Schuldenkrise Griechenlands Pleite wäre kein Ende mit Schrecken
... sondern der Anfang aller Probleme. Andere Länder würden straucheln, Banken müssten gerettet werden. Die Politik muss das verhindern.
© Milos Bicanski/Getty Images

Demonstranten vor dem Pralament in Athen
Griechenland ist pleite. Es wird die im Juli fällig werdenden Kredite nicht zurückbezahlen können. Dadurch wird automatisch der Mechanismus der Kreditausfallversicherungen (CDS) in Gang gesetzt. Das bedeutet, dass nicht nur die im Juli fällig werdenden, sondern auch alle anderen griechischen Staatspapiere an Wert verlieren und entsprechend abgeschrieben werden müssen. Die Folgen einer Fälligkeit der CDS können zu unvorhersehbaren und damit nicht kalkulierbaren Turbulenzen an den weltweiten Finanzmärkten führen. Der griechische Staatsbankrott ist dann kein Ende mit Schrecken. Er wird zum Schrecken ohne Ende.

Er ist Direktor und Sprecher der Geschäftsführung des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) und Universitätsprofessor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftspolitik, an der Universität Hamburg.
Erstens ergibt sich aus der griechischen Pleite bei allen Gläubigern ein akuter Wertberichtigungsbedarf. Selbst wenn davon auszugehen ist, dass Griechenland irgendwann seine Zahlungsverpflichtungen verspätet wieder aufnehmen kann, dürfte der Wert der faul gewordenen Anleihen nur noch minimal sein. Vor allem griechische Banken stünden vor dem Konkurs. Denn die drohenden Verluste dürften ihr Eigenkapital soweit schmelzen lassen, dass sie von den Geldmarktgeschäften der EZB abgeschnitten werden und sich somit kaum mehr günstig refinanzieren könnten. Der Staatsbankrott würde dann reihenweise griechische Firmen, aber auch Privatanleger und wohl auch viele Kleinsparer in den Abgrund reißen. Und anders als in vielen Fällen während der Finanzkrise, könnte der klamme griechische Staat die Banken und Unternehmen nicht retten.
Zweitens müssten auch Gläubiger im Ausland ihre Forderungen gegenüber griechischen Schuldnern abschreiben. Das betrifft vor allem deutsche Banken und Versicherungen, die noch besonders viele griechische Staatsanleihen besitzen. Die Abwicklungsbank der Hypo Real Estate ist etwa immer noch mit mehr als sieben Milliarden Euro involviert. Geht nur Griechenland Pleite, ist der Abschreibungsbedarf für die anderen Länder verkraftbar. Sollten aber Portugal, Irland, Spanien oder gar Italien folgen, wird dieser Dominoeffekt erneut zu einem Flächenbrand eskalieren. Das würde dann weitere staatliche Rettungsschirme für einzelne Banken notwendig machen.
Drittens werden in Griechenland Staat und Wirtschaft für lange Zeit neue Kredite auf den privaten Kapitalmärkten nur mit enorm hohen Risikozuschlägen aufnehmen können. Das makroökonomische Chaos würde zunächst zu einer politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Implosion führen, die auf Jahre hinaus sowohl eine Gesundung der Staatshaushalte wie auch eine Erstarkung der Wirtschaft nahezu unmöglich machen. Im Gegenteil: eher sind sich selbstverstärkende Teufelskreise zu erwarten, weil nicht nur für Investitionen in die öffentliche Infrastruktur und das Bildungswesen notwendiges Kapital fehlen wird, sondern auch private Firmen kaum mehr zu Krediten kommen werden. Das gleiche Szenario dürfte sich übrigens auch abspielen, wenn Griechenland aus dem Euro-Verbund austreten und zur Drachme zurückkehren würde.
Viertens ist der Bankrott Griechenlands eine Einladung, auf den Staatsbankrott anderer Euro-Länder zu wetten. Dadurch wird eine schwer zu berechnende Eigendynamik ausgelöst. Die Prämien für eine Kreditausfallversicherung in Portugal, Irland, Spanien, vielleicht sogar Italien und Belgien würden rasch steigen. Entsprechend werden die Rating-Agenturen die Bonität dieser Länder zurückstufen, was deren Refinanzierungskosten noch einmal weiter nach oben treibt. Als Folge des griechischen Staatsbankrotts werden somit für alle Euro-Länder die Kreditkosten ansteigen, selbst für die starken Länder wie Deutschland oder Frankreich.
Das wäre genau so, wenn Griechenland freiwillig den Euro-Raum verlassen würde. Denn auch dann ist das Signal das gleiche. Nämlich, dass der Euro doch nicht für die Ewigkeit gedacht war, weswegen man bei seiner Geburt ganz bewusst – anders als bei einer Ehe – auf ein Scheidungsrecht verzichtet hatte. Bricht man einmal mit der "No exit"-Regel, werden die Kapitalmärkte davon ausgehen, dass man die Regel immer wieder brechen kann.
Weil die EU-Verantwortlichen die immensen Folgen eines griechischen Staatsbankrotts vernünftiger- und wohl auch richtigerweise als dramatisch beurteilen, wollen und werden sie ihn mit aller Macht verhindern. Deshalb werden die Staats- und Regierungschefs auf dem EU-Gipfel heute und morgen mit allen Mitteln an einem Kompromiss zur Rettung Griechenlands arbeiten, der auf drei Säulen ruht: er nimmt die Euro-Länder, die privaten Gläubiger und Griechenland gleichermaßen in die Pflicht. Allerdings mit völlig asymmetrischer Lastenteilung. Die privaten Gläubiger spielen höchstens eine symbolische Rolle. Im Falle Griechenlands geht es bestenfalls um zehn Milliarden Euro. Eine mehr als bescheidene Summe angesichts eines erwarteten Hilfspakets für Griechenland von insgesamt über 100 Milliarden Euro.
- Datum 23.06.2011 - 09:47 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Andere Ökonomen shen dies aber ganz anders.
Ein Schrecken ohne Ende haben wir, wenn alle PIIGS-Staaten massiv - also mehr als schon die ohnehin pro Jahr gezahlten 9 Mrd. € - durch Deutschland subverntioniert werden müssen (ich vermeide hier bewusst Konjunktive).
Oder vielleicht doch, denn Deutschland wird daraufhin, nach ein paar Jahren, ebenfalls ein Insolvenzfall sein.
Es müsste dann eine Hyperinflation mit allen übelen Folgen für die Gesellschaft geschehen oder aber eine Währungsreform.
Jeder, der die Gemeinschaftswährung € um jeden Preis retten will, muss wissen, dass man auch diesen Preis bezahlen werden muss.
Und der Preis wird große soziale Verwerfungen und neue Wirtschaftskriege in Europa sein.
Bloederweise, sieht man den Ausgang erst wenn man das ausprobiert. Man kann jedoch das Experiment nicht einfach wiederholen. Und die CDFs sind vermutlich eine nicht berechenbare Bombe, die den Kretidausfall gewaltig hebelt.
Die EU gemeinsamme Refinanzierung und Verschmierung der Schulden, ist damit wohl das besser abschaetzbare Risiko. Kommt halt ein wenig Inflation, wie es beim Dollar ja schon staendig der Falls ist (95% Wertverlust seit Gruendung der FED). Und wenn man es schafft Griechenland zu "flippen", dann folgen die anderen auch. Danach heisst es good by Gemeinschaft, der Preis fuer D wird in so einem Lawinenfall sicherlich hoeher. Aber was solls, frueher oder spaeter saetzen sich sowieso uberall die Stammtischpopulisten durch. Scheinbar brauchen die Menschen immer wieder einen richtigen Krach um auf den Boden zu kommen. Ein Krach wird als "externe Gewalt" gesehen und leicher akzeptiert als ein dosiertes Herunterfahren und Verzicht.
Das Geld ist sowieso weg, und hat es niemals gegeben. Es ist nur die Frage ob man jetzt durch Egoismus das ganze noch hebeln will.
Bloederweise, sieht man den Ausgang erst wenn man das ausprobiert. Man kann jedoch das Experiment nicht einfach wiederholen. Und die CDFs sind vermutlich eine nicht berechenbare Bombe, die den Kretidausfall gewaltig hebelt.
Die EU gemeinsamme Refinanzierung und Verschmierung der Schulden, ist damit wohl das besser abschaetzbare Risiko. Kommt halt ein wenig Inflation, wie es beim Dollar ja schon staendig der Falls ist (95% Wertverlust seit Gruendung der FED). Und wenn man es schafft Griechenland zu "flippen", dann folgen die anderen auch. Danach heisst es good by Gemeinschaft, der Preis fuer D wird in so einem Lawinenfall sicherlich hoeher. Aber was solls, frueher oder spaeter saetzen sich sowieso uberall die Stammtischpopulisten durch. Scheinbar brauchen die Menschen immer wieder einen richtigen Krach um auf den Boden zu kommen. Ein Krach wird als "externe Gewalt" gesehen und leicher akzeptiert als ein dosiertes Herunterfahren und Verzicht.
Das Geld ist sowieso weg, und hat es niemals gegeben. Es ist nur die Frage ob man jetzt durch Egoismus das ganze noch hebeln will.
>>Dadurch wird automatisch der Mechanismus der Kreditausfallversicherungen (CDS) in Gang gesetzt. << zu deutsch: die Gewinner dieser als "Versicherung" getarnten Wetten sacken Milliarden ein, die Verluste der Verlierer ("sytemrelevante Banken") werden auf die Steuerzahler übertragen - das hatten wir doch schon einmal -> bad banks.
Straubhaar fordert eine bedingungslose Unterwerfung unter die zockende Finanzwelt. Deren Zockerei wird als Naturphänomen betrachtet, gegen das man nichts machen kann. Also liebe Steuerzahler rückt euer Geld raus. Damit das ganze nicht zu anrüchig wird, deklarieren wir das ganze als Rettungsmaßnahme für Griechenland und den Euro und die geheiligte Europäische Idee.
[...]
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Die Redaktion/sc
Es hilft nichts: der Casino-Capitalismus mit seinen spielsüchtigen Zockern muss komplett an die Wand fahren. Nur wenn das Unwesen der Finanzindustrie moralisch, politisch und auch juristisch vollkommen diskreditiert ist, können wir einen wirklichen politischen und auch wirtschaftlichen Neuanfang starten.
Den Casin-Capitalismus zu retten, lohnt sich nicht. Er muss sich selbst erledigen.
aber bei Staatsanleihen geht es gerade nicht um "zockende" Banken. Das ist so ziemlich das Konservativste, sicherste und verlässlichste, in dem eine Bank das Geld ihrer Kunden anlegen kann. Wenn das als "zu unsicher" wegbricht, dann Gnade uns Gott, was die öffentliche Finanzierung von Zukuftsinvestitionen angeht.
Es hilft nichts: der Casino-Capitalismus mit seinen spielsüchtigen Zockern muss komplett an die Wand fahren. Nur wenn das Unwesen der Finanzindustrie moralisch, politisch und auch juristisch vollkommen diskreditiert ist, können wir einen wirklichen politischen und auch wirtschaftlichen Neuanfang starten.
Den Casin-Capitalismus zu retten, lohnt sich nicht. Er muss sich selbst erledigen.
aber bei Staatsanleihen geht es gerade nicht um "zockende" Banken. Das ist so ziemlich das Konservativste, sicherste und verlässlichste, in dem eine Bank das Geld ihrer Kunden anlegen kann. Wenn das als "zu unsicher" wegbricht, dann Gnade uns Gott, was die öffentliche Finanzierung von Zukuftsinvestitionen angeht.
sind die Drohgebärden der EU und ihrer Politiker gegenüber dem griechischen Staat - und erst recht gegenüber den Bürgern - geradezu lachhaft.
Die Drohung, Griechenland ,müsse immer neue "Sparpakete" beschließen, ist unfassbar dumm, weil sie zu nicht zu einer Entschuldung führen wird. Und andererseits hört sie sich an, als wenn der Erpresser damit droht, sich selbst ins Bein zu schießen, wenn der Erpresste ihm nicht endlich das gibt, was er verlangt - und die Medien machen bei diesem absurden Spiel auch noch mit.
Meine Ermunterung geht an das griechische Volk, diese Spielchen nicht mitzumachen und den Erpressern aus Brüssel und Berlin nicht nachzugeben. Der Fischer und die Kellnerin im griechischen Dorf haben das Desaster nicht zu verantworten, sollen aber dafür bluten- nichts da !
Dann verdient Deutschland zig Milliarden an der Rettung !
Somit verstehe ich nicht wieso jeder eine Pleite daherschreiben will.
Griechenland hat zwar 300Mrd€ Schulden, zahlt aber nur knapp 5% Zinsen darauf. Somit liegt die Zinsbelastung bei 15Mrd € pro Jahr.
Griechische Banken, Versicherungen und Privatanleger halten ca. 60% der Griechischen Staatsschuld, somit beläuft sich der jährliche "Netto Zinsabfluss" auf ca 6Mrd€ oder auf ca 500€ pro Kopf.
Also Dramatik sieht in meinen Augen anders aus !!
Die hohen Milliardensummen kommen deshalb zustande, weil auslaufende Kredite refinanziert werden müssen, da Griechenland aber kein Geld mehr am Markt bekommt muss hier Europa einspringen ! Deutschland z.b. muss monatlich rund 25 Milliarden€ am Markt aufnehmen um laufende Kredite zu finanzieren
Eine Zinsbelastung von 15 Mrd. bei Net Revenue von schätzungsweise 55 Mrd. sollte nicht unterschätzt werden. (Quelle: http://www.minfin.gr/cont... )
Das ist verdammt viel! Insbesondere dann, wenn 1) Ihr Jahresdefizit ca.20 Mrd. beträgt (Sie sich also laufend verschulden, so dass Ihre Zinsbelastung konstant bleibt bzw. weiter steigt) und 2) Sie für geschätzte 5(?), 10(?) ... kurz: X Jahre vom Finanzmarkt abgeschnitten sind und sich Ihre Budgetlöcher von Ihren nervös werdenden EU-Partnern alimentieren lassen müssen. Ich kann in dieser politischen Lösung keine Nachhaltigkeit erblicken. Der Autor dieses Artikels aber schon.
Wir stecken in einer Sackgasse. Und unsere Ökonomen schreien "Alarm!" anstatt uns praktikable Problemlösungen zu präsentieren.
Da vertraue ich lieber dem politischen Sachverstand und ökonomischen Instinkt von Helmut Schmidt und Peer Steinbrück.
Ich plädiere für den Primat der Politik gegenüber ökonomischen Apokalyptikern, die uns dank ihrer post-factum-Hysterie in diese Situation gebracht haben.
Sie schreiben: "Wenn Griechenland wieder auf die Beine kommt, dann verdient Deutschland zig Milliarden an der Rettung!"
Begreifen Sie denn nicht, dass Griechenland nicht auf die Beine kommen KANN, solange es unter einer viel zu starken Währung leidet, die seine nicht wettbewerbsfähigen Produkte irrsinnig verteuert?
Berücksichtigt man nicht nur die bestehenden Einkommen oder die Infrastruktur, sondern auch die Staatsschulden, dann ist Griechenland inzwischen sogar hinter die Länder des ehemaligen Ostblocks und der Türkei zurückgefallen.
Eine Zinsbelastung von 15 Mrd. bei Net Revenue von schätzungsweise 55 Mrd. sollte nicht unterschätzt werden. (Quelle: http://www.minfin.gr/cont... )
Das ist verdammt viel! Insbesondere dann, wenn 1) Ihr Jahresdefizit ca.20 Mrd. beträgt (Sie sich also laufend verschulden, so dass Ihre Zinsbelastung konstant bleibt bzw. weiter steigt) und 2) Sie für geschätzte 5(?), 10(?) ... kurz: X Jahre vom Finanzmarkt abgeschnitten sind und sich Ihre Budgetlöcher von Ihren nervös werdenden EU-Partnern alimentieren lassen müssen. Ich kann in dieser politischen Lösung keine Nachhaltigkeit erblicken. Der Autor dieses Artikels aber schon.
Wir stecken in einer Sackgasse. Und unsere Ökonomen schreien "Alarm!" anstatt uns praktikable Problemlösungen zu präsentieren.
Da vertraue ich lieber dem politischen Sachverstand und ökonomischen Instinkt von Helmut Schmidt und Peer Steinbrück.
Ich plädiere für den Primat der Politik gegenüber ökonomischen Apokalyptikern, die uns dank ihrer post-factum-Hysterie in diese Situation gebracht haben.
Sie schreiben: "Wenn Griechenland wieder auf die Beine kommt, dann verdient Deutschland zig Milliarden an der Rettung!"
Begreifen Sie denn nicht, dass Griechenland nicht auf die Beine kommen KANN, solange es unter einer viel zu starken Währung leidet, die seine nicht wettbewerbsfähigen Produkte irrsinnig verteuert?
Berücksichtigt man nicht nur die bestehenden Einkommen oder die Infrastruktur, sondern auch die Staatsschulden, dann ist Griechenland inzwischen sogar hinter die Länder des ehemaligen Ostblocks und der Türkei zurückgefallen.
die letztes Jahr noch von guten Geschäften mit der GR-Hilfe gesprochen haben?
Aus griechischer Sicht wäre es das Beste, die nächste Tranche noch mitzunehmen und dann die Staatspleite vorzubereiten. Besser kann es nicht mehr werden.
Aus deutscher und französischer Sicht gibt es keine gute Lösung. Beide Länder sind im Euro-System gefangen.
Die freiwillige Beteiligung ist ein Akademikerwitz ohne jede praktische Bedeutung. Eine freiwillige Beteiligung hätte Ähnlichkeiten mit einem Vergleich und wäre gleichfalls ein Ausfallereignis. Wie sollte eine solche Beteiligung aussehen? Wie soll ein Vorstand vor seinen Aktionären die Beteiligung verantworten? Worin soll der Anreiz an der Beteiligung liegen.
Einen herzlichen Dank an alle, die uns vor mehr als zehn Jahren wider alle Warnungen mit Volldampf in diese besch... Situation gesteuert haben.
....die Problematik recht genau. Andererseits stimmt dies nicht: "Der Kompromiss braucht also am Schluss das wohlwollende Einverständnis privater, gewinnorientierter Rating-Agenturen."
Ein Schuldenerlass (mit Übernahme der Schuld durch Euroland) oder eine harte Garantie der Schulden würde die Kreditwürdigkeit Griechenlands für die Rating Agenturen herstellen. Das wäre auch daher eine gangbare Lösung, weil sie Transparenz herstellen würde, wer die Kosten zu tragen hat und eine Präzedenz der Haftung für regulatorisches Versagen herstellen würde. So hätten die Regierungen in Zukunft ein größeres Interesse daran, gute Regel zu machen und sie auch durchzusetzen.
dass keine Lehren aus der Finanzkrise gezogen wurden und Zockereien (CDs, Spekulationen mit Rohstoffen, Lebensmitteln, Kreidiverkäufe etc) unvermindert staatfinden. Der Author fordert nun, dass der (deutsche) Steuerzahler es sich gefallen lassen muss, dies und das permantente Schuldenmachen zu bezahlen. Die meisten seiner Argumente wären bei einer ordentlichen Bewältigung der Finanzkrise gegenstandslos.
Zu einem Artikel von einem Wissenschaftler gehört auch Vollständigkeit:
- Kein Wort über die Rechtsbrüche zur Transferunion
- Kein Wort über die noch viel größeren Gefahren, wenn Spanien, Italien gerettet werden wollen- das würde auch D in die Tiefe reisen.
Ganz simpel vermisse ich die Antwort auf die Frage:
Warum soll der "normale deutsche Steuerzahler" all das, an dem er keine Schuld trägt und von dem er auch wenig Nutzen hat, BEZAHLEN?
Warum soll der "normale deutsche Steuerzahler" all das, an dem er keine Schuld trägt und von dem er auch wenig Nutzen hat, BEZAHLEN?
Zunächst mal sollten sie sich informieren, wozu diese "Spekulationen" auf den von ihnen genannten Märkten dienen. Ohne sie würde es wieder mehr Erntekrisen, Rohstoffkrisen, Wechselkursschwankungskrisen etc. geben. Letztlich gleichen Spekulationsgeschäfte die natürlichen Schwankungen der Realmärkte aus. Sie führen zu einer Art Elastizität der Wirtschaftsprozesse. Zum Desaster kommt es, wenn das Gummituch reisst. Ob dieser Fall schlimmer ist als eine Krise der Realwirtschaft ist schwer zu sagen.
Das Problem der letzten Jahre war (wobei es das auch vorher gab), dass dieses Gummituch eine Art Eigenleben entwickelt hat. Die Absicherungsgeschäfte haben Einfluss auf die Realwirtschaft genommen (in der Immobilienkrise durch den variablen Zinssatz der Kredite). Das gilt es zu verhindern.
Warum soll der "normale deutsche Steuerzahler" all das, an dem er keine Schuld trägt und von dem er auch wenig Nutzen hat, BEZAHLEN?
Zunächst mal sollten sie sich informieren, wozu diese "Spekulationen" auf den von ihnen genannten Märkten dienen. Ohne sie würde es wieder mehr Erntekrisen, Rohstoffkrisen, Wechselkursschwankungskrisen etc. geben. Letztlich gleichen Spekulationsgeschäfte die natürlichen Schwankungen der Realmärkte aus. Sie führen zu einer Art Elastizität der Wirtschaftsprozesse. Zum Desaster kommt es, wenn das Gummituch reisst. Ob dieser Fall schlimmer ist als eine Krise der Realwirtschaft ist schwer zu sagen.
Das Problem der letzten Jahre war (wobei es das auch vorher gab), dass dieses Gummituch eine Art Eigenleben entwickelt hat. Die Absicherungsgeschäfte haben Einfluss auf die Realwirtschaft genommen (in der Immobilienkrise durch den variablen Zinssatz der Kredite). Das gilt es zu verhindern.
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