Gesundheitswesen Zusatzbeiträge mischen Krankenkassen auf

Um auch 2011 ohne die Zusatzbeiträge auszukommen, versuchen Krankenkassen mit allen Mitteln, Kosten zu sparen. Das trifft vor allem die Versicherten.

Bereits im ersten Halbjahr haben Zusatzbeiträge gesetzlicher Krankenkassen eine Flut von Kassenwechseln ausgelöst. Größter Profiteur ist die Nummer zwei der Branche, die Techniker Krankenkasse (TK). Sie gehört bislang zu den Kassen, die von ihren Versicherten keine Zusatzbeiträge verlangen. Als größter Verlierer nach Einführung eines Extra-Beitrags steht bisher der Branchendritte, die DAK, da. Das ergibt eine Analyse des Branchendienstes "dfg", die dem Handelsblatt vorliegt.

Da viele Versicherte bereit sind, sehr schnell zu wechseln, sei ein "brutaler Preiswettbewerb" entstanden, sagt der Professor für Medizinmanagement an der Universität Duisburg-Essen, Jürgen Wasem. Das sind bittere Nachrichten für finanziell klamme Kassen, vor allem für die gut zehn Häuser, die schon mindestens acht Euro im Monat zusätzlich zum Standardbeitrag direkt bei Kunden erheben. Sie müssen weitere Kündigungen fürchten.

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Auf Rang eins der Gewinner im Kampf um Beitragssätze der Kassen liegt bisher die TK. Dem Branchendienst zufolge hat die Kasse im ersten Halbjahr 2010 mehr als 238.000 neue Kunden gewonnen – das schaffte kein anderer Anbieter. Auch Branchenführer Barmer GEK zählt zu den Profiteuren, gut 60 000 gesetzliche Krankenversicherte wechselten dorthin.

Beide Kassen wollen weiterhin Zusatzbeiträge vermeiden. "Bis weit ins Jahr 2011 kommen wir ohne Zusatzbeitrag aus", sagte eine Sprecherin der TK. Die Barmer-Vorstandsvorsitzende Birgit Fischer sagte dem Handelsblatt: "Wir planen auch 2011 ohne Zusatzbeitrag." Voraussetzung sei, dass die Gesundheitsreform nicht aufgeweicht werde und einzelne Leistungsanbieter möglicherweise von den Sparmaßnahmen ausgenommen würden. Die Bundesregierung müsse insbesondere die geplante Honorarbegrenzung bei der hausarztzentrierten Versorgung umsetzen. Durch die bisherigen Hausarztverträge mit Kassen seien keine Leistungsverbesserungen erkennbar, lediglich extreme Honorarsteigerungen.

Der Vorstandschef der AOK Rheinland/Hamburg, Wilfried Jacobs, erwartet ebenfalls, "dass wir ohne Zusatzbeitrag aus dem Jahr 2011 herauskommen". Vor dem 1. Juli kommenden Jahres sei dies ohnehin kein Thema. Er werde höchste Zeit, dass die Politik für eine klare Finanzierung der Kassen sorge. Immer nur Kostendämpfung aus der Not heraus reiche nicht, sagt er.

Zerknirscht reagieren auf solche Ankündigungen jene Krankenkassen, die bereits Zusatzbeiträge verlangen. Sie stehen nun zwar finanziell solider da, doch ihnen drohen weitere Kundenverluste. Darauf deuten etwa neueste Zahlen der TK hin. Von Juli bis August gewannen sie nach eigenen Angaben 13.000 Versicherte hinzu, ihr Jahreszuwachs stieg damit auf 251.000 Versicherte.

Größter Verlierer im ersten Halbjahr ist die DAK, gefolgt vom Ex-Fusionspartner BKK Gesundheit. Zusammen verloren sie mehr als eine halbe Million Versicherte. Insgesamt sind 70 Mio. Deutsche bei den rund 160 Krankenkassen gesetzlich, neun Mio. bei rund 40 Häusern privat versichert.

Trotz Überschüssen nach Erhebung des Zusatzbeitrags ist dessen Abschaffung für den Branchendritten vorerst kein Thema. Zunächst müsse ohnehin die Schlussabrechnung für das Jahr 2009 abgewartet werden. Diese liegt erst im November vor. Zudem seien die gesundheitspolitischen Eckpunkte der Regierung noch zu unkonkret. Die DAK will lieber vorsichtig bleiben – wie der Rest der Branche. Bei vielen gilt aber die Devise: Zusatzbeiträge so lange wie möglich vermeiden.

Doch die Chancen dafür sind laut Wasem nicht größer geworden. Mit der Erhöhung des allgemeinen Beitragssatzes von 14,9 auf 15,5 Prozent würden die Zuweisungen des Gesundheitsfonds 2011 über alle Kassen hinweg dann nur wenig unterhalb der tatsächlichen Ausgaben liegen. "Das gilt aber eben nur im Durchschnitt: Viele Kassen werden mit dem Geld aus dem Fonds mit Blick auf die laufende Liquidität, also ohne Betrachtung von Rücklagen, nicht auskommen." Folge: Die Krankenkassen versuchten weiter kurzfristig Kosten zu sparen. Kaum eine Kasse sei noch bereit, sich auf mittelfristige Investitionen einzulassen, obwohl Verträge mit Leistungserbringern Kosten dämpfen könnten. Für Wasem ist dieses Kurzfristdenken eine "fatale Entwicklung".

Der Artikel erschien im Handelsblatt

 
Leser-Kommentare
  1. Irrsinn, den diese Regierung verzapfte, ist der
    KRANKENKASSENBEITRAG in UNBEGRENZTER HÖHE!
    Ein Fall für das BVG.

  2. wachen die Versicherten auf und wechseln ihre Krankenkasse. Am besten wäre es, sie würden alle zur selben Kasse wechseln, damit endlich klar wird, dass wir keine 160 Krankenkassen brauchen. Dieser Irrsinn hat nur viel Geld gekostet. Von wegen Wettbewerb.......Nur die Verwaltungskosten sind gestiegen. Oder hat schon mal jemand gehört oder gelesen, dass die dort Personal reduziert haben in den letzten Jahren, wie in anderen Branchen üblich?

    Oh Mann, was ist das nur für ein Land hier!

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    Ich frage mich eher "was sind das nur für Menschen hier", die bei jedem Thema auf ihrem Land rumtrampeln anstatt ein einzelnes Thema sachlich zu diskutieren. Die vielen Kassen kommen durch die Betriebskrankenkassen zustande, sozial denkende Unternehmen haben eigene kleine Kassen gegründet um ihre Arbeitnehmer gut versorgt zu wissen, diese Kassen hatten - oft auch bis heute - höhere Leistungen als bei den allgemeinen Krankenkassen und waren meist auch nur für Beschäftigte dieses einen Unternehmen geöffnet.

    Im Zuge des verstärkten Wettbewerbes haben sich die meisten Betriebskrankenkassen zwischenzeitlich für Jedermann geöffnet. Zieht man die Betriebskrankenkassen ab dann gibt es nur noch ein Dutzend Kassen. Und ein Monopol macht nichts besser. Die gesetzlichen Sozialversicherungen sind wahre Sparmeister was die Verwaltungskosten angeht. Vergleichen Sie das mal mit den Overheadkosten der privaten Versicherungswirtschaft.

    Ich frage mich eher "was sind das nur für Menschen hier", die bei jedem Thema auf ihrem Land rumtrampeln anstatt ein einzelnes Thema sachlich zu diskutieren. Die vielen Kassen kommen durch die Betriebskrankenkassen zustande, sozial denkende Unternehmen haben eigene kleine Kassen gegründet um ihre Arbeitnehmer gut versorgt zu wissen, diese Kassen hatten - oft auch bis heute - höhere Leistungen als bei den allgemeinen Krankenkassen und waren meist auch nur für Beschäftigte dieses einen Unternehmen geöffnet.

    Im Zuge des verstärkten Wettbewerbes haben sich die meisten Betriebskrankenkassen zwischenzeitlich für Jedermann geöffnet. Zieht man die Betriebskrankenkassen ab dann gibt es nur noch ein Dutzend Kassen. Und ein Monopol macht nichts besser. Die gesetzlichen Sozialversicherungen sind wahre Sparmeister was die Verwaltungskosten angeht. Vergleichen Sie das mal mit den Overheadkosten der privaten Versicherungswirtschaft.

  3. Der Kostentreiber ist dass das gesetzliche Kassensystem zur Sozialpolitik benutzt wird. Beitragsfreie Versicherung von Arbeitslosen, von Kindern, von nicht berufstätigen Ehepartnern, ... alles tolle wünschenswerte Sozialpolitik, aber dann gefälligst über das allgemeine Steueraufkommen zu finanzieren.

    Und ich weiss nicht bei welcher Kasse Sie sind, aber sofern es nicht eine der ganz großen ist hat solch eine Kasse bundesweit vielleicht 3 Geschäftsstellen, wenn da mal eine persönliche Vorsprache notwendig oder wünschenswert ist hat man ein Problem. Und Paläste? Bürogebäude halt.

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    Es ist doch klar das wir ein neues System brauchen, denn wenn alle einzahlen, wäre der Beitrag bei 7 - 8 % , wer mehr haben will zahlt extra was.Wenn sie das als Bürogebäude bezeichen,habe ich wohl mein lebenlang in einem falschen Büro gearbeitet. Es ist einleuchtet das sich die kleinen Kassen nicht halten können und wir sie auch nicht brauchen, wir wollen einen kleinen Beitrag zahlen und viel erhalten, was bei diesem System auch geht.Schauen sie einmal in die Schweiz was dort den Kranken alles bezahlt wird und so können sie im gesamten Umfeld von Deutschland schauen, überall ist es so.
    Die IKK ist erst kürzlich von der AOK Niedersachsen gekauft worden, weil sie sonst pleite gegangen wäre.Und es richtig ich bin seit 42 Jahren in der AOK, seit ich ins Arbeitesleben gegangen bin und bin stolz darauf, obwohl ich viele Jahre doppelt Beitrag gezahlt habe, denn ich wurde früh Witwe und da wurde Beitrag von der Witwenrente abgezogen und ich habe trotz meiner 5 Kinder immer gearbeitet und meinen Beitrag gezahlt.Wenn ich heute schreibe es muss geändert werden, das hat schon der alte Adenauer gesagt und ich sammele heute Unterschriften für dieses neue gerechte System.

    Der Kostentreiber ist dass das gesetzliche Kassensystem zur Sozialpolitik benutzt wird. Beitragsfreie Versicherung von Arbeitslosen, von Kindern, von nicht berufstätigen Ehepartnern, ... alles tolle wünschenswerte Sozialpolitik, aber dann gefälligst über das allgemeine Steueraufkommen zu finanzieren.

    Zu Ihrer Information:
    1) Arbeitslose werden selbstverständlich nicht kostenfrei versichert. Dies gibt es gegen einen symbolischen Mehrbeitrag nur bei Kindern und Ehepartnern mit geringem bzw. ohne eigenes Einkommen.
    2) Für "Aufstocker", Langzeitarbeitslose und Grundsicherungsempfänger führt der Staat dem Einkommen entsprechend typischerweise den Mindestbeitrag von derzeit ~150€ ab.
    3) Dieser Mindestbeitrag führt im statistischen Mittel zu einem Defizit von ~1500€ pro Person und Jahr; welches von den anderen Beitragszahlern quersubventioniert werden muss.
    4) Personen die nur knapp über der Grenze zum so genannten 'aufstocken' verdienen führen statistisch ebenfalls zu Defiziten und einem Bedarf an Quersubvention.
    5) Noch viel schlimmer sieht es bei den Rentnern aus: Da diese im Mittel weder hinreichend hohe Renten beziehen um kostendeckende Beiträge zu zahlen (im Vergleich zu den mittleren Kosten pro Versichertem), andererseits aber mit Abstand die höchsten Kosten verursachen (ein vielfaches jenes Mittels).
    6) Erst deutlich jenseits von 2000€ Brutto-Verdienst pro Monat werden kostendeckende Beiträge gezahlt. Diese Gruppe ist Quelle aller Quersubventionen.

    Es ist doch klar das wir ein neues System brauchen, denn wenn alle einzahlen, wäre der Beitrag bei 7 - 8 % , wer mehr haben will zahlt extra was.Wenn sie das als Bürogebäude bezeichen,habe ich wohl mein lebenlang in einem falschen Büro gearbeitet. Es ist einleuchtet das sich die kleinen Kassen nicht halten können und wir sie auch nicht brauchen, wir wollen einen kleinen Beitrag zahlen und viel erhalten, was bei diesem System auch geht.Schauen sie einmal in die Schweiz was dort den Kranken alles bezahlt wird und so können sie im gesamten Umfeld von Deutschland schauen, überall ist es so.
    Die IKK ist erst kürzlich von der AOK Niedersachsen gekauft worden, weil sie sonst pleite gegangen wäre.Und es richtig ich bin seit 42 Jahren in der AOK, seit ich ins Arbeitesleben gegangen bin und bin stolz darauf, obwohl ich viele Jahre doppelt Beitrag gezahlt habe, denn ich wurde früh Witwe und da wurde Beitrag von der Witwenrente abgezogen und ich habe trotz meiner 5 Kinder immer gearbeitet und meinen Beitrag gezahlt.Wenn ich heute schreibe es muss geändert werden, das hat schon der alte Adenauer gesagt und ich sammele heute Unterschriften für dieses neue gerechte System.

    Der Kostentreiber ist dass das gesetzliche Kassensystem zur Sozialpolitik benutzt wird. Beitragsfreie Versicherung von Arbeitslosen, von Kindern, von nicht berufstätigen Ehepartnern, ... alles tolle wünschenswerte Sozialpolitik, aber dann gefälligst über das allgemeine Steueraufkommen zu finanzieren.

    Zu Ihrer Information:
    1) Arbeitslose werden selbstverständlich nicht kostenfrei versichert. Dies gibt es gegen einen symbolischen Mehrbeitrag nur bei Kindern und Ehepartnern mit geringem bzw. ohne eigenes Einkommen.
    2) Für "Aufstocker", Langzeitarbeitslose und Grundsicherungsempfänger führt der Staat dem Einkommen entsprechend typischerweise den Mindestbeitrag von derzeit ~150€ ab.
    3) Dieser Mindestbeitrag führt im statistischen Mittel zu einem Defizit von ~1500€ pro Person und Jahr; welches von den anderen Beitragszahlern quersubventioniert werden muss.
    4) Personen die nur knapp über der Grenze zum so genannten 'aufstocken' verdienen führen statistisch ebenfalls zu Defiziten und einem Bedarf an Quersubvention.
    5) Noch viel schlimmer sieht es bei den Rentnern aus: Da diese im Mittel weder hinreichend hohe Renten beziehen um kostendeckende Beiträge zu zahlen (im Vergleich zu den mittleren Kosten pro Versichertem), andererseits aber mit Abstand die höchsten Kosten verursachen (ein vielfaches jenes Mittels).
    6) Erst deutlich jenseits von 2000€ Brutto-Verdienst pro Monat werden kostendeckende Beiträge gezahlt. Diese Gruppe ist Quelle aller Quersubventionen.

  4. Ich frage mich eher "was sind das nur für Menschen hier", die bei jedem Thema auf ihrem Land rumtrampeln anstatt ein einzelnes Thema sachlich zu diskutieren. Die vielen Kassen kommen durch die Betriebskrankenkassen zustande, sozial denkende Unternehmen haben eigene kleine Kassen gegründet um ihre Arbeitnehmer gut versorgt zu wissen, diese Kassen hatten - oft auch bis heute - höhere Leistungen als bei den allgemeinen Krankenkassen und waren meist auch nur für Beschäftigte dieses einen Unternehmen geöffnet.

    Im Zuge des verstärkten Wettbewerbes haben sich die meisten Betriebskrankenkassen zwischenzeitlich für Jedermann geöffnet. Zieht man die Betriebskrankenkassen ab dann gibt es nur noch ein Dutzend Kassen. Und ein Monopol macht nichts besser. Die gesetzlichen Sozialversicherungen sind wahre Sparmeister was die Verwaltungskosten angeht. Vergleichen Sie das mal mit den Overheadkosten der privaten Versicherungswirtschaft.

    Antwort auf "Endlich......"
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    nicht auf unserem Land herum, sondern auf UNFÄHIGEN
    POLITIKERN, die es seit Jahrzehnten nicht schaffen, das
    kranke Gesundheitssystem so hinzukriegen, das es be-
    zahlbar ist und funktioniert. Einen echten Wettbewerb
    gibt es nicht, weil die Angebote genormt sind.

    nicht auf unserem Land herum, sondern auf UNFÄHIGEN
    POLITIKERN, die es seit Jahrzehnten nicht schaffen, das
    kranke Gesundheitssystem so hinzukriegen, das es be-
    zahlbar ist und funktioniert. Einen echten Wettbewerb
    gibt es nicht, weil die Angebote genormt sind.

  5. nicht auf unserem Land herum, sondern auf UNFÄHIGEN
    POLITIKERN, die es seit Jahrzehnten nicht schaffen, das
    kranke Gesundheitssystem so hinzukriegen, das es be-
    zahlbar ist und funktioniert. Einen echten Wettbewerb
    gibt es nicht, weil die Angebote genormt sind.

  6. Es ist doch klar das wir ein neues System brauchen, denn wenn alle einzahlen, wäre der Beitrag bei 7 - 8 % , wer mehr haben will zahlt extra was.Wenn sie das als Bürogebäude bezeichen,habe ich wohl mein lebenlang in einem falschen Büro gearbeitet. Es ist einleuchtet das sich die kleinen Kassen nicht halten können und wir sie auch nicht brauchen, wir wollen einen kleinen Beitrag zahlen und viel erhalten, was bei diesem System auch geht.Schauen sie einmal in die Schweiz was dort den Kranken alles bezahlt wird und so können sie im gesamten Umfeld von Deutschland schauen, überall ist es so.
    Die IKK ist erst kürzlich von der AOK Niedersachsen gekauft worden, weil sie sonst pleite gegangen wäre.Und es richtig ich bin seit 42 Jahren in der AOK, seit ich ins Arbeitesleben gegangen bin und bin stolz darauf, obwohl ich viele Jahre doppelt Beitrag gezahlt habe, denn ich wurde früh Witwe und da wurde Beitrag von der Witwenrente abgezogen und ich habe trotz meiner 5 Kinder immer gearbeitet und meinen Beitrag gezahlt.Wenn ich heute schreibe es muss geändert werden, das hat schon der alte Adenauer gesagt und ich sammele heute Unterschriften für dieses neue gerechte System.

    Antwort auf "Kostentreiber"
  7. Wenn Leute mit Risiken mehr zahlen, dann wäre es gerecht, denn Raucher, Alkoholiker, Drogenabhändige und extrem Sportler, sowie Übergewichtige , in dieser Reichenfologe verursachen am meisten kosten.

    Das ist unsubstanziierter Unfug der von sattsam vorhandenen Vorurteilen und ebenso sattsam vorhander Unkenntnis der Materie zeugt.

    Fakt ist:
    1) Der größte Kostenfaktor ist schlicht das Alter der Menschen. Wie der jüngsten Studie des Bund zu entnehmen ist, verursacht die Kohorte der 65 bis 85 Jährigen die fünffachen Kosten der Kohorte der 15 bis 30 Jährigen. Gegenüber den 30 bis 45 Jährigen sind es die vierfachen Kosten, gegenüber den 45 bis 65 Jährigen immer noch mehr als die doppelten Kosten (6.520€ vs. 3.010 vs. 1.700€ vs. 1.320€ jeweils p.a. und p.P.).
    Die über 85 Jährigen verursachen abermals mehr als doppelt so viel Kosten wie die 65 bis 85 Jährigen - 14.840€ p.a. und p.P..

    2) Diesen Kosten stehen Einnahmen von ~3300€ p.a. p.P. gegenüber. Im Klartext bedeutet dies, das spätestens ab einem Alter von 65 der durchschnittliche Versicherte mehr Kosten verursacht als er einzahlt.

    Beleg:
    http://www.gbe-bund.de/gb...

    3) Risikogruppen
    Die mit Abstand teuerste Risikogruppe sind die vermeintlich 'gesunden'. Raucher verusachen statistisch 60.000€ weniger Kosten. Demzufolge sind Nichtraucher-Zuschläge von Nöten.

    Beleg:
    http://www.spiegel.de/wis...

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