USA Jetzt greift der Staat ein
Verkehr, Energie, Export: Obama pumpt Milliarden in die Wirtschaft und bekommt Beifall von Ökonomen. Nur so könne man den Abstieg Amerikas verhindern.
© David McNew/Getty Images

Windpark nahe Palm Springs: Wie hier in Kalifornien sollen Zukunftstechnologien neue Arbeitsplätze schaffen
Barack Obama macht sich nichts vor. "Es wird länger dauern, als wir alle wollen, um aus diesem Loch herauszukommen", sagt der US-Präsident. Bis zur Kongresswahl im November wird die Arbeitslosigkeit kaum so weit sinken, dass eine Schlappe der Demokraten noch verhindert werden kann. Die Programme, die der Präsident in diesen Tagen im 24-Stunden-Takt präsentiert, sollen zwar auch kurzfristig die Wirtschaft ankurbeln. Ihre wahre Wirkung wird sich aber erst in Jahren zeigen.
Am Mittwoch will Obama in Cleveland vor die Kameras treten und den Unternehmen 200 Milliarden Dollar schenken – unter einer Bedingung. Sie müssen 2011 auf Teufel komm raus investieren. Ihre alten Fabriken aufmotzen zum Beispiel und neue Maschinen kaufen. Dafür dürfen sie Neuanschaffungen dann zu 100 Prozent von der Steuer absetzen, egal ob es sich um Computer oder Stromgeneratoren handelt, wie die New York Times schreibt. Das soll ein Investitionsfeuerwerk auslösen, hofft das Weiße Haus.
Es ist nur einer von vielen Schritten Obamas zur Modernisierung der kriselnden Wirtschaft. Denn längst ist klar, dass das Land nicht nur unter dem Auf und Ab des normalen Konjunkturzyklus leidet. "Wir sind nicht nur in einer Wachstumsdelle. Wir stecken in einem strukturellen Schlamassel", sagt etwa der Wirtschaftsnobelpreisträger Edmund Phelps. Seit einem Jahrzehnt sinke die Zahl der Innovationen in den USA. Das Land fällt zurück, und die Arbeitslosigkeit steigt, zuletzt auf 9,6 Prozent.
Willy Shih macht dafür auch die Auslagerung der Produktion nach Asien verantwortlich. Der Professor an der Harvard Business School trauert weniger den Jobs am Fließband hinterher. "Bei der Produktion, bei der eigentlichen Erstellung des Produkts, entstehen viele Innovationen", sagt Shih. In Deutschland etwa finde im Maschinen- und Werkzeugbau der gesamte Innovations- und Produktionsprozess häufig noch an einem Ort statt. Das sei nun ein Vorteil, denn Innovationen zögen stets Investitionen und damit neue Arbeitsplätze nach sich.
Den Schlüssel für neue Jobs sehen Ökonomen wie Phelps und Shih in strukturellen Investitionen in Bildung, Forschung, Entwicklung – und Infrastruktur. Denn Amerikas Straßen und Schienen verfallen. Auf den Highways, dem Symbol amerikanischer Mobilität, häufen sich kilometerlange Staus. Die Züge der Bahngesellschaft Amtrak sind langsam und veraltet. Verbesserungen brauchen einen langen Atem, und Erfolge sind kaum innerhalb einer Wahlperiode sichtbar. Insgesamt müssten die USA mehr als 2100 Milliarden Dollar in die Modernisierung von Straßen und Brücken sowie in die Wasserversorgung stecken, hat der Verband der amerikanischen Ingenieure ASCE ausgerechnet. "Das alles erfordert Weitsicht, vor allem von Politikern", sagt Shih.
- Datum 08.09.2010 - 06:59 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Die Einsicht, dass Innovation und Produktion sich gegenseitig stärken, ist vielleicht der Wendepunkt zu einer Erneuerung der amerikanischen Wirtschaft.
Defensive Haushaltspolitik führte zwangsläufig in chronische Degeneration des Landes.
Eine weitere starke Abwertung des Dollars ist dabei locker in Kauf zu nehmen. Billiger kann sich Amerika nicht entschulden als durch Arbeit statt Papiergeld.
Ich bin mir noch nicht sicher, was ich davon halten soll.. entweder das wird ein voller Erfolg, oder ein totaler Flop. Entweder die Maßnahmen ziehen oder die Schulden steigen bis zu dem Punkt, wo gar nichts mehr geht.
Es sieht so aus, als würde Obama alles auf eine Karte setzen.. oder tut er bloß was notwendig ist?
Wie spannend :)
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die Flucht nach vorne an.
Das jedoch ist gefährlich für alle Gläubiger (China)und auch für den Weltfrieden!
Denn der letzte Ausweg ist nicht Inflation sondern Krieg!
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die Flucht nach vorne an.
Das jedoch ist gefährlich für alle Gläubiger (China)und auch für den Weltfrieden!
Denn der letzte Ausweg ist nicht Inflation sondern Krieg!
Es hat lange keinen so eifrigen und meiner Meinung nach fähigen US-Präsidenten gegeben. Er geht neue Wege, wenn er es für fachlich richtig und nötig erachtet. Was für ein Unterschied zu Bush! Ich hoffe er schafft die zweite Amtszeit!
....wenn sein Programm tatsächlich in Gang kommen sollte. Einige Maßnahmen werden positive Wirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft haben andere nicht. Von vielen wird es Jahre brauchen, bis sie laufen und bis sie dann wiederum einschätzbar werden.
Die Staatsschuld ist ein begrenzender Faktor. Zwar ist der Punkt noch nicht erreicht, an dem es gefährlich wird, wenn die mit ihr bezahlten Leistungen rechtzeitig die Produktivität heben. Das ist ein großes "Wenn" und ein großes "Wann".
...notfalls Staatsanleihen aufkauft, sind die Staatsschulden eben kein begrenzender Faktor. Was Probleme machen könnte, ist der Wert des Dollar, da dieser ja spekulativ gehandelt wird, könnte es durchaus passieren, dass er stark abwertet (vor allem wenn das Rohstoff-Dollar-Monopol fallen sollte). Da die Amis derzeit extrem importabhängig sind, könnten sie sich damit eine Inflation ins Haus holen (die ansonsten kaum droht, da ja heftige Rezession herrscht).
Aber das sind alles wilde Spekulationen, solange die Chinesen weiter ihre Währung dumpen um weltweites KnowHow zu stehlen, solange werden die Amis wohl nichts befürchten müssen.
...notfalls Staatsanleihen aufkauft, sind die Staatsschulden eben kein begrenzender Faktor. Was Probleme machen könnte, ist der Wert des Dollar, da dieser ja spekulativ gehandelt wird, könnte es durchaus passieren, dass er stark abwertet (vor allem wenn das Rohstoff-Dollar-Monopol fallen sollte). Da die Amis derzeit extrem importabhängig sind, könnten sie sich damit eine Inflation ins Haus holen (die ansonsten kaum droht, da ja heftige Rezession herrscht).
Aber das sind alles wilde Spekulationen, solange die Chinesen weiter ihre Währung dumpen um weltweites KnowHow zu stehlen, solange werden die Amis wohl nichts befürchten müssen.
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die Flucht nach vorne an.
Das jedoch ist gefährlich für alle Gläubiger (China)und auch für den Weltfrieden!
Denn der letzte Ausweg ist nicht Inflation sondern Krieg!
... du eine konkrete Kriegsgefahr? Zugegeben, ein evtl. Verlust des Dollarmonopols könnte USA zu diversen Aktionen motivieren, hat es ja schon beim Irak. Aber das hat wenig mit dem Schuldenstand der Amis zu tun. Oder denkst du die Chinesen machen Krieg? Das glaube ich kaum, die sind ja die Gewinner der momentanen Weltwirtschaftslage, sie haben mit ihrem Dumping (welchem sie die enormen Devisenberge verdanken) Industrie und KnowHow massenweise aus dem Rest der Welt gelockt und egal was währungsmässig passiert, sie stehen gut da. Ich bezweifle, dass sie je konkret vorhatten das Geld in Amiland zu investieren, das würde den Macht- und Wirtschaftsfeind ja nur unnötig stärken.
... du eine konkrete Kriegsgefahr? Zugegeben, ein evtl. Verlust des Dollarmonopols könnte USA zu diversen Aktionen motivieren, hat es ja schon beim Irak. Aber das hat wenig mit dem Schuldenstand der Amis zu tun. Oder denkst du die Chinesen machen Krieg? Das glaube ich kaum, die sind ja die Gewinner der momentanen Weltwirtschaftslage, sie haben mit ihrem Dumping (welchem sie die enormen Devisenberge verdanken) Industrie und KnowHow massenweise aus dem Rest der Welt gelockt und egal was währungsmässig passiert, sie stehen gut da. Ich bezweifle, dass sie je konkret vorhatten das Geld in Amiland zu investieren, das würde den Macht- und Wirtschaftsfeind ja nur unnötig stärken.
...macht ein aber neugierig auf die Zukunft. Hoffentlich wird das von der Wirtschaft richtig umgesetzt. Das Volk zieht dann nach.
via ZEIT ONLINE plus App
damit die Amis das Geld verzocken. Unglaublich!
Ist schon praktisch wenn man die Weltbank, IWF und Konsorten unter seiner Kontrolle hat.
Würde Obama einfach den völlig wahnwitzigen Militärhaushalt zurückfahren, bräuchte er sich nicht noch weiter zu verschulden.
Wer ist eigentlich Friedensnobelpreisträger?
"...damit die Amis das Geld verzocken. Unglaublich!
Ist schon praktisch wenn man die Weltbank, IWF und Konsorten unter seiner Kontrolle hat."
Ja, auffällig, wie wenig die Amis auf die Ratschläge geben, die sie dem Rest der Welt erteilen. Nur sind die weltweiten "Experten" und Politiker offensichtlich zu dumm um das zu bemerken und hecheln immer noch diesen unfähigen Instituten hinterher :-)
Allerdings muss die Welt nicht sparen, wenn USA Geld druckt, das passt irgendwie nicht zusammen. Dass wir sparen ist unsere eigene Blödheit und ideologische Verblendung, nichts weiter.
"...damit die Amis das Geld verzocken. Unglaublich!
Ist schon praktisch wenn man die Weltbank, IWF und Konsorten unter seiner Kontrolle hat."
Ja, auffällig, wie wenig die Amis auf die Ratschläge geben, die sie dem Rest der Welt erteilen. Nur sind die weltweiten "Experten" und Politiker offensichtlich zu dumm um das zu bemerken und hecheln immer noch diesen unfähigen Instituten hinterher :-)
Allerdings muss die Welt nicht sparen, wenn USA Geld druckt, das passt irgendwie nicht zusammen. Dass wir sparen ist unsere eigene Blödheit und ideologische Verblendung, nichts weiter.
versetzt dem totkranken Patienten USA damit den Gnadenschuss!
Und das alles natürlich, wie bei den Klimahysterikern üblich,
auf Pump! Die nicht konkurenzfähige USA_Industrie wird damit
noch weiter zurückfallen. Das alles aber wird Obama nichts helfen denn die amerikanische Öffentlichkeit hat ihn als Dampfplauderer und mainstream-Schwätzer entlarvt. Das Ur-Amerika, das System der freinen Bürger welches Amerika so stark gemacht hat, meldet sich zurück. Obamas Traum von einer
gigantischen Ökologismusdiktatur ist augeträumt und auch Europa wird sich über Kurz oder Lang von diesen Diktatoren befreien! Es lebe der freie Bürger! Ein Sarrazin reicht nicht!
Sarrazin for president!
"Und das alles natürlich, wie bei den Klimahysterikern üblich,
auf Pump!"
Vielleicht ist es dir noch nicht aufgefallen, aber irgendwann wird das Öl alle sein, Klimawandel hin- oder her, und dann sollte man entsprechende Alternativen aufgebaut haben. Allemal billiger als in alle ölfördernden Länder einzumarschieren, wie bisher.
Und natürlich auf "Pump" wie auch sonst? Geld entsteht nunmal nur durch Kredite und wenn die Privaten sparen, muss der Staat das ausgleichen, sonst kommts zur knallharten Depression. Die USA müssen das Geld nicht ernsthaft leihen, sie bekommen es notfalls von der FED, dh. sie können die Beträge beliebig in die Höhe jubeln, ohne dass es Probleme gibt.
"hat ihn als Dampfplauderer"
Ist auch nicht ganz einfach, wenn die Repub. ständig querschiessen. Obama hat viel zu wenig Macht, auch gegen die Konzerne und den Geldadel, man kann ihm allenfalls vorwerfen, dass er das zu spät erkannt/benannt hat und vielleicht auch nicht immer ganz ehrlich ist. Immer noch tausendmal besser als sein Vorgänger.
unserer Oligarchie wünschen Sie sich also mächtige Demagogen?!
Wie wäre es denn mit einer direkten Demokratie, organisiert über das Internet, und mit politischen Zentren in jeder Stadt? Der somit das Volk repräsentierende Staat könnte dann die "systemrelevanten" Banken und Konzerne in seine Fittiche nehmen, und das Kapital sich selber (den Bürgern) zukommen lassen.
Dann hätten fragwürdige Organisationen wie die Bilderberger auch weniger zu melden, ohne dass wir auf das Wohlwollen eines Sarrazins (!) angewiesen wären.
"Und das alles natürlich, wie bei den Klimahysterikern üblich,
auf Pump!"
Vielleicht ist es dir noch nicht aufgefallen, aber irgendwann wird das Öl alle sein, Klimawandel hin- oder her, und dann sollte man entsprechende Alternativen aufgebaut haben. Allemal billiger als in alle ölfördernden Länder einzumarschieren, wie bisher.
Und natürlich auf "Pump" wie auch sonst? Geld entsteht nunmal nur durch Kredite und wenn die Privaten sparen, muss der Staat das ausgleichen, sonst kommts zur knallharten Depression. Die USA müssen das Geld nicht ernsthaft leihen, sie bekommen es notfalls von der FED, dh. sie können die Beträge beliebig in die Höhe jubeln, ohne dass es Probleme gibt.
"hat ihn als Dampfplauderer"
Ist auch nicht ganz einfach, wenn die Repub. ständig querschiessen. Obama hat viel zu wenig Macht, auch gegen die Konzerne und den Geldadel, man kann ihm allenfalls vorwerfen, dass er das zu spät erkannt/benannt hat und vielleicht auch nicht immer ganz ehrlich ist. Immer noch tausendmal besser als sein Vorgänger.
unserer Oligarchie wünschen Sie sich also mächtige Demagogen?!
Wie wäre es denn mit einer direkten Demokratie, organisiert über das Internet, und mit politischen Zentren in jeder Stadt? Der somit das Volk repräsentierende Staat könnte dann die "systemrelevanten" Banken und Konzerne in seine Fittiche nehmen, und das Kapital sich selber (den Bürgern) zukommen lassen.
Dann hätten fragwürdige Organisationen wie die Bilderberger auch weniger zu melden, ohne dass wir auf das Wohlwollen eines Sarrazins (!) angewiesen wären.
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