Fotostrecke : Wie Angel sein Haus verlor

Die Folgen der Immobilienblase sind in Spanien noch immer zu spüren. Tausende Familien müssen ihre Häuser räumen. Doch die Bürger wehren sich, wie diese Bilder zeigen.

Vor der Finanzkrise haben viele Menschen in Europa Immobilienkredite aufgenommen und sich immens verschuldet. In Spanien können Schuldnern nicht einfach wie in den USA die Hausschlüssel zurückgeben und sind ihre Schulden los. Spanische Banken haben das Recht, Häuser zu versteigern. Sollte sich kein Käufer finden, kann die Bank das Haus für die Hälfte seines Wertes einbeziehen – der Rest der Schulden bleibt beim Schuldner, wie im Fall des Ecuadorianers Angel in Barcelona.

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Kommentare

16 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Wie kommen Sie denn auf die Idee?

"In Spanien können Schuldnern nicht einfach wie in den USA die Hausschlüssel zurückgeben und sind ihre Schulden los." Schoen waere es .... aber so einfach ist es leider hier in den USA auch nicht, wenngleich man natuerlich einen Privatkonkurs hinlegen kann. Ich nehme mal an dass sie diesen Unterschied gemeint haben ...

Das hängt von

den einzelnen Bundesstaaten und deren recourse Gesetzen ab und teilweise auch von den Verträgen. Florida ist z:B. ein solcher Fall wo man oftmals einfach weg gehen kann. Besonders wenn man in rem verklagt wird also gegen die Immobilie, anders sieht es aus wenn man in einen long-term repayment plan gepresst wird, da haben sie dann Recht, das man nur mit Privat konkurs rauskommt. Just my 50 cents.

@Thema
Finde es aber auch interessant, dass jemand mit einem normalen Job 1600 Euro aufbringen kann. Entweder stimmt da was nicht bei der Berichterstattung oder der dt. Michel lebt wirklich im Armenhaus Europas. Denn selbst dort dürfte es für viele schwierig sein, eine solche Summe monatlich zu stemmen.

was ich nicht verstehe

ist warum man meinte man muesse fuer 1600 monatlich (das sind wie 2500 in Deutschland), die man erst mal uebrig haben muss, eine Wohnung (in 30 Jahren) besitzen. Das ist doch schon irrsinnig genug ... Das ist oekonomisch einfach nicht nachvollziebar - und war es vor der Krise auch schon nicht. Es sei denn man hat den Bezug zur Realitaet komplett verloren, was zugegebenermaßen ziemlich verbreitet war und ist.