Mexiko Sozialarbeit gegen den Drogenkrieg
In Mexiko eskaliert die Gewalt, weil die organisierten Banden in der Gesellschaft einen fruchtbaren Nährboden finden. Kleine Initiativen versuchen, dagegen anzugehen.
© Pedro Pardo/AFP/Getty Images

Eine Polizistin trainiert zwei Grundschülerinnen im mexikanischen Acapulco im richtigen Verhalten im Falle einer Schießerei. Für viele Kinder in Mexiko gehört Gewalt zum Alltag.
Man nennt sie "Ni-Nis", "Weder-Nochs". Gemeint sind Jugendliche, die weder eine Ausbildung haben, noch einen Job. Sie haben die Schule abgebrochen oder die Uni. Arbeit suchen sie nicht. Denn ihr Leben, so glauben sie, hat ohnehin keine Perspektive.
Mexiko ist für viele dieser Jugendlichen gleichbedeutend mit Armut, Ungleichheit und Gewalt. Weil sie nicht wissen, was aus ihrem Leben werden soll, lassen sie sich leicht locken – auch von der organisierten Kriminalität. Viele Fachleute sagen deshalb: Wer die organisierten Banden und Drogenkartelle bekämpfen will, muss die gesellschaftlichen Verhältnisse verbessern.
Straßenlaternen und Konfliktmediation
Im Bundesstaat Nuevo León, dessen Hauptstadt Monterrey ist, will man damit schon einmal anfangen. Die Regierung betreibt dort ein Projekt, das die Zivilgesellschaft in sozialen Brennpunkten stärken soll. Die Helfer gehen dort gezielt in jene Viertel, in denen große Armut, niedriger Bildungsstand und viele Gewalttaten zusammenkommen. Das historische Zentrum Monterreys ist einer dieser Stadtteile. Zunächst geht es hier darum, eine verlässliche Wasserversorgung einzurichten, Straßenlaternen aufzustellen, Gehsteige und Sportplätze zu bauen. Die Menschen sollen sich sicherer fühlen. Und weil die Nachbarn mitarbeiten, so das Konzept, entsteht Identifikation.
Wichtig sei eben nicht nur der Einsatz von Sicherheitskräften, sagt ein Mitarbeiter des Projektes, der ungenannt bleiben möchte. "Die Gewalt, die in Mexiko herrscht, hat mehrere Gründe. Als organisierte Gruppen nach Nuevo León kamen, fanden sie den Boden schon bereitet, um sich einzunisten." Noch ist in Monterrey nicht viel von dem Projekt umgesetzt, die Behörden möchten sich offiziell nicht zu ihrem Vorhaben äußern. Aber das Konzept steht und wird in einer Pilotphase getestet.
In einem zweiten Schritt geht es dann um Bildung. Schüler und Lehrlinge sollen eine bessere Ausbildung bekommen und die Schulen besser ausgestattet werden. Aber die Helfer wollen auch Räume bieten, wo sich Nachbarn zu kulturellen oder sportlichen Veranstaltungen treffen können. Und sie wollen die Leute in gesunder Lebensführung und Konfliktmediation schulen. Neben den Behörden sollen Unternehmer, Hochschulen, Kirchengemeinden und andere zivilgesellschaftliche Organisationen der Stadt mithelfen. Alle verfügbaren Kräfte bündeln, um gegen die Kartelle anzukommen, lautet die Idee. Erst, wenn alle diese Mühen nicht helfen, sollen die Sicherheitskräfte einschreiten.
Perspektivlosigkeit und Gewalt
Wie viele Ni-Nis es in Mexiko gibt, ist umstritten. Nur 285.000, beschwichtigt das regierungsamtliche Instituto Mexikano de la Juventud. Doch die Zahl ist zweifelhaft: Die Behörde rechnet zum Beispiel junge Frauen einfach nicht dazu, wenn sie zu Hause bleiben und im Haushalt helfen. Der Arbeitgeberverband Coparmex sagt, in Wahrheit seien acht Millionen junge Mexikaner ohne Perspektive. Das sei die zweithöchste Zahl der Welt. Amtliche Daten stützen diese These: Laut den neuesten verfügbaren Zahlen sagen 22,1 Prozent der etwa 34 Millionen Mexikaner zwischen zwölf und 29 Jahren, sie verfolgten weder eine Ausbildung, noch hätten sie eine Arbeit.
Und mit der Perspektivlosigkeit geht die Gewalt einher: Menschenrechtsorganisationen und die Interamerikanische Entwicklungsbank IADB beklagen ein hohes Niveau an Gewalt gegen Frauen und Kinder, auch innerhalb von Familien. Viele Taten werden von der Justiz nicht verfolgt. Häufig werden die gewalttätigen Verhaltensmuster von Generation zu Generation weitergegeben, sagen die Forscher der IADB. Die sozialen und ökonomischen Kosten seien hoch.
- Datum 14.06.2011 - 14:28 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Die staatlichen Einrichtungen rund um die Welt - auch in Deutschland - feiern jedes Gramm gefundene Drogen als Erfolg.
Parallel dazu werden Drogen "schiffladungsweise" eingeführt, weil die Nutznießer (Diktatur des Kapitals) bis in die jeweils höchsten Gesellschaftsspitzen zu finden sind und den Drogenhandel decken.
Würde man die Drogen abschaffen wollen, so wäre das bei entsprechenden Maßnahmen in 2 Jahren möglich. Man könnte in 2 Jahren jeglichen Drogenhandel unterbinden und austrocknen.
Aber weltweit gilt: Man will es nicht.
Um die Bevölkerung zu beruhigen, findet man ab und zu mal ein paar Drogen oder Drogenhändler lassen selbst ein paar Kuriere auffliegen, um nationalen Regierungen das Alibi zu geben, wir tun etwas.
Schlimm ist das für die Drogenpolizei rund um die Welt.
Sie kämpfen einen Sisyphos Kampf, den sie so niemals gewinnen können.
Weil man Drogen gar nicht bekämpfen will.
Auch in A. laufen die "Heere" der dort tätigen Länder an kmweiten Drogenfeldern vorbei - ohne dass man dieses Problem jemals angegangen wäre.
In TV Sendungen sucht die Polizei aufwendig, ob sie bei manchen Jugendlichen 1 paar Krümel in den Taschen finden kann - und dort in A. an der Quelle werden die Drogen zentnerweise verpackt -
unter den Augen des Westens.
Und man schweigt dazu.
... wie man in 2 Jahren sämtliche Drogen abschaffen kann.
Die Menschheit braucht ein gewisses Maß an Drogen, sogar die meisten primitiven Urwaldvölker kauen irgendwelche berauschenden Pflanzen. Und wo es Drogen gibt, gibt es natürlich auch Drogenhandel, den Sie auch in 2 Jahren komplett stoppen wollen, na dann viel Erfolg!
... wie man in 2 Jahren sämtliche Drogen abschaffen kann.
Die Menschheit braucht ein gewisses Maß an Drogen, sogar die meisten primitiven Urwaldvölker kauen irgendwelche berauschenden Pflanzen. Und wo es Drogen gibt, gibt es natürlich auch Drogenhandel, den Sie auch in 2 Jahren komplett stoppen wollen, na dann viel Erfolg!
Gute Ideen. Nur gemeinsam bekämpft man Kriminalität, vor allem auch ausdauernd und vorausschauend. Bei allem Gerede vom Werte-Wandel sind es letztlich immer die gleichen Wertmaßstäbe, die dazu erforderlich sind. Wertewandel ist eine Illusion, eine Ausrede für Werte-Verfall.
Der Artikel berichtet über (pädagogische) Hilfe für sozial Unterprivilegierte und zeigt dazu ein Foto, das Schulmädchen zwischen die Beine blicken lässt. Na prima, herzlichen Glückwunsch.
ich lebe hier in mexico,bin deutscher und es stimmt--fuer die grosse mehrheit der jungen leute gibt es keine perspektive- beruflich und folgedessen auch privat nicht.
kein geld-keine privaten verbindungen.
die, die etwas haben geben nichts ab und die die viel haben geben noch weniger.hier ist eine mischung reicher, politiker,kriminelle-sie stehen auf der selben seite.
gedeckt von der usa, die vielen tausend tot-mehr aus 40t in den letzten 4 jahren wurden mit waffen aus der usa ermordet,
die meisten kunden der drogenkartelle sind usbuerger, ihn in alenania habt keine ahnung von der mexikanischen gegenwart, sonst wuerden die deutschen regirungen das bildungssystem nicht so runterkommen lassen.
hansito
... wie man in 2 Jahren sämtliche Drogen abschaffen kann.
Die Menschheit braucht ein gewisses Maß an Drogen, sogar die meisten primitiven Urwaldvölker kauen irgendwelche berauschenden Pflanzen. Und wo es Drogen gibt, gibt es natürlich auch Drogenhandel, den Sie auch in 2 Jahren komplett stoppen wollen, na dann viel Erfolg!
MX größtes Problem ist die Grenze zu den USA und die Willkür der amerikanischen Behörden.
Mit der Legalisierung oder Vernichtung der Drogen wird die Gewalt in MX so nicht mehr aufhören. Zu weit ist der Vernichtungskrieg in allen Richtungen gewachsen, zu arm ist die hoffnungslose Bevölkerung, zu groß die Ansprüche der NiNis, die sie nicht decken können. MX und andere Schwellenländer müssen mit Bildung stechen, Armut und Hunger verbannen, Geburtenkontrollen einführen und den Menschen „dignidad“ Würde wiedergeben. Das braucht Generationen...und Willen.
So zieht sich ein roter Faden durch die enge Beziehung zwischen den USA und MX Behörden, in der Einige mal eben wegschauten, andere Mächtig Geld verdienten. MX Politiker waren schon immer Nutznießer und haben Vermögen in der CH gebunkert. Vermögen sind Milliarden USD. Die Liste ist lang...und das Schlimmste...bekannt!!!
Es herrscht Krieg zwischen den Banden, dem Militär und der Polizei. Wir, als Zivilisten, hechten von einer Ecke in die Andere, in der Hoffnung abends die Familie wieder beisammen zu haben. Fahren nachts kaum noch, und wenn, was der Wagen hergibt, sehen mehr in die Rück- und Seitenspiegel als auf die Straße vor uns...
So ist es...und doch ist MX lebenswert. Ein Land dass ein Vertrauensvorschuss verdient und Hilfe für den Wiederaufbau dringend nötig hat. Wir wollen hierbleiben.
http://www.gold-producers...
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