Gesetzliche Krankenversicherung "Fast alle Krankenkassen werden Zusatzbeiträge einführen"
Ohne Zusatzbeiträge kann sich die gesetzliche Krankenversicherung nicht finanzieren, sagt Ökonom Wasem im Interview. Der Gesundheitsfonds ist der Kern des Problems.
ZEIT ONLINE: Herr Wasem, mehr als 20 gesetzliche Krankenkassen haben zu geringe finanzielle Rücklagen. Dabei wollte Schwarz-Gelb genau das mit der Gesundheitsreform verhindern. Wie konnte es dazu kommen?
Jürgen Wasem: Das liegt am Gesundheitsfonds. Die Kassen finanzieren sich im Wesentlichen durch Zahlungen aus diesem Fonds. Die von der Politik beschlossene Zuwendungshöhe richtet sich nach der Risikostruktur der Kasse, also danach, wie krank die Mitglieder sind und wie groß das Risiko der gesunden Versicherten ist, krank zu werden. Auch Alter und Geschlecht der Mitglieder spielen eine Rolle. Wenn eine Krankenkasse für ihre Versicherten mehr ausgibt, als in der Formel für den Gesundheitsfonds vorgesehen, bleibt sie auf den Kosten sitzen.
ZEIT ONLINE: Manche Kassen kommen also mit dem Geld aus dem Gesundheitsfonds aus und manche nicht. Warum?

Der Volkswirt Jürgen Wasem ist Inhaber des Lehrstuhls für Medizinmanagement an der Universität Duisburg-Essen.
Wasem: Zunächst einmal werden bei den Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds nur 80 Krankheiten direkt berücksichtigt. Für die übrigen Erkrankungen bekommen die Kassen das Geld nur nach Alter und Geschlecht der Versicherten. Wenn eine Kasse deutlich mehr Versicherte mit diesen Krankheiten hat, hat sie ein Problem.
Auch spielt der Wohnort des Versicherten keine Rolle bei den Zuweisungen. Wir wissen aber: In Städten und Ballungsräumen ist die gleiche Behandlung teurer als auf dem Land. Weil man schneller zum Arzt geht und eher im Krankenhaus landet. Eine Krankenkasse, deren Versicherte überwiegend in solchen teuren Regionen leben, kann daher mit dem Geld aus dem Fonds nicht auskommen.
ZEIT ONLINE: Es wäre also falsch, zu behaupten, dass Kassen, die mit dem Geld nicht auskommen, schlicht unwirtschaftlich arbeiten?
Wasem: Die Wirtschaftlichkeit spielt in der Tat nur eine untergeordnete Rolle. Es gibt zwar Unterschiede zwischen den Krankenkassen: Die einen haben intelligente Rabattverträge mit der Pharmaindustrie abgeschlossen, die anderen nicht. Aber insgesamt ist die Versichertenstruktur und die Frage, wo die Menschen wohnen, entscheidend für die Finanzausstattung einer Kasse.
ZEIT ONLINE: Wie können die gesetzlichen Krankenkassen die Lücken schließen?
Wasem: Indem sie mehr Geld von den Versicherten verlangen. Vor der Einführung des Gesundheitsfonds haben sie das über unterschiedliche Beitragssätze gemacht: Ende 2008 gab es Krankenkassen mit einem Mitgliedsbeitrag von 13 Prozent und Kassen mit 16 Prozent Beitragssatz. Das hatte auch seinen guten Grund – manche Krankenkassen müssen mehr schwer erkrankte, also teurere, Mitglieder versorgen.
Diese Struktur ist mit dem Gesundheitsfonds natürlich nicht verschwunden. Die Kassen brauchen unterschiedlich viel Geld. Nun dürfen sie aber die Beiträge nicht erhöhen. Also müssen sie Zusatzbeiträge einführen. Aber die Kassen, die einen Zusatzbeitrag bräuchten, um sich zu finanzieren, haben Angst vor der Einführung. Und die Kassen, die schon einen haben, scheuen sich davor, ihn zu erhöhen.
ZEIT ONLINE: Weil ihnen dann die Mitglieder weglaufen.
Wasem: Richtig. Wenn eine Kasse Zusatzbeiträge erhebt, verliert sie 20 bis 30 Prozent der Mitglieder. Dabei kündigen vor allem die jüngeren, gesünderen Versicherten, die nur geringe Kosten verursachen. Durch die Zusatzbeträge wird dann die finanzielle Situation der Kasse also noch schlechter.
- Datum 16.06.2011 - 17:25 Uhr
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"ZEIT ONLINE: Wie können die gesetzlichen Krankenkassen die Lücken schließen?
Wasem: Indem sie mehr Geld von den Versicherten verlangen."
Einfach schön, was der Prof da schwadroniert als Privatversicherter mit Beihilfe, vom Steuerzahler üppig alimentiert.
Nein! Falscher Ansatz!
Indem unsere Politiker endlich beschließen, dass ALLE Bürger eine gesetzliche KV haben müssen. Keine Bemessungsgrenzen, keine Ausnahmen mehr.
Das bringt mehr Beitragszahler.
Last verteilen! Die paritätische Beitragszahlung (also 50% AG, 50 AN) wieder einführen, den sie verteilt Lasten gerechter. Insbesondere die Arbeitgeber profitieren von gesunden Arbeitnehmern!
Beamte, Staatssekretären und vor allem Abgeordneten, aber auch einem Ackermann ist zuzumuten zB 16% vom Lohn für die GKV abzudrücken.
Weg mit den Privilegien! Wem die GKV nicht reicht, sei freigestellt privat Zusatzversicherungen abzuschließen.
nicht wirklich, das würde implizieren, das es keine Mitversicherten mehr gibt, da würden die meisten nur nch für die KV arbeiten.
Jeden Monat ärgert mich der Posten KV in der Gehaltsabrechnung.
Und der Ärger wird größer wenn das Mitgliedermagazin meiner KK beginnend mit D und endend auf AK kommt.
Lobpreisungen auf viele in meinen Augen unnütze Programme, "Rabatt"-aktionen etc.
Da möchte ich doch nicht nur eine evtl. kleine und vor allem kurzfristige Entlastung wenn jetzige PKV-Versicherte in die GVK eingegliedert werden sollen.
Nein, ich möchte auch die Vorteile der PKV genießen und nicht Heerschaaren von Leuten mitbezahlen die nichts einzahlen und den lieben langen Tag beim Arzt sitzen, weil sie sich sonst langweilen.
In der PKV wären meine Kinder außerdem bei weitem besser versorgt als in der GVK. Habe da so meine leider schlechten Erfahrungen gemacht.
Die GKV hatte ihre Berechtigung zu Kaisers Zeiten.
Heute ist sie unsinnig, zu teuer und daher abzuschaffen.
Ich finde das auch schlimm. Warum muss denn so viel Geld für Gesundheit ausgegeben werden?
Ich glaube es liegt an der Nichtakzeptanz der natürlichen Vergänglichkeit. So müssen wir das Dilemma unseres aktuellen kulturellen Verständnis eben noch eine Weile aus sitzen, bis es dann gar nicht mehr geht. Dann bereinigen wir uns durch eine große Unordnung und fangen eine andere kulturelle Sackgasse an, die aber erst einmal lange Zeit stabil sein wird.
Zur Integration von PKV in GKV: Ich glaube das ich eine gute Idee, auch wenn ich aktuell von der PKV profitiere. Aber nicht nur, weil die guten Risiken in die PKV gehen und die anderen in die GKV müssen. Nein, es geht im Moment auch die Innovationsleistung der PKV'ler verloren. PKV'ler verdienen mehr oder sind selbstständig - kurz geschlussfolgert - sie schaffen durch ihr Verhalten etwas, wofür ihnen andere Menschen mehr Geld geben oder was vom normal abweicht.
Aber langfristig wird die Kraft der PKV'ler in der GKV nicht reichen, weil sie sich nicht durchsetzen müssen (Höchstsätze) und können (sind zu wenige).
Meine 20 cents.
Matths
den Rest übernimmt der Arbeitgeber (der derzeit ebenfalls 50% der Kosten trägt).
Ein System für alle! Wenn die PKVs so gut wären wie alle tun warum dann nicht für alle einführen? Das funktioniert nur gesunde Leute so lange sie halbwegs gesund sind, und die fehlen dann im System der GKV. Also entweder PKVs für alle, dann aber mit Ausgleich oder GKV für alle!
Wichtiger als das wäre aber noch das von allen Einkünften, also auch von Einkünften die nicht aus eigener Arbeit resultieren ein Teil zur Krankfürsorge abgezweigt wird.
nicht wirklich, das würde implizieren, das es keine Mitversicherten mehr gibt, da würden die meisten nur nch für die KV arbeiten.
Jeden Monat ärgert mich der Posten KV in der Gehaltsabrechnung.
Und der Ärger wird größer wenn das Mitgliedermagazin meiner KK beginnend mit D und endend auf AK kommt.
Lobpreisungen auf viele in meinen Augen unnütze Programme, "Rabatt"-aktionen etc.
Da möchte ich doch nicht nur eine evtl. kleine und vor allem kurzfristige Entlastung wenn jetzige PKV-Versicherte in die GVK eingegliedert werden sollen.
Nein, ich möchte auch die Vorteile der PKV genießen und nicht Heerschaaren von Leuten mitbezahlen die nichts einzahlen und den lieben langen Tag beim Arzt sitzen, weil sie sich sonst langweilen.
In der PKV wären meine Kinder außerdem bei weitem besser versorgt als in der GVK. Habe da so meine leider schlechten Erfahrungen gemacht.
Die GKV hatte ihre Berechtigung zu Kaisers Zeiten.
Heute ist sie unsinnig, zu teuer und daher abzuschaffen.
Ich finde das auch schlimm. Warum muss denn so viel Geld für Gesundheit ausgegeben werden?
Ich glaube es liegt an der Nichtakzeptanz der natürlichen Vergänglichkeit. So müssen wir das Dilemma unseres aktuellen kulturellen Verständnis eben noch eine Weile aus sitzen, bis es dann gar nicht mehr geht. Dann bereinigen wir uns durch eine große Unordnung und fangen eine andere kulturelle Sackgasse an, die aber erst einmal lange Zeit stabil sein wird.
Zur Integration von PKV in GKV: Ich glaube das ich eine gute Idee, auch wenn ich aktuell von der PKV profitiere. Aber nicht nur, weil die guten Risiken in die PKV gehen und die anderen in die GKV müssen. Nein, es geht im Moment auch die Innovationsleistung der PKV'ler verloren. PKV'ler verdienen mehr oder sind selbstständig - kurz geschlussfolgert - sie schaffen durch ihr Verhalten etwas, wofür ihnen andere Menschen mehr Geld geben oder was vom normal abweicht.
Aber langfristig wird die Kraft der PKV'ler in der GKV nicht reichen, weil sie sich nicht durchsetzen müssen (Höchstsätze) und können (sind zu wenige).
Meine 20 cents.
Matths
den Rest übernimmt der Arbeitgeber (der derzeit ebenfalls 50% der Kosten trägt).
Ein System für alle! Wenn die PKVs so gut wären wie alle tun warum dann nicht für alle einführen? Das funktioniert nur gesunde Leute so lange sie halbwegs gesund sind, und die fehlen dann im System der GKV. Also entweder PKVs für alle, dann aber mit Ausgleich oder GKV für alle!
Wichtiger als das wäre aber noch das von allen Einkünften, also auch von Einkünften die nicht aus eigener Arbeit resultieren ein Teil zur Krankfürsorge abgezweigt wird.
nicht wirklich, das würde implizieren, das es keine Mitversicherten mehr gibt, da würden die meisten nur nch für die KV arbeiten.
Nein, den Wegfall der Familienmitversicherung habe ich mitnichten impliziert.
Aber es kann nicht sein, dass es Bemessungsgrenzen gibt, die Millionen potentieller und vor allem finanzkräftiger Versicherter aus der GKV entlässt.
Nein, den Wegfall der Familienmitversicherung habe ich mitnichten impliziert.
Aber es kann nicht sein, dass es Bemessungsgrenzen gibt, die Millionen potentieller und vor allem finanzkräftiger Versicherter aus der GKV entlässt.
Jeden Monat ärgert mich der Posten KV in der Gehaltsabrechnung.
Und der Ärger wird größer wenn das Mitgliedermagazin meiner KK beginnend mit D und endend auf AK kommt.
Lobpreisungen auf viele in meinen Augen unnütze Programme, "Rabatt"-aktionen etc.
Da möchte ich doch nicht nur eine evtl. kleine und vor allem kurzfristige Entlastung wenn jetzige PKV-Versicherte in die GVK eingegliedert werden sollen.
Nein, ich möchte auch die Vorteile der PKV genießen und nicht Heerschaaren von Leuten mitbezahlen die nichts einzahlen und den lieben langen Tag beim Arzt sitzen, weil sie sich sonst langweilen.
In der PKV wären meine Kinder außerdem bei weitem besser versorgt als in der GVK. Habe da so meine leider schlechten Erfahrungen gemacht.
Die GKV hatte ihre Berechtigung zu Kaisers Zeiten.
Heute ist sie unsinnig, zu teuer und daher abzuschaffen.
...ist der Grund, warum alle in der GKV versichert sein sollten. Wenn man gesund ist, dann bezahlt man selbstverständlich die Menschen mit, die größere Probleme mit ihrer Gesundheit haben. Genau das ist der Sinn einer Krankenversicherung.
Dass es so viele Leute gäbe die "den lieben langen Tag beim Arzt sitzen, weil sie sich sonst langweilen" halte ich für nichts anderes als undifferenzierte Polemik und Hetze.
Man mag es nicht glauben, aber es gibt tatsächlich viele Menschen, die schwere chronische Krankheiten haben und ohne KV sehr hilflos da stehen würden.
In dem jetzigen System ist es jedoch so, dass die gesunden Menschen, wie Sie, zu einer PKV wechseln und die kranken bei der GKV bleiben, weil eine PKV für sie zu teuer wäre.
Das führt dazu, dass die PKV an den ganzen Gesunden verdient und die GKV die Kranken bezahlen muss. Das ganze System wird damit ad absurdum geführt.
...darüber nachdenken!
Sie können nicht ernsthaft ein Krankenversicherungssystem wie in den USA wollen!
Ich hatte sie alle gehabt...eine private KV, die Gesetzliche, und die auch eine Weile lang freiwillig.
Das amerikanische (private) KV System ist mir ebenso bestens vertraut.
Es gibt hohe Selbstbeteiligungen, verbunden mit allen möglichen Extrakosten. So wird zB eine Praxisgebühr (zb $35) bei JEDEM Arztbesuch fällig. Die Kosten des Gesundheitssystems pro Kopf betragen für Deutschland 3.737US$, während in den USA doppelt so viele Kosten pro Kopf anfallen ($7.538). So kommt es, dass die Amerikaner viel mehr für weniger und häufig auch zweitklassige Leistung bezahlen.
Selbst eine KV ist in den USA keine Garantie, dass im Krankheitsfall die Versicherung auch zahlt. 2007 waren 62% aller Pleiten in den USA persönlichen medizinischen Ausgaben und Behandlungskosten zuzuschreiben.
Auch ist "privat" hüben wie drüben kein Synonym für Effizienz. In den USA fallen bis zu 30% aller Kosten in der Verwaltung der KVs an! Die Verwaltungskosten In Deutschland machen bei den Gesetzlichen einen Anteil von nur 5,3% aber bei den Privaten fast dreimal soviel (14,3%) aus. (Zahlen von 2008, Wikipedia).
Glauben Sie mir, die deutsche GKV ist im "Health Care Universum" das Beste unter Sonne, sicherlich verbesserungswürdig, aber allemal wert, dass wir es vor den Begehrlichkeiten Lobby-gesteuerter Politdarsteller bis aufs Blut verteidigen.
Außer viel frühere Termine bei Fachärzten und kürzeren Wartezeit ist die Versorgung kein Stück besser. Das tolle für die Ärzte und Pharmaindustrie ist ja, dass die Patienten der PKV gar nicht einschätzen können welche Medikamente und Untersuchungen wirklich sinnvoll sind, so kann den Patienten der PKV jede menge unnützes Zeug aufs Augen drücken. Wobei das Problem der Überversorgung auch bei der GKV besteht, hier herrscht ein großes Potenzial zum sparen, dazu müsste die Blockade der Lobby aber erst mal aufgebrochen werden.
Wissen die Leute von der PKV und der Privaten Rentenversicherung eigentlich, dass ihre Versicherungen durch das dilettantische Vorgehen in der Euro-Krise und der drohenden US-Pleite gerade in akuter Gefahr ist, da es zu einer enormen Vernichtung von Geldvermögen kommen muss und wird?
...ist der Grund, warum alle in der GKV versichert sein sollten. Wenn man gesund ist, dann bezahlt man selbstverständlich die Menschen mit, die größere Probleme mit ihrer Gesundheit haben. Genau das ist der Sinn einer Krankenversicherung.
Dass es so viele Leute gäbe die "den lieben langen Tag beim Arzt sitzen, weil sie sich sonst langweilen" halte ich für nichts anderes als undifferenzierte Polemik und Hetze.
Man mag es nicht glauben, aber es gibt tatsächlich viele Menschen, die schwere chronische Krankheiten haben und ohne KV sehr hilflos da stehen würden.
In dem jetzigen System ist es jedoch so, dass die gesunden Menschen, wie Sie, zu einer PKV wechseln und die kranken bei der GKV bleiben, weil eine PKV für sie zu teuer wäre.
Das führt dazu, dass die PKV an den ganzen Gesunden verdient und die GKV die Kranken bezahlen muss. Das ganze System wird damit ad absurdum geführt.
...darüber nachdenken!
Sie können nicht ernsthaft ein Krankenversicherungssystem wie in den USA wollen!
Ich hatte sie alle gehabt...eine private KV, die Gesetzliche, und die auch eine Weile lang freiwillig.
Das amerikanische (private) KV System ist mir ebenso bestens vertraut.
Es gibt hohe Selbstbeteiligungen, verbunden mit allen möglichen Extrakosten. So wird zB eine Praxisgebühr (zb $35) bei JEDEM Arztbesuch fällig. Die Kosten des Gesundheitssystems pro Kopf betragen für Deutschland 3.737US$, während in den USA doppelt so viele Kosten pro Kopf anfallen ($7.538). So kommt es, dass die Amerikaner viel mehr für weniger und häufig auch zweitklassige Leistung bezahlen.
Selbst eine KV ist in den USA keine Garantie, dass im Krankheitsfall die Versicherung auch zahlt. 2007 waren 62% aller Pleiten in den USA persönlichen medizinischen Ausgaben und Behandlungskosten zuzuschreiben.
Auch ist "privat" hüben wie drüben kein Synonym für Effizienz. In den USA fallen bis zu 30% aller Kosten in der Verwaltung der KVs an! Die Verwaltungskosten In Deutschland machen bei den Gesetzlichen einen Anteil von nur 5,3% aber bei den Privaten fast dreimal soviel (14,3%) aus. (Zahlen von 2008, Wikipedia).
Glauben Sie mir, die deutsche GKV ist im "Health Care Universum" das Beste unter Sonne, sicherlich verbesserungswürdig, aber allemal wert, dass wir es vor den Begehrlichkeiten Lobby-gesteuerter Politdarsteller bis aufs Blut verteidigen.
Außer viel frühere Termine bei Fachärzten und kürzeren Wartezeit ist die Versorgung kein Stück besser. Das tolle für die Ärzte und Pharmaindustrie ist ja, dass die Patienten der PKV gar nicht einschätzen können welche Medikamente und Untersuchungen wirklich sinnvoll sind, so kann den Patienten der PKV jede menge unnützes Zeug aufs Augen drücken. Wobei das Problem der Überversorgung auch bei der GKV besteht, hier herrscht ein großes Potenzial zum sparen, dazu müsste die Blockade der Lobby aber erst mal aufgebrochen werden.
Wissen die Leute von der PKV und der Privaten Rentenversicherung eigentlich, dass ihre Versicherungen durch das dilettantische Vorgehen in der Euro-Krise und der drohenden US-Pleite gerade in akuter Gefahr ist, da es zu einer enormen Vernichtung von Geldvermögen kommen muss und wird?
Die privaten Krankenkassen profitieren doch massiv von den gesetzlichen Kassen. Da es deutlich mehr Mitglieder in den gesetzlichen Kassen gibt, sind es im Grunde sie, die die Gesundheitsinfrastruktur finanziert haben und finanzieren. Was würden die ganzen privat abrechnenden Ärzte machen, wenn es keine gesetzlichen Kassen geben würde, die ihnen u.a. ihre Einrichtung finanziert haben?
So gesehen sind die Privatversicherten Schmarotzer an den gesetzlichen Kassen. Daher wäre eine allgemeiner Bürgerversicherung, an der alle im Verhältnis zu ihrem Gesamteinkommen beitragen, eine wirklich faire Lösung - ein schweizer Modell, aber eben nach dem Umlageverfahren.
Naja, die These, dass die GKV die teuren Geräte finanziert, stimmt meines Erachtens nicht.
Ein Ziel eines nach Gewinnmaximen arbeitenden Arztes ist es, möglichst viele Privatpatienten zu bekommen, weil er dort mehr abrechnen kann.
Wie das geht bei niedrigeren Beiträgen in der PKV als in der GKV? Weil jeder der in der PKV ist, Beiträge zahlt. Die sind zwar im Einzelfall niedriger als in der GKV, aber es zahlt jeder. Man kommt ja erst in die PKV rein, wenn man eine Summe x zahlt. In der GKV sind viele, die nicht einzahlen oder deutlich weniger als die Summe x. Weiterhin haben PKV oft einen Selbstbehalt. Ich trage beispielsweise seit dem ich in der PKV bin alle meine Arztrechnungen selbst. Das macht ein GKV'ler nicht.
Übrigens ist in meinen Satz für die PKV auch ein Anteil drin, den ich als Transferleistung an die GKV zahle. Zur Zeit ist als der Transfer eher so, dass die PKV'ler die GKV'ler finanzieren.
Die Ungerechtigkeit der GKV'ler liegt eher woanders - meiner Meinung nach in einem Kulturverständnis. Was ich zum System PKV und GKV denke, habe ich in einem anderen Post geschrieben. Hier wollte ich mal ihr Schmarotzer-Element aufklären.
Gruß, matths
Naja, die These, dass die GKV die teuren Geräte finanziert, stimmt meines Erachtens nicht.
Ein Ziel eines nach Gewinnmaximen arbeitenden Arztes ist es, möglichst viele Privatpatienten zu bekommen, weil er dort mehr abrechnen kann.
Wie das geht bei niedrigeren Beiträgen in der PKV als in der GKV? Weil jeder der in der PKV ist, Beiträge zahlt. Die sind zwar im Einzelfall niedriger als in der GKV, aber es zahlt jeder. Man kommt ja erst in die PKV rein, wenn man eine Summe x zahlt. In der GKV sind viele, die nicht einzahlen oder deutlich weniger als die Summe x. Weiterhin haben PKV oft einen Selbstbehalt. Ich trage beispielsweise seit dem ich in der PKV bin alle meine Arztrechnungen selbst. Das macht ein GKV'ler nicht.
Übrigens ist in meinen Satz für die PKV auch ein Anteil drin, den ich als Transferleistung an die GKV zahle. Zur Zeit ist als der Transfer eher so, dass die PKV'ler die GKV'ler finanzieren.
Die Ungerechtigkeit der GKV'ler liegt eher woanders - meiner Meinung nach in einem Kulturverständnis. Was ich zum System PKV und GKV denke, habe ich in einem anderen Post geschrieben. Hier wollte ich mal ihr Schmarotzer-Element aufklären.
Gruß, matths
Ich finde das auch schlimm. Warum muss denn so viel Geld für Gesundheit ausgegeben werden?
Ich glaube es liegt an der Nichtakzeptanz der natürlichen Vergänglichkeit. So müssen wir das Dilemma unseres aktuellen kulturellen Verständnis eben noch eine Weile aus sitzen, bis es dann gar nicht mehr geht. Dann bereinigen wir uns durch eine große Unordnung und fangen eine andere kulturelle Sackgasse an, die aber erst einmal lange Zeit stabil sein wird.
Zur Integration von PKV in GKV: Ich glaube das ich eine gute Idee, auch wenn ich aktuell von der PKV profitiere. Aber nicht nur, weil die guten Risiken in die PKV gehen und die anderen in die GKV müssen. Nein, es geht im Moment auch die Innovationsleistung der PKV'ler verloren. PKV'ler verdienen mehr oder sind selbstständig - kurz geschlussfolgert - sie schaffen durch ihr Verhalten etwas, wofür ihnen andere Menschen mehr Geld geben oder was vom normal abweicht.
Aber langfristig wird die Kraft der PKV'ler in der GKV nicht reichen, weil sie sich nicht durchsetzen müssen (Höchstsätze) und können (sind zu wenige).
Meine 20 cents.
Matths
Naja, die These, dass die GKV die teuren Geräte finanziert, stimmt meines Erachtens nicht.
Ein Ziel eines nach Gewinnmaximen arbeitenden Arztes ist es, möglichst viele Privatpatienten zu bekommen, weil er dort mehr abrechnen kann.
Wie das geht bei niedrigeren Beiträgen in der PKV als in der GKV? Weil jeder der in der PKV ist, Beiträge zahlt. Die sind zwar im Einzelfall niedriger als in der GKV, aber es zahlt jeder. Man kommt ja erst in die PKV rein, wenn man eine Summe x zahlt. In der GKV sind viele, die nicht einzahlen oder deutlich weniger als die Summe x. Weiterhin haben PKV oft einen Selbstbehalt. Ich trage beispielsweise seit dem ich in der PKV bin alle meine Arztrechnungen selbst. Das macht ein GKV'ler nicht.
Übrigens ist in meinen Satz für die PKV auch ein Anteil drin, den ich als Transferleistung an die GKV zahle. Zur Zeit ist als der Transfer eher so, dass die PKV'ler die GKV'ler finanzieren.
Die Ungerechtigkeit der GKV'ler liegt eher woanders - meiner Meinung nach in einem Kulturverständnis. Was ich zum System PKV und GKV denke, habe ich in einem anderen Post geschrieben. Hier wollte ich mal ihr Schmarotzer-Element aufklären.
Gruß, matths
Wieviel Kinder haben Sie denn?
Schon mal drüber nachgedacht das der gewinnmaximierende Arzt sie nur behandelt oder untersucht weil er Geld verdienen will und nicht weil das gut für sie ist? Solche Typen sind auch meistens nicht wirklich gute Ärzte, die machen nur so einen Hype mit ihren ganzen getue.
Schon mal mit Leuten unterhalten, die nach vielen Jahren gesund in der PKV plötzlich richtig teuer wurden weil richtig krank, wo dann die PKV nur einen Vorwand sucht um die loszuwerden? Die Leute werden dann wieder abgekippt bei der GKV
Wie das geht bei niedrigeren Beiträgen in der PKV als in der GKV?
Die Absurdität der PKV ist, dass die Beiträge mitnichten niedriger sind. Sie erscheinen nur so, weil Sie noch Jung sind.
Auf Lebenszeit gerechnet wird schnell klar, dass die diversen Sonderleistungen der PKV mitnichten kosten-neutral oder gar kosten-günstiger zu haben sind.
Übrigens ist in meinen Satz für die PKV auch ein Anteil drin, den ich als Transferleistung an die GKV zahle. Zur Zeit ist als der Transfer eher so, dass die PKV'ler die GKV'ler finanzieren.
Schwachsinn.
Offenbar haben Sie keine Ahnung vom Thema, aber selbstverständlich eine Meinung. Sollten Sie Akademiker sein, sollten Sie sich ggf. mal an Uni-Zeit zurückerinnern und ihre Diskussions-Politik überdenken (sprich: Wissen statt Glauben).
Wieviel Kinder haben Sie denn?
Schon mal drüber nachgedacht das der gewinnmaximierende Arzt sie nur behandelt oder untersucht weil er Geld verdienen will und nicht weil das gut für sie ist? Solche Typen sind auch meistens nicht wirklich gute Ärzte, die machen nur so einen Hype mit ihren ganzen getue.
Schon mal mit Leuten unterhalten, die nach vielen Jahren gesund in der PKV plötzlich richtig teuer wurden weil richtig krank, wo dann die PKV nur einen Vorwand sucht um die loszuwerden? Die Leute werden dann wieder abgekippt bei der GKV
Wie das geht bei niedrigeren Beiträgen in der PKV als in der GKV?
Die Absurdität der PKV ist, dass die Beiträge mitnichten niedriger sind. Sie erscheinen nur so, weil Sie noch Jung sind.
Auf Lebenszeit gerechnet wird schnell klar, dass die diversen Sonderleistungen der PKV mitnichten kosten-neutral oder gar kosten-günstiger zu haben sind.
Übrigens ist in meinen Satz für die PKV auch ein Anteil drin, den ich als Transferleistung an die GKV zahle. Zur Zeit ist als der Transfer eher so, dass die PKV'ler die GKV'ler finanzieren.
Schwachsinn.
Offenbar haben Sie keine Ahnung vom Thema, aber selbstverständlich eine Meinung. Sollten Sie Akademiker sein, sollten Sie sich ggf. mal an Uni-Zeit zurückerinnern und ihre Diskussions-Politik überdenken (sprich: Wissen statt Glauben).
den Rest übernimmt der Arbeitgeber (der derzeit ebenfalls 50% der Kosten trägt).
Ein System für alle! Wenn die PKVs so gut wären wie alle tun warum dann nicht für alle einführen? Das funktioniert nur gesunde Leute so lange sie halbwegs gesund sind, und die fehlen dann im System der GKV. Also entweder PKVs für alle, dann aber mit Ausgleich oder GKV für alle!
Wichtiger als das wäre aber noch das von allen Einkünften, also auch von Einkünften die nicht aus eigener Arbeit resultieren ein Teil zur Krankfürsorge abgezweigt wird.
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