IWF Schwellenländer revoltieren gegen Führungsanspruch Europas
Bisher hatten sie Kritik nur vereinzelt geäußert. Nun fordern Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika gemeinsam mehr Macht bei der Besetzung des IWF-Chefpostens.
Der neue Direktor des Internationalen Währungsfonds sollte nach Ansicht der fünf wichtigsten Schwellenländer nicht automatisch aus Europa kommen. Eine entsprechende ungeschriebene Regel sollte abgeschafft werden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von fünf IWF-Direktoren aus China, Brasilien, Indien, Südafrika und Russland. Nicht die Nationalität, sondern die Fähigkeiten sollten den Ausschlag geben.
Die Erklärung ist ein Paukenschlag in der Debatte um die Nachfolge des zurückgetretenen IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn. Die Personalfrage ist längst zum Machtkampf zwischen alten Industrienationen und aufstrebenden Wirtschaftsmächten geworden. Der IWF-Spitzenposten wurde bislang traditionell mit einem Europäer besetzt. Zurzeit gilt die französische Finanzministerin Christine Lagarde als Favoritin für den Posten. Medienberichten zufolge will sie in Kürze offiziell ihre Kandidatur bekannt geben.
Wenige Stunden vor der gemeinsamen Kritik der Schwellenländer hatte die französische Regierung erklärt, dass Lagarde die Unterstützung Chinas habe. Auch der bisherige IWF-Chef Strauss-Kahn ist Franzose. Er soll Ermittlungen zufolge versucht haben, in einem New Yorker Hotel ein Zimmermädchen vergewaltigt zu haben. Er wartet nun in den USA auf den Beginn der Gerichtsverhandlung gegen ihn.
Die fünf Schwellenländer, kurz auch Brics genannt, fordern in ihrer gemeinsamen Erklärung, die "überflüssig" gewordene Praxis aufzugeben. "Die Abmachung, dass die Auswahl des Direktors in der Praxis auf der Basis der Nationalität getroffen wird, untergräbt die Legitimität des Fonds", hieß es weiter.
Die jüngste Finanzkrise unterstreiche die Notwendigkeit, Entwicklungsländer in die Führung des IWF einzubeziehen, erklärte die Gruppe. Die Führung solle in einem "wahrhaft transparenten Wettbewerb auf der Basis von Verdiensten" gewählt werden und die Prozedur dazu führen, "dass die kompetenteste Persönlichkeit zum Direktor bestimmt wird, unabhängig von seiner oder ihrer Nationalität".
Die Erklärung der Brics verleiht dem G-8-Gipfel im französischen Deauville am Donnerstag und Freitag neue Brisanz. Dort kommen die sieben größten Industriestaaten mit Russland zusammen, das einst als Entschädigung für den Verlust des Supermacht-Status nach dem Kalten Krieg in dem Kreis mitmachen durfte und sich nun in neuer wirtschaftlicher Macht sonnt. Die europäischen Staats- und Regierungschefs dürften bei dem Treffen zum Thema IWF einige Fragen an Russlands Präsident Dmitrij Medwedjew zu stellen haben.
- Datum 25.05.2011 - 09:29 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, AFP
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Konglomerat von Nationen sollte wohl von denen geführt werden, die mit der freien Wirtschaft die meisten Erfahrungen haben und nicht erst vor kurzem die Stufe von Misereor Hilfslieferungsempfängern verlassen haben!
dieser Forderung ist, daß die Schwellenländer keine Lust mehr haben, sich an den diversen "Rettungspaketen" für die europäischen PIIGS-Staaten zu beteiligen. Die meinen doch allen Ernstes, daß die Europäer ihre eigenen Schulden doch bitte schön selbst bezahlen sollen.
Was nutzt der ganze IWF, wenn das Geld am Ende wieder dort landet, wo es hauptsächlich herkommt?
Das Euro-Disaster und das Versagen der verantwortlichen Politiker (Kohl, Waigl, Merkel, Schäuble....) geht schließlich nicht auf deren Kappe!
Uns mag man etwas vom Pferd erzählen, doch in diesen Ländern berichten die Medien unvoreingenommen!
Die BRIC Staaten schotten ihre Märkte gegen unliebsame Konkurenz doch gnadenlos ab. Unternehmen aus anderen Länder müssen sich das Wohlwollen der Regierungen erkaufen. Außerdem Manipulieren diese Staaten ihre Wechselkurse, um den Export zu fördern. Die machen genau das Gegenteil, was der IWF bei den Schuldenstaaten durchsetzt, nähmlich freien Welthandel. Ein BRIC Chef wird nur versuchen die Exporte der BRIC Staaten weiter zu fördern.
Sie schreiben:
"Die BRIC Staaten Schotten ihre eigenen Märkte ab. Die BRIC Staaten schotten ihre Märkte gegen unliebsame Konkurenz doch gnadenlos ab. Unternehmen aus anderen Länder müssen sich das Wohlwollen der Regierungen erkaufen..."
Nanu, dieses Verhalten kenne ich doch irgendwoher? Wie war das nochmal mit der alten "Weltwirtschaftsordnung"? Wer hat den Jahrzehnte im wahrsten Sinne des Wortes im Dreck "überlebt" und soziales Elend hingenommen?
Bis heute trickst das Merkel-Regime, dass sich die Balken biegen. Nur mal ein Beispiel:
Nach wie vor erhält China enorme Summen "Entwicklungshilfe" aus Deutschland, nur der Irak erhält mehr - entgegen der Ankündung Dirk Niebels (FDP) im Oktober 2009. Da wird der reinste "Etikettenschwindel" zu Lasten der wirkich bedürftigen betrieben.
So etwa sind die Staatlichen Förderbanken KfW und DEG weiterhin mit Entwicklungsdarlehen in China tätig – auch deswegen, weil es der Bundesregierung hilft, ihrer Selbstverpflichtung, den Anteil der ODA am BSP zu verdoppeln, auf diese Weise nachkommen zu können. So dient China nach außen weiterhin als Empfängerland, während man offiziell das Ende der Entwicklungszusammenarbeit vorgaukelt.
Die armen "Schotten" können nichts dafür.Ansonsten stimme ich zu.
Saluti
il toscano
....die Märkte auch und vermutlich mit weit weniger Grund. Dort leben schließlich sehr arme Menschen deren Landwirtschaft viel wichtiger ist für das Überleben der Leute als bei uns. Trotzdem führen wir ein Politik, die die dortige Landwirtschaft untergräbt. Viele Produkte dürfen wir hier nicht einführen und wir diskriminieren gegen sie in vielfacher Weise.
Sie schreiben:
"Die BRIC Staaten Schotten ihre eigenen Märkte ab. Die BRIC Staaten schotten ihre Märkte gegen unliebsame Konkurenz doch gnadenlos ab. Unternehmen aus anderen Länder müssen sich das Wohlwollen der Regierungen erkaufen..."
Nanu, dieses Verhalten kenne ich doch irgendwoher? Wie war das nochmal mit der alten "Weltwirtschaftsordnung"? Wer hat den Jahrzehnte im wahrsten Sinne des Wortes im Dreck "überlebt" und soziales Elend hingenommen?
Bis heute trickst das Merkel-Regime, dass sich die Balken biegen. Nur mal ein Beispiel:
Nach wie vor erhält China enorme Summen "Entwicklungshilfe" aus Deutschland, nur der Irak erhält mehr - entgegen der Ankündung Dirk Niebels (FDP) im Oktober 2009. Da wird der reinste "Etikettenschwindel" zu Lasten der wirkich bedürftigen betrieben.
So etwa sind die Staatlichen Förderbanken KfW und DEG weiterhin mit Entwicklungsdarlehen in China tätig – auch deswegen, weil es der Bundesregierung hilft, ihrer Selbstverpflichtung, den Anteil der ODA am BSP zu verdoppeln, auf diese Weise nachkommen zu können. So dient China nach außen weiterhin als Empfängerland, während man offiziell das Ende der Entwicklungszusammenarbeit vorgaukelt.
Die armen "Schotten" können nichts dafür.Ansonsten stimme ich zu.
Saluti
il toscano
....die Märkte auch und vermutlich mit weit weniger Grund. Dort leben schließlich sehr arme Menschen deren Landwirtschaft viel wichtiger ist für das Überleben der Leute als bei uns. Trotzdem führen wir ein Politik, die die dortige Landwirtschaft untergräbt. Viele Produkte dürfen wir hier nicht einführen und wir diskriminieren gegen sie in vielfacher Weise.
Sie schreiben:
"Die BRIC Staaten Schotten ihre eigenen Märkte ab. Die BRIC Staaten schotten ihre Märkte gegen unliebsame Konkurenz doch gnadenlos ab. Unternehmen aus anderen Länder müssen sich das Wohlwollen der Regierungen erkaufen..."
Nanu, dieses Verhalten kenne ich doch irgendwoher? Wie war das nochmal mit der alten "Weltwirtschaftsordnung"? Wer hat den Jahrzehnte im wahrsten Sinne des Wortes im Dreck "überlebt" und soziales Elend hingenommen?
Bis heute trickst das Merkel-Regime, dass sich die Balken biegen. Nur mal ein Beispiel:
Nach wie vor erhält China enorme Summen "Entwicklungshilfe" aus Deutschland, nur der Irak erhält mehr - entgegen der Ankündung Dirk Niebels (FDP) im Oktober 2009. Da wird der reinste "Etikettenschwindel" zu Lasten der wirkich bedürftigen betrieben.
So etwa sind die Staatlichen Förderbanken KfW und DEG weiterhin mit Entwicklungsdarlehen in China tätig – auch deswegen, weil es der Bundesregierung hilft, ihrer Selbstverpflichtung, den Anteil der ODA am BSP zu verdoppeln, auf diese Weise nachkommen zu können. So dient China nach außen weiterhin als Empfängerland, während man offiziell das Ende der Entwicklungszusammenarbeit vorgaukelt.
Da gebe ich Ihnen Recht. Wie man es auch dreht und wendet, die Regierung hat Mist gebaut. Immerhin ist das auch eine Leistung alles schon so verkorkst zu haben, dass es gar nicht mehr gut enden kann.
Aber so oder so bin ich wie Beebo (#4) der Meinung jemand, der beim IWF was zu sagen haben will, sollte wenigstens schonmal mit guten Beispiel vorangegangen sein. Außerdem sollte beim IWF (wie auch sonst) der etwas zu sagen haben, der am meisten engagiert ist. Vielleicht hätte besser im IWF investiert statt in amerikanische Staatsanleihen, wenn man jetzt plötzlich so versessen auf mehr Mitsprache ist. Und überhaupt - Statt Führungsanspruch da zu fordern wo es total unnötig ist sollte man ihn lieber da fordern wo er nötig ist zum Beispiel da, wo (ich greif mal wild wen raus) Amerika bereits erwiesener Maßen versagt hat und nicht beim IWF wo immer alles super gelaufen ist. Zumal die Schwellenländer schon in reichlich Institutionen vertreten sind aber nicht besonders viel Verantwortungsbewustsein bewiesen haben z.B. im Weltsicherheitsrat.
Da gebe ich Ihnen Recht. Wie man es auch dreht und wendet, die Regierung hat Mist gebaut. Immerhin ist das auch eine Leistung alles schon so verkorkst zu haben, dass es gar nicht mehr gut enden kann.
Aber so oder so bin ich wie Beebo (#4) der Meinung jemand, der beim IWF was zu sagen haben will, sollte wenigstens schonmal mit guten Beispiel vorangegangen sein. Außerdem sollte beim IWF (wie auch sonst) der etwas zu sagen haben, der am meisten engagiert ist. Vielleicht hätte besser im IWF investiert statt in amerikanische Staatsanleihen, wenn man jetzt plötzlich so versessen auf mehr Mitsprache ist. Und überhaupt - Statt Führungsanspruch da zu fordern wo es total unnötig ist sollte man ihn lieber da fordern wo er nötig ist zum Beispiel da, wo (ich greif mal wild wen raus) Amerika bereits erwiesener Maßen versagt hat und nicht beim IWF wo immer alles super gelaufen ist. Zumal die Schwellenländer schon in reichlich Institutionen vertreten sind aber nicht besonders viel Verantwortungsbewustsein bewiesen haben z.B. im Weltsicherheitsrat.
Die BRICS sollten lieber schauen,dass sie mehr Ordnung und Demokratie in ihre Staats(un)wesen bringen -dann erst sollte man darüber reden.
Cartellino rosso!
Die armen "Schotten" können nichts dafür.Ansonsten stimme ich zu.
Saluti
il toscano
....die Märkte auch und vermutlich mit weit weniger Grund. Dort leben schließlich sehr arme Menschen deren Landwirtschaft viel wichtiger ist für das Überleben der Leute als bei uns. Trotzdem führen wir ein Politik, die die dortige Landwirtschaft untergräbt. Viele Produkte dürfen wir hier nicht einführen und wir diskriminieren gegen sie in vielfacher Weise.
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