Architekturfotografie : Bröckelnde Utopien aus Beton

Einst galten sie als Sinnbild der Moderne. Heute rotten viele der sozialistischen Prachtbauten in Osteuropa vor sich hin. Der Fotograf Roman Bezjak hat sie porträtiert.
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OSTMODERNE

Liebe Redanktion, vielen Dank für den schönen Artikel, darf ich bei der Gelegenheit auf das geniale Projekt 'OSTMODERNE' von Hertha Hurnaus, Benjamin Konrad and Maik Novotny hinweisen? Im Jahr 2006 erschien dazu ein gedruckter Bildband, für alle die nicht das Glück hatten einen davon zu ergattern gibt es die Website www.ostmoderne.com um einen Blick auf wegweisende slovakische und tschechische Architektur der 60er und 70er zu werfen. Im Vergleich zu Deutschland wurden dort zu dieser Zeit trotz widrigster Bedingungen - Projekte benötigten zu Fertigstellung aufgrund Materialmangels teilweise 14 Jahre - Gebäude errichtet die Ihresgleichen suchen und eine neue Ära darstellten. Es wäre schade wenn diese vergessen und übersehen werden.

"Den Vertretern der Betonschachtel"

Ich habe den Architekten der Beton-Orgien vor zwei Jahren ein virtuelles Denkmal gesetzt:

http://www.serious-cut.de...

Wie im Artikel geschrieben, muss man nicht weit reisen, um derlei Auswüchse "genialer Architekturkunst" (Ironie-Ende) zu finden.
Z. B. die Beton-Warze auf der Schwanthalerhöhe in München, oder das neue Viertel hinter dem "Alten Messepark", eben dort.
Wahrscheinlich kennt jeder von uns etliche "Kunstwerke", die von Bauherren und Architekten verantwortet werden, die ich als "Linealisten" bezeichnen würde. Mir ein Rätsel, wie man sich als Architekt für sowas hergeben kann.

Eher bröckelt die Aktualität der Fotos ...

Von wann stammen die Fotos? Bestimmt nicht aus den letzten Jahren. Denn das Bild vom Karstadt in Dresden gibt es so schon eine Weile nicht mehr. Der Gebäudekomplex heißt mittlerweile Centrum Galerie. Über das Design lässt sich immer noch streiten, aber von bröckeln kann nicht die Rede sein.