Integration Sarrazin nutzte Bundesbank-Ressourcen für sein Buch
Sarrazin will Bundesbanker bleiben und besteht darauf, sein Buch sei Privatsache. Nach ZEIT-Informationen nutzte er die Ressourcen seines Arbeitgebers mehr als bekannt.
Der umstrittene Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin hat sich bei den Recherchen für sein Buch Deutschland schafft sich ab der Ressourcen der Bundesbank bedient – nach Informationen der Wochenzeitung DIE ZEIT umfassender als bisher bekannt.
Demnach nutzte der SPD-Politiker über einen Assistenten die Bibliothek der Frankfurter Notenbank, um sich Material zu besorgen. Außerdem ließ er durch sein Büro bei der Bundesbank Statistiken bei der Berliner Repräsentanz der Industrieländerorganisation OECD bestellen.
Die Bundesbank hat die Abberufung Sarrazins beantragt. Über den Antrag muss Bundespräsident Christian Wulff entscheiden.
Sollte es zu einem Verfahren kommen, könnte die Frage der Nutzung von Bundesbankressourcen eine wichtige Rolle spielen, weil Sarrazin bisher argumentiert, sein umstrittenes Buch als Privatmann geschrieben zu haben.
- Datum 08.09.2010 - 11:41 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 342
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Und zur Aufklärung der Bevölkerung. Ist das zu verurteilen?
... ja, die private Nutzung von Dienstprivilegien ist tatsächlich ein Problem und ein Entlassungsgrund. Hier handelt es sich nicht um einen wenige Cent teuren Pfandbon sondern um Ressourcen, die sehr teuer in Anschaffung und Unterhalt - und nicht öffentlich zugänglich - sind. Zumal ein Job bei einer Institution wie der Bundesbank auch Türöffner sein kann, so dass man einfacher an Informationen kommt; das fällt dann wieder direkt auf den Arbeitgeber bzw. das Institut zurück, wenn die Informationen zweckentfremdet genutzt werden. Der Dienstgeber bzw. der Vorgesetzte hätte informiert werden und die prvate Nutzung hätte genehmigt werden müssen.
http://sz-magazin.sueddeu...
"Sarrazin gab zu, dass er keinerlei Statistiken dazu habe. Er gab zu, dass es solche Statistiken auch gar nicht gibt."
[…]
"Thilo Sarrazin behauptet also etwas, von dem er schlicht und einfach nichts weiß. Wenn man aber keine Zahl hat, erklärte Sarrazin dem Reporter weiter, muss »man eine schöpfen, die in die richtige Richtung weist, und wenn sie keiner widerlegen kann, dann setze ich mich mit meiner Schätzung durch«. "
Die Aufgabe des Herrn S als Bundesbankvorstand besteht nicht in der "Aufklärung" der deutschen Bevölkerung. Was heißt hier überhaupt Aufklärung im Hinblick auf dieses zusammengestöpselte Statistiken-Konglomerat?
Herr S nutzt den Staat aus (er wird schließlich aus Steuergeldern bezahlt), um sein Privatvermögen offenbar während der Arbeitszeit zu mehren (nur darum ging es ihm mit dem Schreiben des Buches). Damit steht er auf einer Stufe mit den von ihm kritisierten "Sozialschmarotzern".
Übrigens, http://www.sueddeutsche.d...
Das sollte allen S-Fans zu denken geben.... (nur für den Fall, dass jemand glaubt, dass wir als Deutsche aufgrund unserer natürlichen Intelligenz von anderen Ländern als Bereicherung empfunden werden.).
Ob Herr Sarrazin für seine Recherchen auch Bundesbank-Ressourcen genutzt hat, halte ich für etwa so bedeutend wie
die Frage, ob ZEIT-Redakteure ihre Frauen auch vom Diensttelefon aus anrufen. Selbst wenn ? Wie Helmut Kohl schon sagte : Wichtig ist, was hinten rauskommt - zum Beispiel eine gute Wochenzeitung oder ein aufrüttelndes Buch.
... ja, die private Nutzung von Dienstprivilegien ist tatsächlich ein Problem und ein Entlassungsgrund. Hier handelt es sich nicht um einen wenige Cent teuren Pfandbon sondern um Ressourcen, die sehr teuer in Anschaffung und Unterhalt - und nicht öffentlich zugänglich - sind. Zumal ein Job bei einer Institution wie der Bundesbank auch Türöffner sein kann, so dass man einfacher an Informationen kommt; das fällt dann wieder direkt auf den Arbeitgeber bzw. das Institut zurück, wenn die Informationen zweckentfremdet genutzt werden. Der Dienstgeber bzw. der Vorgesetzte hätte informiert werden und die prvate Nutzung hätte genehmigt werden müssen.
http://sz-magazin.sueddeu...
"Sarrazin gab zu, dass er keinerlei Statistiken dazu habe. Er gab zu, dass es solche Statistiken auch gar nicht gibt."
[…]
"Thilo Sarrazin behauptet also etwas, von dem er schlicht und einfach nichts weiß. Wenn man aber keine Zahl hat, erklärte Sarrazin dem Reporter weiter, muss »man eine schöpfen, die in die richtige Richtung weist, und wenn sie keiner widerlegen kann, dann setze ich mich mit meiner Schätzung durch«. "
Die Aufgabe des Herrn S als Bundesbankvorstand besteht nicht in der "Aufklärung" der deutschen Bevölkerung. Was heißt hier überhaupt Aufklärung im Hinblick auf dieses zusammengestöpselte Statistiken-Konglomerat?
Herr S nutzt den Staat aus (er wird schließlich aus Steuergeldern bezahlt), um sein Privatvermögen offenbar während der Arbeitszeit zu mehren (nur darum ging es ihm mit dem Schreiben des Buches). Damit steht er auf einer Stufe mit den von ihm kritisierten "Sozialschmarotzern".
Übrigens, http://www.sueddeutsche.d...
Das sollte allen S-Fans zu denken geben.... (nur für den Fall, dass jemand glaubt, dass wir als Deutsche aufgrund unserer natürlichen Intelligenz von anderen Ländern als Bereicherung empfunden werden.).
Ob Herr Sarrazin für seine Recherchen auch Bundesbank-Ressourcen genutzt hat, halte ich für etwa so bedeutend wie
die Frage, ob ZEIT-Redakteure ihre Frauen auch vom Diensttelefon aus anrufen. Selbst wenn ? Wie Helmut Kohl schon sagte : Wichtig ist, was hinten rauskommt - zum Beispiel eine gute Wochenzeitung oder ein aufrüttelndes Buch.
Entfernt. Bitte äußern Sie sich konkret zum Thema des Artikels. Die Redaktion/cs
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Beiträgen an der Diskussion und verzichten Sie auf unsachliche Spekulation. Die Redaktion/cs
Vielleicht lohnt es sich auch, mal die Spesenabrechnung
auf das Genaueste zu untersuchen.
Vielleicht wird man da fündig und findet einen echten Grund für Sarrazins Rauswurf aus der BUBA.
gehört zu dem, was man 'investigativen Journalismus' nennt und was zu derartigen Dingen führt, wie die Veröffentlichung der 'Barschel-Akten', der Parteispenden-Affären, oder auch dem Luxusleben eines Herrn von der Linkspartei führt - mithin also ist diese Form des Journalismus teil dessen, was uns Lesern ermöglicht nicht nur im Winde der verschiedenen PR-Strategien zu schwingen.
Das ist das Risiko eines jeden, der sich in öffentliche Räume begibt - daß er nämlich nicht selbst über das Bild entscheiden kann, welches sich der werte Leser macht.
Im konkreten Fall geht es ja nun darum, ob Herr S sich für Dienstvergehen zu verantworten hat. Und da ist Vorteilsnahme zum Beispiel ja nicht ganz uninteressant.
....der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO e. V.)sieht das anders:
http://www.vbio.de/inform...
gehört zu dem, was man 'investigativen Journalismus' nennt und was zu derartigen Dingen führt, wie die Veröffentlichung der 'Barschel-Akten', der Parteispenden-Affären, oder auch dem Luxusleben eines Herrn von der Linkspartei führt - mithin also ist diese Form des Journalismus teil dessen, was uns Lesern ermöglicht nicht nur im Winde der verschiedenen PR-Strategien zu schwingen.
Das ist das Risiko eines jeden, der sich in öffentliche Räume begibt - daß er nämlich nicht selbst über das Bild entscheiden kann, welches sich der werte Leser macht.
Im konkreten Fall geht es ja nun darum, ob Herr S sich für Dienstvergehen zu verantworten hat. Und da ist Vorteilsnahme zum Beispiel ja nicht ganz uninteressant.
....der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO e. V.)sieht das anders:
http://www.vbio.de/inform...
der Sarrazin der Bundesbank wohl mehr, als er ihr eingebracht hat, was?! ;)
Aber im Ernst: Es ist ja durchaus nicht unüblich, daß bei Veröffentlichungen betriebliche Ressourcen genutzt werden (ob nun in Privatwirtschaft oder auch staatlicher Institution), nur eins ist ganz und gar nicht üblich: die Ergebnisse dann zu 100% dem privaten Konto zuzuschreiben. Entweder hat der Autor eine gewisse Quote abzugeben, oder es wird gleich im Hausverlag veröffentlicht. Zudem ist eine solche Nutzung von Ressourcen transparent zu machen. Und tatsächlich hat der jeweilige "Dienstherr" da noch ein Wort mitzureden, wofür denn seine Ressourcen genutzt werden sollen.
Ansonsten ist das Arbeitsrechtlich interessant: Stichwort ist hier das sog. Bienenstich-Urteil. - Auch wenn die Statistiken ansonsten im Müll gelandet wären, darf der Mitarbeiter sie nicht zwecks eigenen Verzehrs mit nach Hause nehmen. Im Angestelltenverhältnis rechtfertigt dies eine fristlose Kündigung. Herr S ist kein Angestellter, aber auch das Beamtenrecht hält da nun einschlägige Regelungen parat, soweit ich informiert bin.
Tja, wer sich auf den moralisch hohen Sockel des 'Mahners' schwingt, fällt tief, wenn er den eigenen Maßstäben nicht gerecht wird.
"Da kostet der Sarrazin die Bundesbank wohl mehr, als er ihr eingebracht hat, was?! ;)"
lol :)
Sehr schön...
"Da kostet der Sarrazin die Bundesbank wohl mehr, als er ihr eingebracht hat, was?! ;)"
lol :)
Sehr schön...
Haha ja und dann hat er eben die Ressourcen genutzt wen interessiert es? Wie viele Politiker, Journalisten und Manager bescheißen den Staat und Firmen massiv?Mir ist ein Sarrazin lieber der seine Macht nutzt um ein Buch zu schreiben als Minister die auf Staatskosten in den Urlaub reisen oder Manager wie jene aus dem Siemensvorstand die sich Geliebte in Brasilien leisten auf Firmenkosten.
...den Urlaub von Merkel als ein [...]werk eines Mathematikstümpers. Meine Antwort also: Mich interessierts [...]
Gekürzt, bitte bemühen Sie sich, zu einer sachlichen Diskussionsatmosphäre beizutragen. Danke. /Die Redaktion pt.
...den Urlaub von Merkel als ein [...]werk eines Mathematikstümpers. Meine Antwort also: Mich interessierts [...]
Gekürzt, bitte bemühen Sie sich, zu einer sachlichen Diskussionsatmosphäre beizutragen. Danke. /Die Redaktion pt.
... ja, die private Nutzung von Dienstprivilegien ist tatsächlich ein Problem und ein Entlassungsgrund. Hier handelt es sich nicht um einen wenige Cent teuren Pfandbon sondern um Ressourcen, die sehr teuer in Anschaffung und Unterhalt - und nicht öffentlich zugänglich - sind. Zumal ein Job bei einer Institution wie der Bundesbank auch Türöffner sein kann, so dass man einfacher an Informationen kommt; das fällt dann wieder direkt auf den Arbeitgeber bzw. das Institut zurück, wenn die Informationen zweckentfremdet genutzt werden. Der Dienstgeber bzw. der Vorgesetzte hätte informiert werden und die prvate Nutzung hätte genehmigt werden müssen.
Was kosten denn diese Informationen?
Und in wie fern ist die Veröffentlichung "Zwecksentfremdung"? So gut wie niemand kennt doch die genauen Zahlen. Gabriel, der Zentralrat der Juden, CDU usw. hacken doch nur auf Sarrazin rum, ohne auf konkrete Fehler hinzuweisen. Wie soll man auch sagen, dass diese oder jene Prozentangabe falsch ist (auf die sich Sarrazin oft stützt), wenn niemand die Zahlen kennt oder man im Internet beim Googeln 2000 Statistiken mit 1800 unterschiedlichen Ergebnissen findet? Was ist denn dann der Zweck solcher Statistiken? Ist der Deutsche so blöd, dass man ihm das vorenthalten muss?
Was kosten denn diese Informationen?
Und in wie fern ist die Veröffentlichung "Zwecksentfremdung"? So gut wie niemand kennt doch die genauen Zahlen. Gabriel, der Zentralrat der Juden, CDU usw. hacken doch nur auf Sarrazin rum, ohne auf konkrete Fehler hinzuweisen. Wie soll man auch sagen, dass diese oder jene Prozentangabe falsch ist (auf die sich Sarrazin oft stützt), wenn niemand die Zahlen kennt oder man im Internet beim Googeln 2000 Statistiken mit 1800 unterschiedlichen Ergebnissen findet? Was ist denn dann der Zweck solcher Statistiken? Ist der Deutsche so blöd, dass man ihm das vorenthalten muss?
gehört zu dem, was man 'investigativen Journalismus' nennt und was zu derartigen Dingen führt, wie die Veröffentlichung der 'Barschel-Akten', der Parteispenden-Affären, oder auch dem Luxusleben eines Herrn von der Linkspartei führt - mithin also ist diese Form des Journalismus teil dessen, was uns Lesern ermöglicht nicht nur im Winde der verschiedenen PR-Strategien zu schwingen.
Das ist das Risiko eines jeden, der sich in öffentliche Räume begibt - daß er nämlich nicht selbst über das Bild entscheiden kann, welches sich der werte Leser macht.
Im konkreten Fall geht es ja nun darum, ob Herr S sich für Dienstvergehen zu verantworten hat. Und da ist Vorteilsnahme zum Beispiel ja nicht ganz uninteressant.
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