Währungskrise EU und Griechenland dementieren Bericht über Euro-Austritt
Einige EU-Finanzminister treffen sich, um über die Lage Griechenlands zu diskutieren. Gerüchte über einen Euro-Austritt wurden bestritten, die Währung stürzt dennoch ab.
© Louisa Gouliamaki/AFP/Getty Images

Der griechische Premierminister Giorgos Papandreou (Archiv)
Die Finanzminister einiger Euro-Länder haben EU-Kreisen zufolge am Freitagabend bei einem Treffen in Luxemburg über die Schuldenkrise in Griechenland und Portugal beraten. Es gebe aber keinen Plan zur Umschuldung der griechischen Staatsschulden. "Es geht um Portugal, Griechenland und die Europäische Zentralbank", sagte ein mit dem Vorgang Vertrauter vor dem Termin. Solche Treffen im kleinen Kreis seien nichts Neues. "Alle sind gleich, aber manche sind gleicher als andere."
Spiegel Online hatte berichtet, dass die griechische Regierung angesichts der Schuldenkrise erwäge, den Euro aufzugeben und wieder eine eigene Währung einzuführen. Deshalb habe die EU-Kommission die Euro-Finanzminister zu einem Krisentreffen in Luxemburg geladen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble wolle die Griechen unter allen Umständen von dem Schritt abhalten.
Spiegel Online berief sich auf EU-Kreise, deren Informationen zufolge Schäuble und seine Amtskollegen aus Frankreich, den Niederlanden und Finnland an der Zusammenkunft teilnehmen. Auch von Koalitionskreisen in Berlin sei bestätig worden, dass die Sitzung in Luxemburg stattfinde und Schäuble sowie Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen daran teilnähmen.
Die EU-Kommission wies jedoch Berichte zurück, wonach Vertreter der Euro-Gruppe am Freitagabend zu einem Krisentreffen in Luxemburg zusammenkämen, um über einen möglichen Austritt Griechenlands aus dem Euro zu beraten. "Ich weiß davon nichts", sagte ein Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn.
"Es gibt kein Treffen in Luxemburg", formulierte es der Sprecher des Vorsitzenden der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker. "Das sind Gerüchte ohne Substanz." Auch aus Griechenland wurde der Bericht zurückgewiesen. "Wir dementieren es vehement", heißt es nach Angaben der Nachrichtenagentur ANA in einer schriftlichen Erklärung des Finanzministeriums. "Derartige Berichte untergraben die Bemühungen Griechenlands und dienen nur den Spekulanten", sagte eine Quelle aus dem Umfeld von Regierungschef Giorgos Papandreou.
Das französische Finanzministerium bezeichnete den Bericht als "vollkommen frei erfunden". Das deutsche Finanzministerium wollte sich zu dem Bericht gegenüber ZEIT ONLINE zunächst nicht äußern. Auf dem internationalen Währungsmarkt löste die Nachricht ein Absacken der Gemeinschaftswährung aus.
- Datum 06.05.2011 - 22:03 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters
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Da ist ja der Richtige dabei. Er war ein starker Motor bei der Deregulierung der Finanz"märkte" mit guten Kontakten zur entsprechenden "Industrie". Zum Dank durfte er unter Schwarz-gelb Staatssekretär im Finanzministerium bleiben.
Genau wie 1) mal wieder dabei, der Chefderegulierer, der Mitverursacher der Kreditkrise, Befürworter der ungebremsten Hedgefonds, Finanzmarktföderungsgesetze usw., usw., Die grauen Männer, die, die gerne im Hintergrund die Strippen ziehen, sind eine ungleich größere Gefahr als die Ackermänner.
Genau wie 1) mal wieder dabei, der Chefderegulierer, der Mitverursacher der Kreditkrise, Befürworter der ungebremsten Hedgefonds, Finanzmarktföderungsgesetze usw., usw., Die grauen Männer, die, die gerne im Hintergrund die Strippen ziehen, sind eine ungleich größere Gefahr als die Ackermänner.
...wird bestimmt nicht von einigen EU-Finanzministern auf einem Wochenendmeeting in Luxemburg entschieden.
Das entscheiden ganz andere Kaliber.
... wenn die Herren Schäuble und Asmussen (der garantiert vorher sein Handy auflädt) bei so einer Zusammenkunft sind, von der Jean-Claude Juncker sagt:"Es gibt kein Treffen in Luxemburg. ... Das sind Gerüchte ohne Substanz."
Und wenn auch noch Griechenland dementiert, wird die Angelegenheit wahrscheinlich teuer.
Wir dürfen uns also wohl darauf einstellen, dass die Griechen noch einen ordentlichen Zuschlag bekommen, um nichts zu unternehmen, was den Euro schwer schädigt.
Und die Alternativlosigkeit kann dann wieder einmal Kanzlerin Merkel verkünden. Bei ihrer Übung darin geht ihr das ganz glatt von den Lippen.
Kai Hamann
... wenn die Herren Schäuble und Asmussen (der garantiert vorher sein Handy auflädt) bei so einer Zusammenkunft sind, von der Jean-Claude Juncker sagt:"Es gibt kein Treffen in Luxemburg. ... Das sind Gerüchte ohne Substanz."
Und wenn auch noch Griechenland dementiert, wird die Angelegenheit wahrscheinlich teuer.
Wir dürfen uns also wohl darauf einstellen, dass die Griechen noch einen ordentlichen Zuschlag bekommen, um nichts zu unternehmen, was den Euro schwer schädigt.
Und die Alternativlosigkeit kann dann wieder einmal Kanzlerin Merkel verkünden. Bei ihrer Übung darin geht ihr das ganz glatt von den Lippen.
Kai Hamann
...einmal das Dementi. Da sind so viele Falschaussagen und falsche Aussagen im Zusammenhang Euro, Europa und Finanzkrise unterwegs, dass man keiner Aussagen glauben kann.
Wenn jemand aus dem Euro austritt, ist das Deutschland. Alles andere wäre kontraproduktiv.
Sonst wiederholt sich das Spielchen aus Nieder-exportieren, Überschulden, Ausscheiden bei einem nach dem anderen der schwachen Euro-Länder. Zu so viel Masochismus haben die wenigsten Lust.
Mit dem Austritt Deutschlands wird auch vermieden, dass die Griechen, Portugiesen, Belgier etc. Euro-Schulden haben, die sie mit einer eigenen aber ständig in Abwertung befindlichen Währung, bis zum Sankt Nimmerleinstag nicht zurückzahlen können.
Wenn Deutschland raus geht, kann der Euro gegenüber der Mark abwerten und die Schuldner kommen in eine Lage, die Euroschulden tatsächlich abzahlen zu können.
Wenn jemand aus dem Euro austritt, ist das Deutschland. Alles andere wäre kontraproduktiv.
Sonst wiederholt sich das Spielchen aus Nieder-exportieren, Überschulden, Ausscheiden bei einem nach dem anderen der schwachen Euro-Länder. Zu so viel Masochismus haben die wenigsten Lust.
Mit dem Austritt Deutschlands wird auch vermieden, dass die Griechen, Portugiesen, Belgier etc. Euro-Schulden haben, die sie mit einer eigenen aber ständig in Abwertung befindlichen Währung, bis zum Sankt Nimmerleinstag nicht zurückzahlen können.
Wenn Deutschland raus geht, kann der Euro gegenüber der Mark abwerten und die Schuldner kommen in eine Lage, die Euroschulden tatsächlich abzahlen zu können.
...reiner finanzieller Selbstmord,denn falls die Griechen die Eurozone verlassen würden und die Drachme wieder einführen,dann wären erstens ihre Schulden so gut wie unbezahlbar und zweitens würde sich die Drachme gewaltig gegenüber dem Euro abwerten und somit den Wert von griechischen Staatsanleihen massiv senken.
Vielleicht wäre es besser wenn die griechen Kreta oder Saloniki an die Chinesen,Inder oder Russen verkaufen würden.(Die Russen haben ja Alaska an die Amis für ein Butterbrot verramscht.)
Es wäre die billigste und eleganteste Lösung. Raus aus dem Euro und Default. Kapitalschnitt von 90%. Da wächst die Wirtschaft im Nu wieder. Wo wäre das Problem?
Es wäre die billigste und eleganteste Lösung. Raus aus dem Euro und Default. Kapitalschnitt von 90%. Da wächst die Wirtschaft im Nu wieder. Wo wäre das Problem?
...sollten sie? Für Griechenland würde es wenig Sinn machen, jetzt den Rettungsschirm zu verlassen und das Währungssystem, das ihnen auf dem Kapitalmarkt noch halbwegs tragbare Konditionen liefert. Auf alle Fälle im Vergleich zu dem, was ihnen mit der Drachme auf Jahre blühen würde. Wundern würde es mich dann allerdings doch, wie der Spiegel auf so was kommt, falls es sich tatsächlich als Gerücht entpuppen sollte, wie ich vermute.
"Für Griechenland würde es wenig Sinn machen, jetzt den Rettungsschirm zu verlassen und das Währungssystem, das ihnen auf dem Kapitalmarkt noch halbwegs tragbare Konditionen liefert."
*lol* Griechenland steckt, dank der aufgezwungenen Sparmassnahmen, tief in der Rezession. Und angesichts der Verwerfungen im Euro-Clan kommen sie da nicht so leicht wieder raus. Arbeiten für die Zinsen von D und F, weil die eigene Wirtschaft nicht schnell genug konkurrieren konnte. Moderne Sklaverei sowas, wäre ich ein Grieche, ich wäre für den Austritt.
"Auf alle Fälle im Vergleich zu dem, was ihnen mit der Drachme auf Jahre blühen würde."
Die können sie dann wieder selbst drucken. Das mag die Importe massiv verteuern, aber dafür kann die Lokalwirtschaft erstmal wieder aufatmen. Ist nicht einfach gegen China, Indien und D usw. zu bestehen.
....ist es sinnvoll raus zu gehen. Dann können sie eine selbstständige Zins- und Währungspolitik machen. Die höhere Flexibilität würde die Länge der zu erwartenden Rezession um vermutlich 50% verkürzen.
"Für Griechenland würde es wenig Sinn machen, jetzt den Rettungsschirm zu verlassen und das Währungssystem, das ihnen auf dem Kapitalmarkt noch halbwegs tragbare Konditionen liefert."
*lol* Griechenland steckt, dank der aufgezwungenen Sparmassnahmen, tief in der Rezession. Und angesichts der Verwerfungen im Euro-Clan kommen sie da nicht so leicht wieder raus. Arbeiten für die Zinsen von D und F, weil die eigene Wirtschaft nicht schnell genug konkurrieren konnte. Moderne Sklaverei sowas, wäre ich ein Grieche, ich wäre für den Austritt.
"Auf alle Fälle im Vergleich zu dem, was ihnen mit der Drachme auf Jahre blühen würde."
Die können sie dann wieder selbst drucken. Das mag die Importe massiv verteuern, aber dafür kann die Lokalwirtschaft erstmal wieder aufatmen. Ist nicht einfach gegen China, Indien und D usw. zu bestehen.
....ist es sinnvoll raus zu gehen. Dann können sie eine selbstständige Zins- und Währungspolitik machen. Die höhere Flexibilität würde die Länge der zu erwartenden Rezession um vermutlich 50% verkürzen.
Chancengleichheit, Soziale Marktwirtschaft und Meinungsfreiheit... pah!
Eine handvoll exorbitaler Gierpropheten spielen Planwirtschaft und Kapitalbombardement. Das sind sie, unsere Weisen. Sie spekulieren mit den Knochen fremder Kinder und verpfänden die Nieren der Toten. Alles ist offen, es gibt für nichts ein Tabu - nur für eines: Das eigene Casino - der Neojudas.
Die Menschheit ist infiziert von einer Seuche, die alles umspannt. Selbst die Chirurgen, dessen Pflicht es wäre den plastischen Dämon des Verfalles zu exzidieren - denn das ist deren Pflicht für die Gegenleistung der Entmündigung der freien Menschen. Ein siechende Zombielarche kontrolliert und und macht jagt auf die letzten Ärzte...
folglich haben diejenigen, welche zuerst aussteigen und ihre Währungshoheit zurückgewinnen Vorteile. Die Diskussion über das Ende des Euros läuft inzwischen in fast allen Eurostaaten (in Deutschland hingegen nur sehr kurz, um dann der Policital Correctness wieder zum Opfer zu fallen), auch wenn die Eliten (noch) am Euro festhalten.
Wenn beide Parteien dementieren ist meistens etwas Wahres dran.
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