Nahrungsmittelkrise Die Spekulanten sind nur die Sündenböcke
Im Kampf gegen den Hunger wollen die Mächtigen Spekulanten bekämpfen und die Weltmärkte stärken. Sie übersehen die wahren Ursachen der Krise.
© Tang Chhin Sothy/AFP/Getty Images

Reisbündel tragende Bauern in der kambodschanischen Provinz Kampong-Speu-Provinz, etwa 60 Kilometer südlich von Phnom Penh
Jeder Mensch, der Hunger leidet, ist eine Schmach für die Welt. Fast eine Milliarde sind derzeit weltweit unterernährt, und angesichts steigender Nahrungsmittelpreise wird es für Tausende immer schwieriger, sich und ihre Familien durchzubringen. Nun will sich die Politik des Problems annehmen – nicht zuletzt aus Angst, es könnten in noch mehr Ländern Unruhen ausbrechen wie zuletzt in der arabischen Welt.
Das ist ehrenwert. Doch leider gehen die Maßnahmen nicht weit genug, über die man derzeit diskutiert. Die Bundesregierung setzt, ebenso wie die französische Regierung im Rahmen der G20, vor allem auf den Kampf gegen die Spekulation. Doch die Spekulanten sind nicht schuld an der Krise. Sie verschärfen die Not, das ist unbestritten. Ökonomen schätzen, dass 15 bis 20 Prozent der jüngsten Preissteigerungen durch Finanzinvestoren verursacht wurden. Aber sie sagen auch: Die eigentlichen Ursachen des Hungers liegen viel tiefer.
Auf dem Frühjahrsgipfel von IWF und Weltbank ist Spekulation nur am Rande ein Thema. In Washington glaubt man an freie Märkte, und so will Weltbank-Chef Robert Zoellick vor allem die Funktionsfähigkeit des globalen Nahrungsmittelmarktes stärken, durch bessere Information über Lagerbestände und die Lockerung von Exportbeschränkungen. Ein wenig Krisenvorsorge kommt auch noch hinzu. Das mag hilfreich sein. Doch auch die von Zoellick vorgeschlagenen Instrumente greifen viel zu kurz.
Drei Viertel der Hungernden weltweit sind Kleinbauern, Viehzüchter oder Tagelöhner. Sie leben auf dem Land, doch die Erde ernährt sie nicht. Ihre Böden sind ausgelaugt, es fehlt ihnen an Wasser und gutem Saatgut. Selbst wenn sie ausreichende Erträge erzielen, verrottet ein großer Teil der Ernte mangels adäquater Lagermöglichkeiten. Wer im Kampf gegen den Hunger etwas erreichen will, muss zuallererst gegen diese Missstände angehen. Die Bauern müssen von ihren Erzeugnissen leben können: sei es, indem sie die Feldfrüchte selbst verspeisen, sei es, indem sie sie verkaufen und daraus ein gutes Einkommen erzielen.
Schon vor anderthalb Jahren versprachen die Staaten der G8 Milliarden, um die regionale Landwirtschaft in den Entwicklungsländern zu fördern. Auch die Weltbank gibt Geld. Doch gebracht hat es bislang wenig – zumal die subventionierte Agrarproduktion aus Europa und den USA den Kleinbauern im Süden immer noch jede Chance raubt und sogenanntes "land grabbing" ihre Existenz zusätzlich bedroht.
Bis zum Jahr 2030 muss sich die Nahrungsmittelproduktion weltweit um die Hälfte erhöhen, damit alle Menschen satt werden, sagt die UNO. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg.
- Datum 15.04.2011 - 17:00 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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...anfangen und weniger Fleisch essen.
Gehts nicht noch ein bisschen differenzierter? Immer diese absolut unkompetenten Kommentare unter Themen dieser Art. Wie wärs wenn sie sich keine Kleidung mehr kaufen? Passt doch genau so.
Kommentar 2 hat das gesagt, was eig. Sache ist. Würde mich nur wiederholen.
Ich würde noch mangelde Unterstützung der jeweils zuständigen Regierung anhängen. Es liegt in der Verantwortung eines Staates, seinen Einwohnern die Lebensbasis zu gewähren.
Leider ist dies in nahezu keinem Staat dieser Welt so.
unser Fleischkonsum spielt leider keine Rolle, auch wenn man sich gerne mit der schlichten Massnahme des hehren Verzichts auf die Seite der Weltverbesserer schlagen würde, wird dadurch nix und niemand gerettet. 27% unserer produzierten Nahrung wird einfach WEGGEWORFEN, damit könnte man noch ne Menge Tierchen ernähren. Bei meinen Reisen durch Afrika war ich entsetzt über die Unwissenheit der Bauern dort und noch entsetzter über die Unfähigkeit vieler Entwicklungshilfeprojekte, die wahren Probleme zu erkennen und am entsetztesten war ich darüber, wie die Hilfsgelbder vergeudet wurden. Man kann selbstverständlich fortfahren dort eine Spendengeldorgie aufrecht zu erhalten, die sich selbst und vor allem die Oberen im Land subventioniert, aber echte Hilfe sieht anders aus - echte Bauern, mit echter Ahnung von Landwirtschaft könnten da x mal mehr bewegen, als Sozialhelfer mit gutem Willen und wenig Sachkenntnis.
Gehts nicht noch ein bisschen differenzierter? Immer diese absolut unkompetenten Kommentare unter Themen dieser Art. Wie wärs wenn sie sich keine Kleidung mehr kaufen? Passt doch genau so.
Kommentar 2 hat das gesagt, was eig. Sache ist. Würde mich nur wiederholen.
Ich würde noch mangelde Unterstützung der jeweils zuständigen Regierung anhängen. Es liegt in der Verantwortung eines Staates, seinen Einwohnern die Lebensbasis zu gewähren.
Leider ist dies in nahezu keinem Staat dieser Welt so.
unser Fleischkonsum spielt leider keine Rolle, auch wenn man sich gerne mit der schlichten Massnahme des hehren Verzichts auf die Seite der Weltverbesserer schlagen würde, wird dadurch nix und niemand gerettet. 27% unserer produzierten Nahrung wird einfach WEGGEWORFEN, damit könnte man noch ne Menge Tierchen ernähren. Bei meinen Reisen durch Afrika war ich entsetzt über die Unwissenheit der Bauern dort und noch entsetzter über die Unfähigkeit vieler Entwicklungshilfeprojekte, die wahren Probleme zu erkennen und am entsetztesten war ich darüber, wie die Hilfsgelbder vergeudet wurden. Man kann selbstverständlich fortfahren dort eine Spendengeldorgie aufrecht zu erhalten, die sich selbst und vor allem die Oberen im Land subventioniert, aber echte Hilfe sieht anders aus - echte Bauern, mit echter Ahnung von Landwirtschaft könnten da x mal mehr bewegen, als Sozialhelfer mit gutem Willen und wenig Sachkenntnis.
Die Ursachen sind schnell benannt:
a) Inflation durch Notenbanken
b) große Ernteausfälle weltweit (2010-2011)
c) Spekulanten
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Kleinbauern sind zudem mehr und mehr Opfer der großen Bankinstitute, wie etwa der Deutschen Bank. So sind unlängst in südasiatischen Ländern viele Kleinbauern mittels Banden enteignet worden. Angebaut werden anschließend Produkte für den Weltmarkt, wovon die heimische Bevölkerung meist überhaupt nicht profitiert. Beispiel Vietnam: Der gute Reis wird in den Westen exportiert; der schlechte Reis (chemisch belastet oder der Plastikreis aus China) wird aus anderen asiatischen Ländern importiert.
Sie schreiben, es mangele an Lagerungsmöglichkeiten bei Kleinbauern. Aber, aber! Als ob Staaten davon eine Ausnahme machen würden. SChauen Sie mal wie schlampig Indien mit seinen Reserven umgegangen ist. Die lagen an der frei an der Sonne, die Säcke sind nun aufgerissen, wo man sie bräuchte, die Nahrung oder Saat komplett verloren.
Diese Empfehlungen finden kein Gehör. Oder hat Russland seine Exportbeschränkung aufgehoben? Oder all die anderen Länder?
Schon 2008 waren wir in der Situation. Die Empfehlungen waren die Gleichen. Gebracht hat es gar nichts. Diese Artikel werden von der Realität überholt und sind morgen wieder Makulatur.
Jimmy Carter hat mal in den 70ern versprochen, dass Amerika auf regenerative Energien setzen würde und kein Öl mehr importieren müssen. Und, wie ist die Geschichte ausgegangen?
Die Rolle der Spekulanten kleinzureden ist vielleicht nicht die Intention der Autorin gewesen, aber der Artikel liest sich trotzdem so.
Natürlich sind viele Gründe für die "Nahrungsmittelkrise" verantwortlich, aber aus dem Elend noch Profit zu schlagen halte ich für mindestens genauso pervers, wie die extrem hohen Agrarsubventionen der EU (um die EU-Bauern vor Konkurrenz zu schützen) oder der Versuch Kraftstoffe aus Mais, Palmöl oder Zuckerrohr als Biokraftstoffe zu verkaufen!
Insofern gehören die Spekulanten zu Recht an den Pranger gestellt! Allerdings haben Sie eine andere Gruppe vergessen: die Banken bzw. Emittenten, die solche Finanzprodukte erst auf den Markt bringen!
Gehts nicht noch ein bisschen differenzierter? Immer diese absolut unkompetenten Kommentare unter Themen dieser Art. Wie wärs wenn sie sich keine Kleidung mehr kaufen? Passt doch genau so.
Kommentar 2 hat das gesagt, was eig. Sache ist. Würde mich nur wiederholen.
Ich würde noch mangelde Unterstützung der jeweils zuständigen Regierung anhängen. Es liegt in der Verantwortung eines Staates, seinen Einwohnern die Lebensbasis zu gewähren.
Leider ist dies in nahezu keinem Staat dieser Welt so.
ist es "unkompetent" zu schreiben.
Und es war nicht die Rede von "keinem Fleisch" - "...keine Kleidung...", sondern weniger.
Und wenn man bedenkt wie viel Getreide und Wasser nötig ist um die übertriebene Fleischeslust unserer Zivilisation zu stillen, wäre es wohl wirklich der erste Schritt bei sich selbst zu schauen. Das beweist zusätzlich auch noch Rückgrat und sorgt für ein längeres, gesünderes Leben.
-
Die Exportbeschränkungen zu lockern läuft in die falsche Richtung, es ist doch, wieder, das westliche Exportverhalten was die Misere verschlimmert.
Jawoll, jeder Spekulant ist eine Schmach für die Welt. Aber auch jeder unreflektierte Konsument (um Kommentar 8 zu vervollständigen ^^ )
ist es "unkompetent" zu schreiben.
Und es war nicht die Rede von "keinem Fleisch" - "...keine Kleidung...", sondern weniger.
Und wenn man bedenkt wie viel Getreide und Wasser nötig ist um die übertriebene Fleischeslust unserer Zivilisation zu stillen, wäre es wohl wirklich der erste Schritt bei sich selbst zu schauen. Das beweist zusätzlich auch noch Rückgrat und sorgt für ein längeres, gesünderes Leben.
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Die Exportbeschränkungen zu lockern läuft in die falsche Richtung, es ist doch, wieder, das westliche Exportverhalten was die Misere verschlimmert.
Jawoll, jeder Spekulant ist eine Schmach für die Welt. Aber auch jeder unreflektierte Konsument (um Kommentar 8 zu vervollständigen ^^ )
wird die Situation noch dadurch,dass auf guten Böden- teilweise im Raubbau gewonnen- Getreide zur Ethanolgewinnung angebaut wird.(Uns wird das dann als Öko-Benzin verkauft).
Sicher kann man nicht alles,was bei uns an Nahrungsmitteln weggeworfen wird per Flieger auf die Hungernden der Welt verteilen.
Jedoch auch hier wäre eine gerechtere Verteilung auf dem Globus möglich.
Und in manchen Gegenden dieses Planeten kann man keine ausreichende Ernährung einer relativ zum argrarischen Potential der Böden zu stark wachsenden Bevölkerung herstellen.
Dass insbesondere die EU-weite Verdoppelung (E10)und geplante Verzehnfachung (E50) des Agrospritanteils im Benzin, durch die, damit einhergehende, fortschreitende Verknappung des Angebotes von Grundnahrungsmitteln, wie Mais, Soja und Weizen etc., den stärksten Einfluss auf die steigenden Preise für Grundnahrungsmittel in den südlichen Ländern hat, bleibt in diesem Artikel leider unerwähnt.
Schätzungen zufolge ist Agrosprit mit ca. 60% an der Verteuerung von Grundnahrungsmitteln beteiligt.
Das die dadurch faktisch bestehende Kopplung von Nahrungsmittel- und Benzinpreisen zu Hungerkatastrophen führen wird, wird den EU-Kommissaren bewusst gewesen sein.
Insofern ist selbst der Vorwurf des bürokratischen Massenmordes gerechtfertigt.
"Mehr Agrosprit bei uns führt zu mehr Hunger in Entwicklungsländern"
http://www.hplanglotz.de/...
Zusammenfassung:
"In den Jahren 2007 und 2008 stiegen weltweit die Nahrungsmittelpreise plötzlich dramatisch an und führten zu einer Ernährungskrise, deren Echo heute noch nachhallt. Die Weltmarktpreise für Grundnahrungsmittel fielen nach der Krise zunächst wieder, aber weiterhin hungern rund eine Milliarde Menschen. Zudem steigen die Getreidepreise seit den jüngsten Ernteausfällen unter anderem in Russland und Pakistan wieder an.
Das Hintergrundpapier untersucht die Trends bei wesentlichen Faktoren für die weltweite Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln. Die Daten untermauern die These, dass die Engpässe in der globalen Ernährungssicherung nicht so sehr im begrenzten Potenzial für Produktionssteigerungen liegen, sondern vielmehr in der Änderung der Landnutzung für die Treibstoff- und Fleischproduktion. Die daraus resultierende Verknappung der Nahrungsmittel und die Ernteausfälle aufgrund von - offenbar infolge des Klimawandels zunehmenden - Wetterextremen, führen zu extremen Preisschwankungen für Grundnahrungsmittel und bilden den Nährboden für die in den letzten Jahren beobachtete horrende Spekulation an den Getreidebörsen.
Die Trendanalyse kommt zu der Schlussfolgerung, dass energie- und finanzpolitische Regulierungsmechanismen eingeführt werden müssen, die mit dem Ziel der Ernährungssicherung vereinbar sind."
http://www.germanwatch.or...
Zusammenfassung:
"In den Jahren 2007 und 2008 stiegen weltweit die Nahrungsmittelpreise plötzlich dramatisch an und führten zu einer Ernährungskrise, deren Echo heute noch nachhallt. Die Weltmarktpreise für Grundnahrungsmittel fielen nach der Krise zunächst wieder, aber weiterhin hungern rund eine Milliarde Menschen. Zudem steigen die Getreidepreise seit den jüngsten Ernteausfällen unter anderem in Russland und Pakistan wieder an.
Das Hintergrundpapier untersucht die Trends bei wesentlichen Faktoren für die weltweite Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln. Die Daten untermauern die These, dass die Engpässe in der globalen Ernährungssicherung nicht so sehr im begrenzten Potenzial für Produktionssteigerungen liegen, sondern vielmehr in der Änderung der Landnutzung für die Treibstoff- und Fleischproduktion. Die daraus resultierende Verknappung der Nahrungsmittel und die Ernteausfälle aufgrund von - offenbar infolge des Klimawandels zunehmenden - Wetterextremen, führen zu extremen Preisschwankungen für Grundnahrungsmittel und bilden den Nährboden für die in den letzten Jahren beobachtete horrende Spekulation an den Getreidebörsen.
Die Trendanalyse kommt zu der Schlussfolgerung, dass energie- und finanzpolitische Regulierungsmechanismen eingeführt werden müssen, die mit dem Ziel der Ernährungssicherung vereinbar sind."
http://www.germanwatch.or...
Jeder Mensch, der Hunger leidet, ist eine Schmach für die Welt." Alle Tiere, auch Menschen, haben zu jeder Zeit der Erdentwicklung gehungert. Eine Milliarde hungernde Menschen sind die Folge der maßlosen Überbevölkerung. Eine Schande ist es, wenn man wahllos Kinder zeugt und gebärt, die unter keinen Umständen vernünftig ernährt werden können, weil schon die Eltern hungern. So der Fall in einem Grossteil Afrikas, Mittlerer und Naher Osten sowie Südamerika, insbesondere Brasilien. Dass die Religion dabei eine grosse spielt (Islam und Erzkatholizismus), ist offensichtlich. Nehmen wir hinzu, dass den dortigen Regierungen und den Weltbanken die Hungernden egal sind, so ist die Situation nicht verwunderlich. Der Knackpunkt bleibt aber die katastrophale Überbevölkerung. Der Planet kann weder hinreichend Futter für so viele Menschen durchgehend garantieren, noch kann er deren Verschmutzung vertragen. Übrigens : Wenn die deutsche Bevölkerung unter 40 Mio läge, hätten wir Vollbeschäftigung. Jeder hätte ein Häusle mit Garten, keine Staus, kein Umweltproblem, usw. Die Devise heisst : lasst die Natur machen, lasst uns gesundschrumpfen.
Bitte argumentieren Sie respektvoll und differenziert. Danke. Die Redaktion/wg
schwarzen Peter zu zuspielen. Habe ich lange nicht mehr gelesen, das Argument der Überbevölkerung. Es ist wie Überalterung, "überqualifiziert" überflüssig, weil das eigentliche Übel verschleiert wird.
Noch hat Afrika nicht die europäische oder asiatische Bevölkerungsdichte je km² erreicht. Die ungestrafte Problemverschiebepolitk der Industriestaaten und das gnadenlose Ausnutzen ihrer Wirtschaftsmacht werden dieses Problem nicht lösen. Mit unseren Politikstrategen und ihrer Vorstellung von "sozial ausgewogen", ist es auf lange Sicht denkbar, dass der Hunger auch an europäische und deutsche Türen klopfen wird. So stabil und demokratisch wie unsere selbsternannten Eliten Europa darstellen ... Sie sägen seit Jahrzehnten am Ast auf dem wir alle sitzen.
Das ist Sozialdarwinismus vom Feinsten. Die Schmack sind Sie.
In einer Welt wie der unseren, d.h. künstliche Düngererzeugung, große landwirtschaftliche Maschinen etc. ist es tatsächlich gut möglich noch eine weitere Milliarde Menschen zu ernähren. Wenn es wirklich gewollt ist, und wenn man bereit ist, den Preis dafür zu zahlen.
Ein weiteres Problem, neben dem Verbrennen von Lebensmitteln, nicht nur im Sprit, sondern auch um die Preise künstlich hochzuhalten, sind die Agrarsubventionen in der EU. Sie nehmen den Bauern aus Afrika die Chance auf einen fairen Preis auf dem Weltmarkt. Subventionen werden fast immer verurteilt, außer die Auswirkungen treffen die Menschen auf der anderen Seite der Erde.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf respektlose Äußerungen. Danke. Die Redaktion/wg
Denn Mutter Erde ist in der Lage noch mehr Kinder zu versorgen. Das Problem liegt darin begründet das wir Europäer die sog. dritte Welt mit unseren Hybrid Erfindungen beglücken müssen. Die alles nur nicht an die natürlichen Gegebenheiten angepasst sind wir verdrängen bewusst einheimisches Saatgut mit der Folge das die Bauern mit nicht tauglichen Hybrid-Saatgut beglückt werden und nachher erstens keine Erträge erzielen und zweitens noch mehr Saatgut bein freundlichen Europäer oder Amerikaner kaufen müssen und drittens aufgrund dieser Probleme Ihre Pacht nicht mehr zahlen können und viertens natürlich beim freundlichen Mikro-kredit-institut ein Darlehen zu 300% Zinsen erhalten.
Die alten Saatgutrassen in Indien waren aufgrund der Erfahrung Ihrer Züchter basierend auf einen Jahrhundert dauernden Erfahrungsschatz genau den Gegebenheiten von Flut aber auch Trockenheit angepasst sie lieferten zwar keine Massenerträge aber sie lieferten Erträge die niemand Hunger leiden lies!
Ein weiteres spezielles auf Indien bezogenes Problem stellt deren Kastensystem da und die Großgrundbesitzer sowie die Händler die Ihren Nachwuchs auf die Unis schickten tja und nun sind das zum großen Teil Broker oder Trader und spekulieren.
Ähnliches spielt sich in Afrika ab wo wir mit unseren Hühnern dort den Markt überfluten einheimische Züchter verdrängen.
Das Problem ist ein Verdrängungsprofit und auch auf den kann man spekulieren Stichworte Landgrabbing und das passiert überall auf Mutter Erde
Die Vorraussetzungen für hohe Geburtenraten sind bekannt?
Viele Kinder werden genau da geboren, wo viele Kinder sterben UND kein anderes Modell zur Altersversorgung existiert als die eigenen Kinder. Viele Kinder werden da geboren, wo besonders die Frauen keinen oder nur unzureichenden Zugang zu Bildung, Empfängnisverhütung und eigener Geschäftsfähigkeit haben. Dort, wo es keinen Zugang zu sauberem Wasser und medizinischer Versorgung gibt.
Hohe Geburtenraten sind Symptom der maßlosen Ungleichverteilung, nicht Ursache. Aber: die reichen Länder der Erde arbeiten daran, daß Überbevölkerung alsbald zur Ursache erklärt werden kann. Das Leid hinter an vermeidbaren Erkrankungen und Hunger verreckenden Kindern, übrigens alle 3 Sekunden eins unter 5 Jahren, ist ja schön weit weg und interessiert hier nicht weiter. Sie nennen das gar 'Natur'.
Die Nahrungskrise ist auch das Resultat der jahrzehntelangen Vernachlässigung der ländlichen Entwicklung. Während wir hier die Hälfte aller Lebensmittel wegwerfen, ist in größeren Teilen der Welt nicht mal die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln sicher. Es gibt oft kein Wissen, wie sich der Anbau verschiedener Pflanzen zur Vermeidung von Pestiziden, Dünger, Bodenauslaugung ergänzen läßt, kein Wissen über sparsame Bewässerung, über den Anbau von Cash-Crops, die Kleinbauern wenigstens etwas Geld einbringt. Kein Wissen, wie auf Versteppung, Klimawandel, Saatgutmafia zu reagieren wäre.
'Gesundschrumpfen' müssen die reichen Länder: ihre Gier!
Was für eine verachtungswerte Ansicht!
"Der Planet kann weder hinreichend Futter für so viele Menschen durchgehend garantieren(...)".
Bei uns werden die Hälfte aller produzierten Lebensmittel entsorgt(Anstatt sie zum Beispiel der Tafel zu spenden).
Bei richtiger Verwendung unserer Agrarflächen würde das Essen für nahe 9 Mia. reichen, allerdings würde der Preis von Getreide und Co. dann rapide sinken, da sich das Angebot vergrößern würde.
Kurz gesagt verhungert ein wesentlicher Teil der Kinder in der dritten Welt an der Geldgeilheit unserer Gesellschaft.
Noch eine kleine Frage:
Würden Sie auch noch so etwas erzählen, wenn sie selbst in der Lage wären, in der sich Millionen in Afrika befinden?
Würden sie sagen-kurz vorm verhungern-:
Naja, ich tu den anderen damit einen Gefallen?
Ich glaube eher nicht!
"Übrigens : Wenn die deutsche Bevölkerung unter 40 Mio läge, hätten wir Vollbeschäftigung. Jeder hätte ein Häusle mit Garten, keine Staus, kein Umweltproblem,... "
lol das ist einfach die köstlichste Milchmädchenrechnung, von der ich jemals gehört habe...
in ihrem Traumwunderland wird alles wahr, sie müssen nur dran glauben ;)
dass Sie für diesen Beitrag von allen Seiten auf die Hörner genommen werden; dass die einen geifern, weil Sie die Wiege der Übervölkerung in der Dritten Welt sehen, und die anderen, weil Sie es wagen, das Heilige Deutschland schrumpfen zu wollen ("Wer soll denn dann bloß unsere Renten bezahlen?").
Nun, globalworx: Sie haben im Wesentlichen recht.
Als angeblich vernunftbegabtes Wesen könnte der Mensch ja selbst rechtzeitig regulierend eingreifen - unsere dem Zeitgeist verpflichtete Politik ("Kinder, Kinder!") arbeitet leider dagegen. (Übrigens: Ich liebe meine Enkel über alles. Und ich fürchte das, was ihnen als Erwachsenen auf dem noch überfüllteren Globus droht.)
Die Erwartung einiger Ihrer Kritiker, "Mutter Erde" könne noch weit mehr Menschen ernähren, ist geradezu mitleidheischend naiv angesichts der Tatsache, dass um die verfügbaren Anbauflächen in sehr wenigen Jahrzehnten nicht nur der erhöhte Nahrungsmittelbedarf, sondern auch die globale Energieerzeugung konkurrieren wird - Uran und fossile Ressourcen reichen bekanntlich nicht mehr weit. Ich fürchte, "Mutter Erde" wird ganz emotionslos zuschauen, wie die Krone der Schöpfung sich im Krieg um die letzten Uran-, Öl- und Gasvorräte gegenseitig massakriert. Die Überlebenden werden (vielleicht) gestärkt daraus hervorgehen.
schwarzen Peter zu zuspielen. Habe ich lange nicht mehr gelesen, das Argument der Überbevölkerung. Es ist wie Überalterung, "überqualifiziert" überflüssig, weil das eigentliche Übel verschleiert wird.
Noch hat Afrika nicht die europäische oder asiatische Bevölkerungsdichte je km² erreicht. Die ungestrafte Problemverschiebepolitk der Industriestaaten und das gnadenlose Ausnutzen ihrer Wirtschaftsmacht werden dieses Problem nicht lösen. Mit unseren Politikstrategen und ihrer Vorstellung von "sozial ausgewogen", ist es auf lange Sicht denkbar, dass der Hunger auch an europäische und deutsche Türen klopfen wird. So stabil und demokratisch wie unsere selbsternannten Eliten Europa darstellen ... Sie sägen seit Jahrzehnten am Ast auf dem wir alle sitzen.
Das ist Sozialdarwinismus vom Feinsten. Die Schmack sind Sie.
In einer Welt wie der unseren, d.h. künstliche Düngererzeugung, große landwirtschaftliche Maschinen etc. ist es tatsächlich gut möglich noch eine weitere Milliarde Menschen zu ernähren. Wenn es wirklich gewollt ist, und wenn man bereit ist, den Preis dafür zu zahlen.
Ein weiteres Problem, neben dem Verbrennen von Lebensmitteln, nicht nur im Sprit, sondern auch um die Preise künstlich hochzuhalten, sind die Agrarsubventionen in der EU. Sie nehmen den Bauern aus Afrika die Chance auf einen fairen Preis auf dem Weltmarkt. Subventionen werden fast immer verurteilt, außer die Auswirkungen treffen die Menschen auf der anderen Seite der Erde.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf respektlose Äußerungen. Danke. Die Redaktion/wg
Denn Mutter Erde ist in der Lage noch mehr Kinder zu versorgen. Das Problem liegt darin begründet das wir Europäer die sog. dritte Welt mit unseren Hybrid Erfindungen beglücken müssen. Die alles nur nicht an die natürlichen Gegebenheiten angepasst sind wir verdrängen bewusst einheimisches Saatgut mit der Folge das die Bauern mit nicht tauglichen Hybrid-Saatgut beglückt werden und nachher erstens keine Erträge erzielen und zweitens noch mehr Saatgut bein freundlichen Europäer oder Amerikaner kaufen müssen und drittens aufgrund dieser Probleme Ihre Pacht nicht mehr zahlen können und viertens natürlich beim freundlichen Mikro-kredit-institut ein Darlehen zu 300% Zinsen erhalten.
Die alten Saatgutrassen in Indien waren aufgrund der Erfahrung Ihrer Züchter basierend auf einen Jahrhundert dauernden Erfahrungsschatz genau den Gegebenheiten von Flut aber auch Trockenheit angepasst sie lieferten zwar keine Massenerträge aber sie lieferten Erträge die niemand Hunger leiden lies!
Ein weiteres spezielles auf Indien bezogenes Problem stellt deren Kastensystem da und die Großgrundbesitzer sowie die Händler die Ihren Nachwuchs auf die Unis schickten tja und nun sind das zum großen Teil Broker oder Trader und spekulieren.
Ähnliches spielt sich in Afrika ab wo wir mit unseren Hühnern dort den Markt überfluten einheimische Züchter verdrängen.
Das Problem ist ein Verdrängungsprofit und auch auf den kann man spekulieren Stichworte Landgrabbing und das passiert überall auf Mutter Erde
Die Vorraussetzungen für hohe Geburtenraten sind bekannt?
Viele Kinder werden genau da geboren, wo viele Kinder sterben UND kein anderes Modell zur Altersversorgung existiert als die eigenen Kinder. Viele Kinder werden da geboren, wo besonders die Frauen keinen oder nur unzureichenden Zugang zu Bildung, Empfängnisverhütung und eigener Geschäftsfähigkeit haben. Dort, wo es keinen Zugang zu sauberem Wasser und medizinischer Versorgung gibt.
Hohe Geburtenraten sind Symptom der maßlosen Ungleichverteilung, nicht Ursache. Aber: die reichen Länder der Erde arbeiten daran, daß Überbevölkerung alsbald zur Ursache erklärt werden kann. Das Leid hinter an vermeidbaren Erkrankungen und Hunger verreckenden Kindern, übrigens alle 3 Sekunden eins unter 5 Jahren, ist ja schön weit weg und interessiert hier nicht weiter. Sie nennen das gar 'Natur'.
Die Nahrungskrise ist auch das Resultat der jahrzehntelangen Vernachlässigung der ländlichen Entwicklung. Während wir hier die Hälfte aller Lebensmittel wegwerfen, ist in größeren Teilen der Welt nicht mal die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln sicher. Es gibt oft kein Wissen, wie sich der Anbau verschiedener Pflanzen zur Vermeidung von Pestiziden, Dünger, Bodenauslaugung ergänzen läßt, kein Wissen über sparsame Bewässerung, über den Anbau von Cash-Crops, die Kleinbauern wenigstens etwas Geld einbringt. Kein Wissen, wie auf Versteppung, Klimawandel, Saatgutmafia zu reagieren wäre.
'Gesundschrumpfen' müssen die reichen Länder: ihre Gier!
Was für eine verachtungswerte Ansicht!
"Der Planet kann weder hinreichend Futter für so viele Menschen durchgehend garantieren(...)".
Bei uns werden die Hälfte aller produzierten Lebensmittel entsorgt(Anstatt sie zum Beispiel der Tafel zu spenden).
Bei richtiger Verwendung unserer Agrarflächen würde das Essen für nahe 9 Mia. reichen, allerdings würde der Preis von Getreide und Co. dann rapide sinken, da sich das Angebot vergrößern würde.
Kurz gesagt verhungert ein wesentlicher Teil der Kinder in der dritten Welt an der Geldgeilheit unserer Gesellschaft.
Noch eine kleine Frage:
Würden Sie auch noch so etwas erzählen, wenn sie selbst in der Lage wären, in der sich Millionen in Afrika befinden?
Würden sie sagen-kurz vorm verhungern-:
Naja, ich tu den anderen damit einen Gefallen?
Ich glaube eher nicht!
"Übrigens : Wenn die deutsche Bevölkerung unter 40 Mio läge, hätten wir Vollbeschäftigung. Jeder hätte ein Häusle mit Garten, keine Staus, kein Umweltproblem,... "
lol das ist einfach die köstlichste Milchmädchenrechnung, von der ich jemals gehört habe...
in ihrem Traumwunderland wird alles wahr, sie müssen nur dran glauben ;)
dass Sie für diesen Beitrag von allen Seiten auf die Hörner genommen werden; dass die einen geifern, weil Sie die Wiege der Übervölkerung in der Dritten Welt sehen, und die anderen, weil Sie es wagen, das Heilige Deutschland schrumpfen zu wollen ("Wer soll denn dann bloß unsere Renten bezahlen?").
Nun, globalworx: Sie haben im Wesentlichen recht.
Als angeblich vernunftbegabtes Wesen könnte der Mensch ja selbst rechtzeitig regulierend eingreifen - unsere dem Zeitgeist verpflichtete Politik ("Kinder, Kinder!") arbeitet leider dagegen. (Übrigens: Ich liebe meine Enkel über alles. Und ich fürchte das, was ihnen als Erwachsenen auf dem noch überfüllteren Globus droht.)
Die Erwartung einiger Ihrer Kritiker, "Mutter Erde" könne noch weit mehr Menschen ernähren, ist geradezu mitleidheischend naiv angesichts der Tatsache, dass um die verfügbaren Anbauflächen in sehr wenigen Jahrzehnten nicht nur der erhöhte Nahrungsmittelbedarf, sondern auch die globale Energieerzeugung konkurrieren wird - Uran und fossile Ressourcen reichen bekanntlich nicht mehr weit. Ich fürchte, "Mutter Erde" wird ganz emotionslos zuschauen, wie die Krone der Schöpfung sich im Krieg um die letzten Uran-, Öl- und Gasvorräte gegenseitig massakriert. Die Überlebenden werden (vielleicht) gestärkt daraus hervorgehen.
die Spekulanten nicht die Ursache sind, so heißt das nicht, dass diese nicht mit aller Härte bekämpft werden müssen. Denn:
Jeder Spekulant ist eine Schmach für die Welt.
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