Arbeitsmarktökonom Herbert Brücker "Wir brauchen 200.000 Einwanderer pro Jahr"
Die Fachkräftemangel-Debatte geht von falschen Annahmen aus, sagt der Arbeitsmarktökonom Herbert Brücker im Interview. Dennoch brauchen wir künftig mehr Zuwanderung.
ZEIT ONLINE: Herr Brücker, manche Ökonomen halten den Fachkräftemangel für eine "Fata Morgana", andere für ein ernstes Problem. Was stimmt denn nun?
Herbert Brücker: Die meisten Studien, die einen Mangel an Fachkräften voraussagen, sind wenig fundiert. Zumindest dann, wenn damit ein dauerhafter Überschuss der Arbeitsnachfrage über das Angebot gemeint ist. Wenn ein Forschungsinstitut wie Prognos behauptet, Deutschland würde in den kommenden Dekaden Millionen Spezialisten fehlen, dann steckt dahinter einfach schlechte Ökonomie.
ZEIT ONLINE: Was ist falsch an diesen Studien?

leitet den Forschungsbereich "Internationale Vergleiche und Europäische Integration" des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg. Schwerpunkte seiner Forschung sind Effekte der Migration für den Arbeitsmarkt und Sozialstaat sowie der künftige Bedarf an Fachkräften.
Brücker: Die Zahlen beruhen zwar auf einer richtigen Annahme: Das Angebot an Arbeitskräften wird in den kommenden Jahren durch den demografischen Wandel dramatisch sinken, sofern es keine Zuwanderung gibt. Daran besteht kein Zweifel. Der Trugschluss ist jedoch, dass die Studien unterstellen, alles andere bleibe gleich. Das Gegenteil stimmt: In einer Marktwirtschaft passen sich Märkte an. Das sind hochkomplexe Vorgänge.
ZEIT ONLINE: Es gibt also keinen Fachkräftemangel?
Brücker: Man muss kurzfristige Engpässe und langfristige Entwicklungen unterscheiden. Im aktuellen Aufschwung beobachten wir, dass es in einigen Branchen und Regionen schwierig ist, offene Stellen zu besetzen. Vor allem in den Gesundheitsberufen und in einigen Ingenieursberufen suchen die Unternehmen oft vergeblich. Betrachtet man das ganze Land, sehen wir aber nur in wenigen Berufen mehr offene Stellen als Arbeitslose. Fachkräftemangel und Arbeitslosigkeit existieren also gleichzeitig. Das ist allerdings immer so – im Aufschwung wird das Phänomen nur besonders sichtbar. Ein langfristiger Fachkräftemangel ist etwas ganz anderes. Es wird allgemein unterstellt, dass wir auf Dauer eine höhere Nachfrage nach Fachkräften haben als uns zur Verfügung stehen. Das ist unrealistisch.
ZEIT ONLINE: Also doch eine "Fata Morgana".
Brücker: Der Begriff "Fachkräftemangel" ist einfach falsch. Ihm liegt ein planwirtschaftlicher Gedanke zugrunde: Das Arbeitsangebot sinkt, alles andere bleibt gleich, also entsteht eine Lücke. In Wahrheit werden sich alle anderen Märkte anpassen. Dort entstehen die eigentlichen Probleme.
ZEIT ONLINE: Welche sind das?
Brücker: Wenn die Zahl der Arbeitskräfte sinkt und der Realzins gleich bleibt, wird sich der Kapitalstock zwangsläufig anpassen. Dafür gibt es starke empirische Belege. Das wahrscheinliche Szenario sieht so aus: Es wird weniger im Inland investiert werden, Kapital wird zunehmend ins Ausland fließen. Der Kapitalstock schrumpft – und mit ihm die gesamte Volkswirtschaft.
ZEIT ONLINE: Ein beunruhigendes Szenario.
Brücker: Durchaus. Nun könnte man sagen: Macht ja nix, denn die Produktion pro Arbeitskraft bleibt gleich. Wir wären irgendwann wie die Schweiz, nur mit mehr Land. Aber so einfach ist es nicht, denn unsere Bevölkerung wird älter. Immer weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter müssen eine wachsende Zahl an Rentnern finanzieren.
ZEIT ONLINE: Wird wenigstens die Arbeitslosigkeit insgesamt sinken?
Brücker: Das ist nicht sicher. Mehrere Trends werden gegeneinander laufen. Zum einen gibt es einen weltweiten Trend zur Höherqualifizierung der Arbeitnehmer. Zugleich wird mit dem Trend zur Dienstleistungsgesellschaft der Anteil kapitalintensiver Branchen an der Produktion in Deutschland fallen. Die Gewerkschaften sind aber traditionell stark in den kapitalintensiven Branchen wie dem Automobil- oder Energiesektor und schwach bei den Hochqualifizierten. Ihre Macht dürfte sinken. Das wird dazu führen, dass sich der Arbeitsmarkt weiter flexibilisiert und die Arbeitslosigkeit sinkt. Zum anderen aber wird Arbeit teurer, weil die Lohnnebenkosten durch den demografischen Wandel steigen. Das wird Beschäftigung am unteren Rand der Lohnskala eher erschweren.
ZEIT ONLINE: Welcher Effekt wird überwiegen?
Brücker: Unter dem Strich sagen unsere Modelle, dass wir bei einer Arbeitslosigkeit von fünf oder sechs Prozent im langfristigen Durchschnitt landen werden. Arbeitslosigkeit lässt sich aber langfristig nicht sicher prognostizieren.
ZEIT ONLINE: An diesem Mittwoch wird die Bundesregierung ihr Fachkräftekonzept beraten. Die Arbeitsministerin gehört zu jenen, die vor einem Fachkräftemangel warnen. Ist sie schlecht beraten?
Brücker: Im Fachkräftekonzept der Bundesregierung steht viel Richtiges, vor allem wenn es um die Mobilisierung inländischer Potenziale geht. Das aber wird nur begrenzt helfen. Der größte und wichtigste Hebel, um das Erwerbspersonenpotenzial zu stabilisieren, ist die Zuwanderung. Die Bundesregierung will zwar die Vorrangprüfung für einige Ingenieurberufe und Ärzte aussetzen. Das sind allerdings nur allererste Ansatzpunkte. Im besten Falle wird das die Zuwanderung um einige Tausend Personen pro Jahr erhöhen. Ein großer Wurf ist das nicht.
ZEIT ONLINE: Wie könnte der denn aussehen?
Brücker: Wir müssen uns Gedanken darüber machen, wie wir das Arbeitskräfteangebot in Deutschland langfristig entwickeln. Ohne Migration wird das nicht gehen. Die bisherigen Maßnahmen der Regierungen zur Förderung der Migration blieben leider weitgehend wirkungslos. Denken Sie an die Greencard oder die Reform des Zuwanderungsrechts.
ZEIT ONLINE: Wie viel Migration werden wir brauchen?
Brücker: Wir werden das Problem mit Migration allein nicht lösen, unter anderem weil auch die Migrationsbevölkerung altert. Kurzfristig wäre uns mit rund 200.000 Einwanderern geholfen, die pro Jahr mehr ins Land kommen als uns verlassen. Langfristig bräuchten wir deutlich mehr.
ZEIT ONLINE: Ist das zu schaffen?
Brücker: Ein Einwanderungssaldo von 200.000 ist historisch betrachtet für Deutschland nicht ungewöhnlich. Im Gegenteil: Das ist in etwa der langfristige Durchschnitt der vergangenen 50 Jahre, bis zur Wiedervereinigung. Damals stieg der Saldo stark an, um dann rapide abzufallen. Im vergangenen Jahrzehnt betrug die Nettozuwanderung im Durchschnitt weniger als 100.000 – zeitweise war sie sogar negativ. Langfristig betrachtet war diese Zeit aber eine absolute Ausnahme.
ZEIT ONLINE: Wir brauchen also gar nicht mehr Zuwanderer als bisher?
Brücker: Kurzfristig würde ein Wanderungssaldo von 200.000 Personen ausreichen. Die Ausgangsbedingungen sind gegenwärtig gar nicht so schlecht: Deutschland wird durch den Aufschwung gerade attraktiver für Einwanderer. Bereits im vergangenen Jahr hatten wir wieder ein positives Saldo von 127.000. Ersten Schätzungen zufolge ist der Anteil der Akademiker unter den Neuzuwanderern auf 40 Prozent gestiegen. Wir profitieren enorm von der Euro-Krise.
ZEIT ONLINE: Da würden Ihnen die meisten widersprechen.
Brücker: Schauen Sie sich doch den deutschen Arbeitsmarkt an. Dass es hierzulande so gut läuft, hängt auch mit den Ungleichgewichten im Euro-Raum zusammen. Nur wird das gerne übersehen.
ZEIT ONLINE: Das müssen Sie erklären.
Brücker: Seit den fünfziger Jahren sind die Reallöhne in Deutschland langsamer gestiegen als in anderen OECD-Staaten. Das hat die deutsche Industrie gestärkt, sie ist heute größer als in anderen Industrieländern und stärker auf den Export orientiert. Bis zur Wiedervereinigung erwirtschaftete Deutschland bereits hohe Handelsbilanzüberschüsse, die allerdings dadurch aufgefangen wurden, dass die D-Mark aufwertete. Als der Euro eingeführt wurde, werteten unsere Handelspartner ihre Währungen kurz vorher stark ab, was unsere Exporte in den ersten Jahren erheblich gedämpft hat. Das Wachstum war in dieser Phase schwach. Danach hat sich Deutschland mit sehr niedrigen Lohnsteigerungen aus der Krise gearbeitet. Die Überschüsse kehrten zurück – allerdings unter neuen Bedingungen: Innerhalb der Währungsunion gibt es keinen Ausgleich über das Währungssystem.
ZEIT ONLINE: Das macht nun Probleme.
Brücker: Ja. Unsere Handelsbilanzüberschüsse sind die Kehrseite der griechischen Verschuldung! Andererseits sind sie der Grund, warum die deutsche, exportorientierte Industrie derzeit im großen Stil neue Leute einstellt. Das schafft letztlich auch Anreize zur Migration nach Deutschland.
ZEIT ONLINE: Warum werben wir dann nicht Arbeiter aus Spanien oder Griechenland ab, wo die Arbeitslosigkeit hoch ist?
Brücker: Unsere Erfahrung zeigt, dass es hohe Einkommensanreize braucht, damit Menschen ihr Land und ihre Familie verlassen. Die Lohnunterschiede zwischen Deutschland auf der einen und Griechenland und Spanien auf der anderen Seite sind nicht groß genug. Damit Menschen auswandern, braucht es Einkommensdifferenzen von 50 oder 100 Prozent. Niemand verlässt seine Familie für fünf Prozent mehr Lohn.
ZEIT ONLINE: Wo sollen die Menschen dann herkommen?
Brücker: In der Vergangenheit war die Zuwanderung nach Deutschland vor allem durch politische Schocks geprägt – etwa durch den Bürgerkrieg in Jugoslawien oder das Ende der Sowjetunion. Die Frage wird sein, ob wir den Zustrom von Zuwanderern im ökonomischen Sinne verstetigen können. Ich bin aber zuversichtlich, dass das gelingen kann. Wenn sich der Wirtschaftsaufschwung fortsetzt, können zumindest kurzfristig aus der Europäischen Union und den neuen Beitrittsländern so viele kommen, dass wir ein Wanderungssaldo von 200.000 erreichen.
ZEIT ONLINE: Sie sagen selbst, dass bisherige Bemühungen, qualifizierte Zuwanderer nach Deutschland zu holen, nicht gerade von Erfolg gekrönt waren. Warum sollte es jetzt funktionieren?
Brücker: Wegen der hohen Einkommensunterschiede zwischen Deutschland und den neuen Mitgliedsstaaten und anderen Ländern an der europäischen Peripherie. In Polen liegen die Löhne zu Kaufkraftparitäten, also zu deutschen Preisen, bei knapp 40 Prozent, nominal bei 25 Prozent des deutschen Niveaus. In Bulgarien und Rumänien bei der Hälfte. In der Türkei sieht es ähnlich aus. Für die Leute dort lohnt es sich, auszuwandern. Zugleich sind sie, insbesondere in den neuen Mitgliedsstaaten, gut ausgebildet. Auch aus dem Mittleren Osten könnten künftig mehr Menschen zu uns kommen.
ZEIT ONLINE: Was bedeutet es für die Herkunftsländer, wenn gerade die Gebildeten auswandern?
Brücker: Zunächst verlieren sie Arbeitskräfte. Aber sie profitieren auch, zum Beispiel durch Rücküberweisungen, oder wenn ihre Leute im Ausland Berufserfahrung sammeln und dann zurückkehren. Außerdem gibt es ein neues Argument, das die Gefahr des "Brain Drain" relativiert: Potenzielle Migranten haben Anreize, in ihre Ausbildung zu investieren. Je höher qualifiziert sie sind, desto besser ihre Chancen, nach Europa einwandern zu dürfen. In den ehemaligen französischen Kolonien machen deshalb viele Abitur oder studieren. Aber nicht alle gehen wirklich. Deshalb profitieren dann auch die Herkunftsländer am Ende von einer höheren Bildung ihrer Bevölkerung.
ZEIT ONLINE: Politisch ist eine höhere Zuwanderung schwer durchsetzbar. Nehmen uns die Migranten nicht die Arbeitsplätze weg?
Brücker: Nein, eben weil sich der Kapitalstock der Unternehmen dem Angebot an Arbeitskräften anpasst. Für eine Übergangszeit mag es geringe negative Effekte geben. Je höher jedoch die Zuwanderer qualifiziert sind, desto besser sind die Folgen für den deutschen Arbeitsmarkt. Der Ingenieur aus Bulgarien würde hier sogar zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Es gibt allerdings eine Gruppe, die verliert: schlecht ausgebildete Arbeitskräfte aus dem Ausland, die schon in Deutschland leben. Letztlich können wir unseren Wohlstand aber nur durch mehr Migration sichern.
- Datum 22.06.2011 - 10:21 Uhr
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7 Millionen Arbeitslose in Deutschland, aber wir brauchen 200.000 Fachkräfte aus dem Ausland ?
Und wer sagt eigentlich immer das wir in Deutschland ein "linkes Multikulti" haben und schreit gleichzeitig nach ausländischen Fachkräften ?
Richtig ! Die Kapitalisten von Schwarz-gelb !
"7 Millionen Arbeitslose in Deutschland, aber wir brauchen 200.000 Fachkräfte aus dem Ausland ?"
Sie missverstehen wohl den Begriff "Fachkräfte". Diese Fachkräfte sind in Sektoren gesucht, welche von den 7 Millionen Arbeitslosen schlichtweg nicht bedient werden. Das Problem ist nicht, dass zu wenig Menschen da sind, aber dass diese nicht entsprechend ausgebildet sind.
Wenn die eigenen Mitbürger zu faul oder sonstiges sind, um sich in technischen Berufen ausbilden zu lassen (die zum Großteil quasi eine Jobgarantie darstellen!), dann ist der Ruf nach ausländischen Fachkräften ziemlich gerechtfertigt. Alternative dazu wäre, dass die Industrie einfach den Standort verlegt.
Besser?
...das ist schon richtig.
Die 7 Millionen Arbeitslosen werden in den nächsten 10 Jahren auch weniger weil viele das Rentenalter erreichen.
Dazu kommt noch das mehr Menschen aus der Arbeitswelt ausscheiden als neu hinzukommen.
Über die nächsten 10 Jahre tut sich da ein großes Loch auf.
Das bedeutet aber nicht das die Regierung das Jahresgehalt bei 40.000 ansetzten muss, das ist Unsinn.
Denn je weiter man die Gehälter in Deutschland drückt - und machen wir uns nichts vor, genau das ist das Ziel der Regierung - desto weniger Steuern nimmt man ein.
Wenn man jetzt bedenkt das in zehn Jahren die Kosten für Gesundheit und Renten genauso dratisch steigen werden wie die Zahl der Arbeitnehmer sinken wird muss man kein Mathematiker sein um sich ausrechnen zu können, das das nur böse Enden kann.
Deutschland braucht gutbezahlte Fachkräfte um sich das leisten zu können.
Vielleicht sollte die Politiker daran denken das es viele Auslandsdeutsche gibt, die gerne zu den 200.000 Menschen gehören würden die Deutschland im Jahr braucht.
Und sie sollten sich schämen das die nicht nach hause wollen.
Da müssen Sie sich fragen, wer die Faulen sind. Ihr oder wir?
Wer kassiert lieber Hartz-IV anstatt dreckige Jobs auszuüben?
"7 Millionen Arbeitslose in Deutschland, aber wir brauchen 200.000 Fachkräfte aus dem Ausland ?"
Sie missverstehen wohl den Begriff "Fachkräfte". Diese Fachkräfte sind in Sektoren gesucht, welche von den 7 Millionen Arbeitslosen schlichtweg nicht bedient werden. Das Problem ist nicht, dass zu wenig Menschen da sind, aber dass diese nicht entsprechend ausgebildet sind.
Wenn die eigenen Mitbürger zu faul oder sonstiges sind, um sich in technischen Berufen ausbilden zu lassen (die zum Großteil quasi eine Jobgarantie darstellen!), dann ist der Ruf nach ausländischen Fachkräften ziemlich gerechtfertigt. Alternative dazu wäre, dass die Industrie einfach den Standort verlegt.
Besser?
...das ist schon richtig.
Die 7 Millionen Arbeitslosen werden in den nächsten 10 Jahren auch weniger weil viele das Rentenalter erreichen.
Dazu kommt noch das mehr Menschen aus der Arbeitswelt ausscheiden als neu hinzukommen.
Über die nächsten 10 Jahre tut sich da ein großes Loch auf.
Das bedeutet aber nicht das die Regierung das Jahresgehalt bei 40.000 ansetzten muss, das ist Unsinn.
Denn je weiter man die Gehälter in Deutschland drückt - und machen wir uns nichts vor, genau das ist das Ziel der Regierung - desto weniger Steuern nimmt man ein.
Wenn man jetzt bedenkt das in zehn Jahren die Kosten für Gesundheit und Renten genauso dratisch steigen werden wie die Zahl der Arbeitnehmer sinken wird muss man kein Mathematiker sein um sich ausrechnen zu können, das das nur böse Enden kann.
Deutschland braucht gutbezahlte Fachkräfte um sich das leisten zu können.
Vielleicht sollte die Politiker daran denken das es viele Auslandsdeutsche gibt, die gerne zu den 200.000 Menschen gehören würden die Deutschland im Jahr braucht.
Und sie sollten sich schämen das die nicht nach hause wollen.
Da müssen Sie sich fragen, wer die Faulen sind. Ihr oder wir?
Wer kassiert lieber Hartz-IV anstatt dreckige Jobs auszuüben?
Diese Konstruktion dient nur dazu, die Deutschen für die Bereitschaft zur Masseneinwanderung weichzuklopfen, wie sie kommen wird, wenn die den südlichen Mittelmeerländern durch "EuroMed" versprochenen Freizügigkeit in Europa vollständig umgesetzt wird. Außerdem soll Deutschland zu einer reinen Einwanderergesellschaft umgebaut werden, ohne dass die Deutschen gefragt werden, ob sie das wollen.
Zudem ist es recht merkwürdig jedwede Ausländer/Einwanderer gleich als "Fachkraft" zu bezeichnen, obwohl viele der betroffenen Staaten nicht einmal über ein funktionierendes (Aus-)Bildungssystem verfügen.
Selbst wenn ich Herrn Brückner insoweit zustimme, als dass der sogenannte "Fachkräftemangel" wissenschaftlicher Humbug ist, so hat er dennoch vergessen zu erwähnen, dass die Arbeitsbedingungen in Deutschland sich in den letzten 20 Jahren verschlechtert haben. Der Reallohn stagniert, gleichzeitig wurden höhere Arbeitszeiten durchgesetzt, und das ist ein nicht unscheinbares Problem.
Es ist überhaupt eine Frechheit von z.B. Frau von der Layen, dass sie heute im Morgenmagazin meinte, dass ein Jahresgehalt von 40.000 für einen Akademiker als Startgehalt gut wäre. Wieviel bleiben denn Netto übrig von z.B. den riesigen Versicherungskosten und Steuerkosten?
Sie sagte ja selbst, sie möchte am liebsten dann Zuwanderer, die in Deutschland arbeiten und VOR ALLEM in Deutschland Steuern zahlen usw., und daher weht der eigentliche Wind.
Man möchte nämlich keine Zuwanderer wirklich integrieren sondern schlicht Lohnsklaven haben um die einheimischen Löhne zu drücken. Der einzige Gewinner wird die Wirtschaft sein, die Einheimischen werden weiter vor allem im akademischen Bereich in Scharen auswandern.
Sollte ihr wirklich etwas an diesem Problem liegen und nicht an dem Gelaber der Wirtschaft bzw. Unternehmen die surrealistische Vorstellungen von Fachkräftegehältern im negativen Bereich haben, dann würde sie letztlich für vernünftigere Standort - und Arbeitsbedingungen sorgen!
wenn ein 41 - jähriger Leihhandwerker nicht "fest" eingestellt wird, weil er wegen seines Alters nicht ins Team passt? Hallo?
wenn ein 41 - jähriger Leihhandwerker nicht "fest" eingestellt wird, weil er wegen seines Alters nicht ins Team passt? Hallo?
Trotz der vielen arbeitslosen Ingenieure gibt es einen Fachkräftemangel ?
Wer ist so naiv das zu glauben ?
Es geht doch nur darum die Gehälter *noch* weiter abzusenken.
Ich würde jedenfalls niemals mehr ein Ingenieursstudium machen.
Und wenn ich noch jung wäre würde ich aus dieser Bananenrepublik auswandern.
"Trotz der vielen arbeitslosen Ingenieure gibt es einen Fachkräftemangel ?"
In einigen sehr spezifischen Sparten, die gerade boomen. Ingenieure im Allgemeinen? Die könnten evtl. Probleme bekommen, einen Job zu finden. Ingenieure mit relevanten Spezialwissen in spezifischen Branchen? Da gibt es tatsächlich einen Mangel.
Das und den Arbeiter am Markt generell abzuwerten und zu entmachten sind die Motivationen dieser der Regierung von den Arbeitgebern verordneten Bestrebungen.
Unsere Miteuropäer beginnen sich zu wehren gegen die Ausbeuter in Wirtschaft und Politik. Tun wir es ihnen gleich und erklären wir uns solidarisch - wir sitzen nationenübergreifend im selben Boot!
"Trotz der vielen arbeitslosen Ingenieure gibt es einen Fachkräftemangel ?"
In einigen sehr spezifischen Sparten, die gerade boomen. Ingenieure im Allgemeinen? Die könnten evtl. Probleme bekommen, einen Job zu finden. Ingenieure mit relevanten Spezialwissen in spezifischen Branchen? Da gibt es tatsächlich einen Mangel.
Das und den Arbeiter am Markt generell abzuwerten und zu entmachten sind die Motivationen dieser der Regierung von den Arbeitgebern verordneten Bestrebungen.
Unsere Miteuropäer beginnen sich zu wehren gegen die Ausbeuter in Wirtschaft und Politik. Tun wir es ihnen gleich und erklären wir uns solidarisch - wir sitzen nationenübergreifend im selben Boot!
"7 Millionen Arbeitslose in Deutschland, aber wir brauchen 200.000 Fachkräfte aus dem Ausland ?"
Sie missverstehen wohl den Begriff "Fachkräfte". Diese Fachkräfte sind in Sektoren gesucht, welche von den 7 Millionen Arbeitslosen schlichtweg nicht bedient werden. Das Problem ist nicht, dass zu wenig Menschen da sind, aber dass diese nicht entsprechend ausgebildet sind.
Wenn die eigenen Mitbürger zu faul oder sonstiges sind, um sich in technischen Berufen ausbilden zu lassen (die zum Großteil quasi eine Jobgarantie darstellen!), dann ist der Ruf nach ausländischen Fachkräften ziemlich gerechtfertigt. Alternative dazu wäre, dass die Industrie einfach den Standort verlegt.
Besser?
Das ich viele in meinem Bekanntenkreis habe, die durchaus eine hohe Ausbildung haben aber hier jahrelang keinen Job gefunden haben weil sie sich mit den 1,8 netto nicht abspeisen lassen wollten zu Arbeitszeiten von z.T. 45 Stunden im Industriebereich.
Übrigens einer der oben genannten ist Chemiedoktorand und lebt jetzt in Japan, arbeitet dort auch an die 45 Stunden bekommt aber 3,6 Netto - bei fast gleichen Lebenshaltungskosten.
Es gibt keinen Fachkräftemangel sondern eine Unfähigkeit deutscher Unternehmen Menschen vernünftig in Lohn und Brot zu bringen und sie ihrer Ausbildung gemäß adäquat zu bezahlen.
so einen Sektor, wo Arbeitskräfte fehlen (d.h. wo es ordentlich bezahlte feste offene Stellen gibt) und wo wir sie nicht ausbilden können.
"Jobgarantie in technischen Berufen"
Die Realität am Arbeitsmarkt sieht leider ganz ander aus: Tausende von Arbeitslosen.
"Diese Fachkräfte sind in Sektoren gesucht, welche von den 7 Millionen Arbeitslosen schlichtweg nicht bedient werden."
Nur 30% der Arbeitslosen sind keine Fachkräfte, 70 % SIND Fachkräfte.
wenn tatsächlich gut ausgebildete Fachkräfte kämen! Tatsächlich werden freilich nur all die Flüchtlinge aus Nordafrika, die derzeit auf Lampedusa, Malta etc. sitzen, den Weg in den deutschen Wunder-Wohlfahrtsstaat finden. Aber wahrscheinlich haben wir ja auch einen echten Mangel an Kebabverkäufern, Orientteppichhändlern, Drogendeal... (SORRY, politisch unkorrekt! Selbstzensur!!) etc.
Hallo cider,
.
Zitat: "Alternative dazu wäre, dass die Industrie einfach den Standort verlegt." Darauf hat Herbert Brücker schon auf S. 1 (unten) hingewiesen. So oder so sieht es schlimm aus für Geringqualifizierte und Absolventen, die gerade nicht gefragt sind.
.
Ich glaube aber nicht an die Voraussage, dass wir 200.000 qualifizierte Zuwanderer kriegen können. Deutschland ist nämlich für die Auswanderungswilligen der Welt nur dritte Wahl. Warum?
.
Erstens, in Deutschland spricht man Deutsch, und das müssen die Einwanderer erstmal lernen, bevor sie Geld verdienen können. Nicht jede Firma ist hier darauf eingestellt, intern ganz auf Englisch umzustellen. Zweitens: Deutschland hat ein raues Klima. Zuwanderer fürchten sich, zu frieren und sehnen sich nach ihren heimischen Straßencafes, die von März bis Oktober offen haben. Drittens, Deutschland hatte, anders als UK, Frankreich, Holland, Belgien, Spanien, Portugal, kaum Kolonien. Für die Bewohner solcher Länder ist meist das ehemalige Mutterland die erste Wahl.
.
Ergebnis: Wir werden uns hier mit Einwanderern dritter Wahl zufrieden geben müssen. Auf einen Qualifizierten werden zwei Einwanderer kommen, die beruflich versagen. Nicht gut für die arbeitslosen Einheimischen
den Gedanken gehabt, daß man einen Großteil - wenn auch vielleicht nicht alle - der Betreffenden auch umqualifizieren könnte?
Eine vernünftige Qualifizierungspolitik bei Stelleninhabern wäre auch hilfreich. Aber besonders in Deutschland gilt ja der wenig kluge Spruch "was Hänschen nicht lernt"...
wie wäre es dann mit folgender Alternative zur Abwanderung?: endlich Geld in vernünftige (Aus-)Bildung stecken und das nationale Potential sinnvoll nutzen. Derzeit herrscht eher Geiz ist geil um jeden Preis und so lange die Rendite zweistellig ist, sind alle der oberen Zehntausend zufrieden!
Ich bin (leider!) auch nach meinem Studium (Biologie) ausgewandert und verdinge mich derzeit mit meiner Promotion in Österreich. Ich würde liebendgerne nach Deutschland zurückgehen, aber die Arbeitsbedingungen/Zukunftsaussichten/Verdienstmöglichkeiten dort sind fast unwürdig!
Beispiel:
Abitur + Studium + Promotion macht gleich gut und gerne 12-13 Jahre Ausbildung. Im Anschluss erhält man im normalfall 1- oder 2-Jahresverträge und verdient im Schnitt 1600-1800 Eur netto. Natürlich wird die Studienzeit nicht mehr auf die Rente angerechnet (wurde meines Erachtens wurde das 2003 abgeschafft!) und Geldverdienen während des Studiums ist ebenfalls nur begrenzt möglich, sofern man das Studium ernst nimmt. Nun gibt es noch die hochgelobten Studiengebühren. D.h. nach dem Studium starte ich mit Schulden im 5-stelligen Bereich in das Berufsleben und verdiene kaum besser, als ein Handwerker! Bravo!
Ein Doktorand in Deutschland erhält für seine hochqualifizierte Arbeit für 3 Jahre weniger als 1000 Eur netto (TVÖD 13 mit einer halben Stelle!). Wenn die Politik nicht langsam das Geld in die Bildung der eigenen Bevölkerung steckt, wird Deutschland in den nächsten Dekaden zu Schwellenland degradiert!
Eine Bevölkerung, die so wenig zusammenhält, wie die Deutschen, ist dem Untergang geweiht!
In allen Ländern der Welt gilt: Erst kommt das eigene Volk, dann erst alle anderen!
Die Deutschen gehören zu den fleißigsten Menschen der Welt, ihre Arbeitswelt ist härter und brutaler als die meisten anderen Arbeitswelten der Welt, ihr Bildungssystem eines der schlechtesten und sozial ungerechtesten der Welt. Trotzdem gibt es immer noch Leute, die sie verächtlich als faul bezeichnen, man fasst es nicht.
Wer das eigene Volk gegen eine hemmungslose Zuwanderung aus aller Herren Länder austauschen will, der begeht Hochverrat.
Bitte verzichten Sie auf Polemik und belegen Sie Ihre Ausführungen mit seriösen Quellen. Danke. Die Redaktion/er
Das ich viele in meinem Bekanntenkreis habe, die durchaus eine hohe Ausbildung haben aber hier jahrelang keinen Job gefunden haben weil sie sich mit den 1,8 netto nicht abspeisen lassen wollten zu Arbeitszeiten von z.T. 45 Stunden im Industriebereich.
Übrigens einer der oben genannten ist Chemiedoktorand und lebt jetzt in Japan, arbeitet dort auch an die 45 Stunden bekommt aber 3,6 Netto - bei fast gleichen Lebenshaltungskosten.
Es gibt keinen Fachkräftemangel sondern eine Unfähigkeit deutscher Unternehmen Menschen vernünftig in Lohn und Brot zu bringen und sie ihrer Ausbildung gemäß adäquat zu bezahlen.
so einen Sektor, wo Arbeitskräfte fehlen (d.h. wo es ordentlich bezahlte feste offene Stellen gibt) und wo wir sie nicht ausbilden können.
"Jobgarantie in technischen Berufen"
Die Realität am Arbeitsmarkt sieht leider ganz ander aus: Tausende von Arbeitslosen.
"Diese Fachkräfte sind in Sektoren gesucht, welche von den 7 Millionen Arbeitslosen schlichtweg nicht bedient werden."
Nur 30% der Arbeitslosen sind keine Fachkräfte, 70 % SIND Fachkräfte.
wenn tatsächlich gut ausgebildete Fachkräfte kämen! Tatsächlich werden freilich nur all die Flüchtlinge aus Nordafrika, die derzeit auf Lampedusa, Malta etc. sitzen, den Weg in den deutschen Wunder-Wohlfahrtsstaat finden. Aber wahrscheinlich haben wir ja auch einen echten Mangel an Kebabverkäufern, Orientteppichhändlern, Drogendeal... (SORRY, politisch unkorrekt! Selbstzensur!!) etc.
Hallo cider,
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Zitat: "Alternative dazu wäre, dass die Industrie einfach den Standort verlegt." Darauf hat Herbert Brücker schon auf S. 1 (unten) hingewiesen. So oder so sieht es schlimm aus für Geringqualifizierte und Absolventen, die gerade nicht gefragt sind.
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Ich glaube aber nicht an die Voraussage, dass wir 200.000 qualifizierte Zuwanderer kriegen können. Deutschland ist nämlich für die Auswanderungswilligen der Welt nur dritte Wahl. Warum?
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Erstens, in Deutschland spricht man Deutsch, und das müssen die Einwanderer erstmal lernen, bevor sie Geld verdienen können. Nicht jede Firma ist hier darauf eingestellt, intern ganz auf Englisch umzustellen. Zweitens: Deutschland hat ein raues Klima. Zuwanderer fürchten sich, zu frieren und sehnen sich nach ihren heimischen Straßencafes, die von März bis Oktober offen haben. Drittens, Deutschland hatte, anders als UK, Frankreich, Holland, Belgien, Spanien, Portugal, kaum Kolonien. Für die Bewohner solcher Länder ist meist das ehemalige Mutterland die erste Wahl.
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Ergebnis: Wir werden uns hier mit Einwanderern dritter Wahl zufrieden geben müssen. Auf einen Qualifizierten werden zwei Einwanderer kommen, die beruflich versagen. Nicht gut für die arbeitslosen Einheimischen
den Gedanken gehabt, daß man einen Großteil - wenn auch vielleicht nicht alle - der Betreffenden auch umqualifizieren könnte?
Eine vernünftige Qualifizierungspolitik bei Stelleninhabern wäre auch hilfreich. Aber besonders in Deutschland gilt ja der wenig kluge Spruch "was Hänschen nicht lernt"...
wie wäre es dann mit folgender Alternative zur Abwanderung?: endlich Geld in vernünftige (Aus-)Bildung stecken und das nationale Potential sinnvoll nutzen. Derzeit herrscht eher Geiz ist geil um jeden Preis und so lange die Rendite zweistellig ist, sind alle der oberen Zehntausend zufrieden!
Ich bin (leider!) auch nach meinem Studium (Biologie) ausgewandert und verdinge mich derzeit mit meiner Promotion in Österreich. Ich würde liebendgerne nach Deutschland zurückgehen, aber die Arbeitsbedingungen/Zukunftsaussichten/Verdienstmöglichkeiten dort sind fast unwürdig!
Beispiel:
Abitur + Studium + Promotion macht gleich gut und gerne 12-13 Jahre Ausbildung. Im Anschluss erhält man im normalfall 1- oder 2-Jahresverträge und verdient im Schnitt 1600-1800 Eur netto. Natürlich wird die Studienzeit nicht mehr auf die Rente angerechnet (wurde meines Erachtens wurde das 2003 abgeschafft!) und Geldverdienen während des Studiums ist ebenfalls nur begrenzt möglich, sofern man das Studium ernst nimmt. Nun gibt es noch die hochgelobten Studiengebühren. D.h. nach dem Studium starte ich mit Schulden im 5-stelligen Bereich in das Berufsleben und verdiene kaum besser, als ein Handwerker! Bravo!
Ein Doktorand in Deutschland erhält für seine hochqualifizierte Arbeit für 3 Jahre weniger als 1000 Eur netto (TVÖD 13 mit einer halben Stelle!). Wenn die Politik nicht langsam das Geld in die Bildung der eigenen Bevölkerung steckt, wird Deutschland in den nächsten Dekaden zu Schwellenland degradiert!
Eine Bevölkerung, die so wenig zusammenhält, wie die Deutschen, ist dem Untergang geweiht!
In allen Ländern der Welt gilt: Erst kommt das eigene Volk, dann erst alle anderen!
Die Deutschen gehören zu den fleißigsten Menschen der Welt, ihre Arbeitswelt ist härter und brutaler als die meisten anderen Arbeitswelten der Welt, ihr Bildungssystem eines der schlechtesten und sozial ungerechtesten der Welt. Trotzdem gibt es immer noch Leute, die sie verächtlich als faul bezeichnen, man fasst es nicht.
Wer das eigene Volk gegen eine hemmungslose Zuwanderung aus aller Herren Länder austauschen will, der begeht Hochverrat.
Bitte verzichten Sie auf Polemik und belegen Sie Ihre Ausführungen mit seriösen Quellen. Danke. Die Redaktion/er
Das ich viele in meinem Bekanntenkreis habe, die durchaus eine hohe Ausbildung haben aber hier jahrelang keinen Job gefunden haben weil sie sich mit den 1,8 netto nicht abspeisen lassen wollten zu Arbeitszeiten von z.T. 45 Stunden im Industriebereich.
Übrigens einer der oben genannten ist Chemiedoktorand und lebt jetzt in Japan, arbeitet dort auch an die 45 Stunden bekommt aber 3,6 Netto - bei fast gleichen Lebenshaltungskosten.
Es gibt keinen Fachkräftemangel sondern eine Unfähigkeit deutscher Unternehmen Menschen vernünftig in Lohn und Brot zu bringen und sie ihrer Ausbildung gemäß adäquat zu bezahlen.
Nicht nur Hochqualifizierte Arbeitnehmer aus Deutschland und der alten EU gelten in den Unternehmen als zu teuer, zu aufwieglerisch, zu gewerkschaftsnah, sie stellen dumme Fragen und - das schwingt auch immer mit: als zu faul. Man möchte eben "billig und willig".
Prinzipiell ist es richtig, was Sie schreiben und ich sehe es ähnlich, allerdings sind Ihre Zahlen doch recht fragwürdig, wenn nicht gar das Verhalten Ihrer Bekannten. Diese hatten "jahrelang keinen Job", weil Ihnen 1800 € netto zu wenig waren? Haben diese dann ersatzweise von H4 gelebt? Oder wie ist das zu verstehen?
Nicht nur Hochqualifizierte Arbeitnehmer aus Deutschland und der alten EU gelten in den Unternehmen als zu teuer, zu aufwieglerisch, zu gewerkschaftsnah, sie stellen dumme Fragen und - das schwingt auch immer mit: als zu faul. Man möchte eben "billig und willig".
Prinzipiell ist es richtig, was Sie schreiben und ich sehe es ähnlich, allerdings sind Ihre Zahlen doch recht fragwürdig, wenn nicht gar das Verhalten Ihrer Bekannten. Diese hatten "jahrelang keinen Job", weil Ihnen 1800 € netto zu wenig waren? Haben diese dann ersatzweise von H4 gelebt? Oder wie ist das zu verstehen?
so einen Sektor, wo Arbeitskräfte fehlen (d.h. wo es ordentlich bezahlte feste offene Stellen gibt) und wo wir sie nicht ausbilden können.
... Erotik-Branche?
... Erotik-Branche?
"Jobgarantie in technischen Berufen"
Die Realität am Arbeitsmarkt sieht leider ganz ander aus: Tausende von Arbeitslosen.
"Diese Fachkräfte sind in Sektoren gesucht, welche von den 7 Millionen Arbeitslosen schlichtweg nicht bedient werden."
Nur 30% der Arbeitslosen sind keine Fachkräfte, 70 % SIND Fachkräfte.
"Nur 30% der Arbeitslosen sind keine Fachkräfte, 70 % SIND Fachkräfte."
Eine Fachkraft ist jemand mit einem akademischen Abschluss, richtig? Also 70 % der Arbeitslosen haben sowas? Schöne runde Zahl, diese 70 %. Würden Sie Ihre Quellen nennen?
"Nur 30% der Arbeitslosen sind keine Fachkräfte, 70 % SIND Fachkräfte."
Eine Fachkraft ist jemand mit einem akademischen Abschluss, richtig? Also 70 % der Arbeitslosen haben sowas? Schöne runde Zahl, diese 70 %. Würden Sie Ihre Quellen nennen?
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