Rohstoffhandel China plant strategische Reserve für seltene Erdmetalle

Peking will seine Dominanz des Welthandels mit seltenen Metallen weiter ausbauen. Bereits jetzt kontrolliert das Land über 90 Prozent. Und die Nachfrage steigt stetig.

China will nach einem Bericht des Wall Street Journal für sogenannte seltene Erden – die hochgradig gefragte, seltene Metalle enthalten – eine strategische Reserve aufbauen. In den vergangenen Monaten seien in der Region Innere Mongolei in großem Stil Lagerkapazitäten für die begehrten Rohstoffe eingerichtet worden, berichtete das Blatt. Deren Umfang übersteige das Gesamtvolumen der chinesischen Exporte des Jahres 2010 von 39.800 Tonnen, hieß es weiter. Die seltenen Erden sind für zahlreiche Zukunftstechnologien wie Internethandys, Hybridautos oder Windräder von großer Bedeutung.

China, das mehr als 90 Prozent dieser Mineralien für den Weltmarkt liefert, hatte die Ausfuhr zuletzt eingeschränkt und mehrere Minen unter staatliche Kontrolle gebracht. Die Preise für die begehrten Rohstoffe waren im vergangenen Jahr um 130 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Westliche Industrieländer hatten China dabei wiederholt vorgeworfen, das Angebot künstlich zu verknappen.

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In Australien und weiteren Ländern wird derzeit versucht, die Förderung seltener Erden selbst stärker voranzutreiben. Laut Wall Street Journal dauert es allerdings etwa ein Jahrzehnt, bis Vorkommen der Mineralien neu erschlossen werden können. Daher werde die Abhängigkeit von chinesischen Exporten noch geraume Zeit anhalten.

 
Leser-Kommentare
  1. aber dass der Westen in Folge dessen die Suche nach und Förderung von diesen Rohstoffen forciert ist ein weiterer Sargnagel für das ökologische Gleichgewicht unseres Planeten und insofern natürlich bedauerlich …

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    aber ich lasse mich gern eines besseren belehren.

    aber ich lasse mich gern eines besseren belehren.

  2. sollten sie sich auf die metalle yttrium, scandium und die lanthanoide beziehen, so heißt es richtig "seltenerdmetalle". diese kommen jedoch teilweise häufiger in der erdkruste vor als kupfer und sind daher nicht zwingend selten, weshalb der begriff "seltene erdmetalle" unfug ist.

  3. aber ich lasse mich gern eines besseren belehren.

    • Jeru
    • 08.02.2011 um 13:12 Uhr

    ..
    Diese s.g. seltenen Erden sind keine "Erde" oder Boden oder ähnliches wie der Text es suggeriert: "[...]für sogenannte seltene Erden – die hochgradig gefragte, seltene Metalle enthalten [..]"

    Da sucht keiner irgendwelche Regionen nach einer bestimmten Erde ab um dann darin Metalle zu finden. Es handelt sich lediglich um eine Bezeichnung für jene Elemente selbst.
    (Die mitnichten unbedingt in irgendwelchen Erden angereichert sind...)

    Solche Fehler führen nur zur allgemeinen Verwirrung..

    @blonski: der Zusatz "selten" ist hier mehr oder minder historisch gewachsen, verwechseln sie das nicht.

    • Jeru
    • 08.02.2011 um 13:17 Uhr

    Handelt es sich auch NICHT um Minerale wie der Text gleich zweimal falsch angiebt.

    Bleib zu hoffen wir finden bald neue Vorkommen dieser "Minerale" in irgendwelchen "Erden".... [Ironie aus]

  4. Warum soll es umgekehrt nicht?

  5. die letzten Kommentare?

    • Petka
    • 08.02.2011 um 15:35 Uhr

    China versucht hier recht durchsichtig die Preise zu erhöhen. Wäre China momentan in der Lage, die seltenen Erden selbst in dem Maße zu verarbeiten, wie es sie fördert, dann ergäbe sich automatisch der gewünschte hohe Preis.

    Da Chinas Hightech dann wohl aber doch eher nur in der Zeitung steht, muss eben zurückgehalten werden, weil "man bräuchte ja was in der Zukunft". Der Haken ist zweierlei - die seltenen Erden von heute müssen nicht die in zehn Jahren sein und 65% der seltenen Erden liegen (eben noch unerschlossen) woanders herum.

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  • Quelle AFP
  • Kommentare 10
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  • Schlagworte China | Rohstoff | Mine | Export | Australien | Mongolei | Metall | Peking
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