Zuwanderung Ausländische Fachkräfte scheitern an der Bürokratie
Unternehmen suchen nach Fachkräften. Doch die Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte verharrt auf niedrigem Niveau. Schuld sind bürokratische Schikanen.
Um die deutsche Zuwanderungsmisere zu beschreiben, braucht es drei fremde Wörter und ein scheinbar vertrautes. Nebahat Sönmez, Ding Yan. Zu Deutsch: Angebot und Nachfrage treffen sich nicht. Die Türkin Nebahat Sönmez – keine Ausbildung, kein Job – hat ihre Heimat in Deutschland gefunden. Ding Yan jedoch – Uni-Absolventin, beinahe akzentfreies Deutsch – ist zurück in ihre Heimat Peking gezogen.
Nebahat Sönmez ist 34 Jahre alt und kommt aus einem kleinen Ort im bergigen Osten der Türkei, aber nicht wie Sie jetzt denken. Sönmez tritt auf als weltoffene Frau, ihr blond gefärbtes Haar trägt sie offen, mit ihrem Kleidungsstil würde sie weder am Münchner Stachus noch auf dem Istanbuler Taksim-Platz groß auffallen. Auch wenn sie bis heute kaum Deutsch spricht, lebt sie seit zwei Jahren in Deutschland, will hier bleiben. Ihr Mann arbeitet bei einem Sicherheitsdienst in Duisburg. Sie hat ihn in der Türkei kennengelernt, die beiden heirateten. Sofort war klar, dass es danach nach Deutschland gehen sollte. Ihr Ehemann war zufrieden mit seinem Job, mit der Türkei verband ihn wenig außer der Sprache, selbst die kannte er vor allem aus Duisburg.
Ding Yan kennt Deutschland aus eigener Anschauung. Sieben Jahre lang hat die 29-Jährige an der RWTH Aachen Wirtschaftsgeografie studiert, ihr Abschluss heißt Magister. 2009 hat sie ein Kommilitone für das Studentenmagazin interviewt, da sagte sie, in Deutschland zu arbeiten, "das könnte ich mir gut vorstellen". Yan spricht exzellentes Deutsch, bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking hat sie als Dolmetscherin für das ZDF gearbeitet, ein längeres Praktikum beim Autozulieferer Bosch hat sie von den Vorzügen des deutschen Arbeitsmarktes überzeugt. Nach dem Studium suchte sie nach einer Stelle hier, schließlich mag sie die Ruhe der deutschen Städte, auch das Schwarzbrot schmeckt ihr. Trotz einiger Jobangebote packte Yan im vergangenen Sommer ihre Koffer. Heute arbeitet sie bei der Außenstelle der RWTH in Peking. Nach Deutschland kommt sie zwar schon im Juni wieder, aber nur noch als Touristin.
Zwei Frauen mit Migrationserfahrung, zwei Biografien, die zeigen, dass etwas schiefläuft hierzulande. Seit dem Ende der Finanzkrise schaut ganz Europa auf das hiesige Wirtschaftswunder, in Deutschland selbst ist der Fachkräftemangel in aller Munde. Allein für Ingenieure gibt es Zehntausende offene Stellen, Arbeitsantritt sofort, Gehalt frei verhandelbar. Kliniken suchen händeringend nach Fachärzten; wer in diesen Tagen ein Informatikstudium abschließt und willens ist, den Platz hinterm PC zumindest für die Dauer des Bewerbungsgesprächs zu verlassen, wird vom Fleck weg eingestellt. Und dennoch: Nur 25 Prozent der rund 27.000 ausländischen Absolventen an deutschen Universitäten – die sogenannten Bildungsausländer – bleiben nach ihrem Abschluss im Land. Im vergangenen Jahr übertraf die Zahl der Zuwanderer zwar zum ersten Mal seit drei Jahren wieder die der Auswanderer, liegt aber immer noch unter dem langjährigen Mittelwert.
Die, die trotzdem kommen, sind vor allem Familiennachzügler wie Nebahat Sönmez. Bereinigt man die Statistik um Spätaussiedler, hat Deutschland seit 1994 mehr als eine halbe Million Staatsbürger ans Ausland verloren, rechnet der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration vor. "Brain Drain" nennt man so etwas in Entwicklungsländern, deutsche Politiker jedoch rühmten sich angesichts der Zahlen lange Zeit lieber, die Zuwanderungsrate konstant niedrig gehalten zu haben. Gerade in der CSU funktionieren diese Reflexe immer noch ausgezeichnet. Generalsekretär Alexander Dobrindt nennt Überlegungen zu einer Lockerung der Zuwanderungsregeln "Einfallstore" und sagt, es sei ein "Irrglaube, dass die geltenden Zuwanderungsregeln nicht ausreichen".
Doch jenseits der CSU-Rhetorik aus dem Voralpenland hat die seit Monaten andauernde Debatte über den Fachkräftemangel ihre Spuren hinterlassen. Nach jeder Landtagswahl der vergangenen zwölf Monate wurde ein Minister ernannt, dessen amtlicher Titel die Worte Zuwanderung oder Integration zumindest an den Stellen enthält, wo Altkanzler Gerhard Schröder das Gedöns verortete. Gerade formiert sich unter der Führung von Armin Laschet (CDU) und Peter Struck (SPD) die "Konsensgruppe Fachkräftebedarf und Zuwanderung", der vielleicht ernstzunehmendste Versuch der vergangenen Jahre, einen parteiübergreifenden Kompromiss zum Thema hinzubekommen. Ziel ist ein Gesetzesentwurf, der noch in diesem Jahr in den Bundestag eingebracht werden könnte.
Auch beim von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) angestoßenen Fachkräftegipfel spielt Zuwanderung eine Rolle, wenngleich die erste Sitzung in dieser Hinsicht Ernüchterung brachte: Die Bundesregierung geht nach wie vor davon aus, einen Großteil des bis 2025 mit 6,5 Millionen Arbeitskräften bezifferten Fachkräftemangels durch Alte und Mütter kompensieren zu können. Doch auch sie weiß: In Zeiträumen von 10 oder 15 Jahren kann man hier Potenziale erschließen – um aber kurzfristig auf Engpässe reagieren zu können, ist Zuwanderung das einzige Mittel. Deshalb drehen sich ihre Ideen um veränderte Mindestverdienstgrenzen, Vorrangprüfungen und Aufenthaltsregelungen für Absolventen.
- Datum 01.06.2011 - 11:09 Uhr
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und dessen Vertreibung:
* Stellt Mitarbeiter an, die älter als 40 Jahre und erfahren sind.
* Zahlt menschengerechte Löhne, damit unsere Elite nicht ins Ausland wandern muss.
* Zahlt menschengerechte Löhne, damit auch der deutsche Facharbeiter davom leben kann.
* Investiert mal selber in die Ausbildung und fordert nicht immer nur fertige Lohnsklaven.
Gerade in Zeiten, in denen CDU und CSU die Mitglieder in Scharen davon laufen, in denen man in urbanen Milleus mitlerweile kämpfen muss, um nicht weit abgeschlagen hinter den Grünen zu landen, braucht man das Thema "Ausländer raus", um zumindest den nationalkonservativen rechten Rand bei Laune zu halten. Man hat nichts begriffen und will auch nichts begreifen.
Und die Unternehmen? Nun, die verbreiten aus anderen Gründen das Märchen vom Fachkräftemangel: deutsche und westeuropäische Fachkräfte stellen "dumme Fragen", gelten als aufwieglerisch, gewerkschaftsnah und sind - vor allem: zu teuer. Man will billig und willig.
"* Stellt Mitarbeiter an, die älter als 40 Jahre und erfahren sind.
* Zahlt menschengerechte Löhne, damit unsere Elite nicht ins Ausland wandern muss.
* Zahlt menschengerechte Löhne, damit auch der deutsche Facharbeiter davom leben kann.
* Investiert mal selber in die Ausbildung und fordert nicht immer nur fertige Lohnsklaven."
Diese Entwicklung ist an der deutschen Wirtschaft schon vorbeigegangen; allein die Weigerung vieler Betriebe über Jahre hinweg, Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen, kann nicht mehr aufgeholt werden. Man hat sich vermutlich in der Illusion gewiegt, es werde immer genügend Bewerber geben, die die Arbeitsplätze besetzen könnten. Daß diese Bewerber vorher ausgebildet werden müssen, ist in den Betrieben nicht zur Kenntnis genommen worden.
Die Löhne, bzw. unbezahlten oder schlechtbezahlten Praktika, befristete Arbeitsverträge ohne Garantie auf Festeinstellung und das Ausweichen auf Leiharbeiter hat dazu geführt, daß viele gut Ausgebildete Deutschland schon verlassen haben - in Richtung Norwegen, Schweiz, Australien, Kanada etc. Ich bezweifle, daß diese Auswanderer so einfach zurückkommen - insbesondere dann, wenn weiter auf prekäre Arbeitsverhältnisse gesetzt wird.
Und ältere Mitarbeiter dürften sich vielleicht nicht so den Mund verbieten lassen, wie Berufsanfänger das tun; zudem kennen ältere Mitarbeiter noch von früher die Macht von Betriebsräten und könnten auf ihre Rechte pochen.
Gerade in Zeiten, in denen CDU und CSU die Mitglieder in Scharen davon laufen, in denen man in urbanen Milleus mitlerweile kämpfen muss, um nicht weit abgeschlagen hinter den Grünen zu landen, braucht man das Thema "Ausländer raus", um zumindest den nationalkonservativen rechten Rand bei Laune zu halten. Man hat nichts begriffen und will auch nichts begreifen.
Und die Unternehmen? Nun, die verbreiten aus anderen Gründen das Märchen vom Fachkräftemangel: deutsche und westeuropäische Fachkräfte stellen "dumme Fragen", gelten als aufwieglerisch, gewerkschaftsnah und sind - vor allem: zu teuer. Man will billig und willig.
"* Stellt Mitarbeiter an, die älter als 40 Jahre und erfahren sind.
* Zahlt menschengerechte Löhne, damit unsere Elite nicht ins Ausland wandern muss.
* Zahlt menschengerechte Löhne, damit auch der deutsche Facharbeiter davom leben kann.
* Investiert mal selber in die Ausbildung und fordert nicht immer nur fertige Lohnsklaven."
Diese Entwicklung ist an der deutschen Wirtschaft schon vorbeigegangen; allein die Weigerung vieler Betriebe über Jahre hinweg, Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen, kann nicht mehr aufgeholt werden. Man hat sich vermutlich in der Illusion gewiegt, es werde immer genügend Bewerber geben, die die Arbeitsplätze besetzen könnten. Daß diese Bewerber vorher ausgebildet werden müssen, ist in den Betrieben nicht zur Kenntnis genommen worden.
Die Löhne, bzw. unbezahlten oder schlechtbezahlten Praktika, befristete Arbeitsverträge ohne Garantie auf Festeinstellung und das Ausweichen auf Leiharbeiter hat dazu geführt, daß viele gut Ausgebildete Deutschland schon verlassen haben - in Richtung Norwegen, Schweiz, Australien, Kanada etc. Ich bezweifle, daß diese Auswanderer so einfach zurückkommen - insbesondere dann, wenn weiter auf prekäre Arbeitsverhältnisse gesetzt wird.
Und ältere Mitarbeiter dürften sich vielleicht nicht so den Mund verbieten lassen, wie Berufsanfänger das tun; zudem kennen ältere Mitarbeiter noch von früher die Macht von Betriebsräten und könnten auf ihre Rechte pochen.
Man fühlt sich ja noch nicht mal als Deutscher im eigenen Land willkommen. Bewerbungsgespräche verlaufen wie Verhöre und man befindet sich in der Rolle des Bittstellers, trotz exzellenter fachlicher Referenzen.
Wer Auslandserfahrung hat, weiss: Hochqualifizierte wollen nicht nach Deutschland. Nur wer es nicht nach USA, Kanada, Australien, Schweiz, GB, Irland, Schweden oder Norwegen schafft, der kommt hierher. Warum sollte man auch für ein Witzgehalt und unter Gutsherren-Gehabe sein Qualitäten unter Wert verschleudern? Das sind alles olle Kamellen, schon lange bekannt und immer noch gültig.
Das kann ich nur unterschreiben! Danke, dass Sie das so prägnant auf den Punkt gebracht haben!
Das kann ich nur unterschreiben! Danke, dass Sie das so prägnant auf den Punkt gebracht haben!
Auf der einen Seite kann ich nachvollziehen, dass diese Nationalitätsfrömmelei und der resultierende Isolationsismus Deutschland als europäischem Wirtschaftskernraum nur schaden.
Auf der anderen Seite kann ich als Beschäftigter in einer hochinternationalen Branche, wo längst nur noch Englisch gesprochen wird und deutsche Arbeitnehmeranimositäten als nationale Eigenheit belächelt werden, dass ebendiese Entwicklung zurückgedreht werden muss! Es kann nicht sein, dass man in einem Hochtechnologieberuf mit Chinesen, Indern und Osteuropäern um die niedrigsten Standards und größte Anspruchlosigkeit konkurriert.
Fachkräfte dürfen ruhig verstärkt nach Deutschland kommen, aber dann sollen bitte verbindliche Standards eingeführt werden, die einer Proletarisierung im internationalen Wettbewerb stehender Berufe einen Riegel vorschieben! Es besteht gerade für die "Zukunftsbranchen" kein Anreiz mehr als Deutscher dort tätig zu sein...
"Fachkräfte dürfen ruhig verstärkt nach Deutschland kommen, aber dann sollen bitte verbindliche Standards eingeführt werden, die einer Proletarisierung im internationalen Wettbewerb stehender Berufe einen Riegel vorschieben!"
Ich sehe auch noch mehr Probleme, die nichtmal ansatzweise gelöst sind:
1) Wer zählt alles als *Fachkraft* und sind das wirklich welche?
2) Integration der *Fachkräfte* und ihrer Familien, das letzte Anwerbeprojekt ist diesbezüglich ja grandios gescheitert.
3) Die lokale/nationale Arbeitslosigkeit, die Tatsache, dass Unis nach wie vor *rausprüfen* weil sie nicht genug Plätze haben. Ein Skandal! Ebenso die unzureichenden Qualifizierungsmassnahmen, die Unternehmen sind sehr bequem geworden.
4) Globale urbane Konzentration. Ist es tatsächlich sinnvoll, wenn immer mehr Menschen in wenige, total übervölkerte, Boomzentren strömen? Riesige Wege bis zu ihren Familien bewältigen müssen usw.?
5) Angerichteter Schaden in den Auswanderländern, die ihre Jugendlichen und Akademiker verlieren, die sie uU selbst kostenintensiv ausgebildet haben.
Nichts davon wird öffentlich diskutiert, nichtmal in der ZEIT. Die Wirtschaft fordert und die Grenzen müssen geöffnet werden. Später entstehende Folgekosten soll gefälligst die Gesellschaft tragen...
"Fachkräfte dürfen ruhig verstärkt nach Deutschland kommen, aber dann sollen bitte verbindliche Standards eingeführt werden, die einer Proletarisierung im internationalen Wettbewerb stehender Berufe einen Riegel vorschieben!"
Ich sehe auch noch mehr Probleme, die nichtmal ansatzweise gelöst sind:
1) Wer zählt alles als *Fachkraft* und sind das wirklich welche?
2) Integration der *Fachkräfte* und ihrer Familien, das letzte Anwerbeprojekt ist diesbezüglich ja grandios gescheitert.
3) Die lokale/nationale Arbeitslosigkeit, die Tatsache, dass Unis nach wie vor *rausprüfen* weil sie nicht genug Plätze haben. Ein Skandal! Ebenso die unzureichenden Qualifizierungsmassnahmen, die Unternehmen sind sehr bequem geworden.
4) Globale urbane Konzentration. Ist es tatsächlich sinnvoll, wenn immer mehr Menschen in wenige, total übervölkerte, Boomzentren strömen? Riesige Wege bis zu ihren Familien bewältigen müssen usw.?
5) Angerichteter Schaden in den Auswanderländern, die ihre Jugendlichen und Akademiker verlieren, die sie uU selbst kostenintensiv ausgebildet haben.
Nichts davon wird öffentlich diskutiert, nichtmal in der ZEIT. Die Wirtschaft fordert und die Grenzen müssen geöffnet werden. Später entstehende Folgekosten soll gefälligst die Gesellschaft tragen...
Das kann ich nur unterschreiben! Danke, dass Sie das so prägnant auf den Punkt gebracht haben!
Danke. Was ich da sage ist ja wirklich altbekannt.
Aus welcher Perspektive kommt Ihre Zustimmung, wenn ich fragen darf?
Danke. Was ich da sage ist ja wirklich altbekannt.
Aus welcher Perspektive kommt Ihre Zustimmung, wenn ich fragen darf?
Danke. Was ich da sage ist ja wirklich altbekannt.
Aus welcher Perspektive kommt Ihre Zustimmung, wenn ich fragen darf?
Ja ich bekenne mich. Ich bin ein Max Planck - Sklave. In unserem Institut sind ca. 50 % aus dem Ausland, aber nicht etwa aus Westeuropa oder den USA. in den letzten Jahren hat es einen Shift gegeben hin zu Osteuropäern, Indern unc Chinesen. Die können zwar auch nix besser, aber sie sind gefügiger. Dahin geht der Trend in Hochtechnologieberufen.
Ich habe lange gebraucht, um endlich zu begreifen, was offenbar schon Erich Kästner erkannt hat: Sei dumm, doch sei es mit Verstand! Die einzigen Berufe, die heute noch einigermaßen sozial sind, sind staatliche und daher "deutsche", wenig internationalsierte Berufe, z.Bsp. Lehrer, Beamte allgemein, Ärzte... Jetzt bin ich schon so superintelligent, aber das Geld verdienen die Doofen. Ja so ist das im Leben. Hinterher ist man immer klüger. Ich habe bloß eine Riesenwut auf diese Bildungsmafia, die Abiturienten raten naturwissenschaftliche oder technische Studiengänge zu studieren, wo die Arbeitsbedingungen in diesen Branchen vorsichtig ausgedrückt - äußerst bescheiden sind...
Ich habe eine Zeit in Flandern und in London gearbeitet und bereue nach Deutschland zurück gekehrt zu sein. Innerlich habe ich mit diesem Land abgeschlossen, bald werde ich auswandern.
Ja ich bekenne mich. Ich bin ein Max Planck - Sklave. In unserem Institut sind ca. 50 % aus dem Ausland, aber nicht etwa aus Westeuropa oder den USA. in den letzten Jahren hat es einen Shift gegeben hin zu Osteuropäern, Indern unc Chinesen. Die können zwar auch nix besser, aber sie sind gefügiger. Dahin geht der Trend in Hochtechnologieberufen.
Ich habe lange gebraucht, um endlich zu begreifen, was offenbar schon Erich Kästner erkannt hat: Sei dumm, doch sei es mit Verstand! Die einzigen Berufe, die heute noch einigermaßen sozial sind, sind staatliche und daher "deutsche", wenig internationalsierte Berufe, z.Bsp. Lehrer, Beamte allgemein, Ärzte... Jetzt bin ich schon so superintelligent, aber das Geld verdienen die Doofen. Ja so ist das im Leben. Hinterher ist man immer klüger. Ich habe bloß eine Riesenwut auf diese Bildungsmafia, die Abiturienten raten naturwissenschaftliche oder technische Studiengänge zu studieren, wo die Arbeitsbedingungen in diesen Branchen vorsichtig ausgedrückt - äußerst bescheiden sind...
Ich habe eine Zeit in Flandern und in London gearbeitet und bereue nach Deutschland zurück gekehrt zu sein. Innerlich habe ich mit diesem Land abgeschlossen, bald werde ich auswandern.
Ja ich bekenne mich. Ich bin ein Max Planck - Sklave. In unserem Institut sind ca. 50 % aus dem Ausland, aber nicht etwa aus Westeuropa oder den USA. in den letzten Jahren hat es einen Shift gegeben hin zu Osteuropäern, Indern unc Chinesen. Die können zwar auch nix besser, aber sie sind gefügiger. Dahin geht der Trend in Hochtechnologieberufen.
Ich habe lange gebraucht, um endlich zu begreifen, was offenbar schon Erich Kästner erkannt hat: Sei dumm, doch sei es mit Verstand! Die einzigen Berufe, die heute noch einigermaßen sozial sind, sind staatliche und daher "deutsche", wenig internationalsierte Berufe, z.Bsp. Lehrer, Beamte allgemein, Ärzte... Jetzt bin ich schon so superintelligent, aber das Geld verdienen die Doofen. Ja so ist das im Leben. Hinterher ist man immer klüger. Ich habe bloß eine Riesenwut auf diese Bildungsmafia, die Abiturienten raten naturwissenschaftliche oder technische Studiengänge zu studieren, wo die Arbeitsbedingungen in diesen Branchen vorsichtig ausgedrückt - äußerst bescheiden sind...
Ich habe eine Zeit in Flandern und in London gearbeitet und bereue nach Deutschland zurück gekehrt zu sein. Innerlich habe ich mit diesem Land abgeschlossen, bald werde ich auswandern.
"Jetzt bin ich schon so superintelligent, aber das Geld verdienen die Doofen. Ja so ist das im Leben. Hinterher ist man immer klüger."
Ja, leider.
Springen Sie ab, so früh wie möglich, die Zeit läuft gegen Sie. Ihre tollen Referenzen und fachliche Kompetenz können Sie vergessen, das ist in Deutschland nur schmückendes Beiwerk, dass von den Hohlköpfen in den Personalabteilungen überhaupt nicht gewürdigt wird.
"Ich habe bloß eine Riesenwut auf diese Bildungsmafia, die Abiturienten raten naturwissenschaftliche oder technische Studiengänge zu studieren, wo die Arbeitsbedingungen in diesen Branchen vorsichtig ausgedrückt - äußerst bescheiden sind."
Wie recht Sie haben.
Der gesamte naturwissenschaftlich-technische Bereich wurde auf Facharbeiterlevel gedrückt. Völlig witzlos, ausser man plant von vorneherein ins Ausland zu gehen.
Berufe in denen es noch sozial zugeht:"Die einzigen Berufe, die heute noch einigermaßen sozial sind, sind staatliche und daher "deutsche", wenig internationalsierte Berufe, z.Bsp. Lehrer, Beamte allgemein, Ärzte..." Den Rest der Berufe kann man ruhig die Tonne kloppen. Nie wieder was mit Technik, das ist der letzte "Dreck".
"Jetzt bin ich schon so superintelligent, aber das Geld verdienen die Doofen. Ja so ist das im Leben. Hinterher ist man immer klüger."
Ja, leider.
Springen Sie ab, so früh wie möglich, die Zeit läuft gegen Sie. Ihre tollen Referenzen und fachliche Kompetenz können Sie vergessen, das ist in Deutschland nur schmückendes Beiwerk, dass von den Hohlköpfen in den Personalabteilungen überhaupt nicht gewürdigt wird.
"Ich habe bloß eine Riesenwut auf diese Bildungsmafia, die Abiturienten raten naturwissenschaftliche oder technische Studiengänge zu studieren, wo die Arbeitsbedingungen in diesen Branchen vorsichtig ausgedrückt - äußerst bescheiden sind."
Wie recht Sie haben.
Der gesamte naturwissenschaftlich-technische Bereich wurde auf Facharbeiterlevel gedrückt. Völlig witzlos, ausser man plant von vorneherein ins Ausland zu gehen.
Berufe in denen es noch sozial zugeht:"Die einzigen Berufe, die heute noch einigermaßen sozial sind, sind staatliche und daher "deutsche", wenig internationalsierte Berufe, z.Bsp. Lehrer, Beamte allgemein, Ärzte..." Den Rest der Berufe kann man ruhig die Tonne kloppen. Nie wieder was mit Technik, das ist der letzte "Dreck".
Deutschland sollte sich das Punktesystem abschauen, das u.a. in Australien eingesetzt wird:
Online kann hier jeder seine Qualifikationen eingeben und jede Qualifikation wird nach aktuellem (Wirtschafts-)Bedarf bewertet. Am Ende des Tests der ca 20 Minuten(!) dauert, weiß man, ob man genügend Qualifikationspunkte für ein Visum hat. Wer darunter bleibt, muss auf übrig bleibende Visa hoffen.
Das ist transparent und einfach.
Gerade in Zeiten, in denen CDU und CSU die Mitglieder in Scharen davon laufen, in denen man in urbanen Milleus mitlerweile kämpfen muss, um nicht weit abgeschlagen hinter den Grünen zu landen, braucht man das Thema "Ausländer raus", um zumindest den nationalkonservativen rechten Rand bei Laune zu halten. Man hat nichts begriffen und will auch nichts begreifen.
Und die Unternehmen? Nun, die verbreiten aus anderen Gründen das Märchen vom Fachkräftemangel: deutsche und westeuropäische Fachkräfte stellen "dumme Fragen", gelten als aufwieglerisch, gewerkschaftsnah und sind - vor allem: zu teuer. Man will billig und willig.
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