Autoindustrie Autos von Opel müssen oft in die Werkstatt
Kein Hersteller ruft so viele Fahrzeuge in Deutschland zurück wie Opel. Mehr als 400.000 Opel-Besitzer waren in den vergangenen fünf Jahren betroffen.
Kein Autohersteller musste in den vergangenen fünf Jahren so viele Fahrzeuge in die Werkstatt zurückrufen wie Opel. 29 Mal schrieb der Hersteller seit Mitte 2005 Fahrzeughalter an, weil technische Mängel beseitigt werden mussten, die die Sicherheit gefährdeten. Mehr als 407.000 Opel-Halter waren betroffen. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die dem Tagesspiegel vorliegt. Die Zahlen beruhen auf Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA). Noch häufiger als Opel informierten Renault (45) und Fiat (38) ihre Kunden über sicherheitsrelevante Mängel. Die Zahl der Betroffenen war mit 372.000 und 225.000 aber niedriger.
Obwohl Toyota mit dem weltweiten Rückruf von mehr als zehn Millionen Autos jüngst negative Schlagzeilen machte, schneidet der japanische Hersteller bei der Zahl der Rückrufe in Deutschland (14) im Fünf-Jahres-Durchschnitt besser ab als viele andere Hersteller. Weil das KBA aber allein in diesem Frühjahr 216.000 Rückrufbriefe an deutsche Toyota-Halter verschickte, war die Zahl der Betroffenen seit 2005 mit gut 349.000 überdurchschnittlich hoch.
Die deutschen Autokonzerne liegen im Vergleich komfortabel im Mittelfeld. VW kam seit 2005 auf 14 Rückrufaktionen mit gut 240.000 angeschriebenen Haltern, bei Mercedes waren es elf Aktionen mit knapp 12.000 Betroffenen, Audi informierte acht Mal insgesamt rund 45.000 Fahrzeughalter und BMW musste fünf Mal Autos zurückrufen, mehr als 15.000 Adressen wurden angeschrieben.
Die Ursachen für die Rückrufe waren laut KBA unter anderem Mängel an Bremsanlagen, Elektrik, Karosserie, Lenkanlage, Reifen und Rädern sowie Sitzen. Der durch den gigantischen Toyota- Rückruf entstandene Eindruck, moderne Autos würden immer anfälliger für Sicherheitsmängel, täuscht jedoch. "Die Gesamtzahl der Rückrufe sinkt seit einigen Jahren", sagte eine KBA-Sprecher. Insgesamt seien im vergangenen Jahr 140 Rückrufaktionen unter Beteiligung des KBA durchgeführt worden, 2008 waren es 148, im Jahr zuvor 157. Ein Spitzenwert wurde 2007 mit 167 Rückrufaktionen verzeichnet. Wie sich einzelne Hersteller im Laufe der Jahre entwickeln, veröffentlicht das KBA nicht.
Dass Rückrufaktionen das Image eines Autoherstellers schwer beschädigen können, zeigt der Fall Toyota. Gleichwohl haben die Japaner offenbar bei vielen Kunden Vertrauen zurückgewonnen – vor allem in Asien. Der größte Pkw-Hersteller der Welt erzielte zum Auftakt seines Geschäftsjahres den höchsten Quartalsgewinn seit zwei Jahren: netto 1,7 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Minus von knapp 690 Millionen Euro verbucht worden.
Die Prognosen für Absatz und Gewinn wurden erhöht. Toyota rechnet nun damit, bis Ende März des laufenden Geschäftsjahres 2010/2011 rund 7,4 Millionen Fahrzeuge zu verkaufen. Das sind 90.000 mehr als bisher angenommen. In Europa, wo VW Marktführer ist, erwartet Toyota aber einen schrumpfenden Absatz. Der Konzern rechnet zugleich mit steigenden Kosten für Werbung und Rabatte. Auch auf dem US-Markt gingen die Verkaufszahlen zuletzt zurück.
Erschienen im Tagesspiegel.
- Datum 05.08.2010 - 12:17 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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ist ja nicht mal in erster Linie, dass ein Fahrzeug hin und wieder in die Werkstatt muss. Das Problem fängt dann an, wenn bei glasklaren Gewährleistungsfällen irgendein "Aftersales-Manager" beschließt, dass der Kunde den Schaden gefälligst selbst zu zahlen habe, obwohl der Kunde doch mit echtem Geld bezahlt hat und deshalb auch die zugesagte Qualität seitens des OEM erwarten darf.
Diese "Aftersales-Manager" erreicht man nicht, sie verstecken sich im Gestrüpp der Organisation, einem Dickicht, gegen das die seinerzeitige Dornenhecke um Dornröschens Schloss der reinste Ziergarten gewesen ist. Es sind nie die Werker am Band, der Fisch fängt sprichwörtlich am Kopf an zu stinken. Meine Erfahrungen in inzwischen mehreren solcher Fälle habe ich in dem Satz zusammengefasst: "Was geht uns das an, wenn du unseren Scheiß kaufst, kauf' doch woanders was Vernünftiges!
Mein Opel mußte im Jahr 2000 wegen einer defekten Zylinderkopfdichtung in die Werkstatt. Drei Tage später kam dann der Motorschaden.
Da weder die Werkstatt, noch die Fa. Opel an einer Lösung für das Problem interessiert waren, interessiert mich die Fa. Opel auch nicht mehr.
Bei Kauf von Neufahrzeugen von Opel bekommen man jetzt lebenslange Garantie. Also hätte ich das nötige Kleingeld, würde ich mir echt überlegen den neuen Astra zu holen, evtl als Kombi.
Natürlich kann passieren, dass Hersteller seine Autos zurückruft, allerdings empfinde ich es nicht als Nachteil. Der Motor vom Auto was ich jetzt fahre hat Konstruktionsfehler und diese Autos werden nicht zurückgerufen. Vorsorge auf einen Faust, bzw. Reparatur der Schaden (der höchstwahrscheinlich irgendwann auftretten wird) kostet 700-900€. Feine Sache, da wäre mir Rückruf lieber.
... die Opel-Konditionen für die "lebenslange" Garantie an (z.B. aktuell auf Spiegel online (wieder ein bißchen schneller ...)). Da ist die Kia-Garantie für sieben Jahre tatsächlich besser, denn was bei Opel da an Klauseln und Bedingungen drinsteckt – reiner GM-Marketingplunder.
... die Opel-Konditionen für die "lebenslange" Garantie an (z.B. aktuell auf Spiegel online (wieder ein bißchen schneller ...)). Da ist die Kia-Garantie für sieben Jahre tatsächlich besser, denn was bei Opel da an Klauseln und Bedingungen drinsteckt – reiner GM-Marketingplunder.
... das Training für die "lebenslange" Garantie. Welches "Leben" ist da eigentlich gemeint. Das von Opel? Da ist mir dann aber ein Kia mit "nur" sieben Jahren Garantie bedeutend sympathischer ...
... die Opel-Konditionen für die "lebenslange" Garantie an (z.B. aktuell auf Spiegel online (wieder ein bißchen schneller ...)). Da ist die Kia-Garantie für sieben Jahre tatsächlich besser, denn was bei Opel da an Klauseln und Bedingungen drinsteckt – reiner GM-Marketingplunder.
Mittlerweile fahre ich meinen 4. Opel (Meriva A, 1.3 CDTI), nach Kadett-E, Omega-B und Corsa-C. Hatte nie Probleme, der Kadett sah kaum eine Werkstatt (ausser zum TÜV), der lief einfach nur (regelm. Check von Öl/Luft/sonst. Flüssigkeiten).
Der Omega hatte einmal in seiner gesamten Laufzeit ein Problem mit der elektr. Steuerung (V6), aber das darf passieren, wenn die Kiste hauptsächlich auf Autobahnen mit Geschwindigkeiten >=180Km/h betrieben wird. Der Corsa lief völlig unauffällig (1.2i, viele Stadt-/Kurzstrecken). Wenn ich mir da die tollen VW's meiner Verwand-/Bekanntschaft so anschaue, standen die pro Fahrzeug jetzt schon länger in der Garage als meine ganzen Opels zusammen... aber es muss(te) ja VW/Audi/SEAT sein.
Irgendwo nervt es, dieses gebashe mit "Die rosten doch" oder "ständig kaputt" usw.
Oder nörgelt man an VW herum, dass doch quasi an jedem Motor noch das Hakenkreuz mitfährt (ohne die gäbs die ja nicht)? Nein? Also... vielleicht sollten die Leute mal aktuelle Modelle aus Rüsselsheim (Bochum, Antwerpen, ...) fahren und sich ein AKTUELLES Bild (nichtmehr das aus den 70ern und 90ern) von Opel machen? Für einen aktuellen oder auch den letzten Astra (Kombi) würde ich jeden Mercedes/BMW/Audi stehenlassen (oder diese nehmen und dann verkaufen). Das Preis-/Leistungsverhältnis ist bei Opel wesentlich besser.
Ja, ich sehe auch vieleviele VWs, BMWs, Mercedes am Straßenrand der Autobahnen stehen, meist ist es die Elektronik. Das aber ist ein generelles Problem der Autoindustrie: Schnellschnell, hopphopp, mitten im Entwickleln wird das Ding schon verkauft/freigegeben (alle Marken, bestätigt wurde mir dies durch einen (wohl frustrierten) Ingenieur von einem Stuttgarter Autobauer).
Ich würde z.B. vor einem VW lieber einen Japaner nehmen (aber auch Toyota hat wohl in letzer Zeit etwas Pech).
Ich streichle meine Opels nicht, hatte trotzdem noch nie Probleme mit diesen. Deshalb sehe ich auch keinen Anlass, die Marke zu wechseln.
Bzgl. Blondine: Es geht nicht um's aussehen, da gibts spektakuläreres als einen Meriva. Ausschlaggebend war hier der Preis (Diesel, Alter, Zustand, Ausstattung) und der Platz. Oder kauft man sich überzeugt einen Mercedes (weil man schon immer Benz gefahren ist), weil diese besonders spektakulär aussehen? Ich kann z.B. mit den kleinen C- oder den E-Klassen nichts anfangen, die fahren sich (normalmotorisiert, keine 200 PS-Schüssel), zumindest für mich, ziemlich untermotorisiert, und Knarzen tun sie auch. ;-)
Falls sich die Zeitredaktion dafür Interessiert sollte man sich vielleicht auch mal um die geheimen Rückrufe kümmern. Schwere Mängel werden bei so manchem Autobauer einfach so beim nächsten Werkstattbesuch erlediget, was bis dorthin passiert (auch Unfälle werden in Kauf genommen) ist denen egal.
Opel hat aus seinen Fehlern gelernt und hat das ganze Vertuschen aufgegeben. Fehler werden in der Garantiezeit zumeist mit größter Sorgfalt beseitigt (habe ich selbst erlebt). Bei VW musste ich um jedes Ersatzteil betteln, obwohl die Schuld offensichtlich bei VW lag. (Ist ja ein VW der geht nicht von selbst Kaput, war dort der Standardspruch)
Opel war mal schlecht, doch seitdem GM die Zügel locker lässt, steigt die Qualität stetig. Es würde mich auch mal Interessieren um welche Modelle es sich genau gehandelt hat, die zurück gerufen wurden.
Wo Menschen sind, da werden auch Fehler gemacht. Groß ist der, der seine Fehler eingesteht und sie korrigiert.
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