Die Leere nach dem Einkaufsrausch
"Die Lebenskraft unserer Wirtschaft hängt ab von der Bereitschaft der Amerikaner, Geld auszugeben." Das sagte der damalige US-Präsident George W. Bush im Oktober 2001. Für den Fotografen Brian Ulrich war Bushs Appell der Anlass, das konsumorientierte Amerika im Bild festzuhalten. Seine Fotos zeigen das soziale und kulturelle Leben seiner Landsleute, wie es sich auf der Bühne der großen Einkaufszentren abspielt – und das, was davon bleibt, wenn die Shopping Malls aufgegeben werden. Dann werden sie zu Dark Stores, Dead Malls oder Ghostboxes, wie es im Jargon der Einzelhändler heißt. Triste Monumente vergangenen Glanzes.
Brian Ulrich lebt und arbeitet in Chicago und war Stipendiat der Guggenheim Stiftung. Seine Bilder sind von Freitag an in München zu sehen. Die Galerie f5,6 zeigt Dark Stores, Dead Malls & Ghostboxes bis zum 6. November 2010
- Datum 10.09.2010 - 09:33 Uhr
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Verlassene Gebäude finde ich immer spannend. Habe jetzt schon einige "Lost Places" fotografiert (http://urbex-cartoons.de), aber größere, leere Einkaufsmeilen findet man in unseren Breiten ja weniger.
Was mir gut gefällt sind die Perspektiven (typisch Architekturfotografie ohne "stürzenden Linien") sowie die düstere Stimmung, die auch durch die umgebende Dunkelheit bedingt ist.
Gerade habe ich den Artikel zur Rückkehr der Pickups in den USA gelesen. Ingesamt irgendwie ein seltsames Volk ...
"Dann werden sie zu Dark Stores, Dead Malls oder Ghostboxes, wie es im Jargon der Einzelhändler heißt." - genauso ist das in Amerika! Davon gibt es viele!
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