Serie: Wie gerecht ist Deutschland?: "Leistung lohnt nicht"
Der Staat sollte für mehr Gleichheit sorgen, sagt der Philosoph Stefan Gosepath im Interview. Das Leistungsprinzip in der Marktwirtschaft sei ein Mythos.
© John MacDougall/AFP/Getty Images

Arbeiter im Deutschen Bundestag
ZEIT ONLINE: Herr Gosepath, die Mehrheit der Deutschen sagt in Umfragen , dass es in Deutschland nicht gerecht zugehe. Was heißt das?
Stefan Gosepath: Ich denke, dass da ein subjektives Empfinden zum Ausdruck kommt. Solche Umfragen sind sicherlich ein guter Indikator für die Politik. Sie helfen aber nur bedingt, wenn wir die Frage beantworten wollen, wie gerecht es in Deutschland zugeht.
ZEIT ONLINE: Warum?
Gosepath: Weil die interessantere Frage lautet, warum die Menschen Ungerechtigkeit empfinden. Kommt dort nur der Ärger darüber zum Ausdruck, dass das eigene Leben nach einigen Jahren neoliberaler Politik prekärer geworden ist? Das wäre meine Vermutung.
ZEIT ONLINE: Und das würde ihnen nicht reichen.

Stefan Gosepath lehrt Philosophie und Politische Theorie an der Universität Frankfurt.
Gosepath: Es wäre nur der erste Schritt. Der Clou der Gerechtigkeitsdebatte ist doch, dass wir die Position des Unparteiischen einnehmen sollten. Wir müssen neutral sein, um auf diese Weise zu einem objektiven Begriff von Gerechtigkeit zu kommen. Das ist unsere Aufgabe als Wissenschaftler, wenn wir eine Theorie der Gerechtigkeit entwerfen. Wohlgemerkt: Ohne den Anspruch zu haben, besser als andere zu sein.
ZEIT ONLINE: Ist das nicht frustrierend? Sie suchen nach der Gerechtigkeitsformel und die Menschen streben einfach nur nach ihrem Vorteil.
Gosepath: So ist das Leben halt manchmal. Außerdem stimmt es auch nicht ganz. Die Menschen sagen nicht nur: Ich will 100 Euro mehr Gehalt im Monat. Sie bedienen sich auch der Sprache der Gerechtigkeit. Sie sagen: Wenn wir unsere Ziele durchsetzen, dann geht es in der gesamten Gesellschaft gerechter zu . Dass Gerechtigkeit immer eine Rolle spielt, stimmt mich optimistisch.
- Wie gerecht ist Deutschland?
Deutschland im Jahr 2011: Die Gesellschaft spaltet sich. Reiche werden reicher, Arme ärmer. Wer einmal unten ist, kommt nur noch schwer nach oben – und wer oben ist, stürzt schneller ab. So ist es immer wieder zu lesen. Doch stimmt das auch? ZEIT ONLINE beschreibt in einer siebenteiligen Serie, wie gerecht es in Deutschland wirklich zugeht. Zum Auftakt haben wir den Gerechtigkeitstheoretiker Stefan Gosepath gefragt: Was ist heute noch gerecht? In den kommenden Wochen werden wir die Statistik bemühen, um beispielsweise zu klären, ob die Reichen immer reicher werden oder die Einkommen wirklich immer ungleicher verteilt sind.
Z EIT ONLINE: Die Leute berufen sich auf Gerechtigkeit. Allerdings nur, um ihre egoistischen Motive zu legitimieren.
Gosepath: Manchmal mag das so sein. Aber eben nicht immer. Das ist wie mit der Lüge und der Wahrheit. Wenn alle ständig lügen würden, ergäbe die Lüge keinen Sinn mehr. So ist es auch mit der Sprache der Gerechtigkeit. Wenn sie die ständig missbrauchen, um ihre Interessen durchzusetzen, werden Sie irgendwann als Lügner entlarvt und der Bezug auf Gerechtigkeit hätte überhaupt keinen Sinn mehr. Auf Dauer geht das nicht.
ZEIT ONLINE: Gibt es das überhaupt: einen objektiven Begriff der Gerechtigkeit?
Gosepath: Es muss ihn geben, sonst könnten wir nicht über Gerechtigkeit streiten.
ZEIT ONLINE: Was ist denn nun gerecht?
Gosepath: Ein Grundgedanke, auf den sich alle einigen können, lautet: Jedem das Seine. Heute würde man vielleicht sagen: Jedem das, was ihm zusteht.
ZEIT ONLINE: Was heißt das konkret?
Gosepath: Jeder sollte die Früchte dessen ernten dürfen, was in seiner Verantwortung liegt. Ein paar Dinge sind dann jedoch nicht verhandelbar. Alle Bürger haben zum Beispiel die gleichen Menschen- und Bürgerrechte und -pflichten. Außerdem sollten sie das gleiche Maß an Freiheit haben, das eigene Leben zu gestalten.




Wir haben ein System, das Ungleichheit mit Ungleichheit bekämpft und sehr viel teurer ist, als eine Variante, die jedem Menschen Gleichheit und Selbstverantwortung zugesteht. Selbstverantwortung und Gerechtigkeit gehen einher. Wenn jeder Mensch in der Lage ist, seine Umgebung für Fehlverhalten zu sanktionieren, wird er auch immer Sanktionen für Fehlverhalten erfahren. Bereicherung wird schwieriger. Wichtig ist aber, dass jeder Mensch Freiheit von Zwang genießt. Die Gesellschaft kümmert sich aber nur um statistische Randerscheinungen (Deutschlands faulster Arbeitsloser), die Sanktionen treffen aber immer die Allgemeinheit, vor allem im Sozialsystem. Dabei könnte die Gemeinschaft die Sanktionen für Einzelne viel besser umsetzen, als "der Staat". Vor allem aber könnte sie das billiger.
Und da kommen wir zum bedigungslosen Grundeinkommen. Es ist effizienter, billiger und auch effektiver in allen Bereichen, an denen die Politik heute scheitert. Sozialpolitik, Rentenpolitik, Gesundheitspolitik, Arbeitsmarktpolitik usw. würden von organisierten Einzelinteresse befreit. Das unorganisierte Interesse hat wieder eine Chance. Und damit auch der gesunde, der freie Menschenverstand.
was unter "organisiertem" und "unorganisiertem" Interesse zu verstehen ist und warum ersteres schlecht und das zweite gut ist ?
Danke im voraus.
was unter "organisiertem" und "unorganisiertem" Interesse zu verstehen ist und warum ersteres schlecht und das zweite gut ist ?
Danke im voraus.
Es ist also nicht gerecht wenn Eltern ihren Kinder das selbst verdiente, bereits mindestens einmal versteuerte Vermögen vermachen, da diese es sich ja nicht "selbst" Verdient haben.
Dem gegenüber wäre es gerecht wenn der Staat das bereits versteuerte Vermögen nochmal versteuert?
Warum genau sollte der Staat bitte Anteil an der Erbschaft bekommen er hat schliesslich auch nichts zum Erwerb beigetragen.
Der Staat schuf die Rahmenbedingungen, um etwas zu vererben. Ich finde das mehr als hinreichend. Er (der Staat, also wir) sollte der Gerechtigkeit halber auf vererbtes Vermögen eine knackige Steuer erhalten. Beispielsweise um damit Gutes zu bezahlen.
Die Erben würden es verschmerzen.
"Es ist also nicht gerecht wenn Eltern ihren Kinder das selbst verdiente, bereits mindestens einmal versteuerte Vermögen vermachen, da diese es sich ja nicht "selbst" Verdient haben."
So etwas ähnliches hat Herr Gosepath nicht gesagt.
Er hat vollkommen zu Recht festgestellt, dass es ungerecht sei, dass die einen etwas erben, die anderen nicht. Da dies zu vollkommen ungleichen und mithin ungerechten Ausgangslagen führt.
Da kann der eine Leistung erbringen soviel er will, ohne dass es ihm besser ginge, als dem der vielleicht keine Leistung erbringt und sich als Sohn oder Tochter ausruht.
Perspektivenwechsel ict angesagt !
...an der Erbschaft bekommen er hat schliesslich auch nichts zum Erwerb beigetragen."
Warum verlassen Sie den "Staat" nicht?
Begeben Sie sich an einen Ort, wo es keinen "Staat" (d.h. keinerlei andere Menschen außer Ihnen selbst) gibt, z.B. auf eine einsame Insel.
Dort dürfen Sie dann ALLES, was Sie dort GANZ ALLEINE "erwerben", "erwirtschaften" oder wie auch immer Sie es nennen wollen, FÜR SICH behalten.
In diesem Moment würden Sie erkennen: EIN MENSCH ALLEINE (außerhalb einer Gemeinschaft, ohne Kontakt zu anderen Menschen) kann für sich MAXIMAL den reinen Lebensunterhalt "erwerben". Nicht mehr. Wenn überhaupt.
ALLES was darüber hinausgeht ist alleine der Kooperation in einer hochkomplexen, hochorganisierten und auch hochregulierten Gemeinschaft (=Staat) möglich.
Sie KÖNNEN sich ALLEINE auf ihrer einsamen Insel weder eine VILLA bauen, noch einen PORSCHE noch ein Privatflugzeug noch eine Yacht.
Insofern haben Sie Ihren Anteil an den Gesamtkosten der Gemeinschaft (=Staat) zu leisten. Und eine Erbschaftssteuer ist dabei sicherlich nicht der schlechteste Weg...denken Sie doch mal an Seelenkrüppel wie Paris Hilton. Aus der hätte vielleicht sogar ein vernünftiger, produktiver, glücklicher Mensch werden können, wenn sie nicht von Geburt mit all dem Geld belastet worden wäre.
Meiner Ansicht nach hat er genau das gesagt und hat damit auch recht.
Wenn man seinen Kindern Geld schenkt, dann ist das ungerecht den anderen Gegenüber. Durch meine Familie habe ich in meiner Jugend extremen Wohlstand erfahren und habe sehr gute Chancen gehabt. Zum einen wurde ich finanziell sehr gut unterstützt und zum anderen wurde mir von meinen Eltern auch eine gute Bildung zuteil, von der ich neben der Schule sehr profitiert habe. Ich bin fauler als die meisten, aber durch meine gute Bildung, welche ich vor allem auch meinen guten Startchancen verdanke bin ich trotzdem inzwischen qualifiziert und in der Lage einen Job anzutreten, bei dem ich 5k+ bekomme. Das ist Ungerechtigkeit. Ich finde es natürlich toll, aber ungerecht bleibt es trotzdem :D
"Warum genau sollte der Staat bitte Anteil an der Erbschaft bekommen er hat schliesslich auch nichts zum Erwerb beigetragen."
Sie haben die Idee dahinter nicht Verstanden.
Es ist einfach nicht Gerecht, dass bei gleicher Arbeitsleistung der eine 100'000 in seinem Leben verdient, z.B. ein hart Arbeitender Maurer. Und ein anderer verdient das 500-fache z.B. ein Bänker.
Die Erbschaftssteuer ist ein Versuch zumindest einen Teil dieser Gerechtigkeit beim Übergang auf die nächste Generation herzustellen.
Alternativ kann der Herr Ackermann sein Geld bis zu seinem Tod ja auch ausgeben, da wünsch ich ihm viel Erfolg bei!
Es gab scon viele Antworten auf Ihren Kommentar. Es ist für mich eine schwierige Frage, ob man überhaupt etwas vererben sollte. Aber die Familie, oder eigene Kinder, sind für viele die Motivation im Leben überhaupt ud sollte es auch aus rein biologischen Gründen auch sein. Das heisst, den Ansporn etwas zu vererben wegnehmen könnte sehr negativ für unsere Gesellschaft sein.
Auf der anderen Seite, könnte man eine sehr hihe Erbschaftssteuer einführen und diese zweckgebunden an das Bildungssystem vergeben, besonderers in Grundschulen, also in die frühen Jahre.
Und man könnte versuchen, die Lasten für die Altersbetreuung umzulegen, die ohnehin schon mal schnell ein ganzes Erbe auffressen können.
Ein Vermögen entsteht nicht im luftleeren Raum, sondern ist Ergebnis gesellschaftlicher Verhältnisse. Z.B. Unser Steuersystem begünstigt grosse Vermögen und schröpft u. a. über die Mehrwertsteuer finanziell Schwache. Der Niedriglohnsektort wälzt Lohnkosten auf die Gesellschaft ab, Vermögen aus Spekulation bleibt überwiegend steuerfrei und und und ... Kein vernünftige Mensch fordert absolute Gerechtigkeit, weil diese ein Ideal ist, aber mehr Gerechtigkeit ist in jedem Fall machbar. Die Erbschaftsteuer veringert posthum, einen Teil der Ungerechtigkeiten aufgrund dessen dieses Vermögen entstanden ist.
Neben all diesen Antworten bzgl. der Erbschaftssteuer, sollten Sie auch noch folgendes bedenken.
Zitat: "Dem gegenüber wäre es gerecht wenn der Staat das bereits versteuerte Vermögen nochmal versteuert?"
Das macht der Staat tagtäglich, indem er Ihr Gehalt, was schon besteuert wurde, nochmals versteuert - indem er Ihnen die Umsatz-, Tabak-, Mineralöl- und sonstige Steuern aufzwingt, die sich aus dem Konsum ergeben. Das finden Sie aber nicht ungerecht?
Setzen Sie sich mal hin und rechnen mal aus, wieviel von Ihrem Gehalt als Ganzes der Staat letzendlich als Steuer am Ende eines Monats bekommt. Sie werden sich wundern.
Also wieso sollte das eine möglich sein, aber die "doppelte" Versteuerung des Vermögens nicht?
Gerne nennen die Betroffenen das Argument der doppelten und damit ungerechten Besteuerung. Dies trifft m.E. aber nicht zu. Vielmehr ist es so, dass in unserem Staat jegliches Einkommen versteuert werden muss. Wenn also die Kinder vermögender Eltern ohne eigenes Zutun große Vermögenswerte erhalten, sind diese selbstverständlich steuerpflichtig.
Deswegen gibt es in vielen Ländern diese Form der Besteuerung, die sogor noch deutlich höher ausfällt, als hier geplant oder angedacht.
Außerdem muss wirklich mal hinterfragt werden,wie dieser enorme Reichtum bei den wenigen Menschen zustandekommt. Wie schon zuvor kommentiert hilft der Staat durch Billiglöhne und Leiharbeiter, dass die Gewinne kräftig sprudeln.
Wer sich über Erbschaftssteuer aufregt, jammert auf höchstem Niveau.
http://www.youtube.com/wa...
dauert etwas, das anzusehen. aber ziemlich konkret für diese geschichte wurde zuletzt das erbschaftsrecht geändert. also sollte man sich informieen, bevor man sich zu einer meinung durchringt. schön auch, den buckelnden roland koch zu beobachten.
tja, wenn wir aber jetzt weiterdenken würden, dann sollte man eigentlich auf die Schlussfolgerung kommen, dass es wenig Sinn macht den Staat erben zu lassen.
Da man dies zu Lebzeiten versuchen würde zu verhindern indem man seinen Kindern große Geldsummen, Aktien, Immobilien, etc. schenkt. Es würde tatsächlich die Familien-Struktur in diesem Land zerstören.
Was aber ohne Probleme machbar wäre, wenn die Person keine Kinder oder keinen Lebenspartner hat. Wieso sollte in diesem Fall der Cousin oder eine unbekannte Tante erben?
Was weiterhelfen würde wäre die Kapitalsteuer (0,5 bis 3 Prozent würden vollkommen ausreichen) so ab einer Summe von ca. 500.000€.
Dann kommt aber das nächste Problem: Wie soll so eine Steuer eingeführt werden, wenn doch die Politik nichts weiter ist als ein gekaufter Reformpaket (siehe Atomdebatte), da wird der Bürgerwille schnell zum Scheinheiligtum.
Wollte eigentlich noch mehr schreiben, aber dann verliere ich komplett den Faden vom Thema und die ZeitRedaktion will sowas nicht :-)
In Ihrem Kommentar, "meeser" gehen Sie vom Staat als einer amorphen Krake aus die sich zu Unrecht an Privateigentum labt. Der Staat, also die politische Organisation der Bevölkerung eines Gebiets, stellt immerhin eine umfassende Infrastruktur zur Verfügung, die das Erzielen von Einkommen oberhalb der Subsistenz erst möglich macht. Leider verteilt unser Staat gerade heute diese Chancen tendenziell ungerechter als er das früher tat.
Ihre Sichtweise zeigt eher die Strukturen einer Stammesgesellschaft, in der die Familie alles zählt, eine wie immer geartete Volksgemeinschaft aber nichts. Wie undemokratisch und ungerecht solche familienbezogenen Strukturen sind, erleben wir täglich in Länern wo es keine anderen funktionierenden Strukturen gibt. Sei es das Stammesland Lybien, seien es die arabischen Ölstaaten, viele afrikanische Länder oder das mafiös organisierte Russland. Halten Sie solche Gesellschaften wirklich für frei? Reichtum ist keine Privatsache, sondern wird von allen in einer Volkswirtschaft Beteiligten erzeugt.Folglich sollen auch alle an diesem Reichtum beteiligt werden. Sie deuten auf Arbeitslose. Nur die Existenz einer ausreichend großen "Reservetruppe" ermöglicht es, Arbeitsverhältnisse relativ kostengünstig für den Arbeitgeber zu gestalten. Die Folgen dieser Geschäftspolitik wie Armut und Elend werden dem Staat aufgebürdet, also den Geldbeuteln der Steuerzahler, die Gewinne aus dieser Einrichtung privatisiert und den Erben zugeschlagen? Stammesdenken, sage ich.
Der Staat schuf die Rahmenbedingungen, um etwas zu vererben. Ich finde das mehr als hinreichend. Er (der Staat, also wir) sollte der Gerechtigkeit halber auf vererbtes Vermögen eine knackige Steuer erhalten. Beispielsweise um damit Gutes zu bezahlen.
Die Erben würden es verschmerzen.
"Es ist also nicht gerecht wenn Eltern ihren Kinder das selbst verdiente, bereits mindestens einmal versteuerte Vermögen vermachen, da diese es sich ja nicht "selbst" Verdient haben."
So etwas ähnliches hat Herr Gosepath nicht gesagt.
Er hat vollkommen zu Recht festgestellt, dass es ungerecht sei, dass die einen etwas erben, die anderen nicht. Da dies zu vollkommen ungleichen und mithin ungerechten Ausgangslagen führt.
Da kann der eine Leistung erbringen soviel er will, ohne dass es ihm besser ginge, als dem der vielleicht keine Leistung erbringt und sich als Sohn oder Tochter ausruht.
Perspektivenwechsel ict angesagt !
...an der Erbschaft bekommen er hat schliesslich auch nichts zum Erwerb beigetragen."
Warum verlassen Sie den "Staat" nicht?
Begeben Sie sich an einen Ort, wo es keinen "Staat" (d.h. keinerlei andere Menschen außer Ihnen selbst) gibt, z.B. auf eine einsame Insel.
Dort dürfen Sie dann ALLES, was Sie dort GANZ ALLEINE "erwerben", "erwirtschaften" oder wie auch immer Sie es nennen wollen, FÜR SICH behalten.
In diesem Moment würden Sie erkennen: EIN MENSCH ALLEINE (außerhalb einer Gemeinschaft, ohne Kontakt zu anderen Menschen) kann für sich MAXIMAL den reinen Lebensunterhalt "erwerben". Nicht mehr. Wenn überhaupt.
ALLES was darüber hinausgeht ist alleine der Kooperation in einer hochkomplexen, hochorganisierten und auch hochregulierten Gemeinschaft (=Staat) möglich.
Sie KÖNNEN sich ALLEINE auf ihrer einsamen Insel weder eine VILLA bauen, noch einen PORSCHE noch ein Privatflugzeug noch eine Yacht.
Insofern haben Sie Ihren Anteil an den Gesamtkosten der Gemeinschaft (=Staat) zu leisten. Und eine Erbschaftssteuer ist dabei sicherlich nicht der schlechteste Weg...denken Sie doch mal an Seelenkrüppel wie Paris Hilton. Aus der hätte vielleicht sogar ein vernünftiger, produktiver, glücklicher Mensch werden können, wenn sie nicht von Geburt mit all dem Geld belastet worden wäre.
Meiner Ansicht nach hat er genau das gesagt und hat damit auch recht.
Wenn man seinen Kindern Geld schenkt, dann ist das ungerecht den anderen Gegenüber. Durch meine Familie habe ich in meiner Jugend extremen Wohlstand erfahren und habe sehr gute Chancen gehabt. Zum einen wurde ich finanziell sehr gut unterstützt und zum anderen wurde mir von meinen Eltern auch eine gute Bildung zuteil, von der ich neben der Schule sehr profitiert habe. Ich bin fauler als die meisten, aber durch meine gute Bildung, welche ich vor allem auch meinen guten Startchancen verdanke bin ich trotzdem inzwischen qualifiziert und in der Lage einen Job anzutreten, bei dem ich 5k+ bekomme. Das ist Ungerechtigkeit. Ich finde es natürlich toll, aber ungerecht bleibt es trotzdem :D
"Warum genau sollte der Staat bitte Anteil an der Erbschaft bekommen er hat schliesslich auch nichts zum Erwerb beigetragen."
Sie haben die Idee dahinter nicht Verstanden.
Es ist einfach nicht Gerecht, dass bei gleicher Arbeitsleistung der eine 100'000 in seinem Leben verdient, z.B. ein hart Arbeitender Maurer. Und ein anderer verdient das 500-fache z.B. ein Bänker.
Die Erbschaftssteuer ist ein Versuch zumindest einen Teil dieser Gerechtigkeit beim Übergang auf die nächste Generation herzustellen.
Alternativ kann der Herr Ackermann sein Geld bis zu seinem Tod ja auch ausgeben, da wünsch ich ihm viel Erfolg bei!
Es gab scon viele Antworten auf Ihren Kommentar. Es ist für mich eine schwierige Frage, ob man überhaupt etwas vererben sollte. Aber die Familie, oder eigene Kinder, sind für viele die Motivation im Leben überhaupt ud sollte es auch aus rein biologischen Gründen auch sein. Das heisst, den Ansporn etwas zu vererben wegnehmen könnte sehr negativ für unsere Gesellschaft sein.
Auf der anderen Seite, könnte man eine sehr hihe Erbschaftssteuer einführen und diese zweckgebunden an das Bildungssystem vergeben, besonderers in Grundschulen, also in die frühen Jahre.
Und man könnte versuchen, die Lasten für die Altersbetreuung umzulegen, die ohnehin schon mal schnell ein ganzes Erbe auffressen können.
Ein Vermögen entsteht nicht im luftleeren Raum, sondern ist Ergebnis gesellschaftlicher Verhältnisse. Z.B. Unser Steuersystem begünstigt grosse Vermögen und schröpft u. a. über die Mehrwertsteuer finanziell Schwache. Der Niedriglohnsektort wälzt Lohnkosten auf die Gesellschaft ab, Vermögen aus Spekulation bleibt überwiegend steuerfrei und und und ... Kein vernünftige Mensch fordert absolute Gerechtigkeit, weil diese ein Ideal ist, aber mehr Gerechtigkeit ist in jedem Fall machbar. Die Erbschaftsteuer veringert posthum, einen Teil der Ungerechtigkeiten aufgrund dessen dieses Vermögen entstanden ist.
Neben all diesen Antworten bzgl. der Erbschaftssteuer, sollten Sie auch noch folgendes bedenken.
Zitat: "Dem gegenüber wäre es gerecht wenn der Staat das bereits versteuerte Vermögen nochmal versteuert?"
Das macht der Staat tagtäglich, indem er Ihr Gehalt, was schon besteuert wurde, nochmals versteuert - indem er Ihnen die Umsatz-, Tabak-, Mineralöl- und sonstige Steuern aufzwingt, die sich aus dem Konsum ergeben. Das finden Sie aber nicht ungerecht?
Setzen Sie sich mal hin und rechnen mal aus, wieviel von Ihrem Gehalt als Ganzes der Staat letzendlich als Steuer am Ende eines Monats bekommt. Sie werden sich wundern.
Also wieso sollte das eine möglich sein, aber die "doppelte" Versteuerung des Vermögens nicht?
Gerne nennen die Betroffenen das Argument der doppelten und damit ungerechten Besteuerung. Dies trifft m.E. aber nicht zu. Vielmehr ist es so, dass in unserem Staat jegliches Einkommen versteuert werden muss. Wenn also die Kinder vermögender Eltern ohne eigenes Zutun große Vermögenswerte erhalten, sind diese selbstverständlich steuerpflichtig.
Deswegen gibt es in vielen Ländern diese Form der Besteuerung, die sogor noch deutlich höher ausfällt, als hier geplant oder angedacht.
Außerdem muss wirklich mal hinterfragt werden,wie dieser enorme Reichtum bei den wenigen Menschen zustandekommt. Wie schon zuvor kommentiert hilft der Staat durch Billiglöhne und Leiharbeiter, dass die Gewinne kräftig sprudeln.
Wer sich über Erbschaftssteuer aufregt, jammert auf höchstem Niveau.
http://www.youtube.com/wa...
dauert etwas, das anzusehen. aber ziemlich konkret für diese geschichte wurde zuletzt das erbschaftsrecht geändert. also sollte man sich informieen, bevor man sich zu einer meinung durchringt. schön auch, den buckelnden roland koch zu beobachten.
tja, wenn wir aber jetzt weiterdenken würden, dann sollte man eigentlich auf die Schlussfolgerung kommen, dass es wenig Sinn macht den Staat erben zu lassen.
Da man dies zu Lebzeiten versuchen würde zu verhindern indem man seinen Kindern große Geldsummen, Aktien, Immobilien, etc. schenkt. Es würde tatsächlich die Familien-Struktur in diesem Land zerstören.
Was aber ohne Probleme machbar wäre, wenn die Person keine Kinder oder keinen Lebenspartner hat. Wieso sollte in diesem Fall der Cousin oder eine unbekannte Tante erben?
Was weiterhelfen würde wäre die Kapitalsteuer (0,5 bis 3 Prozent würden vollkommen ausreichen) so ab einer Summe von ca. 500.000€.
Dann kommt aber das nächste Problem: Wie soll so eine Steuer eingeführt werden, wenn doch die Politik nichts weiter ist als ein gekaufter Reformpaket (siehe Atomdebatte), da wird der Bürgerwille schnell zum Scheinheiligtum.
Wollte eigentlich noch mehr schreiben, aber dann verliere ich komplett den Faden vom Thema und die ZeitRedaktion will sowas nicht :-)
In Ihrem Kommentar, "meeser" gehen Sie vom Staat als einer amorphen Krake aus die sich zu Unrecht an Privateigentum labt. Der Staat, also die politische Organisation der Bevölkerung eines Gebiets, stellt immerhin eine umfassende Infrastruktur zur Verfügung, die das Erzielen von Einkommen oberhalb der Subsistenz erst möglich macht. Leider verteilt unser Staat gerade heute diese Chancen tendenziell ungerechter als er das früher tat.
Ihre Sichtweise zeigt eher die Strukturen einer Stammesgesellschaft, in der die Familie alles zählt, eine wie immer geartete Volksgemeinschaft aber nichts. Wie undemokratisch und ungerecht solche familienbezogenen Strukturen sind, erleben wir täglich in Länern wo es keine anderen funktionierenden Strukturen gibt. Sei es das Stammesland Lybien, seien es die arabischen Ölstaaten, viele afrikanische Länder oder das mafiös organisierte Russland. Halten Sie solche Gesellschaften wirklich für frei? Reichtum ist keine Privatsache, sondern wird von allen in einer Volkswirtschaft Beteiligten erzeugt.Folglich sollen auch alle an diesem Reichtum beteiligt werden. Sie deuten auf Arbeitslose. Nur die Existenz einer ausreichend großen "Reservetruppe" ermöglicht es, Arbeitsverhältnisse relativ kostengünstig für den Arbeitgeber zu gestalten. Die Folgen dieser Geschäftspolitik wie Armut und Elend werden dem Staat aufgebürdet, also den Geldbeuteln der Steuerzahler, die Gewinne aus dieser Einrichtung privatisiert und den Erben zugeschlagen? Stammesdenken, sage ich.
mit alltäglichen Worten Großes sagen, Neues denken: symphatisch.
Und klug.
nur sie kann helfen die difizielen Empfindungen und Einstellungen zu bewerten und zu analysieren.
Der Klugheits Menschenlösing ward die Dummheit. Nur die Dummen definieren die Klugen und nur die Armen definieren die Reichen.
nur sie kann helfen die difizielen Empfindungen und Einstellungen zu bewerten und zu analysieren.
Der Klugheits Menschenlösing ward die Dummheit. Nur die Dummen definieren die Klugen und nur die Armen definieren die Reichen.
Das Problem des stark ideologisierten Begriffs der "Leistung" ist, dass er in der Debatte eben viel zu oft mit dem Begriff "Geld" und "harte Arbeit" in Verbindung gebracht wird. Hier klingt immer der Vorwurf mit, wer nicht genug Geld habe, um zu überleben, wäre ein Faulpelz und an seiner Situation selber schuld.
Bei genauerer Betrachtung erweist sich dies in zahlreichen Punkten als grundlegend falsch: viele prekäre Einkommenssituationen sind politischen und ökonomischen Entscheidungen geschuldet. Ich erinnere hier etwa an den durch die Politik eingeleiteten Strukturwandel im ländlichen Raum, in den Industrieregionen oder in der ehemaligen DDR - die alle unter der Begrifflichkeit "Umbau der Gesellschaft zur Dienstleistungsgesellschaft" firmierten. Bei diesen Entscheidungen hatte die Bevvölkerung - und noch weniger der Einzelne - ein Partizipationsrecht. - Und mehr noch: den Betroffenen wurde und wird direkt vorgeworfen, nicht flexibel genug reagiert zu haben.
Spätestens seit der globalen Finanzkrise ist ein weiterer Aspekt hinzugekommen: was muss ein Mensch leisten, um zig Millionen Euro im Jahr zu verdienen? Und warum muss dies auch gezahlt werden, obwohl er nachweislich völlig in seiner beruflichen Tätigkeit versagt hat? Und warum muss die Allgemeinheit - sprich: der Steuerzahler - für die durch Totalversagen in Verbindung mit erheblicher krimineller Energie entschtandenen Schäden auch noch neben den zu zahlenden Millionengehältern zusätzlich aufkommen?
Leistung wird Religion - spätestens seit der Idee des Protestantismus, daß man sie an "den Früchten (bzw. Taten)" erkennen könne, die Gottesfürchtigen nämlich.
Seit der Reformation wird Leistung/Arbeit damit zum Gottesdienst - das ist inzwischen dermaßen zum Kulturgut geworden, daß man es gar nicht mehr wegdenken kann bzw. wagt: nur wer arbeitet, ist "normal". Deshalb auch die Ablehnung des bedingungslosen Grundeinkommens: ökonomisch zwar ausgesprochen sinnvoll, aber vom Emotionalen her kaum durchsetzbar.
Ansonsten finde ich ehrlich gesagt wenig Erhellendes, eher bin ich da etwas frustriert:
"ZEIT ONLINE: Gibt es das überhaupt: einen objektiven Begriff der Gerechtigkeit?
Gosepath: Es muss ihn geben, sonst könnten wir nicht über Gerechtigkeit streiten."
Aha. Ich hatte immer gehofft, Geisteswissenschaftler/innen würden mit solchen wissenschaftstheoretischen Konstrukten wie "Objektivität" etwas - sagen wir - reifer umgehen als Naturwissenschaftler/innen. Dann käme man sehr schnell drauf, daß "Gerechtigkeit" selbstverständlich ebenfalls konstruiert ist. Deshalb kann man sich darüber streiten - und nicht deshalb, weil sie objektiv wäre (wäre sie das, müßte man sich nicht mehr darüber streiten).
Ich kann Ihnen nur voll zustimmen.
Diese Beispiele sind noch durch viele andere ergänzbar. Man denke nur an Zeitarbeiter vs. Arbeiter mit "normalem" Vertrag oder an den Lehrerberuf, der inzwischen von 3 Gruppen ausgeübt wird:
1) von den Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst,
2) den Angestellten in Privatschulen und
3) den Lehrkräften, die auf Honorarbasis, und zwar meistens als Scheinselbstständige tätig sein müssen und für Ihre Bemühungen, die die der ersten Berufsgruppe um Einiges übersteigen dürften, nur ungefähr ein Viertel deren Verdienstes am Monatsende in den Händen halten.
Und hier zu dem im obigen Artikel konstruierten Beispiel:
"Nehmen Sie das Beispiel von zwei Zwillingen, die genetisch völlig gleich ausgestattet sind. Der eine liegt den ganzen Tag in der Hängematte, der andere arbeitet hart und verdient viel Geld. In diesem Fall ist die Ungleichheit nicht ungerecht."
Ich modifiziere dieses Beispiel mal so, wie es im realen Leben eher vorkommen dürfte:
Der eine arbeitende Zwilling erhält im Rentenalter dieselbe Grundversorgung wie der andere, der zwar hart arbeitet, aber eben für ein Niedrigeinkommen. Und wie gerecht ist das???
Aber so ist das jetzige System konzipiert!
Leistung wird Religion - spätestens seit der Idee des Protestantismus, daß man sie an "den Früchten (bzw. Taten)" erkennen könne, die Gottesfürchtigen nämlich.
Seit der Reformation wird Leistung/Arbeit damit zum Gottesdienst - das ist inzwischen dermaßen zum Kulturgut geworden, daß man es gar nicht mehr wegdenken kann bzw. wagt: nur wer arbeitet, ist "normal". Deshalb auch die Ablehnung des bedingungslosen Grundeinkommens: ökonomisch zwar ausgesprochen sinnvoll, aber vom Emotionalen her kaum durchsetzbar.
Ansonsten finde ich ehrlich gesagt wenig Erhellendes, eher bin ich da etwas frustriert:
"ZEIT ONLINE: Gibt es das überhaupt: einen objektiven Begriff der Gerechtigkeit?
Gosepath: Es muss ihn geben, sonst könnten wir nicht über Gerechtigkeit streiten."
Aha. Ich hatte immer gehofft, Geisteswissenschaftler/innen würden mit solchen wissenschaftstheoretischen Konstrukten wie "Objektivität" etwas - sagen wir - reifer umgehen als Naturwissenschaftler/innen. Dann käme man sehr schnell drauf, daß "Gerechtigkeit" selbstverständlich ebenfalls konstruiert ist. Deshalb kann man sich darüber streiten - und nicht deshalb, weil sie objektiv wäre (wäre sie das, müßte man sich nicht mehr darüber streiten).
Ich kann Ihnen nur voll zustimmen.
Diese Beispiele sind noch durch viele andere ergänzbar. Man denke nur an Zeitarbeiter vs. Arbeiter mit "normalem" Vertrag oder an den Lehrerberuf, der inzwischen von 3 Gruppen ausgeübt wird:
1) von den Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst,
2) den Angestellten in Privatschulen und
3) den Lehrkräften, die auf Honorarbasis, und zwar meistens als Scheinselbstständige tätig sein müssen und für Ihre Bemühungen, die die der ersten Berufsgruppe um Einiges übersteigen dürften, nur ungefähr ein Viertel deren Verdienstes am Monatsende in den Händen halten.
Und hier zu dem im obigen Artikel konstruierten Beispiel:
"Nehmen Sie das Beispiel von zwei Zwillingen, die genetisch völlig gleich ausgestattet sind. Der eine liegt den ganzen Tag in der Hängematte, der andere arbeitet hart und verdient viel Geld. In diesem Fall ist die Ungleichheit nicht ungerecht."
Ich modifiziere dieses Beispiel mal so, wie es im realen Leben eher vorkommen dürfte:
Der eine arbeitende Zwilling erhält im Rentenalter dieselbe Grundversorgung wie der andere, der zwar hart arbeitet, aber eben für ein Niedrigeinkommen. Und wie gerecht ist das???
Aber so ist das jetzige System konzipiert!
"Eine Claudia Schiffer kommt schöner als andere Menschen auf die Welt. Sie kann mit ihrer Schönheit reich werden, anders als andere."
lol, sagt er das wirklich ? Es gibt weit aus hübschere Frauen als sie, nur sie haben nicht das Glück von irgendeinem entdeckt zu werden bzw. den Mut das Showgeschäft durchziehen.
Er disqualifiziert sich hier selbst, da bei Modelbilder extrem viel ausgebessert wird.
Leistung lohnt sich nicht ? Disqualifiziert #2. Es kommt auf die Art der Leistung an. Jemand kann mit seinem Fachwissen punkten, der andere als Schwätzer und Schleimer. Beides ist eine Leistung, aber die Art ist unterschiedlich. Beide Wege führen zu einem subjektiv guten Ergebnis. Wer diese Punkte kombinieren kann, erreicht sogar noch mehr.
Und selbst Angebot und Nachfrage ist in gewissen Rahmen steuerbar, da z.b.durch gute Kundenbetreung oftmals neue Absatzchance von alleine entstehen.
und natürlich schaut die Politk auf eine weitere Ungleichheit. Die Politker haben Angst vor Machtverlust, deshalb ist in dieser Beziehung niemals ein Gleichheit zu erreichen.
Also ich finde, das Schiffer Beispiel ist durchaus anschaulich. Natürlich gibt es noch schönere Frauen, aber um diese geht es doch gar nicht. Es geht um den dominierenden Anteil Frauen, die von der Gesellschaft, oder zumindest der Modelobby, nicht als Schönheitsideale angesehen werden. Und diese haben sehr wohl Grund, sich über nicht vorhandene Gerechtigkeit zu beklagen. Ausser natürlich, sie tragen selber zu ihrem negativen Erscheinungsbild bei. Denn wenn jemand die "reelle" Möglichkeit hat, sich der Gesellschaft anzupassen, aber es nicht tut, darf er sich meiner Ansicht nach wieder nicht über die evtl. resultierende Ungerechtigkeit beschweren. Wie einer meiner Vorredner richtig sagte, wir haben der Gesellschaft viel zu verdanken, also ist Anpassung eine durchaus berechtigte Forderung der Gesellschaft an uns.
Also ich finde, das Schiffer Beispiel ist durchaus anschaulich. Natürlich gibt es noch schönere Frauen, aber um diese geht es doch gar nicht. Es geht um den dominierenden Anteil Frauen, die von der Gesellschaft, oder zumindest der Modelobby, nicht als Schönheitsideale angesehen werden. Und diese haben sehr wohl Grund, sich über nicht vorhandene Gerechtigkeit zu beklagen. Ausser natürlich, sie tragen selber zu ihrem negativen Erscheinungsbild bei. Denn wenn jemand die "reelle" Möglichkeit hat, sich der Gesellschaft anzupassen, aber es nicht tut, darf er sich meiner Ansicht nach wieder nicht über die evtl. resultierende Ungerechtigkeit beschweren. Wie einer meiner Vorredner richtig sagte, wir haben der Gesellschaft viel zu verdanken, also ist Anpassung eine durchaus berechtigte Forderung der Gesellschaft an uns.
Der Staat schuf die Rahmenbedingungen, um etwas zu vererben. Ich finde das mehr als hinreichend. Er (der Staat, also wir) sollte der Gerechtigkeit halber auf vererbtes Vermögen eine knackige Steuer erhalten. Beispielsweise um damit Gutes zu bezahlen.
Die Erben würden es verschmerzen.
"Der Clou der Gerechtigkeitsdebatte ist doch, dass wir die Position des Unparteiischen einnehmen sollten. Wir müssen neutral sein, um auf diese Weise zu einem objektiven Begriff von Gerechtigkeit zu kommen. Das ist unsere Aufgabe als Wissenschaftler, wenn wir eine Theorie der Gerechtigkeit entwerfen. ...
ZEIT ONLINE: Ist das nicht frustrierend? Sie suchen nach der Gerechtigkeitsformel und die Menschen streben einfach nur nach ihrem Vorteil."
Wer m i t statt o h n e Evolutionsprozess-Theorie das Ziel 'Gerechtigkeit' diskutiert hat es genial einfach. Er kommt zur Erkenntnis des Evolutionsprozess-Angebots für den Konflikt zwischen dem Streben nach e i g e n e r Entwicklung und dem gleichen Streben aller anderen Menschen. Die KREATIVITÄT im Sein, deren Wirkungsmacht Goethe als GENIALITÄT-in-den-Dingen schaute, die Chaoswissenschaftler in der Erscheinung 'Emergenz' wirken sehen, bringt die konkrete, akzelerations-produktive Vor-Ort-Auflösung des generell unaufhebbaren Entwicklungskonflikt zustande.
Das realisiert sich besonders bei der Entwicklung immer höheren Ordnungen von Gesellschaften. Nur, um den jeweiligen Ordnungsschatz im Evolutionsprozess zu finden, z.B. um eine konfliktkampf-geborene, gesellschaftliche Systemkrise zu beenden, ist eine hinreichende Theoriegrundlage nötig .
Wer ohne Evolutionsprozess-Theorie ansetzt, der verwirrt sich in der Komplexität der gesellschaftlichen Konflikt- und Machtverhältnisse.
KREATIVE Evolutionäre in die Gerechtigkeits-Debatte!
Ist das ernst gemeint ? Biologietheorie ist NICHT gleich Gesellschaftstheorie. Lesen Sie mal Aldous Huxley: Schöne Neue Welt. Vielleicht lichtet sich dann der Nebel ?!?!
Ist das ernst gemeint ? Biologietheorie ist NICHT gleich Gesellschaftstheorie. Lesen Sie mal Aldous Huxley: Schöne Neue Welt. Vielleicht lichtet sich dann der Nebel ?!?!
Und so sind auch seine "Ergebnisse".
Was will er jetzt eigentlich?
Wo sind seine Gesetzesvorschläge?
Wieviel will er stehlen, um es anderen zuzuschanzen?
Bleibt alles unbeantwortet, nur im Vagen.
Analytiker analysieren, sie machen keine Vorschläge. Ihr Kommentar ist "extrem" mit Ihrer eigenen Überschrift im Clinch. Analytisch gesprochen. ;-)
8. Herr Gosepath ist analytisch extrem schwach
Und so sind auch seine "Ergebnisse".
Was will er jetzt eigentlich?
Wo sind seine Gesetzesvorschläge?
Wieviel will er stehlen, um es anderen zuzuschanzen?
Bleibt alles unbeantwortet, nur im Vagen.
Begründen sie doch mal ihre Aussagen.
Ihre Einwende sehen stark nach Angst vor Zügelung des Neoliberalismus aus. Da Sie anscheinend keine Argumente vorzuweisen haben warum der Neoliberalismus für die Gesellschaft ein Gewinn darstellt, beschränken sie sich auf irgend welch Kompromittierungen.
Analytiker analysieren, sie machen keine Vorschläge. Ihr Kommentar ist "extrem" mit Ihrer eigenen Überschrift im Clinch. Analytisch gesprochen. ;-)
8. Herr Gosepath ist analytisch extrem schwach
Und so sind auch seine "Ergebnisse".
Was will er jetzt eigentlich?
Wo sind seine Gesetzesvorschläge?
Wieviel will er stehlen, um es anderen zuzuschanzen?
Bleibt alles unbeantwortet, nur im Vagen.
Begründen sie doch mal ihre Aussagen.
Ihre Einwende sehen stark nach Angst vor Zügelung des Neoliberalismus aus. Da Sie anscheinend keine Argumente vorzuweisen haben warum der Neoliberalismus für die Gesellschaft ein Gewinn darstellt, beschränken sie sich auf irgend welch Kompromittierungen.
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