Bis 2020 werden in Deutschland voraussichtlich Vermögensbestände im Umfang von 2,6 Billionen Euro vererbt. Das ist mehr als ein Viertel des gesamten Vermögens der privaten Haushalte. Dies geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) hervor.

Die Verteilung ist allerdings sehr ungleich: Die meisten Erben erhalten wenig, wenige erhalten viel. Auch gibt es im Osten Deutschlands viel weniger reiche Erbschaften als im Westen.

Der Durchschnittswert einer Erbschaft wird laut DIA in den kommenden zehn Jahren bei 305.000 Euro liegen, pro Erben bei 153.000 Euro. Dabei treiben allerdings vor allem wenige sehr große Erbschaften den Durchschnittswert nach oben. Lässt man nur die obersten zwei Prozent außen vor, sinkt der Durchschnittswert der Erbschaften auf 212.000 Euro, pro Erben auf 106.000 Euro.

In 28 Prozent der Erbfälle geht es demnach um weniger als 25.000 Euro, in neun Prozent der Fälle wird gar kein Vermögen vererbt. Weniger geeignet sind Erbschaften der Studie zufolge als Altersversorgung für die Erben. Gerade Geringverdiener, die nur niedrige Rentenansprüche haben, erben meistens auch wenig.