Finanzmarkt Die Willkür der Rating-Riesen

Die Bewertungen der Rating-Agenturen waren in der Euro-Krise oft fehlerhaft, schreiben Ökonomen in einer Studie. Die Politik sollte die Macht der Agenturen begrenzen. Von Marie-Astrid Langer

Nach Griechenland haben die Rating-Agenturen auch Portugals Kreditwürdigkeit auf Ramsch herabgestuft. Für ihre schlechten Länderbewertungen stehen die Notengeber unter heftigem Beschuss, nicht nur von Finanzminister Wolfgang Schäuble und Kanzlerin Angela Merkel. Auch die italienische Börsenaufsicht zitiert diese Woche Vertreter der drei großen Rating-Agenturen zu sich, nachdem sie Italiens jüngstes Sparprogramm postwendend als unzureichend eingestuft und 16 Banken mit einer Herabstufung gedroht hatten.

Dass die Rating-Agenturen mit ihren negativen Bewertungen tatsächlich bisweilen übertreiben, zeigt eine Studie der Universität Sankt Gallen. Eine Gruppe von Ökonomen der Schweizer Hochschule hat untersucht, ob die drei großen Agenturen die aktuelle europäische Schuldenkrise aktiv beeinflusst haben. Hierfür haben sie 26 OECD-Länder, darunter die aktuellen Sorgenkinder der EU Portugal, Irland, Griechenland und Spanien, im Zeitraum von 1999 bis 2010 anhand von neun makroökonomischen Kennzahlen miteinander verglichen. Dabei betrachteten sie mehrere Indikatoren: Inflation, Wachstum, Verschuldung, aber auch die Ratings der Agenturen für diese Staaten.

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Auf Grundlage dieser Daten haben die Wissenschaftler ein eigenes Rating-Modell entwickelt und die Ergebnisse mit denen der drei großen Agenturen verglichen. Das Ergebnis überrascht: Die sogenannten PIGS-Staaten, also Portugal, Irland, Griechenland und Spanien, seien seit Beginn der europäischen Schuldenkrise 2009 übertrieben stark herabgestuft worden, besonders im Vergleich zu anderen Ländern mit ähnlichen Wirtschaftsdaten, schreiben die Forscher. Die makroökonomischen Kennzahlen wie Verschuldungsquote oder Pro-Kopf-Einkommen würden den schlechten Ratings widersprechen.

Obwohl die Ratings zu pessimistisch ausfallen, schenkt ihnen der Kapitalmarkt Glauben. Die Bewertungen treiben die Zinsen in die Höhe, die diese Länder auf dem Kapitalmarkt für ihre Anleihen zahlen müssen, die Kapitalaufnahme wird immer schwieriger, den Staaten geht es schlechter – die Prognosen der Agenturen, auch wenn zunächst ungerechtfertigt, erfüllen sich also selbst. Somit "beeinflussen Rating-Agenturen die Zinsen durch Bewertungsaufschläge, die sich nicht mit den ökonomischen Daten rechtfertigen lassen", heißt es in der Studie. Diese willkürliche Komponente in den Ratings habe besonders 2009 und 2010 zugenommen. Das Fazit der Studie: Die Rating-Agenturen verfügen über die Macht, Ländern mit einem relativ hohen Schuldenanteil zu schaden.

Rating-Agenturen

Rating-Agenturen bewerten die Bonität von Firmen und Staaten. Die Ergebnisse veröffentlichen sie in Form von Buchstaben-Zahlen-Kombinationen in 21 Abstufungen von AAA (zuverlässige Schuldner, beste Qualität) bis D (default, zahlungsunfähig).

Den Gläubigern und Investoren geben diese Ratings an, wie wahrscheinlich es ist, pünktlich die Zinsen sowie das verliehene Geld zurückzubekommen. Nach dem Rating richtet sich der Zinssatz, den Länder für ihre Staatsanleihen auf dem Kapitalmarkt entrichten müssen.

Für eine Bewertung zieht eine Rating-Agentur sowohl veröffentlichte Informationen als auch Interna wie Informationen über die zehn größten Kunden, Finanzpläne, die wichtigsten Wettbewerber und genaue Kosten- und Ertragsstrukturen heran. Mindestens einmal im Jahr wird das Rating aktualisiert.

Die drei Großen

Bevor Unternehmen am amerikanischen Aktienmarkt gezeichnet werden dürfen, müssen sie sich von zwei Rating-Agenturen bewerten lassen. Die einzigen drei Agenturen, die dafür von der Börsenaufsicht SEC zugelassen sind, sind Standard & Poor's (1941 aus der Fusion von Standard Statistics und Poor's Publishing entstanden); Moody's, die 1909 erstmals Analysen über US-Eisenbahnanleihen an Investoren verkauften, woraus sich der Markt für Rating-Agenturen entwickelte; und Fitch Ratings, eine Tochtergesellschaft der französischen Fimalac-Gruppe.

Die EZB hat angekündigt, künftig neben dem Urteil der drei großen auch das der kanadischen Rating-Agentur DBRS (Dominion Bond Rating Service) einzubeziehen. DBRS hat bislang keine Andeutungen gemacht, die Bonität Griechenlands herabzustufen.

Kritik

Kritiker bemängeln an Rating-Agenturen generell, ihr Urteil sei nicht transparent. Nach der Hypothekenkrise wurden die Agenturen besonders dafür kritisiert, die "Ramschpapiere" amerikanischer Hypotheken zu lange positiv bewertet zu haben. In der Euro-Krise beanstanden Politiker, dass die Bonität Griechenlands, Spaniens und Portugals unberechtigt herabgestuft worden sei – jetzt gelten die Agenturen als zu streng.

Die Urteile der Rating-Agenturen werden schnell zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung, da große Anleger unter Umständen nur Papiere mit gutem Rating halten dürfen. Das dient auch dem Anlegerschutz. Werden Anleihen aber herabgestuft, können Versicherungen und Banken zum Verkauf gezwungen sein, was die Krise verschärft. Die Verteidiger der Agenturen halten dagegen, dass diese nicht für die Ursachen der negativen Ratings verantwortlich seien.

"Man muss das System der Rating-Agenturen grundsätzlich hinterfragen", sagt Björn Griesbach, Mitverfasser der Untersuchung. Ursprünglich hätten die Agenturen nur Unternehmen bewertet, für die es eine viel größere Datengrundlage gebe als für die Benotung von Ländern. "Wie genau die Agenturen zu ihren Ratings kommen, ist für uns nicht nachvollziehbar", sagt er. Das Vorgehen gleiche einer Black Box. Ihm und seinen Kollegen sei unverständlich, dass die Einschätzungen dieser kleinen Gruppe von Rating-Agenturen, die zudem noch privatwirtschaftlich arbeiten, bislang als unantastbar galten.

Die Ökonomen wollen jedoch nicht nur kritisieren, sondern in den kommenden Monaten ein Alternativkonzept erarbeiten. Wie genau die Länder-Ratings zustande kommen, solle dabei transparent und öffentlich einsehbar sein. Die Idee einer europäischen Rating-Agentur lehnt Griesbach ab, schließlich müssten die Bewertungen völlig unabhängig erfolgen. Nur so könne man den Ratings endlich wieder vertrauen.

 
Leser-Kommentare
  1. Ich zitiere mal ungefähr einen Ökonomen letztens in einem guten Phoenix Beitrag:
    Die meisten Rating Agenturen arbeiten unabhängig und müssen Ihre Ratings unabhängig von den Wünschen und Erwartungen der Politik abgeben..

    Da ist es also nun, das neue Feinbild: Die bösen Rating-Analysten! Bevor man deren "Macht" begrenzt (es gibt ja einige, von einer Diktatur der Agenturen kann man nicht sprechen) sollte die Politik mal lieber selbst ein wenig mehr über Ökonomie erfahren. Man sieht ja gerade an Griechenland, was die aufgehetzte Herde uns glauben machen will...
    Hierzu lesenswert: http://www.spiegel.de/spi...

    Ich halte mehr von so manchem Rating, als von den Wünschen und Glauben der Politik...
    Das Stimmvieh, der Wähler, wird das neue Feindbild aber gern annehmen, weiß Du er selbst leider kaum wie derartige Systeme funktionieren...
    Eine europäische Agentur? Ist sie wirklich unabhängig oder dann, wie bei der Einführung des Euro, der Willkür und dem Druck der politischen Kasten ausgesetzt? Ich kann das mittlerweile als Bürger in Bezug auf Europa nicht mehr glauben, da sind mir marktorientierte Ratin-Agenturen wirklich viel lieber!

    14 Leser-Empfehlungen
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    ... habe ich nach dem Lesen eines Artikels der Washington Post verloren:

    http://www.washingtonpost...

    Die Arbeitsweise der "großen Drei" dürfte man gut und gerne als Erpressung bezeichnen. Welche Summe die Rating-Riesen wohl für ein "wohlwollende" Beurteilung von Staaten verlangen...

    Sie schreiben: "... da sind mir marktorientierte Rating-Agenturen wirklich viel lieber!"

    Diese marktorienterten Rating-Agenturen haben die Finanzkriste mitverursacht. Sie werden von denen bezahlt, die sie nachher beurteilen. Wie unabhängig können diese Agenturen sein? Ohne die Rating-Agenturen hätte es die Finanzkrise so zumindest nicht gegeben. Dann in der Finanzkrise wurden die Agenturen von den Staaten (auch denen die sie jetzt im Visier haben) genau wie die Banken gerettet. Jetzt wenden sie sich gegen ihre einstigen Retter. Da ist schon absurd.

    Andererseits: Die Agenturen besitzen eine durch nichts legtimierte Macht. Das ist der Politik lange bewusst, hat aber nie etwas unternommen. Unter anderem, weil sich die Europäer wieder einmal nicht auf eine gemeinsame Linie einigen konnten. So ist es nur lächerlich, wenn die Politik jetzt die Schuld auf die Rating-Agenturen schieben möchte.

    Zudem scheint es immer so zu sein, dass kurz bevor gar nichts mehr geht, den Rating-Agenturen die Schuld gegeben wird. Kurz bevor Argentinien den "Abflug" machte, machte die damalige argentische Regierung die Rating-Agenturen verantworlich.

    Egal von welcher Seite man die Lage betrachtet, sie ist extrem unangehm.

    Zu Ökonomen und Wirtschaftsexperten (die arbeiten wohl auch in "unabhängigen" Ratingagenturen) hat der Kabarettist Volker Pispers folgerichtig gesagt: Was dümmers finden Sie in keinem Zoo.

    Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen!

    • Atilla
    • 08.07.2011 um 12:16 Uhr

    Den "neuen Feind" hat eine Gruppe Wissenschaftler einer Universität in der SCHWEIZ heraufbeschworen. Also: nicht EU und ziemlich unabhängig. Wenn überhaupt dann pro Finanzmarkt. Im Text steht auch: die Wissenschaftler sind gegen eine EU-Ratingagentur. Und im Prinzip sind die Ergebnisse der Gruppe plausibel oder nicht? Viele Menschen haben doch genau so etwas schon vermutet.

    Ausserdem kann es nicht sein, dass so kleine Gruppen von Menschen Macht über ganze Länder haben. Ich verstehe nicht wie da "liberale" Menschen noch von persöhnlicher Freiheit der Bürger reden, wenn wir doch von irgendwelchen Ratings einer 1000 Personen Agentur abhängen.

    • joG
    • 08.07.2011 um 17:54 Uhr

    .....habe ich in etwa auch die Erfahrung gemacht, dass der Bewertungsprozess zwar nicht völlig transparent immer ist, aber durchaus berechenbar bliebt. Zudem ist das Ergebnis der Bewertungen der Kontrolle ihrer Richigkeit unterworfen. Die Bewertungen und deren Erfolg sind historisch vollständig transparent und ihre Qualität erstaunlich hoch. Die meisten Banken wären stolz auf solche Kreditabteilungen.

    Die Forderung nach einer "Europäischen" Rating Agentur berücksichtigt dies nicht und lässt vermuten, dass man sich der Kontrolle durch unabhängige Betrachter entziehen will. Wir haben schließlich großes Glück, dass die Agenturen den Euroländern verunmöglichten, ihr falsches Spiel immer weiter in die Länge zu ziehen. Damit haben sie uns Steuerzahlern wirklich einen guten Dienst erwiesen. Was die Verträge von Maastricht und Lissabon nicht erreichen konnten, haben die Agenturen erreicht. Dass sich Beamte und Politiker über Transparenz und der damit verwirklichten Kontrolle ärgern ist klar.

    ... habe ich nach dem Lesen eines Artikels der Washington Post verloren:

    http://www.washingtonpost...

    Die Arbeitsweise der "großen Drei" dürfte man gut und gerne als Erpressung bezeichnen. Welche Summe die Rating-Riesen wohl für ein "wohlwollende" Beurteilung von Staaten verlangen...

    Sie schreiben: "... da sind mir marktorientierte Rating-Agenturen wirklich viel lieber!"

    Diese marktorienterten Rating-Agenturen haben die Finanzkriste mitverursacht. Sie werden von denen bezahlt, die sie nachher beurteilen. Wie unabhängig können diese Agenturen sein? Ohne die Rating-Agenturen hätte es die Finanzkrise so zumindest nicht gegeben. Dann in der Finanzkrise wurden die Agenturen von den Staaten (auch denen die sie jetzt im Visier haben) genau wie die Banken gerettet. Jetzt wenden sie sich gegen ihre einstigen Retter. Da ist schon absurd.

    Andererseits: Die Agenturen besitzen eine durch nichts legtimierte Macht. Das ist der Politik lange bewusst, hat aber nie etwas unternommen. Unter anderem, weil sich die Europäer wieder einmal nicht auf eine gemeinsame Linie einigen konnten. So ist es nur lächerlich, wenn die Politik jetzt die Schuld auf die Rating-Agenturen schieben möchte.

    Zudem scheint es immer so zu sein, dass kurz bevor gar nichts mehr geht, den Rating-Agenturen die Schuld gegeben wird. Kurz bevor Argentinien den "Abflug" machte, machte die damalige argentische Regierung die Rating-Agenturen verantworlich.

    Egal von welcher Seite man die Lage betrachtet, sie ist extrem unangehm.

    Zu Ökonomen und Wirtschaftsexperten (die arbeiten wohl auch in "unabhängigen" Ratingagenturen) hat der Kabarettist Volker Pispers folgerichtig gesagt: Was dümmers finden Sie in keinem Zoo.

    Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen!

    • Atilla
    • 08.07.2011 um 12:16 Uhr

    Den "neuen Feind" hat eine Gruppe Wissenschaftler einer Universität in der SCHWEIZ heraufbeschworen. Also: nicht EU und ziemlich unabhängig. Wenn überhaupt dann pro Finanzmarkt. Im Text steht auch: die Wissenschaftler sind gegen eine EU-Ratingagentur. Und im Prinzip sind die Ergebnisse der Gruppe plausibel oder nicht? Viele Menschen haben doch genau so etwas schon vermutet.

    Ausserdem kann es nicht sein, dass so kleine Gruppen von Menschen Macht über ganze Länder haben. Ich verstehe nicht wie da "liberale" Menschen noch von persöhnlicher Freiheit der Bürger reden, wenn wir doch von irgendwelchen Ratings einer 1000 Personen Agentur abhängen.

    • joG
    • 08.07.2011 um 17:54 Uhr

    .....habe ich in etwa auch die Erfahrung gemacht, dass der Bewertungsprozess zwar nicht völlig transparent immer ist, aber durchaus berechenbar bliebt. Zudem ist das Ergebnis der Bewertungen der Kontrolle ihrer Richigkeit unterworfen. Die Bewertungen und deren Erfolg sind historisch vollständig transparent und ihre Qualität erstaunlich hoch. Die meisten Banken wären stolz auf solche Kreditabteilungen.

    Die Forderung nach einer "Europäischen" Rating Agentur berücksichtigt dies nicht und lässt vermuten, dass man sich der Kontrolle durch unabhängige Betrachter entziehen will. Wir haben schließlich großes Glück, dass die Agenturen den Euroländern verunmöglichten, ihr falsches Spiel immer weiter in die Länge zu ziehen. Damit haben sie uns Steuerzahlern wirklich einen guten Dienst erwiesen. Was die Verträge von Maastricht und Lissabon nicht erreichen konnten, haben die Agenturen erreicht. Dass sich Beamte und Politiker über Transparenz und der damit verwirklichten Kontrolle ärgern ist klar.

  2. Bei einem globalen Finanzmarkt stellt sich die Frage, warum Ratingagenturen in NUR in den USA sitzen müssen.

    Eine euroopäische Ratingagentur allerdings, am Besten mit einem Aufsichtsrat in dem Poltiker sitzen, welche durch diese ihr Handeln legitimieren können, ist abzulehnen.

    Als Beispiel könnte hier die EZB genannt werden, als dieses "unabhängige" Institut veranlaßt wurde, entgegen seinen Statuten Ramschpapiere aufzukaufen, verlor es seinen Handlungspielraum, seine Freiheit und verspielte die Zukunft des Euros.

    Um beim Thema zu bleiben, die Ratingagenturen spielen aber nicht nur den "armen" Europäern übel mit, diese legen Fakten vor. Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Italien sind eben schlecht aufgestellt.

    Ob nun zur hart bedacht, oder nicht. Die genannten Länder kassieren Milliardensubventionen und sind hoch verschuldet, ohne dem eine nennenswerte wirtschaftliche Leistung entgegen zu stellen.

    Hier wird wieder der Überbringer der Nachricht geköpft, um diese zu verdrängen. Von einer europäischen Agentur, welche den unsoliden Ländern auf die Schulter klopft, bekommen die Deutschen ihr Geld nicht zurück. Soviel dazu!

    Ich bitte beim Verfassen von Artikeln um die nötige Sachlichkeit und eine gute Recherche. Die Meinung der Poltik und eines Schweizer Institutes können schlecht Grundlage für eine fundierte Meinung sein.

    Die Menschen möchten Fakten lesen, Stimmungen können wir gut selbst erzeugen.

    10 Leser-Empfehlungen
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    "Eine europaeische Agentur ist abzulehnen" Wir sollten eine
    europaeische Agentur als Gegengewicht zu 3 amerikanischen
    laengst haben. Und warum nicht eine chinesische oder indische?
    "Die genannten Laender kassieren Milliardensubventionen."
    Die genannten Laender bekommen unter hohen Auflagen Kredite
    zu hohen Zinsen. Solche gibt es nicht erst seit dem Euro.
    FMI. Welches europaeische Land hat bis jetzt die Kredite und
    Zinsen nicht zurueckgezahlt?
    "Keine nennenswerte Wirtschaftsleistung"
    Informieren Sie sich bitte. Im uebrigen waren BRD und eine
    einige andere grosse Laender, die ersten, die die Euro
    Kriterien nicht erfuellten!

    "Eine europaeische Agentur ist abzulehnen" Wir sollten eine
    europaeische Agentur als Gegengewicht zu 3 amerikanischen
    laengst haben. Und warum nicht eine chinesische oder indische?
    "Die genannten Laender kassieren Milliardensubventionen."
    Die genannten Laender bekommen unter hohen Auflagen Kredite
    zu hohen Zinsen. Solche gibt es nicht erst seit dem Euro.
    FMI. Welches europaeische Land hat bis jetzt die Kredite und
    Zinsen nicht zurueckgezahlt?
    "Keine nennenswerte Wirtschaftsleistung"
    Informieren Sie sich bitte. Im uebrigen waren BRD und eine
    einige andere grosse Laender, die ersten, die die Euro
    Kriterien nicht erfuellten!

  3. Auch Rating-Agenturen können letztlich nur mit den Zahlen operieren, die ihnen genannt werden. Ob die offiziellen Zahlen z.B. in Griechenland dann geschönt wurden oder auch massiv verändert.. man weiß es nicht! Eine europäische Agentur würde jedenfalls auch solche Zahlen gerne schlucken...

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    Freie Autorin

    Lieber User studentD,

    das ist genau der springende Punkt: Die Ratingagenturen arbeiten eben nicht nur mit den Fakten, sprich den makroökonomischen Kennzahlen, sondern ziehen noch eine persönliche Komponente in die Bewertung mit ein, die allerdings nicht transparent gemacht wird. Die Forscher der Uni fordern hingegen, alle Bewertungsfaktoren transparent zu machen.
    Viele Grüße,
    die Autorin

    Freie Autorin

    Lieber User studentD,

    das ist genau der springende Punkt: Die Ratingagenturen arbeiten eben nicht nur mit den Fakten, sprich den makroökonomischen Kennzahlen, sondern ziehen noch eine persönliche Komponente in die Bewertung mit ein, die allerdings nicht transparent gemacht wird. Die Forscher der Uni fordern hingegen, alle Bewertungsfaktoren transparent zu machen.
    Viele Grüße,
    die Autorin

  4. "Wie genau die Agenturen zu ihren Ratings kommen, ist für uns nicht nachvollziehbar"

    Private Unternehmen - und dabei handelt es sich bei den sogenannten Rating-Agenturen - dürfen niemals so viel Macht besitzen, über das Wohl und Wehe ganzer Gemeinwesen zu entscheiden. Private Unternehmen arbeiten gewinnorientiert und damit im Eigeninteresse. Private Unternehmen können allein aus diesem Grunde sich nicht Hoheiten aneignen, die allein dem Staat und seiner Justiz zustehen. Die Methoden staatlicher Ratinagenturen müssen transparent und nachvollziehbar und strikt neutral sein - und nicht aus der Suppenküche einiger weniger, allein vom Privatinteresse getriebenen Kaffeesatzleser stammen.

    18 Leser-Empfehlungen
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    denkbar lustigste Forderung - wie soll das denn gehen? Gefängnisstrafe wenn ich ein Unternehmen bewerte?

    Mal abgesehen davon, dass eine staatliche Ratingagentur an keinem Markt auch nur irgendeinen Einfluss hätte.

    Wenn, dann können Regeln vorgeschrieben werden - dann haben wenigstens einige Bürokraten mal wieder Gelegenheit ein paar Millionen an Berater zu verteilen -

    • iDog
    • 07.07.2011 um 23:43 Uhr

    eignetlich braudt die welt die garnicht - kann nicht jeder selber gucken wo die post abgeht ?

    eine staatliche Rating Agentur.

    Wozu brauchen wir die, wenn sie - wie zu erwarten - ähnlich beliebig in ihrem Urteil ist, wie

    - die EU Kommission
    - die EZB
    - die Finanzminister der Euro Gruppe
    - ....

    (habe ich noch was vergessen?)

    Den Aufwand dafür können wir uns doch dann direkt sparen. Natürlich erzählt die uns dann, dass Griechenland nicht pleite ist. Aber Leute, die uns das erzählen, finden wir doch in den o.g. Institutionen doch schon in ausreichender Anzahl.

    denkbar lustigste Forderung - wie soll das denn gehen? Gefängnisstrafe wenn ich ein Unternehmen bewerte?

    Mal abgesehen davon, dass eine staatliche Ratingagentur an keinem Markt auch nur irgendeinen Einfluss hätte.

    Wenn, dann können Regeln vorgeschrieben werden - dann haben wenigstens einige Bürokraten mal wieder Gelegenheit ein paar Millionen an Berater zu verteilen -

    • iDog
    • 07.07.2011 um 23:43 Uhr

    eignetlich braudt die welt die garnicht - kann nicht jeder selber gucken wo die post abgeht ?

    eine staatliche Rating Agentur.

    Wozu brauchen wir die, wenn sie - wie zu erwarten - ähnlich beliebig in ihrem Urteil ist, wie

    - die EU Kommission
    - die EZB
    - die Finanzminister der Euro Gruppe
    - ....

    (habe ich noch was vergessen?)

    Den Aufwand dafür können wir uns doch dann direkt sparen. Natürlich erzählt die uns dann, dass Griechenland nicht pleite ist. Aber Leute, die uns das erzählen, finden wir doch in den o.g. Institutionen doch schon in ausreichender Anzahl.

  5. Kommt diese Einschätzung von Frau Langer oder hat sich die Universität dahingehend geäussert?

    Auch dieses:
    "die zudem noch privatwirtschaftlich arbeiten, bislang als unantastbar galten"

    Erscheint extrem fragwürdig - wenn ich die TAZ lesen wollte, würde ich das tun. Noch gilt eigendlich: Wir sind ein "freies Land" mit einer "freien" Marktwirtschaft.

    Die Forderung nach Transparez ist selbstverständlich richtig, daraus kann ich aber nicht die zwei genannten Sätze ableiten.

    Eine Leser-Empfehlung
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    Freie Autorin

    Lieber User Westerland,

    in beiden Fällen handelt es sich um Aussagen der Ökonomen, die die Studie verfasst haben. Die Ratingagenturen haben insofern eine unausweichliche Macht, als dass der Kapitalmarkt nunmal ihren Ratings folgt und die Zinsen anhebt oder senkt. Und den Zinsen des Kapitalmarkts kann sich kein Land entziehen, da es das "frische Geld" zur Refinanzierung benötigt.

    Freie Autorin

    Lieber User Westerland,

    in beiden Fällen handelt es sich um Aussagen der Ökonomen, die die Studie verfasst haben. Die Ratingagenturen haben insofern eine unausweichliche Macht, als dass der Kapitalmarkt nunmal ihren Ratings folgt und die Zinsen anhebt oder senkt. Und den Zinsen des Kapitalmarkts kann sich kein Land entziehen, da es das "frische Geld" zur Refinanzierung benötigt.

  6. ...in Europa/Asien/Afrika gegründet - und jedes Land kriegt eine eigene*? ;-)

    *die können auch so bewerten wie die Regierung es will!

  7. denkbar lustigste Forderung - wie soll das denn gehen? Gefängnisstrafe wenn ich ein Unternehmen bewerte?

    Mal abgesehen davon, dass eine staatliche Ratingagentur an keinem Markt auch nur irgendeinen Einfluss hätte.

    Wenn, dann können Regeln vorgeschrieben werden - dann haben wenigstens einige Bürokraten mal wieder Gelegenheit ein paar Millionen an Berater zu verteilen -

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    ...letztendlich funktioniert eine Rating-Agentur wie eine Art Finanzgericht. Dies fordert aber, dass die Bewerter nach strikt neutralen Methoden arbeiten müssen, die wiederum von aussen her demokratisch kontrolliert werden.

    Rating-Agenturen müssen übernational sein - man kann sie etwa bei der UN ansiedeln - und sie dürfen auf keinen Fall gewinnorientiert wirtschaftend sein. Denn wer gewinnbringend orientiert wirtschaftet, kann nicht neutral sein - weil er wiederum dem Eigeninteresse und im Interesse seiner Gesellschafter verpflichtet ist.

    ...letztendlich funktioniert eine Rating-Agentur wie eine Art Finanzgericht. Dies fordert aber, dass die Bewerter nach strikt neutralen Methoden arbeiten müssen, die wiederum von aussen her demokratisch kontrolliert werden.

    Rating-Agenturen müssen übernational sein - man kann sie etwa bei der UN ansiedeln - und sie dürfen auf keinen Fall gewinnorientiert wirtschaftend sein. Denn wer gewinnbringend orientiert wirtschaftet, kann nicht neutral sein - weil er wiederum dem Eigeninteresse und im Interesse seiner Gesellschafter verpflichtet ist.

    • WIHE
    • 07.07.2011 um 17:28 Uhr

    die können das.

    Die sagten ja auch,

    der Euro ist eine tolle Sache,

    no bail out, keine Tranferunion.

    Vertrauen wir auf die Politiker,

    dann wird alles gut.

    14 Leser-Empfehlungen
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    statt der Politik...Ihre Wahl.

    Ich würde mir das gut überlegen.

    zu ihrem Beitrag möglicherweise nur von Foristen kommen, denen ihr Zynismus entging?

    statt der Politik...Ihre Wahl.

    Ich würde mir das gut überlegen.

    zu ihrem Beitrag möglicherweise nur von Foristen kommen, denen ihr Zynismus entging?

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