Strauss-Kahn-Nachfolge Verwaltungsrat wählt Christine Lagarde zur IWF-Chefin

Die französische Finanzministerin Christine Lagarde ist die neue Vorsitzende des Internationalen Währungsfonds. Sie ist die erste Frau an der Spitze des IWF.

Die französische Finanzministerin und neue IWF-Chefin Christine Lagarde

Die französische Finanzministerin und neue IWF-Chefin Christine Lagarde

Die Entscheidung war einstimmig: Die französische Finanzministerin Christine Lagarde rückt an die Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF). Der Verwaltungsrat der Institution entschied sich am Dienstag für die 55-Jährige, wie der IWF in Washington mitteilte.

Lagarde soll das Amt am 5. Juli antreten. Der Verwaltungsrat nannte in seiner Erklärung Lagarde und ihren einzigen Mitbewerber, den mexikanischen Notenbankchef Agustín Carstens sehr qualifizierte Kandidaten. Das Gremium habe das Ziel gehabt, eine einstimmige Entscheidung zu fällen und sich "nach Erwägung aller relevanten Informationen" für Lagarde entschieden.

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Die französische Finanzministerin Christine Lagarde hatte kurz zuvor einen wichtigen Unterstützer für ihre Bewerbung gewonnen: Die USA hatten angekündigt, für die Französin zu stimmen. Die Vereinigten Staaten haben das größte Stimmgewicht innerhalb des Fonds. Die europäischen Länder und Russland, China, Ägypten und Togo hatten sich bereits zuvor für die 55-Jährige ausgesprochen.

"Ministerin Lagardes außergewöhnliches Talent und ihre breite Erfahrung werden eine unschätzbare Führungsverantwortung für eine unverzichtbare Institution in einer kritischen Zeit für die Weltwirtschaft sicherstellen", begründete US-Finanzminister Timothy Geithner die Wahl. Die USA seien "ermutigt" durch die breite Unterstützung, die sie auch von Schwellenländern erfahren habe. Lagardes Konkurrent Carstens wurde von Mexiko, Argentinien, Australien und Kanada unterstützt.

Der IWF-Chefposten war seit Mai unbesetzt, nachdem Dominique Strauss-Kahn das Amt wegen eines Strafverfahrens niedergelegt hatte. Dem Franzosen wird vorgeworfen, in einem New Yorker Hotel ein Zimmermädchen sexuell genötigt zu haben. Er hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

 
Leser-Kommentare
    • WIHE
    • 28.06.2011 um 20:33 Uhr

    meint Sarkozy.
    Nicht für Europa, sondern für Frankreich.

  1. Merkwürdig finde ich das timing - demnächst wird ja darüber entschieden ob gegen die Dame Anklage erhoben wird. Hätte man nicht noch solange warten können?

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    "Lagarde werde in Paris Amtsmissbrauch vorgeworfen, schrieb die Zeitung weiter. Sie habe vor Jahren dem Ex-Minister und Geschäftsmann Bernard Tapie durch Anrufung einer zivilen Schiedsstelle eine lange gerichtliche Auseinandersetzung mit dem französischen Staat erspart.

    Da der Staat aber das Verfahren vor der Schiedsstelle verloren habe und seine Ansprüche gegen Tapie nicht mehr habe durchsetzen können, werde Lagarde Begünstigung vorgehalten." zitiert nach bazonline.ch

    Sie ist momentan Finanzministerin Frankreichs. Obwohl jeder wußte, daß sie loyal war.

    Wer weiß, ob es da überhaupt irgendwann eine Anklage geben wird?

    ... ist doch nichts, womit man einem Finanzminister oder einer Finanzministerin kommen braucht als Staatsanwalt, vorallem wenn der Begünstigte Tapie heisst.

    Wenn ein Grosskopferter weg soll, dann braucht's schon eine saftige Schmuddelanklage wie sexuelle Nötigung oder dergleichen;

    Begünstigungsvorwürfe gelten doch viel mehr als Prädikat und Zugangsvoraussetzung.

    Nicht dass 'am End wer auf die Idee kommt, die finanziell zutiefst mafiöse Politik bemühe sich noch um den Anschein sauberen Finanzgebarens ...

    • PALVE
    • 29.06.2011 um 9:07 Uhr

    "Gefährden könnte ihre Kandidatur ein Verfahren wegen Beihilfe zur Veruntreuung öffentlicher Gelder. Ein Staatsanwalt empfahl Anfang Mai, Lagardes Rolle bei der Entschädigung des Geschäftsmanns Bernard Tapie zu untersuchen. Dieser hatte 1993 seinen Anteil am Sportartikelkonzern Adidas durch die damals staatliche Bank Credit Lyonnais verkauft. Dieser bekam später einen Nachschlag von 285 Mio. Euro, dem Lagarde gegen Widerstand aus ihrem Ministerium zustimmte."
    (Wiener Zeitung)

    Was zeigt uns das?
    Ein/e Verbrecher/in mehr, der über unser Wohl und Wehe entscheiden soll.

    "Lagarde werde in Paris Amtsmissbrauch vorgeworfen, schrieb die Zeitung weiter. Sie habe vor Jahren dem Ex-Minister und Geschäftsmann Bernard Tapie durch Anrufung einer zivilen Schiedsstelle eine lange gerichtliche Auseinandersetzung mit dem französischen Staat erspart.

    Da der Staat aber das Verfahren vor der Schiedsstelle verloren habe und seine Ansprüche gegen Tapie nicht mehr habe durchsetzen können, werde Lagarde Begünstigung vorgehalten." zitiert nach bazonline.ch

    Sie ist momentan Finanzministerin Frankreichs. Obwohl jeder wußte, daß sie loyal war.

    Wer weiß, ob es da überhaupt irgendwann eine Anklage geben wird?

    ... ist doch nichts, womit man einem Finanzminister oder einer Finanzministerin kommen braucht als Staatsanwalt, vorallem wenn der Begünstigte Tapie heisst.

    Wenn ein Grosskopferter weg soll, dann braucht's schon eine saftige Schmuddelanklage wie sexuelle Nötigung oder dergleichen;

    Begünstigungsvorwürfe gelten doch viel mehr als Prädikat und Zugangsvoraussetzung.

    Nicht dass 'am End wer auf die Idee kommt, die finanziell zutiefst mafiöse Politik bemühe sich noch um den Anschein sauberen Finanzgebarens ...

    • PALVE
    • 29.06.2011 um 9:07 Uhr

    "Gefährden könnte ihre Kandidatur ein Verfahren wegen Beihilfe zur Veruntreuung öffentlicher Gelder. Ein Staatsanwalt empfahl Anfang Mai, Lagardes Rolle bei der Entschädigung des Geschäftsmanns Bernard Tapie zu untersuchen. Dieser hatte 1993 seinen Anteil am Sportartikelkonzern Adidas durch die damals staatliche Bank Credit Lyonnais verkauft. Dieser bekam später einen Nachschlag von 285 Mio. Euro, dem Lagarde gegen Widerstand aus ihrem Ministerium zustimmte."
    (Wiener Zeitung)

    Was zeigt uns das?
    Ein/e Verbrecher/in mehr, der über unser Wohl und Wehe entscheiden soll.

  2. Nachdem China und Russland signalisiert hatten, dass sie ebenfalls für Lagarde stimmen werden, haben wohl auch die USA gemerkt, dass sie bei Beibehaltung ihrer illoyalen Verhaltensweise lediglich riskieren in der finalen Abstimmung düpiert zu werden.
    Ein schöner Erfolg für Europa, der in der derzeitigen Währungskrise umso wichtiger ist.

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    • WIHE
    • 28.06.2011 um 21:02 Uhr

    nämlich dann, wenn Italien mit seinem schwachen Wirtschaftswachstum und der vergleichsweise starken Neuverschuldung ins Visier der Spekulanten gerät.

    Dann steigen plötzlich die Zinsen, die Neuverschuldung beschleunigt sich und es geht dem Ende zu.

    Ialien, in zwei Jahren liegt die Staatsverschuldung bei geschätzten runden 130 % des BIP
    und die Frankreichs fast bei mehr als 90 %.

    Da kann der IWF dann auch nicht mehr helfen und Deutschland ist dann auch bald pleite.

    • WIHE
    • 28.06.2011 um 21:02 Uhr

    nämlich dann, wenn Italien mit seinem schwachen Wirtschaftswachstum und der vergleichsweise starken Neuverschuldung ins Visier der Spekulanten gerät.

    Dann steigen plötzlich die Zinsen, die Neuverschuldung beschleunigt sich und es geht dem Ende zu.

    Ialien, in zwei Jahren liegt die Staatsverschuldung bei geschätzten runden 130 % des BIP
    und die Frankreichs fast bei mehr als 90 %.

    Da kann der IWF dann auch nicht mehr helfen und Deutschland ist dann auch bald pleite.

  3. "Lagarde werde in Paris Amtsmissbrauch vorgeworfen, schrieb die Zeitung weiter. Sie habe vor Jahren dem Ex-Minister und Geschäftsmann Bernard Tapie durch Anrufung einer zivilen Schiedsstelle eine lange gerichtliche Auseinandersetzung mit dem französischen Staat erspart.

    Da der Staat aber das Verfahren vor der Schiedsstelle verloren habe und seine Ansprüche gegen Tapie nicht mehr habe durchsetzen können, werde Lagarde Begünstigung vorgehalten." zitiert nach bazonline.ch

    Sie ist momentan Finanzministerin Frankreichs. Obwohl jeder wußte, daß sie loyal war.

    Wer weiß, ob es da überhaupt irgendwann eine Anklage geben wird?

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    Antwort auf "Merkwürdig"
  4. 5. [...]

    Entfernt. Bitte äußern Sie sich auf nachvollziehbare Art und Weise zum konkreten Inhalt des Artikels. Danke, die Redaktion/jz

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    • WIHE
    • 28.06.2011 um 21:02 Uhr

    nämlich dann, wenn Italien mit seinem schwachen Wirtschaftswachstum und der vergleichsweise starken Neuverschuldung ins Visier der Spekulanten gerät.

    Dann steigen plötzlich die Zinsen, die Neuverschuldung beschleunigt sich und es geht dem Ende zu.

    Ialien, in zwei Jahren liegt die Staatsverschuldung bei geschätzten runden 130 % des BIP
    und die Frankreichs fast bei mehr als 90 %.

    Da kann der IWF dann auch nicht mehr helfen und Deutschland ist dann auch bald pleite.

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    Antwort auf "Sieg für Europa"
  5. Lagarde ist Vegetarierin und trinkt keinen Alkohol. Ihre Leidenschaften sind Yoga, Tauchen, Schwimmen und Gartenarbeit.

    Schön, dass mal so jmd. an die Spitze des IWF kommt.

    Hoffen wir, dass Sie Positives bewirken kann.

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    • WIHE
    • 28.06.2011 um 21:06 Uhr

    Sie kann die Völker der Welt vor dem finanziellen Kollaps retten, besonders europäische, bis dem IWF das Geld ausgeht.

    schon klar. Bei den Frauen Silvana Koch-Mehrin und Margot Käßmann hatten wir noch das Attribut "sieht gut aus", was ja wohl eindeutig für eine Qualifikation spricht.

    Aber Sex darf sie noch haben, in dieser angeblich so bürgerlich prüden und moralischen Welt?

    Bitte beteiligen Sie sich Beiträgen die eine Relevanz zum Thema herstellen. Danke. Die Redaktion/er

    • WIHE
    • 28.06.2011 um 21:06 Uhr

    Sie kann die Völker der Welt vor dem finanziellen Kollaps retten, besonders europäische, bis dem IWF das Geld ausgeht.

    schon klar. Bei den Frauen Silvana Koch-Mehrin und Margot Käßmann hatten wir noch das Attribut "sieht gut aus", was ja wohl eindeutig für eine Qualifikation spricht.

    Aber Sex darf sie noch haben, in dieser angeblich so bürgerlich prüden und moralischen Welt?

    Bitte beteiligen Sie sich Beiträgen die eine Relevanz zum Thema herstellen. Danke. Die Redaktion/er

    • WIHE
    • 28.06.2011 um 21:06 Uhr

    Sie kann die Völker der Welt vor dem finanziellen Kollaps retten, besonders europäische, bis dem IWF das Geld ausgeht.

    Eine Leser-Empfehlung

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