Energiewende Die Stromlücke ist eine Mär

Für den Ausstieg aus der Atomenergie brauchen wir keine neuen Kohlekraftwerke. Wie die Energiewende zum Klimaschutz beitragen kann. Ein Gastbeitrag

Der Umbau der Stromversorgung hat nicht erst mit der Reaktorkatastrophe in Japan und dem Moratorium der Bundesregierung begonnen. Er wurde schon in den 1990er Jahren eingeleitet, als durch zahlreiche Kommissionen und wissenschaftliche Studien gezeigt wurde, dass es Wege in eine zukunftsfähige Energieversorgung ohne Kernenergie gibt. Die eigentliche Entscheidung aber fiel im Jahr 2000 mit der Verabschiedung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) und der Vereinbarung der Bundesregierung mit der Energiewirtschaft, die Nutzung der Kernenergie in Deutschland bis etwa 2022 zu beenden.

Was folgte, war der unaufhörliche Vormarsch der erneuerbaren Energien (EE), die heute bereits 17 Prozent des Strombedarfs decken und im Jahr 2020 bei einem Anteil von rund 40 Prozent liegen werden. Heute wissen wir, wie der Weg in eine weitgehend bis vollständig auf EE basierenden Energieversorgung gestaltet werden kann. Was dieser Weg an Investitionen und strukturellen Veränderungen verlangt, ist vielfach dokumentiert und publiziert worden. Und die Vorteile liegen auf der Hand: Wir schützen das Klima, machen uns von knappen fossilen Ressourcen unabhängig und steigen aus der Hochrisikotechnologie Kernenergie aus.

Joachim Nitsch
Joachim Nitsch

Nitsch ist Experte für Energiesystemanalysen am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Zugleich arbeitet er als Gutachter und Berater in den Bereichen Klimaschutzpolitik und Entwicklung innovativer Energiesysteme.

Viele dieser Erkenntnisse sind seither in die Klimaschutz- und Energiekonzepte der diversen Bundesregierungen eingeflossen, sie finden sich auch als sehr konkrete Zielsetzung für die Steigerung der Energieeffizienz und den EE-Ausbau auf deutscher und europäischer Ebene wieder. Viele Akteure auf kommunaler und lokaler Ebene haben sich davon anregen lassen und sind beim Umbau ihrer regionalen Energieversorgung teilweise schon weit fortgeschritten. Die im Oktober 2010 unnötig beschlossene Laufzeitverlängerung für Kernenergie hat diese Erkenntnisse ignoriert.

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Die Katastrophe von Fukushima hat uns nun auf brutale Weise die Risiken der Kernenergie vor Augen geführt. Sie hat uns aber auch in die Lage versetzt, auf der Basis eines größeren Konsenses als zuvor, den bereits eingeleiteten Umbau der Energieversorgung, insbesondere der Stromversorgung, jetzt zielstrebig zum Nutzen von Gesellschaft und Wirtschaft weiterzuführen.

In einigen Jahrzehnten soll erneuerbare Energie die Basis unserer Energieversorgung bilden, zuerst in der Stromversorgung, dann aber auch für unsere Wärmeversorgung und für unsere Mobilitätsbedürfnisse. Zwei Dinge sind notwendig, um dieses Ziel zu erreichen: eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz und ein intelligenter und mit den Anforderungen des Klimaschutzes und der EE harmonierender Einsatz fossiler Energie.

In Zahlen ausgedrückt bedeutet diese Strategie für den Stromsektor: Bis 2020 lässt sich die Nachfrage nach Strom durch effizientere Nutzung um mindestens 60 Terawattstunden (TWh) pro Jahr verringern, was etwa zehn Prozent des heutigen Gesamtverbrauchs entspricht. Die EE können zusätzliche 130 TWh pro Jahr beitragen, wenn ihr Ausbau, gestützt auf das EEG, so weiter verläuft wie bisher. Dieser Strom wird in 2020 deutlich kostengünstiger sein als heute.

An Kernenergiestrom fehlen uns bei vollständigem Abschalten aller AKW 140 TWh, derzeit sind es durch das Moratorium etwa 30 TWh. In der Mengenbilanz kann also sowohl auf den Strom aus Atomkraftwerken als zusätzlich auf weitere 50 TWh fossilen Stroms verzichtet werden. Eine Stromlücke ist nirgends zu entdecken. Höchstens wird, in der Jahresbilanz betrachtet, der Export von Strom etwas zurückgehen. 

Leser-Kommentare
  1. 1. Bunt!?

    Ein klasse BEITRAG! Super, das gleiche in Grün, wäre ein Gespräch mit einem Pysiker der Kernenergielobby, über die Notwendigkeit von Atomstrom.

    Das ist billigste unausgewogene Manipulation. Ist die ZEIT ein Sprachrohr der Grünen, scheint wohl so. Macht die Beiträge aber auch nicht gerade klüger.

    Ich bin selber für einen Austieg, aber was mit an "Schmonzes" von den Gegnern der AKW aufgewahren wird, ist mir zu bunt.

    14 Leser-Empfehlungen
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    Das können sie vergessen. "Die Zeit" ist, was Meinungspluralismus angeht, bestenfalls auf den Niveau der BILD anzusiedeln. Die gleiche einseitige Berichterstattung, die gleichen plumpen Klischees und dabei noch offensichtlichere Parteilichkeit. Die unzähligen Studien, die die großen Hindernisse einer "Energiewende" darstellen, werden einfach ignoriert. Stattdessen wird nur erwähnt, was in die Propaganda für die Grünen und ihre Positionen passt. Kritische Betrachtungen werden unterlassen.

    • joG
    • 12.04.2011 um 17:27 Uhr

    ....der die Kosten ausspart.

    Offenbar hören Sie diese Sätze nicht gerne. Das schmälert jedoch nicht deren realistischen Inhalt.
    Woher stammen die Zahlen, an die Sie glauben? Warum halten Sie die Informationen, auf die Sie sich stützen, für unabhängig?
    Es ist schwer, an unabhängige Informationen zu gelangen - und auch die grüne Industrie will Gewinne machen. Na und? Photovoltaik & Co. bergen aber vergleichsweise keine Risiken in sich. Das ist der entscheidende Punkt - wie viele aus Japan gelernt haben.
    Fragen Sie doch mal, wie weit wir mit EE kommen - statt, wie lange wir noch Atomkraft und Kohle brauchen.
    Anhand Ihres Kommentars und nach Ihrem Vorwurf des Lobbyismus an die ZEIT stellt sich die Frage, ob Sie selbst ein Lobbyist sind - für Atom und Kohle.
    Die Stromlücke ist eine Lüge der Atomindustrie:
    http://www.dradio.de/dkul...
    Gefällt Ihnen das Interview? Wenn nicht: Was schlagen Sie stattdessen vor?

    Wie einige Vorkommentatoren auch würde ich mir wünschen, dass mal ein seriöser ausstiegskritischer Artikel in der Zeit erscheint. Für die Meinungsbildung sind Argumente beider Seiten wichtig. Die einseitige Berichterstattung der Zeit und insb. die vollkommen unzureichenden einzelnen Artikel, die weit weg von einer ganzheitlichen Betrachtung der Probleme sind, erwecken den Anschein, als wenn es keine Probleme und Nachteile eines schnelleren Atomausstiegs gebe. Das finde ich sehr Schade. Die Zeit sollte eine möglichst objektive Meinungsbildung ermöglichen und keine einseitige Beeinflussung. Hierzu gehören immer Pro- und Kontra-Argumente!

    Über folgende Themen würde ich daher gerne einen Zeit-Artikel lesen:
    1.) Abwägung zwischen schnellerem Atomausstieg und schnellerer Reduktion der Klimaemissionen (Stichwort Erderwärmung).
    2.) Gesunheitliche Risiken (Elektrosmok) von neuen Starkstromleitungen.
    3.) Wer zahlt die höheren Strompreise? Verbraucher oder Steuerzahler?

    und dann auch noch eine unabhängige Berichterstattung erwarten...

    Ihr seid mir echt die liebsten.

    • Digne
    • 13.04.2011 um 14:16 Uhr

    Berechnungen gibts zuhauf.
    Wieso nicht den grüneren WS glauben?
    Um G l a u b e n handelt es sich nämlich.

    Niemand kann ihnen präzise vorrechnen, wie sich die Praxis darstellt- aber genau das wird immer wieder gefordert.

    Reichts nicht, dass die Kernkraft DEFINITIV und nachgewiesen furchtbar TEUER IST!
    Und zerstört, was ihnen am teuersten sein sollte, nämlich (nicht nur) ihre Gesundheit?

    Na also.
    Und jetzt los, den Versorger wechseln. Und die BANK!!

    Das können sie vergessen. "Die Zeit" ist, was Meinungspluralismus angeht, bestenfalls auf den Niveau der BILD anzusiedeln. Die gleiche einseitige Berichterstattung, die gleichen plumpen Klischees und dabei noch offensichtlichere Parteilichkeit. Die unzähligen Studien, die die großen Hindernisse einer "Energiewende" darstellen, werden einfach ignoriert. Stattdessen wird nur erwähnt, was in die Propaganda für die Grünen und ihre Positionen passt. Kritische Betrachtungen werden unterlassen.

    • joG
    • 12.04.2011 um 17:27 Uhr

    ....der die Kosten ausspart.

    Offenbar hören Sie diese Sätze nicht gerne. Das schmälert jedoch nicht deren realistischen Inhalt.
    Woher stammen die Zahlen, an die Sie glauben? Warum halten Sie die Informationen, auf die Sie sich stützen, für unabhängig?
    Es ist schwer, an unabhängige Informationen zu gelangen - und auch die grüne Industrie will Gewinne machen. Na und? Photovoltaik & Co. bergen aber vergleichsweise keine Risiken in sich. Das ist der entscheidende Punkt - wie viele aus Japan gelernt haben.
    Fragen Sie doch mal, wie weit wir mit EE kommen - statt, wie lange wir noch Atomkraft und Kohle brauchen.
    Anhand Ihres Kommentars und nach Ihrem Vorwurf des Lobbyismus an die ZEIT stellt sich die Frage, ob Sie selbst ein Lobbyist sind - für Atom und Kohle.
    Die Stromlücke ist eine Lüge der Atomindustrie:
    http://www.dradio.de/dkul...
    Gefällt Ihnen das Interview? Wenn nicht: Was schlagen Sie stattdessen vor?

    Wie einige Vorkommentatoren auch würde ich mir wünschen, dass mal ein seriöser ausstiegskritischer Artikel in der Zeit erscheint. Für die Meinungsbildung sind Argumente beider Seiten wichtig. Die einseitige Berichterstattung der Zeit und insb. die vollkommen unzureichenden einzelnen Artikel, die weit weg von einer ganzheitlichen Betrachtung der Probleme sind, erwecken den Anschein, als wenn es keine Probleme und Nachteile eines schnelleren Atomausstiegs gebe. Das finde ich sehr Schade. Die Zeit sollte eine möglichst objektive Meinungsbildung ermöglichen und keine einseitige Beeinflussung. Hierzu gehören immer Pro- und Kontra-Argumente!

    Über folgende Themen würde ich daher gerne einen Zeit-Artikel lesen:
    1.) Abwägung zwischen schnellerem Atomausstieg und schnellerer Reduktion der Klimaemissionen (Stichwort Erderwärmung).
    2.) Gesunheitliche Risiken (Elektrosmok) von neuen Starkstromleitungen.
    3.) Wer zahlt die höheren Strompreise? Verbraucher oder Steuerzahler?

    und dann auch noch eine unabhängige Berichterstattung erwarten...

    Ihr seid mir echt die liebsten.

    • Digne
    • 13.04.2011 um 14:16 Uhr

    Berechnungen gibts zuhauf.
    Wieso nicht den grüneren WS glauben?
    Um G l a u b e n handelt es sich nämlich.

    Niemand kann ihnen präzise vorrechnen, wie sich die Praxis darstellt- aber genau das wird immer wieder gefordert.

    Reichts nicht, dass die Kernkraft DEFINITIV und nachgewiesen furchtbar TEUER IST!
    Und zerstört, was ihnen am teuersten sein sollte, nämlich (nicht nur) ihre Gesundheit?

    Na also.
    Und jetzt los, den Versorger wechseln. Und die BANK!!

    • Ewok
    • 12.04.2011 um 15:31 Uhr

    Klingt alles sehr plausibel, unideologisch, sinnvoll und vergleichsweise einfach umzusetzen. An die Politik und Energiekonzerne: Bitte einfach so umsetzen. Die Zeit der Debatten darüber ob (und wie) wir die Energiewende brauchen ist längst vorbei, jetzt müssen die Taten (forciert) folgen!

    22 Leser-Empfehlungen
  2. Das hat die Grüne Parteizeitschrift aber ganz schön ins Klo gegriffen. Was dem Lobbyisten des ökoindustrielle Komplexes wohl entgangen ist, ist die gerade bekannt gewordene Studie, dass Erdgas ein erheblicher Klimakiller ist. Der Lobbyist will also das Restrisiko eines GAu durch ganz sicheren Klimagau ersetzen. Das nenne ich mal Fortschritt!

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    Das hat die Grüne Parteizeitschrift aber ganz schön ins Klo gegriffen. Was dem Lobbyisten des ökoindustrielle Komplexes wohl entgangen ist, ist die gerade bekannt gewordene Studie, dass Erdgas ein erheblicher Klimakiller ist.

    Wie kommen Sie auf dieses schmale Brett?

    Methan als Hauptbestandteil von Erdgas ist zweifelsfrei ein Klimakiller (grob zwei Größenordnungen mehr als CO2), nur redet niemand davon Gigatonnen Methan in die Atmossphäre zu entlassen. Stattdessen soll das Methan ganz schnöde verbrannt werden, woraus dann CO2 und Wasser wird. Wohlgemerkt sehr viel weniger CO2 als wenn man Kohle anstatt Erdgas verbrennt. So herum gesehen ist Erdgas vergleichsweise klimafreundlich.

    Worauf Sie sich implizit beziehen sind sog. Gas-Hydrate, die sich bedingt durch die durch den Klimawandel auflösen können, so dass Methan direkt in die Atmossphäre gegeben wird. Nur ist das, abgesehen von dem Klimawandel als Motor des ganzen, ein völlig natürlicher rein physikalischer Prozess, der mit irgendwelchen Kraftwerken nichts zu tun hat.

    ..es wird schon seine Gründe haben, dass Knut schreibt. Beachten wir ihn gar nicht und häckeln statt dessen in der gewonnen Zeit Teppichfransen, schneiden Bonsaibäumchen oder tun sonst etwas nützliches.

    Gaskraftwerke = gut!

    Viele Stadtwerke haben sie bereits nach dem ersten Atomausstieg von Rotgrün angeschafft, denn sie sind effizient (vor allem in Verbindung mit Kraft-Wärme-Kupplung), produzieren relativ wenig CO2 und anderen Dreck. Erdgas wird uns viel länger zur Verfügung stehen als Öl.

    Und das wichtigste, da sie Lücken in der Versorgung mit EE decken sollen: Gaskraftwerke können in kürzester Zeit hochgefahren und wieder abgeschaltet werden.

    Außerdem verseuchen sie bei einem Unfall nicht ganze Landstriche und können deshalb in Stadtnähe gebaut werden, sodass ein langer Transportweg mit einhergehenden Transportverlusten ebenfalls entfällt.

    Zusammengefasst sind sie der beste konventionelle Kraftwerkstyp, den wir zZ haben.

    wenn sich viele Foristen immer wieder über Beiträge ärgern, und sie als manipulativ einstufen, nur weil gerade mal nicht ihre Meinung zum Ausdruck kommt, so ärgert mich immer wieder, dass sowohl Medien als auch Foristen sich unhinterfragt der gleichen drastischen Sprache anschließen, wie wir sie aus der Politik kennen. In diesem Fall mal wieder der "Klimakiller": Was zum Teufel ist das, und wie sieht das aus, wenn das Klima gekillt ist? Gibt's dann kein Klima mehr??

    kaum zu glauben

    Das hat die Grüne Parteizeitschrift aber ganz schön ins Klo gegriffen. Was dem Lobbyisten des ökoindustrielle Komplexes wohl entgangen ist, ist die gerade bekannt gewordene Studie, dass Erdgas ein erheblicher Klimakiller ist.

    Wie kommen Sie auf dieses schmale Brett?

    Methan als Hauptbestandteil von Erdgas ist zweifelsfrei ein Klimakiller (grob zwei Größenordnungen mehr als CO2), nur redet niemand davon Gigatonnen Methan in die Atmossphäre zu entlassen. Stattdessen soll das Methan ganz schnöde verbrannt werden, woraus dann CO2 und Wasser wird. Wohlgemerkt sehr viel weniger CO2 als wenn man Kohle anstatt Erdgas verbrennt. So herum gesehen ist Erdgas vergleichsweise klimafreundlich.

    Worauf Sie sich implizit beziehen sind sog. Gas-Hydrate, die sich bedingt durch die durch den Klimawandel auflösen können, so dass Methan direkt in die Atmossphäre gegeben wird. Nur ist das, abgesehen von dem Klimawandel als Motor des ganzen, ein völlig natürlicher rein physikalischer Prozess, der mit irgendwelchen Kraftwerken nichts zu tun hat.

    ..es wird schon seine Gründe haben, dass Knut schreibt. Beachten wir ihn gar nicht und häckeln statt dessen in der gewonnen Zeit Teppichfransen, schneiden Bonsaibäumchen oder tun sonst etwas nützliches.

    Gaskraftwerke = gut!

    Viele Stadtwerke haben sie bereits nach dem ersten Atomausstieg von Rotgrün angeschafft, denn sie sind effizient (vor allem in Verbindung mit Kraft-Wärme-Kupplung), produzieren relativ wenig CO2 und anderen Dreck. Erdgas wird uns viel länger zur Verfügung stehen als Öl.

    Und das wichtigste, da sie Lücken in der Versorgung mit EE decken sollen: Gaskraftwerke können in kürzester Zeit hochgefahren und wieder abgeschaltet werden.

    Außerdem verseuchen sie bei einem Unfall nicht ganze Landstriche und können deshalb in Stadtnähe gebaut werden, sodass ein langer Transportweg mit einhergehenden Transportverlusten ebenfalls entfällt.

    Zusammengefasst sind sie der beste konventionelle Kraftwerkstyp, den wir zZ haben.

    wenn sich viele Foristen immer wieder über Beiträge ärgern, und sie als manipulativ einstufen, nur weil gerade mal nicht ihre Meinung zum Ausdruck kommt, so ärgert mich immer wieder, dass sowohl Medien als auch Foristen sich unhinterfragt der gleichen drastischen Sprache anschließen, wie wir sie aus der Politik kennen. In diesem Fall mal wieder der "Klimakiller": Was zum Teufel ist das, und wie sieht das aus, wenn das Klima gekillt ist? Gibt's dann kein Klima mehr??

    kaum zu glauben

  3. Das können sie vergessen. "Die Zeit" ist, was Meinungspluralismus angeht, bestenfalls auf den Niveau der BILD anzusiedeln. Die gleiche einseitige Berichterstattung, die gleichen plumpen Klischees und dabei noch offensichtlichere Parteilichkeit. Die unzähligen Studien, die die großen Hindernisse einer "Energiewende" darstellen, werden einfach ignoriert. Stattdessen wird nur erwähnt, was in die Propaganda für die Grünen und ihre Positionen passt. Kritische Betrachtungen werden unterlassen.

    10 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Bunt!?"
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    • dacapo
    • 13.04.2011 um 20:09 Uhr

    Es ist eine Mär, dass es einen Engpass geben würde. Seit Jahren ist es vorgerechnet worden. Manche Kommunalgemeinden haben es in die Hand genommen, denn Dezentralisierung ist ein Bein, Einsparung und Effizienz ist ein anderes. EE ist noch garnicht ausgereizt, es wurde Zeit verschlafen, das trifft zu. Aber Erneuerungen sind immer auf Skepsis gestoßen, so war es immer in der Technologie und hat sich nie geändert. Die größte Mär war ja die Technologiefeindlichkeit der Grünen. Technologiefeindlich sind die, die sich nicht bewegen wollen.

    • dacapo
    • 13.04.2011 um 20:09 Uhr

    Es ist eine Mär, dass es einen Engpass geben würde. Seit Jahren ist es vorgerechnet worden. Manche Kommunalgemeinden haben es in die Hand genommen, denn Dezentralisierung ist ein Bein, Einsparung und Effizienz ist ein anderes. EE ist noch garnicht ausgereizt, es wurde Zeit verschlafen, das trifft zu. Aber Erneuerungen sind immer auf Skepsis gestoßen, so war es immer in der Technologie und hat sich nie geändert. Die größte Mär war ja die Technologiefeindlichkeit der Grünen. Technologiefeindlich sind die, die sich nicht bewegen wollen.

  4. Eine sachlicher Bericht/Analyse.

    "Die eigentliche Entscheidung aber fiel im Jahr 2000 mit der Verabschiedung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) und der Vereinbarung der Bundesregierung mit der Energiewirtschaft, die Nutzung der Kernenergie in Deutschland bis etwa 2022 zu beenden."

    Genau das war der eigentliche Dollpunkt. Er ist immer noch dieser Dollpunkt.

    Den manche Vergessen machen wollten.
    Nun kam aber alles anders, als man so dachte,und plante.

    Die Bevölkerung hat jetzt tatsächlich die Wahl.

    12 Leser-Empfehlungen
    • jojocw
    • 12.04.2011 um 15:50 Uhr

    Das kann es ja nicht sein. Es muss mit erneuerbaren Energie geplant werden. Erdgas geht wohl in ein paar Jahrzehnten zur Neige.
    Man sollte immer etwas weiter vorausblicken. Und bei den erneuerbaren ist die Verfügbarkeit das große Problem.

    Selbst bei Wind an der Nordsee kann nur von einer 20%-igen Verfügbarkeit gerechnet von der Nennleistung ausgegangen werden. Und dann reicht es nicht, wenn man einfach die 5-fache Kapazität baut. Es muss zu fast jeder Stunde der gebrauchte Strom zur Verfügung stehen.
    Bei Solarzellen ist diese Verfügbarkeit ganz grausam.

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    Öl geht in ein paar Jahrzenten zur Neige... und auch das ist so nicht richtig, weil sich mit der Verknappung Ölressourcen (vorhanden aber zZ unwirtschaftlich in der Förderung) in Ölreservern (vorhanden UND wirtschaftlich förderbar) verwandeln. Bestes Beispiel dafür sind Ölschiefer und Ölsande, die erst mit heutiger Technik und zu heutigen Preisen wirtschaftlich gefördert werden können.

    Bei Gas halten die Reserven noch deutlich länger, man schätzt 1-2 Jahrhunderte. (Erst denken, dann posten!)

    Ja, stimmt, Erdgas ist keine erneuerbare Energie. Aber viel, viel schlimmer ist doch Braunkohlenstaub, und da wird - aus Kostengründen - ja immer noch gebaut. Gerade ist in Frankfurt eine Bürgerinitiative entstanden, die ein Braunkohlenstaub-Kraftwerk zu verhindern sucht. www.zukunftfechenheim.wor...

    Öl geht in ein paar Jahrzenten zur Neige... und auch das ist so nicht richtig, weil sich mit der Verknappung Ölressourcen (vorhanden aber zZ unwirtschaftlich in der Förderung) in Ölreservern (vorhanden UND wirtschaftlich förderbar) verwandeln. Bestes Beispiel dafür sind Ölschiefer und Ölsande, die erst mit heutiger Technik und zu heutigen Preisen wirtschaftlich gefördert werden können.

    Bei Gas halten die Reserven noch deutlich länger, man schätzt 1-2 Jahrhunderte. (Erst denken, dann posten!)

    Ja, stimmt, Erdgas ist keine erneuerbare Energie. Aber viel, viel schlimmer ist doch Braunkohlenstaub, und da wird - aus Kostengründen - ja immer noch gebaut. Gerade ist in Frankfurt eine Bürgerinitiative entstanden, die ein Braunkohlenstaub-Kraftwerk zu verhindern sucht. www.zukunftfechenheim.wor...

  5. Je mehr EE -Strom aus Windkraft und Sonne wir produzieren, deso mehr subventionierten überflüssigen Strom produzieren wir auch.
    Nochmal aus Wikipedia : Der landgebundene Windstrom steht uns etwa 15 % der Zeit zur Verfügung, wenn Wind weht. Dann aber jetzt schon so reichhaltig, das er nicht in das Netz eingeleitet werden kann.
    Der seegestützte Windstrom wird es auf über 25 % bringen, muss aber auch an das Netz angeschlossen werden können, d. h. er muss in das Hochspannungsnetz. Eine solche Leitung zu bauen dauert ( schon vor 30 Jahren war es so ) ca. 10 Jahre , Absichten diesen Prozess abzukürzen sind naiv.
    Die Photovoltaik steht uns ca. 10 % der Zeit zur Verfügung. Im Niederspannungsnetz. Tagsüber. Projekte wie Desertec sind interessant, aber eigentlich nur für die Staaten, die eine Wüste und Sonne besitzen.
    Da Klimaschutz eine weltweite Angelegenheit ist, könnten hier Entwickluingshilfegelder eingesetzt werden. Das nutzt uns aber nichts.
    Wasserkraft ist super aber ein Elbe-Wasserkraftwerk mit Staudamm und Stausee bei Dresden ( sächsische Schweitz ) wird nicht durchgeführt werden können. Also kein Assuanstaudamm.
    Die restlichen Wasseranwendungen sind experimentel ok, ein Erfolg aber in den Sternen.
    Welche EE sollen wir also nutzen ?
    Energiesparmodelle : Energieverbrauch ist seit einigen Jahren konstant, da wir in der Industrie seit langem sparen und Energieintensive Betriebe abwandern. Smartgrids für den Privatverbrauch ??? Mein Leben nach Energiebedarf diktieren lassen

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Immer noch besser, als sich sein Leben, wie in der 30km Zone um Fukuschima, von einem havariertem AKW diktieren zu lassen, oder?

    wo haben sie denn die Zahlen so her?

    Ich finde bei Wikipedia folgende Angaben

    bei Binnen WKA kann mit 2000 Volllaststunden (Verhältnis von installierter Leistung zu produzierter Leistung) pro Jahr (=22%),
    bei Binnen WKA in Küstennähe mit 2500 VLS (=28%),
    bei Offshore WKA mit 3800 VLS (=43%)...

    gerechnet werden...

    haben sie ihre Zahlen mit Absicht herunterkorrigiert? Die 3800 VLS für Offshore kommen übrigens vom BMU und nicht von Greenpeace...

    denn mit Wasserkraft?
    http://de.wikipedia.org/w.... Diese EE dürfte uns für die nächsten paar Millionen Jahre zur Verfügung stehen.

    Immer noch besser, als sich sein Leben, wie in der 30km Zone um Fukuschima, von einem havariertem AKW diktieren zu lassen, oder?

    wo haben sie denn die Zahlen so her?

    Ich finde bei Wikipedia folgende Angaben

    bei Binnen WKA kann mit 2000 Volllaststunden (Verhältnis von installierter Leistung zu produzierter Leistung) pro Jahr (=22%),
    bei Binnen WKA in Küstennähe mit 2500 VLS (=28%),
    bei Offshore WKA mit 3800 VLS (=43%)...

    gerechnet werden...

    haben sie ihre Zahlen mit Absicht herunterkorrigiert? Die 3800 VLS für Offshore kommen übrigens vom BMU und nicht von Greenpeace...

    denn mit Wasserkraft?
    http://de.wikipedia.org/w.... Diese EE dürfte uns für die nächsten paar Millionen Jahre zur Verfügung stehen.

  6. das ist es was ich aus diesem Artikel so mitnehmen darf. Leider.

    Ich bin zu 100% für EE aber man muss doch immer bedenken, dass unser Energieverbrauch in der Zukunft und erst Recht rund um 2020 stark steigen wird durch die Elektroautos. Und diese Zahlen kann man eigentlich noch nicht abschätzen. Es gibt jetzt schon "Serien Reife" E-Autos. Wie sieht es in 5 Jahren aus? In 10 Jahren ist der Anblick eines E-Autos schon alltäglich.

    Ich war am Freitag noch auf der Hannover Messe und durfte da einige Ideen und Beispiele erleben. Alles schön und gut. Dass wir auf EE umsteigen müssen ist doch klar und es war auch vor der Japan Krise klar.
    Aber warum immer solche Artikel. Wenn schon ein "pro EE Artikel", dann aber schön ausführlich und nicht so...

    schönen Tag noch.

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    ... dass wir weniger Energie verbrauchen. Es gibt kaum ineffizientere Maschinen als Autos mit Verbrennungsmotoren. Elektro ist die Lösung für die Zukunft!

    ... dass wir weniger Energie verbrauchen. Es gibt kaum ineffizientere Maschinen als Autos mit Verbrennungsmotoren. Elektro ist die Lösung für die Zukunft!

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