Schrottimmobilien Angepumpt und abgezockt
Sie wollten Steuern sparen und wurden in den Ruin gestürzt: Die Bank DKB hat reihenweise Schrottimmobilien für Kleinverdiener finanziert.
© Johannes Eisele/AFP/Getty Images

Plattenbau in Berlin: Als Schrottimmobilien werden Wohnungen bezeichnet, die zu einem stark überteuerten Preis als Anlageobjekt verkauft wurden
Es ist kurz vor Weihnachten 2009, als das Ehepaar Blaschek aus Thale im Harz zum ersten Mal seine Eigentumswohnung in der Brüderstraße, Ecke Jägerstraße in Berlin-Spandau betritt. Kabel hängen lose von der Decke herab, die Wände sind feucht und schimmlig, eine morsche Spüle steht in der modrig riechenden Küche. Die 120 Quadratmeter Altbau sind ein Sanierungsfall. Bezahlt haben die Blascheks dafür 228.000 Euro.
Den Kredit für die Wohnung erhielten der Krankenpfleger und die Wissenschaftlich-Technische Assistentin von der Deutschen Kreditbank (DKB), einer Tochter der Bayerischen Landesbank. Kontakt zur DKB hatte das Ehepaar allerdings nie und 228.000 Euro ist die Wohnung auch nicht wert. Ein Sachverständiger schätzt sie auf 85.000 Euro, im sanierten Zustand.
Guido und Kathrin Blaschek wollten die Wohnung gar nicht kaufen. "Wir dachten, wir nehmen an einem Steuersparmodell teil", sagt Guido Blaschek. Er macht eine Pause. Der Krankenpfleger schämt sich. Die Familie hat eine sogenannte Schrottimmobilie erworben – und sie sind nicht die einzigen. Bundesweit haben Anleger überteuerte Wohnungen mit Krediten der DKB gekauft.
- Der Begriff Schrottimmobilien
Der Begriff bedeutet nicht notwendigerweise, dass eine Immobilie in einem unsanierten oder gar unbewohnbaren Zustand ist. Vielmehr werden als Schrottimmobilien solche Wohnungen bezeichnet, die dem Erwerber unter Vorspiegelung falscher Tatsachen deutlich über Wert verkauft wurden.
- Die Fälle
-
Das Muster verläuft in den meisten Fällen ähnlich. Die Wohnungen werden über Strukturvertriebe vermittelt, welche die Immobilien billig aufkaufen und zumeist über gute Kontakte zu den finanzierenden Banken verfügen. Die Wohnungen werden dann deutlich über den Marktpreisen verkauft. Die Berater der Vertriebe kassieren zweimal ab: Zum einen verdient der Vermittler am deutlich überhöhten Verkaufspreis, zum anderen bekommt er satte Provisionen. 15 bis 35 Prozent vom Kredit sind in der Branche keine Seltenheit.
Die Anleger merken nicht, dass sie getäuscht werden, weil die Vermittler psychologisch geschult sind. Sie machen den Anlegern falsche Versprechungen. Meistens ist davon die Rede, durch den Immobilienerwerb Steuern sparen zu können. Die Berechnungen, wonach sich der Erwerb als günstig erweise, werden in der Regel durch unrealistische Mieteinnahmen frisiert. In den meisten Fällen werden die Immobilien als Rundum-Sorglos-Paket angepriesen. Die Käufer sehen sich vor Erwerb die Wohnungen gar nicht an oder bekommen Musterwohnungen zu sehen. Meist werden die Erwerber unter einen großen Zeitdruck gesetzt, sodass sie die Verträge nicht ausreichend prüfen können.
- Juristische Probleme
-
Beweislast:
Dass sie getäuscht und unter falschen Versprechungen die Immobilie erworben haben, müssen die geprellten Anleger beweisen. Dies macht einen Prozess besonders schwierig.
Schadensansprüche gegen die Vermittler:
Schadensansprüche gegen die Vertriebe, über welche die Immobilien und die Bankenkredite vermittelt wurden, sind in der Regel sehr schwer durchzusetzen. Die Firmen sind zu dem Zeitpunkt, wenn die Anleger den Betrug bemerken, häufig schon insolvent oder betreiben das Geschäft unter einem anderen Namen, einer anderen Rechtsform und meist auch an einem anderen Standort weiter. Die Banken drängen unterdessen auf die Zinsen und Tilgung der Kredite.
Widerrufsrecht:
Den Kauf der Immobilie zu widerrufen, ist juristisch ebenfalls sehr schwer. In vielen Fällen werden den Anlegern die Immobilien in sogenannten Haustürgeschäften verkauft. Lange Zeit war das Widerrufsrecht für Verbraucher auf Kreditverträge, die als sogenanntes Haustürgeschäft zustande gekommen sind, nicht anwendbar. Nachdem der Bundesgerichtshof (BGH) sowie der Europäische Gerichtshof (EuGH) Grundsatzurteile gefällt haben, gibt es nun aber das Recht auf einen Widerruf. Allerdings richten sich die Folgen des Widerrufs danach, ob der Kreditvertrag mit dem Erwerbsvertrag für die Immobilie wirtschaftlich verbunden war. Waren beide Verträge wirtschaftlich getrennt, bleiben sie es auch nach Widerruf des Darlehens. Der Immobilienkauf kann dann nicht rückabgewickelt werden, der Widerruf bringt also nicht den gewünschten Erfolg.
Schadensersatzansprüche gegen die Banken:
Wenn die Vermittler die Anleger über die Werthaltigkeit der Immobilie durch unrichtige Angaben vorsätzlich getäuscht haben, kann die finanzierende Bank – obwohl die Vermittler nicht ihre Mitarbeiter sind – haftbar gemacht werden. Darum führen die meisten geprellten Anleger Prozesse gegen die finanzierenden Banken. Ein solcher Prozess hat aber nur dann Aussichten auf Erfolg, wenn nachgewiesen werden kann, dass die Bank einen Wissensvorsprung besaß. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn die Bank wusste, dass eine Immobilie nicht den Wert hatte, für den sie den Kredit vergeben hatte. Ihr bleibt aber die Möglichkeit, ihre Unkenntnis von den falschen Angaben zu beweisen. Der geprellte Anleger muss also zum einen das institutionelle Zusammenwirken der Bank mit dem dubiosen Vertrieb beweisen, als auch belegen, dass die Bank vom niedrigeren Wert der Immobilie Kenntnis hatte. Dies gelingt nur in ganz wenigen Fällen.
Verjährungsfristen:
Lange war ungeklärt, ab welchen Zeitpunkt die Möglichkeit eines Schadensersatzes verjährt. Der BGH hat 2007 verbraucherfreundlich entschieden, dass die Verjährungsfrist erst dann beginnt, wenn der Käufer Kenntnis davon erlangt, dass er getäuscht wurde. Nach der Krise wurde die Verjährungsfrist zudem von drei auf zehn Jahre angehoben.
Vermittelt wurden sie von verschiedenen dubiosen Strukturvertrieben. "Wir gehen davon aus, dass die DKB Kredite in Höhe von 1,5 bis drei Milliarden Euro im grauen Immobilienmarkt vergeben hat und zwar vorrangig an Klein- und Mittelverdiener", sagt der Berliner Anlegerschutzanwalt Jochen Resch. Die Leute mussten keinerlei Eigenkapital bereitstellen, sondern wurden dazu verführt, eine Vollfinanzierung in Anspruch zu nehmen – ähnlich wie die Immobilienfinanzierungen in den USA, die erst die Kleinverdiener, dann Amerika und schließlich die ganze Welt in die Finanzkrise stürzten. Im Fall der Familie Blaschek vermittelte eine Firma mit dem Namen "Die Steuerfüchse" sowohl die Wohnung als auch den Kredit. Die Firma gibt es mittlerweile nicht mehr. Die Raten für den Kredit laufen aber weiter.
Angefangen hat alles im Sommer 2008: Das Ehepaar Blaschek bekommt einen Anruf – einen sogenannten Cold Call, wie es in der Branche heißt. "Angeblich war es ein Meinungsforschungsinstitut, das eine Umfrage zur Steuerpolitik in Deutschland machte", erinnert sich Guido Blaschek. "Wenige Wochen später wurde ich dann von den Steuerfüchsen angerufen. Sie boten eine Steuerberatung an und wollten prüfen, ob wir für ein Steuersparmodell infrage kämen."
Ein Mitarbeiter der Firma stattet dem Paar einen Besuch ab und erklärt schnell, dass Familie Blaschek für ein solches Modell geeignet ist. Da aber Haustürgeschäfte verboten seien, müsse das Ehepaar ins Büro der Steuerfüchse nach Berlin kommen. Wenige Tage später holt ein Fahrer das Paar ab. Zuvor hat sich Guido Blaschek über die Firma im Internet informiert. Der Webauftritt wirkt seriös und auch das Büro macht Blaschek nicht misstrauisch. "Da hingen die Referenzen an der Wand. Der Geschäftsführer hatte einen Doktortitel, alles sah ordentlich aus", sagt er.
Das Beratungsgespräch dauert etwa eine Stunde. Eine Stunde, in denen dem Krankenpfleger und seiner Frau das Modell einer Immobilienpatenschaft erläutert wird. "Uns wurde erzählt, dass wir denkmalschützerisch tätig werden. Das Programm sei auf zehn Jahre angelegt, danach würde das Objekt wieder verkauft", erinnert sich Blaschek. Die "Steuerberater" zeigten dem Paar zwei Wohnungen in Berlin und Leipzig in einem Hochglanzprospekt und rechnen vor, dass die monatlichen Belastungen etwa 80 bis 100 Euro betragen würden. Die Steuerersparnis wurde mit 56.000 Euro für einen Zeitraum von zehn Jahren angegeben, sagt Blaschek.
Vermieter würde das Paar nur auf dem Papier, eine Hausverwaltung würde sich um alles kümmern. Ein Rundum-Sorglos-Paket. "Wir konnten unser Glück kaum fassen. Das klang alles in sich logisch. Von einem Kredit war nie die Rede, wir hatten auch nie Kontakt zur Bank", sagt Blaschek.
Die vermeintlichen Steuerberater bringen das Ehepaar noch am Abend zu einem Notar. Er und seine Frau unterschreiben die bereits vorbereiteten Unterlagen: einen Kreditvertrag mit der DKB über 228.000 Euro sowie den Kaufvertrag der 120 Quadratmeter großen Wohnung in Berlin-Spandau. Den Hochglanzprospekt für die Immobilie gibt es mit dazu. Einen Schlüssel für die Wohnung allerdings nicht.
- Datum 02.09.2010 - 11:14 Uhr
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das ist keine gute Mischung....
...aber die ganze Wahrheit ist das auch nicht. Ich weise zwar selbst immer auf eine gehörige Portion Eigenverschulden durch Gier hin, aber andererseits ähnelt das System den Kaffeefahrten mit Verkaufsveranstaltung als "Gewinn" - und die, welch Wunder, gibt es seit fünf Jahrzehnten. Sogar die Verantwortlichen agieren immer noch weiter.
Das Einzige, was zu zählen scheint, ist der Profit. Bei den Kaffeefahrtanbieter, Busunternehmern und Gaststättenbetreibern, bei den Banken, den Maklern und Vertriebsagenten, bei den Politikern, den Managern und inzwischen schon bei vielen Nachbarn. Niemand steht auf und sagt: Jetzt ist es genug, und wenn ihr trotzdem weiter macht, drohen wirklich empfindliche Strafen. Wer sollte das auch tun? Die, die noch eine Stimme haben, haben diese, weil sie sich an dem Spiel beteiligen. Sarrazin versucht es gerade auch einmal wieder. Und der Rest ist nicht nur stimmlos, sondern auch resigniert und hat sich dadurch zum Teil sogar angepasst, indem er selbst auf irgend einen schnellen Profit hofft.
Funktionieren kann das nicht auf Dauer. Und gut ist ganz etwas anderes.
Das fällt mir immer wieder auf, wenn ich von solchen Machenschaften höre.
Außer Prüfung der Finanzlage scheint da nicht viel zu laufen.
H.
....ebenfalls nicht.
...aber die ganze Wahrheit ist das auch nicht. Ich weise zwar selbst immer auf eine gehörige Portion Eigenverschulden durch Gier hin, aber andererseits ähnelt das System den Kaffeefahrten mit Verkaufsveranstaltung als "Gewinn" - und die, welch Wunder, gibt es seit fünf Jahrzehnten. Sogar die Verantwortlichen agieren immer noch weiter.
Das Einzige, was zu zählen scheint, ist der Profit. Bei den Kaffeefahrtanbieter, Busunternehmern und Gaststättenbetreibern, bei den Banken, den Maklern und Vertriebsagenten, bei den Politikern, den Managern und inzwischen schon bei vielen Nachbarn. Niemand steht auf und sagt: Jetzt ist es genug, und wenn ihr trotzdem weiter macht, drohen wirklich empfindliche Strafen. Wer sollte das auch tun? Die, die noch eine Stimme haben, haben diese, weil sie sich an dem Spiel beteiligen. Sarrazin versucht es gerade auch einmal wieder. Und der Rest ist nicht nur stimmlos, sondern auch resigniert und hat sich dadurch zum Teil sogar angepasst, indem er selbst auf irgend einen schnellen Profit hofft.
Funktionieren kann das nicht auf Dauer. Und gut ist ganz etwas anderes.
Das fällt mir immer wieder auf, wenn ich von solchen Machenschaften höre.
Außer Prüfung der Finanzlage scheint da nicht viel zu laufen.
H.
....ebenfalls nicht.
einen virenverseuchten Rechner, wenn er wahl- und sorglos alles unterschreibt oder anklickt.........
*SIE HABEN EIN IPAD GEWONNEN!!! KLICKEN SIE HIER UM IHN EINZULÖSEN !!!*
@GelberSack und christygoe: Mal ganz langsam mit den Verurteilungen der Opfer. Das ist nämlich genau die Haltung, welche die Geschädigten NOCH MEHR stigmatisiert und dazu führt, dass sie sich nicht wehren, dass sie schweigen und somit auch kritische Berichterstattung NICHT stattfinden kann. Und somit noch mehr Menschen Opfer werden und die Politik und Rechtssprechung niemals handeln wird.
Glauben Sie nicht, dass die geschädigten Familien – wir sprechen hier von KLEINverdienern, nicht von Vermögenden – sich sonstwas für Vorwürfe machen? Ja, sie waren leichtgläubig, ja, sie haben einfach unterschrieben, ohne sich die Immobilie vorab anzusehen. ABER: Die dubiosen Vertriebe sind psychologisch geschult, sie setzen die Leute unter Druck. Nahezu jeder könnte Opfer werden, wenn er sowieso geneigt ist, ein bisschen Geld fürs Alter zu sparen.
Finden Sie es gerecht, diese Menschen dafür zu verurteilen?
Nein, das ist nicht gerecht. Verbraucher müssen vor solchen Betrügereien geschützt werden. Noch stimmen die Rahmenbedingungen dafür nicht (beachten Sie bitte auch meinen Kommentar zum Thema http://www.zeit.de/wirtsc...).
@GelberSack und christygoe: Mal ganz langsam mit den Verurteilungen der Opfer. Das ist nämlich genau die Haltung, welche die Geschädigten NOCH MEHR stigmatisiert und dazu führt, dass sie sich nicht wehren, dass sie schweigen und somit auch kritische Berichterstattung NICHT stattfinden kann. Und somit noch mehr Menschen Opfer werden und die Politik und Rechtssprechung niemals handeln wird.
Glauben Sie nicht, dass die geschädigten Familien – wir sprechen hier von KLEINverdienern, nicht von Vermögenden – sich sonstwas für Vorwürfe machen? Ja, sie waren leichtgläubig, ja, sie haben einfach unterschrieben, ohne sich die Immobilie vorab anzusehen. ABER: Die dubiosen Vertriebe sind psychologisch geschult, sie setzen die Leute unter Druck. Nahezu jeder könnte Opfer werden, wenn er sowieso geneigt ist, ein bisschen Geld fürs Alter zu sparen.
Finden Sie es gerecht, diese Menschen dafür zu verurteilen?
Nein, das ist nicht gerecht. Verbraucher müssen vor solchen Betrügereien geschützt werden. Noch stimmen die Rahmenbedingungen dafür nicht (beachten Sie bitte auch meinen Kommentar zum Thema http://www.zeit.de/wirtsc...).
es ist doch immer die gleiche Masche.
Erst macht man die Leute gierig, sei es mit Ködergewinnen oder hohen Renditeversprechen und dann zieht man ihnen das Geld aus der Tasche.
Da hat man halt mit Steuer "sparen" und Rendite gelockt.
bei einem einfachen Steuerrecht ohne Hunderte von Ausnahmen läuft so etwas nicht.
bei einem einfachen Steuerrecht ohne Hunderte von Ausnahmen läuft so etwas nicht.
die dkb scheint sich ziemlich stark in leipzig zu engagieren.
aehnlich wie in den 90igern die hypovereinsbank...
zumindest lassen das viele banner an geruesten von zu sanierenden/ sanierten mehrfamilienhaeusern vermuten.
kurioserweise ist mir dies an einem strassenzug aufgefallen, der sich zwar in relativ guter lage befindet aber als hauptstrasse m. strassenbahn und viel autoverkehr an sich keine topinvest-adresse/ mieteradresse ist, zumindest nicht auf einem wohnungsmarkt wo (noch) der wohnungssuchende am laengeren hebel sitzt (keine maklerprov., rel. viel leertstand).
jedenfalls begannen die arbeiten dort fast gleichzeitig an mehreren haeusern, die bisher dem verfall preis gegeben waren...da sich aus oben genannten gruenden wohl kein investor gefunden hat.
ob es einen zusammenhang zu dem artikel gibt, weiss ich natuerlich nicht.
wollte auch keinen anleger verunsichern - in den beschriebenen hauesern gibt es eine geschaetzte vermietungsquote von 60-80%. :=)
...aber die ganze Wahrheit ist das auch nicht. Ich weise zwar selbst immer auf eine gehörige Portion Eigenverschulden durch Gier hin, aber andererseits ähnelt das System den Kaffeefahrten mit Verkaufsveranstaltung als "Gewinn" - und die, welch Wunder, gibt es seit fünf Jahrzehnten. Sogar die Verantwortlichen agieren immer noch weiter.
Das Einzige, was zu zählen scheint, ist der Profit. Bei den Kaffeefahrtanbieter, Busunternehmern und Gaststättenbetreibern, bei den Banken, den Maklern und Vertriebsagenten, bei den Politikern, den Managern und inzwischen schon bei vielen Nachbarn. Niemand steht auf und sagt: Jetzt ist es genug, und wenn ihr trotzdem weiter macht, drohen wirklich empfindliche Strafen. Wer sollte das auch tun? Die, die noch eine Stimme haben, haben diese, weil sie sich an dem Spiel beteiligen. Sarrazin versucht es gerade auch einmal wieder. Und der Rest ist nicht nur stimmlos, sondern auch resigniert und hat sich dadurch zum Teil sogar angepasst, indem er selbst auf irgend einen schnellen Profit hofft.
Funktionieren kann das nicht auf Dauer. Und gut ist ganz etwas anderes.
Wie sagte es der Bruder Barnabas auf dem Nockerlberg so schön:
"Herr Stoiber - wie viele Bumerangs haben sie denn noch in der Luft?"
@GelberSack und christygoe: Mal ganz langsam mit den Verurteilungen der Opfer. Das ist nämlich genau die Haltung, welche die Geschädigten NOCH MEHR stigmatisiert und dazu führt, dass sie sich nicht wehren, dass sie schweigen und somit auch kritische Berichterstattung NICHT stattfinden kann. Und somit noch mehr Menschen Opfer werden und die Politik und Rechtssprechung niemals handeln wird.
Glauben Sie nicht, dass die geschädigten Familien – wir sprechen hier von KLEINverdienern, nicht von Vermögenden – sich sonstwas für Vorwürfe machen? Ja, sie waren leichtgläubig, ja, sie haben einfach unterschrieben, ohne sich die Immobilie vorab anzusehen. ABER: Die dubiosen Vertriebe sind psychologisch geschult, sie setzen die Leute unter Druck. Nahezu jeder könnte Opfer werden, wenn er sowieso geneigt ist, ein bisschen Geld fürs Alter zu sparen.
Finden Sie es gerecht, diese Menschen dafür zu verurteilen?
Nein, das ist nicht gerecht. Verbraucher müssen vor solchen Betrügereien geschützt werden. Noch stimmen die Rahmenbedingungen dafür nicht (beachten Sie bitte auch meinen Kommentar zum Thema http://www.zeit.de/wirtsc...).
Ich finde es schon mehr als seltsam, wenn ich mit nicht oder nur wenig vorhandenem Geld etwas kaufe, das ich nicht gesehen habe und unterschreibe, obwohl ich es mir nicht leisten kann bzw. nur wenn alle Sterne mir wohl gesonnen sind und nie, aber auch gar nie etwas schief geht.
Bei allem Verständnis für Menschen in Situationen, in denen sie sich unter Druck gesetzt fühlen. Einmal drüber schlafen, sich das Objekt vor Ort ansehen und überlegen, ob man sich das tatsächlich auch leisten kann, wenn doch mal etwas nicht klappt, reichen völlig aus, um nicht zum Opfer zu werden.
...zu Vermögen zu kommen, muß - manchmal schmerzhaft - lernen, daß es das nicht gibt. Da informieren sich die gleichen Unbedarften in zig Autohäusern, Internet und Fachzeitschriften über die Eigenschaften und Preise ihres neuen Gefährtes, monatelang. Aber bei Geschäften, die den Autokauf um ein Vielfaches überschreiten unterschreibt man fast blind. Aus Schaden wird man klug, sagt ein Sprichwort.
Geschäftsfähige Erwachsene müssen in einer freiheitlichen Gesellschaft, in der Vertragsfreiheit herrscht, selbst durchlesen was sie unterschreiben. Wenn sie sich dazu nicht in der Lage sehen dann dürfen sie es halt nicht machen. Darüber hinaus kenne ich die Einzelfälle nicht aber man sieht doch immer ein gewisses Muster, auch bei Kleinanlegern bei "Lehman"-Zertifikaten etc. die auf eine möglichst hohe Rendite aus waren und konservativen Sparformen, wie dem Sparbuch, vorgezogen haben - nach eigenem Bekennen ohne verstanden zu haben was sie da eigentlich unterschrieben/gekauft haben.
Meiner Meinung nach ist das sogar fast schon dreist, nach dem Motto wenn es gut geht umso besser dann wird die Rendite gerne mitgenommen, wenn es schief geht gibt man sich ahnungslos und nutzt den antikapitalistischen Zeitgeist um jegliche Verantwortung von sich zu weisen. Es mag zudem durchaus sein dass Verbraucher beplappert werden, aber das ist auch keine neue Sache. Hausierer gab es schon im Mittelalter. Es gibt keine "Beratung"; auch nicht bei Banken. Das war schon immer ein Euphemismus, weil es besser klingt als "Verkaufsgespräch". Das Ziel ist immer dem Kunde etwas zu verkaufen. Das ist nicht verwerflich, es gibt ja auch genug sinnvolle Produkte die dem Kunden nutzen. Nur wer wirklich Beratung will der muss sich an unabhängige Finanzberater werden die selbst auch keine Produkte abschließen/vertreiben, aber das kostet Geld...hier sparen die meisten Deutschen man an der falschen Stelle.
Frau Groll,
Sie stellen sich hier auf die Seite der Geprellten und das bringt Ihnen natürlich Sympathien, ist gefahrlos und legitim.
Sofort wird der Ruf nach Anlegerschutz, Regulierung, Garantie laut.
Meine Sympathie ist auch nicht auf der Seite von Betrügern.
Aber leider machen Sie es sich etwas bequem, indem Sie nicht über die unintended consequences des Verbraucherschutzes schreiben, so zB werden die dadurch entstehenden Kosten auf die Objekte umgelegt und dann auch noch eine (Pseudo)Versicherung zusätzlich verkauft, was die Käufer noch tiefer in die Schulden treibt. Wer liest denn die immer länger werdenden Beipackzettel von Aspirin? Niemand.
Und warum soll in der Finanzbranche verboten sein, was in der Politik erlaubt ist? Aufnahme eines Zwangskredits bei unseren Kindern, um die entsprechenden Summen nach Griechenland zur Finanziereung der dortigen Beamtenschaft schieben zu können und das unter Bruch des gültigen Vertrags von Maastricht. Bei Finanzgeschäften leistet man die Unterschrift unter den Schuldenvertrag freiwillig, kann die Unterschrift verweigern - in der Politik ist nicht einmal das möglich, man wird gezwungen Schulden zu machen. Glauben Sie, dass meine Kinder die Konsumkredite ihrer Eltern mit Freude abzahlen? Das Elend wird noch sehr viel größer sein, wird aber nicht thematisiert, weil Ihnen das illustrierende und zu Herzen gehende Einzelschicksal fehlt, der direkte Zusammenhang zwischen dem Schicksal des Einzelnen und der Handlung eines Schuldigen.
Ich finde es schon mehr als seltsam, wenn ich mit nicht oder nur wenig vorhandenem Geld etwas kaufe, das ich nicht gesehen habe und unterschreibe, obwohl ich es mir nicht leisten kann bzw. nur wenn alle Sterne mir wohl gesonnen sind und nie, aber auch gar nie etwas schief geht.
Bei allem Verständnis für Menschen in Situationen, in denen sie sich unter Druck gesetzt fühlen. Einmal drüber schlafen, sich das Objekt vor Ort ansehen und überlegen, ob man sich das tatsächlich auch leisten kann, wenn doch mal etwas nicht klappt, reichen völlig aus, um nicht zum Opfer zu werden.
...zu Vermögen zu kommen, muß - manchmal schmerzhaft - lernen, daß es das nicht gibt. Da informieren sich die gleichen Unbedarften in zig Autohäusern, Internet und Fachzeitschriften über die Eigenschaften und Preise ihres neuen Gefährtes, monatelang. Aber bei Geschäften, die den Autokauf um ein Vielfaches überschreiten unterschreibt man fast blind. Aus Schaden wird man klug, sagt ein Sprichwort.
Geschäftsfähige Erwachsene müssen in einer freiheitlichen Gesellschaft, in der Vertragsfreiheit herrscht, selbst durchlesen was sie unterschreiben. Wenn sie sich dazu nicht in der Lage sehen dann dürfen sie es halt nicht machen. Darüber hinaus kenne ich die Einzelfälle nicht aber man sieht doch immer ein gewisses Muster, auch bei Kleinanlegern bei "Lehman"-Zertifikaten etc. die auf eine möglichst hohe Rendite aus waren und konservativen Sparformen, wie dem Sparbuch, vorgezogen haben - nach eigenem Bekennen ohne verstanden zu haben was sie da eigentlich unterschrieben/gekauft haben.
Meiner Meinung nach ist das sogar fast schon dreist, nach dem Motto wenn es gut geht umso besser dann wird die Rendite gerne mitgenommen, wenn es schief geht gibt man sich ahnungslos und nutzt den antikapitalistischen Zeitgeist um jegliche Verantwortung von sich zu weisen. Es mag zudem durchaus sein dass Verbraucher beplappert werden, aber das ist auch keine neue Sache. Hausierer gab es schon im Mittelalter. Es gibt keine "Beratung"; auch nicht bei Banken. Das war schon immer ein Euphemismus, weil es besser klingt als "Verkaufsgespräch". Das Ziel ist immer dem Kunde etwas zu verkaufen. Das ist nicht verwerflich, es gibt ja auch genug sinnvolle Produkte die dem Kunden nutzen. Nur wer wirklich Beratung will der muss sich an unabhängige Finanzberater werden die selbst auch keine Produkte abschließen/vertreiben, aber das kostet Geld...hier sparen die meisten Deutschen man an der falschen Stelle.
Frau Groll,
Sie stellen sich hier auf die Seite der Geprellten und das bringt Ihnen natürlich Sympathien, ist gefahrlos und legitim.
Sofort wird der Ruf nach Anlegerschutz, Regulierung, Garantie laut.
Meine Sympathie ist auch nicht auf der Seite von Betrügern.
Aber leider machen Sie es sich etwas bequem, indem Sie nicht über die unintended consequences des Verbraucherschutzes schreiben, so zB werden die dadurch entstehenden Kosten auf die Objekte umgelegt und dann auch noch eine (Pseudo)Versicherung zusätzlich verkauft, was die Käufer noch tiefer in die Schulden treibt. Wer liest denn die immer länger werdenden Beipackzettel von Aspirin? Niemand.
Und warum soll in der Finanzbranche verboten sein, was in der Politik erlaubt ist? Aufnahme eines Zwangskredits bei unseren Kindern, um die entsprechenden Summen nach Griechenland zur Finanziereung der dortigen Beamtenschaft schieben zu können und das unter Bruch des gültigen Vertrags von Maastricht. Bei Finanzgeschäften leistet man die Unterschrift unter den Schuldenvertrag freiwillig, kann die Unterschrift verweigern - in der Politik ist nicht einmal das möglich, man wird gezwungen Schulden zu machen. Glauben Sie, dass meine Kinder die Konsumkredite ihrer Eltern mit Freude abzahlen? Das Elend wird noch sehr viel größer sein, wird aber nicht thematisiert, weil Ihnen das illustrierende und zu Herzen gehende Einzelschicksal fehlt, der direkte Zusammenhang zwischen dem Schicksal des Einzelnen und der Handlung eines Schuldigen.
Ich finde es schon mehr als seltsam, wenn ich mit nicht oder nur wenig vorhandenem Geld etwas kaufe, das ich nicht gesehen habe und unterschreibe, obwohl ich es mir nicht leisten kann bzw. nur wenn alle Sterne mir wohl gesonnen sind und nie, aber auch gar nie etwas schief geht.
Bei allem Verständnis für Menschen in Situationen, in denen sie sich unter Druck gesetzt fühlen. Einmal drüber schlafen, sich das Objekt vor Ort ansehen und überlegen, ob man sich das tatsächlich auch leisten kann, wenn doch mal etwas nicht klappt, reichen völlig aus, um nicht zum Opfer zu werden.
Keine Angst, er ist schlecht und Sie müssen darüber nicht lachen.
"Wenn der kleine Bundesbürger mit seinem ersparten Geld von Profis mit wertlosen Immobilien über einen gut eingefetteten Tisch gezogen wird isser selber Schuld und muss damit leben.
Wenn nun aber die "Profis" von anderen "Profis" mittels wertloser Immobilien über den gutgeschmierten Tisch gezogen werden, dann rennt und hetzt alles, um einen Schutzschirm für Banken aufzuspannen, es werden Bürgschafter vergeben und eigene Körperschaften zum kostenlosen abladen der Schrottimmos erschaffen."
Das wars. *tätääätätääätätäää*
Macht mich nieder! ;)
aber hier sind Kräfte am Werk, die die Gutgläubigkeit für ihre kriminellen
Geschäfte nutzen.
Für ältere Bürger ist ein Sachbearbeiter einer Bank immer noch eine Institution.
Die glauben was der oder die sagen und genau das ist beabsichtigt.
Sehen sie sich das Verhältnis vom Verkaufswert zum tatsächlichen Wert an.
Die Differenz ist die Manöveriermasse für die Prämien an alle Beteiligten
und der Verdienst der Mafia.
Wie kann es angehen, das alle, die daran verdienen straflos ausgehen und
angeblich keine Ahnung hatten.
Befassen sie sich mal mit dem Thema NEUE HEIMAT, liegt schon lange zurück.
ging auch um Immobilien.
Der ehemalige Chef Redakteur der CAPITAL, Johannes Gross schrieb damals
unter der Überschrift:
"Die Spitze des Eisbergs"
Erst wenn wir wissen wie viele Eigentumswohnungen an Staatsanwälte und Richter gegangen sind, werden wir das wahre Ausmaß wissen, so ähnlich jedenfalls.
Diese Mafia ist nicht zu fassen und das nächste Geschäftsmodell bestimmt
schon in Arbeit.
Wenn unsereins falsch parkt und den Strafzettel nicht bezahlt, wird
vollstreckt, löhnen oder ersatzweise Haft, aus die Maus.
Die journalistische Absicht in allen Ehren, aber daran haben
sich schon ganz andere versucht.
Heute verdient man nicht mehr mit dem Objekt, sondern am Objekt, sie müssen
nur genug Dumme finde, die sich beteiligen.
Die gesamte Abschreibungsbranche ist so aufgebaut und keiner haftet.
Die Landesbanken und die daran beteiligten Sparkassen sind noch längst nicht
über den Berg.
schauen Sie mal in die Anzeigenspalte neben dem Artikel. Da tummelt sich von Sofortkrediten und "Psssst"-Aktientipps über Baufinanzierung bis zu Anwälten "für danach" das gesamte Spektrum der Geschäftemacherei mit schlecht informierten, leichtgläubigen oder in Not geratenen Menschen.
Ausserdem meine ich persönlich, dass die Geschädigten alleine dadurch benachteiligt sind, wenn etwa die Ex-Immo-Sparte der Hypovereinsbank involviert ist, die sich ja heute durch den Übergang in die HRE in Staatsbesitz befindet. Bei der Konstellation sagt mir mein Gefühl, dass die Chancen etwas ungleich verteilt sind.
Aber auch andere Banken haben sich hastig von ihren Immobiliensparten getrennt, wenn z.B. öffentlich bekannt wurde, dass Aquise, "Beratung" und Kreditvergabe in nur einem Unternehmen gebündelt waren. Was wäre das für ein Bänker, der ruhig abwartet, ob per Gerichtsbeschluss teilweise Zehntausende Immobilienverkäufe rückabgewickelt werden müssen?
Insofern: "Quid licet Jovis non licet bovis" gilt auch beim Geld anlegen - und beim mit den Anlegern Geld Machen erst recht.
Alles Gute
Kai Hamann
Ich bin da mit der im Artikel genannten Haltung der Bundesregierung einer Meinnung, nach der Anleger selbst entscheiden müssen, ob sich der Kauf einer bestimmten Immobilie für sie lohnt.
Gleichwohl wäre hier, wie man anhand der doch recht hohen Anzahl an Fällen sieht, mehr Regulierung wünschenswert. Man könnte beispielsweise ein aktuelles Wertgutachten eines vereidigten Sachverständigen zur Pflicht machen. Und wenn da eine wesentlich andere Zahl drinsteht als im Kaufvertrag, genügt das vielleicht einigen mehr, sich informierter zu entscheiden.
Keine Angst, er ist schlecht und Sie müssen darüber nicht lachen.
"Wenn der kleine Bundesbürger mit seinem ersparten Geld von Profis mit wertlosen Immobilien über einen gut eingefetteten Tisch gezogen wird isser selber Schuld und muss damit leben.
Wenn nun aber die "Profis" von anderen "Profis" mittels wertloser Immobilien über den gutgeschmierten Tisch gezogen werden, dann rennt und hetzt alles, um einen Schutzschirm für Banken aufzuspannen, es werden Bürgschafter vergeben und eigene Körperschaften zum kostenlosen abladen der Schrottimmos erschaffen."
Das wars. *tätääätätääätätäää*
Macht mich nieder! ;)
aber hier sind Kräfte am Werk, die die Gutgläubigkeit für ihre kriminellen
Geschäfte nutzen.
Für ältere Bürger ist ein Sachbearbeiter einer Bank immer noch eine Institution.
Die glauben was der oder die sagen und genau das ist beabsichtigt.
Sehen sie sich das Verhältnis vom Verkaufswert zum tatsächlichen Wert an.
Die Differenz ist die Manöveriermasse für die Prämien an alle Beteiligten
und der Verdienst der Mafia.
Wie kann es angehen, das alle, die daran verdienen straflos ausgehen und
angeblich keine Ahnung hatten.
Befassen sie sich mal mit dem Thema NEUE HEIMAT, liegt schon lange zurück.
ging auch um Immobilien.
Der ehemalige Chef Redakteur der CAPITAL, Johannes Gross schrieb damals
unter der Überschrift:
"Die Spitze des Eisbergs"
Erst wenn wir wissen wie viele Eigentumswohnungen an Staatsanwälte und Richter gegangen sind, werden wir das wahre Ausmaß wissen, so ähnlich jedenfalls.
Diese Mafia ist nicht zu fassen und das nächste Geschäftsmodell bestimmt
schon in Arbeit.
Wenn unsereins falsch parkt und den Strafzettel nicht bezahlt, wird
vollstreckt, löhnen oder ersatzweise Haft, aus die Maus.
Die journalistische Absicht in allen Ehren, aber daran haben
sich schon ganz andere versucht.
Heute verdient man nicht mehr mit dem Objekt, sondern am Objekt, sie müssen
nur genug Dumme finde, die sich beteiligen.
Die gesamte Abschreibungsbranche ist so aufgebaut und keiner haftet.
Die Landesbanken und die daran beteiligten Sparkassen sind noch längst nicht
über den Berg.
schauen Sie mal in die Anzeigenspalte neben dem Artikel. Da tummelt sich von Sofortkrediten und "Psssst"-Aktientipps über Baufinanzierung bis zu Anwälten "für danach" das gesamte Spektrum der Geschäftemacherei mit schlecht informierten, leichtgläubigen oder in Not geratenen Menschen.
Ausserdem meine ich persönlich, dass die Geschädigten alleine dadurch benachteiligt sind, wenn etwa die Ex-Immo-Sparte der Hypovereinsbank involviert ist, die sich ja heute durch den Übergang in die HRE in Staatsbesitz befindet. Bei der Konstellation sagt mir mein Gefühl, dass die Chancen etwas ungleich verteilt sind.
Aber auch andere Banken haben sich hastig von ihren Immobiliensparten getrennt, wenn z.B. öffentlich bekannt wurde, dass Aquise, "Beratung" und Kreditvergabe in nur einem Unternehmen gebündelt waren. Was wäre das für ein Bänker, der ruhig abwartet, ob per Gerichtsbeschluss teilweise Zehntausende Immobilienverkäufe rückabgewickelt werden müssen?
Insofern: "Quid licet Jovis non licet bovis" gilt auch beim Geld anlegen - und beim mit den Anlegern Geld Machen erst recht.
Alles Gute
Kai Hamann
Ich bin da mit der im Artikel genannten Haltung der Bundesregierung einer Meinnung, nach der Anleger selbst entscheiden müssen, ob sich der Kauf einer bestimmten Immobilie für sie lohnt.
Gleichwohl wäre hier, wie man anhand der doch recht hohen Anzahl an Fällen sieht, mehr Regulierung wünschenswert. Man könnte beispielsweise ein aktuelles Wertgutachten eines vereidigten Sachverständigen zur Pflicht machen. Und wenn da eine wesentlich andere Zahl drinsteht als im Kaufvertrag, genügt das vielleicht einigen mehr, sich informierter zu entscheiden.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren