Energiewende : Preiswerter Atomausstieg

Muss die Energiewende für den Verbraucher wirklich teuer werden? Nein, die Regierung hat es in der Hand, den Umbau vernünftig zu steuern.

Die Debatte um den Ausstieg aus der Atomenergie treibt ungewöhnliche Blüten. Eine davon sind die angeblich so hohen Kosten, die die Energiewende verursacht. Mittlerweile wird deswegen sogar über Steuererhöhungen diskutiert .

Aber muss die Energiewende für den Verbraucher wirklich teuer werden? Ein Blick in das alte Energiekonzept der Bundesregierung reicht aus, um diese Frage mit Nein zu beantworten. Im vergangenen Jahr haben drei Institute im Auftrag der Regierung die Kosten des Atomausstiegs berechnet und damit verglichen, welche Stromkosten bei einer Laufzeitverlängerung entstehen würden. Fazit: Wird der unter Rot-Grün ausgehandelte Ausstiegskonsens umgesetzt, liegt die zusätzliche Belastung für private Haushalte bei unter einem Cent je Kilowattstunde Strom. Eine vierköpfige Familie mit einem geschätzten Verbrauch von 4000 Kilowattstunden müsste dann 40 Euro mehr im Jahr bezahlen.

Auch wenn höhere Schätzungen berücksichtigt werden (das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung geht von 200 bis 240 Euro pro Jahr aus), dann handelt es sich angesichts eines der größten industriepolitischen Projekte der vergangenen Jahrzehnte immer noch um kleine Summen. Immerhin soll die Energieversorgung in Deutschland grundsätzlich umgebaut werden, um künftig klimaschonend und sicher zu funktionieren.

Hinzu kommt, dass einige Kosten in Wahrheit keine sind. So plant die Regierung beispielsweise, den Fonds für energetische Gebäudesanierungen von einer auf zwei Milliarden Euro aufzustocken. Die zinsgünstigen Darlehen der KfW ziehen Aufträge für Handwerker, Bauunternehmer und Architekten nach sich und erhöhen so die Steuereinnahmen . Im besten Fall finanziert sich der Fonds selbst.

Die Regierung hat es also selbst in der Hand, wie stark sich die Energiewende auf der Stromrechnung bemerkbar machen wird. Schon mit einfachen Mitteln können beispielsweise sozial Schwache ihre Stromrechnung deutlich senken und mögliche höhere Strompreise mehr als ausgleichen, zeigt ein Projekt der Caritas . Sinnvoll wäre es auch, stromsparende Elektrogeräte transparent auszuzeichnen, sodass Kunden erkennen können, wie viel Energie sie über die Lebensdauer des Geräts hinweg sparen können. Die Energie würde effizienter genutzt und die Stromrechnung niedriger ausfallen. Hier hat die EU leider bislang versagt . Wenn die Regierung dann noch für mehr Wettbewerb auf dem Strommarkt sorgt, könnte die Energieversorgung künftig nicht nur umweltfreundlich, sondern auch günstig sein.

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Kommentare

94 Kommentare Seite 1 von 9 Kommentieren

Schönrechnerei

Der Umstieg auf Ökoenergie in Deutschland wird Investitionskosten von weit über einer Billion kosten. Pro Bürger (nicht Haushalt!) mehr als 10.000 Euro. Einfach mal nachschauen was ein Windkraftwerk oder eine Solaranlage pro kWh kostet.
Und bitte keine Subventionskosten rein- oder rausrechnen, wie es die Befürworter so gern tun, sondern die reinen Investititionskosten, denn die müssen letztendlich bezahlt werden. Ehrlichkeit wäre der erste Schritt Richtung Energiewende.

Man sollte die Kosten für konventionelle Energie nicht vergessen

Der Atomausstieg wird eine Menge Investitionen kosten, keine Frage.

Aber konventionelle Energie kostet auch Geld und Investitionen. Auch hier müssen in den nächsten Jahren Milliarden investiert werden... von den Brennstoffkosten mal abgesehen.

Man muss ja nicht gleich den Hammer auspacken und mit den Kosten eines Kernkraftunfalls oder den Kosten für die Beseitigung von CO2 aus der Atmosphäre argumentieren. Obwohl das vielleicht angemessen wäre.

Aber die Investitions- und Brennstoffkosten der konventionellen Kraftwerke sollte man schon berücksichtigen, wenn der Vergleich fair sein soll.

Kernkraft ist da bestimmt keine Lösung. Die alten Kraftwerke sind trotz Nachrüstung veraltet und müssten eigentlich aus Sicherheitsgründen ausgetauscht werden. Und neue und damit vergleichsweise sichere Kernkraftwerke sind so teuer, dass sie mit unsubventionierten Windstrom kaum konkurrenzfähig sind.

Taschenrechner und Quellen

Deutschlands Stromverbrauch: 600 TWh/a (Destatis)
Kosten für Windkraft: 1€/W (Wikipedia/Windkraftanlage)
Auslastung der Windkraft: 17% (365d/a*24h/d*1W*17%=1,5kWh/a)
Investitionskosten für Windkraft: (600TWh/a)/(1,5kWh/a/€) = 400Mrd € (5000€ pro Einwohner)
Solarstrom: 3000-4500€ pro 700-900 kWh (solaranlage.eu)
600TWh/900kWh*3000€ = 2 Bill. € (25.000€ pro EW)
600TWh/700kWh*4500€ = 3.9 Bill.€ (48.000€ pro EW)
Zum Vergleich: DesertTec plant 10% des europ. Stroms für 400Mrd.€ (100% -> 4 Billionen, macht 8.000 pro Europäer)

Investitionskosten für eine Umstellung des Stromverbrauchs (keine E-Autos, keine Speicher, keine Wärme...) auf Ökoenergie. Abzahlbar wahrscheinlich bis 2050 oder 2060 (ohne Inflation!).

Ja Sie sind ja ein Fuchs

Ich habe die Zahlen schon mal gesehen. Sie sind jemandem auf den Leim gegangen. Sorry.

Das ist eine klassische Halbwahrheit.

600TWh/a? Wirklich. Wir wollen doch erstmal nur den Atomstrom ersetzen, oder? Also doch wohl maximal 130TWh/a.

Und Ihre Kosten für Solar und Wind sind Kosten für einen Haushalt, nicht für den Massenmarkt. Außerdem werden die Kosten geringer. Jedesmal, wenn die Einspeisevergütung runter ging, fielen die Kosten in schwindelerregendem Ausmaß.

[...]

Gekürzt. Bitte äußern Sie Kritik anhand sachlicher Argumente. Danke. Die Redaktion/wg

@tom310 genau, alles rechnen

eben kommt im Radio, dass die Hülle von Tschernobyl muss erneuert werden - 1,5 Mrd. Euro. Hält dann, wenn alles gut geht, 100 Jahre. Glück gehabt, ist dann nicht mehr unser Problem.
Wer finanziert das 'Versuchsendlager' Asse? Trotz schwach radioaktivem Abfall, jetzt schon grosse Probleme durch viel zu hohe Strahlenwerte, deren Ursache unbekannt sind.
Wie rechnen Sie Menschenschäden ein?
Zum Artikel; ja, warum kein Gesetz zur deutlichen Kennzeichnung von Stromfressern?
Wie wäre es mit einem Gestz in dem geregelt wird was Elektrogeräte verbrauchen dürfen? Die USA habe damit die PC/Rechner stromsparender hinbekommen.
Durch Stromsparmassnahmen braucht nicht so viel Strom erzeugt werden.

"Taschenrechner und Quellen"

Sie rechnen:
Investitionskosten für Windkraft: (600TWh/a)/(1,5kWh/a/€) = 400Mrd € (5000€ pro Einwohner)

Das macht für Windstrom auf die TWh/a umgerechnet 0,66 Mrd €.

Vergleichen wir mit Atomstrom und nehmen nur die Subventionen laut Greenpeace:
Subventionen 185 Mrd €
25 % Anteil am Gesamtstrommarkt: 600/4 = 150 TW/a.

Zum Vergleich:
Atomstrom: 1 TWh/a = 1,23 Mrd €
Windstrom: 1 TWh/a = 0,66 Mrd €

Wenn wir den Atomstrom bezahlt haben (der nun ausläuft), sollten wir auch die geringeren Windstrominvestitionen bezahlen können, die uns ohne Auslaufdatum zukünftig versorgen werden.

Die Nachsorge in Tschernobyl hat die UDSSR ~150 Mrd Dollar

gekostet
(Nach Gorbatschow zum Ende der Sowjetunion.)

Dabei war Vieles in der Sowjetunion sehr billig. Z. B. die 100 Rubel, die jeder der Terminatoren auf seinen Sold oben drauf bekam.

Noch in 1991 entfielen 22,3 % des Staatsbudgets auf die Nachsorge des Kraftwerks.

Heute sind es immer noch jährlich 5-7 % des Staatsbudgets.

Korrektes Rechnen

7 Ct pro KWh Windstrom sind bezogen auf die erwartete Lebensdauer von 20 Jahren. Allerdings gibt es auch Anlagen die schon 25-30 Jahre halten.
Bisher ist das nur selten weil es sich eher lohnt eine neue, moderne WKA auf dem meist guten Windstandort hinzustellen. Damit kann das Zigfache an Strom geerntet werden.

Die Kosten für die Speicherung von Strom kommen auch bei der Atomenergie hinzu. Ohne Pumpspeicher kann kein AKW nachts durchlaufen. Am Beispiel Frankreich ist das gut zu erkennen, dort werden nicht nur die eigenen P. sondern auch die P. der Westalpen inkl CH benötigt damit die AKWs überhaupt betrieben werden können.
Die Stromveredelung in Pumpspeichern kostet übrigens 2-4 Ct/kwh sofern dieser täglich einmal be- u. entladen werden kann.

Zu 1 "ehrlichkeit"

Sie wagen es, von Ehrlichkeit zu sprechen.
Bleiben Sie bei den Tatsachen und berücksichtigen Sie die hohen Kosten der Endlagerung, die den !Investitionskosten bei Erneuerbaren gegenüberstehen. Wohlgemerkt handelt es sich dabei um Kosten, die irgendwann abgezahlt sind, dann rechnet sich das ganze. Für die Endlagerung zahlen wir noch 1000e von Jahren ohne Nutzen zu haben, außerdem ist Atomstrom ebenfalls stark subventioniert.
Wie kann man nur so viel Sand in den Augen haben? Naja andernfalls könnten Sie ja keinen streuen. Daumen nach unten!

Zweifelhaft

"Wenn die Regierung dann noch für mehr Wettbewerb auf dem Strommarkt sorgt, könnte die Energieversorgung künftig nicht nur umweltfreundlich, sondern auch günstig sein."

Und genau hier liegt eines der grundlegenden Probleme. Denn die Marktmechanismen wurden gerade durch die Fürsorglichkeit der Politik gegenüber den einschlägigen Unternehmen weitgehend ausser Kraft gesetzt - was u.a. auch die hohen Strompreise in D. erklärt. Ob man von einer Regierung, die ohne rational nachvollziebare Gründe den bereits beschlossenen Atomausstieg wieder rückgängig machte, und die sich auch sonst durch ein recht devotes Verhalten gegenüber den "Partnern" in der Energiebranche auszeichnet, das nötige Mass an Gestaltungswillen und Durchsetzungsfähigkeit, das diese Aufgabe erfordert, erwarten kann, darf bezweifelt werden.

Solange man die heisse Luft, die in Sachen Energiepolitik von den deutschen Volksvertretern derzeit abgesondert wird, nicht für die Energiegewinnung nutzbar machen kann, steht also eine elegante Lösung des Problems noch in weiter Ferne.

Bitte in die Zukunft investieren!

Ich kann angesichts der Risiken und Kosten eines Super-GAUs und der (immer noch ungeklärten) Endlagerungsproblematik nicht begreifen, wie man sich aufgrund der Investitionskosten gegen einen Wandel hin zu erneuerbaren Energien sperren kann. Atomenergie verlagert jetzt schon berechenbare Kosten auf die Steuerzahler und völlig unberechenbare Kosten auf zukünftige Generationen. Mit welchem Recht eigentlich?

Zum Glück müssen wir nicht in jeder Hinsicht auf politische Entscheidungen von oben warten - Ökostrom gibt's schließlich schon länger...

Es gibt eine Preisgrenze für Strom

Ab Juli 2011 sinkt die PV-Förderung für kleine Dachanlagen auf 24 ct/kwh, ab Januar 2012 auf 21 Ct/kwh.
Bei Überschreiten dieser Werte lohnt es sich für die PV-Besitzer den eigenen Strom selbst zu verbrauchen, also nicht einzuspeisen und auf die EEG-Umlage zu verzichten.

Immerhin 30-50% des Stroms kann ein Haushalt mit selbst erzeugtem PV-Strom, auch ohne Stromspeicher/Akku, selbst verbrauchen. Werden Akkus in den nächsten Jahren günstiger kann das Richtung 100% gehen.

Die Atomkonzerne werden die Panik bekommen!

Den Akku möchte ich sehen!

"Werden Akkus in den nächsten Jahren günstiger kann das Richtung 100% gehen." Für den Strom -für Nachts speichern.

Schon über den Nobelpreis nachgedacht?!

Bekantlicherweise kommmt ja die Klimaerwärmung weshalb wir in den letzten Jahren wieder schöne kalte Winter haben (Hahh???). 15 C unter Zero, der Schnee klirrt, der fahle Mond steht am Himmel. Haus heizen, Fernseher anmachen um die Hohe Pristerin Roth zu höhren, Glühwein warmmachen.
Das komische Nachbarhaus ist gar kein Nachbarhaus sondern @Brandtsch sein Akku. Hergestellt total "Umweltneutral" aus seltenen Erden mit atzenmäßigen Energieeinsatz. Herzlichen Glückwunsch!

@ 5 Brandtsch Mietwohnungen

Gilt das auch für Mietwohnungen? Deutschland hat mit die niedrigste Quote an Eigenheimen, und wenn Viele verkaufen müssen, gibts vermutlich regen Applaus.

Die ersten Interessenten werden dann wohl die Angehörigen der Schicht sein, die das Ganze beschlossen haben. Dann wird umverteilt, aber das das produktiv im Hinblick auf Preisgrenzen sein soll, glaube ich nicht.

Hohe Strompreise sind einfach die lukrativere Alternative für einen Großteil der gesellschaftlich Beteiligten. Ist nicht wie zu Zeiten Henry Fords, als das Preiswerte für Reichtum sorgte. Dafür muss der Profit mittlerweile an zu Viele verteilt werden. Da schliesse ich die Hartz IV Empfänger nicht ein.

nana...

nicht dass ich die batterie idee für massiv tauglich halte. aber von fortschritten bei der akkutechnik ist auszugehen.

Vielleicht mal regelmäßig engadget oder dergleichen lesen. der Zenith bei der Speichertechnik ist noch lange nicht erreicht. Nun gibts bereits erste (wenn auch kaum taugliche und teure) Ethanolbrennstoffzellen fürs Handyaufladen im normalen Handel (die vor 5 Jahren keiner wirklich erwartet hätte). Die nächste Generation wird nicht lange auf sich warten lassen.

Warum wird bei allen "Ökotechnologien" nicht von einer Weiterentwicklung ausgegangen, sämtliche dieser Technologien haben sich rapide entwickelt (wenn man mal nicht vom Datum ihrer Erstaufstellung auf der Welt ausgeht, sondern von dem Zeitpunkt ab dem WIRKLICH Fortschritt massiv gewollt und unterstützt wurde) im Gegensatz dazu ist der von vielen beschworene Messias "Kugelhaufenreaktor" seit Jahrzehnten eine Totgeburt von der kein ökonomisch sinnvoll betriebener Ableger steht, aus der sogar wieder ausgestiegen wird. Bei Solarstrom ist es nur eine Frage der Zeit bis sich dieser zumindest in Privathaushalten ohne jegliche Förderung amortisiert und darüber hinaus Gewinn durch Nichtkauf von Strom aus anderen Quellen bringt. Zusammen mit Geothermie aus dem Garten und einem in absehbarer Zeit (ob nun 10 oder 15 Jahre) verfügbaren, moderat großem Speicher, lassen sich Privathaushalte quasi autark versorgen. Und durchaus lässt sich das auf Mehrfamilienhäuser in Kombination mit Energie von Außen skalieren.

Sehr schön geschrieben.

ja... das komische nachbarhaus ist ja der akku... lol

sehr schön formuliert und humorvoll ich musste lachen.

aber dennoch . Ich meine wir haben nur diese chance vor dem Erdölfördermaximum und der damit verbundenen weltweiten wirtschaftskriese die erneuerbaren vorannzutreiben. Desertec oder ähnliches in einem finanzdebakel a la 1930 wird nichts werden. Dann lieber wenigstens noch irgendwo einige Widradspargel und meinetwegen nachglühende nachbarhausakkus.

---------

Zitat Nennwert: "Warum wird bei allen "Ökotechnologien" nicht von einer Weiterentwicklung ausgegangen, "

Weil es v.a. ein physikalisches Problem ist und das wird gerne übersehen.

Die physkalischen Grenzen sind bekannt: Maximale Einstrahlung pro Flächeneinheit und maximaler Volumenstrom pro Flächeneinheit steht für Sonne und Wind fest. Die lassen sich nicht mit technologischer Weiterentwicklung "besiegen".

Die Privathaushalte können noch viel sparen, wenn man sehr radikal rangeht. Geht aber im großen Stil praktisch nur durch Kontigentierung, also echten Zwang.

Bleibt die Industrie. Hier wird es schwierig. Die energieintensive Industrie kann nur dadurch sparen, dass weniger produziert wird. Das wird es dann hier auch, wenn die Kosten hier zu hoch sind. Wir würden dann unseren Energiebedarf einfach in andere Länder outsourcen, aber nicht abschaffen.

Man kann also schon Einiges als Privatmann tun, aber es hat seine Grenzen.

......

naja die antwort ist nicht zufriedenstellend...und passt irgendwie auch nicht zu meinem Beitrag.

Ich hatte Beiträge angezweifelt die generell immer nur vom status quo der forschung ausgehen und das auf gebieten, bei denen seit 15 Jahren quasi galoppierender Fortschritt vorhanden ist. Dafür aber werden Reaktoren angepriesen die seite 30 Jahren ohne Fortschritt, eher mit Rückschritt auf der Welt sind.

was die begrenzte Flächeinstrahlung eingeht, versteh ich nicht wo jetzt das argument ist. 800 bis 1250 kwh pro qm² pro Jahr in Deutschland. Bei entsprechender Effizienz (Fortschritt!) also 5000kwh +/- (40-50% Wirkungsgrad) auf 10qm - ein bruchteil der verfügbaren Dach oder Fassadenfläche eines jeden Hauses. Neulich war bei engadget von einer Battergrundlagentechnik (ich habs nicht mehr im Kopf, irgendwas mit Magnetfelder nichtleitenden Materialien die von Licht beschienen werden...irgendwas eigenartig) bei denen die erwarteten Ergebnisse im Forschungsstadium von den schlussendlichen Ergebnissen 100 millionenfach übertroffen wurden. Das meine ich mit, Fortschritt ist auf all diesen Gebieten nicht in Frage zu stellen. Verstehe nicht was das "Privatmannmusssparen" Argument soll.

"Die Privathaushalte [...] sparen [...] durch Kontigentierung"

Auch Sie leben vermutlich im Kapitalismus. Wieso glauben Sie nicht an die Steuerung durch die Marktgesetze?

Je billiger Energie ist, umso mehr wird verraucht. Wenn nun Öl knapper wird, wird es teurer und es wird weniger verbraucht. Wenn die Sicherheitsmaßgaben für Atomkraftwerke nun erhöht werden, wird der Strom davon teurer. Wenn die Lagerung der strahlenden Abfälle auf den Energiepreis aufgerechnet wird, wird Atomstrom teurer.

Windenergie ist eine vorzügliche Chance auf billigen Strom mit wenigen Nachteilen und keinem Abfall. Im Grunde können nur Ideologen ihn ablehnen.

Wunschdenken

50 % Wirkungsgrad bis zum Endverbraucher inkl. Speicherung sind reines Wunschdenken. Auch die Fassaden- und Dachnutzung sind Wunschdenken. Solche Dachflächen haben energieintensive Unternehmen nicht.

Andasol bespielsweise ist schon verdammt gut. Die bringen 75 bis 90 kWh/m²a elektrisch nutzbar. Das wären für D bei 640 TWh/a Bedarf grob 7000 km² unter span. Strahlungsbedingungen und ohne Leitungsverluste.

Macht 1,4 Billionen € Investitionsvoulmen. Unter D-Bed. dann ganz grob ca. 2 Bio. €.