Energiepreise Merkel für Ende der Ölpreisbindung
Steigt der Ölpreis, müssen Kunden auch für Gas mehr bezahlen: so die bisherige Regelung. Die Kopplung soll aufgehoben werden – für die Kanzlerin ein historischer Schritt.
© Stephan Jansen dpa/lby

Teures Öl, teures Gas: Diese Kopplung soll aufgehoben werden
Die Händler an der Europäischen Energiebörse (EEX) in Leipzig hatten es bislang leicht: Stieg der Ölpreis , verteuerte sich auch der Preis für Gas. Ein eigenes, unabhängiges Entgelt gibt es nicht. Dies soll sich nun offenbar ändern.
"Ich habe mit Freude gehört, dass die Leipziger Börse daran arbeitet, einen Gaspreisindex zu entwickeln", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Besuch der Börse. Dies würde die Entwicklung eines unabhängigen Gaspreises ermöglichen und sei ein weiterer Schritt für mehr Wettbewerb . "Hier wird Energiegeschichte geschrieben, indem die Märkte transparenter gemacht werden." Die bisherige stark verbreitete Koppelung bezeichnete die CDU-Vorsitzende dagegen als "sachlich bei weitem nicht geboten".
Merkel will den Leipziger Handelsplatz für Strom, Erdgas, Kohle und Treibhausgas-Zertifikaten generell stärken und setzt sich dafür ein, dass die EEX zur zentralen Plattform für den Energiehandel in der Europäischen Union wird. Sowohl beim Strom-, Gas- und Zertifikathandel für Treibhausgase sei der Standort sehr gut platziert. "Es ist wünschenswert, dass Leipzig eine sehr dominante Rolle hat", sagte die Kanzlerin in Bezug auf den Handel mit Klimazertifikaten.
Die CDU-Chefin begrüßte in dem Zusammenhang auch die Kooperation der EEX mit der französischen Powernext. Diese enge Zusammenarbeit setze europäische Maßstäbe und erleichtere es, einheitliche Standards in Europa durchzusetzen. "Beim Strom leistet Leipzig so einen wesentlichen Beitrag für die Energiepolitik in Europa."
Die Kanzlerin besuchte die einzige deutsche Börse für Energieprodukte am zweiten Tag ihrer sogenannten Energie-Reise . Auf der Route stehen insgesamt zehn Standorte in sechs Bundesländern, die weitgehend den deutschen Energiemix repräsentieren. Merkel will sich ein eigenes Bild von der Energiewirtschaft machen.
- Datum 19.08.2010 - 18:07 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
- Kommentare 7
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:






Lässt sich von einem Vattenfall-Manager in Energiefragen beraten!
....die Preisbindung aufhebt bzw dazu erfolgreich rät, ist ein(e) Held(in). Mal sehen, wie sich das mit den Russen macht, denn so wird ein Import aus anderen Ländern oft viel billiger sein.
....die Preisbindung aufhebt bzw dazu erfolgreich rät, ist ein(e) Held(in). Mal sehen, wie sich das mit den Russen macht, denn so wird ein Import aus anderen Ländern oft viel billiger sein.
Die großen ausländischen Förderunternehmen interessiert ein Leipziger Index nicht die Bohne. Die lehnen sich zurück und sagen "Entweder ölindexiert oder gar nicht".
An der Börse werden lediglich Mini-Mengen gehandelt, und das überwiegend im Spotmarkt. Für einen deutschen Gasversorger ist das daher überhaupt keine Alternative zu einem Importvertrag.
...dort handeln ;)
Aber im Ernst.
Wenn unsere Kanzlerinnendarstellerin von Wettbewerb - isnbesondere über die Scheinbörse in Leipzig - fabuliert, dann heißt das nur eines: Es wird teurer werden für die Kunden.
Der Vattenfall-Mann an ihrer Seite macht das schon alles richtig für SEINE Klientel.
Aber im Ernst.
Wenn unsere Kanzlerinnendarstellerin von Wettbewerb - isnbesondere über die Scheinbörse in Leipzig - fabuliert, dann heißt das nur eines: Es wird teurer werden für die Kunden.
Der Vattenfall-Mann an ihrer Seite macht das schon alles richtig für SEINE Klientel.
Aber im Ernst.
Wenn unsere Kanzlerinnendarstellerin von Wettbewerb - isnbesondere über die Scheinbörse in Leipzig - fabuliert, dann heißt das nur eines: Es wird teurer werden für die Kunden.
Der Vattenfall-Mann an ihrer Seite macht das schon alles richtig für SEINE Klientel.
....die Preisbindung aufhebt bzw dazu erfolgreich rät, ist ein(e) Held(in). Mal sehen, wie sich das mit den Russen macht, denn so wird ein Import aus anderen Ländern oft viel billiger sein.
Die Koppelung war lediglich eine Subvention an die Russen. Gas ist seit Jahren weltweit spottbillig und wird im Überfluss angeboten, nur in Deutschland wurde der Preis künstlich hoch gehalten. Importgas aus anderen Ländern als Russland war schon immer viel billiger.
Die Koppelung war lediglich eine Subvention an die Russen. Gas ist seit Jahren weltweit spottbillig und wird im Überfluss angeboten, nur in Deutschland wurde der Preis künstlich hoch gehalten. Importgas aus anderen Ländern als Russland war schon immer viel billiger.
So sehe ich das eigentlich auch. Warum sollte nicht auf dem Gasmarkt ein Wettbewerb stattfinden dürfen - in der sog. Freien Marktwirtschaft???
Die Koppelung war lediglich eine Subvention an die Russen. Gas ist seit Jahren weltweit spottbillig und wird im Überfluss angeboten, nur in Deutschland wurde der Preis künstlich hoch gehalten. Importgas aus anderen Ländern als Russland war schon immer viel billiger.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren