Konjunktur Erwerbstätigkeit vor neuer Rekordmarke
Weniger Arbeitslose, abnehmende Kurzarbeit – die Lage am Arbeitsmarkt hat sich laut Bundesagentur entspannt. Forscher halten unter zwei Millionen Jobsucher für möglich.
Im September hatten fast 41 Millionen Menschen (40.706.000) mit Wohnort in Deutschland einen Job – 355.000 mehr als ein Jahr zuvor. Noch nie wurden in einem September mehr Erwerbstätige gezählt, teilte das Statistische Bundesamt mit. "Damit rückt der im Oktober 2008 erreichte absolute Höchststand in greifbare Nähe", sagte ein Statistiker. Damals wurde mit 40,77 Millionen Erwerbstätigen der höchste Wert seit der Wiedervereinigung erreicht.
Die Bundesregierung geht davon aus, dass sich der positive Trend im kommenden Jahr fortsetzt. Für 2010 rechnet sie mit durchschnittlich 40,4 Millionen Erwerbstätigen, für 2011 mit 40,6 Millionen. Nach der Wirtschaftskrise war die Arbeitslosenzahl auf 3,6 Millionen gestiegen. Dass noch mehr Menschen ihren Job verlieren, hatte die Regierung vermieden, indem sie die Unternehmen mit Zuschüssen für die Kurzarbeit unterstützte. Mittlerweile erholt sich die Konjunktur wieder.
- Arbeitslose
-
Das ganze Bild: Offiziell waren im Oktober rund 2,945 Millionen Erwerbsfähige in Deutschland arbeitslos gemeldet. Rechnet man all jene hinzu, die zum Beispiel an einem Bewerbertraining teilnehmen oder vorübergehend mit einem Ein-Euro-Job beschäftigt sind, liegt die Zahl der Arbeitlosen höher. Sie steigt weiter, wenn man die rund 280.000 Menschen berücksichtigt, die im Juli noch Kurzarbeitergeld bekamen. Allerdings: Auch die Zahl der "verdeckten" Arbeitslosen sinkt und liegt heute deutlich unter dem Niveau des Jahres 2005.
- Zeitarbeit
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Als erste raus: In der Krise ging die Zahl der Zeitarbeiter zurück. Im Vergleich zum Jahr 2002 lag sie 2009 aber immer noch mehr als doppelt so hoch. 2010 ist sie wieder gestiegen: Für September meldet der Branchenverband BZA 893.000 Zeitarbeiter.
- Lohn
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Netto bleibt nicht mehr: Die Nettolöhne pro Stunde stagnieren seit dem Jahr 2000. Im vergangenen Jahr stiegen sie leicht an. Allerdings vor allem deshalb, weil zwischenzeitlich mehr als eine Million Menschen in Kurzarbeit waren, und die Arbeitszeit stärker sank als die Nettomonatsgehälter. Pro Monat hatten die Bürger im Durchschnitt netto sogar etwas weniger in der Tasche als im Vorjahr.
- ALG II
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Hartz IV: Die Zahl der Menschen, die arbeiten können und Arbeitslosengeld II beziehen, ist in der Krise gesunken. Zu ihnen zählen auch jene, die aufstockende Leistungen zu ihrem Gehalt beziehen, weil der Lohn nicht zum Leben reicht.
- Niedriglohn
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Großer Niedriglohnsektor: Als Niedriglöhner gilt in dieser Berechnung, wer weniger als zwei Drittel des mittleren Lohns bezieht. 2008 entsprach das Stundenlöhnen unter 9,50 Euro in West- und 6,87 Euro in Ostdeutschland.
- Beschäftigte
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Mehr Jobs: Seit 2005 steigt die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.
Schon am Mittwoch hatte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen bekannt gegeben, dass die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Oktober auf weniger als drei Millionen gesunken ist – auf den niedrigsten Stand seit 1992 . Mit 2,945 Millionen registrierten Arbeitslosen wurde so erstmals seit November 2008 die Drei-Millionen-Marke wieder unterschritten. Bei der Zahl blieben allerdings saisonale Effekte unberücksichtigt. Saisonbereinigt sank die Arbeitslosenzahl lediglich um 3000 auf 3,153 Millionen. Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 4000 ab, im Osten hingegen um 1000 zu.
"Der Arbeitsmarkt profitiert von der guten Konjunktur", sagte der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise. Die Arbeitslosigkeit sinke, während die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung weiter kräftig zulegten.
- Datum 28.10.2010 - 11:28 Uhr
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- Quelle dpa, Reuters, AFP
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Nun beginnt wieder das große Drängeln vor den Kameras und Mikrofonen - lauter Politiker, die sich selbst dafür loben wollen, lauter kleine Erhards, da fehlen nur noch die Zigarren.
Nur, was haben unsere Politiker mit einer etwas besseren Konjunktur zu tun?
...andere Forscher die die Zahl der wirklichen Arbeitslosen auf 5, ja sogar auf 8 Mio. beziffern. Und nu?
Ich warte immer noch auf den Augenblick an dem die "Zeit" endlich aus der Polithörigkeit ausbricht und diese Dinge mal hinterfragt. Andere können es doch auch...
den Nachbar-Artikel zu den häufigsten Irrtümern zur Arbeitslosenstatistik!
Leute die mit Zahlen wie 8(!!)Mio um sich werfen nur um ins Depressionshorn zu blasen, ertrage ich nicht mehr.
Hört endlich auf zu meckern ihr Nörgler, sage ich!!!!!!!
...andere Forscher die die Zahl der wirklichen Arbeitslosen auf 5, ja sogar auf 8 Mio. beziffern. Und nu?
Ich warte immer noch auf den Augenblick an dem die "Zeit" endlich aus der Polithörigkeit ausbricht und diese Dinge mal hinterfragt. Andere können es doch auch...
den Nachbar-Artikel zu den häufigsten Irrtümern zur Arbeitslosenstatistik!
Leute die mit Zahlen wie 8(!!)Mio um sich werfen nur um ins Depressionshorn zu blasen, ertrage ich nicht mehr.
Hört endlich auf zu meckern ihr Nörgler, sage ich!!!!!!!
...andere Forscher die die Zahl der wirklichen Arbeitslosen auf 5, ja sogar auf 8 Mio. beziffern. Und nu?
Ich warte immer noch auf den Augenblick an dem die "Zeit" endlich aus der Polithörigkeit ausbricht und diese Dinge mal hinterfragt. Andere können es doch auch...
Entfernt. Bitte bemühen Sie sich um sachliche Diskussionsbeiträge. Danke. Die Redaktion/ew
Deren Prognosen bestehen auch nur darin einen momentanen Trend in die Zukunft zu interpolieren, indem die Kurve einfach mit gleicher Steigung nach vorne verlängert wird.
Ist mal wieder Finanzkatastrophe, werden düsterste der düsteren minus Wachstumszahlen prognostiziert. Bei der Finanzkatstrophe waren es dann auch die gleichen "Experten" , die ein "über Jahrzehtne andauerndes Minus mit Horrorarbeitslosenzahlen" vorhersahen. Nun ist im Plus und kann in Zukunft gar nicht genug Plus.
Das erinnert mich ein wenig an eine "Fenster-Wettervorhersage" .... hmjaa Weter...ok lassen sie mich schauen.. es regnet..ja also diese Woche habe wir schlechtes Wetter.
Wäre es nicht mal möglich diese "Experten und Forscher" immer mit Namen und nachvollziehbaren Links zu versorgen, damit man weiß, was , wer in der Vergangenheit so von sich gab und wie zuverlässig das war?
Genau! Es fehlt eine ehrliche und unkomplizierte Webseite, die Expertenaussagen auflistet und überprüft.
Wer hat wann was und warum gesagt?
Was hat sich davon warum (oder warum nicht) bestätigt?
Am besten mit einer Top 10 Liste für die verschiedenen Bereiche. So kann man die Propheten voneinander unterscheiden!
"Wer bezahlt diese "Forscher" deren Prognosen bestehen
auch nur darin einen momentanen Trend in die Zukunft
zu interpolieren, indem die Kurve einfach mit gleicher
Steigung nach vorne verlängert wird."
Das Problem sind nicht "die Forscher", die i.d.R. mit deutlich mehr Komplexität hantieren, als Sie (und auch der ZEIT-Artikel) hier suggerieren - sondern die mediale Vermittlung von Forschung, die die Komplexität soweit reduziert, bis nur noch Gemeinplätze und Kaffeesatzleserei übrigbleiben. Wobei der Kaffesatz häufig mehr dem Vorurteil des Journalisten als der Intention des Forschers folgt.
"Schuld" sind aber nicht einfach nur "die Medien" ... deren Klientel muss sich an die eigene Nase greifen, da sie am Zeitungskiosk über die gewünschte Qualität und Tiefe der Berichterstattung abstimmt. Ist ja nicht so, als gäbe es keine anspruchsvollen Magazine ... die kauft nur keiner :-) ... und wirkliches Informiert-Sein gab's noch nie auf dem Silbertablett, das erforderte immer schon Eigenrecherche und Datenpuzzeln.
Zurück zum Artikel:
Steuert Deutschland denn jetzt auf ein nachhaltiges Job-Wunder zu?
Doofe Frage ... wenn ein seriöser Forscher das überhaupt mit "Ja" oder "Nein" beantwortet, tut er's auf der Grundlage von Ceteris-Paribus-Klauseln, die das Publikum geflissentlich überhört - oder nicht versteht - oder nicht verstehen will ...
Wer die Forschung als Orakel befragt, wird die Antwort immer missdeuten - da hat sich seit denn ollen Griechen nichts geändert ...
Genau! Es fehlt eine ehrliche und unkomplizierte Webseite, die Expertenaussagen auflistet und überprüft.
Wer hat wann was und warum gesagt?
Was hat sich davon warum (oder warum nicht) bestätigt?
Am besten mit einer Top 10 Liste für die verschiedenen Bereiche. So kann man die Propheten voneinander unterscheiden!
"Wer bezahlt diese "Forscher" deren Prognosen bestehen
auch nur darin einen momentanen Trend in die Zukunft
zu interpolieren, indem die Kurve einfach mit gleicher
Steigung nach vorne verlängert wird."
Das Problem sind nicht "die Forscher", die i.d.R. mit deutlich mehr Komplexität hantieren, als Sie (und auch der ZEIT-Artikel) hier suggerieren - sondern die mediale Vermittlung von Forschung, die die Komplexität soweit reduziert, bis nur noch Gemeinplätze und Kaffeesatzleserei übrigbleiben. Wobei der Kaffesatz häufig mehr dem Vorurteil des Journalisten als der Intention des Forschers folgt.
"Schuld" sind aber nicht einfach nur "die Medien" ... deren Klientel muss sich an die eigene Nase greifen, da sie am Zeitungskiosk über die gewünschte Qualität und Tiefe der Berichterstattung abstimmt. Ist ja nicht so, als gäbe es keine anspruchsvollen Magazine ... die kauft nur keiner :-) ... und wirkliches Informiert-Sein gab's noch nie auf dem Silbertablett, das erforderte immer schon Eigenrecherche und Datenpuzzeln.
Zurück zum Artikel:
Steuert Deutschland denn jetzt auf ein nachhaltiges Job-Wunder zu?
Doofe Frage ... wenn ein seriöser Forscher das überhaupt mit "Ja" oder "Nein" beantwortet, tut er's auf der Grundlage von Ceteris-Paribus-Klauseln, die das Publikum geflissentlich überhört - oder nicht versteht - oder nicht verstehen will ...
Wer die Forschung als Orakel befragt, wird die Antwort immer missdeuten - da hat sich seit denn ollen Griechen nichts geändert ...
Die Angst, in den Keller von Hartz IV zu sausen, macht die Arbeitnehmer zu Zugeständnissen bereit. Das verschlechtert die Konditionen der Arbeitnehmer, während die Gewinne der Konzerne immer neue Rekordmarken knacken.
Ich nenne das eine Sklavenhaltergesellschaft mit humaner Fassade.
Sie sagen ja selbst, dass es die Angst der Arbeitnehmer ist, welche die Ursache für Zugeständnisse ist.
Das ist dann aber kein Sklaventum. Sklaven hatten keine Wahl...
Ich kann dieses Gejammer, Gemecker, Genörgel nicht mehr ertragen.
Die jetzigen Arbeitslosenzahlen sind der beste Moment etwas zu ändern, Forderungen zu stellen, FRECHER ZU WERDEN. Alles andere ist Feigheit, dann aber bitte Mund halten (meine nicht Sie perönlich).
Sie sagen ja selbst, dass es die Angst der Arbeitnehmer ist, welche die Ursache für Zugeständnisse ist.
Das ist dann aber kein Sklaventum. Sklaven hatten keine Wahl...
Ich kann dieses Gejammer, Gemecker, Genörgel nicht mehr ertragen.
Die jetzigen Arbeitslosenzahlen sind der beste Moment etwas zu ändern, Forderungen zu stellen, FRECHER ZU WERDEN. Alles andere ist Feigheit, dann aber bitte Mund halten (meine nicht Sie perönlich).
ich frage mich seit einigen wochen, ob ich in einem anderen land lebe als das, aus dem ich die medialen meldungen erhalte. konkret fühle ich mich an ddr-zeiten erinnert, wo alles mögliche schöngeredet wurde, aber man die realität nicht wahrhaben wollte. (ist das ein zufall: immerhin ist merkel in der ddr großgeworden. ich übrigens auch, weiß also, wovon ich rede)
ich frage mich, wo es die vielen arbeitsplätze gibt. ich schaue mich um seit einigen wochen, verstärke wieder meine aktivitäten um arbeit. aber die bedingungen in meiner branche haben sich ncoh weiter verschärft: kurze laufzeiten, sehr hohe anforderungen, aber keine existenzsichernde bezahlung. mit anderen worten: ich kann arbeit bekommen, aber ich werde davon noch immer nicht leben können. trotz des hohen anspruches der stellen. mittlerweile fange ich an, ernsthaft darüber nachzudenken, ob ich nicht doch mal ins ausland wechseln soll. ich habe nicht den eindruck, daß sich in deutschland wirklich "leistung lohnt". vor allem frage ich mich, wo all die arbeitslosen untergekommen sind. wie gesagt, in meiner umgebung hat sich nichts verändert, keine konjunktur, keine verringerung der arbeitslosenzahlen, im gegenteil, weiterhin abwanderung von denen, die irgend können. kann es sein, daß sich der aufschwung lediglich auf einige branchen oder regionen beschränkt, andere gar nicht berührt werden? eben die exportträchtigen?
Ich bin in letzter Zeit zunehmend erstaunt, wie undifferenziert die Berichterstattung der Zeit geworden ist.
Hurra, die Arbeitslosenzahlen gehen zurück und bald haben wir ja auch Vollbeschäftigung.
Die einzelnen Beiträge der "Experten" werden gar nicht kritisch angereichert, was für eine gute Berichterstattung aber essenziell ist.
An der Aussage von Hilmar Schneider wird dabei ein zentrales Problem erkennbar:
"Diese Menschen machten Zugeständnisse, um wieder einen Arbeitsplatz zu bekommen, "auch wenn er etwas schlechter bezahlt ist als der alte", sagte Schneider."
Hier hätte man einhaken sollen, um der Realität etwas näher zu kommen. Warum sind immer mehr Leute in befristeten Anstellungen oder in Zeitarbeit beschäftigt? Um die Gehälter noch weiter zu drücken. Warum ist "qualifizierte Zuwanderung" erforderlich, um die genannten 401.000 offenen Stellen (lt. Statistik) zu besetzen? Weil es offensichtlich billiger ist, fertige Arbeitskräfte anzuheuern, als etwas in Fortbildung und Qualifizierung zu investieren. Das hat die Wirtschaft seit Jahrzehnten gemacht und damit die heutigen Probleme erst begründet.
Um es noch einmal klarzustellen: Ich freue mich, dass die Arbeitslosenzahlen sinken, aber ich bin überzeugt, dass dieser Rückgang auch bitter erkauft wird durch die Kompromisse, welche die Menschen in diesem Land eingehen, um überhaupt Arbeit zu bekommen. Dazu gehören bspw. ein geringes Gehalt, schlechte Arbeitsbedingungen, zahllose Überstunden oder lange Anfahrtswege.
Genau! Es fehlt eine ehrliche und unkomplizierte Webseite, die Expertenaussagen auflistet und überprüft.
Wer hat wann was und warum gesagt?
Was hat sich davon warum (oder warum nicht) bestätigt?
Am besten mit einer Top 10 Liste für die verschiedenen Bereiche. So kann man die Propheten voneinander unterscheiden!
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