Ödnis und Leere - Willkommen im Rostgürtel
Das Dach einer verlassenen Scheune in Illinois.
Willkommen im "Rostgürtel" der USA: Früher wurde der Landstrich entlang der Großen Seen von Chicago über Boston bis nach New York Manufacturing Belt genannt. Es war das älteste Industriegebiet der USA.
Die Industrialisierung begann mit der Baumwollspinnerei, erste textilverarbeitende Betriebe siedelten sich nach 1800 an. Später kam die Schwerindustrie dazu. Eisen, Kohle und Stahl prägten die Wirtschaft und die Region – und die Eisenbahn. Zusätzlich wurde ab 1859 Erdöl in Pennsylvania gefördert.
Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelten sich in den Großstädten im Westen, Chicago und Milwaukee, die Zentren der Lebensmittelindustrie und allmählich entwickelte sich in Detroit die Automobilindustrie und in Pittsburgh die Stahlindustrie.
In den siebziger Jahren setzte allmählich ein Strukturwandel ein. Zahlreiche Industrien verloren an Bedeutung, viele Unternehmen verlagerten ihre Produktionsstandorte in Entwicklungsländer. Mit dieser Abwanderung setzte ein Sterben in der Region ein, aus dem Manufacturing Belt wurde der Rust Belt. Bilder aus einer verödeten Landschaft.
- Datum 20.04.2011 - 08:36 Uhr
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Zurück zur Ausgangsseite





Renaturierungsprogramme geben würde.
Das schafft Arbeit und tut dem Land gut.
Aber nach amerikanischer Lesart wären solche Programme bestimmt ´Sozialismus´.
Das Ruhrgebiet in Deutschland heute kann mit dem von vor 20 Jahren und ganz bestimmt nicht mit dem vor 50 Jahren verglichen werden. Nach dem "Zusammenbruch" von Kohleförderung und Stahlerzeugung hat sich ähnliches ereignet. Verfallene Industriegebäude und Abwanderung von Einwohnern die ihre Jobs verloren hatten. Dass das Ruhrgebiet heute wieder gut aussieht hat sehr viel mit Engagement von Landespolitikern, Gemeinden und Einwohnern und natürlich mit Tourismus zu tun.
Ohne den großen Mammon geht so eine Veränderung nicht.
Zum Trost: Es war ein Schnäppchen gegenüber den blühenden Landschaften.. (nur als Feststellung nicht als Wertung)
Ohne den großen Mammon geht so eine Veränderung nicht.
Zum Trost: Es war ein Schnäppchen gegenüber den blühenden Landschaften.. (nur als Feststellung nicht als Wertung)
Anscheinend sind die Preise für Stahl, Eisen, Kupfer und andere recyclebare Rohstoffe in den USA noch zu gering. Den Bildern sind einige Plätze zu entnehmen, die in dieser Hinsicht interessant wären.
Wenn man bedenkt, dass in Deutschland mittlerweile schon Kupferdachrinnen von bewohnten Häusern gestohlen werden.
Also gehe ich davon aus, dass die Aufarbeitung des Geländes nur eine Frage der Zeit, respektive der Rohstoffpreise ist. Ob man das dann allerdings als Renaturierung bezeichnen kann ist aber auch fraglich.
dann wird sich der "Rostgürtel" in den USA noch weiter ausdehnen. Republikaner und Demokraten blockieren sich gegenseitig und die Gelddruckmaschinen laufen auf Hochtouren.
Ohne den großen Mammon geht so eine Veränderung nicht.
Zum Trost: Es war ein Schnäppchen gegenüber den blühenden Landschaften.. (nur als Feststellung nicht als Wertung)
Industrieanlagen, Gebäude und Rost über die es wieder Grünt fand ich immer schon spannender als einen piekfeinen Park aus dem Landschaftsbüro. Metall, Stein und Pflanzen bieten wenn sie einmal vom Menschen alleingelassen werden eine spannende kombination. Vielleicht ist es dort auch schöner weil es keine aufläufe von Menschenmassen gibt.
Oder was soll diese Bilderserie mit dem Titel "Ödnis und Leere" bewirken? Inhaltlich unsinnig, die Industrie dort zerfällt nicht, aber sie verändert sich - wie in unserem Land auch und wie in allen westlichen Industrieländern. Die Schwer- und Produktionsindustrie verlagert sich nach Asien, dafür wächst der Dienstleistungssektor und z.B. die Softwareindustrie. Genauso hätte man Bilder einer "Odnis" aus dem Ruhrgebiet oder dem Saarland zeigen können.
sind am Anfang ja noch ganz nett. Dem Ende zu wird es dann aber immer bescheidener. Es wirkt wie Urlaubsfotografie eines geocaching-Begeisterten. Oder wie die eines Fotografen, der das erste Mal beginnt die geltenden Regeln der Komposition zu brechen...
Dennoch sind zum Teil recht interessante Eindrücke dabei.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren