine der Pflegestufen eingeteilt sind. Nie waren weniger Fachkräfte für eine so große Zahl von Bedürftigen zuständig. Und der Bedarf steigt. 2050 werden es fast doppelt so viele sein, weil der Anteil alter Menschen steigt. Schon in 20 Jahren ist jeder dritte Einwohner älter als 60 Jahre.

Dem steigenden Bedarf an Pflegekräften steht ein Stellenabbau entgegen: In den vergangenen zehn Jahren fielen 50.000 Vollzeitjobs weg, wie 2009 eine Analyse des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung ergab. Der Befund von Dominik H. Enste, verantwortlich für das Forschungsfeld Wirtschaftsethik im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, fällt entsprechend eindeutig aus: Um auch in 40 Jahren noch alle Bedürftigen betreuen zu können, muss die Branche ihr Personal auf zwei Millionen verdoppeln

( Eine Grafik zur Entwicklung des Personalbedarfs gibt es hier ).

Wertschöpfung

2007 betrugen die Ausgaben im Gesundheitssektor in Deutschland mehr als 250 Milliarden Euro. Damit machten diese Ausgaben 10,4 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts aus. Fast 4,5 Millionen Menschen arbeiten im gesamten Gesundheitssektor.

Pflegestufe

Die Pflegestufe richtet sich danach, wie viele Minuten täglich pflegerische Hilfen notwendig sind. Dabei werden vor allem Zeiten für Körperpflege, Toilettengänge, Kleiden, die Nahrungsaufnahme und die Begleitung zu diesen Tätigkeiten (Grundpflege) berücksichtigt. Darüber hinaus ist Zeit für die hauswirtschaftliche Hilfe anrechenbar. Stufe 1: täglich 90 Minuten; Stufe 2: 180 Minuten, Stufe 3: 300 Minuten täglich. Etwa zwei Drittel der Zeit darf die Grundpflege dauern.

Schwarzarbeit

Verschiedene Schätzungen gehen von 100.000 schwarz arbeitenden Pflegekräften in Haushalten aus, etwa 4,3 Prozent des Gesamtvolumens der Schwarzarbeit in Deutschland. Dieses Potenzial ließe sich in mindestens 40.000 legale Arbeitsplätze umwandeln.

Personal und Patienten

In der Pflegebranche sind derzeit mehr als 885.000 Menschen beschäftigt, der Bedarf wird bis 2050 auf etwa zwei Millionen steigen. Etwa 2,25 Millionen Menschen sind in Deutschland heute pflegebedürftig. 2050 dürften es mehr als vier Millionen sein.

Doch wie? Nur 4100 Fachkräfte sind in Deutschlands Arbeitsagenturen als arbeitssuchend gemeldet. "Wir könnten sofort 30.000 mehr beschäftigen", sagt Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste. "Pflegeanbieter müssen Aufträge wegen Personalmangels ablehnen."

Aber das Image der Pflege ist schlecht. Kaum mehr als fünf Prozent der Schulabgänger verschwenden einen Gedanken daran, in der Branche zu arbeiten. Zumindest soll künftig der erweiterte Hauptschulabschluss reichen, um eine Ausbildung zu beginnen. Das soll die Zugangsbeschränkungen erleichtern. Bisher war Mittlere Reife Bedingung.

Heime, Ambulanzen und Pflegedienste rekrutieren ihr Personal vor allem unter 35- bis 45-Jährigen. Die meisten von ihnen sind Frauen. Wer in diesem Alter etwa als Friseuse oder Büroassistentin den Job verliert, ist mit seiner Lebenserfahrung gefragter Anwärter auf eine dreijährige Umschulung. Allerdings bezahlt die Bundesagentur für Arbeit die nur voll, solange Geld aus dem staatlichen Konjunkturpaket fließt. Wenn dieser Fonds geleert ist, müssen die Einrichtungen das dritte Jahr wieder selbst bestreiten. "Eine fatale Fehlentscheidung von Bundestag und Bundesrat", kritisiert Franz Wagner vom Berufsverband für Pflegeberufe, der auf eine Vollfinanzierung besteht .

Und selbst wenn es genügend Fachkräfte gäbe: Der Beruf ist körperlich und psychisch hart. Jeder fünfte Pfleger denkt über einen vorzeitigen Berufsausstieg nach, ergab 2005 eine Studie. Erst häufen sich Fehlzeiten, es folgen Fluktuation und Frührente. Hinzu kommt, dass es kaum Karrierechancen gibt. Im Schnitt ist für Pfleger nach 9,5 Jahren Schluss, Beschäftigte im Gesundheitssektor bleiben dagegen im Mittel 16,2 Jahre.

Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste, hofft auf Arbeitskräfte aus Osteuropa. Die dürfen ab 2011 ihre Dienste in Deutschland beschränkungslos anbieten – gegen den Mindestlohn oder mehr. Doch das allein reicht Meurer nicht. "Wir werden einen Teil des künftigen Personals aus dem nichteuropäischen Ausland anwerben müssen", sagt er. Schon heute solle Deutschland mit Korea, den Philippinen, Vietnam oder Indien zusammenarbeiten, um den Zuzug der künftigen Pfleger zu erleichtern.

Leser-Kommentare
    • Chali
    • 02.08.2010 um 9:53 Uhr

    Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung
    Institut der deutschen Wirtschaft Köln
    (Forschungsfeld Wirtschaftsethik ... gut, dass da mal Licht ins Dunkel gebracht wird!)

    Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste.

    Reinhold Schnabel im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

    Das sind ja lauter erste Adressen für die volle, die reine und die lautere Wahrheit

    • Chali
    • 02.08.2010 um 10:06 Uhr

    ... verstehe ich nicht.

    "... die Versicherten zusätzlich Kapital ansparen sollen, damit die Arbeitskosten nicht noch weiter steigen."
    Verstehe ich das recht:
    Damit die Arbeitskosten nicht steigen, zahle ich das aus meinem Einkommen? (Da werden die Banken ja kräftig Umsatz machen - die Kurse steigen an!)

    "Ähnlich der Zusatzbeiträge für die Krankenversicherung sollen alle auch für die Alterspflege in einen "Kapitalstock" einzahlen."
    Gut, zahle ich ein. Was ist denn mit den jetzigen Pflegefällen- woher kommt das denn? Aber gut: ich werde ein Pflegefall, und man verkauft mein angespartes Kapital wieder. Und wenn das erschöpft ist, und ich lebe immer noch? Oder schlimmer noch, ich sterbe bei einem Autounfall?

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    ...wer ins Pflegheim kommt, muss sein Sparbuch pluendern, sein Haus verkaufen und sich -in dieser Reihenfolge - von Kindern, Geschwistern und Enkelkindern finanziell unterstuetzen lassen. Erst wenn all diese Quellen versiegt sind, zahlt der Staat. Ergebnis: nur die Supperreichen und die, die einen schnellen, kostenguenstigen Tod sterben, koennen heute ueberhaupt noch etwas vererben. Immobilienkauf mit der Intention, damit spaeter einmal auch die Kinder abzusichern, kann man sich gleich sparen.

    ...wer ins Pflegheim kommt, muss sein Sparbuch pluendern, sein Haus verkaufen und sich -in dieser Reihenfolge - von Kindern, Geschwistern und Enkelkindern finanziell unterstuetzen lassen. Erst wenn all diese Quellen versiegt sind, zahlt der Staat. Ergebnis: nur die Supperreichen und die, die einen schnellen, kostenguenstigen Tod sterben, koennen heute ueberhaupt noch etwas vererben. Immobilienkauf mit der Intention, damit spaeter einmal auch die Kinder abzusichern, kann man sich gleich sparen.

  1. Und wieder ein Experte der in die Zukunft sehen kann > 2050 könnten es bereits 86 Milliarden Euro sein.
    Was soll dieser Dreisatz-Unsinn? Ist es nicht besser jetzt alterative Lösungen zu suchen?
    Eine mögliche Variante wäre betreutes Wohnen als Wohngemeinschaft. So etwas gibt es schon in Einzelfällen. Es ist das "Zusammenwohnen" mehrerer älterer Menschen, die sich so lange es geht gegenseitig helfen. Die Versorgung mit Lebensmitteln und anderen benötigten Utensilien kann auch extern organisiert werden. Außerdem werden sicherlich Verwandte und Freunde Besuche abstatten. Eine Klingel ist für den Notarzt-Ruf. Wenn jemand bettlägerig wird kann zunächst ein mobiler Dienst bestellt werden. Erst wenn es wirklich "ernst" wird erfolgt eine Überführung in ein Pflegeheim.
    Diese Art von "Zusammenleben" sollte steuerlich begünstigt werden. Die laufenden Kosten sind sehr gering und Pflegepersonal wird erst dann benötigt wenn jemand bettlägerig wird.

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    Sie haben absolut recht, Bernauheim,
    auf dem Land könnten es Häuser sein, in der Stadt große, schwer vermietbare Altbauten, die mit öffentlichen Geldern altengerecht umgebaut werden könnten. (Lift, sichere Bäder etc.)

    Als rentennaher Jahrgang schaue ich mich jetzt schon um nach einer akzeptablen Umgebung für mein letztes Lebensviertel.

    Gäbe es solche Projekte in unserer Stadt, dann würde ich ganz sicher den Umzug heraus aus der zu großen nicht altengerechten Familienwohnung in eine Alten-WG wählen. Besser als irgendwo in einer winzigen Wohnung zu sitzen!

    So könnte ich die aktiven Jahre auch noch einbringen, um den noch älteren zu helfen.
    Aber vermutlich ziehen wie in die Altenheime heute in solche WGs nur die bereits Pflegebedürftigen ein...
    Ich fände Senioren-WGs toll.
    Unsere Generation hat die WG schließlich erfunden und ich habe einige meiner besten Jahre in ihnen gewohnt.

    Gruß von happy loser

    Sie haben absolut recht, Bernauheim,
    auf dem Land könnten es Häuser sein, in der Stadt große, schwer vermietbare Altbauten, die mit öffentlichen Geldern altengerecht umgebaut werden könnten. (Lift, sichere Bäder etc.)

    Als rentennaher Jahrgang schaue ich mich jetzt schon um nach einer akzeptablen Umgebung für mein letztes Lebensviertel.

    Gäbe es solche Projekte in unserer Stadt, dann würde ich ganz sicher den Umzug heraus aus der zu großen nicht altengerechten Familienwohnung in eine Alten-WG wählen. Besser als irgendwo in einer winzigen Wohnung zu sitzen!

    So könnte ich die aktiven Jahre auch noch einbringen, um den noch älteren zu helfen.
    Aber vermutlich ziehen wie in die Altenheime heute in solche WGs nur die bereits Pflegebedürftigen ein...
    Ich fände Senioren-WGs toll.
    Unsere Generation hat die WG schließlich erfunden und ich habe einige meiner besten Jahre in ihnen gewohnt.

    Gruß von happy loser

    • Chali
    • 02.08.2010 um 10:16 Uhr

    ist ja auch

    "Schon heute solle Deutschland mit Korea, den Philippinen, Vietnam oder Indien zusammenarbeiten, um den Zuzug der künftigen Pfleger zu erleichtern."
    ("Der Beruf ist körperlich und psychisch hart." - Menschen aus den Ländern sind wohl schon ... öhmmm ... von Natur aus besser geeignet? )
    Da müssen wir denen aber vorgängig mal anständig Deutsch beibringen, wie? Ich meine so Worte wie Pflegeversicherungsdurchführungsverordnung. Und die Patientenliste muss ja nicht nur abgearbeitet werden, sondern auch gefüllt - Futter für die Bürokratie!

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    völlig egal sein - Hauptsache billig. Einer namnes Marseille betreibt solche Aufbewahrungsanstalten. Als er mal im TV gefragt wurde, ob er in so einem Heim seinen Lebensabend verbringen möchte, antwortete er mit einem entrüsteten "Nein". Unverständlich, dass solche privaten Geier die Investitionen für solche Heime anführen.

    völlig egal sein - Hauptsache billig. Einer namnes Marseille betreibt solche Aufbewahrungsanstalten. Als er mal im TV gefragt wurde, ob er in so einem Heim seinen Lebensabend verbringen möchte, antwortete er mit einem entrüsteten "Nein". Unverständlich, dass solche privaten Geier die Investitionen für solche Heime anführen.

  2. Zitat: "Weit weniger als ein Viertel der Angestellten dürfte davon profitieren, der überwiegende Teil wird bereits heute angemessen bezahlt."
    Der Autor kennt wohl die wahren Gehaltsbedingungen der Beschäftigten nicht. gerade das Altenpflegepersonal wird schlechtestens bezahlt. Die Gesellschaft muss sich überlegen, ob sie diesen Beruf wenigstens finanziell attraktiv macht oder weiter nutzlose Banker überproportional bezahlen will.
    Es kann auch keine Lösung sein, die übrigens jetzt schon stattfindet, Leute aus dem Osten zu holen, die dem alten Menschen keinen zuspruch geben können, weil sie die Sprache nicht ausreichend beherrschen und andere kulturelle Vorstellungen des Lebens kennen, die nicht mit den Werten der älteren Menschen übereinstimmen.

    Es gibt kaum ein Land in der Welt, das so mißachtend mit der alten Generation umgeht.

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    • Chali
    • 02.08.2010 um 10:38 Uhr

    ich vermute doch stark, dass Herr Dominik H. Enste, verantwortlich für das Forschungsfeld Wirtschaftsethik im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, uns hier erschöpfend Auskunft geben könnte?

    Und vielleicht auch darüber, was mit den anderen 50.0001% ist?

    • joG
    • 02.08.2010 um 16:14 Uhr

    ...bezahlt. Die ausländische Pflegeperson würde ihr Einkommen verdreifachen und alles sparen können, die zu pflegende Person würde ihre Ausgaben halbieren. Wo ist da das Problem? Gönnt die Gewerkschaft das den Menschen nicht? Die Mindestlöhne haben Arbeitsplätze ja offensichtlich zerstört, wenn man sofort 30.000 Arbeitsplätze unfüllbaren Bedarf hat. Warum mehr zahlen, als man muss?

    Wenn der Staat will, dass die Leute mehr verdienen, als der Markt dafür zahlt, dann soll er das aus seinen Steuern auffüllen. Warum aber ein alter Mensch keine Pflege haben darf, weil ein Deutscher zu teuer ist, bleibt mir eine rätselhafte Grausamkeit.

    • Chali
    • 02.08.2010 um 10:38 Uhr

    ich vermute doch stark, dass Herr Dominik H. Enste, verantwortlich für das Forschungsfeld Wirtschaftsethik im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, uns hier erschöpfend Auskunft geben könnte?

    Und vielleicht auch darüber, was mit den anderen 50.0001% ist?

    • joG
    • 02.08.2010 um 16:14 Uhr

    ...bezahlt. Die ausländische Pflegeperson würde ihr Einkommen verdreifachen und alles sparen können, die zu pflegende Person würde ihre Ausgaben halbieren. Wo ist da das Problem? Gönnt die Gewerkschaft das den Menschen nicht? Die Mindestlöhne haben Arbeitsplätze ja offensichtlich zerstört, wenn man sofort 30.000 Arbeitsplätze unfüllbaren Bedarf hat. Warum mehr zahlen, als man muss?

    Wenn der Staat will, dass die Leute mehr verdienen, als der Markt dafür zahlt, dann soll er das aus seinen Steuern auffüllen. Warum aber ein alter Mensch keine Pflege haben darf, weil ein Deutscher zu teuer ist, bleibt mir eine rätselhafte Grausamkeit.

    • Chali
    • 02.08.2010 um 10:38 Uhr

    ich vermute doch stark, dass Herr Dominik H. Enste, verantwortlich für das Forschungsfeld Wirtschaftsethik im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, uns hier erschöpfend Auskunft geben könnte?

    Und vielleicht auch darüber, was mit den anderen 50.0001% ist?

    • helper
    • 02.08.2010 um 10:42 Uhr

    wenn ich so etwas lese, platzt mir der Kragen.

    Arbeite selbst seit 15Jahren als Pflegehelfer und bekomme
    gut 20% mehr Geld für meine Arbeit als der Mindestlohn.

    Aber da von einer angemessenen Bezahlung zu reden ist der Hohn.
    Keine Zuschläge für irgendwas... weder für Nachtdienste,
    noch Wochendzuschläge. Gearbeitet wird immer, Früh/Spät und
    Nachtdienste und am Wochenende natürlich auch.

    Am Ende des Monats bleiben Ihnen 1100.- x zum leben.
    Wenn sie in einer Großstadt leben und eine 2 Zimmer-Whg
    in annehmbarer Wohngegend (kein soz.Getto)mieten,
    zahlen 500.- X. Nach Abzug der weiteren Lebenshaltungskosten,
    wie Versicherung ... usw haben sie dann noch 400.- zum Leben.

    Fahre kein Auto, mache keinen Urlaub...
    gehe so gut wie nie Essen, oder ins Kino...
    so macht leben Spaß!

    und ich werde bereits heute angemessen bezahlt.

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    • Chali
    • 02.08.2010 um 11:01 Uhr

    Seinen Sie doch froh, dass Herr Dominik H. Enste, verantwortlich für das Forschungsfeld Wirtschaftsethik im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, oder die INSM ihr wohlerwogenes Urteil über Ihr Lebenswerk abgegeben haben!

    Wenn Herr Professor Dr. Heinsohn da was gesagt hätte zu Ihrem Beitrag an seinem Entgeld! Oder gar ein Sozialdemokrat wie Steinbrück! Da müssen Sie dann froh sein, wenn Sie mit Worten wie Minder- oder Niedrig-Leister davonkommen!

    • Chali
    • 02.08.2010 um 11:01 Uhr

    Seinen Sie doch froh, dass Herr Dominik H. Enste, verantwortlich für das Forschungsfeld Wirtschaftsethik im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, oder die INSM ihr wohlerwogenes Urteil über Ihr Lebenswerk abgegeben haben!

    Wenn Herr Professor Dr. Heinsohn da was gesagt hätte zu Ihrem Beitrag an seinem Entgeld! Oder gar ein Sozialdemokrat wie Steinbrück! Da müssen Sie dann froh sein, wenn Sie mit Worten wie Minder- oder Niedrig-Leister davonkommen!

    • pevo
    • 02.08.2010 um 10:49 Uhr

    Zuwachsbranche, Umsätze ? Bitte ?
    Wirtschaftsleistung wird von Gesunden und Leistungsfähigen erbracht. Seit tausenden von Jahren durch Abbau von Rohstoffen und mehrstufiger Veredelung zu Nahrungsmitteln, Konsum- und Investitionsgütern, auch Immobilien. Diese Grundlage erwirtschaftet die Überschüsse, mit denen wir uns unseren Kulturluxus inclusive Altenpflege leisten. Wer jetzt der Meinung ist, durch Ansparen von Kapital (12€ im Monat, haha ?) die Probleme 2050 bekämpfen zu können, irrt gewaltig. Denn das setzt voraus, das die dann noch willigen Pflegekräfte €-Schuldverschreibungen (=Banknote) zu Konditionen annehmen werden, die vergleichbar mit dem Wert bei Erwirtschaftung sind. Nur was ist den die Gegenleistung, die sie dafür bekommen ? Ist ja keiner mehr da, der die Überschüsse in der Industrie erwirtschaftet. Also: mit einer gesparten Industriearbeitstunde (50€) heute kann ich in 2050 eine Pflegeminute bezahlen (50€).

    Angemessenes Leben im Alter (also Nettoempfänger persönlicher Zuwendung), ist und bleibt ein Luxus, den sich diejenigen leisten werden, die in den eigenen Überschussjahren in Humankapital investiert haben. Und das ist vorrangig der eigene Nachwuchs. Alle anderen sollen und werden an irgendwelchen Maschinen mit freundlicher Navi-Stimme dahinsiechen. Und es gibt noch nichtmal Enkel, die zur Beerdigung kommen. Denn welcher zugereiste Inder oder Philipine sollte sich dafür denn Zeit nehmen ?

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