Fünf Monate nach seinem Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten zeichnet sich für Horst Köhler eine neue Aufgabe ab. Informationen der ZEIT zufolge soll er Mitglied eines Expertenrates für die Reform des Weltwährungssystems werden.

In einem Gremium aus prominenten Vertretern der internationalen Politik- und Finanzwelt soll Köhler Frankreichs Präsident Sarkozy in Finanz- und Währungsfragen beraten, wenn dieser ab Januar den Vorsitz der Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer übernimmt. Der Rat soll Konzepte für eine neue internationale Währungsordnung ausarbeiten. Staatspräsident Nicolas Sarkozy will die Währungen zu einem Top-Thema seiner Präsidentschaft machen.

Köhler stand vor seinem Wechsel ins höchste deutsche Staatsamt im Jahr 2004 an der Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF). Am vergangenen Wochenende war er bereits zur Jahrestagung von IWF und Weltbank nach Washington gereist.

Außerdem soll Jens Weidmann, Wirtschaftsberater der Bundeskanzlerin, eine Arbeitsgruppe innerhalb der G 20 leiten. Diese Arbeitsgruppe soll sich mit den Wechselkursen, Devisenreserven und Kapitalverkehrskontrollen befassen und dazu Vorschläge erarbeiten.