Europäischer Gerichtshof : Versicherungen müssen Unisex-Tarife anbieten

Unterschiedliche Versicherungstarife für Männer und Frauen sind unzulässig, urteilt der Europäische Gerichtshof. Die diskriminierende Praxis müsse sich ab Ende 2012 ändern.

Versicherungsunternehmen müssen ab Ende 2012 geschlechtsneutrale Tarife und Leistungen anbieten. Die bislang übliche Berücksichtigung des Geschlechts als Risikofaktor in den Versicherungsverträgen ist eine unzulässige Diskriminierung, urteilte am Dienstag der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg.

Zur Begründung verweist der EuGH auf die EU-Gleichstellungsrichtlinie aus dem Jahr 2004. Sie verlange geschlechtsneutrale sogenannte Unisex-Tarife im Grundsatz schon ab dem 21. Dezember 2007 und sehe eine Überprüfung nach fünf Jahren, also am 21. Dezember 2012, vor. Damit das Ziel der Gleichstellung nicht unterlaufen werde, seien Ausnahmen danach unzulässig, urteilte der EuGH.

Bislang werden Versicherungstarife nach dem statistischen Risiko kalkuliert. Dabei spielt das Geschlecht häufig eine zentrale Rolle. So bezahlen Frauen weniger für ihre Kfz-Haftpflicht, weil sie im Durchschnitt weniger Unfälle bauen. In der privaten Krankenversicherung sind die Beiträge für Frauen dagegen häufig höher, weil sie durch eine mögliche Schwangerschaft höhere Kosten verursachen. Besonders wichtig ist auch die um etwa fünf Jahre höhere statistische Lebenserwartung der Frauen: Sie führt zu günstigeren Beiträgen für eine Risiko-Lebensversicherung, aber zu deutlich höheren Beiträgen für eine private Rentenversicherung. Die Versicherungswirtschaft warnte bereits vor insgesamt höheren Beiträgen.

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Kommentare

79 Kommentare Seite 1 von 7 Kommentieren

An jedem gezeugten Kind ...

... ist immer auch ein Mann beteiligt.
Jedes geborene, als Erwachsener arbeitende Kind, zahlt auch die gesetzlichen Sozial- und Rentenversicherungen für Männer.

Und die statistisch frühere Sterblichkeit der Männer ist wissenschaftlich belegt durch den freiwillig riskanteren Lebenswandel derselben (Rauchen, Alkohol, Übergewicht, Stress) verursacht. Deshalb gleicht sich die Lebenserwartung auch mehr und mehr an - vor 20 Jahren noch 7 Jahre, heute nur noch 5.

Also urteilt die EU absolut zu Recht so.

Denn bisher zahlen Frauen bei Rente und Krankenversicherung quasi "Strafe" für ihre Fortpflanzungsbiologie und ihren bewußt gesünderen Lebenswandel.

Bei der KFZ-Versicherung ist die Sachlage eigentlich anders, hier spielt das persönliche Verhalten eine nahezu ausschließliche Rolle. Aber geschenkt, auch hier entwickeln sich die Geschlechter mehr und mehr parallel.

Dass die Versicherungsindustrie das Urteil zum "Abkassieren" der Männer statt zur fairen Balance nutzen wird, ist nicht Schuld der Frauen, sondern der Männer in den Spitzenetagen, die sich schon die Hände reiben und einen freudig roten Schwellkopf bekommen...

Re. An jedem gezeugten ...

Hallo
Ihre Vermutung das Männer selbst schuld sind wenn sie rund 6 Jahre früher sterben, ist schlicht falsch.
http://www.klosterstudie.de/
In dieser Studie wird sehr anschaulich nachgewiesen, das Frauen und Männer die gleiche Lebenserwartung haben, wenn die Lebensbedingungen die gleichen sind.
Da dem nicht so ist, dürfen sie getrost die Tatsache akzeptieren das das Leben für Männer um einiges härter ist als für Frauen.
Gruss
Rene

Unsinn....

...das Männer früher sterben ist biologisch bedingt und hat mit Lifestile recht wenig zu tun.
Auch das Immunsystem von Männern ist deutlich schwächer als das von Frauen.
Statt zwei X-Chromosomen, haben Männer nur ein X- und ein Y-Chromosom. Letzteres ist eine verkümmerte Variante des evolutionsgeschichtlich viel älteren X-Chromosoms und trägt aber viel weniger genetische Informationen als das größere X-Chromosom.

rene #3

Auch als Mann kann ich manchmal über die Lebensgewohnheiten meiner Arbeitskollegen nur den Kopf schütteln. Aus meiner subjektiven Sichtweise kann ich bestätigen, dass Männer ungesünder als Frauen leben. Auch wenn Vertreter beider Geschlechter in vergleichbaren Positionen arbeiten.

Und selbstverständlich ist es diskriminierend wenn Frauen höhere Versicherungsprämien als Männer zahlen sollen. Zumindest dann wenn Mann Geburt und Erziehung von Kindern nicht als "Frauensache" abwerten möchte......

Mit dem "Verstümmelten Y-Chromosom"

...haben Sie sich selbst verraten. Das ist nämlich typische Feminismusideologie.

Das gleiche betrifft die körperliche Belastbarkeit. Sonst sollte man nämlich in Zukunft vielleicht doch eher Frauen die ganzen Dreckjobs machen lassen, wenn die Männer die Schwachen sind, dann muss man Männer nämlich schützen. Nebenbei sterben sehr viele Männer auf der Arbeit oder werden dadurch Invalide. Und in solchen Jobs gibt es sehr wenige Frauen und da wird auch keine Quote verlang.

Genau das führt aber u.a. ebenfalls zu einer drastischen Verkürzung der Lebensdauer. Auch der Alkoholkonsum und das Rauchen hängt damit (schweren, stressreichen Berufen) oft zusammen.

Eine Langzeitstudie der ...

...Wissenschaftler der Londoner Imperial College School of Medicine (finde im Moment leider keinen Link) sagt das Erbkrankheiten, die auf dem X-Chromosom liegen, wie beispielsweise die Bluterkrankheit, Frauen durch das gesunde Pendant ausgleichen können. Bei ihnen brechen entsprechende Krankheiten erst aus, wenn beide Chromosomen defekt sind. Männern wird ein krankes Gen auf dem X-Chromosom zum Verhängnis.
Das Immunsystem einer Frau MUSS mehr aushalten als das eines Mannes weil Frauen Kinder bekommen und Hygiene (für alle), eine Idee der Neuzeit ist. Nur wer ein gutes Immunsystem besaß überlebte eine Geburt und gab damit die notwendigen Gene weiter.
Männer sind risikofreudiger und sterben häufiger infolge ihres aggressiven Verhaltens. Ein Sozialverhalten, das seine Ursache im männlichen Hormon Testosteron hat. Männer neigen ebenso mehr zu Exzessen, sie konsumieren mehr Drogen und Alkohol, aber auch hier ist die Ursache biologisch bedingt, eben das besagte Testosteron.

Und ich sehe keinen Grund warum man Frauen nicht "die ganzen Dreckjobs machen lassen" sollte.

Das Y Chromsom 2

Ist ein spezialisiertes Gen mit Selbstrepeaturfunktion.

Und das blöde bei dem Doppel X-Chromosom ist, dass das kaputte dennoch vererbt werden kann. Bei Vögeln und anderen Tierarten ist es nebenbei umgekehrt, da haben die Weibchen zwei verschiedeben Geschlechtschromosome.

Sicherlich gibt es geschlechtsspezifische Krankheiten und Krankheiten, die sich bei einem Geschlecht häufen, das gibt es jedoch genauso bei Frauen und ist letztlich auch nur ein statistischer Wert. Mal davon abgesehen bekommt "Mann" das X-Chromosom ja immer von der Mutter, das Y-Chromosom kann sie ja schlecht liefern.

Das teils übertrieben aggressive Verhalten von Männer kommt nebenbei in erster Linie von den Erwartungen der Gesellschaft und natürlich auch der Tatsache, dass Männer seit Jahrtausenden von Kindheit an vergewaltigt werden, damit sie irgendwann gute Soldaten abgeben. Die meiste Aggressopn stammt aus Hilflosigkeit und selbst heute wird ja vielen Jungen immer noch die Möglichkeitn genommen, mit einer Situation friedlich umzugehen, weil das als weiblich und damit unmännlich gilt - was natürlich absoluter Schwachsinn ist. Aber ein Kind kann sich dagegen nicht wehren und wächst damit auf.

soweit ich das verstanden habe

ist jede schwangerschaft einer frau freiwillig, es gibt kein gesetz, das eine frau zum kinderkriegen verpflichtet (weiters können frauen abtreiben und oder es abgeben ohne konsequenzen und unabhängig vom kindsvater), umgekehrt werden männer sehr wohl verpflichtet für kinder finanziell aufzukommen, diese ahben diese möglichkeiten nicht

weiters halte ich es schon für abstrus männern vorzuwerfen sie wären selber schuld, wenn sie 6 jahre früher sterben würden, immerhin ginbt es keine männergesundheistberichte, keine männergesundheitszentren, keine männergesundheistbeauftragte, kaum vor 45 geschlechtsspezifische vorsorgeuntersuchungen und männer werden obwohl sie größer sind und daher mehr haut ahben, erst mit über 30 auf hauskrebs untersucht frauen 15 jahre eher, an prostatakrebs erkranken und sterben fast gleich viele männer wie frauen an brustkrebs, aber was wird für faruen getan und was für männer?, männer werden für medikamententests missbraucht, frauen nicht und dann werden von der gesellschaft alle gefährlichen arbeiten auf männer abgeschoben, das hantieren mit gefährlichen stoffen ebenfalls, da gibt es keine quote

in dem zusammenhang müsste der egh die jeweiligen mitgliedsstaaten dazu verpflichten spezielle programme für männer aufzulegen, um deren lebenserwartung, der der frauen anzugleichen, aber da wird nichts gemacht, quoten für frauen nur in feinen ungefährlichen und hochdotierten jobs

aha die genetik soll es richten

x und y chromosomen, aha, die sind dann auch dafür verantwortlich, dass männer in bergweken arbneiten und vielfach sterben, um edelsteine und metalle usw zu tage zu fördern unter erschreckend schlechten arbeitsbedingungen, da arbeiten keine frauen, weiters sind demanch auch chromosome dafür verantwortlich, adss in kriegen nur männer an der front fürs vaterland ihr leben lassen müssen, und all die anderen gefährlichen jobs, die viele männer frühzeitig ins grab bringen, das liegt an den genen - aha gut zu wissen

im übrigen, der konkurrenzkampf unter männern wird eben von der gesellschaft insbesondere den frauen geschürt, denn die heiraten bzw pflanzen sich nur mit demjengen fort, der jeweils das meiste geld hat, der den größten erfolg hat, dem durchsetzungsfähigsten mann, somit liegt es nicht nur an den männern, sondern an der gesellschaft, und auch da könnte der gesetzgeber was ändern, im sinne der gleichberechtigung - frauen werden ja auch gefördert

genau

sie ahebn recht und darum rauchen mittlerweile mehr junge faruen als männer und gerade in london, weil sie gb ansprechen taumeln ja nicht jedes wochenende sturzbetrunkene frauen durch die stadt

herrlich wenn man gerade studien aus dem angelsächsischen raum hernazieht, die sind ja immer so abstrus dass es schon fast zum lachen ist

ich kann mich erinnern, da hat auch so ein wunderwuzi vor ein paar jahren, eine berechnung angestellt mit einem linearen ansatz, ja mit einem linearen ansatz und dann hat er festgestellt, dass frauen in 200irgendwas jahren die 100 m schneller laufen als männer, ausgewertet hat derjenige die zeiten der letzten 60, 70 jahre bei großereignissen, mit einem linearen ansatz laufen frauen irgendwann dann mal negative zeiten auf 100m, das ist nur eine frage der zeit

mathe ist ja nett und für viele unwissende absolut, nur muss man wissen was man tut und welche theorie man wo anwenden darf und wo nicht, sonst gibt es einen unsinn als ergebnis, manchmal wird es sogar gefährlich z.b in statischen berechnungen zur tragfähigkeit von bauwerken, man kann eben nicht überall den einfachsten ansatz wählen

geh bitte

"Das Immunsystem einer Frau MUSS mehr aushalten als das eines Mannes weil Frauen Kinder bekommen und Hygiene (für alle), eine Idee der Neuzeit ist. Nur wer ein gutes Immunsystem besaß überlebte eine Geburt und gab damit die notwendigen Gene weiter."

eine sehr vereinfachte und daher sehr mangelhafte und falsche theorie
als die gene der heutigen menschen und speziell weibliche und männliche artgenossen entstanden und somit sex und paarung zur fortpflanzung notwendig wurde, da gab es so etwas wie hygiene bei den lebewesen nicht, die weiblichen (manchmal auch die männlichen wie bei seepferdchen) artgenossen bekamen die wehen und dann kam das kind, in freier wildbahn sterben relativ wenige muttertiere an der geburt des nachwuchses, oft hat das auch gar nichts mit hygiene zu tun, sondern mit falscher lage des jungen, das dann nicht durch den geburtskanal geht, selber in einer doku über gnus oder gazellen gesehen, viele frauen sind doch erst mit der sesshaftigkeit des menschen an dem wochenbettfieber gestorben, weil "ärzte" und früher sippenmitglieder mit ihren schmutzigen händen hingefasst haben, um zu helfen, aber eigentlich aus unwissenheit das gegenteil bewirkten

Unglaublich

Eine Studie genau falsch herum zu interpretieren ist auch große Kunst.
Wenn man nur betrachtet,
- wie viel mehr Männer als Frauen es gibt, die nicht oder nicht ausreichend zum Arzt gehen,
- dass Übergewicht bei Männern weit weniger schichtabhängig ist als bei Frauen,
- wie viel mehr Männer als Frauen auch in höherem Alter das Rauchen nicht aufgeben, obwohl der Einfluss auf die Lebenserwartung mit zunehmendem Alter exponentiell ansteigt,
- wie viel mehr Männer als Frauen viel Alkohol konsumieren,
um nur mal einige wenige Gründe zu nennen, dann ist m.E. offensichtlich, dass Männer es selbst in der Hand hätten, eine höhere Lebenserwartung zu erreichen.

Es ist nur sinnvoll, Unisextarife zu fordern, denn warum soll hier eine Ausnahme gemacht werden, während bspw.
- die soziale Herkunft,
- der Ausbildungsgrad

keine Rolle spielen, obwohl beide in Korrelationsuntersuchungen starke Zusammenhänge mit dem Lebensalter zeigen?!

und realitäten außer acht lassen

ist auch ein kunst und unglaublich

"wie viel mehr Männer als Frauen es gibt, die nicht oder nicht ausreichend zum Arzt gehen"

na vielleicht liegt es daran, dass es kaum männergesundhgeitszentren gibt, keine männergesundheitsberichte, dass männer vor dem 45 lebensjahr gar nicht als männer in der medizin vorkommen, dass für männer fast um 1/3 weniger geld pro jahr und nase ausgegeben wird als für frauen, dass es keine gesundheitsbeauftragten für männer gibt, dass bei geschlechtsspezifischen männerkrankheiten weder für forschung noch behandlung besonders viel geld ausgegeben wird, weiters wird vom staat und dem gesundheistministerium nichts getan, damit mehr männer zum arzt gehen, im gegenteil in medien und politik haben männer zu funktionieren und nicht zu jammern

"dass Übergewicht bei Männern weit weniger schichtabhängig ist als bei Frauen"
wo haben sie das her? und was tut das zur sache, männer haben aufgrund ihrer jobs im außendienst, am bau usw wesentlich mehr stress und zeitdruck, daher oft auch eine schlechte ernährung

fortsetzung

"wie viel mehr Männer als Frauen auch in höherem Alter das Rauchen nicht aufgeben, obwohl der Einfluss auf die Lebenserwartung mit zunehmendem Alter exponentiell ansteigt"
frauen rauchen auch nicht wenig, aber in den medien und in der politik hört man erst was, seit viele junge frauen viel rauchen, bei den jungen männern war das bisher immer egal, das selbe bei alkohol und drogen, aisprevention und hilfestellungen gibt es international ausschließlich für frauen

"wie viel mehr Männer als Frauen viel Alkohol konsumieren"
frauen machen es nur eher heimlich, aber dass frauen weniger gesundheitsgefährdent alkohol konsumieren dürfte eher ein vorurteil sein und nur sehr schwer nachzuweisen, denn frauen dürfen aus medizinischer sicht weniger alkohol trinken als männer, soll heißen, bei frauen wirkt sich ein glas wein, bier usw schlimmer aus als bei männern

Ah, da rollen sich mir die Fußnägel hoch...

Schon mal daran gedacht, dass es Frauen gibt, die Kinder WOLLEN? Ja, sowas gibts tatsächlich!

Männer können im Übrigen immer zu einer Prostata-Untersuchung gehen, aber die Art der Untersuchung (ich denke, sie kennen sich aus) schreckt die meißten Männer ab. In meinem Bekanntenkreis geht wegen der Untersuchungsmethode niemand zur Vorsorge.

Ich habs langsam satt zu hören, dass die armen Männer so benachteiligt werden und es nur Leute gibt, die sich für Frauen einsetzen. Im Übrigen setzen sich Frauen für Frauen ein, das wurde eben so lange nicht ernst genommen, bis sich die Männer jetzt bedroht fühlen.
Wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen, dann tun sie doch etwas und zwar etwas Produktiveres als jammern.

ernährung

"und was tut das zur sache, männer haben aufgrund ihrer jobs im außendienst, am bau usw wesentlich mehr stress und zeitdruck, daher oft auch eine schlechte ernährung"

Ihre Thesen werden immer abenteuerlicher. Direkt neben unserem Büro wird ein neuer Bau hochgezogen. Die Bauarbeiter kaufen mittags beim gleichen Bäcker wie die Frauen bei uns im Büro. Warum ernähren sich die Frauen vernünftig und die Männer kaufen Cola und pro Mann 2 Brötchen mit Fleischkäse ?

Ich bin als Mann seit 30 Jahren im Berufsleben und diese Sprüche wie wichtig, gestresst und unter Druck die Männer im Beruf stehen kann ich wirklich nicht mehr hören. Frauen arbeiten oft (das lässt sich genausowenig pauschalisieren wie bei Männern) disziplinierter und effektiver. Dazu meistens auch noch ohne das übliche Platzhirsch Gebaren und den permanenten Rechtfertigungszwang warum das jetzt alles gerade so toll ist was Mann so macht.

Gottgegeben?

"männer haben aufgrund ihrer jobs im außendienst, am bau usw wesentlich mehr stress und zeitdruck, daher oft auch eine schlechte ernährung"

Aber sie könnten sich auch ein Brot schmieren und mitnehemn anstatt immer wieder Pommes zu kaufen.

Ganz davon abgesehen erscheint es mir nicht weniger stressig, Kinder zu haben und arbeiten zugehen, Krankenschwester oder Erzieherin zu sein.

Auf dem Bau stärkt man zudem seine Muskel und bewegt sich, ich war auf jeden Fall zu Zeiten am Bau wesentlich fitter als heute als Schreibtischtäter und die meisten Jungs sahen auch gesund aus!

oft dürftest du das noch nicht gemacht haben

"Aber sie könnten sich auch ein Brot schmieren und mitnehmen anstatt immer wieder Pommes zu kaufen."

das brot schmieren meine ich, denn wenn man das in der früh macht und den ganzen vormittag im auto lässt, dann wird das nicht mehr appetitlich aussehen das brot eventuell schon nur der aufstrich und die wurst eher nicht, speziell im sommer, gau man könnte es auch kühlen, nur tiefgefrorenes und aufgetautes jeden mittag ist nicht gerade gesund

"Auf dem Bau stärkt man zudem seine Muskel und bewegt sich, ich war auf jeden Fall zu Zeiten am Bau wesentlich fitter als heute als Schreibtischtäter .."

warum machst du das dann nicht mehr, wenn das so gesund war?? auf dauer ist diese physische überlastung eben nicht gut für den körper und die bauarbeiter sind mit 50 körperlich am ende

also was sie da alles hineininterpretieren

was da von mir gar nicht hingeschrieben wurde

aber sie als mann können ja ihre vorschläge in die realität umsetzen, da hält sie keiner davon ab

im übrigen frage ich mich wie sie aufgrund von kaufgewohnheiten der frauen im büro und der männer am bau rückschlüsse ziehen wollen wer wichtiger ist und wer nicht, um das geht es auch nicht, ein bauarbeiter wird aufgrund der physischen belastung was anderes zwischen den zähnen brauchen als jemand der am schreibtisch sitzt, das sollte wohl auch klar sein, da reichen nun mal nicht ein paar salatblätter

und es dürfte wohl klar sein, dass stress und zeitdruck am gerüst 50 meter über dem boden andere auswirkungen haben als stress und zeitdruck im bürosessel, am bau kostet da ein fehltritt das leben, im büro schlimmstenfalls den job und die physische abnutzung des körpers ist am bau um ein vielfaches höher, als am schreibtisch, die psychische belastung unter umständen gleich

gute Richtung?

Kann Versicherungsmathematik diskriminierend sein?

Im Artikel wird keine Brücke gebaut zwischen dem Gleichstellungsgebot der Gerichte und den Begründungen der privaten Versicherer.
Die genannten Risiken sind ja real.
Daß zum Thema "Schwangerschaft" adäquate Absicherungen gehören, ist klar. (traditionell war das ja mal die Ehe.....)

Aber ist es wirklich richtig, die privaten Versicherer in Haftung zu nehmen?

Wenn Frauen im Schnitt weniger riskant fahren, warum sollen sie dann nicht billiger versichert werden?
Das sage ich als Mann.

Ja...

...das ist richtig.

Ich würde sogar noch viel weiter gehen: alles was ich nicht ändern kann, darf kein Versicherungskriterium sein. Das Geschlecht kann ich definitiv nicht ändern, daher ist es diskriminierend das einzurechnen.

Was ist denn die Aufgabe von Versicherungen? Viel Geld zu verdienen? Oder möglichst billige Tarife anzubieten? Nein, beides nicht, Versicherungen sollen Risiko auf viele Schultern streuen, nur dann machen sie Sinn. Dank der hohen Konkurrenz versuchen sie dieses Prinzip aber auszuhebeln, indem sie die Prämien so stark personalisieren, dass die einen zwar eine sehr billige Versicherung haben, auf der anderen Seite aber Leute erst gar keine bekommen (Hochwasserschutz, Krankenversicherung USA usw.) oder nur zu unbezahlbaren Prämien.

Das macht durchaus Sinn, wenn diese Leute ihr Risiko durch Investitionen oder Verhalten verringern können. Können sie es hingegen nicht, ist es grob unsolidarisch und diskriminierend. Marktversagen (aus Sicht der menschlichen Bedürfnisse) und dem kann man nur gesetzlich entgegenwirken.

ich glaube

sie verstehen nicht wie Versicherungen funktionieren. Kurze einfache Erklärung: Viele Menschen zahlen gemeinsamen in einen Topf! Bei einem Schaden wird der Geschädigte ausbezahlt. Die Beiträge bilden sich nach Schadenaufwand, Verwaltung und Rücklagen.

Wenn jetzt Versicherungen anfangen würden alle Risikowichtigen Tarifeinstufungen raus zu lassen, könnte sich keiner mehr eine Versicherung in Deutschland leisten. Versicherungsmathematik heist "Schutz der Gemeinschaft". Oder wollen sie dafür zahlen das ein anderer unbedingt sein Haus in einem Hochwassergebiet bauen musste?!

Ich glaube

Sie verstehen nicht, dass es hier um eine Benachteilgung wegen der Geschlechtszugehörigkeit geht. Das ist bereits im GG untersagt weil es sich keiner aussuchen kann ob er als Mann, Frau, schwarz, weiss geboren wird und hat nichts mit Hausbauen, Autofahren und ähnlichen freiwilligen Tätigkeiten zu tun.

Und wenn jetzt die Tarife für alle auf das teurere Niveau angehoben werden sollten Sie sich über die Ethik der Versicherungsgesellschaften Gedanken machen und nicht erwarten, dass eine gesetzeswidrige Diskriminierung bestehen bleibt.

Vielleicht...

...solltest du meinen Kommentar nochmal gründlich lesen. Ich schrieb:
"Ich würde sogar noch viel weiter gehen: alles was ich nicht ändern kann, darf kein Versicherungskriterium sein. Das Geschlecht kann ich definitiv nicht ändern, daher ist es diskriminierend das einzurechnen."

Ob ich ein Haus in ein Hochwassergebiet baue, das kann ich sehr wohl entscheiden. Davon abgesehen wäre das eigentlich eine Sache der Politik, sowas gar nicht erst zuzulassen.

"alle Risikowichtigen Tarifeinstufungen raus zu lassen"

Das hat niemand gefordert.

welche Ethik bitte????

Glauben sie wirklich in den Chefetagen der Versicherungen sitzen Gutmenschen? Nein es sind Vorstände wie bei den Banken. Und diese müssen leider dafür sorgen das die jeweiligen Aktionäre den Hals gestopft bekommen. Versicherungsvereine sind dagegen eine sehr gute alternative. Leider hat die Geldgierigkeit auch diese Vereine unterwandert. Und die eigentlich Aufgabe ist fehlgeschlagen.

Wenn sich einer Diskriminiert fühlt dann muss er sich nicht versichern. Auser für die KFZ Versicherung besteht nirgendswo eine Versicherungspflicht. Jeder kann sein Risiko selber tragen. Wenn er in eine Gemeinschaft eintreten will um finanzielle Risiken auszugleichen muss er sich auch dieser anpassen. Ich habe währen meiner langjährigen Berufserfahrung im Außendienst noch von keinem Kunden gehört das er sich diskriminiert fühlt.

Vermutlich haben die Juristen des Urteils, in der Schule...

... keinen oder wenig Mathematikunterruicht erhalten.
Sinn und zweck einer Versicherung ist, sich i.d.R. gegen eintrettende Schäden abzusichern.

Wenn ich also, nachweislich, als Mann aggressiver fahre habe ich ein anderes Risiko, als die Lackkratzer beim Einparken, der Frauen!

Ebenso ist es nicht nachvollziehbar warum Frauen für Prostatauntersuchungen zahlen sollen bzw. Männer für Eierstockleiden?

Wenn man diese Art der Gleichberechtigung durchzieht muss man
- bei der Gebäudeversicherung jeder ob Gefährdet oder nicht sich gegen Hochwasser, Schneebruch etc Versichern
- bei der Kfz. Vesicherung unabhängig der Kilometerleistung, Kfz. Art, Herkunft, Schadenklasse etc, versichert werden.

Wo ist hier die Gleichberechtigung?

Unsinn...

"Wenn ich also, nachweislich, als Mann aggressiver fahre habe ich ein anderes Risiko, als die Lackkratzer beim Einparken, der Frauen!"

Es gibt aber auch Männer die ganz vorsichtig fahren und die zahlen dann für die Rammler mit. Man kann sein Geschlecht nämlich nicht ändern, da ist es besser, alle zahlen dasselbe.

Wenn die Versicherungen clever sind, dann machen sie demnächst Tarife nach der Nasenlänge, diese Einteilung ist mindestens genauso willkürlich und bestimmt gibt es da auch irgendeine alberne Risiko-Relation...

"Ebenso ist es nicht nachvollziehbar warum Frauen für Prostatauntersuchungen zahlen sollen bzw. Männer für Eierstockleiden?"

Weil es alles Krankheiten sind und man sein Geschlecht nunmal nicht aussuchen kann. Nennt sich Solidarität oder so, hast du wahrscheinlich noch nie gehört.

"Wenn man diese Art der Gleichberechtigung durchzieht muss man
- bei der Gebäudeversicherung jeder ob Gefährdet oder nicht sich gegen Hochwasser, Schneebruch etc Versichern
- bei der Kfz. Vesicherung unabhängig der Kilometerleistung, Kfz. Art, Herkunft, Schadenklasse etc, versichert werden."

Das könnte man. Allerdings kann man sich idR aussuchen, ob man in ein Hochwassergebiet zieht und man kann in gewissen Rahmen Vorsorge treffen, bei seinem Geschlecht nicht.

Ist doch eigentlich nicht so schwer zu kapieren, oder?