Stuttgart 21 Bundesamt stoppt Bau von S-21-Schnellbahnstrecke

Das Eisenbahnbundesamt verweigert der Bahn die Baufreigabe für die neue ICE-Strecke durch die Schwäbische Alb. Der Grund sind gestiegene Kosten.

Die Nachricht dürfte die Kritiker von Stuttgart 21 in ihrer Haltung bestärken: Das Eisenbahnbundesamt, das die Kalkulation für den Bau der Schnellbahnstrecke Wendlingen-Ulm prüft, hält das Projekt für zu teuer. "Vorläufig keine Baufreigaben in finanzieller Hinsicht", heißt es in einem Schreiben der Behörde vom 7. September 2010 an die DB Netz AG.

In dem Brief, der dem Magazin Stern vorliegt, geht es um den umstrittenen Neubau des Stuttgarter Hauptbahnhofes und der dazugehörenden Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm. Allein bei zwei Tunneln, die durch die Schwäbische Alb gebohrt werden sollen, rügen die EBA-Beamten, dass "Mehrkosten in Höhe von ca. 280 Millionen Euro zu verzeichnen sind". Aus der Erfahrung mit anderen Projekten sei "nicht zu erwarten, dass derart hohe Mehrkosten ... kompensiert werden können".

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Unter diesen Voraussetzungen sei die Gesamtfinanzierung des Vorhabens derzeit nicht gesichert. Derweil bestätigte auch eine Sprecherin des Bundesverkehrsministerium den Bericht des Stern. Das Eisenbahn-Bundesamt habe im September eine Baufreigabe für die neue Strecke von Wendlingen nach Ulm verweigert.

Es sei ein normaler Vorgang, wenn vor Baubeginn die Finanzierung noch einmal nachjustiert werden müsse, sagte die Sprecherin. Bund und Bahn würden weiterhin zu der Neubaustrecke stehen. Es müsse nun überprüft werden, wie die Strecke fortgeführt werden könne.

Mehrere Gutachter hatten die Kostenrechnung der Bahn bereits als unseriös eingestuft. Zuletzt ermittelten Fachleute im Auftrag der Grünen, dass die Kosten auf etwa zwölf Milliarden steigen dürften. Das Problem: Bei der Rechnung spielen politische Vorgaben eine Rolle, etwa vom ebenfalls beteiligten Land Baden-Württemberg, das seinen Finanzierungsanteil deckelte. Experten vertreten zudem die Ansicht, dass das Land gar nicht mitbezahlen darf, weil der Bau ausschließlich Angelegenheit des Bundes sei.

Die offizielle Baukostensumme und auch die Zeitpläne des Milliardenprojekts seien fragwürdig, heißt es in dem Bericht. "Der Gesamtterminplan ist ... nicht mehr realistisch und die Inbetriebnahmetermin 2019 nicht mehr zu halten", zitiert der Stern aus einer "streng vertraulichen" Analyse vom September.

Im Juli hatte Bahnchef Rüdiger Grube verkündet, die Neubaustrecke koste 2,89 Milliarden Euro. In einem internen Bericht vom September heißt es, die derzeit vorliegenden Kostenberechnungen der Entwurfsplanungen "ergeben jedoch eine höhere Gesamtsumme".

Stuttgart 21: Pro

Ohne Stuttgart 21 wird Baden-Württemberg vom internationalen Bahnverkehr abgehängt. So ermögliche der Bau den Lückenschluss in der europäischen Magistrale Paris-Budapest.

Die Fahrzeit zwischen Stuttgart und Ulm wird halbiert. Zudem werden Flughafen und Landesmesse an die Schnellbahnstrecke nach Ulm angebunden. Auch der Schienenregionalverkehr profitiere von dem Projekt.

Das Projekt bringt die Bauwirtschaft in Schwung und schafft rund 4000 neue Arbeitsplätze. Die verkehrsgünstige Lage des neuen Europaviertels am Bahnhof erleichtert die Ansiedlung von Dienstleistungen mit Tausenden neuen Arbeitsplätzen.

Auf derzeit noch mit Gleisen bedeckten Flächen werden Parkanlagen erweitert, außerdem entsteht neuer Wohn- und Arbeitsraum im Stadtzentrum.

Der Bau des unterirdischen Bahnhofs zieht viel weniger Probleme für die Fahrgäste nach sich als die Modernisierung des Kopfbahnhofes "unter dem rollenden Rad".

Contra

Die Kosten laufen aus dem Ruder, das Geld könnte besser in Bildung, sowie das Gesundheits- und Sozialwesen gesteckt werden.

Die Modernisierung des Kopfbahnhofes (K21) würde mehrere Milliarden Euro weniger kosten, vor allem wegen weniger Tunnelkilometern. Zudem müssten Teile des denkmalgeschützten Bahnhofsgebäudes von Paul Bonatz nicht abgerissen werden.

Auch bei K21 kann der Bahnhof an die Schnellbahntrasse angeschlossen werden und dem Regionalverkehr würde wie im Fall von S21 kein Geld entzogen.

Im Schlossgarten werden alte Bäume gefällt und der Park wird durch die hohen Lichtaugen des unterirdischen Bahnhofs verschandelt.

Wird Stuttgart21 gebaut, wird sich künftig das Klima im Stuttgarter Kessel aufheizen. Bislang kühlen sich die unbebauten Flächen des Gleisvorfeldes nachts stark ab und halten dadurch die Temperaturen in Grenzen. Zudem wird die Feinstaubbelastung durch den Abtransport des Bauschutts steigen.

Die Bahn beharrte auf ihrer offiziellen Haltung. Ein Sprecher sagte, man gehe von "Kosten in Höhe von 2,89 Milliarden Euro aus". Der Terminplan sei zwar "ambitioniert", aber es sei "weiterhin möglich, ihn einzuhalten".

Der Stuttgarter Oberbürgermeister Wolfgang Schuster hält einen Baustopp beim umstrittenen Bahnprojekt Stuttgart 21 für möglich, sollten die Mineralwasserquellen der Stadt bei den Tunnelarbeiten Schaden nehmen. "Wenn es eine konkrete Gefährdung geben könnte, würde die Stadt sofort Maßnahmen zur Beseitigung dieser Gefahren einfordern – notfalls mit vorläufigem Baustopp", sagte Schuster der ZEIT. "Eine Prämisse war immer der Schutz unseres Mineralwassers." Die Stadt werde das Grundwassermanagement, das dem Schutz der Mineralquellen dient, deshalb "ganz genau und sehr kritisch beobachten".

Demonstranten protestieren seit Monaten heftig gegen das Vorhaben, für das im Stuttgarter Schlossgarten fast 300 Bäume fallen sollen. Bei der Räumung des Parks durch die Polizei hatte es Ende September viele Verletzte gegeben.

Mittlerweile herrscht offiziell ein Baustopp, weil sich ein Runder Tisch unter Leitung des früheren CDU-Generalsekretärs Heiner Geißler um einen Konsens von Bahn und Gegnern bemüht.

Eine Chronik

1988: Der Stuttgarter Verkehrswissenschaftler Gerhard Heimerl präsentiert seine Idee für einen Durchgangsbahnhof und die Neubaustrecke nach Ulm.

1994: Stuttgart 21 wird aus der Taufe gehoben. Beteiligt sind Erwin Teufel, damals baden-württembergischer Ministerpräsident, Bahnchef Heinz Dürr, Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann und Oberbürgermeister Manfred Rommel, allesamt Schwaben. Kritiker sprechen von der »Maultaschen-Connection«. Die Finanzierung sei durch den Verkauf von Immobilien auf dem frei werdenden Gleisfeld weitgehend gedeckt, heißt es.

1997: Der Entwurf des Architekten Christoph Ingenhoven (Foto) für den neuen Bahnhof setzt sich durch

1999: Bahnchef Johannes Ludewig verhängt einen Planungsstopp, den sein Nachfolger Hartmut Mehdorn später aufhebt.

2001: Stuttgart zahlt der Bahn einen dreistelligen Millionenbetrag für das Gleisgelände, verspricht 17.000 neue Arbeitsplätze und 11.000 Wohnungen.

2005: Der Bau des Tiefbahnhofs wird genehmigt. Klagen dagegen scheitern vor Gericht.

2007: Gegner sammeln 67.000 Unterschriften. Die Stadt lehnt ihr Bürgerbegehren ab.

2009: Bei der Gemeinderatswahl lösen die Grünen, die gegen Stuttgart 21 sind, die CDU als stärkste Fraktion ab.

Februar 2010: Offizieller Baustart

25. August 2010: Bagger beginnen unter Polizeischutz, den Nordflügel des alten Bahnhofes abzureißen. Zwei Tage später demonstrieren 30.000 Menschen gegen Stuttgart 21.

 
Leser-Kommentare
  1. "Vorläufig keine Baufreigaben in finanzieller Hinsicht", heißt es in einem Schreiben der Behörde vom 7. September 2010 an die DB Netz AG."
    Wofür und auf wessen Veranlassung sind bei dem Sachstand Ende Sept. Wasserwerfer eingesetzt worden?
    Oder wussten die Beteiligten in der Landesregierung nichts von
    "dem Schreiben der Behörde"?

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    • Folko
    • 17.11.2010 um 10:51 Uhr

    Der Baustopp bezieht sich auf die Strecke Wendlingen-Ulm. Nicht auf den Bahnhof. Das ist der Unterschied.

    Ich will es einfach nicht glauben. Sie wollen möglichst teuer bezahlt werden und das bei geringst möglichem Leistungseinsatz. [...]

    Bitte formulieren Sie Ihre Meinung sachlich. Danke. Die Redaktion/er

    Dies Projekt S21 schien mir von Anfang an eine überbordende Prestige-Anstrengung. Zu teuer, zu langwierig, und das in Zeiten der Krise. Innerlich habe ich mir (den Projektstartern) einen Wischer gemacht, also mit der Hand vor dem Gesicht und dreimal gewischt. Ich meine, das ist irgendwie so, als wollte ich zum Mond fliegen. Man kann nicht alles haben und wir normale Bürger lernen und begreifen das jeden Tag. Dass die Politikergilde abgehoben ist, dürfte aber schon länger jedem bekannt sein, der noch Geist und Grips hat.

    Nun tun und taten diese vom Volk und der Realität entfremdeten Politiker wie eine bürokratische kafkaeske Behörde, indem sie levithenartig und standesgemäß in ihrer quasi adeligen Überzeugung verharrten. Und vielmehr noch uns überzeugen wollten. Irgendwann geht der Brennstoff aber aus und ich hoffe, dass sie selbst drauf kommen. Sonst müsste man sich rechtlich was einfallen lassen. Fragt sich nur was. Ich kann es jedenfalls kaum noch etragen, dass an allen Ecken und Kanten Geld fehlt und man wegen ein paar Minuten Zeitersparnis Milliarden ausgibt. Zeit ist eben kein Geld, sondern Lebenszeit. Diese Zeit kann man auch mit Bücher lesen wunderbar überbrücken. Meine Meinung.

    • Folko
    • 17.11.2010 um 10:51 Uhr

    Der Baustopp bezieht sich auf die Strecke Wendlingen-Ulm. Nicht auf den Bahnhof. Das ist der Unterschied.

    Ich will es einfach nicht glauben. Sie wollen möglichst teuer bezahlt werden und das bei geringst möglichem Leistungseinsatz. [...]

    Bitte formulieren Sie Ihre Meinung sachlich. Danke. Die Redaktion/er

    Dies Projekt S21 schien mir von Anfang an eine überbordende Prestige-Anstrengung. Zu teuer, zu langwierig, und das in Zeiten der Krise. Innerlich habe ich mir (den Projektstartern) einen Wischer gemacht, also mit der Hand vor dem Gesicht und dreimal gewischt. Ich meine, das ist irgendwie so, als wollte ich zum Mond fliegen. Man kann nicht alles haben und wir normale Bürger lernen und begreifen das jeden Tag. Dass die Politikergilde abgehoben ist, dürfte aber schon länger jedem bekannt sein, der noch Geist und Grips hat.

    Nun tun und taten diese vom Volk und der Realität entfremdeten Politiker wie eine bürokratische kafkaeske Behörde, indem sie levithenartig und standesgemäß in ihrer quasi adeligen Überzeugung verharrten. Und vielmehr noch uns überzeugen wollten. Irgendwann geht der Brennstoff aber aus und ich hoffe, dass sie selbst drauf kommen. Sonst müsste man sich rechtlich was einfallen lassen. Fragt sich nur was. Ich kann es jedenfalls kaum noch etragen, dass an allen Ecken und Kanten Geld fehlt und man wegen ein paar Minuten Zeitersparnis Milliarden ausgibt. Zeit ist eben kein Geld, sondern Lebenszeit. Diese Zeit kann man auch mit Bücher lesen wunderbar überbrücken. Meine Meinung.

  2. Der Grube macht sich jetzt als Spediteur auf Autobahnen breit. Nun gut, dann soll er auf den Ausbau der Fernstrecke Paris-Budapest ganz verzichten.

    Der Kompromiss kann dann nur darin bestehen, dass der Regionalverkehr rund um Stuttgart modernisiert wird. Mehr nicht! Wofür dann das Land Baden-Württemberg und die Stadt Stuttgart aufkommen sollen. Die beiden Lager am Runden Tisch von Geisler wollen beide "lang Kohle" ausgeben, die für das unterentwickelte Ruhrgebiet dann nicht mehr zu Verfügung steht!

    Deshalb: Hannelore Kraft hat jetzt Farbe zu bekennen und mit Nachdruck dafür zu sorgen, dass der Pfropfen zwischen Düsseldorf-Dortmund (A40 bzw. B1) rausfliegt, in dem die Bundeskohle umgelenkt wird.

    Eine Leser-Empfehlung
  3. Das darf doch nicht wahr sein !
    Über 2 Monate weiß die DB das und lässt trotzdem im Oktober Bäume fällen. Außerdem ist sie nunmehr mit ihrer Haltung verantwortlich für die üble Demonstrantenprügelei.
    Eine sofortige Umsetzung des Baustopps nach Briefeingang hätte die Prügeleien überflüssig gemacht.

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    Es geht um die NBS und nicht um den Bahnhof

    Es geht um die NBS und nicht um den Bahnhof

  4. [...]

    Es ist an der Zeit, daß Geldausgaben und Maßnahmen des Staates transparent ablaufen. Es darf keine Geheimniskrämereinen geben, das ist undemokratisch. S21 scheint mir eines der größten Skandale der BRD zu sein.

    Bitte belegen Sie Ihre Meinung mit fundierten Quellen. Danke. Die Redaktion/er

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    • hirmer
    • 19.11.2010 um 9:09 Uhr

    dürfen natürlich nur die Bank-/Partei-eigenen Produkte empfehlen
    und über deren Nachteile haben sie gefälligst den Mund zu halten, sonst fliegen sie aus dem Geldinstitut bzw. der Partei. Vllt können sie noch pauschal die Kunden beschimpfen, daß diese überhaupt keine Lust hätten, Vorsorgepakete zu kaufen.

    Die Parteilichkeit ist's, was ein vernünftiges Abwägen so schwer macht. Es ist nicht so, daß die S21-Gegner keinen Bahnverkehr wollten, im Gegenteil, z.B. das Schweizer Gotthard-Projekt wird ausdrücklich gelobt.

    Auf der anderen Seite Politiker, die wiedergewählt werden wollen, mit Verschweigen von Nachteiligem, Schönfärben und viel propagandistischem Nebel. Es prallen zwei Ethiken aufeinander: Auf der einen Seite die Verkäufer-Ethik, es muß um Biegen und Brechen die eigene "Wurst" verkauft werden, denn man hat keine andere, auf der anderen Seite das Ringen um das beste Produkt, egal von welchem "Hersteller".

    Das sollte man erstmal begriffen haben - und dann sollte man endlich anfangen, sich Gedanken zu machen, wie man Politiker und ähnliche Leute an der kurzen Leine halten kann, vier Jahre Legislaturperiode ohne Eingriffsmöglichkeit der Bürger ist viel zu lang. Bürgermeister kann man ja gottseidank(!) inzwischen schon während der Amtsperiode abwählen ...

    Harald Artur Irmer / Karlsruhe

    • hirmer
    • 19.11.2010 um 9:09 Uhr

    dürfen natürlich nur die Bank-/Partei-eigenen Produkte empfehlen
    und über deren Nachteile haben sie gefälligst den Mund zu halten, sonst fliegen sie aus dem Geldinstitut bzw. der Partei. Vllt können sie noch pauschal die Kunden beschimpfen, daß diese überhaupt keine Lust hätten, Vorsorgepakete zu kaufen.

    Die Parteilichkeit ist's, was ein vernünftiges Abwägen so schwer macht. Es ist nicht so, daß die S21-Gegner keinen Bahnverkehr wollten, im Gegenteil, z.B. das Schweizer Gotthard-Projekt wird ausdrücklich gelobt.

    Auf der anderen Seite Politiker, die wiedergewählt werden wollen, mit Verschweigen von Nachteiligem, Schönfärben und viel propagandistischem Nebel. Es prallen zwei Ethiken aufeinander: Auf der einen Seite die Verkäufer-Ethik, es muß um Biegen und Brechen die eigene "Wurst" verkauft werden, denn man hat keine andere, auf der anderen Seite das Ringen um das beste Produkt, egal von welchem "Hersteller".

    Das sollte man erstmal begriffen haben - und dann sollte man endlich anfangen, sich Gedanken zu machen, wie man Politiker und ähnliche Leute an der kurzen Leine halten kann, vier Jahre Legislaturperiode ohne Eingriffsmöglichkeit der Bürger ist viel zu lang. Bürgermeister kann man ja gottseidank(!) inzwischen schon während der Amtsperiode abwählen ...

    Harald Artur Irmer / Karlsruhe

    • Folko
    • 17.11.2010 um 10:51 Uhr

    Der Baustopp bezieht sich auf die Strecke Wendlingen-Ulm. Nicht auf den Bahnhof. Das ist der Unterschied.

    Antwort auf "Nix gewusst?"
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    im ZEIT-Text steht

    "In dem Brief, der dem Magazin Stern vorliegt, geht es um den umstrittenen Neubau des Stuttgarter Hauptbahnhofes und der dazugehörenden Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm."

    Wenn man die Neubaustrecke nicht bauen darf, macht doch der Bahnhofsumbau keinen Sinn mehr. Oder sehe ich das falsch ?

    Die Ausbaustrecke war doch essentieller Teil des Gesamtplans, ohne die der ganze Umbau gar keinen Sinn mehr macht. Oder bin ich da falsch informiert.

    Ganz Ihrer Meinung: Erst lesen, dann kommentieren:
    "In dem Brief, der dem Magazin Stern vorliegt, geht es um den umstrittenen Neubau des Stuttgarter Hauptbahnhofes und der dazugehörenden Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm."!!

    ... sondern

    "Unter diesen Voraussetzungen sei die Gesamtfinanzierung des Vorhabens derzeit nicht gesichert. "Vorläufig keine Baufreigaben in finanzieller Hinsicht", urteilt das EBA."

    • umtini
    • 17.11.2010 um 14:50 Uhr

    @folko

    Zitat on...
    5. Erst lesen, dann kommentieren
    Der Baustopp bezieht sich auf die Strecke Wendlingen-Ulm. Nicht auf den Bahnhof. Das ist der Unterschied.
    ...Zitat off

    S21 geht nicht ohne die NBS, K21 schon. Ergo, wenn die NBS nicht realisiert wird, macht S21 keinen Sinn (abgesehen davon, daß es ohnin wenig bis gar keinen Sinn macht, was den Bahnbetrieb angeht).

    Immer wieder erstaunlich, wie selbsternannte Fachleute in ferndiagnostischer Manier meinen, sachgerecht mitreden zu können, obwohl dann hinterher Unsinn herauskommt, wie bei S21 ja am laufenden Meter.
    Man könnte es schon längst wissen, es scheint aber immer noch nicht in allen Köpfen angekommen. Wie oft muss eigentlich noch betont werden (zuletzt mehrfach auf der Schlichtung, bitte vorher lesen, ehe hier zum wiederholten Male grober Unfug verbreitet wird), dass S21 nur mit der NBS Sinn macht, K21 jedoch von der NBS unabhängig ist, es könnten auch die bestehenden Gleise modernisiert werden. Wenn die Neubaustrecke so nicht durchgeht, wie geplant, dann kann auch S21 nicht so kommen, wie geplant, es sei denn, man will unbedingt Geld raushauen - da sind aber die "Berufsdemonstranten, Rentner, Schüler, Chaoten, viele noch nicht vereinnahmte Unternehmer" und wie auch immer sie in beliebter ferndiagnostischer Manier bezeichnet werden mögen, dagegen ... und immer mehr im Recht.
    Was hier bereits jetzt alles schief gelaufen ist, geht auf keine Kuhhaut mehr, "Lügenpack" und "Mappus weg", von Herrn Geißler so wenig gelitten, sind leider nur allzu wahr. Eäre noch viel mehr wahr.

    "Der Baustopp bezieht sich auf die Strecke Wendlingen-Ulm. Nicht auf den Bahnhof. Das ist der Unterschied."

    Der Maufwurfsbahnhof ist für den Transport von Menschen nur nutzbar mit der Neubaustrecke. Das ist der Punkt.

    Selbstverständlich kann den Bahnhof auch ohne Neubaustrecke vergraben. Dann allerdings taugt er allenfalls zur Züchtung von Pilzen.

    ihre "politische Rechtfertigung" jeweils aus der Notwendigkeit des anderen Teilprojekts beziehen.

    im ZEIT-Text steht

    "In dem Brief, der dem Magazin Stern vorliegt, geht es um den umstrittenen Neubau des Stuttgarter Hauptbahnhofes und der dazugehörenden Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm."

    Wenn man die Neubaustrecke nicht bauen darf, macht doch der Bahnhofsumbau keinen Sinn mehr. Oder sehe ich das falsch ?

    Die Ausbaustrecke war doch essentieller Teil des Gesamtplans, ohne die der ganze Umbau gar keinen Sinn mehr macht. Oder bin ich da falsch informiert.

    Ganz Ihrer Meinung: Erst lesen, dann kommentieren:
    "In dem Brief, der dem Magazin Stern vorliegt, geht es um den umstrittenen Neubau des Stuttgarter Hauptbahnhofes und der dazugehörenden Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm."!!

    ... sondern

    "Unter diesen Voraussetzungen sei die Gesamtfinanzierung des Vorhabens derzeit nicht gesichert. "Vorläufig keine Baufreigaben in finanzieller Hinsicht", urteilt das EBA."

    • umtini
    • 17.11.2010 um 14:50 Uhr

    @folko

    Zitat on...
    5. Erst lesen, dann kommentieren
    Der Baustopp bezieht sich auf die Strecke Wendlingen-Ulm. Nicht auf den Bahnhof. Das ist der Unterschied.
    ...Zitat off

    S21 geht nicht ohne die NBS, K21 schon. Ergo, wenn die NBS nicht realisiert wird, macht S21 keinen Sinn (abgesehen davon, daß es ohnin wenig bis gar keinen Sinn macht, was den Bahnbetrieb angeht).

    Immer wieder erstaunlich, wie selbsternannte Fachleute in ferndiagnostischer Manier meinen, sachgerecht mitreden zu können, obwohl dann hinterher Unsinn herauskommt, wie bei S21 ja am laufenden Meter.
    Man könnte es schon längst wissen, es scheint aber immer noch nicht in allen Köpfen angekommen. Wie oft muss eigentlich noch betont werden (zuletzt mehrfach auf der Schlichtung, bitte vorher lesen, ehe hier zum wiederholten Male grober Unfug verbreitet wird), dass S21 nur mit der NBS Sinn macht, K21 jedoch von der NBS unabhängig ist, es könnten auch die bestehenden Gleise modernisiert werden. Wenn die Neubaustrecke so nicht durchgeht, wie geplant, dann kann auch S21 nicht so kommen, wie geplant, es sei denn, man will unbedingt Geld raushauen - da sind aber die "Berufsdemonstranten, Rentner, Schüler, Chaoten, viele noch nicht vereinnahmte Unternehmer" und wie auch immer sie in beliebter ferndiagnostischer Manier bezeichnet werden mögen, dagegen ... und immer mehr im Recht.
    Was hier bereits jetzt alles schief gelaufen ist, geht auf keine Kuhhaut mehr, "Lügenpack" und "Mappus weg", von Herrn Geißler so wenig gelitten, sind leider nur allzu wahr. Eäre noch viel mehr wahr.

    "Der Baustopp bezieht sich auf die Strecke Wendlingen-Ulm. Nicht auf den Bahnhof. Das ist der Unterschied."

    Der Maufwurfsbahnhof ist für den Transport von Menschen nur nutzbar mit der Neubaustrecke. Das ist der Punkt.

    Selbstverständlich kann den Bahnhof auch ohne Neubaustrecke vergraben. Dann allerdings taugt er allenfalls zur Züchtung von Pilzen.

    ihre "politische Rechtfertigung" jeweils aus der Notwendigkeit des anderen Teilprojekts beziehen.

  5. Ich will es einfach nicht glauben. Sie wollen möglichst teuer bezahlt werden und das bei geringst möglichem Leistungseinsatz. [...]

    Bitte formulieren Sie Ihre Meinung sachlich. Danke. Die Redaktion/er

    Antwort auf "Nix gewusst?"
  6. 8. zu 5

    im ZEIT-Text steht

    "In dem Brief, der dem Magazin Stern vorliegt, geht es um den umstrittenen Neubau des Stuttgarter Hauptbahnhofes und der dazugehörenden Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm."

    Wenn man die Neubaustrecke nicht bauen darf, macht doch der Bahnhofsumbau keinen Sinn mehr. Oder sehe ich das falsch ?

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    So wie das Ganze abläuft, erinnert es mich leicht an DAS Votum der Oesterreicher. Als dort das erste und einzige Atomkraftwerk für damals umgerechnet ca. € 6 Milliarden gebaut war, entschied sich der Souverän dagegen. Die Anlage ist NIE gelaufen. Hier ist noch nichts fertig - und soo wird es auch bleiben. Bis sich alle Beteiligten einig sind, ist ein Teil der Wirtschaft ausgezogen, da die Mitarbeiter ja den Arbeitsplatz nicht mehr zur Zeit erreichen können. Fazit: Grün, grüner, am grünsten - und noch ein bisschen Rot schadet der Sache auch nicht mehr...

    So wie das Ganze abläuft, erinnert es mich leicht an DAS Votum der Oesterreicher. Als dort das erste und einzige Atomkraftwerk für damals umgerechnet ca. € 6 Milliarden gebaut war, entschied sich der Souverän dagegen. Die Anlage ist NIE gelaufen. Hier ist noch nichts fertig - und soo wird es auch bleiben. Bis sich alle Beteiligten einig sind, ist ein Teil der Wirtschaft ausgezogen, da die Mitarbeiter ja den Arbeitsplatz nicht mehr zur Zeit erreichen können. Fazit: Grün, grüner, am grünsten - und noch ein bisschen Rot schadet der Sache auch nicht mehr...

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