IWF-Nachfolge Lagarde kann auf europäische Unterstützung zählen
Europas Führung ist begeistert von der Kandidatur Lagardes für den IWF-Chefposten. Länder wie China und Brasilien monieren jedoch den europäischen Herrschaftsanspruch.
© Jacky Naegelen/Reuters

Die französische Finanzministerin Christine Lagarde, nachdem sie ihre Kandidatur für den IWF-Chefposten bekannt gegeben hat.
Die Kandidatur der Französin Christine Lagarde für den IWF-Vorsitz trifft in der EU auf große Zustimmung: "Die Bundesregierung unterstützt diese Kandidatur nachdrücklich", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Die 55-jährige Kandidatin vereine "hohe fachliche Kompetenz" mit "großer Erfahrung auch auf dem internationalen Parkett". Sie sei zudem bestens mit der Schuldenkrise vertraut. Sie hat nach Angaben des Regierungssprechers die Unterstützung aller drei Koalitionsparteien CDU, CSU und FDP.
Auch aus der EU-Kommission erhielt die Finanzministerin Unterstützung. Die Kommission glaube, "dass ihre Qualitäten ebenso wie ihr Engagement für die Stärkung der globalen Wirtschaftsregierung unerlässlich sind, um den Auftrag des IWF und seinen entscheidenden Beitrag zur Stabilität der internationalen Wirtschaft umzusetzen", teilte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso mit.
Auch Großbritannien sowie weitere europäische Länder hatten in den vergangenen Tagen Unterstützung für Lagarde signalisiert. Mächtige Mitgliedsstaaten des IWF wie die USA und Japan legten sich dagegen noch nicht fest. Lagarde selbst sagte, sie könne auf die Unterstützung mehrerer Länder auch außerhalb Europas zählen. Die 55-Jährige hatte am heutigen Mittwoch ihre Kandidatur erklärt.
Der bisherige IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn war vergangene Woche nach seiner Festnahme in New York wegen des Vorwurfs der versuchten Vergewaltigung von seinem Amt zurückgetreten. Danach hatte es Diskussionen darüber gegeben, ob Strauss-Kahns Nachfolger aus Europa kommen solle oder nicht. Russland hat bereits einen Kandidaten ausgesucht, Mexiko ebenfalls. Südafrika und Indien könnten mit jeweils eigenen Kandidaten versuchen, sich auf der Bühne der internationalen Finanz- und Wirtschaftspolitik zu etablieren. China denkt ebenfalls über eine Kandidatur nach.
Lagarde betonte, dass sie Europäerin sei, dürfe "kein Handikap" für ihre Bewerbung sein. Vor ihrem Sprung in die Politik leitete sie eine führende Anwaltskanzlei in den USA.
Angela Merkel hatte vor wenigen Tagen eine rasche Entscheidung über die Neubesetzung des IWF-Postens gefordert. Sie sprach sich für einen Europäer an der Spitze des Fonds aus. Merkel begründete den Anspruch unter anderem mit den anhaltenden Problemen in der Euro-Zone. Außerdem sei Strauss-Kahn vor Ablauf seiner regulären Amtszeit zurückgetreten.
Nach Ansicht der fünf wichtigsten Schwellenländer soll der neue IWF-Chef nicht automatisch aus Europa kommen. Eine entsprechende ungeschriebene Regel sollte abgeschafft werden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von fünf IWF-Direktoren aus China, Brasilien, Indien, Südafrika und Russland. Nicht die Nationalität, sondern die Fähigkeiten sollten den Ausschlag geben.
Es sollten die Grundsätze der "Gerechtigkeit, Transparenz und Leistung" gelten, sagte eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums. "Grundsätzlich glauben wir, dass die Schwellen- und Entwicklungsländer in den Spitzenpositionen vertreten sein sollten."
Der japanische Finanzminister Yoshihiko Noda brachte ebenfalls vor, der Nachfolger von Strauss-Kahn solle in einem "offenen und transparenten Prozess entsprechend seiner Fähigkeiten" ausgewählt werden. Zur Frage, ob Japan einen Favoriten für den Direktorenposten habe, wollte sich Noda nicht äußern. Das Land ist nach den USA der zweitgrößte Beitragszahler des IWF.
- Datum 25.05.2011 - 16:37 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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wer sich noch alles bewirbt-in der regel wird es dann ja eine person die sich nicht beworben hat :-)
auch wenn ich kein Nationalist bin, aber das verstehe ich nicht...
....Aber auch: Wieso ein Europäer? Merkels Antwort kann es ja nicht sein: "Merkel begründete den europäischen Anspruch unter anderem mit den anhaltenden Problemen in der Euro-Zone."
Zumindest würde ich denken, dass jedem Nicht-Europäer sich da die Haare sträuben. Weiß die Frau nicht, was ein Interessenkonflikt ist?
....Aber auch: Wieso ein Europäer? Merkels Antwort kann es ja nicht sein: "Merkel begründete den europäischen Anspruch unter anderem mit den anhaltenden Problemen in der Euro-Zone."
Zumindest würde ich denken, dass jedem Nicht-Europäer sich da die Haare sträuben. Weiß die Frau nicht, was ein Interessenkonflikt ist?
Internationale Währungsfond klingt echt gut, tatsächlich ist der Laden nicht anderes als eine Bank mit US-Interessen, die nur gegen harte Bedingungen Geld vergibt.
Alle Entwicklungsländer müssen Bedingungen eingehen, sei es nur Abbaurecht odetr Naturalien, damit sie überhaupt Kredite bekommen. So ist es sicher gestellt, daß diese Länder schön klein bleiben und als Milchkuh arbeiten.
Die Amis würden einen Europäer den Vortritt lassen, höchst wahrscheinlich um die Europa-Stimmung steigen zu lassen. Mehr ist es wohl nicht drin !
..und wenn man noch die Gewichtung der Stimmen sieht (ca.67% USA im Vergleich zum Bezahlen ca.20%) merkt man doch ganz deutlich das uns ( BRD und auch die EU ) nur Brotsamen hingeworfen wird.
..und wenn man noch die Gewichtung der Stimmen sieht (ca.67% USA im Vergleich zum Bezahlen ca.20%) merkt man doch ganz deutlich das uns ( BRD und auch die EU ) nur Brotsamen hingeworfen wird.
..und wenn man noch die Gewichtung der Stimmen sieht (ca.67% USA im Vergleich zum Bezahlen ca.20%) merkt man doch ganz deutlich das uns ( BRD und auch die EU ) nur Brotsamen hingeworfen wird.
Merkel mit Anhängsel Schäuble kommen dem
Deutschen Steuerzahler schon Teuer genug!
Langsam wird es Zeit für einen Volksentscheid,
ob Merkel weiterhin Deutschland für Jahrzehnte
hoch verschulden darf.
Darf man wohl behaupten, dass Korruptionsprozesse wegen Bestechung ausländischer Firmen (Siemns und Co. in den Schwellenländer eher nicht vorkommen. Und China ineteressiert sich in Afrika nun gar nicht für die innenpolitische Lage der Länder, mit denen es Geschäfte macht.
Zumindest in der öffentlichen Betrachtung und Sensibilität sind Europa und sogar die USA ein bisschen fortgeschrittener. Deswegen bin ich aus diesen Gründen und auch ganz egoistisch wegen der Schieflagen in Griechenland, Spanien und Portugal dafür, dass dieses mal wieder ein Europäer dran kommt.
Ich vermute hinter dem DSK-Lagarde-Thema ein abgekartetes politisches Spiel um die Macht in Frankreich.
Hier sollte jemand politisch zugunsten anderer Personen und Interessen ausgeschaltet werden, was ja auch vorzüglich gelang.
Cui bono? Die Frage hat sich mit der Lagarde-Kandidatur mindestens vordergründig beantwortet. Bliebe nur noch zu fragen, wer und welche Interessen dahinter stehen.
dass Frau Lagarde bereits vor drei Jahren die Putzfrau aus Guinea in dieses Hotel eingeschleust hat, damit sie DSK, sollte er dort absteigen, eine Falle stellt? Oder habe ich Sie falsch verstanden?
... aber ansonsten würde ich so etwas nicht ausschließen.
Jemand erzählte mir, dass der DSK-Vorfall in Frankreich schon bekannt war, bevor er öffentlich publiziert wurde.
dass Frau Lagarde bereits vor drei Jahren die Putzfrau aus Guinea in dieses Hotel eingeschleust hat, damit sie DSK, sollte er dort absteigen, eine Falle stellt? Oder habe ich Sie falsch verstanden?
... aber ansonsten würde ich so etwas nicht ausschließen.
Jemand erzählte mir, dass der DSK-Vorfall in Frankreich schon bekannt war, bevor er öffentlich publiziert wurde.
....Aber auch: Wieso ein Europäer? Merkels Antwort kann es ja nicht sein: "Merkel begründete den europäischen Anspruch unter anderem mit den anhaltenden Problemen in der Euro-Zone."
Zumindest würde ich denken, dass jedem Nicht-Europäer sich da die Haare sträuben. Weiß die Frau nicht, was ein Interessenkonflikt ist?
"Weiß [Frau Merkel] nicht, was ein Interessenkonflikt ist?"
Ihrer (Personal-)Politik nach weiß sie es wohl schon - allerdings glaubt sie scheinbar noch, daß das etwas Positives sei...
"Weiß [Frau Merkel] nicht, was ein Interessenkonflikt ist?"
Ihrer (Personal-)Politik nach weiß sie es wohl schon - allerdings glaubt sie scheinbar noch, daß das etwas Positives sei...
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