Bankenstresstest Restrisiko Staatspleite

Der Stresstest zeigt: Europas Banken sind sicher, so lange die Pleite eines Landes verhindert wird. Wenn nicht, fallen sie wie Dominosteine. M. Schieritz kommentiert

Die Ergebnisse der europaweiten Stresstests für den Bankensektor sind da – und es ist leicht, die ganze Veranstaltung zu kritisieren. Die Vorbereitung war chaotisch, die Testbedingungen blieben lange Zeit im Unklaren und sogar über den Veröffentlichungstermin wurde bis zuletzt gestritten. Aber das sind Dinge, die sich in einem heterogenen Staatenbund wie der EU nun einmal nicht vermeiden lassen – wichtig ist, wie ein früherer deutscher Kanzler zu sagen pflegte, was hinten rauskommt.

Und herauskommt: Europas Bankensystem ist in einem besseren Zustand als viele Analysten – vor allem in Asien und den USA – geglaubt hatten. Die Institute haben sich in den vergangenen Jahren mit Kapital aus staatlicher oder privater Hand vollgesogen und Risiken abgebaut. Von den 91 getesteten Banken sind sieben durchgefallen. In Deutschland hat nur die Hypo Real Estate (HRE) die Hürde nicht geschafft. Ihre faulen Kredite werden ohnehin schon abgewickelt.

Genau dieselben Analysten monieren jetzt, die Tests seien nicht streng genug. Doch das ist nur bedingt korrekt. Die Banken mussten eine heftige Rezession simulieren, mit einem Einbruch an den Aktienbörsen und neuen Turbulenzen am Markt für Staatsanleihen. Bestanden haben nur Banken, die selbst unter diesen widrigen Bedingungen immer noch eine Eigenkapitalquote von mindestens sechs Prozent aufweisen können.


Dabei sollte man mit Vergleichen vorsichtig sein: In Deutschland schneidet die HSH Nordbank gut ab, obwohl das Institut nur dank staatlicher Finanzspritzen vor der Pleite bewahrt werden konnte. Dank dieser Finanzspritzen ist das Institut üppig mit Kapital ausgestattet. Die vergleichsweise solide NordLB dagegen besteht den Test nur knapp, weil sie keine Staatshilfe in Anspruch nahm. Ein gutes Ergebnis beim Stresstest sagt also nicht unbedingt etwas über die Qualität einer Bank aus. Es ändert auch nichts an der Tatsache, dass es in Deutschland zu viele Landesbanken gibt. Es ging den Aufsehern nicht um solche strukturellen Fragen, sondern allein um die derzeitige Stabilität des Systems.

Nicht untersucht wurde allerdings, wie sich eine Staatspleite auf die Bilanzen der Geldhäuser auswirkt. Das ist ein entscheidender Punkt. Denn wenn nur der Kurs einer Staatsanleihe verfällt – das schreiben die in Europa geltenden Bilanzregeln vor – dann müssen die Banken mit solche Anleihen in ihrem Portfolio nur jene Papiere abschreiben, die sie auch tatsächlich am Markt handeln wollen.

Staatsanleihen, die bis zum Ende der Laufzeit gehalten werden, bleiben bei einem Kursverfall verschont. Meldet aber der Staat, der die Anleihe ausgegeben hat, Bankrott an, dann sind alle Papiere betroffen. Da die europäischen Banken rund 90 Prozent aller Anleihen in ihrem Besitz bis zum Ende der Laufzeit halten wollen, werden sie also mit Marktturbulenzen fertig. Eine Staatspleite aber würden viele von ihnen nicht überleben.

Die europäischen Behörden argumentieren, dass eine solche Pleite zu simulieren problematisch gewesen wäre, weil man sich ja vor wenigen Wochen verpflichtet habe, eine solche nicht zuzulassen. Das ist ein nachvollziehbares Argument. Daraus folgt aber, dass der Stresstest letztlich aussagt: Wenn es der EU gelingt, durch ihren Stabilisierungsfonds und die Auflagen für die Schuldenstaaten des Südens eine Staatspleite zu verhindern, dann sind die Banken sicher. Wenn nicht, dann werden die Geldhäuser fallen wie die Dominosteine.

Das ist kein uninteressantes Ergebnis.

 
Leser-Kommentare
  1. "Daraus folgt aber, dass der Stresstest letztlich aussagt: Wenn es der EU gelingt, [...] eine Staatspleite zu verhindern, dann sind die Banken sicher. Wenn nicht, dann werden die Geldhäuser fallen wie die Dominosteine."

    Tja, wer hätte denn September 2008 schon gedacht, dass Lehman-Brothers pleite gehen könnte?

    Von daher ist das Ganze doch kein Stress-Test, sondern eine reine Beruhigungsmaßnahme nach dem Motto: Alles klar, wir können weitermachen wie bisher! Wird schon nichts passieren.

    Also braucht es ja auch keine neuen Regeln für die Finanzmärkte, keine Transparenz etc. Hauptsache, wir bringen immer mehr Menschen dazu, in dieses Fass ohne Boden zu "investieren". Woher diese das Geld dazu nehmen sollen, ist dann allerdings wieder Staatssache, von daher ist dann ja auch wieder der Staat am Schluss Schuld.

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    • joG
    • 24.07.2010 um 14:55 Uhr

    ....dass der Markt den Test als "reine Beruhigungsmaßnahme" interpretieren könnte, aber das werden wir abwarten müssen. Was ich bisher gelesen habe ist da wenig aussagekräftig, aber es gibt ganz sichtbare Schwächen des Tests als "Worst Case" Simulation. Jedenfalls verwende ich wesentlich grösseren Stress, wenn ich Projekte untersuche.

    • joG
    • 24.07.2010 um 14:55 Uhr

    ....dass der Markt den Test als "reine Beruhigungsmaßnahme" interpretieren könnte, aber das werden wir abwarten müssen. Was ich bisher gelesen habe ist da wenig aussagekräftig, aber es gibt ganz sichtbare Schwächen des Tests als "Worst Case" Simulation. Jedenfalls verwende ich wesentlich grösseren Stress, wenn ich Projekte untersuche.

  2. "Wenn nicht, dann werden die Geldhäuser fallen wie die Dominosteine."

    Man sollte zunächst Folgendes beachten:
    "Die Annahmen für den makroökonomischen Schock in den EU-Stress-Szenarien sind insgesamt schärfer als bei den im ersten Halbjahr 2009 in den USA durchgeführten Stresstests. Dort lag die aggregierte Abweichung der Wachstumsraten vom erwarteten konjunkturellen Basispfad für die Jahre 2009 und 2010 bei insgesamt 2,9 Prozentpunkten. Darüber hinaus mussten bei den EU-Stresstests alle teilnehmenden Banken sowohl die Auswirkungen von Verwerfungen an den Finanzmärkten auf ihr Handelsbuch als auch die Folgen
    eines Anstiegs der Risikoprämien bei europäischen Staatsanleihen berücksichtigen, während beim US-Stresstest nur bei fünf besonders handelsaktiven Banken zusätzlich Handelsbuchverluste einbezogen wurden." (vgl. http://www.bundesbank.de/... )

    Mit einem "Erst-Recht-Schluss" kann man daraus eine Menge für den Euro und somit für Euro-Länder ableiten.

    Und für den Fall eines Dominoeffekts: Referentenentwurf für ein Gesetz zur Restrukturierung und geordneten Abwicklung von Kreditinstituten, zur Errichtung eines Restrukturierungsfonds für Kreditinstitute (vgl. http://www.bundesfinanzmi... )

    Es gibt keinen Grund zur Panik! Mit diesem "Krisenbewältigungspotential" wird das System stabil bleiben.

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    "Es gibt keinen Grund zur Panik! Mit diesem "Krisenbewältigungspotential" wird das System stabil bleiben."

    Sie beziehen sich dabei auf die Aussagen der Bundesbank (dazu hier ein paar interessante Gedanken: www.weissgarnix.de/2010/0...) und des BundesFinanzMinisteriums. Also auf Regierungs-Stellen!

    Kein Mensch will Panik! Aber zumindest ich würde gerne ehrliche Informationen bekommen, nicht nur Durchhalte-Parolen!

    ...sie sind jetzt überflüssig und nutzlos. Daß man sie für viele Milliarden und mit Taschenspielertricks am Leben erhält macht mich fassungslos.

    • joG
    • 24.07.2010 um 14:32 Uhr

    ....der Stzresstest seit härter als sein Pendent an. Immerhin hatten die US Banken wesentlich mehr Kapital, wenn ich mich recht erinnere und dort mussten als Resultat der Tests 10 von 19 mehr ihr Kapital aufstocken. Die 19 US Banken verloren in den Negativtest ca 600 Milliarden während die 91 Euroland Banken lediglich 556 Milliarden zusammen verloren. Das ist kein Beweis, aber es ergänzt die Aussage eines Eurokraten, dass: "European policy makers said they refused to consider the potential effect of sovereign defaults because they would never allow them to happen", was eine etwas größenwahnsinnige Einstellung beschreibt. Wollen wir aber hoffen, dass er das nie beweißen muss.

    "Es gibt keinen Grund zur Panik! Mit diesem "Krisenbewältigungspotential" wird das System stabil bleiben."

    Sie beziehen sich dabei auf die Aussagen der Bundesbank (dazu hier ein paar interessante Gedanken: www.weissgarnix.de/2010/0...) und des BundesFinanzMinisteriums. Also auf Regierungs-Stellen!

    Kein Mensch will Panik! Aber zumindest ich würde gerne ehrliche Informationen bekommen, nicht nur Durchhalte-Parolen!

    ...sie sind jetzt überflüssig und nutzlos. Daß man sie für viele Milliarden und mit Taschenspielertricks am Leben erhält macht mich fassungslos.

    • joG
    • 24.07.2010 um 14:32 Uhr

    ....der Stzresstest seit härter als sein Pendent an. Immerhin hatten die US Banken wesentlich mehr Kapital, wenn ich mich recht erinnere und dort mussten als Resultat der Tests 10 von 19 mehr ihr Kapital aufstocken. Die 19 US Banken verloren in den Negativtest ca 600 Milliarden während die 91 Euroland Banken lediglich 556 Milliarden zusammen verloren. Das ist kein Beweis, aber es ergänzt die Aussage eines Eurokraten, dass: "European policy makers said they refused to consider the potential effect of sovereign defaults because they would never allow them to happen", was eine etwas größenwahnsinnige Einstellung beschreibt. Wollen wir aber hoffen, dass er das nie beweißen muss.

  3. Moment mal, was ist hier die Aussage? Banken sind sicher, solange kein Staat bankrott geht? Lustig, ich dachte, Banken sind keine übernatürliche Institution, sondern Teil von Staatssystemen. Da wäre es doch klar, dass, wenn ein Staat bankrott geht, auch ihre Banken zusammen brechen. Und da bei den Banken alles verzahnt ist, weil sie sich schon lange als global player betätigen, könnte es auch andere Banken treffen.

    Und umgekehrt? Staat geht nicht pleite, dann ist Bank sicher? Aber jawoll das! Schließlich haben das die Staaten unlängst bewiesen. Wenn es einer Bank schlecht geht und ihr Staat noch einigermaßen etwas hat, dann kommen die Regierungen und "sichern" ihre Banken.

    Sehr witzig....

  4. ... ist die selbstkarikierende Beschreibung.

    "Es ist leicht, die ganze Veranstaltung zu kritisieren."
    Ach was? Und ist es auch leicht, die Kritik zu entkräften?

    "Die Vorbereitung war chaotisch, die Testbedingungen blieben lange Zeit im Unklaren"
    Hmm, klingt nach Stümpern...

    "Ein gutes Ergebnis beim Stresstest sagt also nicht unbedingt etwas über die Qualität einer Bank aus"
    oookkkkay - und was sagt der Test dann überhaupt aus?

    "Es ging den Aufsehern nicht um solche strukturellen Fragen, sondern allein um die derzeitige Stabilität des Systems."
    Aufseher, witzig! Aber mal am Rande: Man hat also etwas DERZEITIGES getestet. Was soll das für die Zukunft uns sagen?

    "Nicht untersucht wurde allerdings, wie sich eine Staatspleite auf die Bilanzen der Geldhäuser auswirkt. Das ist ein entscheidender Punkt."
    Hmm ja, also wurde noch ein ENTSCHEIDENDER Punkt einfach ausgeblendet.

    Kein Wunder, dass am Schluss die selben Deppen ein nichts aussagendes Fazit schließen - und dies, also sich selbst, bejubeln. Das stinkt ja erbärmlich.

  5. So ein Unsinn wie den "Stress-Test" sollte verboten werden. Die gleichen Institute wie BaFin, Rating-Agenturen usw. haben auch bei der bisherigen Krise gezeigt, was für Taugenichtse sie sind. Da kann man gleich den Bock zum Gärtner machen.

    Dies sind alles Augenwischereien, um das gemeine Volk in Ruhe zu wiegen und so weiter machen zu können. Eine Perversion, dass die Regierungen ihre Bürger diesem Bankensystem schutzos ans Messer liefern.

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    • joG
    • 24.07.2010 um 14:35 Uhr

    ....weniger intensiv, als ich in Produkttests für ABS vor der Krise unternahm.

    Gärtner und Bock sind doch schon identisch ! Politik deckt die kreative Buchhaltung.

    • joG
    • 24.07.2010 um 14:35 Uhr

    ....weniger intensiv, als ich in Produkttests für ABS vor der Krise unternahm.

    Gärtner und Bock sind doch schon identisch ! Politik deckt die kreative Buchhaltung.

  6. "Es gibt keinen Grund zur Panik! Mit diesem "Krisenbewältigungspotential" wird das System stabil bleiben."

    Sie beziehen sich dabei auf die Aussagen der Bundesbank (dazu hier ein paar interessante Gedanken: www.weissgarnix.de/2010/0...) und des BundesFinanzMinisteriums. Also auf Regierungs-Stellen!

    Kein Mensch will Panik! Aber zumindest ich würde gerne ehrliche Informationen bekommen, nicht nur Durchhalte-Parolen!

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    als im weichgespülten der Regierung verpflichteten "Qualitätsmedium":

    Der wenig stressige Stresstest

    Nach dem US-Vorbild sollte auch in der EU nur ein Stresstest simuliert werden, denn es ging vor allem darum, die Märkte mit passablen Ergebnissen zu beruhigen
    Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hatte den sogenannten Stresstest für die Bankenlandschaft in Europa angeregt. Er wollte die Gerüchte, Spanien stehe vor einer Pleite, und die Zweifel am spanischen Bankensystem zerstreuen. Statt die Banken auf Herz und Nieren zu testen, wurde so getestet, dass das gewünschte Ergebnis in der gesamten EU zustande kommt. So konnten alle Regierungen Vollzug melden. Nur 7 von 91 geprüften Instituten fielen durch. Dass darunter fünf spanische Sparkassen sind, sollte Zapatero nicht gerade beruhigen. In Deutschland haben erstaunlicherweise auch alle angeschlagenen Landesbanken bestanden. Nur die Hypo Real Estate (HRE) ließ man erwartungsgemäß durchfallen. Da die ohnehin längst eine Staatsgarantie hat, sind kaum negative Reaktionen des Marktes zu erwarten. Mit der ATEbank fiel auch in Griechenland eine Bank beim Test durch.

    Dürfte EU-weit also ein abgestimmtes, abgekartetes Spielchen gewesen sein.

    als im weichgespülten der Regierung verpflichteten "Qualitätsmedium":

    Der wenig stressige Stresstest

    Nach dem US-Vorbild sollte auch in der EU nur ein Stresstest simuliert werden, denn es ging vor allem darum, die Märkte mit passablen Ergebnissen zu beruhigen
    Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hatte den sogenannten Stresstest für die Bankenlandschaft in Europa angeregt. Er wollte die Gerüchte, Spanien stehe vor einer Pleite, und die Zweifel am spanischen Bankensystem zerstreuen. Statt die Banken auf Herz und Nieren zu testen, wurde so getestet, dass das gewünschte Ergebnis in der gesamten EU zustande kommt. So konnten alle Regierungen Vollzug melden. Nur 7 von 91 geprüften Instituten fielen durch. Dass darunter fünf spanische Sparkassen sind, sollte Zapatero nicht gerade beruhigen. In Deutschland haben erstaunlicherweise auch alle angeschlagenen Landesbanken bestanden. Nur die Hypo Real Estate (HRE) ließ man erwartungsgemäß durchfallen. Da die ohnehin längst eine Staatsgarantie hat, sind kaum negative Reaktionen des Marktes zu erwarten. Mit der ATEbank fiel auch in Griechenland eine Bank beim Test durch.

    Dürfte EU-weit also ein abgestimmtes, abgekartetes Spielchen gewesen sein.

  7. Die Konsolidierung des Landesbankensektors ist eine wirklich gute Idee. (Vorschlag von Herrn Schäuble: http://www.spiegel.de/pol... )

    Das wäre ein (optimistisch stimmender) Durchbruch! Eine weitere und sehr wichtige Handlungsoption!

    (vgl. bereits: http://www.zeit.de/2010/2... )

    Es bewegt sich was in unserem Land!

  8. Also haben Ihrer Meinung nach die deutschen Landesbanken die Finanzkrise verursacht?

    Das können Sie doch nicht ernst meinen!

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    Nun, mancher Landesbank-Finanzdenker träumte in der Vergangenheit von Größe und investierte in Wertpapiere, ja ganze "Investitions-Entitäten", die er nicht wirklich verstand. Wir wollen mal unterstellen, dass nicht die Finanz-Wett-Gewinn-Maximierung, sondern die geld- und kreditwirtschaftliche Versorgung im Vordergrund einer Vielzahl dieser Fehlentscheidungen stand.

    Aber darum geht es hier nicht! Es geht um die Landesbanken als Instrument der geld- und kreditwirtschaftlichen Versorgung. Und diese systemrelevante Ausgangsposition müssen die Landesbanken erst noch erreichen.

    Die volkseigenen Banken in der BRD hatten in besonders verantwortungsloser Weise ein großes Rad bei der Vergabe von Krediten gedreht. Daß eine Konsolidierung Sinn macht, ist unter Fachleuten unstrittig.

    Nun, mancher Landesbank-Finanzdenker träumte in der Vergangenheit von Größe und investierte in Wertpapiere, ja ganze "Investitions-Entitäten", die er nicht wirklich verstand. Wir wollen mal unterstellen, dass nicht die Finanz-Wett-Gewinn-Maximierung, sondern die geld- und kreditwirtschaftliche Versorgung im Vordergrund einer Vielzahl dieser Fehlentscheidungen stand.

    Aber darum geht es hier nicht! Es geht um die Landesbanken als Instrument der geld- und kreditwirtschaftlichen Versorgung. Und diese systemrelevante Ausgangsposition müssen die Landesbanken erst noch erreichen.

    Die volkseigenen Banken in der BRD hatten in besonders verantwortungsloser Weise ein großes Rad bei der Vergabe von Krediten gedreht. Daß eine Konsolidierung Sinn macht, ist unter Fachleuten unstrittig.

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