Sein Vermögen wird auf 6,9 Milliarden Dollar (5,2 Milliarden Euro) geschätzt – mindestens die Hälfte davon wird Facebook-Gründer Mark Zuckerberg nach seinem Tod oder noch zu Lebzeiten für wohltätige Zwecke spenden. Dazu hat er sich verpflichtet, als er dem Spendenprojekt von Microsoft-Gründer Bill Gates und Großinvestor Warren Buffett beigetreten ist.

Die Initiative The Giving Pledge (Das Spenden-Versprechen) wurde von den beiden reichsten Männern der USA im Juni gegründet. Ihren Angaben zufolge haben inzwischen 57 Einzelpersonen oder Familien die Selbstverpflichtung unterschrieben . Zu den jüngsten Mitgliedern gehören insgesamt 17 US-Milliardäre, darunter neben Zuckerberg auch Steve Case, Gründer des Internetriesen AOL, sowie der Finanzier Carl Icahn und Michael Milken, ein ehemaliger Wall-Street-Banker.

"Die Leute warten lange in ihrer Karriere, um zurückzugeben. Aber warum warten, wenn es so viel zu tun gibt?", begründete Zuckerberg seine Entscheidung. Allerdings ist der Gründer des größten sozialen Netzwerks der Welt streng genommen nur auf dem Papier ein Superreicher. So ist Facebook zwar geschätzt mehr als 40 Milliarden Dollar wert – gesehen hat Zuckerberg aber noch nichts von dem Geld.

Dass Wohlhabende etwas von ihrem Besitz abgegeben, gehört zum guten Ton in den Vereinigten Staaten . In Deutschland oder China dagegen stießen Buffett und Gates bisher auf taube Ohren. Hierzulande hatte Gates versucht, ihm persönlich bekannte deutsche Milliardäre für seine Initiative zu gewinnen. Die zeigten sich allerdings ablehnend.

Dennoch wollen sie Hunderte Milliardäre weltweit überzeugen, den Großteil ihres Vermögens zu spenden. Bereits im Sommer hatten sich 40 Superreiche der Initiative angeschlossen. Dazu gehörten die Gründer von CNN und Oracle, Ted Turner und Larry Ellison, der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg und Hollywood-Regisseur George Lucas.