AKW-Laufzeiten Ein Kniefall vor der Lobby

Der Atomkompromiss beschädigt die Glaubwürdigkeit der schwarz-gelben Regierung. Nachhaltige Energiepolitik sieht anders aus. Ein Kommentar

Endlich. In der Nacht hat die schwarz-gelbe Bundesregierung die goldene Zahl im Atomstreit festgelegt . Im Schnitt sollen die Atomkraftwerke zwölf Jahre länger am Netz bleiben. Monatelang drehte sich die Energiepolitik Deutschlands nur noch um diese eine Zahl. Die Bürger erlebten ein peinliches Gefeilsche um Jahreszahlen – nicht um Sinn und Sicherheit von Kernenergie.

Dabei hatte sich Schwarz-Gelb im Koalitionsvertrag etwas ganz anderes vorgenommen: Ein "energiepolitisches Gesamtkonzept" wollte sie vorlegen. Einen Energiefahrplan also, wie Deutschland seine ambitionierten Klimaschutzziele erreicht und den Übergang ins "regenerative Zeitalter" schafft.

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Was nun beschlossen wurde, ist das genaue Gegenteil. Es ist ein fauler Kompromiss zwischen Bundesregierung und den Energieversorgern. Zu Recht schimpft die Opposition den gestrigen Sonntag einen "schwarzen Tag für die Energiepolitik Deutschland."

Denn was sind die Ergebnisse? Die Laufzeitverlängerung um im Schnitt zwölf Jahre kann im Extremfall bedeuten, dass neuere Meiler wie das Atomkraftwerk Emsland ("neuer" ist übrigens relativ, es ist seit dreißig Jahren am Netz) erst in dreißig, wenn nicht in vierzig Jahren vom Netz gehen werden. Welch wunderbare Gelddruckmaschine für die Stromkonzerne!

Eine Million Euro pro Tag lässt sich mit einem abgeschriebenen Atomkraftwerk verdienen. Und welch fatales Zeichen für andere Investoren. Denn auch wenn die Jahreszahl nun feststeht: Planungs- und Investitionssicherheit bedeutet das schon lang nicht. Erst recht nicht für Windmüller, Solarwirte und Kapitalgeber für Stromnetze.

Absurd auch, wie Schwarz-Gelb die Brennelementesteuer einzuführen gedenkt. 2,3 Milliarden Euro soll sie jährlich dem Bundesfinanzminister bringen. Vehement hatten die Stromkonzerne gegen die Steuer gekämpft, sogar Klagen in Brüssel angedroht. Sie hatten Erfolg: Zwar kommt die Steuer, jedoch nur sechs Jahre lang.

Seit wann werden Steuern von vornherein befristet eingeführt? Eine Regierung kann sie beschließen und dann irgendwann wieder abschaffen. Stattdessen entscheidet sich Schwarz-Gelb für einen öffentlichen Kniefall vor E.on und RWE. Zugleich verlässt sie sich auf freiwillige Abgaben der Atomwirtschaft für den Ausbau von Ökoenergien. Das ist eine Haushaltspolitik, die sich von der Kassenlage der Wirtschaft abhängig macht.

Und die Frage der Sicherheit, der Nachrüstung und Endlagerung des Atommülls? Spielt alles keine Rolle mehr. Das mit Trommelwirbel angekündigte Energiegutachten, das erst vergangene Woche präsentiert wurde? Taucht in den Reden der Regierung kaum noch auf. Die Regierung muss sich die Frage gefallen lassen, auf welcher Grundlage sie sich nun für die Verlängerung der Laufzeiten auf zwölf Jahren entscheidet. Wenn es nicht das als tendenziös geltende und widersprüchliche Energiegutachten war, was bleibt dann noch? Wohl nur das Feilschen zwischen Bundesregierung und Atomlobby.

Von einer "Revolution im Bereich der Energieversorgung" schwärmt Merkel nun , von einem "ausgewogenen Kompromiss" und dem "anspruchsvollsten energiepolitischen Programm" ihrer Minister Norbert Röttgen und Rainer Brüderle. Doch das kaschiert nicht, dass es klare Verlierer gibt.

Einer von ihnen heißt Norbert Röttgen, der für acht Jahre Laufzeitverlängerung plädiert hatte. Mit dem Energiepaket habe man nun die Ansprüche des Koalitionsvertrags erfüllt, ist er überzeugt. "Wohlstand für Alle – durch nachhaltiges Wirtschaften" heißt es dort auf Seite zwei. "Wohlstand für die Atomis" wäre treffender gewesen.

 
Leser-Kommentare
    • Olaf_H
    • 06.09.2010 um 13:43 Uhr

    [...]
    Bitte fördern Sie mit sachlichen Beiträgen eine interessante Diskussion. Danke. Die Redaktion/km

  1. Frau Uken hat völlig Recht. Mit Atomenergie kann man Geld verdienen. Mit alternativen Energien nicht. Die müssen subventioniert werden. Tja.

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    Klappt nur, weil der Steuerzahler den Müll wegräumt.

    Mag stimmen. Ich kann die Entscheidung der Regierung deshalb auch durchaus nachvollziehen. Laut SPIEGEL bringt der Beschluss den Konzernen 50 Mrd. (!) Euro, die wiederrum zum Teil in die Staatskasse fließen.

    Aber andererseits: wie sonst soll man die Industrie dazu bringen, Geld in Forschung nach anderen, effizienteren Möglichkeiten der Energiegewinnung zu stecken, wenn an den "alten" Möglichkeiten immer wieder und wieder festgehalten wird?

    • pumas
    • 06.09.2010 um 13:59 Uhr

    klappt auch nur, weil besagter Steuerzahler die nicht versicherbaren Risiken trägt

    • joG
    • 06.09.2010 um 14:01 Uhr

    ....werden. Sie werden aber subventioniert. Daher verdienen auch sehr viele Leute sehr viel Geld.

    Bitte nicht einfach solche Gerüchte in die Welt setzen! Es gibt durchaus Formen der Erneuerbaren Energien, die sich - auch ohne Subventionen - sogar schon seit Jahrzehnten lohnen. Z.B. Wasserkraft.
    Die Effizienz aller Alternativen Energietechniken hat sich im höchsten Maße gebessert und entwickelt sich stetig. Dieser Entwicklungsfortschritt war nur durch Subventionen möglich. Denn hier ist der Konkurrenzkampf groß und bei vielen kleinen und mittelständigen Unternehmen wären die Mittel gar nicht da gewesen.
    Dagegen haben die großen Stromkonzerne erst angefangen, nach Alternativen, Sauberkeit und Effizienz zu streben, als der Druck von außen größer wurde, oder wenn sie mal wieder ein Saubermann-Projekt für die Öffentlichkeitsarbeit brauchten. Das machen sie aber immer nur im gerade notwendigen Maß. Mit dem Rest machen sich Manager und Aktionäre die Taschen voll.

    • WiKa
    • 06.09.2010 um 14:28 Uhr

    Selbstverständlich kann man auch mit alternativ / regenerativen Energien Geld verdienen. Ich wage sogar einmal die Behauptung, hätte man konsequent alle Milliarden die in die Kernenergie versenkt wurden konsequent in diesen Bereich gesteckt, dann hätten wir heute schon kein Problem mehr mit Atom und Fossil. Das Potential ist da, nur wurde es viel zu stiefmütterlich begonnen.

    Es gibt aber einen Grund, den man an sich nicht aussprechen darf, warum diese Richtung nicht konsequent eingeschlagen wird. Eine Dezentralisierung der Energiewirtschaft in kleiner und privatere Bereiche könnten zur Autarkie führen und genau dies ist es was Lobby und Politik nicht wollen, weil es letztlich auch mehr Freiheit und Unabhängigkeit bedeutet.

    Tut mir Leid, diese Regierung hat schon lange abgewirtschaftet, leider ist auch keine bessere in Sicht. Und um es provokant zuende zu bringen, muss man sich den Amtseid der Kanzlerin nur mal in einer passenderen Auslegung vergegenwärtigen, so wie es inzwischen ein Normalsterblicher empfindet. Dieser neuerliche vermeintlich Kompromiss stinkt und strahlt und letztlich zahlt es doch sowieso der Verbraucher. Die Konzerne wird es nicht mit einem Cent belasten.

    Es gibt wohl keine Industrie, die mehr Subventionen erhalten hat, als die Atomindustrie.
    Und sie erhält sie immer noch.
    Und das Risiko ist nicht versichert.
    Und für die Müllentsorgung müssen unsere Ur-Ur-Ur-Ur-Ur … -Enkel noch sorgen.

    Klappt nur, weil der Steuerzahler den Müll wegräumt.

    Mag stimmen. Ich kann die Entscheidung der Regierung deshalb auch durchaus nachvollziehen. Laut SPIEGEL bringt der Beschluss den Konzernen 50 Mrd. (!) Euro, die wiederrum zum Teil in die Staatskasse fließen.

    Aber andererseits: wie sonst soll man die Industrie dazu bringen, Geld in Forschung nach anderen, effizienteren Möglichkeiten der Energiegewinnung zu stecken, wenn an den "alten" Möglichkeiten immer wieder und wieder festgehalten wird?

    • pumas
    • 06.09.2010 um 13:59 Uhr

    klappt auch nur, weil besagter Steuerzahler die nicht versicherbaren Risiken trägt

    • joG
    • 06.09.2010 um 14:01 Uhr

    ....werden. Sie werden aber subventioniert. Daher verdienen auch sehr viele Leute sehr viel Geld.

    Bitte nicht einfach solche Gerüchte in die Welt setzen! Es gibt durchaus Formen der Erneuerbaren Energien, die sich - auch ohne Subventionen - sogar schon seit Jahrzehnten lohnen. Z.B. Wasserkraft.
    Die Effizienz aller Alternativen Energietechniken hat sich im höchsten Maße gebessert und entwickelt sich stetig. Dieser Entwicklungsfortschritt war nur durch Subventionen möglich. Denn hier ist der Konkurrenzkampf groß und bei vielen kleinen und mittelständigen Unternehmen wären die Mittel gar nicht da gewesen.
    Dagegen haben die großen Stromkonzerne erst angefangen, nach Alternativen, Sauberkeit und Effizienz zu streben, als der Druck von außen größer wurde, oder wenn sie mal wieder ein Saubermann-Projekt für die Öffentlichkeitsarbeit brauchten. Das machen sie aber immer nur im gerade notwendigen Maß. Mit dem Rest machen sich Manager und Aktionäre die Taschen voll.

    • WiKa
    • 06.09.2010 um 14:28 Uhr

    Selbstverständlich kann man auch mit alternativ / regenerativen Energien Geld verdienen. Ich wage sogar einmal die Behauptung, hätte man konsequent alle Milliarden die in die Kernenergie versenkt wurden konsequent in diesen Bereich gesteckt, dann hätten wir heute schon kein Problem mehr mit Atom und Fossil. Das Potential ist da, nur wurde es viel zu stiefmütterlich begonnen.

    Es gibt aber einen Grund, den man an sich nicht aussprechen darf, warum diese Richtung nicht konsequent eingeschlagen wird. Eine Dezentralisierung der Energiewirtschaft in kleiner und privatere Bereiche könnten zur Autarkie führen und genau dies ist es was Lobby und Politik nicht wollen, weil es letztlich auch mehr Freiheit und Unabhängigkeit bedeutet.

    Tut mir Leid, diese Regierung hat schon lange abgewirtschaftet, leider ist auch keine bessere in Sicht. Und um es provokant zuende zu bringen, muss man sich den Amtseid der Kanzlerin nur mal in einer passenderen Auslegung vergegenwärtigen, so wie es inzwischen ein Normalsterblicher empfindet. Dieser neuerliche vermeintlich Kompromiss stinkt und strahlt und letztlich zahlt es doch sowieso der Verbraucher. Die Konzerne wird es nicht mit einem Cent belasten.

    Es gibt wohl keine Industrie, die mehr Subventionen erhalten hat, als die Atomindustrie.
    Und sie erhält sie immer noch.
    Und das Risiko ist nicht versichert.
    Und für die Müllentsorgung müssen unsere Ur-Ur-Ur-Ur-Ur … -Enkel noch sorgen.

  2. Das war's. Damit hat sie sich ihren letzen Funken an Souveränität nehmen lassen. Einen großen Teil des Volkes im Rücken aufzugeben, kann aus meiner Sicht nur unter starkem Druck passieren. Hat sie jedoch aus freien Stücken so entschieden, dann hat sie die Demokratie heute mal wieder mit Füßen getreten. Hoffentlich vergessen die Deutschen das nicht bis zur nächsten Wahl. Ich wette, sie spekuliert darauf.

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    • keox
    • 06.09.2010 um 14:26 Uhr

    "Der Atomkompromiss beschädigt die Glaubwürdigkeit der schwarz-gelben Regierung."

    deklassiert jedes 'british understatement'.

    • keox
    • 06.09.2010 um 14:26 Uhr

    "Der Atomkompromiss beschädigt die Glaubwürdigkeit der schwarz-gelben Regierung."

    deklassiert jedes 'british understatement'.

  3. Klappt nur, weil der Steuerzahler den Müll wegräumt.

  4. "Der Atomkompromiss beschädigt die Glaubwürdigkeit der schwarz-gelben Regierung"

    Da hab ich aufgehört zu lesen.

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    Redaktion

    Hallo limpdaepl
    schade, dass Sie schon bei der Unterzeile ausgestiegen sind. Es geht bei diesem Energiekonzept ja eben auch darum, wie Entscheidungen getroffen werden und auf welcher Grundlage. Und das ist diesmal wahrlich schlecht begründet.
    Besten Gruß
    M.Uken

    Die Glaubwürdigkeit dieser Regierungsmeschpoke liegt doch schon bei Null.

    Dieser Atombeschluß setzt doch nach Mövenpick und "dem sozial ausgewogenen Sparpaket", das ausschließlich die kleinen Leute (teilweise grausam) trifft und die Industrie überhaupt nicht, mal wieder ein weiteres Sahnehäubchen bei der planmäßig verlaufenden Umverteilung von unten nach oben.

    Vor allem, weil alle diese "merkwürdigen" Entscheidungen wider besseren Wissens getroffen wurden, leidet Glaubwürdigkeit.

    Was glauben Sie, wer diese Abgaben der Atomindustrie am Ende an der Steckdose bezahlt?

    Da haben wir seit der privatisierten Monopolbildung stetig steigende deutlich überhöhte Strompreise, überhöhte Netzgebühren von ca. 18 Mrd, von denen nur max. 5 Mrd reinvestiert wurden, aber über hohe KOsten für Netzerweiterungen gejammert wird, die jemand anders tragen sollte. Dazu eine vermeintliche Strombörse, die nur dazu dient, die Preishochschaukelei zu verschleiern. Und Last but not least die Ausweisung kostenlos erhaltener CO2-Zertifikate als zusätzlichen Aufschlag in den Strompreis.

    Die Stromerzeugung kostet zwischen 1 bis 3 Cent/kwh, für die Netze reichen um die 2 Cent, dazu Steuern und verdienen sollen die natürlich auch was.

    Ich kann mich noch sehr gut an 19 DM Grundgebühr und 19 Pfennig/kwh erinnern. Ist ja gerade mal 10 Jahre her. Rechnen Sie das mal in Euro um und schauen auf den aktuellen Preis. Entweder haben wir extreme Inflation oder aber die vier Großen verdienen sich dumm bis dämlich.

    Redaktion

    Hallo limpdaepl
    schade, dass Sie schon bei der Unterzeile ausgestiegen sind. Es geht bei diesem Energiekonzept ja eben auch darum, wie Entscheidungen getroffen werden und auf welcher Grundlage. Und das ist diesmal wahrlich schlecht begründet.
    Besten Gruß
    M.Uken

    Die Glaubwürdigkeit dieser Regierungsmeschpoke liegt doch schon bei Null.

    Dieser Atombeschluß setzt doch nach Mövenpick und "dem sozial ausgewogenen Sparpaket", das ausschließlich die kleinen Leute (teilweise grausam) trifft und die Industrie überhaupt nicht, mal wieder ein weiteres Sahnehäubchen bei der planmäßig verlaufenden Umverteilung von unten nach oben.

    Vor allem, weil alle diese "merkwürdigen" Entscheidungen wider besseren Wissens getroffen wurden, leidet Glaubwürdigkeit.

    Was glauben Sie, wer diese Abgaben der Atomindustrie am Ende an der Steckdose bezahlt?

    Da haben wir seit der privatisierten Monopolbildung stetig steigende deutlich überhöhte Strompreise, überhöhte Netzgebühren von ca. 18 Mrd, von denen nur max. 5 Mrd reinvestiert wurden, aber über hohe KOsten für Netzerweiterungen gejammert wird, die jemand anders tragen sollte. Dazu eine vermeintliche Strombörse, die nur dazu dient, die Preishochschaukelei zu verschleiern. Und Last but not least die Ausweisung kostenlos erhaltener CO2-Zertifikate als zusätzlichen Aufschlag in den Strompreis.

    Die Stromerzeugung kostet zwischen 1 bis 3 Cent/kwh, für die Netze reichen um die 2 Cent, dazu Steuern und verdienen sollen die natürlich auch was.

    Ich kann mich noch sehr gut an 19 DM Grundgebühr und 19 Pfennig/kwh erinnern. Ist ja gerade mal 10 Jahre her. Rechnen Sie das mal in Euro um und schauen auf den aktuellen Preis. Entweder haben wir extreme Inflation oder aber die vier Großen verdienen sich dumm bis dämlich.

  5. Mag stimmen. Ich kann die Entscheidung der Regierung deshalb auch durchaus nachvollziehen. Laut SPIEGEL bringt der Beschluss den Konzernen 50 Mrd. (!) Euro, die wiederrum zum Teil in die Staatskasse fließen.

    Aber andererseits: wie sonst soll man die Industrie dazu bringen, Geld in Forschung nach anderen, effizienteren Möglichkeiten der Energiegewinnung zu stecken, wenn an den "alten" Möglichkeiten immer wieder und wieder festgehalten wird?

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    Mag stimmen. Ich kann die Entscheidung der Regierung deshalb auch durchaus nachvollziehen. Laut SPIEGEL bringt der Beschluss den Konzernen 50 Mrd. (!) Euro, die wiederrum zum Teil in die Staatskasse fließen.

    Aha, Die Regierung legt ein "sozial ausgwogenes" Sparpaket auf, dass ausschließlich die kleinen Leute belastet und dann soll der überwiegende Teil dieser Bevölkerung noch einmal das gleiche ausgeben für die Erhöhung der Stromkosten, ohne das dieser sehr deutlich billiger würde?

    Wer zahlt denn die 50 Mrd. schlußendlich an der Steckdose?

    Leute wie Sie und ich.

    Gleichzeitig Alternative Energien voranzutreiben, die nötigen Dezentralisierungen vorzunehmen gegen den Willen der 4 Großen dürfte verdammt schwer sein.

    Entweder ist das jetzt Anlaß für Trotzreaktionen eines "nun erst recht" oder die regionalen Erzeuger geben auf, wie die 4 Großen das hoffen.

    Mag stimmen. Ich kann die Entscheidung der Regierung deshalb auch durchaus nachvollziehen. Laut SPIEGEL bringt der Beschluss den Konzernen 50 Mrd. (!) Euro, die wiederrum zum Teil in die Staatskasse fließen.

    Aha, Die Regierung legt ein "sozial ausgwogenes" Sparpaket auf, dass ausschließlich die kleinen Leute belastet und dann soll der überwiegende Teil dieser Bevölkerung noch einmal das gleiche ausgeben für die Erhöhung der Stromkosten, ohne das dieser sehr deutlich billiger würde?

    Wer zahlt denn die 50 Mrd. schlußendlich an der Steckdose?

    Leute wie Sie und ich.

    Gleichzeitig Alternative Energien voranzutreiben, die nötigen Dezentralisierungen vorzunehmen gegen den Willen der 4 Großen dürfte verdammt schwer sein.

    Entweder ist das jetzt Anlaß für Trotzreaktionen eines "nun erst recht" oder die regionalen Erzeuger geben auf, wie die 4 Großen das hoffen.

  6. Es ist Absurd Atomkraftwerke abzuschalten!
    Und das merken auch langsam die Politiker. Der grüne "Hype" ist in sich nicht stimmig.

    Ich verstehe nicht, warum die Mehrheit der Deutschen für eine Abschaltung ist... denn das würde eine enorme! Preissteigerung für Strom bedeutet.ENORME. Das kann doch nicht im Sinne der Deutschen sein.

    Auch die Brennelementsteuer ist Blödsinn. Wer bezahlt die denn bitte am Ende? BWL erster Kurs: Kosten spiegeln sich im Preis wieder. So einfach.

    Lustig zu beobachten ist: Im Ausland werden Atomkraftwerke unter Hochdruck gebaut. Und Deutschland baut sie ab. Alle haben Unrecht. Nur Deutschland nicht.Klar.:)

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    dabei ist es dann wohl auch geblieben... ;-))

    • WiKa
    • 06.09.2010 um 14:39 Uhr

    so kann man auch nur argumentieren wenn man nur die drei Buchstaben B W und L kennt. Machen sie mal eine Vollkostenrechnung unter Einbeziehung der Sicherung des Atommülls über die Halbwertzeit von ca. 32.000 Jahren … verkaufen das ihren Urenkeln und schauen mal wie schnell die Ihnen einen Vogel zeigen werden.

    Darüber hinaus wäre es weise auszusteigen, da die Preise für Uran mächtig anziehen (schon angezogen sind) und auch wohl in diesem Bereich irgendwann mit einer Knappheit zu rechnen ist. Dann wird Atomstrom in jeder Hinsicht Luxus.

    Besser sie machen noch mal eine Runde BWL pur, muss gar nicht unter ökologischen und nachhaltigen Aspekten sein, dann wird ihnen bei der Kapitalisierung der erwähnten Imponderabilien schon die Schädeldecke wackeln.

    Abgesehen davon haben nicht einmal ein vernünftiges Entsorgungskonzept für den Atommüll, wie wollen sie da die Kosten überhaupt ermitteln? Aber fest steht, die Probleme in dem Bereich werden nur auf Folgegenerationen verschoben.

    • Keito
    • 06.09.2010 um 17:25 Uhr

    Nic,

    ich hoffe, Sie müssen mit Ihren BWL-Kenntnissen kein Geld verdienen.
    > Auch die Brennelementsteuer ist Blödsinn. Wer bezahlt die denn bitte am Ende? BWL erster Kurs: Kosten spiegeln sich im Preis wieder. So einfach. (Zitat Ende)

    Der Preis orientiert sich an dem, was der Markt bezahlt. Intel beispielsweise hat eine Marge von mehr als 50%, d.h. die Produkte kosten mehr als das Doppelte der Produktion.

    Schaun sie sich doch mal die Börsenkurse von RWE der letzten 10 Jahre an und vergleichen Sie Ihre Stromrechnung von damals und heute. Sie zahlen bei gleichem Verbrauch viel mehr und die Differenz ging nur mit wenigen % für die Kosten drauf, das meiste haben die Aktionäre.
    Sie sollten sich auch über die Bedeutung der Preise an der Strombörse Leipzig für Ihre Rechnung und die Berichte über die Manipulation (nach oben) informieren.

    Am meisten schadet uns Verbrauchern, dass die großen 4 so sehr den Strommarkt und auch die Leitungsnetze kontrollieren.

    Verzichten Sie auf Beleidigungen. Die Redaktion / mh

    Es gibt ein Wort dafür, wenn sich eine Frau dafür bezahlen lässt, alles zu tun, was ein Mann will...und genau dieses Wort passt ab heute auch auf unsere Kanzlerin.

    • Zack34
    • 06.09.2010 um 22:28 Uhr

    damit kämen Sie sehr weit.

    Nun ich weiß nicht, wo Sie leben. Aber in der Bundesrepublik kann es nicht sein. Denn anscheinend sagt Ihnen Asse rein gar nichts. Und das Lager ist am Rande eines GAUs.

    Ja, "SO einfach".

    So wirds kommen:
    Die neue Brennelementsteuer zahlen die Verbraucher.
    Na klar.
    Die wird nämlich auf die Strompreise draufgeschlagen von den EVU's. (Die zusätzlichen Gewinne der EVU's durch das heutige Merkelgeschenk ist längst vergessen dann)
    Guuuut, dass sie befristet ist, die Steuer, auf 6 Jahre (Halbapostelzahl)
    Na klar.
    Nach sechs Jahren werden dann endlich wieder die Strompreise gesenkt.
    :-OO

    Gut dass die Solidaritätssteuer nicht befristet wurde seinerzeit. d
    Die hat sicher noch einige Apostelperioden vor sich.
    :-OO

    Gruß an alle Volksverdreher

    Max Stockhaus

    dabei ist es dann wohl auch geblieben... ;-))

    • WiKa
    • 06.09.2010 um 14:39 Uhr

    so kann man auch nur argumentieren wenn man nur die drei Buchstaben B W und L kennt. Machen sie mal eine Vollkostenrechnung unter Einbeziehung der Sicherung des Atommülls über die Halbwertzeit von ca. 32.000 Jahren … verkaufen das ihren Urenkeln und schauen mal wie schnell die Ihnen einen Vogel zeigen werden.

    Darüber hinaus wäre es weise auszusteigen, da die Preise für Uran mächtig anziehen (schon angezogen sind) und auch wohl in diesem Bereich irgendwann mit einer Knappheit zu rechnen ist. Dann wird Atomstrom in jeder Hinsicht Luxus.

    Besser sie machen noch mal eine Runde BWL pur, muss gar nicht unter ökologischen und nachhaltigen Aspekten sein, dann wird ihnen bei der Kapitalisierung der erwähnten Imponderabilien schon die Schädeldecke wackeln.

    Abgesehen davon haben nicht einmal ein vernünftiges Entsorgungskonzept für den Atommüll, wie wollen sie da die Kosten überhaupt ermitteln? Aber fest steht, die Probleme in dem Bereich werden nur auf Folgegenerationen verschoben.

    • Keito
    • 06.09.2010 um 17:25 Uhr

    Nic,

    ich hoffe, Sie müssen mit Ihren BWL-Kenntnissen kein Geld verdienen.
    > Auch die Brennelementsteuer ist Blödsinn. Wer bezahlt die denn bitte am Ende? BWL erster Kurs: Kosten spiegeln sich im Preis wieder. So einfach. (Zitat Ende)

    Der Preis orientiert sich an dem, was der Markt bezahlt. Intel beispielsweise hat eine Marge von mehr als 50%, d.h. die Produkte kosten mehr als das Doppelte der Produktion.

    Schaun sie sich doch mal die Börsenkurse von RWE der letzten 10 Jahre an und vergleichen Sie Ihre Stromrechnung von damals und heute. Sie zahlen bei gleichem Verbrauch viel mehr und die Differenz ging nur mit wenigen % für die Kosten drauf, das meiste haben die Aktionäre.
    Sie sollten sich auch über die Bedeutung der Preise an der Strombörse Leipzig für Ihre Rechnung und die Berichte über die Manipulation (nach oben) informieren.

    Am meisten schadet uns Verbrauchern, dass die großen 4 so sehr den Strommarkt und auch die Leitungsnetze kontrollieren.

    Verzichten Sie auf Beleidigungen. Die Redaktion / mh

    Es gibt ein Wort dafür, wenn sich eine Frau dafür bezahlen lässt, alles zu tun, was ein Mann will...und genau dieses Wort passt ab heute auch auf unsere Kanzlerin.

    • Zack34
    • 06.09.2010 um 22:28 Uhr

    damit kämen Sie sehr weit.

    Nun ich weiß nicht, wo Sie leben. Aber in der Bundesrepublik kann es nicht sein. Denn anscheinend sagt Ihnen Asse rein gar nichts. Und das Lager ist am Rande eines GAUs.

    Ja, "SO einfach".

    So wirds kommen:
    Die neue Brennelementsteuer zahlen die Verbraucher.
    Na klar.
    Die wird nämlich auf die Strompreise draufgeschlagen von den EVU's. (Die zusätzlichen Gewinne der EVU's durch das heutige Merkelgeschenk ist längst vergessen dann)
    Guuuut, dass sie befristet ist, die Steuer, auf 6 Jahre (Halbapostelzahl)
    Na klar.
    Nach sechs Jahren werden dann endlich wieder die Strompreise gesenkt.
    :-OO

    Gut dass die Solidaritätssteuer nicht befristet wurde seinerzeit. d
    Die hat sicher noch einige Apostelperioden vor sich.
    :-OO

    Gruß an alle Volksverdreher

    Max Stockhaus

  7. Werte Frau Uken, es ist wirklich kaum zu fassen.

    Sie bezeichnen eine weitere zusätzliche Abgabe an den Ökofonds neben der kürzlich beschlossenen Brennelementesteuer als "Wohlstand für die Atomis"?

    Demnach steigert jegliche zusätzliche finanzielle Belastung den Wohlstand. So stellt man Fakten auf den Kopf.

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    Redaktion

    Hallo Thomas Ernst
    nein, ich bezeichne die Laufzeitverlängerung als Möglichkeit der Stromkonzerne, ihre Gewinne zu mehren - nicht die Abschöpfung eines Teils davon.
    Gruß
    M.Uken

    Redaktion

    Hallo Thomas Ernst
    nein, ich bezeichne die Laufzeitverlängerung als Möglichkeit der Stromkonzerne, ihre Gewinne zu mehren - nicht die Abschöpfung eines Teils davon.
    Gruß
    M.Uken

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