Arbeitsmarkt Geringverdiener büßen drastisch an Einkommen ein
Neue Daten zeigen: Die Arbeitnehmer am unteren Ende der Lohnskala verdienen heute ein Fünftel weniger als noch zur Jahrtausendwende – obwohl die Wirtschaft kräftig wuchs.
Die Nettolöhne von Geringverdienern sind seit der Jahrtausendwende preisbereinigt stark gesunken. In den unteren Einkommensgruppen betragen die Einbußen zwischen 16 und 22 Prozent, berichtet die Berliner Zeitung.
Die Zeitung beruft sich auf neue Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Demnach sind die unteren Einkommen seit 2000 besonders drastisch gesunken. Alle Nettogehälter der Deutschen sanken unter dem Strich zwischen 2000 und 2010 um 2,5 Prozent.
"Die Wirtschaft ist seit der Jahrtausendwende ordentlich gewachsen", sagte der DIW-Ökonom Markus Grabka der Berliner Zeitung. Die Gewinne und Vermögenseinkommen seien "insgesamt sogar kräftig gestiegen". Doch bei den meisten Erwerbstätigen sei vom Wirtschaftswachstum nichts angekommen. Die Forscher des DIW verwendeten für ihre Berechnungen Zahlen des sozio-oekonomischen Panels (SOEP), eine repräsentative Wiederholungsbefragung von 12.000 Privathaushalten. Bereits in der Vergangenheit hatten die DIW-Forscher darauf hingewiesen, dass die soziale Kluft in Deutschland wächst.
Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger warf der Bundesregierung Untätigkeit vor: "Es gibt Möglichkeiten, die Löhne zu stabilisieren. Doch die Politik interessiert sich nicht dafür", sagte der Professor an der Universität Würzburg. Bofinger plädierte dafür, Arbeitnehmer bei den Sozialabgaben zu entlasten. So sollten die Arbeitgeber künftig wieder die Hälfte der Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung übernehmen. "Eine solche Rückkehr zur Parität würde den Staat keinen Cent kosten", sagte Bofinger.
Das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit sprach sich erneut für einen Mindestlohn aus. Im Niedriglohnsektor gebe es inzwischen Auswüchse, "die man beschäftigungspolitisch nicht rechtfertigen kann", sagte der Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Joachim Möller.
- Datum 19.07.2011 - 12:03 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, afp
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Es gibt doch Hartz-IV-Aufstockung? Dass die Leute herrlich und in Freuden leben können? Rente und alles?
Natürlich nicht unkontrolliert. Man muss doch sehen, dass kein Missbrauch getrieben wird!
"Es gibt Möglichkeiten, die Löhne zu stabilisieren. Doch die Politik interessiert sich nicht dafür"
wenn die Geringverdiener zuviel Geld hätten, würden sie der spätrömischen Dekadenz anheimfallen.
Es gibt doch Hartz-IV-Aufstockung? Dass die Leute herrlich und in Freuden leben können?
Naja, "in Freuden" ist etwas anderes. Die Ämter sitzen Hartz-IV-Empfängern ständig im Nacken. Regelmäßige Bewerbungen und völliges Nackigmachen ist Pflicht.
....die Löhne zu stabilisieren. Man konkurriert mit Menschen in Übersee und auch in Europa, die mit sehr viel geringerem Einkommen auskommen. Die hier relativ hohen Löhne können nur bezahlt werden, wenn die Produktivität auch hoch ist. Das erfordert Kapital, das man anlocken muss. Das ist schnell flüchtig, wenn man politische Dinge tut, die es gefährden. So sind die einfachen Methoden oft kontraproduktiv.
wenn die Geringverdiener zuviel Geld hätten, würden sie der spätrömischen Dekadenz anheimfallen.
Es gibt doch Hartz-IV-Aufstockung? Dass die Leute herrlich und in Freuden leben können?
Naja, "in Freuden" ist etwas anderes. Die Ämter sitzen Hartz-IV-Empfängern ständig im Nacken. Regelmäßige Bewerbungen und völliges Nackigmachen ist Pflicht.
....die Löhne zu stabilisieren. Man konkurriert mit Menschen in Übersee und auch in Europa, die mit sehr viel geringerem Einkommen auskommen. Die hier relativ hohen Löhne können nur bezahlt werden, wenn die Produktivität auch hoch ist. Das erfordert Kapital, das man anlocken muss. Das ist schnell flüchtig, wenn man politische Dinge tut, die es gefährden. So sind die einfachen Methoden oft kontraproduktiv.
das normal verdienende etwa 20 % weniger Kaufkraft haben seitdem der Euro eingeführt wurde.
Da genau das Ziel war die niedrigen Einkommen in Deutschland zu verarmen muss man sagen das der Euro ein voller Erfolg ist!
(Ich habe es schon vor der Einführung konkret so ausgedrückt: Der Euro kommt um dem kleinen Mann in Deutschland sein Geld wegzunehmen ohne das er es merkt! )
"Der Euro kommt um dem kleinen Mann in Deutschland sein Geld wegzunehmen ohne das er es merkt!"
Machen Sie sich die Welt mal nicht leichter, als sie ist. Damit tun sie nur allen Beteiligten Unrecht.
Der Grund der Einführung des Euros war nie, dem kleinen Mann von der Straße sein Geld wegzunehmen. Ich denke jeder wird mir dabei zustimmen, dass das auch politischer Ebene viel einfacher geht.
Der Euro wurde eingeführt um die EU stärker zu verbinden und den Handel zwischen ihren Mitgliedsstaaten zu vereinfachen. Ich bin heute noch dankbar dafür, dass ich ohne Probleme ins Ausland fahren kann, kein Geld wechseln muss und sofort weiß, was wieviel kostet.
Ich glaube zwar nicht, dass dieser Kommentar ihre Weltsicht ankratzen wird, aber sehen Sie es al als einen Alternativblickpunkt an.
...und ich habe ihr widersprochen. Sie hatte aber recht, wie immer.
Das wäre mit der D-Mark genauso gekommen.
Daran trägt doch der Euro keine Schuld!!! Das waren ganz konkrete politische Entscheidungen! Jetzt verdrehen sie mal nicht die Tatsachen. Es war die Entfesselung der Zeitarbeit, Dumpinglöhne, die "wir müssen den Gürtel enger schallen"-Mentalität. Die ständige Senkung der Lohnnebenkosten, die es überhaupt nicht gibt, weil es nur Lohnkosten gibt! Die ständige Orientierung am Shareholder-Value und an neoliberalen Versprechungen wie "geht es der Wirtschaft gut, geht es uns allen gut", an die die Wählerschaft unreflektiert glaubt.
"Neue Daten zeigen:... "
Das ist jawohl der Hohn! Diese Misstände sind seit Jahren bekannt!
http://www.youtube.com/wa...
Einfach unglaublich!
Nach Ausagen von Politikern wie Jorgo Chatzimarkakis von der FDP ist Deutschland der "große Gewinner" der Euro Einführung....
Warum sind dann für viele Leute in D die Löhne gefallen während sie in anderen EU Staaten gestiegen sind ? Ist man ein großer Gewinner, wenn man für weniger Geld mehr arbeiten darf ?
Wenn Frankreich, die Nierlande oder Irland Dumpinglöhne wie in Deutschland einführen würden, hätten diese Länder auch den gleichen "Aufschwung" wie Deutschland. Doch selbst in der Krise wird der Mindestlohn in Irland nicht auf so ein niedriges Niveau gesenkt, wie viele Dumpinglöhne in D....
"Der Euro kommt um dem kleinen Mann in Deutschland sein Geld wegzunehmen ohne das er es merkt!"
Machen Sie sich die Welt mal nicht leichter, als sie ist. Damit tun sie nur allen Beteiligten Unrecht.
Der Grund der Einführung des Euros war nie, dem kleinen Mann von der Straße sein Geld wegzunehmen. Ich denke jeder wird mir dabei zustimmen, dass das auch politischer Ebene viel einfacher geht.
Der Euro wurde eingeführt um die EU stärker zu verbinden und den Handel zwischen ihren Mitgliedsstaaten zu vereinfachen. Ich bin heute noch dankbar dafür, dass ich ohne Probleme ins Ausland fahren kann, kein Geld wechseln muss und sofort weiß, was wieviel kostet.
Ich glaube zwar nicht, dass dieser Kommentar ihre Weltsicht ankratzen wird, aber sehen Sie es al als einen Alternativblickpunkt an.
...und ich habe ihr widersprochen. Sie hatte aber recht, wie immer.
Das wäre mit der D-Mark genauso gekommen.
Daran trägt doch der Euro keine Schuld!!! Das waren ganz konkrete politische Entscheidungen! Jetzt verdrehen sie mal nicht die Tatsachen. Es war die Entfesselung der Zeitarbeit, Dumpinglöhne, die "wir müssen den Gürtel enger schallen"-Mentalität. Die ständige Senkung der Lohnnebenkosten, die es überhaupt nicht gibt, weil es nur Lohnkosten gibt! Die ständige Orientierung am Shareholder-Value und an neoliberalen Versprechungen wie "geht es der Wirtschaft gut, geht es uns allen gut", an die die Wählerschaft unreflektiert glaubt.
"Neue Daten zeigen:... "
Das ist jawohl der Hohn! Diese Misstände sind seit Jahren bekannt!
http://www.youtube.com/wa...
Einfach unglaublich!
Nach Ausagen von Politikern wie Jorgo Chatzimarkakis von der FDP ist Deutschland der "große Gewinner" der Euro Einführung....
Warum sind dann für viele Leute in D die Löhne gefallen während sie in anderen EU Staaten gestiegen sind ? Ist man ein großer Gewinner, wenn man für weniger Geld mehr arbeiten darf ?
Wenn Frankreich, die Nierlande oder Irland Dumpinglöhne wie in Deutschland einführen würden, hätten diese Länder auch den gleichen "Aufschwung" wie Deutschland. Doch selbst in der Krise wird der Mindestlohn in Irland nicht auf so ein niedriges Niveau gesenkt, wie viele Dumpinglöhne in D....
Das Thema gezielte Volksverarmung ist seit Jahren bekannt. Die Gesellschaft muß weiter auf Produktivtät getrimmt werden.
Weitere Einwanderung zum Ziele des Lohndumpings. Langsame Abnahme der Reallöhne, dies fängt mittlerweile auch in der Mittelschicht an, zur Senkung der Fixkosten der Volkswirtschaft Deutschland GmbH.
Linke Parteien werden auf Wirtschaftskurs gebracht. Siehe Grüne und SPD.
[...]
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke. Die Redaktion/er
die US-Politologen Jacob Hacker und Paul Pierson in ihrem Buch "Winner-Take-All Politics" gemacht haben.
http://www.sueddeutsche.d...
OK. es gibt Thomas Wieczorek mit seinen Büchern wie
"Die geplünderte Republik" aber die erfahren nicht so ein großes Echo in den Medien.
Anscheinend ist vielen der Unterschied zwischen Brutto- und Netto- bzw. Reallohn nicht klar. Immer werden die Arbeitgeber für die sinkenden Reallöhne verantwortlich gemacht, während doch Bruttolöhne und auch das, was der Arbeitgeber monatlich für die einzelne Arbeitskraft einschließlich der Arbeitgeberanteile für dessen Versicherungen zahlt, steigen. Die Ursache der sinkenden Reallöhne sind aber in allererster Linie die steigenden Lohnnebenkosten, Energiekosten und Steuern (alleine durch die letzten Steuererhöhungen hat der Staat so viel Steuern eingenommen wie noch nie!) Dennoch gibt es immer wieder Empörung, wenn Steuersenkungen verlangt werden. Wie sollen dann die Löhne steigen? Sollen alle Steuererhöhungen von den Arbeitgebern zusätzlich zu deren eigenen Abgabensteigerungen bezahlt werden? Am besten natürlich, ohne dass sie dann auf die Preise aufgeschlagen werden, oder?
http://www.bpb.de/wissen/...
Beim nächsten Mal also, wenn es um Steuererhöhungen geht, sollte man besser aufpassen. Sie haben weniger mit der Wirtschaft als mit der Misswirtschaft des Staates zu tun. Interessant ist, wie hoch der Anteil ist, der im Bundeshaushalt für Sozialabgaben vorgesehen ist.
http://www.bundesfinanzmi...
die US-Politologen Jacob Hacker und Paul Pierson in ihrem Buch "Winner-Take-All Politics" gemacht haben.
http://www.sueddeutsche.d...
OK. es gibt Thomas Wieczorek mit seinen Büchern wie
"Die geplünderte Republik" aber die erfahren nicht so ein großes Echo in den Medien.
Anscheinend ist vielen der Unterschied zwischen Brutto- und Netto- bzw. Reallohn nicht klar. Immer werden die Arbeitgeber für die sinkenden Reallöhne verantwortlich gemacht, während doch Bruttolöhne und auch das, was der Arbeitgeber monatlich für die einzelne Arbeitskraft einschließlich der Arbeitgeberanteile für dessen Versicherungen zahlt, steigen. Die Ursache der sinkenden Reallöhne sind aber in allererster Linie die steigenden Lohnnebenkosten, Energiekosten und Steuern (alleine durch die letzten Steuererhöhungen hat der Staat so viel Steuern eingenommen wie noch nie!) Dennoch gibt es immer wieder Empörung, wenn Steuersenkungen verlangt werden. Wie sollen dann die Löhne steigen? Sollen alle Steuererhöhungen von den Arbeitgebern zusätzlich zu deren eigenen Abgabensteigerungen bezahlt werden? Am besten natürlich, ohne dass sie dann auf die Preise aufgeschlagen werden, oder?
http://www.bpb.de/wissen/...
Beim nächsten Mal also, wenn es um Steuererhöhungen geht, sollte man besser aufpassen. Sie haben weniger mit der Wirtschaft als mit der Misswirtschaft des Staates zu tun. Interessant ist, wie hoch der Anteil ist, der im Bundeshaushalt für Sozialabgaben vorgesehen ist.
http://www.bundesfinanzmi...
Entfernt. Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich. Danke. Die Redaktion/vn
Haben Sie überhaupt mehr als die Überschrift gelesen?
Der Artikel besteht doch ausschließlich aus einer Auflistung von Fakten und Zitaten. Wo ist da die Polemik des Zeit-Redakteurs verborgen?
Zum Thema:
"Die Arbeitnehmer am unteren Ende der Lohnskala verdienen heute ein Fünftel weniger als noch zur Jahrtausendwende – obwohl die Wirtschaft kräftig wuchs."
Könnte es sein, dass treffender wäre:
"Die Arbeitnehmer am unteren Ender der Lohnskala verdienen heute ein Fünftel weniger als noch zur Jahrtausendwende - ein bisher kaum berücksichtigter Grund aus dem die Wirtschaft wuchs." ?
wie ihr Kommentar?
Haben Sie überhaupt mehr als die Überschrift gelesen?
Der Artikel besteht doch ausschließlich aus einer Auflistung von Fakten und Zitaten. Wo ist da die Polemik des Zeit-Redakteurs verborgen?
Zum Thema:
"Die Arbeitnehmer am unteren Ende der Lohnskala verdienen heute ein Fünftel weniger als noch zur Jahrtausendwende – obwohl die Wirtschaft kräftig wuchs."
Könnte es sein, dass treffender wäre:
"Die Arbeitnehmer am unteren Ender der Lohnskala verdienen heute ein Fünftel weniger als noch zur Jahrtausendwende - ein bisher kaum berücksichtigter Grund aus dem die Wirtschaft wuchs." ?
wie ihr Kommentar?
denn unser Populär-Ökonom Peer Steinbrück zu dieser Feststellung?
Schließlich ist das DIW ja nicht als linkslastig oder besonders arbeinehmerfreundlich bekannt!
Und das wäre doch mal ein Betätigungsfeld des SPD-Trio-Infernals, dass gestern der Regierungskoalition Mithilfe bei der Griechenland-Krise angeboten hat.
Das Motto könnte dann ja lauten: Warum in die Ferne schweifen - wenn man auch zu Hause Gutes tun kann....
sieht seine Wählerschaft nicht in den unteren 20 % der
Einkommensskala.
Denn wenn diese überhaupt Wählen gehen, werden die wenigsten SPD wählen.
Eine Partei, welche sich als Hauptaufgabe gesetzt hat, einen zahlungskräften Mitgliederstamm sein Eigen nennen zu dürfen, sowie eine restrektive Politik zum Einsammeln von Grossspenden macht, wird auch nur für diese Klientel Politik machen.
http://www.welt.de/politi...
------
Auszug:
Das Geld stammt vor allem von Banken und Wirtschaftsunternehmen. So spendete etwa die Deutsche Bank insgesamt 500.000 Euro – je 200.000 an CDU und FDP, den Rest an die SPD. Alle drei Überweisungen fallen ins letzte Quartal 2008. .... Von der Commerzbank bekamen CDU und SPD je 100.000 Euro.
------
Bei diesen Spenden geht eine Bankenrettung (z.B.: Commerzbank) durch Steuergelder natürlich leichter von der Hand als sich für Löhne einzusetzen mit denen man auch "Leben" kann.
sieht seine Wählerschaft nicht in den unteren 20 % der
Einkommensskala.
Denn wenn diese überhaupt Wählen gehen, werden die wenigsten SPD wählen.
Eine Partei, welche sich als Hauptaufgabe gesetzt hat, einen zahlungskräften Mitgliederstamm sein Eigen nennen zu dürfen, sowie eine restrektive Politik zum Einsammeln von Grossspenden macht, wird auch nur für diese Klientel Politik machen.
http://www.welt.de/politi...
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Auszug:
Das Geld stammt vor allem von Banken und Wirtschaftsunternehmen. So spendete etwa die Deutsche Bank insgesamt 500.000 Euro – je 200.000 an CDU und FDP, den Rest an die SPD. Alle drei Überweisungen fallen ins letzte Quartal 2008. .... Von der Commerzbank bekamen CDU und SPD je 100.000 Euro.
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Bei diesen Spenden geht eine Bankenrettung (z.B.: Commerzbank) durch Steuergelder natürlich leichter von der Hand als sich für Löhne einzusetzen mit denen man auch "Leben" kann.
zeigt doch schon um was für Jobs es geht. Jobs für die keinerlei Qualifikation nötig ist und in denen die Verantwortung des Einzelnen bei nahezu null liegt. Für diese Berufsgruppen hohe Löhne zu fordern entbehrt jeglicher Grundlage. Natürlich muss nach unten irgendwo eine Grenze gesetzt werden, aber oft glaube ich, dass die Leute auch einfach zu viel erwarten...
@ Morphball: Man kann Ihren Kommentar als zynisch bezeichnen, außerdem übersehen Sie, dass wir alle auf Menschen angewiesen sind, die einfache Tätigkeiten ausführen (das werden auch Sie spätestens dann merken, wenn sie alt und auf Pflegekräfte angewiesen sind).
Leider geht aus dem Bericht auch nicht genau hervor, welche Einkommensklassen gemeint sind (bei der BZ ist von den unteren drei die Rede). Der eigentlich Punkt ist jedoch: Die Ausbeutung von Billigarbeitern bezahlt letzlich die ganzte Gesellschft, weil sie spätestens im Alter hier die Sozialkosten aufbringen muss (oft auch schon davor mit Zuschüssen zu Wohnng, KK etc). Insofern ist die Forderung nach einem Mindestlohn eine Frage, die auch uns als Steuerzahler tangiert.
Willst du es machen, wenn es keiner mehr machen will ? Der Zuschlag gilt eher für das Image, denn für die Qualifikation die erforderlich ist !
Müllmänner, Klofrauen, Kanalreiniger, etc, alles Parias ? Schon einmal nach Neapel geschaut ?
Also immer schön ruhig bleiben !!
... es betrifft alle Arbeitnehmer, auch die beser Bezahlten. Es heißt doch nur, dass der Reallohn-Verfall bei unteren Einkommen besonders stark war. Die Bundesrepublik bewegt sich (auch auf Kosten der Nachbar) schon seit Jahren beständig in eine Richtung:
die prissteigerungsbereinigten Real-Nettolöhne sinken.
die gut ausgebildeten verantwortlichen fachkräfte, die ich kenne und über 45 sind haben in meinem umfeld folgende beispielhafte karriere:
- drucker 46, fit für zeitung, offset, digital usw (fortgebildet, interessiert)
1990 - festangestellt, nachtschicht, 38 dm brutto
1997 - firmenübernahme, neuer av, dreischicht, 27 dm brutto
2002 - übernahme durch holtzbrinck, arbeitszeitverkürzung, unregelmässige wechselschicht, 14 euro brutto
2004 - selbstbezahlte fortbildung
2005 - "auslagerung" an neugegründete tochter, entlassung, wiedereinstellung nach 7 monaten, zeitvertrag für 2 jahre, 12 euro brutto
2007 - übergabe an personaldienstleister, 42 statt 38 stunden bei gleichem monatsbrutto, entfall von nacht- und we-zulagen.
2010 - entlassung
2011- "vermittlung" vom amt an za-firma, "zufälligerweise" an gleiche druckerei verliehen, arbeitszeit im durchschnitt 150 h pro monat, unregelmässig nach kurzfristiger (von einem tag zum andern) ansage, 6,30 brutto
soviel zum herumhacken auf denen die "zuviel erwarten".
....putzen Sie mal acht Stunden am Tag, danach sieht der Blick auf die Welt und die Lohnverhältnisse schon ganz anders aus.
Mal abgesehen davon, dass die Steuerzahler die miesen Löhne aufstocken müssen, die Unternehmen sich also grundlos an der Gesellschaft schadlos halten.
Jeder sollte von seiner Arbeit leben können.
Die Armutslöhne, die in diesem reichen Land vielfach gezahlt werden, sind nur noch beschämend.
Aber es werden doch gar nicht hohe Löhne" verlangt!
Vor einiger Zeit wurde hier eine Diskussion geführt, wobei man mir berichtete, dass auf einem offenen Markt (vulgo: "schwarz") eine gute Putze zwischen 10 und 15 Euro verlangt und auch bekommt. (Wem das zu teuer ist, kann ja gern seinen Feierabend mit derlei Tätigkeiten zubringen, zumal ja keinerlei Qualifikation nötig ist.) Aus eigenem Erleben kann ich leider nichts beitragen.
Also 10 Euro, das macht so umme 1.700 - ja, da kann der Abhängig Beschäftigte schon eine ganze Menge Geld sparen - besonders an Personal beim Personal der ArGe.
Das es nur um Jobs geht, die keine Qualifikation benötigt, ist so nicht richtig.
Die Lohndrückerei ist nämlich auch bei den Qualifizierten angekommen. Schon gehört, dass sie Wirtschaft angeblich händeringend Facharbeiter sucht und deswegen Kräfte aus dem Ausland anwerben will?
Tatsache ist, dass es in Deutschland viele arbeitslose Fachkräfte gibt, aber die Industrie möchte
- keine Leute über 40 einstellen, weil die mehr kosten als 20-Jährige
- keine Nachschulungen und Fortbildungen bezahlen, weil die Geld kosten würden
- keine Frauen mit Kindern einstellen wollen, weil die zusätzliche Freitage (kranke Kinder etc) in Anspruch nehmen könnten, was kosten könnte
- möglichst Dumme haben will, die freiweillig zig unbezahlte Überstunden ableisten
Überall sollen nur noch Billigheimer arbeiten - völlig unabhängig von der Qualifikation.
Davon mal abgesehen, glauben Sie wirklich, dass die Erwartung zu hoch ist, wenn Arbeiter (auch unqualifiziert) eine 40-Std- Woche kloppen und davon eine Familie ernähren möchten ohne eine HarzIV-Aufstockung in Anspruch nehmen zu müssen? Ist das wirklich zu viel verlangt?
Übrigens Polen und des Balten kommen schon gar nicht mehr nach Deutschland, weil sie nicht so wenig verdienen wollen, wie es die einheimische Bevölkerung tut. Die gehen gleich nach England oder Holland, wo der gesetzliche Mindestlohn ein menschenwürdiges Auskommen garantiert.
Gilt auch für Qualifizierte, die gehen gleich nach Skandinavien. Niemand will ins Land der Billigheimer.
Ich denke, Morphball wird das bereits merken, wenn
- die Müllabfuhr und Sraßenreinigung streiken
- sein/ihr Fahrer oder der ÖPNV mal ne ruhigere Kugel schieben
- die Sekretärin sagt "mir reicht's!"
- die Personalabteilung rausrückt "mit Ihnen will keiner mehr arbeiten"
- statt Lehrern nur noch Grützköpfe die Kinder erziehen
- auf der Straße vor dem Haus 100.000 Leute um einen Euro betteln müssen und der Weg zur Arbeit dann etwas beschwerlicher wird...
usf.
http://www.fr-online.de/w...
Letzter Absatz:
"Wer glaubt, dabei handle es sich meist um Unqualifizierte, irrt. Fast 80 Prozent der Niedriglöhner haben eine abgeschlossene Berufsausbildung oder einen Hochschulabschluss."
Diese Zahl ist Stand 2008 auf dem Höhepunkt des Aufschwungs, bevor es abwärts ging.
werden sie, staatlich subventioniert, im Preis gedrückt.
Wenn Sie gerne zu viele Steuern bezahlen können Sie ja bei ihrer Meinung bleiben.
...muss man sitzen, wenn man es als selbstverständlich annimmt, dass für sogen. gering qualifizierte Arbeit Löhne als gerecht erachtet werden, die kaum die täglichen Ausgaben decken können.
Sollte es sind selbstverständlich sein, dass jede Arbeit, die in der Gesellschaft erforderlich ist, geachtet wird und ein ausreichendes Einkommen sowie eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht?
Es macht zornig, wenn die sogen. Elite ihre Fähigkeiten vornehmlich dazu nutzt, möglichst große Stücke vom erwirtschafteten Kuchen für sich abzuschneiden, statt in Verantwortung für die Gesellschaft, von der alle abhängig sind, zu handeln.
Wenn sie in Thüringen als Erzieherin eingestellt werden, dann grundsätzlich mit einer 1/2 Stelle E6 befristet. Das bedeutet etwa 700€ im Monat und für die Sommerferien werden sie entlassen. Dazu kommt noch, dass man durch die Teilzeitbefristung danach auch keine Chance mehr hat, erneut angestellt zu werden.
So jetzt sind Sie dran, mir zur erklären, wie eine alleinerziehende Mutter und gelernte Erzieherin davon leben soll und warum Sie das fair finden bzw. diese Frau eben nicht mehr erwarten sollte?
"7. Die Putzkraft auf dem Bild....
zeigt doch schon um was für Jobs es geht. Jobs für die keinerlei Qualifikation nötig ist und in denen die Verantwortung des Einzelnen bei nahezu null liegt."
--------------------
Sie setzen also die Tätigkeit einer "Putzfrau" mit der einer Erzieherin gleich und meinen, dass eine Erzieherin keinerlei Qualifikationen nötig hat?
Beachtlich.
In dem Bericht ging es nicht vorrangig um die Einstufung eines Einkommens, sondern dass diese Einkommen um ca. 22% gekürzt worden sind.
Nebenbei: Auch diejenigen, welche "niedrigere" Jobs ausüben, sind dennoch Menschen.
Gesellschaft, sie ist ein extrem nützlicher Teil - was man von Finanzberatern, Steuerschlupflöcherexperten, nurmehr repräsentativ agierenden Politikern, Plagiats-Doktoren, Zeitarbeitsfirmen, Unternehmensberatern und dergleichen nun wirklich nicht behaupten kann. Haben sie sich mal die Statistik der nosokomialen Infektionen in Deutschen Kliniken angesehen? Sie steigen beängstigend! Und nun legen Sie sich eine Statistik zu outgesourcten Putzfirmen in den von der Allgemeinheit finanzierten deutschen Krankenhäusern mit ausschließlich über Zeitarbeitsfirmen vermittelten Mitarbeitern, die zu Dumpinglöhen im Akkord über die Stationen feuteln, daneben: Und fällt Ihnen was auf? Genau: Diese von cleveren hochbezahlten Unternehmensberatern empfohlenen Maßnahmen (zur Kostensenkung!!!) steigen parallel zu den krankenhausverursachten Infektionsrisiken - die nebenbei bemerkt- nicht nur teuer sind, sondern ein sehr hohes Letalitätsrisiko tragen, das zum Glück jeden, PV- und KV-Versicherten gleichermaßen betrifft!
Aber genau Ihre Art zu denken und zu argumentieren, die sich in jahrzehntelanger neoliberaler Propaganda in den Hirnen so vieler (stetig vom sozialen Absturz bedrohter) Mittelständler festgesetzt hat, macht unsere Gesellschaft so handlungsunfähig, verhindert Solidarität und fördert eine Scheindistinktion!
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf beleidigende Bemerkungen. Die Redaktion/sc
Osten noch weniger, halten Sie das etwa für zuviel???
Das besagt nämlich nur eins: jeder, der für dieses Geld arbeitet, KANN noch nicht einmal genug verdienen, um davon leben zu können; er müßte vermutlich eine 80-Stunden-Woche leisten.
Also wird er oder sie zum Aufstocker - soll heißen, der Arbeitnehmer MUSS, ob er will oder nicht, Steuergelder in Anspruch nehmen. Spätestens dann ist der ganze Staat betroffen, nicht nur die Reichen, sondern auch die Mittelschicht, die Steuern bezahlt.
Zum einen ist es eine Schande, wenn man von seiner Hände Arbeit nicht leben kann; mein Vater war vor 50 Jahren Baggerführer, damals noch kein Ausbildungsberuf, und konnte seine ganze Familie mit diesem Lohn ernähren: sich selbst, Frau und 3 schulpflichtige Kinder. Wir waren nicht reich, aber hungern und frieren brauchten wir nicht und in Mülltonnen haben wir auch nicht gewühlt.
Ich bezweifle, daß so etwas heute noch möglich ist.
Zum anderen sind Zustände wie diese auf Dauer nicht haltbar, weder für die Volkswirtschaft noch sozial; wer meint, genauso müsse Gerechtigkeit sein, schürt sozialen Unfrieden - und wie der enden könnte, sehen wir gerade in Griechenland.
In Berlin brennen jede Nacht Autos - irgendwann werden Häuser brennen; ich hoffe nur, Ihres ist nicht dabei; nicht etwa, weil ich Ihre Aussage so toll finde, aber damit Sie sich dann mal anschauen können, wo dieses Land u.U. hingelangt.
Für welchen Lohn würden Sie, ihr Büro selber putzen?
Das, ist der gerechte Lohn für die Putzfrau!
Entfernt. Bitte kehren Sie zu einer sachlichen Themendiskussion zurück. Danke. Die Redaktion/sc
Für Menschen, die mehr auf Bilder als auf Text achten, gibt es spezielle Blättchen, die werden offensichtlich anscheinend nicht nur von den von Ihnen verachteten Geringverdienern benötigt um falsche Causalketten herzustellen.
Entfernt. Bitte bleiben Sie beim Artikelthema und verzichten Sie auf die Provokation anderer User. Danke, die Redaktion/mk
die Anführung hoher "Verantwortung" als Rechtfertigung für hohe bis astronomische Löhne kann man nur als Hohn oder Dummheit abtun.
Sobald die Kehrseite dieser erhöhten Verantwortung bei den Machteliten zu Tragen kommen würde, versperren sich diese komplett gegen ihre Schuld oder ihr Mitwissen (aktuell in UK mal wieder gut dabei)...grundsätzlich werden hingegen die Vorzüge der hohen Verantwortung in großem Zuge ausgenutzt.
Zugegeben kann ich nur aus den Erfahrungen schöpfen die mir die Medien zu erlangen gewähren.
@ Morphball: Man kann Ihren Kommentar als zynisch bezeichnen, außerdem übersehen Sie, dass wir alle auf Menschen angewiesen sind, die einfache Tätigkeiten ausführen (das werden auch Sie spätestens dann merken, wenn sie alt und auf Pflegekräfte angewiesen sind).
Leider geht aus dem Bericht auch nicht genau hervor, welche Einkommensklassen gemeint sind (bei der BZ ist von den unteren drei die Rede). Der eigentlich Punkt ist jedoch: Die Ausbeutung von Billigarbeitern bezahlt letzlich die ganzte Gesellschft, weil sie spätestens im Alter hier die Sozialkosten aufbringen muss (oft auch schon davor mit Zuschüssen zu Wohnng, KK etc). Insofern ist die Forderung nach einem Mindestlohn eine Frage, die auch uns als Steuerzahler tangiert.
Willst du es machen, wenn es keiner mehr machen will ? Der Zuschlag gilt eher für das Image, denn für die Qualifikation die erforderlich ist !
Müllmänner, Klofrauen, Kanalreiniger, etc, alles Parias ? Schon einmal nach Neapel geschaut ?
Also immer schön ruhig bleiben !!
... es betrifft alle Arbeitnehmer, auch die beser Bezahlten. Es heißt doch nur, dass der Reallohn-Verfall bei unteren Einkommen besonders stark war. Die Bundesrepublik bewegt sich (auch auf Kosten der Nachbar) schon seit Jahren beständig in eine Richtung:
die prissteigerungsbereinigten Real-Nettolöhne sinken.
die gut ausgebildeten verantwortlichen fachkräfte, die ich kenne und über 45 sind haben in meinem umfeld folgende beispielhafte karriere:
- drucker 46, fit für zeitung, offset, digital usw (fortgebildet, interessiert)
1990 - festangestellt, nachtschicht, 38 dm brutto
1997 - firmenübernahme, neuer av, dreischicht, 27 dm brutto
2002 - übernahme durch holtzbrinck, arbeitszeitverkürzung, unregelmässige wechselschicht, 14 euro brutto
2004 - selbstbezahlte fortbildung
2005 - "auslagerung" an neugegründete tochter, entlassung, wiedereinstellung nach 7 monaten, zeitvertrag für 2 jahre, 12 euro brutto
2007 - übergabe an personaldienstleister, 42 statt 38 stunden bei gleichem monatsbrutto, entfall von nacht- und we-zulagen.
2010 - entlassung
2011- "vermittlung" vom amt an za-firma, "zufälligerweise" an gleiche druckerei verliehen, arbeitszeit im durchschnitt 150 h pro monat, unregelmässig nach kurzfristiger (von einem tag zum andern) ansage, 6,30 brutto
soviel zum herumhacken auf denen die "zuviel erwarten".
....putzen Sie mal acht Stunden am Tag, danach sieht der Blick auf die Welt und die Lohnverhältnisse schon ganz anders aus.
Mal abgesehen davon, dass die Steuerzahler die miesen Löhne aufstocken müssen, die Unternehmen sich also grundlos an der Gesellschaft schadlos halten.
Jeder sollte von seiner Arbeit leben können.
Die Armutslöhne, die in diesem reichen Land vielfach gezahlt werden, sind nur noch beschämend.
Aber es werden doch gar nicht hohe Löhne" verlangt!
Vor einiger Zeit wurde hier eine Diskussion geführt, wobei man mir berichtete, dass auf einem offenen Markt (vulgo: "schwarz") eine gute Putze zwischen 10 und 15 Euro verlangt und auch bekommt. (Wem das zu teuer ist, kann ja gern seinen Feierabend mit derlei Tätigkeiten zubringen, zumal ja keinerlei Qualifikation nötig ist.) Aus eigenem Erleben kann ich leider nichts beitragen.
Also 10 Euro, das macht so umme 1.700 - ja, da kann der Abhängig Beschäftigte schon eine ganze Menge Geld sparen - besonders an Personal beim Personal der ArGe.
Das es nur um Jobs geht, die keine Qualifikation benötigt, ist so nicht richtig.
Die Lohndrückerei ist nämlich auch bei den Qualifizierten angekommen. Schon gehört, dass sie Wirtschaft angeblich händeringend Facharbeiter sucht und deswegen Kräfte aus dem Ausland anwerben will?
Tatsache ist, dass es in Deutschland viele arbeitslose Fachkräfte gibt, aber die Industrie möchte
- keine Leute über 40 einstellen, weil die mehr kosten als 20-Jährige
- keine Nachschulungen und Fortbildungen bezahlen, weil die Geld kosten würden
- keine Frauen mit Kindern einstellen wollen, weil die zusätzliche Freitage (kranke Kinder etc) in Anspruch nehmen könnten, was kosten könnte
- möglichst Dumme haben will, die freiweillig zig unbezahlte Überstunden ableisten
Überall sollen nur noch Billigheimer arbeiten - völlig unabhängig von der Qualifikation.
Davon mal abgesehen, glauben Sie wirklich, dass die Erwartung zu hoch ist, wenn Arbeiter (auch unqualifiziert) eine 40-Std- Woche kloppen und davon eine Familie ernähren möchten ohne eine HarzIV-Aufstockung in Anspruch nehmen zu müssen? Ist das wirklich zu viel verlangt?
Übrigens Polen und des Balten kommen schon gar nicht mehr nach Deutschland, weil sie nicht so wenig verdienen wollen, wie es die einheimische Bevölkerung tut. Die gehen gleich nach England oder Holland, wo der gesetzliche Mindestlohn ein menschenwürdiges Auskommen garantiert.
Gilt auch für Qualifizierte, die gehen gleich nach Skandinavien. Niemand will ins Land der Billigheimer.
Ich denke, Morphball wird das bereits merken, wenn
- die Müllabfuhr und Sraßenreinigung streiken
- sein/ihr Fahrer oder der ÖPNV mal ne ruhigere Kugel schieben
- die Sekretärin sagt "mir reicht's!"
- die Personalabteilung rausrückt "mit Ihnen will keiner mehr arbeiten"
- statt Lehrern nur noch Grützköpfe die Kinder erziehen
- auf der Straße vor dem Haus 100.000 Leute um einen Euro betteln müssen und der Weg zur Arbeit dann etwas beschwerlicher wird...
usf.
http://www.fr-online.de/w...
Letzter Absatz:
"Wer glaubt, dabei handle es sich meist um Unqualifizierte, irrt. Fast 80 Prozent der Niedriglöhner haben eine abgeschlossene Berufsausbildung oder einen Hochschulabschluss."
Diese Zahl ist Stand 2008 auf dem Höhepunkt des Aufschwungs, bevor es abwärts ging.
werden sie, staatlich subventioniert, im Preis gedrückt.
Wenn Sie gerne zu viele Steuern bezahlen können Sie ja bei ihrer Meinung bleiben.
...muss man sitzen, wenn man es als selbstverständlich annimmt, dass für sogen. gering qualifizierte Arbeit Löhne als gerecht erachtet werden, die kaum die täglichen Ausgaben decken können.
Sollte es sind selbstverständlich sein, dass jede Arbeit, die in der Gesellschaft erforderlich ist, geachtet wird und ein ausreichendes Einkommen sowie eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht?
Es macht zornig, wenn die sogen. Elite ihre Fähigkeiten vornehmlich dazu nutzt, möglichst große Stücke vom erwirtschafteten Kuchen für sich abzuschneiden, statt in Verantwortung für die Gesellschaft, von der alle abhängig sind, zu handeln.
Wenn sie in Thüringen als Erzieherin eingestellt werden, dann grundsätzlich mit einer 1/2 Stelle E6 befristet. Das bedeutet etwa 700€ im Monat und für die Sommerferien werden sie entlassen. Dazu kommt noch, dass man durch die Teilzeitbefristung danach auch keine Chance mehr hat, erneut angestellt zu werden.
So jetzt sind Sie dran, mir zur erklären, wie eine alleinerziehende Mutter und gelernte Erzieherin davon leben soll und warum Sie das fair finden bzw. diese Frau eben nicht mehr erwarten sollte?
"7. Die Putzkraft auf dem Bild....
zeigt doch schon um was für Jobs es geht. Jobs für die keinerlei Qualifikation nötig ist und in denen die Verantwortung des Einzelnen bei nahezu null liegt."
--------------------
Sie setzen also die Tätigkeit einer "Putzfrau" mit der einer Erzieherin gleich und meinen, dass eine Erzieherin keinerlei Qualifikationen nötig hat?
Beachtlich.
In dem Bericht ging es nicht vorrangig um die Einstufung eines Einkommens, sondern dass diese Einkommen um ca. 22% gekürzt worden sind.
Nebenbei: Auch diejenigen, welche "niedrigere" Jobs ausüben, sind dennoch Menschen.
Gesellschaft, sie ist ein extrem nützlicher Teil - was man von Finanzberatern, Steuerschlupflöcherexperten, nurmehr repräsentativ agierenden Politikern, Plagiats-Doktoren, Zeitarbeitsfirmen, Unternehmensberatern und dergleichen nun wirklich nicht behaupten kann. Haben sie sich mal die Statistik der nosokomialen Infektionen in Deutschen Kliniken angesehen? Sie steigen beängstigend! Und nun legen Sie sich eine Statistik zu outgesourcten Putzfirmen in den von der Allgemeinheit finanzierten deutschen Krankenhäusern mit ausschließlich über Zeitarbeitsfirmen vermittelten Mitarbeitern, die zu Dumpinglöhen im Akkord über die Stationen feuteln, daneben: Und fällt Ihnen was auf? Genau: Diese von cleveren hochbezahlten Unternehmensberatern empfohlenen Maßnahmen (zur Kostensenkung!!!) steigen parallel zu den krankenhausverursachten Infektionsrisiken - die nebenbei bemerkt- nicht nur teuer sind, sondern ein sehr hohes Letalitätsrisiko tragen, das zum Glück jeden, PV- und KV-Versicherten gleichermaßen betrifft!
Aber genau Ihre Art zu denken und zu argumentieren, die sich in jahrzehntelanger neoliberaler Propaganda in den Hirnen so vieler (stetig vom sozialen Absturz bedrohter) Mittelständler festgesetzt hat, macht unsere Gesellschaft so handlungsunfähig, verhindert Solidarität und fördert eine Scheindistinktion!
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf beleidigende Bemerkungen. Die Redaktion/sc
Osten noch weniger, halten Sie das etwa für zuviel???
Das besagt nämlich nur eins: jeder, der für dieses Geld arbeitet, KANN noch nicht einmal genug verdienen, um davon leben zu können; er müßte vermutlich eine 80-Stunden-Woche leisten.
Also wird er oder sie zum Aufstocker - soll heißen, der Arbeitnehmer MUSS, ob er will oder nicht, Steuergelder in Anspruch nehmen. Spätestens dann ist der ganze Staat betroffen, nicht nur die Reichen, sondern auch die Mittelschicht, die Steuern bezahlt.
Zum einen ist es eine Schande, wenn man von seiner Hände Arbeit nicht leben kann; mein Vater war vor 50 Jahren Baggerführer, damals noch kein Ausbildungsberuf, und konnte seine ganze Familie mit diesem Lohn ernähren: sich selbst, Frau und 3 schulpflichtige Kinder. Wir waren nicht reich, aber hungern und frieren brauchten wir nicht und in Mülltonnen haben wir auch nicht gewühlt.
Ich bezweifle, daß so etwas heute noch möglich ist.
Zum anderen sind Zustände wie diese auf Dauer nicht haltbar, weder für die Volkswirtschaft noch sozial; wer meint, genauso müsse Gerechtigkeit sein, schürt sozialen Unfrieden - und wie der enden könnte, sehen wir gerade in Griechenland.
In Berlin brennen jede Nacht Autos - irgendwann werden Häuser brennen; ich hoffe nur, Ihres ist nicht dabei; nicht etwa, weil ich Ihre Aussage so toll finde, aber damit Sie sich dann mal anschauen können, wo dieses Land u.U. hingelangt.
Für welchen Lohn würden Sie, ihr Büro selber putzen?
Das, ist der gerechte Lohn für die Putzfrau!
Entfernt. Bitte kehren Sie zu einer sachlichen Themendiskussion zurück. Danke. Die Redaktion/sc
Für Menschen, die mehr auf Bilder als auf Text achten, gibt es spezielle Blättchen, die werden offensichtlich anscheinend nicht nur von den von Ihnen verachteten Geringverdienern benötigt um falsche Causalketten herzustellen.
Entfernt. Bitte bleiben Sie beim Artikelthema und verzichten Sie auf die Provokation anderer User. Danke, die Redaktion/mk
die Anführung hoher "Verantwortung" als Rechtfertigung für hohe bis astronomische Löhne kann man nur als Hohn oder Dummheit abtun.
Sobald die Kehrseite dieser erhöhten Verantwortung bei den Machteliten zu Tragen kommen würde, versperren sich diese komplett gegen ihre Schuld oder ihr Mitwissen (aktuell in UK mal wieder gut dabei)...grundsätzlich werden hingegen die Vorzüge der hohen Verantwortung in großem Zuge ausgenutzt.
Zugegeben kann ich nur aus den Erfahrungen schöpfen die mir die Medien zu erlangen gewähren.
Haben Sie überhaupt mehr als die Überschrift gelesen?
Der Artikel besteht doch ausschließlich aus einer Auflistung von Fakten und Zitaten. Wo ist da die Polemik des Zeit-Redakteurs verborgen?
Zum Thema:
"Die Arbeitnehmer am unteren Ende der Lohnskala verdienen heute ein Fünftel weniger als noch zur Jahrtausendwende – obwohl die Wirtschaft kräftig wuchs."
Könnte es sein, dass treffender wäre:
"Die Arbeitnehmer am unteren Ender der Lohnskala verdienen heute ein Fünftel weniger als noch zur Jahrtausendwende - ein bisher kaum berücksichtigter Grund aus dem die Wirtschaft wuchs." ?
... ich zitiere einen anderen Foristen:
"Ein Teil der Deutschen wird gezwungen, auf Teilhabe und Wohlstand zu verzichten, um den Wohlstand eines anderen Teils zu ermöglichen."
Ich teile ihre Meinung eher nicht, weil sie zu einseitig auf die Ergebnisse und zu wenig die Ursachen berücksichtigt.
Für die Wirtschaft sind reguläre Beschäftigungen unflexibel, teuer und risikobehaftet. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten wird das zum massiven Nachteil und jedes Unternehmen wird bestrebt sein, die Anzahl dieser Beschäftigungen möglichst niedrig zu halten bzw. nur dort zuzulassen, wo keine Risiken erwartet werden.
Deshalb wird der aktuelle Beschäftigungsboom vor allem mit Zeitarbeit aufgefangen, weil die unsicheren Märkte das Risiko regulären Beschäftigungsaufbaus als zu hoch erscheinen lassen.
Zeitarbeit ist aber eine Beschäftigungsform, die zu zusätzlichen Kosten führt und daher bei gleichen Bruttokosten zu geringerem Netto führen muss (Unternehmerlohn, Verwaltung, Risiko der Nichtbeschäftigung)
Schließen kann man daraus nur, dass nur hohe wirtschaftliche Stabilität die Unternehmen zum Aufbau regulärer Beschäftigung bringen wird.
Den hohen kurzfristigen, kaum stabil kalkulierbaren Gewinnen der Unternehmen steht das Risiko langfristiger hoher Kosten und Unflexibilität regulärer Beschäftigung gegenüber.
Die Form deutscher regulärer Beschäftigung passt schlicht nicht zur Marktrealität. So wenig uns das gefällt oder gefallen muss, ist an dieser Realität wenig zu rütteln.
Es braucht keine Gier, es reicht unternehmerische Vernunft im gesetzten Rahmen, die diese Ergebnisse nach sich zieht.
H.
... ich zitiere einen anderen Foristen:
"Ein Teil der Deutschen wird gezwungen, auf Teilhabe und Wohlstand zu verzichten, um den Wohlstand eines anderen Teils zu ermöglichen."
Ich teile ihre Meinung eher nicht, weil sie zu einseitig auf die Ergebnisse und zu wenig die Ursachen berücksichtigt.
Für die Wirtschaft sind reguläre Beschäftigungen unflexibel, teuer und risikobehaftet. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten wird das zum massiven Nachteil und jedes Unternehmen wird bestrebt sein, die Anzahl dieser Beschäftigungen möglichst niedrig zu halten bzw. nur dort zuzulassen, wo keine Risiken erwartet werden.
Deshalb wird der aktuelle Beschäftigungsboom vor allem mit Zeitarbeit aufgefangen, weil die unsicheren Märkte das Risiko regulären Beschäftigungsaufbaus als zu hoch erscheinen lassen.
Zeitarbeit ist aber eine Beschäftigungsform, die zu zusätzlichen Kosten führt und daher bei gleichen Bruttokosten zu geringerem Netto führen muss (Unternehmerlohn, Verwaltung, Risiko der Nichtbeschäftigung)
Schließen kann man daraus nur, dass nur hohe wirtschaftliche Stabilität die Unternehmen zum Aufbau regulärer Beschäftigung bringen wird.
Den hohen kurzfristigen, kaum stabil kalkulierbaren Gewinnen der Unternehmen steht das Risiko langfristiger hoher Kosten und Unflexibilität regulärer Beschäftigung gegenüber.
Die Form deutscher regulärer Beschäftigung passt schlicht nicht zur Marktrealität. So wenig uns das gefällt oder gefallen muss, ist an dieser Realität wenig zu rütteln.
Es braucht keine Gier, es reicht unternehmerische Vernunft im gesetzten Rahmen, die diese Ergebnisse nach sich zieht.
H.
Wo bleibt die kritische Betrachtung solcher Statistiken?
Wo kommt hier der journalistische Wert zum tragen?
Warum wird solche Statistik nicht besser beleuchtet und werden mehr Informationen herausgefunden??
Klar, Einbußen von ca.20% sind ziemlich krass. Und wenn in den letzten 10 Jahren das Nettogehalt durchschnittlich um 2,5% gesunken ist, dann gibt es insgesamt eine problematische Entwicklung der deutschen Gehälter.
Trotzdem:
Wenn man schreibt, dass "Geringverdiener drastisch an Einkommen einbüßen", dann würde mich doch interessieren, wie sich die RELATIVE ANZAHL DER GERINGVERDIENER entwickelt hat.
Wenn es nämlich (z.B.) 30% weniger Geringverdiener gäbe, könnte sich zumindest für die Entwicklung der Gehaltsgruppe etwas Positives finden.
Insgesamt bleibt die Kernaussage des Artikels nicht aussagekräftig, da das Thema nicht ausreichend abgehandelt wird.
Bsp: Wenn auf einmal 20% der Geringverdiener, die sich im oberen Gehaltssegment für Geringverdiener befanden, in die "Mittelklasse aufsteigen", und dort von mir aus an der unteren Grenze liegen, dann wäre das eine POSITIVE ENTWICKLUNG. Darüber könnte man dann natürlich auch schreiben, dass sich sowohl das Durchschnittgehalt für die Geringverdiener als auch für die Mittelklasse VERRINGERT hat.
Somit bleibt der Artikel und die Statistik schlichtweg sinnlos, da die relative Anzahl der Geringverdiener nicht beleuchtet wird.
Ich habe dazu mal etwas gesucht und eine Studie des "Institut Arbeit und Qualifikation" gefunden. Das ist von 2008 und betrachtet dementsprechend nur von die Entwicklung bis 2007. Das Institut selbst gehört zu einer Universtität.
Damals zählte man 6,5 Millionen Personen zu den Geringverdienern.
"Laut der Untersuchung ist die Zahl der Niedriglohn-Beschäftigten seit 1995 um 2,1 Millionen gestiegen, allein von 2006 auf 2007 nahm sie um 350.000 zu."
Interessant auch in Hinblick auf einen anderen, gegebenen Kommentar ist auch folgende Aussage aus dem Bericht:
"Auch Fachkräfte bekommen immer öfter nur noch geringe Verdienste, ihr Anteil unter den Niedriglohn-Beschäftigten hat sich deutlich erhöht: 2007 war dies bei 70,8 Prozent der Fall. 1995 betrug ihr Anteil lediglich 58,5 Prozent. Eine wachsende Zahl von Menschen sehe sich durch die eigene Arbeitslosigkeit gezwungen, in den Niedriglohnsektor zu gehen"
Im Niedriglohnsektor arbeiten also nicht nur unqualifizierte. Sondern tatsächlich sind 7 von 10 Fachkräfte.
Die Süddeutsche hat damals über diese im Internet nicht frei zugängliche Studie berichtet.
Der Satz "Die Arbeitnehmer am unteren Ende der Lohnskala verdienen heute ein Fünftel weniger als noch zur Jahrtausendwende" suggeriert, dass für die gleiche Arbeit heute 20 % weniger gezahlt wird.
Vielleicht stimmt das, aber der Artikel kann das nicht belegen. Laut BZ wurden die Beschäftigten in 10 Einkommensklassen aufgeteilt. Wie weiß ich nicht. Wenn das so gemacht wird, dass die ersten 10 % die 1. Klasse bilden, die nächsten 10 % die 2. Klasse usw., dann kann sich der niedrigere Mittelwert der unteren 3 Klassen einfach daraus ergeben, dass es mehr Menschen mit Niedriglohnjobs oder Teilzeit in den Arbeitsmarkt gekommen sind. Dadurch kann sich ein niedrigerer Mittelwert ergeben, auch wenn jeder einzelne aus dieser Gruppe mehr als vorher verdient. Leute die vorher den Schnitt nach oben getrieben haben, gehören jetzt halt nicht mehr zu den unteren 3 Einkommensklassen.
Im Extremfall kann das Durchschnittseinkommen sinken, obwohl kein einziger weniger verdient als vorher.
Natürlich wird das in der Realität nicht so sein, aber das Beispiel zeigt, dass da wesentliche Informationen fehlen! Ich stimme dirac zu: die relative Verteilung ist entscheidend.
richtig an ein Radio-Interview vor ein paar Tagen erinnere (aber keine Ahnung mehr mit wem), scheint's tatsächlich so (und das ist auch zu erwarten), dass der Abbau der Arbeitslosigkeit am unteren Ende der Lohnskala passiert, eben ganz besonders im Niedriglohnsektor. Wenn Menschen arbeiten, die vorher arbeitslos waren, aber statistisch weniger verdienen als der Durchschnitt (was zu erwarten ist), drückt das das Durchschnittsverdienst, und man kriegt in der Tat den Effekt, dass innerhalb der einzelnen aufgrund dieser Perzentileinteilung gebildeten Klassen das Lohnniveau runtergeht, im Extremfall sogar denn, wenn es für alle, die in der Klasse waren hochgegangen ist (und die Leute dadurch und aufgrund der Bandbreitenausdehnung am unteren Ende in eine andere Klasse rutschten). In der Tat, man würde von so einem Artikel erwarten, diese Effekte zumindest anzusprechen.
der Geringverdiener deutlich erhöht hat. Aber Klarheit wäre hier besser.
Ich habe dazu mal etwas gesucht und eine Studie des "Institut Arbeit und Qualifikation" gefunden. Das ist von 2008 und betrachtet dementsprechend nur von die Entwicklung bis 2007. Das Institut selbst gehört zu einer Universtität.
Damals zählte man 6,5 Millionen Personen zu den Geringverdienern.
"Laut der Untersuchung ist die Zahl der Niedriglohn-Beschäftigten seit 1995 um 2,1 Millionen gestiegen, allein von 2006 auf 2007 nahm sie um 350.000 zu."
Interessant auch in Hinblick auf einen anderen, gegebenen Kommentar ist auch folgende Aussage aus dem Bericht:
"Auch Fachkräfte bekommen immer öfter nur noch geringe Verdienste, ihr Anteil unter den Niedriglohn-Beschäftigten hat sich deutlich erhöht: 2007 war dies bei 70,8 Prozent der Fall. 1995 betrug ihr Anteil lediglich 58,5 Prozent. Eine wachsende Zahl von Menschen sehe sich durch die eigene Arbeitslosigkeit gezwungen, in den Niedriglohnsektor zu gehen"
Im Niedriglohnsektor arbeiten also nicht nur unqualifizierte. Sondern tatsächlich sind 7 von 10 Fachkräfte.
Die Süddeutsche hat damals über diese im Internet nicht frei zugängliche Studie berichtet.
Der Satz "Die Arbeitnehmer am unteren Ende der Lohnskala verdienen heute ein Fünftel weniger als noch zur Jahrtausendwende" suggeriert, dass für die gleiche Arbeit heute 20 % weniger gezahlt wird.
Vielleicht stimmt das, aber der Artikel kann das nicht belegen. Laut BZ wurden die Beschäftigten in 10 Einkommensklassen aufgeteilt. Wie weiß ich nicht. Wenn das so gemacht wird, dass die ersten 10 % die 1. Klasse bilden, die nächsten 10 % die 2. Klasse usw., dann kann sich der niedrigere Mittelwert der unteren 3 Klassen einfach daraus ergeben, dass es mehr Menschen mit Niedriglohnjobs oder Teilzeit in den Arbeitsmarkt gekommen sind. Dadurch kann sich ein niedrigerer Mittelwert ergeben, auch wenn jeder einzelne aus dieser Gruppe mehr als vorher verdient. Leute die vorher den Schnitt nach oben getrieben haben, gehören jetzt halt nicht mehr zu den unteren 3 Einkommensklassen.
Im Extremfall kann das Durchschnittseinkommen sinken, obwohl kein einziger weniger verdient als vorher.
Natürlich wird das in der Realität nicht so sein, aber das Beispiel zeigt, dass da wesentliche Informationen fehlen! Ich stimme dirac zu: die relative Verteilung ist entscheidend.
richtig an ein Radio-Interview vor ein paar Tagen erinnere (aber keine Ahnung mehr mit wem), scheint's tatsächlich so (und das ist auch zu erwarten), dass der Abbau der Arbeitslosigkeit am unteren Ende der Lohnskala passiert, eben ganz besonders im Niedriglohnsektor. Wenn Menschen arbeiten, die vorher arbeitslos waren, aber statistisch weniger verdienen als der Durchschnitt (was zu erwarten ist), drückt das das Durchschnittsverdienst, und man kriegt in der Tat den Effekt, dass innerhalb der einzelnen aufgrund dieser Perzentileinteilung gebildeten Klassen das Lohnniveau runtergeht, im Extremfall sogar denn, wenn es für alle, die in der Klasse waren hochgegangen ist (und die Leute dadurch und aufgrund der Bandbreitenausdehnung am unteren Ende in eine andere Klasse rutschten). In der Tat, man würde von so einem Artikel erwarten, diese Effekte zumindest anzusprechen.
der Geringverdiener deutlich erhöht hat. Aber Klarheit wäre hier besser.
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