Glossar Krisensprech für Dummies
Wie geht es Griechenland? Was bringt der "Hebel" für den Europäischen Rettungsfonds? Rettet die EZB Italien? Begriffe und Akteure der Schuldenkrise von A bis Z
© John Macdougall/AFP/Getty Images

Ein Demonstrant im Angela-Merkel-Kostüm vor dem Kanzleramt. Seine Forderung: Der Staat soll Geld für Umwelt und Arme ausgeben, nicht für die Banken.
A wie Anleihe
A wie Ausfallrisiko
B wie Bail-out
B wie Banken
B wie Bonität
B wie Bürgschaft
C wie CDS
E wie EFSF
E wie ESM
E wie Euro-Bonds
E wie Europäischer Währungsfonds EWF
E wie EZB
G wie Griechenland
G wie GIPS
H wie Haircut
H wie Hebel
H wie Hochfrequenzhandel
I wie Irland
I wie Italien
L wie Leerverkäufe
P wie PIGS
P wie Portugal
P wie Privatsektor
R wie Rating-Agenturen
R wie Rettungspakete
R wie Rezession
S wie Schuldenschnitt
S wie Spanien
S wie Staatsanleihen
S wie Staatsbankrott
U wie Umschuldung
U wie USA
T wie Transferunion
Z wie Zins-Spread
A wie Anleihe: Staaten und Unternehmen verschulden sich, indem sie Anleihen ausgeben. Im Gegenzug erhalten sie Kredit. Jede Anleihe lautet auf einen bestimmten Wert – den Nominalwert, auch Nennwert genannt – und wird für eine bestimmte Laufzeit sowie zu einem bestimmten Zinssatz ausgestellt. Je länger die Laufzeit, desto höher in der Regel das Risiko für den Anleger und damit der Zins. Gleiches gilt für das Ansehen des Schuldners am Kapitalmarkt: Je schlechter es ist, desto höher ist das Risiko für den Anleger und damit der Zins. (siehe auch: Bonität, Rating-Agenturen, Staatsanleihen)
Anleihen sind zumeist an den Börsen handelbar. Ihr Kurs kann über den Nominalwert steigen oder darunter sinken. Griechische Anleihen beispielsweise wurden zuletzt zu einem sehr niedrigen Kurs gehandelt. Weil die Anleger das Risiko eines Zahlungsausfalls relativ hoch einschätzten, waren sie nicht mehr bereit, den Ausgabepreis zu zahlen. Wie hoch die Rendite einer Anleihe ist, hängt von vier Faktoren ab: dem aktuellen Kurs am Markt, dem Zins, dem Rückkaufwert und der Restlaufzeit.
A wie Ausfallrisiko: Risiko, dass ein Schuldner seine Kredite nicht mehr zurückzahlen kann. (siehe auch: Bonität)
B wie Bail-out: To bail out bedeutet eigentlich nur, jemandem aus der Klemme zu helfen, indem man seine Schulden übernimmt, weil der andere sie nicht mehr zurückzahlen kann. Ein Bail-outtritt also ein, wenn eine Garantie (siehe auch: Bürgschaft) fällig wird. In der Finanzkrise von 2008 wurde der Begriff dafür benutzt, dass einzelne Staaten ihre Banken vor der Pleite bewahrten. Die Geldinstitute galten als "systemrelevant": Man fürchtete, ihr Bankrott würde das ganze Finanzsystem und mit ihm die Wirtschaft mit in den Abgrund reißen.
Innerhalb der Euro-Zone sind Bail-outs eigentlich vertraglich ausgeschlossen. Durch die diversen Rettungspakete wurde das Verbot aber inzwischen aufgeweicht (siehe auch: EFSF, EWF, Transferunion). Die derzeit vor dem Bundesverfassungsgericht laufende Klage gegen die Griechenland-Hilfen beruft sich darauf, dass diese Aufweichung nicht zulässig sei.
B wie Banken: Europas Schuldenkrise ist zum Teil auch eine Bankenkrise. Die Institute halten Staatsanleihen von hoch verschuldeten Staaten – verlieren diese an Wert oder fallen sogar ganz aus, müssen die Banken Verluste verbuchen. So wird es jetzt im Fall von Griechenland sein: Die Politik hat mit den Banken auf dem vergangenen EU-Gipfel in Brüssel verabredet, dass Griechenland rund 50 Prozent der Schulden von den privaten Gläubigern erlassen bekommt. Das entspricht etwa 100 Milliarden Euro der insgesamt 350 Milliarden Euro griechischer Schulden. Der Schuldenschnitt wird über einen "freiwilligen" Anleihetausch organisiert: Die Banken und Versicherungen tauschen dabei ihre Anleihen in Bonds mit geringerem Nennwert. Im Gegenzug garantiert der Staat mit bis zu 30 Milliarden Euro für die neuen Staatspapiere. Betroffen sind davon vor allem französische, deutsche und griechische Banken: Sie halten die meisten griechischen Anleihen.
Die italienischen Staatsanleihen sind vor allem in den Händen italienischer Banken. Ausländische Geldhäuser, unter ihnen französische und deutsche Institute, halten nur einen kleinen Teil.
B wie Bonität: Die Fähigkeit von Personen oder Staaten, Kredite zurückzahlen zu können. Wird auch Kreditwürdigkeit genannt. (siehe auch: Rating-Agenturen)
B wie Bürgschaft: Auch "Garantie" genannt. Wenn jemand einen Kredit aufnimmt, kann es sein, dass der Kreditgeber eine Bürgschaft als zusätzliche Sicherheit verlangt. Der Bürge garantiert dann für die Schulden. Das bedeutet, dass er einspringt, falls der Schuldner den Kredit nicht mehr zurückzahlen kann. In der Euro-Krise bürgen die Euro-Mitgliedsstaaten für die griechischen Schulden, zum Beispiel, indem sie eine Garantie für die Summen abgeben, die der Rettungsfonds EFSF und sein Nachfolger ESM vergeben sollen. Davon haben bislang auch Irland und Portugal profitiert. (siehe auch: EFSF, ESM)
C wie CDS: CDS steht für Credit Default Swap, eine bestimmte Art von Kreditausfallversicherung. Ein Kreditgeber schließt sie ab, indem er seiner Bank eine Prämie zahlt. Im Gegenzug springt diese ein, sollte der Schuldner zahlungsunfähig werden – dann zahlt die Bank die Schulden zurück. Der Kreditgeber minimiert so sein Risiko. Kann der Schuldner aber den Kredit wie vorgesehen tilgen, kassiert die Bank die Prämie und zahlt nichts. Für sie ist das ein gutes Geschäft.
CDS sind auch einzeln handelbar. Das bedeutet, dass jeder Anleger sie kaufen und verkaufen kann, selbst wenn er mit dem ursprünglich versicherten Kredit nichts zu tun hat. So kann er beispielsweise darauf wetten, dass der Kredit nicht bedient wird.
In der Finanzkrise des Jahres 2008 spielten die CDS eine wesentliche Rolle, weil sie das Spekulationsrisiko auf dem amerikanischen Immobilienmarkt vermeintlich minimierten und so die Blase verstärkten. In der aktuellen Euro-Krise sind sie ebenfalls nicht unwichtig: Sie ermöglichen es den Investoren, ihr Geld auf eine Pleite Griechenlands zu setzen. Viele Spekulanten haben das bereits getan. Gewinnen sie ihre Wette, würden Zahlungen über Summen fällig, die ein Vielfaches der Schulden Griechenlands betragen.
E wie EFSF: EFSF steht für "Europäische Finanz-Stabilitätsfazilität". Fazilität ist noch so ein Wort aus dem Sprachkasten der Finanzfachleute und heißt im Grunde nichts anderes als: Fonds, aus dem Kredite gewährt werden können. Seit dem Frühjahr 2010 können kriselnde Euro-Länder Kredite aus dem EFSF beantragen, um einen Staatsbankrott abzuwenden. Die Kredite sind – wie auch die Kredite seines Nachfolgers ESM – an strenge Sparauflagen für die Krisenländer gekoppelt, die von der Europäischen Union, der Europäischen Zentralbank EZB und dem Internationalen Währungsfonds IWF ausgehandelt werden.
Der EFSF hat ein Volumen von insgesamt 750 Milliarden Euro. Die Summe setzt sich zusammen aus Garantien der Euro-Länder in Höhe von 440 Milliarden Euro, weiteren 60 Milliarden von der Europäischen Union und 250 Milliarden vom Internationalen Währungsfonds IWF. Das nötige Geld für Hilfsaktionen beschafft sich der EFSF, indem er Anleihen an die Börse bringt. Bislang hat er das für Irland und Portugal getan.
Weil die Euro-Staaten für ihn garantieren, gilt der EFSF als verlässlicher Schuldner: Die Rating-Agenturen geben ihm Bestnoten. Der EFSF kann allerdings nicht sein komplettes Geld verleihen, sondern nur maximal 440 Milliarden Euro an Kredit vergeben. Auf dem Brüsseler Krisengipfel vom 21. Juli 2011 wurde beschlossen, dass der Fonds künftig auch an der Börse Staatsanleihen kaufen soll, um deren Kurse zu stabilisieren. Wenige Tage nach dem Krisengipfel geriet Italien unter starken Druck am Finanzmarkt. Deshalb entschied die Europäische Zentralbank am 7. August, italienische und spanische Staatsanleihen zu kaufen, um so die Märkte zu beruhigen. (siehe auch: Europäischer Währungsfonds, EZB, Hebel, Irland, Italien, Portugal, Rating-Agenturen)
Seit sich die Euro-Krise aber zunehmend auf größere Länder wie Italien ausdehnt, reicht das Volumen des Fonds nicht mehr, um die Anleger zu beruhigen. Allein die italienischen Staatsschulden belaufen sich auf rund 1,8 Billionen Euro. Deshalb geraten zunehmend Schwellenländer mit ihren hohen Devisenreserven ins Visier. Sie sollen sich zusammen mit privaten Investoren an dem Fonds beteiligen. Auch haben sich die EU-Finanzminister bei einem EU-Gipfel in Brüssel am 23. Oktober darauf geeinigt, den Fonds mithilfe einer Teilabsicherung schlagkräftiger zu machen. (siehe: Hebel)
E wie ESM: Der Europäische Stabilitätsmechanismus ESM soll ab Mitte 2013 den EFSF ersetzen. Er umfasst 700 Milliarden Euro, von denen maximal 500 Milliarden an Not leidende Staaten verliehen werden können. Der Rest dient als Sicherheitseinlage. Sie soll die Rating-Agenturen überzeugen, auch dem ESM Bestnoten zu verleihen.
Im Gegensatz zum alten Krisenfonds EFSF wird der neue Fonds mit einer Kapitaleinlage in Höhe von 80 Milliarden Euro ausgestattet, der Rest finanziert sich über Garantien. Deutschland gibt 22 Milliarden Euro Kapitaleinlage und garantiert weitere 168 Milliarden. Hilfen des ESM werden nur im Notfall geleistet, sofern der Empfängerstaat sich verpflichtet, zu sparen. Über die Höhe und Bedingungen von Notkrediten bestimmen die Finanzminister im Euro-Raum einstimmig. Alle weiteren Entscheidungen werden mit qualifizierter Mehrheit gefällt.
E wie Euro-Bonds: Europäische Anleihen. Sie sind derzeit in der Diskussion als eine Möglichkeit, den Schuldenstaaten Europas zu helfen. Statt nationaler Staatsanleihen würden die Euro-Länder in Zukunft einheitliche Anleihen zu einem ebenfalls einheitlichen Zinssatz ausgeben. Damit wäre die Refinanzierung für schwache Volkswirtschaften viel einfacher, da günstiger. Deutschland müsste aber künftig mehr am Kapitalmarkt zahlen.
Gegner der Euro-Bonds sagen, mit ihnen entfiele für die Krisenstaaten jeder Anreiz, ihre Finanzen in Ordnung zu bringen. Sie würden weiter öffentliche Gelder verschwenden. Solide Länder wie Deutschland müssten dafür aufkommen. Eine Möglichkeit, solche Anreizprobleme zu vermeiden, wäre, nicht alle Schulden über Euro-Bonds zu decken. Dann würden womöglich 60 Prozent der Staatsschulden in der Euro-Zone durch die Ausgabe von Euro-Bonds finanziert, der Rest über nationale Staatsanleihen wie bisher.
Ein weiterer Vorschlag stammt vom deutschen Sachverständigenrat: Er schlägt einen Schuldenfonds vor, in den die Krisenstaaten all jene Schulden auslagern können, die 60 Prozent der Wirtschaftsleistung übersteigen. Der Fonds würde für diesen Teil der Staatsschuld gemeinsame Anleihen – also Euro-Bonds – ausgeben, für die alle Staaten der Euro-Zone gemeinsam haften. Jedes Land müsste aber seine Verbindlichkeiten gegenüber dem Fonds einzeln zurückzahlen. Auch wäre eine Schuldenbremse in jedem Land der Euro-Zone verpflichtend.
E wie Europäischer Währungsfonds EWF: Er ist umstritten. Finanzminister Wolfgang Schäuble hatte die Einrichtung eines EWF schon im März 2010 vorgeschlagen. Der Fonds sollte Krisenstaaten in der Euro-Zone mit Notkrediten helfen, ähnlich wie der Internationale Währungsfonds IWF das auf globaler Ebene tut. Falls es dennoch zur Pleite käme, sollte es ein geordnetes Insolvenzverfahren im Rahmen des EWF geben. Das zumindest war damals die Idee. Schäubles Vorstoß verschwand zunächst in der Versenkung. Doch seit der Brüsseler Krisengipfel am 21. Juli 2011 den EFSF ermächtigt hat, Anleihen an der Börse zu kaufen, sehen manche den EFSF als Vorstufe eines künftigen EWF an. (siehe auch: EFSF)
E wie EZB: Im Rahmen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion haben die nationalen Zentralbanken ihre Souveränität an die neu gegründete Europäische Zentralbank (EZB) abgegeben. Sie ist für die Geldpolitik verantwortlich, allen voran die Preisstabilität in Europa. Ausschließlich die EZB kontrolliert die Geldmenge und legt den europäischen Leitzins fest. In der aktuellen Schuldenkrise Europas kann das problematisch sein: Eigentlich bräuchte ein Land in der Rezession, etwa Griechenland, einen besonders niedrigen Zins. Er würde Investitionen begünstigen und könnte so die Wirtschaft stützen. Ein Boomland wie Deutschland hingegen kann höhere Zinsen verkraften. Zuletzt hat die EZB ihren Leitzins erhöht.
Sie ist in der Krise auch darüber hinaus ein besonders wichtiger Akteur. Um die Refinanzierungsprobleme der Schuldenstaaten abzufedern, hat die EZB große Mengen griechischer, irischer und portugiesischer Staatsanleihen gekauft. Damit trägt sie einen Teil des Ausfallrisikos. Anfang August hat die EZB zudem Staatsanleihen Portugals und Irlands aufgekauft, wenige Tage später auch italienische und spanische Papiere. So versucht sie, die Märkte zu beruhigen. (siehe auch: EFSF, Italien) Am 9. September 2011 trat der deutsche Chefvolkswirt der EZB, Jürgen Stark, zurück – offenbar aus Protest gegen die Wiederaufnahme der Anleihekäufe. Seit November 2011 steht der Italiener Mario Draghi an der Spitze der EZB. Zuletzt ist der Druck auf die Zentralbank gewachsen, die Anleihenkäufe auszuweiten, um die Schuldenkrise einzudämmen. Die Ressourcen dazu hätte sie: Rein theoretisch hat die EZB unendlich viele Ressourcen, weil sie einfach Geld drucken kann.
G wie Griechenland: Griechenlands Krise beginnt im Frühjahr 2010, als das Land die Angaben zu seinem laufenden Staatsdefizit korrigieren muss. Zunächst erhöht die Regierung ihre Angaben auf 12,5 Prozent, dann auf 15,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Daraufhin übernimmt die EU die Kontrolle über den griechischen Haushalt. Derzeit ist Griechenland mit 350 Milliarden Euro verschuldet, die Gesamtverschuldung beträgt damit rund das Eineinhalbfache des BIP.
Die jüngste "Schuldentragfähigkeitsanalyse" der Troika aus Europäischer Zentralbank, Internationalem Währungsfonds und EU-Kommission zeichnet für die Finanzlage Griechenlands ein düsteres Bild. Bis zum Jahr 2020 werde der Schuldenstand auf 180 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen. Die Staaten der Euro-Zone haben sich deshalb auf einen Schuldenschnitt von 50 Prozent verständigt. Läuft alles wie geplant, könnte die Schuldenquote Griechenlands dadurch bis zum Jahr 2020 auf 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sinken. Allerdings werden die Rettungsbemühungen Europas durch eine Regierungskrise in Griechenland überschattet. (siehe: Banken, GIPS)
G wie GIPS: Abkürzung für die Krisenstaaten Griechenland, Irland (wahlweise Italien), Portugal und Spanien. Ursprünglich in anderer Reihenfolge auch PIGS genannt.
H wie Haircut: siehe Umschuldung.
H wie "Hebel": Der sogenannte Hebel soll die Möglichkeiten des Europäischen Rettungsfonds EFSF erweitern, ohne dass die Geld gebenden Staaten neue Mittel bereitstellen müssen. Denn wenn ein Land wie Italien ins Schlingern geriete, wären seine Mittel sehr schnell erschöpft. Wenn ein kriselndes Euro-Land neue Staatsanleihen herausgibt, würde der EFSF den aktuellen EU-Beschlüssen zufolge für etwa 20 bis 30 Prozent des Emissionsvolumens garantieren. Dadurch würde sich das Risiko der Käufer, etwa Banken und Versicherungen, minimieren. Der Anreiz, die Anleihe zu kaufen, stiege, im Gegenzug sänken die Zinsen, die der Staat zahlen muss.
Der "Hebel" besteht also darin, dass durch eine staatliche Teil-Ausfallversicherung privates Kapital mobilisiert wird. Das ist effektiver als wenn der EFSF alleine die Anleihe kaufen würde, was seine Mittel überstrapazieren würde. Die Milliarden des EFSF, also die 440 Milliarden Euro, würden dadurch nicht erhöht oder "gehebelt", er gibt lediglich Ausfallgarantien ab. Im Ergebnis soll der Finanzspielraum des Rettungsschirms auf mehr als eine Billion Euro gesteigert werden. Zudem soll ein neuer Sonderfonds entstehen, an dem sich der Internationale Währungsfonds (IWF) beteiligt. Dieser Fonds investiert dann in Anleihen, die der EFSF ebenfalls zum Teil absichert. Dabei könnten auch ausländische Investoren wie Staatsfonds aus China mitmachen. (siehe auch: Staatsanleihen, Banken, EFSF).
H wie Hochfrequenzhandel: Auf gut Börsenenglisch auch High Frequency Trading (HFT) genannt. Im Hochfrequenzhandel wechseln Papiere innerhalb von Mikrosekunden den Besitzer – das ist schneller als der Flügelschlag einer Stubenfliege. Moderne Computer machen's möglich. Ziel der Zocker ist, minimale Kursbewegungen auszunutzen, indem die Software schneller darauf reagiert als menschliche Börsenmakler es könnten. Der superschnelle Handel erhöht die Umsätze an den Börsen, und Experten sagen, er mache die Aktienmärkte instabil.
I wie Irland: Vor der Finanzkrise galt Irland als stabile Volkswirtschaft. Doch die Probleme der heimischen Banken im vergangenen Jahr haben Irland als erstes Land unter den Euro-Rettungsschirm EFSF gezwungen. 85 Milliarden Euro stehen für Hilfen bereit. Im Gegenzug muss das Land deutliche Einsparungen vornehmen. Mitte Juli haben die Rating-Agenturen irische Staatsanleihen auf Ramschniveau herabgestuft, worüber sich viele Politiker Europas empört haben. Mittlerweile aber mach das Land Fortschritte: Bis 2015 soll das Haushaltsdefizit auf unter drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes sinken. Die Regierung hat dafür allein in diesem Jahr 5,3 Milliarden Euro eingespart. Dennoch ist die Wirtschaft im ersten Quartal um 3,2 Prozent gewachsen – stärker als jedes andere Euro-Land. (siehe auch: EFSF, Rating-Agenturen, GIPS)
I wie Italien: Die drittgrößte Volkswirtschaft der Europäischen Union. Auch Italien ist hoch verschuldet: Nur die USA und Japan haben sich von den Finanzmärkten mehr Geld geliehen. Italiens Schuldenquote beträgt fast 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, jedes Jahr zahlt das Land fast 80 Milliarden Euro Zinsen. Die Regierung unter Premierminister Silvio Berlusconi kündigte zwar Anfang Juni ein umfassendes Sparprogramm an. Doch dann gab es Differenzen zwischen Berlusconi und seinem Finanzminister Giulio Tremonti über den richtigen Weg. Am 11. Juli reagierten die Anleger: Massenweise verkauften sie italienische Staatsanleihen. Der Euro stürzte ab, ebenso die Aktienkurse in Europa und den USA. Es folgte ein Krisengipfel in Brüssel, und das italienische Parlament verabschiedete das Sparprogramm im Eiltempo, um die Anleger wieder zu beruhigen.
Lange hielt die Ruhe nicht an: Kaum einen Monat später waren die Börsen wieder in Panik. Berlusconi und Tremonti sahen sich gezwungen, die raschere Umsetzung ihres Sparprogramms zu verkünden. Bis 2013 wollen sie einen ausgeglichenen Haushalt erreichen und dieses Ziel sogar in der Verfassung verankern. Sie kündigten Sozialkürzungen, Arbeitsmarktreformen und Privatisierungen an. Drei Tage später kaufte die EZB italienische und spanische Anleihen, um die Märkte zu beruhigen. Gerüchten zufolge hatten die Zentralbanker die italienische Regierung erpresst und das Sparprogramm zur Bedingung für die Anleihekäufe gemacht. Der Grund für die Nervosität: Italien ist so groß, dass niemand das Land retten kann (siehe auch: Bail-out). Könnte das Land seine Schulden nicht mehr bedienen, würde die Euro-Zone das nicht verkraften.
Anfang November 2011 rutscht das Land in eine schwere Regierungskrise, in deren Folge Berlusconi seinen Rückzug ankündigt. Die Anleger entziehen dem Land fast vollständig das Vertrauen. Die Zinsen für zehnjährige italienische Staatsanleihen erreichen mit mehr als sieben Prozent einen Höchststand seit der Einführung des Euro. Der Ruf nach der EZB wird lauter. (siehe auch: EZB, GIPS)
L wie Leerverkäufe: Leerverkäufe sind eine Methode, um auf fallende Kurse zu spekulieren. Die Spekulanten leihen sich Aktien und verkaufen diese zu einem hohen Kurs – mit dem Ziel, sie nach einem Kurssturz günstiger wieder zurückzukaufen. Geht die Rechnung auf, ist der Unterschied zwischen hohem Verkaufspreis und niedrigem Rückkaufspreis ihr Profit. Bei so genannten ungedeckten Leerverkäufen haben sich die Investoren noch nicht einmal die Papiere geliehen. Je größer die Aktienpakete sind, die "leer" gehandelt werden, desto stärker können solche Geschäfte die Kursbewegungen an den Börsen verstärken. Leerverkäufe gelten als mögliche Ursache der starken Kursverluste, die um den 10./11. August 2011 an europäischen Börsen auftraten. In Deutschland sind ungedeckte Leerverkäufe seit Herbst 2010 verboten.
P wie PIGS: So wurden die Krisenländer Portugal, Italien (Irland), Griechenland und Spanien zunächst genannt. Inzwischen hat sich das politisch korrektere GIPS durchgesetzt.
P wie Portugal: Das Land ist derzeit der ärmste Staat Westeuropas. Die Finanzkrise hat Portugal in die schlimmste Wirtschaftskrise seit der Nelkenrevolution 1974 gestürzt. Um einen Staatsbankrott zu verhindern, hat Portugal Anfang Mai mit der EU und dem Internationalen Währungsfonds ein Rettungspaket über 78 Milliarden Euro ausgehandelt. Der EFSF hat bislang Anleihen im Wert von rund 14 Milliarden Euro ausgegeben, um Kredite für Portgual zu finanzieren.
An die Hilfe geknüpft sind massive Sparpläne: Steuervergünstigungen sollen gestrichen, Renten gekürzt und die Beamtengehälter eingefroren werden. Dagegen demonstrieren die Portugiesen heftig. Vor allem die Jungen sagen, sie könnten nicht noch mehr entbehren. In Portugal ist die Arbeitslosenquote Anfang des Jahres auf den Rekordstand von 12,4 Prozent geklettert, über 40 Prozent der Arbeitslosen ist jünger als 34 Jahre. (siehe auch: EFSF, GIPS)
P wie Privatsektor: Auch "private Gläubiger" genannt, meist in Zusammenhang mit der Frage, ob "der Privatsektor" einen Teil der griechischen Verluste trägt (siehe auch: Banken). Gemeint sind Banken und Versicherungen – und einzelne private Anleger. Zwar besitzen Einzelpersonen eher selten unmittelbar griechische Anleihen. Aber wer eine Lebens- oder Rentenversicherungspolice abgeschlossen hat, der hat Vermögen, das durchaus auch in Staatspapieren stecken kann, selten in griechischen, häufiger in italienischen Anleihen. So gesehen trägt jeder Versicherungskunde einen Teil des Risikos (siehe auch: Ausfallrisiko).
R wie Rating-Agenturen: Sie bewerten die Bonität von Firmen und Staaten. Die Ergebnisse veröffentlichen sie in Form von Buchstaben-Zahlen-Kombinationen in 21 Abstufungen von AAA (zuverlässige Schuldner, beste Qualität) bis D (default, zahlungsunfähig). Den Gläubigern und Investoren geben diese Ratings an, wie wahrscheinlich es ist, pünktlich die Zinsen sowie das verliehene Geld zurückzubekommen. Nach dem Rating richtet sich der Zinssatz, den Länder für ihre Staatsanleihen auf dem Kapitalmarkt entrichten müssen. Für eine Bewertung zieht eine Rating-Agentur sowohl veröffentlichte Informationen als auch Interna wie Informationen über die zehn größten Kunden, Finanzpläne, die wichtigsten Wettbewerber und genaue Kosten- und Ertragsstrukturen heran. Mindestens einmal im Jahr wird das Rating aktualisiert. (siehe auch: Anleihe, Bonität, Staatsanleihen)
Anfang August verschlechterte die Rating-Agentur Standard & Poor's die Note der USA: Statt eines AAA gab sie nur noch ein AA+. Später wurde bekannt, dass die Analysten die geplanten Kürzungen des Washingtoner Budgets um zwei Milliarden Dollar zu niedrig angesetzt hatten. Das Finanzministerium beschwerte sich, S&P blieb dennoch bei der Abwertung und begründete das mit dem politischen Gezerre um die amerikanische Schuldenpolitik. Die beiden anderen großen Agenturen, Moody's und Fitch, geben den USA zwar weiterhin die Bestnote. Aber Moody's schließt eine Herabstufung vor 2013 nicht aus.
Welche Folgen die Herabstufung haben wird, ist noch nicht ganz klar. Die Washingtoner Regierung wird vermutlich künftig höhere Zinsen zahlen müssen, ebenso wie möglicherweise auch die Bundesstaaten und Stadtverwaltungen. Das Vertrauen in die Fähigkeit Amerikas, bald aus der Krise zu kommen, dürfte sinken. Und schließlich könnte das Wirtschaftswachstum, das ohnehin angeschlagen ist, noch ein wenig mehr begrenzt werden. Das ist die größte Sorge der Finanzmärkte: Dass die Vereinigten Staaten erneut in eine Rezession rutschen könnten. Für Unmut sorgte die Ratingagentur S&P Anfang November 2011: Aus Versehen stufte sie Frankreich herab, um sich zwei Stunden später zu korrigieren.
R wie Rettungspakete: Im Mai 2010 verabschieden die Finanzminister der EU und des IWF parallel zum zweiten Sparpaket des griechischen Parlaments ein erstes Rettungspaket. Da am Kapitalmarkt niemand mehr griechische Anleihen kaufen will, bekommt Griechenland über drei Jahre hinweg insgesamt 110 Milliarden Euro in Form von Krediten und Bürgschaften – geknüpft an die Bedingung, dass alle drei Monate die Sparbemühungen überprüft werden.
Ein zweites Rettungspaket sollte eigentlich erst im Herbst 2011 verabschiedet werden. Da die Krise sich aber schon im Juli wieder zuspitzte, einigten sich die Staats- und Regierungschefs schon am 22. Juli in Brüssel auf erneute Hilfe. Das zweite Rettungspaket hat ein Gesamtvolumen von 109 Milliarden Euro und wird getragen von den Euro-Mitgliedsstaaten, dem IWF und der Finanzwirtschaft. Griechenland muss für seine Kredite aus dem Rettungsfonds EFSF künftig weniger Zinsen zahlen (siehe auch: EFSF). Die Banken und Versicherungen verzichten auf einen Teil ihrer Forderungen und akzeptieren längere Laufzeiten (siehe auch: Anleihe). Der EFSF wird zudem ermächtigt, an der Börse Anleihen zum gegenwärtigen Kurs zu kaufen, um die Papiere zu stützen (siehe auch: EWF, EZB).
R wie Rezession: Wenn die Wirtschaftsleistung eines Landes in zwei aufeinander folgenden Quartalen nicht wächst oder sogar schrumpft, spricht man von einer Rezession. Das Gegenteil ist der Aufschwung oder Boom. Dauert eine Rezession besonders lange an und wird sie etwa von hoher Arbeitslosigkeit begleitet, befindet sich die Volkswirtschaft in einer Depression.
Derzeit befindet sich Griechenland in einer Rezession – verstärkt durch das Sparprogramm, dem sich das Land unterwirft, um seinen Haushalt wieder in den Griff zu bekommen. Die größte Sorge der Finanzmärkte gilt allerdings den USA: Die Wirtschaft wächst nur wenig, die Bürger konsumieren kaum, der Immobilienmarkt hat sich noch nicht wieder erholt. Die gerade zwischen Demokraten und Republikanern vereinbarten Sparauflagen könnten die Konjunktur zusätzlich belasten. Im November 2011 wächst auch in Europa die Sorge vor einem Rückfall in die Rezession. Der EU-Währungskommissar Olli Rehn warnt am 10. November in Brüssel: "Das Wachstum in Europa ist zum Stillstand gekommen, und es besteht das Risiko einer erneuten Rezession".
S wie Schuldenschnitt: siehe Umschuldung.
S wie Spanien: Auch Spanien steckt in der Krise, seit die Immobilienblase im Land platzte. Seither sitzen die Banken auf faulen Krediten. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, die Regierung muss sparen, Sozialleistungen werden gestrichen. Die Jugend sieht keine Perspektive und geht auf die Straße. Die Arbeitslosenquote lag im Herbst 2011 bei 21,5 Prozent – so hoch wie seit 15 Jahren nicht mehr. Die Euro-Krise könnte sich auf Spanien ausbreiten, ist die Furcht. Doch bislang standen andere Länder (siehe auch: GIPS) stärker im Fokus der Finanzmärkte.
S wie Staatsanleihen: Anleihen, die von einem Staat ausgegeben werden, um neues Kapital zu erwerben. Sie haben einen festen, garantierten Zinssatz und oft eine lange Laufzeit von beispielsweise zehn oder gar 30 Jahren. Vor der Euro-Krise galten Staatsanleihen als vergleichsweise sichere Anlageform, dieser Ruf ändert sich aber derzeit, auch aufgrund der US-Schuldendebatte. (siehe auch: Anleihe, Bonität)
S wie Staatsbankrott: Am Kapitalmarkt spricht man von Staatsbankrott, sobald eine Regierung eine einzige Kreditrückzahlung nicht mehr leistet. Argentinien musste 2001 den Staatsbankrott verkünden. Island stand im Oktober 2008 kurz davor, die EU intervenierte mit einem Notkredit. Auch im Fall Griechenlands sucht die EU nach Strategien, einen Bankrott abzuwehren, beispielsweise mit Rettungspaketen und Umschuldungen.
Ob ein Staat bankrott ist, hat nichts mit der absoluten Höhe seiner Schulden zu tun. Man muss die Verschuldung erst ins Verhältnis zur Wirtschaftskraft eines Landes setzen, also zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Wirklich entscheidend für einen Staatsbankrott ist aber, ob eine Regierung die Zinsen bezahlen kann und ob sie Investoren findet, die ihr auch künftig neue Schuldenpapiere abkauft.
U wie Umschuldung: Umschuldung heißt, dass ein Schuldner (ein Land, ein Unternehmen, eine Privatperson) seine Verbindlichkeiten nicht mehr bezahlen kann. Dann muss er sich mit seinen Gläubigern auf neue Rückzahlbedingungen einigen, etwa in Form von längeren Fristen oder niedrigeren Zinsen. Oft verzichten die Gläubiger auch auf einen Teil ihrer Forderungen. Soweit, so einfach. Doch die Details sind kompliziert.
Kommt es zu einer sanften Umschuldung, tauschen die Gläubiger ihre bisherigen Anleihen in neue mit längerer Laufzeit um. Sie gewähren dem Schuldner also einen Aufschub. Möglich ist auch, dass sie auf einen Teil ihrer Zinsansprüche verzichten oder auf einen Teil ihrer Tilgungsansprüche verzichten, ihre Anleihen im Gegenzug aber in sicherere Papiere umtauschen lassen. Auch ein Anleiherückkauf durch den Schuldner ist möglich.
Eine harte Umschuldung, auch Schuldenschnitt oder Haircut genannt, bedeutet immer, dass die Gläubiger auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten. Ein verschuldetes Land ist damit schlagartig einen Teil seiner Schulden los. Die Gläubiger, allen voran die Banken, machen Verluste. Das Land schadet aber auch nachhaltig seiner Kreditwürdigkeit am Finanzmarkt.
U wie USA: Wenn es ein Land gibt, das sein Wachstum in der Vergangenheit durch – private und öffentliche – Schulden finanziert hat, dann sind das die USA. Jetzt funktioniert das alte Modell nicht mehr: Die Überschuldung der privaten Haushalte wurde spätestens mit dem Zusammenbruch des Immobilienmarkts offenbar. Er begrenzte die Möglichkeit, Konsum durch die Beleihung des Eigenheims zu finanzieren. Die hohe Arbeitslosigkeit beschnitt die finanziellen Möglichkeiten der Privatleute zusätzlich. Ihr Vertrauen in die Erholungskraft der Wirtschaft sank. Weniger Konsum und noch weniger Wachstum waren die Folge. Um die Wirtschaft anzukurbeln, muss Präsident Obama vor allem mehr Jobs schaffen. 450 Milliarden Dollar will er dafür ausgeben.
Dabei sind die öffentlichen Kassen der USA klamm. Anfang August 2011 einigten sich Republikaner und Demokraten in Washington, die gesetzliche Schuldengrenze für die USA zu erhöhen. Zugleich aber vereinbarten sie Einsparungen. Steuererhöhungen ließen sich gegen den Widerstand der Tea Party nicht durchsetzen. Vorausgegangen war ein zäher politischer Streit. Wenig später senkte die Rating-Agentur Standard & Poor's ihre Bewertung der US-Staatsschuld von AAA, der Bestnote, auf AA+. Die Analysten begründeten das vor allem mit den politischen Verhältnissen in Washington. Welche Folgen die Herabstufung haben wird, ist umstritten. (siehe auch: Rating-Agenturen, Rezession)
T wie Transferunion: Man könnte meinen, die Europäische Union sei schon längst eine Transferunion. Schließlich finanzieren die reichen Länder den größten Teil des EU-Haushalts und hohe Summen fließen als Subventionen, meist an ärmere Länder. Doch in der aktuellen Debatte bedeutet eine Transferunion die Idee, dass EU-Mitgliedsstaaten mit soliden Staatsfinanzen grundsätzlich für die Schulden jener einstehen, die schlechter gewirtschaftet haben – dass also etwa Deutschland für die griechischen Schulden garantiert, weil Griechenland es selbst nicht mehr kann. Ein Schritt in diese Richtung wäre die Emission gemeinsamer Anleihen (siehe auch: Euro-Bonds, EWF). Denkbar wären aber auch direkte Ausgleichszahlungen oder die Vergemeinschaftung der Schulden. In einer Transferunion wären solche Geldflüsse fest institutionalisiert. Das muss nicht bedeuten, dass sie auf ewig flössen.
Z wie Zins-Spread: Wer Anleihen ausgibt, erhält Kredit und zahlt dafür Zinsen. Die sind hoch, wenn eine Anleihe als besonders riskant gilt. Der Spread, zu Deutsch: Zinsdifferenz, gibt den Unterschied zwischen dem Zinssatz einer riskanten Anleihe und dem Zinssatz einer anderen Anleihe mit gleicher Laufzeit, die als weitgehend risikolos betrachtet wird, an. Die Zinsen griechischer Anleihen werden in der Regel mit den Zinsen deutscher Anleihen verglichen. Angenommen, Deutschland zahlt also beispielsweise zwei Prozent Zinsen auf dem Kapitalmarkt und Griechenland 16, wäre der Zins-Spread Griechenlands 14 Prozent.
- Datum 11.11.2011 - 15:21 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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In Neusprech vereint gegen das Volk.
Hallo Necom,
.
Tatsächlich ist der Titel des Artikels nicht geschickt gewählt. Dennoch ist es ein guter und informativer Artikel.
Hallo Necom,
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Tatsächlich ist der Titel des Artikels nicht geschickt gewählt. Dennoch ist es ein guter und informativer Artikel.
Hallo Necom,
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Tatsächlich ist der Titel des Artikels nicht geschickt gewählt. Dennoch ist es ein guter und informativer Artikel.
"In der aktuellen Schuldenkrise Europas kann das problematisch sein: Eigentlich bräuchte ein Land in der Rezession, etwa Griechenland, einen besonders niedrigen Zins. Er würde Investitionen begünstigen und könnte so die Wirtschaft stützen."
Und deshalb funktioniert diese Währung nicht. Einer der Hauptgründe. Nun wären die Effekte durch Spezialzinsprogramme und Devisenkursbewegungs-ähnliche Abläufe wie bei Nationalwährungen nebst nationalwährungsimmitierenden Geldmengenberechnungen zwar virtuell zu generieren und realiter über Programme annnähernd wirksam in der Wirkung zu installieren, dazu müsste aber jemand das Problem erst mal erkennen. Das ist der Geburtsfehler einer Multinationalwährung.
Möglicherweise ist es Ihnen entgangen, aber der Artikel sollte Nicht-BWL-Studenten die finanzielle Lage der EU eläutern. Vermutlich sind also viele "Laien" unter den Lesern.
Vielleicht sollten Sie Ihren Kommentar dann auch nicht mit derart vielen Fachwörtern aufplustern, damit er verständlich bleibt. Übrigens haben Sie das Problem doch erkannt... na los, retten Sie die Welt.
Möglicherweise ist es Ihnen entgangen, aber der Artikel sollte Nicht-BWL-Studenten die finanzielle Lage der EU eläutern. Vermutlich sind also viele "Laien" unter den Lesern.
Vielleicht sollten Sie Ihren Kommentar dann auch nicht mit derart vielen Fachwörtern aufplustern, damit er verständlich bleibt. Übrigens haben Sie das Problem doch erkannt... na los, retten Sie die Welt.
der letzten wochen:
zb.
endplan
riesige rekorde
xxl-aufschwung
teilbankrott
sowie:
zinseszinssystem
exponentialfunktion
geldschöpfung
schuldgeld vs. vollgeld
oder:
bankokratie
konsumismus
pacta sunt servanda - Verträge sind einzuhalten!
Endplan - führt zur Endlösung?
Riesige Rekorde - Riesen, die vor lauter Kraft nicht laufen können? Kann man die nicht abhängen?
XXL-Aufschwung - am Reck? Ist der fette Bauch da nicht im Weg?
Teilbankrott - ein halb abgebranntes europäisches Haus bleibt doch noch ein Haus?
Zinseszinssystem - gelten hier noch die Grundrechenarten? oder vermehren sich Zinsen wie Unkraut?
Exponentialfunktion- als Begriff besser zu erkennen anhand der Kurve. s.a. wikipedia
Schuldgeld vs. Vollgeld ????? Keine Ahnung.
Geldschöpfung - wo? bei den Goldgräbern? Wer macht das?
Bankokratie - Die Banken leiten das Volk. Sie sind die Herrscher.
Konsumismus - Der Konsum hat über Werbung angeheizt zu werden, damit die Bankokraten leben können?
Wachstumsbeschleunigungsgesetz - wie man einer Pflanze gesetzlich verordnet, dass sie schneller wachsen soll?
pacta sunt servanda - Verträge sind einzuhalten!
Endplan - führt zur Endlösung?
Riesige Rekorde - Riesen, die vor lauter Kraft nicht laufen können? Kann man die nicht abhängen?
XXL-Aufschwung - am Reck? Ist der fette Bauch da nicht im Weg?
Teilbankrott - ein halb abgebranntes europäisches Haus bleibt doch noch ein Haus?
Zinseszinssystem - gelten hier noch die Grundrechenarten? oder vermehren sich Zinsen wie Unkraut?
Exponentialfunktion- als Begriff besser zu erkennen anhand der Kurve. s.a. wikipedia
Schuldgeld vs. Vollgeld ????? Keine Ahnung.
Geldschöpfung - wo? bei den Goldgräbern? Wer macht das?
Bankokratie - Die Banken leiten das Volk. Sie sind die Herrscher.
Konsumismus - Der Konsum hat über Werbung angeheizt zu werden, damit die Bankokraten leben können?
Wachstumsbeschleunigungsgesetz - wie man einer Pflanze gesetzlich verordnet, dass sie schneller wachsen soll?
Gerade hier bei Zeit Online sollten sich viele mal diese Definitionen durchlesen, um zu verstehen, dass nicht jeder Schritt richtung Zentralisierung ein Schritt ins Unglueck ist und die andauernden Krisenverhandlungen sich genau darum drehen, wie mehr Europa sinnvoll umgesetzt werden kann, so dass die Vorteile ausgeschoepft und die Nachteile minimiert werden.
Ich bin der Ueberzeugung, dass es diesen komplizierten Prozess der Einigung wer ist, immer mehr Kompetenzen an die EU uebertragen bis man von einer europaeischen Zentralregierung sprechen kann.
[...]
Gekürzt. Bitte diskutieren Sie zum konkreten Thema. Danke, die Redaktion/mk
17 Gouvernments - dann paßt's schon.
werter Kommentator
mir fällt auf, dass Sie in den letzten Tagen fast jeden relevanten ZEIT-Artikel als Werbeplattform für Ihre merkwürdige facebook-Bewegung nutzen.
Ich hoffe, es verursacht bei Ihnen keine Schmerzen, dass immer mehr Menschen die political correctness so mancher mainstream-Artikel oder Kommentare nicht mehr ernst nehmen!
Werte Zeit-Redaktion,
ich hätte mir gewünscht, dass Sie Ihre Auflistung signifikant erweitert und deutlich die pro's und con's zu den einzelnen Punkten erläutert hätten.
...haben Sie schon mal darüber nachgedacht das man mit einer zentralistischen Regierung auch die nationalen Parlamente untergraben kann? Das man Medien-Presefreiheit beschränken kann? Meiungsfreiheit unterdrückt werden können usw...
Ich bin auch für ein Europa...nur nicht als Diktatur! Und bis jetzt läuft es darauf hinaus. Vorallem das Politiker in Führungspositionen zuviel Macht bekommen und zuviel Geld.
So funktioniert Europa mit Sicherheit nicht. Schon gar nicht zum Wohle des Volkes, sondern nur zum Wohle der Eliten!
17 Gouvernments - dann paßt's schon.
werter Kommentator
mir fällt auf, dass Sie in den letzten Tagen fast jeden relevanten ZEIT-Artikel als Werbeplattform für Ihre merkwürdige facebook-Bewegung nutzen.
Ich hoffe, es verursacht bei Ihnen keine Schmerzen, dass immer mehr Menschen die political correctness so mancher mainstream-Artikel oder Kommentare nicht mehr ernst nehmen!
Werte Zeit-Redaktion,
ich hätte mir gewünscht, dass Sie Ihre Auflistung signifikant erweitert und deutlich die pro's und con's zu den einzelnen Punkten erläutert hätten.
...haben Sie schon mal darüber nachgedacht das man mit einer zentralistischen Regierung auch die nationalen Parlamente untergraben kann? Das man Medien-Presefreiheit beschränken kann? Meiungsfreiheit unterdrückt werden können usw...
Ich bin auch für ein Europa...nur nicht als Diktatur! Und bis jetzt läuft es darauf hinaus. Vorallem das Politiker in Führungspositionen zuviel Macht bekommen und zuviel Geld.
So funktioniert Europa mit Sicherheit nicht. Schon gar nicht zum Wohle des Volkes, sondern nur zum Wohle der Eliten!
A...Abgrund, M... mit zutiefster Entschlossenheit ....
und den ganzen restlichen BlaBla im Kanzlersprech
Bitte formulieren Sie Ihre Beiträge sachlicher. Danke. Die Redaktion/ag
So wie die Dinge laufen, werden wir leider bal wieder Gelegenheit für Polemik haben. Dieses Glossar war überfällig und da darf man sich für die Arbeit auch mal bedanken.
So wie die Dinge laufen, werden wir leider bal wieder Gelegenheit für Polemik haben. Dieses Glossar war überfällig und da darf man sich für die Arbeit auch mal bedanken.
ist im ganzen untergegangen
wachstumsbeschleunigungsgesetz > http://www.bgbl.de/Xaver/...
17 Gouvernments - dann paßt's schon.
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