Schuldenkrise Rating-Agentur setzt auch Irland auf Ramschniveau

Die Rating-Agentur Moody's hält es für wahrscheinlich, dass das Land bis Ende 2013 neue Unterstützung der EU benötigt. Das verschärft die Lage in der Euro-Zone.

Nach Griechenland und Portugal hat die mächtige Rating-Agentur Moody's nun auch Irland auf Ramschniveau herabgestuft. Damit zweifelt Moody's die Kreditwürdigkeit des Landes an und warnt Investoren vor den Gefahren eines Investments. Für das hoch verschuldete Irland dürfte es nun noch schwieriger und teurer werden, Geld an den Kapitalmärkten aufzunehmen.

Die Bewertung Irlands sei um eine Note von Baa3 auf Ba1 gesenkt worden, teilte Moody's mit. Der Ausblick bleibe "negativ", hieß es weiter. Das bedeutet, dass weitere Abstufungen drohen. Moody's fürchtet, Irland werde seine Schuldenprobleme nicht aus eigener Kraft in den Griff bekommen.

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Es werde zunehmend wahrscheinlicher, dass Irland nach dem Auslaufen der derzeitigen Hilfsprogramme von Europäischer Union und dem Internationalen Weltwährungsfonds Ende 2013 vor einer Rückkehr an den privaten Kapitalmarkt neue Unterstützung benötige, lautete das Urteil.

Je schlechter die Bonität eines Staates beurteilt wird, desto teurer und schwieriger wird es für diesen, sich Geld zu besorgen. Die Refinanzierungskosten steigen, schlimmstenfalls ziehen Geldgeber ihr Kapital ab. Am Rating orientieren sich nicht nur Banken, sondern zum Beispiel auch institutionelle Investoren wie milliardenschwere Fonds. 

Rating-Agenturen

Rating-Agenturen bewerten die Bonität von Firmen und Staaten. Die Ergebnisse veröffentlichen sie in Form von Buchstaben-Zahlen-Kombinationen in 21 Abstufungen von AAA (zuverlässige Schuldner, beste Qualität) bis D (default, zahlungsunfähig).

Den Gläubigern und Investoren geben diese Ratings an, wie wahrscheinlich es ist, pünktlich die Zinsen sowie das verliehene Geld zurückzubekommen. Nach dem Rating richtet sich der Zinssatz, den Länder für ihre Staatsanleihen auf dem Kapitalmarkt entrichten müssen.

Für eine Bewertung zieht eine Rating-Agentur sowohl veröffentlichte Informationen als auch Interna wie Informationen über die zehn größten Kunden, Finanzpläne, die wichtigsten Wettbewerber und genaue Kosten- und Ertragsstrukturen heran. Mindestens einmal im Jahr wird das Rating aktualisiert.

Die drei Großen

Bevor Unternehmen am amerikanischen Aktienmarkt gezeichnet werden dürfen, müssen sie sich von zwei Rating-Agenturen bewerten lassen. Die einzigen drei Agenturen, die dafür von der Börsenaufsicht SEC zugelassen sind, sind Standard & Poor's (1941 aus der Fusion von Standard Statistics und Poor's Publishing entstanden); Moody's, die 1909 erstmals Analysen über US-Eisenbahnanleihen an Investoren verkauften, woraus sich der Markt für Rating-Agenturen entwickelte; und Fitch Ratings, eine Tochtergesellschaft der französischen Fimalac-Gruppe.

Die EZB hat angekündigt, künftig neben dem Urteil der drei großen auch das der kanadischen Rating-Agentur DBRS (Dominion Bond Rating Service) einzubeziehen. DBRS hat bislang keine Andeutungen gemacht, die Bonität Griechenlands herabzustufen.

Kritik

Kritiker bemängeln an Rating-Agenturen generell, ihr Urteil sei nicht transparent. Nach der Hypothekenkrise wurden die Agenturen besonders dafür kritisiert, die "Ramschpapiere" amerikanischer Hypotheken zu lange positiv bewertet zu haben. In der Euro-Krise beanstanden Politiker, dass die Bonität Griechenlands, Spaniens und Portugals unberechtigt herabgestuft worden sei – jetzt gelten die Agenturen als zu streng.

Die Urteile der Rating-Agenturen werden schnell zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung, da große Anleger unter Umständen nur Papiere mit gutem Rating halten dürfen. Das dient auch dem Anlegerschutz. Werden Anleihen aber herabgestuft, können Versicherungen und Banken zum Verkauf gezwungen sein, was die Krise verschärft. Die Verteidiger der Agenturen halten dagegen, dass diese nicht für die Ursachen der negativen Ratings verantwortlich seien.

Die Probleme der heimischen Banken hatten Irland im vergangenen Jahr als erstes Land unter den Euro-Rettungsschirm EFSF gezwungen, der nach der Griechenland-Krise von EU und Währungsfonds aufgesetzt wurde. 85 Milliarden Euro stehen für Hilfen bereit. Im Gegenzug muss Irland deutliche Einsparungen vornehmen.

Moody's sieht nach eigenen Angaben auch Probleme in den Bemühungen, künftig private Gläubiger an Rettungspaketen zu beteiligen. Dadurch könnten die Refinanzierungskosten vor allem für schwächere Mitglieder der Euro-Zone steigen. "Dies ist ein Schlüsselfaktor in der fortlaufenden Beurteilung der Staatsanleihen der schuldengeplagten Euro-Zone durch Moody's", hieß es. Mit ähnlicher Begründung hatte die Agentur in der vergangenen Woche Portugal herabgestuft. Dies wurde von verschiedenen europäischen Politikern heftig kritisiert. Portugal hat allerdings mit Ba2 noch eine schlechtere Note als Irland erhalten.

Märkte weiter verunsichert

Die Nachricht versetzte den ohnehin verunsicherten Finanzmärkten einen erneuten Schlag. Der Euro sackte in einer ersten Reaktion um fast einen Cent ab, der US-Leitindex Dow Jones schloss am Dienstag auf einem Tagestiefstand. Vor allem Bankaktien gaben nach. Viele Marktteilnehmer fürchten, dass die weit verzweigten US-Institute mit in den Strudel der Krise gerissen werden könnten. "Die Schulden sind einfach zu viel", urteilt Investmentchef Tim Hartzell von Sequent Asset Management in Houston.

Die Europäische Kommission und das Finanzministerium Irlands reagierten mit Unverständnis. Die Entscheidung sei eine "enttäuschende Entwicklung" und stehe im Gegensatz zu den Einschätzungen anderer Rating-Agenturen, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums. S&P sowie Fitch bewerten Irland drei Stufen über Ramschstatus. Die EU-Kommission bedauerte in einer Mitteilung das Vorgehen von Moody's. Zuletzt hatten immer mehr Politiker eine stärkere Regulierung der Rating-Agenturen gefordert. 

Leser-Kommentare
  1. Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Vergleiche. Die Redaktion/sc

    25 Leser-Empfehlungen
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    dümmlich und völlig unpassend, sondern zeigt auch das gänzliche Unverständnis der in der Tat schwierigen Situation. Mal ganz abgesehen von der erschreckenden Unsensibilität.

    ...ist nur das Symptom des Anderen. Einige schützen Ihre Länder vor dem Federstrich mit einer blutigen Opfergabe, wie es die antiken Kulturen pflegten oder Sie schlagen wild um sich und zerstören andere Länder, um ihren Sauhaufen als ordentlicher darzustellen.

    • joG
    • 13.07.2011 um 8:01 Uhr

    ...tiefsinnig dies zu behaupten, aber die "ganzen Länder" werden nicht "mit einem Federstrich zerstört". Sie werden über Jahre von ihren Politikern, ihren Bürokratien und in Europa durch ein völlig verantwortungsloses Gesetzesgerüst herabgewirtschaftet. Das stellen die Agenturen lediglich fest. Schuld an der Situation haben Andere.

    Und Leute wie Sie haben diese Politiker gewählt und zugelassen, dass die Interessengruppe öffentlich Bediensteter das Land fast unkontrolliert fest im Griff hat. Diese Leute haben Ihnen eins ins Tütchen getan.

    Schieben Sie die Schuld nicht auf Andere. Ihres ist ein Demokratisches Land, das Euroland beitrat. Ihre Vertreter haben die miesen Verträge und die EU Verfassung unterschrieben. Die Leute in den Twin Towers hatten

    ... sagte es doch schon so schön: "Was ist das Verbrechen, eine Bank zu überfallen gegen das, eine zu eröffnen?"

    Allmählich beginne ich mich auch zu fragen, wie lange wir dieser Gelddruckmaschine noch tatenlos zuschauen wollen, mit denen jede Woche Milliarden von Steuergeldern in die Kassen skrupelloser Spekulanten Banken geschaufelt werden, nach immer dem selben Muster:

    1.) Die "unabhängigen" Rating-Agenturen stufen irgendeinen hochverschuldeten Staat auf Ramsch-Niveau herab

    2.) Daraufhin steigen die Kreditzinsen für das betreffende Land ins astronmische Höhen und der Wert seiner Schuldverschreibungen rauschen in den Keller, weil sie durch die drohende Pleite faktisch wertlos werden.

    3.) Die jetzt spottbilligen Schuldverschreibungen werden von, natzürlci ebenfalls rein zufällig auftretenden, Investoren aufgekauft, die mit den Rating-Agenturen natürlich überhaupt nichts zu tun haben.

    4.) Die EU spannt einen Rettungsschirm aus Steuergeldern auf, weil sie das Land nicht pleite gehen lassen kann. Damit werden die Schuldverschreibungen plötzlich wieder werthaltig und ihr Kurs steigt ebenso dramatisch, wie er zuvor gefallen ist. Die neuen Besitzer können sie jetzt mit Gewinn veräußern oder das Geld aus dem Schuldendient einstreichen.

    Tja, und dieses Spiel wiederholt sich dann alle paar Wochen wieder. Eigentlich könnte Waigel den Spekulanten das Geld auch gleich überweisen.

    dümmlich und völlig unpassend, sondern zeigt auch das gänzliche Unverständnis der in der Tat schwierigen Situation. Mal ganz abgesehen von der erschreckenden Unsensibilität.

    ...ist nur das Symptom des Anderen. Einige schützen Ihre Länder vor dem Federstrich mit einer blutigen Opfergabe, wie es die antiken Kulturen pflegten oder Sie schlagen wild um sich und zerstören andere Länder, um ihren Sauhaufen als ordentlicher darzustellen.

    • joG
    • 13.07.2011 um 8:01 Uhr

    ...tiefsinnig dies zu behaupten, aber die "ganzen Länder" werden nicht "mit einem Federstrich zerstört". Sie werden über Jahre von ihren Politikern, ihren Bürokratien und in Europa durch ein völlig verantwortungsloses Gesetzesgerüst herabgewirtschaftet. Das stellen die Agenturen lediglich fest. Schuld an der Situation haben Andere.

    Und Leute wie Sie haben diese Politiker gewählt und zugelassen, dass die Interessengruppe öffentlich Bediensteter das Land fast unkontrolliert fest im Griff hat. Diese Leute haben Ihnen eins ins Tütchen getan.

    Schieben Sie die Schuld nicht auf Andere. Ihres ist ein Demokratisches Land, das Euroland beitrat. Ihre Vertreter haben die miesen Verträge und die EU Verfassung unterschrieben. Die Leute in den Twin Towers hatten

    ... sagte es doch schon so schön: "Was ist das Verbrechen, eine Bank zu überfallen gegen das, eine zu eröffnen?"

    Allmählich beginne ich mich auch zu fragen, wie lange wir dieser Gelddruckmaschine noch tatenlos zuschauen wollen, mit denen jede Woche Milliarden von Steuergeldern in die Kassen skrupelloser Spekulanten Banken geschaufelt werden, nach immer dem selben Muster:

    1.) Die "unabhängigen" Rating-Agenturen stufen irgendeinen hochverschuldeten Staat auf Ramsch-Niveau herab

    2.) Daraufhin steigen die Kreditzinsen für das betreffende Land ins astronmische Höhen und der Wert seiner Schuldverschreibungen rauschen in den Keller, weil sie durch die drohende Pleite faktisch wertlos werden.

    3.) Die jetzt spottbilligen Schuldverschreibungen werden von, natzürlci ebenfalls rein zufällig auftretenden, Investoren aufgekauft, die mit den Rating-Agenturen natürlich überhaupt nichts zu tun haben.

    4.) Die EU spannt einen Rettungsschirm aus Steuergeldern auf, weil sie das Land nicht pleite gehen lassen kann. Damit werden die Schuldverschreibungen plötzlich wieder werthaltig und ihr Kurs steigt ebenso dramatisch, wie er zuvor gefallen ist. Die neuen Besitzer können sie jetzt mit Gewinn veräußern oder das Geld aus dem Schuldendient einstreichen.

    Tja, und dieses Spiel wiederholt sich dann alle paar Wochen wieder. Eigentlich könnte Waigel den Spekulanten das Geld auch gleich überweisen.

    • tomsid
    • 13.07.2011 um 7:36 Uhr

    ...wird hier nun die nächste aufgeblasen.
    Zuerst noch die Gewinne einstreichen durch höhere Zinsen und schließlich einen Staat nach dem anderen in die Pleite schicken...
    Wo soll das noch hinführen? Sollen aus Bankstern die Staatschefs werden?!
    Es muss sofort Schluß gemacht werden damit, dass Ratingagenturen und Banken die Möglichkeiten haben ganze Staaten und weiter vielleicht ganz Europa und den Euro in die Pleite treiben können!!!

    14 Leser-Empfehlungen
  2. Nach Griechenland -
    nach Portugal -
    wurde nun also auch Irland und damit auch das griechische, das portugiesische und das irische Volk zu Ramsch erklärt.

    Denn ein Land an sich gibt es in diesem Zusammenhang gar nicht.
    Ein Land kann gar nicht handeln, also kann ein Land auch nicht zu Ramsch werden.

    In jedem Land sind es die Menschen, die dort handeln. Und am Bsp. Griechenland haben wir gesehen, dass nicht die Regierung, sondern konkret das gesamte griechische Volk verantwortlich gemacht wurde, also zu Ramsch erklärt wurde.
    Denn diese werden ja verantwortlich gemacht.

    Interessant ist dabei, dass die US Bürger bisher nicht zu Ramsch erklärt worden sind, obwohl ihr Status keinesfalls besser ist.

    Diese Entwicklung in Europa wurde nun nachweislich - beweisbar -
    schon vor vielen Jahren selbst aus dem Volk vorhergesagt. Also nicht nachträglich wie das gerne gesagt wird "nachträglich kann man alles wissen" - nein - zweifelsfrei schwarz auf weiß beweisbar, wurde das nachweisbar vorausgesagt.

    Die Eliten wollten nur nichts davon wissen. In unendlicher Arroganz haben sie jede Kritik vom Tisch gefegt und nun stehen wir da, wó wir heute sind. So ist das eben mit der Verblendung der Eliten.

    Die nächsten werden wohl Spanien, Italien und andere sein.
    Wir werden sehen.

    Man hat nicht die "griechische" Regierung zu Ramsch erklärt, man hat das gesamte griechische, das gesamte portugiesische und nun auch das gesamte irische Volk auf Ramschniveau gesetzt.

    Das kann nur der Kapitalismus.

    40 Leser-Empfehlungen
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    • PALVE
    • 13.07.2011 um 8:00 Uhr

    Damit haben sie recht.
    Was da aber geschehen ist, war die Ausgeburt des Kapitalismus: Nämlich der Imperialismus, der ganze Staaten durch einen Finanzkrieg zerstört hat und noch weiter zerstören wird.

    "Ware" und "Verkäufer".

    "Die Agenturen selbst sagen, sie gingen nur ihrer Pflicht nach. In der Finanzkrise war ihnen von Politikern vorgeworfen worden, nicht kritisch genug gewesen zu sein und selbst in heiklen Fällen noch ein gutes Zeugnis ausgestellt zu haben."
    -
    Also, läuft doch alles "wohl"-geordnet und "pflicht"-gemäß ab.
    Wer die Zinsen nicht mehr bezahlen kann,
    der bekommt den Zinssatz halt verdoppelt,
    gaanz einfach.

    Und wer pleite ist wird versteigert,
    Und wenn ein Staat pleite ist, werden zwar nicht die Michels selbst versteigert an die Banken (Die Sklaverei wurde schließlich abgeschafft :-OO),
    Sie arbeiten als "freie" Michels für globalisiertes Kapital, für Bankenschaft, und deren Tross.

    Noch schlimmer ist es in der Krise, wenn der Michel keine Arbeit UND kein Geld hat, im Unterschied zu denen, die NICHT arbeiten, sondern allein von den Michelzinszahluhgen leben, und ihre "geschickte Geldvermehrung" durch „Investmentspekulation“ noch als Arbeit betrachten (und sogar als notwendige und vor allen umsatzsteuerfreie Arbeit !!!

    Sagt mir jemand, weshalb jeder Michel 19% Umsatzsteuer bezahlt, und wenn der Schatzmeister des Staates (und er Banken) zu wenig Einnahmen hat, diese Umsatzsteuer schnell mal um den einen oder anderen vollen Prozentpunkt erhöht wird, es aber NICHT möglich ist eine Umsatzsteuer auf Spekulationsgeschäfte einzuführen.
    ??
    Die politische Klasse ist ein Haufen von VERSAGERN,
    die lediglich an Bändseln der Banken hängt (und sich dort symbiotisch nährt)

    gms

    • PALVE
    • 13.07.2011 um 8:00 Uhr

    Damit haben sie recht.
    Was da aber geschehen ist, war die Ausgeburt des Kapitalismus: Nämlich der Imperialismus, der ganze Staaten durch einen Finanzkrieg zerstört hat und noch weiter zerstören wird.

    "Ware" und "Verkäufer".

    "Die Agenturen selbst sagen, sie gingen nur ihrer Pflicht nach. In der Finanzkrise war ihnen von Politikern vorgeworfen worden, nicht kritisch genug gewesen zu sein und selbst in heiklen Fällen noch ein gutes Zeugnis ausgestellt zu haben."
    -
    Also, läuft doch alles "wohl"-geordnet und "pflicht"-gemäß ab.
    Wer die Zinsen nicht mehr bezahlen kann,
    der bekommt den Zinssatz halt verdoppelt,
    gaanz einfach.

    Und wer pleite ist wird versteigert,
    Und wenn ein Staat pleite ist, werden zwar nicht die Michels selbst versteigert an die Banken (Die Sklaverei wurde schließlich abgeschafft :-OO),
    Sie arbeiten als "freie" Michels für globalisiertes Kapital, für Bankenschaft, und deren Tross.

    Noch schlimmer ist es in der Krise, wenn der Michel keine Arbeit UND kein Geld hat, im Unterschied zu denen, die NICHT arbeiten, sondern allein von den Michelzinszahluhgen leben, und ihre "geschickte Geldvermehrung" durch „Investmentspekulation“ noch als Arbeit betrachten (und sogar als notwendige und vor allen umsatzsteuerfreie Arbeit !!!

    Sagt mir jemand, weshalb jeder Michel 19% Umsatzsteuer bezahlt, und wenn der Schatzmeister des Staates (und er Banken) zu wenig Einnahmen hat, diese Umsatzsteuer schnell mal um den einen oder anderen vollen Prozentpunkt erhöht wird, es aber NICHT möglich ist eine Umsatzsteuer auf Spekulationsgeschäfte einzuführen.
    ??
    Die politische Klasse ist ein Haufen von VERSAGERN,
    die lediglich an Bändseln der Banken hängt (und sich dort symbiotisch nährt)

    gms

  3. dümmlich und völlig unpassend, sondern zeigt auch das gänzliche Unverständnis der in der Tat schwierigen Situation. Mal ganz abgesehen von der erschreckenden Unsensibilität.

    Antwort auf "'Mal so nachgedacht..."
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    "sondern zeigt auch das gänzliche Unverständnis der in der Tat schwierigen Situation."

    Sie erwarten Verständnis für die Vernichtung von Millionen menschlichen Existenzen? (Summa summarum)

    Was für eine schwierige Situation denn?
    Das ist das, was man ihnen andressiert hat.

    Die Finanzkrise war eine mindestens vorhersehbare, also vermeidbare, wenn nicht eher eine vorsätzliche Bankster-Angelegenheit kleinster Minderheiten.

    Was glauben Sie wieviele Menschen indirekt, ganz besonders in den 3. Welt Ländern ums Leben gekommen sind durch Hunger weil Entwicklungshilfe und Infrastrukturgelder nicht mehr zur Verfügung standen.
    Ich habe nicht die genauen Zahlen, aber da kommen sicher ein paar Millionen zusammen!

    http://www.welthungerhilf...

    Und Nein die Finanzmärkte haben im Gegensatz zu den Terroristen das Flugzeug nicht selbst gesteuert!

    Sie haben nur den Piloten bezahlt, das Flugzeug betankt und einen bestimmten Kurs vorgegeben, und es war Ihnen völlig egal ob da "Hochhäuser" im Weg stehen!

    LG

    Klaus

    "sondern zeigt auch das gänzliche Unverständnis der in der Tat schwierigen Situation."

    Sie erwarten Verständnis für die Vernichtung von Millionen menschlichen Existenzen? (Summa summarum)

    Was für eine schwierige Situation denn?
    Das ist das, was man ihnen andressiert hat.

    Die Finanzkrise war eine mindestens vorhersehbare, also vermeidbare, wenn nicht eher eine vorsätzliche Bankster-Angelegenheit kleinster Minderheiten.

    Was glauben Sie wieviele Menschen indirekt, ganz besonders in den 3. Welt Ländern ums Leben gekommen sind durch Hunger weil Entwicklungshilfe und Infrastrukturgelder nicht mehr zur Verfügung standen.
    Ich habe nicht die genauen Zahlen, aber da kommen sicher ein paar Millionen zusammen!

    http://www.welthungerhilf...

    Und Nein die Finanzmärkte haben im Gegensatz zu den Terroristen das Flugzeug nicht selbst gesteuert!

    Sie haben nur den Piloten bezahlt, das Flugzeug betankt und einen bestimmten Kurs vorgegeben, und es war Ihnen völlig egal ob da "Hochhäuser" im Weg stehen!

    LG

    Klaus

  4. Im Artikel der Washington Post zeigt, mit welchen Methoden die drei großen Ratingagenturen schon im Jahre 2004 arbeiteten.

    http://www.washingtonpost...

    Vor dem Hintergrund der systematischen Abstufung verschiedener EU-Staaten, insbesondere durch Moody's, kann man einige Parallelen sehen. Möglicherweise haben die einzelnen Staaten oder gar die EU ein "Angebot, das man nicht ablehnen kann" ausgeschlagen. Wäre ja nicht das erste mal, das Moody's derart agiert, allerdings sind diesmal keine Unternehmen die Opfer, sondern ganze Staaten.

    10 Leser-Empfehlungen
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    für den Hinweis auf diesen Artikel der eigentlich nur einen Schluss zulässt. Zur weiterführenden Lektüre empfehle ich http://de.wikipedia.org/w... bzw. http://www.ihk-schleswig-...

    für den Hinweis auf diesen Artikel der eigentlich nur einen Schluss zulässt. Zur weiterführenden Lektüre empfehle ich http://de.wikipedia.org/w... bzw. http://www.ihk-schleswig-...

    • peto1
    • 13.07.2011 um 7:47 Uhr
    6. !!!!!

    Es gibt ein Sprichwort, "Lügen haben Kurze Beine" EU wurde auf Intrigen und Lügen Für die Industrie und Banken aufgebaut nicht für die Menschen,nach und nach rächt sich das jetzt. In Wahrheit Zerbricht nicht EU sondern das Korrupte Finanzsystem und zieht die EU mit in den abgrund.

    12 Leser-Empfehlungen
    • lepkeb
    • 13.07.2011 um 7:48 Uhr

    die Nachbar im Süden (USA) Glück, dass sie trotz möglicher Zahlunsunfähigkeit in 2 Wochen trotzdem noch Aaa geratet werden, aber war ja auch mit Lehman einen Tag vor dem Zusammenbruch genauso.
    Ist nur noch lachhaft und die europ. Politiker zeigen in der Sache ihre totale Inkompetenz und Unfähigkeit.

    11 Leser-Empfehlungen
    • joG
    • 13.07.2011 um 7:49 Uhr

    ....besseren Zugang zu den Daten hätte und von den Regierungen wüsste, zu welche ihrer gegebenen Versprechen stehen würden, hätte sie vermutlich bereits vor Monaten den Downgrade vorgenommen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    denn die würden genau das machen, was ihnen die Finanzjünger aus Frankreich und Luxemburg und unsere EU Politiker "Elite" vorschreiben würden.

    Na, ich bezweifle, daß die ersten Kommentatoren das verstehen werden. Ideologie kann blind machen. Antiamerikanismus kann blind machen. Sehr vorteilhaft für die Zentralstaatsapologeten in Europa.

    • Maebh
    • 13.07.2011 um 15:27 Uhr

    Klar, sicher... die großen Drei haben immer recht. MHMmm. Komisch, dass so viele Leute ein so kurzes Gedächtnis haben.
    War da nicht was Ratingagenturen - CDS Papiere und Bestnoten??? Ist gar nicht so lange her, es müsste was klingeln.
    Ich glaube schon, dass wir ein Gegengewicht brauchen. Und zwar eine unabhängige Agentur, nicht eine, die vornehmlich von großen Banken bezahlt wird. Eine Agentur, die auch mal ruhig bleiben kann.
    Könnte nicht die Bundesbank eine solche Aufgabe übernehmen? Eigentlich hat sie jetzt keine Funktion mehr.

    Gerade die Methoden von Moodys sind ganz besonders toll, ich empfehle das mal zur Lektüre
    http://www.washingtonpost...

    Also: das sind die Leute, von denen wir das Wohl von uns allen abhängig machen!Man sollte nicht vergessen: an diesem Desaster verdienen einige Leute viel Geld. Europa soll ausgepresst werden. Und es geschieht auch, jetzt in Griechenland, wo - tadaaaa, Überraschung - jetzt ein Abwärtsspirale in Gang gesetzt wurde.

    In Irland geht es zwar nicht toll, aber ein Teil der Wirtschaft, vor allem der Export, springt langsam wieder an. Wie es damit weiter geht, werden wir sehen.
    Danke, Moody's. Wirklich eine großartige Aktion.

    Und das Schlimme ist: anscheinend glauben viele Leute immer noch den Unsinn.

    denn die würden genau das machen, was ihnen die Finanzjünger aus Frankreich und Luxemburg und unsere EU Politiker "Elite" vorschreiben würden.

    Na, ich bezweifle, daß die ersten Kommentatoren das verstehen werden. Ideologie kann blind machen. Antiamerikanismus kann blind machen. Sehr vorteilhaft für die Zentralstaatsapologeten in Europa.

    • Maebh
    • 13.07.2011 um 15:27 Uhr

    Klar, sicher... die großen Drei haben immer recht. MHMmm. Komisch, dass so viele Leute ein so kurzes Gedächtnis haben.
    War da nicht was Ratingagenturen - CDS Papiere und Bestnoten??? Ist gar nicht so lange her, es müsste was klingeln.
    Ich glaube schon, dass wir ein Gegengewicht brauchen. Und zwar eine unabhängige Agentur, nicht eine, die vornehmlich von großen Banken bezahlt wird. Eine Agentur, die auch mal ruhig bleiben kann.
    Könnte nicht die Bundesbank eine solche Aufgabe übernehmen? Eigentlich hat sie jetzt keine Funktion mehr.

    Gerade die Methoden von Moodys sind ganz besonders toll, ich empfehle das mal zur Lektüre
    http://www.washingtonpost...

    Also: das sind die Leute, von denen wir das Wohl von uns allen abhängig machen!Man sollte nicht vergessen: an diesem Desaster verdienen einige Leute viel Geld. Europa soll ausgepresst werden. Und es geschieht auch, jetzt in Griechenland, wo - tadaaaa, Überraschung - jetzt ein Abwärtsspirale in Gang gesetzt wurde.

    In Irland geht es zwar nicht toll, aber ein Teil der Wirtschaft, vor allem der Export, springt langsam wieder an. Wie es damit weiter geht, werden wir sehen.
    Danke, Moody's. Wirklich eine großartige Aktion.

    Und das Schlimme ist: anscheinend glauben viele Leute immer noch den Unsinn.

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