Nachfolgedebatte Warum der nächste IWF-Chef kein Europäer sein sollte
Dem Währungsfonds fehlt es an Glaubwürdigkeit, schreibt Ulrich Volz im Gastbeitrag. Der neue IWF-Chef muss deshalb die Unabhängigkeit der Organisation stärken.
Nach dem Rücktritt von Dominique Strauss-Kahn muss das Exekutivdirektorium des Internationalen Währungsfonds (IWF) zum vierten Mal seit 2000 einen neuen Geschäftsführenden Direktor wählen. Überdies muss sich der IWF nach einem Ersatz für John Lipsky umsehen, den ersten stellvertretenden Direktor und die Nummer zwei des Fonds: Lipsky hatte zwei Tage vor Strauss-Kahns Verhaftung bekannt gegeben, dass er keine zweite Amtszeit anstrebe, wenn die jetzige am 31. August endet.
Traditionell ist die Ernennung eines Kandidaten für den IWF-Chefposten eine europäische Angelegenheit: Nach informeller Absprache stand bisher immer ein Europäer an der Spitze des IWF, während die US-Regierung den Weltbank-Präsidenten und den ersten stellvertretenden Direktor des IWF bestimmte. Dieses Auswahlverfahren, das Nationalität und Fondsanteile über Qualifikation stellt, war den anderen Mitgliedsländern schon lange ein Dorn im Auge. Zudem hat es die weit verbreitete Überzeugung genährt, IWF und Weltbank hätten oft eher die Interessen ihrer größten Anteilseigner im Sinn als die aller Mitgliedsländer.
Er ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung "Weltwirtschaft und Entwicklungsfinanzierung" am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE)
Doch die bisherige Postenaufteilung dürfte sich nicht mehr so einfach fortführen lassen. Auf dem Londoner Gipfel im April 2009 bestätigten die Regierungschefs der G20-Staaten die zentrale Rolle des IWF im internationalen Finanzsystem und vereinbarten eine Verdreifachung seiner Reserven auf 750 Milliarden Dollar. Sie erklärten auch, dass die Führungskräfte der internationalen Finanzinstitutionen, also auch des IWF, in Zukunft in einem offenen, transparenten und leistungsbasierten Auswahlverfahren auszuwählen seien. Dieses Versprechen wird nun auf die Probe gestellt.
Zweifelsohne sollten bei der Besetzung des neuen IWF-Führungsteams fachliche Qualifikation und persönliche Integrität der Kandidaten im Vordergrund stehen. Aber auch Nationalität wird – wie immer bei der Besetzung wichtiger internationaler Positionen – wieder eine Rolle spielen. Gewiss gibt es in Europa einige hochqualifizierte Kandidatinnen und Kandidaten, die für den IWF-Chefposten in Frage kämen. Und die Europäer wären dringend darauf angewiesen, jemanden an der IWF-Spitze zu haben, der ihnen hilft, die Schuldenkrise in der Euro-Zone zu bewältigen. Aber muss das unbedingt ein Europäer sein?
Es gibt gute Gründe, warum der nächste IWF-Chef kein Europäer (und auch kein Amerikaner) sein sollte, egal, wie fähig und erfahren sie oder er auch sein mag. Der IWF hat im Verlauf der globalen Finanzkrise ein beachtliches Comeback erlebt und steht jetzt bei fast allen Diskussionen über die globale Finanzstabilität im Mittelpunkt. Dennoch fehlt es ihm in den Augen vieler seiner Mitglieder, insbesondere in den Entwicklungs- und Schwellenländern, an Glaubwürdigkeit. Sie muss dringend wiederhergestellt werden, damit der Fonds seinen Aufgaben als Hüter des globalen Finanzsystems gerecht werden kann.
- Datum 19.05.2011 - 16:51 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 15
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:






Warum es kein Europäer sein sollte? Ganz einfach. Anscheinend haben sich die Europäer(und Deutschen) auf Christine Legarde als neue IWF Präsidenten geeignigt.
http://www.ftd.de/politik...
Eine für die Zukunft Deutschlands schlimmere Wahl hätte man kaum treffen können.
Die Frau meinte Deutschland solle auf Teile seiner Exportüberschüssen verzichten.
http://www.spiegel.de/wir...
Die Frau hat ein zweifelhaftes Verhältnis zu Gesetzen offenbart, indem sie zugegeben hat, dass die EU Hilfen rechtswidrig waren.
http://de.reuters.com/art...
Gegen sie wird wegen des Verdachts der Veruntreuung von öffenlichen Geldern ermittelt.
http://www.handelsblatt.c...
Sie war maßgeblich daran beteiligt, dass die EZB mit ihrem franzözischen Präsidenten Trichet gegen ihre Satzung verstoßen und griechische Staatsanleihen gekauft hat. Daraufhin haben französische Banken ihre Schrottanleihen an die EZB abgestoßen und auf Kosten Deutschands (welches die EZB zu knapp 1/3 finanziert) ihre Bilanzen gereinigt. Deutschen Banken hingegen war es verboten Anleihen an die EZB zu verkaufen. Somit worden Schulden franzäsischer Banken direkt auf den deutschen Steuerzahler übertragen.
http://www.spiegel.de/wir...
Dass Merkel die Wahl Legardes unterstüzt zeigt wiedereinmal die Diletanz der Regieung und Kanzlerin. Nach dem Motto "nur die dümmsten Kälber wählen ihren Schlächter selbst". Wenn die europäische Lösung Legarde heißt, wird das Deutschland sehr teuer zu stehen kommen. Jeglicher nichteuropäische Kandidat wäre für Deutschlands vorteilhafter.
weiß schon was sie tut,
Erstens schießt sie somit Mr. Steinbrück ab, der ihr in einer solchen Position gefährlich werden könnte. Denn bei der Bundestagwahl 2013, kann sie sich drauf verlassen, dass der dt. Michel seinen Schlächter die CDU wiederwählt.
Zweitens, wenn sie immer noch glauben, dass Frau Merkel und ihre Gruppe von Politikschauspielern das Wohl des Landes im Auge haben, dann haben sie mit Verlaub den Knall noch nicht gehört.
Drittens bringt sie damit die Frogs in die Bredouille, was Herrn Dragi angeht, nicht vergessen EZB Wahlen stehen an. Denn was sie hier gesagt hat (http://www.zeit.de/wirtsc...) kann man aufgrund der kurz darauffolgenden Ereignisse
als Makulatur ansehen. Frau Merkel, ist die Opportunistin vor dem Herrn, denn sie wurde von den besten Manipulatoren und Propagandisten in Moskau geschult und die wussten besser wie das kapitalistische System funktioniert, als die die darin lebten.
weiß schon was sie tut,
Erstens schießt sie somit Mr. Steinbrück ab, der ihr in einer solchen Position gefährlich werden könnte. Denn bei der Bundestagwahl 2013, kann sie sich drauf verlassen, dass der dt. Michel seinen Schlächter die CDU wiederwählt.
Zweitens, wenn sie immer noch glauben, dass Frau Merkel und ihre Gruppe von Politikschauspielern das Wohl des Landes im Auge haben, dann haben sie mit Verlaub den Knall noch nicht gehört.
Drittens bringt sie damit die Frogs in die Bredouille, was Herrn Dragi angeht, nicht vergessen EZB Wahlen stehen an. Denn was sie hier gesagt hat (http://www.zeit.de/wirtsc...) kann man aufgrund der kurz darauffolgenden Ereignisse
als Makulatur ansehen. Frau Merkel, ist die Opportunistin vor dem Herrn, denn sie wurde von den besten Manipulatoren und Propagandisten in Moskau geschult und die wussten besser wie das kapitalistische System funktioniert, als die die darin lebten.
Exportüberschüssen verzichten."
Womit sie vollkommen recht hat.
Deutschlands Erfolgsrezept ist die Überschuldung der PIGS-Staaten. Diese Szenario war von Anfang an absehbar.
weiß schon was sie tut,
Erstens schießt sie somit Mr. Steinbrück ab, der ihr in einer solchen Position gefährlich werden könnte. Denn bei der Bundestagwahl 2013, kann sie sich drauf verlassen, dass der dt. Michel seinen Schlächter die CDU wiederwählt.
Zweitens, wenn sie immer noch glauben, dass Frau Merkel und ihre Gruppe von Politikschauspielern das Wohl des Landes im Auge haben, dann haben sie mit Verlaub den Knall noch nicht gehört.
Drittens bringt sie damit die Frogs in die Bredouille, was Herrn Dragi angeht, nicht vergessen EZB Wahlen stehen an. Denn was sie hier gesagt hat (http://www.zeit.de/wirtsc...) kann man aufgrund der kurz darauffolgenden Ereignisse
als Makulatur ansehen. Frau Merkel, ist die Opportunistin vor dem Herrn, denn sie wurde von den besten Manipulatoren und Propagandisten in Moskau geschult und die wussten besser wie das kapitalistische System funktioniert, als die die darin lebten.
"Und obwohl der Prozess, einen asiatischen Währungsfonds zu schaffen, eher langsam vorankommt, ..."
Dazu müssten die Schwellenländer sich untereinander zunächst einmal auf einen Kandidaten einigen. Ob Länder wie Indien und Brasilien z.B. einen chinesischen Bewerber stützen würden, ist m.E. zweifelhaft.
Zudem müssten dann die Beitragshöhen bzw. -anteile neu sortiert werden. Bisher zahlen Europa und USA die größten Anteile in den IWF ein. Eine Situation wie in Europa, wo die einen bestimmen, was andere zahlen ist wenig wünschenswert.
Und zu guter Letzt: abwarten ! Noch ist Frau Lagarde gerade mal auf dem Kandidatenkarussel. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Kandidat/Kandidatin hochgejazzt wird, um ihn/sie anschließend abzuschießen. Kein Bewerber ist schließlich ungeeigneter als ein durchgefallener.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Spekulationen. Danke. Die Redaktion/wg
Also, selbst wenn DSK auf die von ihnen verlinkte Seite gelinkt wurde fände ich es äußerst merkwürdig, dass er nicht bemerkt, dass diese Frau das nicht will und sich dagegen wehrt (angebliche Kratzspuren auf DSKs Oberkörper).
Danach ist es auch noch äußerst überraschend, dass er erst ein Alibi hat und dann darauf einschwenkt, dass es einvernehmlicher Sex war...
...neinein, da sind noch zu viele Ungereimtheiten, wir müssen wohl warten, bis die Richter dies aufgeklärt haben.
Also, selbst wenn DSK auf die von ihnen verlinkte Seite gelinkt wurde fände ich es äußerst merkwürdig, dass er nicht bemerkt, dass diese Frau das nicht will und sich dagegen wehrt (angebliche Kratzspuren auf DSKs Oberkörper).
Danach ist es auch noch äußerst überraschend, dass er erst ein Alibi hat und dann darauf einschwenkt, dass es einvernehmlicher Sex war...
...neinein, da sind noch zu viele Ungereimtheiten, wir müssen wohl warten, bis die Richter dies aufgeklärt haben.
..."wirklich" diese Macht ausüben ? Ich denke, nein !! Wer von uns, hat vor diesem Skandal, von diesem Herrn Strauss- Kahn gehört? Aber irgendjemand muss den Hut auf haben, jedoch bleibt es zweifelhaft, ob der/die NachfolgerIn echte Entscheidungsträger sind !
Also, selbst wenn DSK auf die von ihnen verlinkte Seite gelinkt wurde fände ich es äußerst merkwürdig, dass er nicht bemerkt, dass diese Frau das nicht will und sich dagegen wehrt (angebliche Kratzspuren auf DSKs Oberkörper).
Danach ist es auch noch äußerst überraschend, dass er erst ein Alibi hat und dann darauf einschwenkt, dass es einvernehmlicher Sex war...
...neinein, da sind noch zu viele Ungereimtheiten, wir müssen wohl warten, bis die Richter dies aufgeklärt haben.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren