Finanzmarkt Fitch stuft Kreditwürdigkeit Irlands herab
Dublins Position an den Finanzmärkten ist geschwächt. Wegen der Bankenkrise hat die Ratingagentur Fitch die Kreditwürdigkeit Irlands herabgestuft.
© Peter Muhly/AFP/Getty Images

Passanten vor einer Filiale der Anglo Irish Bank in Belfast
Die Ratingagentur Fitch stuft die Kreditwürdigkeit Irlands wegen der tiefen Bankenkrise schlechter ein. Die Bonitätsnote für den Inselstaat werde auf "A+" von bislang "AA-" herabgestuft, sagte Fitch. Zudem sei der Ausblick für die Bewertung (Rating) "negativ", weil die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung wachse. Irland droht damit eine weitere Herabstufung.
Fitch begründete den Schritt mit den Problemen im irischen Bankensektor. Das Finanzministerium in Dublin hatte die Neuverschuldung in der vergangenen Woche auf rund 32 Prozent des Bruttoinlandsprodukts nach oben korrigieren müssen. Das ist fast dreimal so viel wie bisher angenommen und ein europaweiter Rekord. Die irische Zentralbank hatte zuvor weitere Milliardenzuschüsse für zwei Großbanken des Landes bekannt gegeben. So erhält die bereits mit rund 23 Milliarden Euro gestützte Anglo Irish Bank mindestens weitere sechs Milliarden Euro an Hilfen. Die Zinsen, die Irland derzeit für neue Staatschulden zahlen muss, sind bereits deutlich höher als vor der Krise. Mit der Herabstufung des Landes dürften die Zinsen weiter steigen.
Die drei großen Ratingagenturen Moody's, Standard & Poor's sowie Fitch haben Irlands Bonität in den vergangenen Monaten schrittweise herabgestuft. Damit wurde für den Inselstaat die Kreditaufnahme teurer. Die Ratingagentur Moody's kündigte bereits am Dienstag an, ihr "Aa2"-Rating für eine Herabstufung der Bonität Irlands zu überprüfen.
Neben Irland haben auch Griechenland, Spanien oder Portugal mit hohen Schulden zu kämpfen. Portugal nahm trotz der anhaltenden Zweifel an der Kreditwürdigkeit des Landes rund eine Milliarde Euro neue Staatsschulden auf. Wie die portugiesische Schuldenagentur IGPC mitteilte, habe das Euroland Staatsanleihen mit Laufzeiten von drei Monaten und einem Jahr ausgegeben. Die Zinsen, die das Euroland für die einjährigen Anleihen zahlen muss, fielen sogar geringer aus als zuletzt. Für die Anleihen mit einer dreimonatigen Laufzeit muss Portugal hingegen höhere Zinsen zahlen als noch im August.
- Datum 06.10.2010 - 15:40 Uhr
- Quelle dpa, Reuters, AFP
- Kommentare 11
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"Die Bonitätsnote für den Inselstaat werde von "A " auf "AA-" herabgestuft, sagte Fitch"
AA- ist besser als A
Schaut man auf der Fitch seite, sieht man, dass es andersrum lauten muss.
Von AA- auf A .
Wo ist das "Plus-Zeichen" geblieben?
Wo ist das "Plus-Zeichen" geblieben?
Wo ist das "Plus-Zeichen" geblieben?
stufe hiermit die Glaubwürdigkeit von "Fitch" herunter.
Die Mit-Hauptverantwortlichen an der Krise, die absolut unsicherne Finanzprodukten Bestnoten gegeben haben, bestrafen nun die, die die Kunden retteten, die auf das Urteil der Mit-Hauptverantwortlichen vertraut haben. Schon Absurd.
ist dank der üppigen Fördermittel aus den EU-Töpfen (55 Milliarden Euro) der „keltische Tiger“ geworden, ein Wirtschaftswunderland von geradezu asiatischer Wachstumsdynamik." - jaja, kaum 2 Jahre ists her, daß Theo Sommer sich vor Begeisterung über die neoliberale Bankenoase kaum halten konnte...
http://www.zeit.de/online...
davon zu überzeugen, dass die BRD ca. 5.500 Milliarden € über 10 Jahre verteilt braucht und alles wird gut.
Polemisch? Ja. Sicher.
Nur nicht weniger polemisch als über ein Land mit vermutlich weniger als 4.450.000 Einwohnern 55 Milliarden Euro über wieviele Jahre auszuschütten.
Das ist, mit Verlaub, irgendwie dämlich subventioniert. Rechnen Sie doch einfach mal den Quotienten aus. Meinetwegen pro Jahr und bilden dann die Summe daraus.
Entweder ich kann nichtmehr rechnen oder jeder Ire müsste sehr sehr wohlhabend sein. Selbst über 10 Jahre!
davon zu überzeugen, dass die BRD ca. 5.500 Milliarden € über 10 Jahre verteilt braucht und alles wird gut.
Polemisch? Ja. Sicher.
Nur nicht weniger polemisch als über ein Land mit vermutlich weniger als 4.450.000 Einwohnern 55 Milliarden Euro über wieviele Jahre auszuschütten.
Das ist, mit Verlaub, irgendwie dämlich subventioniert. Rechnen Sie doch einfach mal den Quotienten aus. Meinetwegen pro Jahr und bilden dann die Summe daraus.
Entweder ich kann nichtmehr rechnen oder jeder Ire müsste sehr sehr wohlhabend sein. Selbst über 10 Jahre!
Frage: Wie würde die Kreditwürdigkeit sich entwickeln, wenn die irische Regierung ihr Geld aus den Banken abziehen würde und die Gläubiger "dran glauben" müssten?
Besser oder schlechter?
davon zu überzeugen, dass die BRD ca. 5.500 Milliarden € über 10 Jahre verteilt braucht und alles wird gut.
Polemisch? Ja. Sicher.
Nur nicht weniger polemisch als über ein Land mit vermutlich weniger als 4.450.000 Einwohnern 55 Milliarden Euro über wieviele Jahre auszuschütten.
Das ist, mit Verlaub, irgendwie dämlich subventioniert. Rechnen Sie doch einfach mal den Quotienten aus. Meinetwegen pro Jahr und bilden dann die Summe daraus.
Entweder ich kann nichtmehr rechnen oder jeder Ire müsste sehr sehr wohlhabend sein. Selbst über 10 Jahre!
Das zeigt doch eines recht deutlich. Je mehr Freiheiten dem Finanzsektor eingeräumt wurden, desto tiefer der Fall. GB kämpft, genauso wie die USA. Da diese Länder allerdings viel im IWF mitzureden haben, werden sie von den Ratingagenturen nicht belangt. Ganz im Gegensatz zu Portugal das durch Spekulanten in das Versagerprogramm des IWF gezwungen wird - Belastung der mittleren & armen Mehrheit anstatt der Habenden.
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