Euro-KriseBrüsseler Panikattacken

Die Angriffe führender Europa-Politiker auf die Rating-Agenturen zeigen, wie groß die Verzweiflung in Brüssel ist. Zur Lösung der Krise tragen sie kein bisschen bei. Ein Kommentar von 

Die griechische Fahne auf dem Dach des Athener Parlaments, gesehen durch ein rotes Spruchband auf einer Demonstration Ende Juni

Die griechische Fahne auf dem Dach des Athener Parlaments, gesehen durch ein rotes Spruchband auf einer Demonstration Ende Juni  |  © Filippo Monteforte/AFP/Getty Images

Es ist zum Verrücktwerden mit Europa. Täglich grüßt die Euro-Krise, seit über einem Jahr verschlimmert sich die Lage stetig. Mittlerweile ist die gesamte Euro-Zone in Gefahr. Und alles, was unseren Politikern dazu einfällt, ist: Die Macht der Rating-Agenturen muss gebrochen werden.

Justizkommissarin Viviane Reding will die Agenturen zerschlagen , Binnenmarktkommissar Michel Barnier möchte verbieten, dass die Staaten in Not von ihnen bewertet werden. Alle wollen sie eine europäische Konkurrenzagentur aufbauen – eine Idee, die der CSU-Politiker Michael Glos übrigens schon vor drei Jahren hatte, als er noch Bundeswirtschaftsminister war.

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Bloß: Die Rating-Agentur, die da gegründet werden soll, wird Europa auch nicht helfen. Sie steht schon jetzt unter dem Verdacht, ihr einziger Zweck sei es, den Europäern Gefälligkeitsgutachten zu liefern. Vertrauen in die griechischen, italienischen oder portugiesischen Staatsanleihen wird das kaum schaffen. Oder würden Sie Ihr kostbares Altersvorsorgegeld in Papiere stecken, deren Emittenten ganz offensichtlich kurz vor der Pleite stehen, nur weil eine europäische Rating-Agentur ihnen im Gegensatz zur amerikanische Konkurrenz gute Noten gibt?

Rating-Agenturen

Rating-Agenturen bewerten die Bonität von Firmen und Staaten. Die Ergebnisse veröffentlichen sie in Form von Buchstaben-Zahlen-Kombinationen in 21 Abstufungen von AAA (zuverlässige Schuldner, beste Qualität) bis D (default, zahlungsunfähig).

Den Gläubigern und Investoren geben diese Ratings an, wie wahrscheinlich es ist, pünktlich die Zinsen sowie das verliehene Geld zurückzubekommen. Nach dem Rating richtet sich der Zinssatz, den Länder für ihre Staatsanleihen auf dem Kapitalmarkt entrichten müssen.

Für eine Bewertung zieht eine Rating-Agentur sowohl veröffentlichte Informationen als auch Interna wie Informationen über die zehn größten Kunden, Finanzpläne, die wichtigsten Wettbewerber und genaue Kosten- und Ertragsstrukturen heran. Mindestens einmal im Jahr wird das Rating aktualisiert.

Die drei Großen

Bevor Unternehmen am amerikanischen Aktienmarkt gezeichnet werden dürfen, müssen sie sich von zwei Rating-Agenturen bewerten lassen. Die einzigen drei Agenturen, die dafür von der Börsenaufsicht SEC zugelassen sind, sind Standard & Poor's (1941 aus der Fusion von Standard Statistics und Poor's Publishing entstanden); Moody's, die 1909 erstmals Analysen über US-Eisenbahnanleihen an Investoren verkauften, woraus sich der Markt für Rating-Agenturen entwickelte; und Fitch Ratings, eine Tochtergesellschaft der französischen Fimalac-Gruppe.

Die EZB hat angekündigt, künftig neben dem Urteil der drei großen auch das der kanadischen Rating-Agentur DBRS (Dominion Bond Rating Service) einzubeziehen. DBRS hat bislang keine Andeutungen gemacht, die Bonität Griechenlands herabzustufen.

Kritik

Kritiker bemängeln an Rating-Agenturen generell, ihr Urteil sei nicht transparent. Nach der Hypothekenkrise wurden die Agenturen besonders dafür kritisiert, die "Ramschpapiere" amerikanischer Hypotheken zu lange positiv bewertet zu haben. In der Euro-Krise beanstanden Politiker, dass die Bonität Griechenlands, Spaniens und Portugals unberechtigt herabgestuft worden sei – jetzt gelten die Agenturen als zu streng.

Die Urteile der Rating-Agenturen werden schnell zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung, da große Anleger unter Umständen nur Papiere mit gutem Rating halten dürfen. Das dient auch dem Anlegerschutz. Werden Anleihen aber herabgestuft, können Versicherungen und Banken zum Verkauf gezwungen sein, was die Krise verschärft. Die Verteidiger der Agenturen halten dagegen, dass diese nicht für die Ursachen der negativen Ratings verantwortlich seien.

Die Kritik an den Agenturen ist scheinheilig . Nach der Hypothekenkrise hieß es, sie hätten die gebündelten Kreditpapiere vom amerikanischen Immobilienmarkt zu lange zu gut bewertet. Jetzt gelten sie als zu streng, weil sie frühzeitig auf Risiken hinweisen. Sollten sie besser warten, bis das Offensichtliche gar nicht mehr zu übersehen ist?

Es stimmt: Die Ratings verschlimmern die Krise, weil Banken und Versicherungen Papiere verkaufen müssen, die eine schlechte Note erhalten. Aber das ist nicht die Schuld der Agenturen. Die Politik schreibt den Verkauf vor, damit Lebensversicherer und Pensionsfonds das Geld ihrer Kunden nicht in unsichere Anlagen stecken. Sie könnte diese Regel lockern. Aber dann müssten die Banken und Versicherer selbst beurteilen, wie es um die Kreditwürdigkeit von Unternehmen und Staaten steht. Wie gut sie dazu in der Lage sind, kann der Kleinanleger, der ihnen sein Geld anvertraut, kaum beurteilen.

Deshalb ist die Debatte um die Agenturen pure Spiegelfechterei. Sie ändert nichts und lenkt bloß ab von den Ursachen der Krise. Statt ihre Kraft darin zu verschwenden, müssen sich Europas Politiker endlich entscheiden, wie sie die Schuldenmisere lösen wollen. Durch Umschuldung? Durch Eurobonds? Beides wäre kein leichter Weg aus der Krise, doch den gibt es ohnehin nicht mehr. Und alles ist besser, als die Schuld für das eigene Versagen den Rating-Agenturen zuzuschieben und weiter zu wurschteln wie bisher.

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Leserkommentare
  1. an die anderen Foristen und ggfs. ZEIT-Redaktion...

    Kennen Sie diesen Artikel von
    Werner Rügemer
    ("Ein zutiefst korruptes System". Die Ratingagenturen, erschienen auf, http://www.nrhz.de/flyer/suche.php?Suche=von%20Werner%20R%FCgemer,
    vom 16.03 und 23.03.2011)

    Hier der Link zum ersten Teil
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=16292

    und der Link zum zweitenTeil
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=16322

    Was er dort beschreibt, lässt "Politthriller und co" aus dem Fernsehen als Realität dastehen bzw. bestätigt die gezeigten Szenen in solchen Filmen.

    Falls jmd. eine Gegendarstellung oder Richtigstellung von einigen Passagen in diesem Artikel, würde mich über Hinweise dazu freuen.

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    Ein paar Vermutungen und ein paar unbewiesene Unterstellungen; wie soll man da das Gegenteil beweisen?

    Nehmen wir mal an, ich behaupte Sie hätten bisher 3 Pkw's geklaut, 5 Parkbänke besprüht und 10 Grossmütterchen in den falschen Zug gesteckt..
    Und jetzt fordere ich Sie auf mir per Stellungnahmen das Gegenteil beweisen: --- Nun, wie siehts aus? Können Sie das? Kann das irgendwer hier? Und sind wir jetzt alle hier Pkw klauende Grossmüterchen Besprüher?

    • joG
    • 12. Juli 2011 17:44 Uhr

    ....nicht und danke für den Link.

    Im Laufe der Zeit hatte ich viel mit Rating Agenturen zu tun. Sie haben Schwächen und die Interessenkonflikte sind evident. Das habe ich mit zuständigen Herren in den Agenturen, in der Bafin und bei der Zentralbank auch vor 10 Jahren und mehr bereits diskutiert. Allen ist klar, dass es diese Schwierigkeiten gibt und das seit vielen, vielen Jahren. Dennoch schrieben die Beamten vor, dass Versicherer und Banken die Bewertungen dieser Agenturen verwenden (können). Daher haben die Banken und Versicherungen die Anleihen gekauft.

    Hier zeigt sich die Heuchelei der bürokratischen Politikelite sehr deutlich. Ob die Probleme geringer wären, wenn die Bafin die Bewertungen machen würde? Wer weiß? Aber bei dieser Vorgeschichte, muss man daran zweifeln.

    Nun sind bei allen Nachteilen der Rating Agenturen festzustellen, dass sie historisch recht gut lagen mit ihren Bewertungen. Wenn Sie sich die Daten geben lassen und untersuchen, so werden Sie feststellen, dass nur sehr wenige Banken die Qualität der Kreditanalyse erreichen, die die Agenturen vorweisen können. Wiederum ist kaum anzunehmen, dass dies von Beamten oder unter politisch/beamtischer Kontrolle besser gemacht werden würde, denkt man an die Landesbanken usw.

  2. wie recht sie doch haben.....,

    ob die maerkte wohl eine loesung am freitag erwarten,.....
    das waehre mal etwas neues !!!

  3. ...Frau Endres. Genau so ist es.

    Fehlt nur noch der Hinweis, dass der Verkauf von Staatsanleihen an private *Investoren* (idR Banken) auch kein Naturgesetz ist, sondern ebenfalls politisch gewollt.

    Ein einziges Gesetz könnte die EZB verpflichten die Anleihen von überschuldeten Staaten, mit niedrigen Zinsen, aufzukaufen und ihnen damit die nötige Luft für Investitionen und Reformen ermöglichen, schlimmstenfalls würde sich dadurch die Inflation etwas erhöhen. Aber lieber vertraut man dem *Markt*, seinem Gruppenzwang, seinen Spekulationen, seinen "Self-fullfillig-prophecys". Wenn die EU daran scheitert, dann hat sie es nicht anders verdient.

  4. ....jetzt kommen unsere lieben politischen Führer, die selbstverständlich stets nach bestem Wissen und Gewissen zum Wohle Ihrer Völker und Vaterländer handeln und handelten auf die Idee gegen Rating Agenturen zu Wettern?

    Ich muss doch sehr bitten. Über Jahre hinweg war der Einfluss von Banken, Börsenzockern und Großkapitalverbrechern auf die Politik so groß, das man die Deadlines für politische Entscheidungsfindungen nach den Öffnungszeiten bestimmter Börsen auf der Welt richtete.

    Und nun auf einmal will man der Zockerei effizient entgegenwirken, durch ein Verbot bzw. eine Entmachtung der Rating Agenturen? Lächerlich.

  5. "Die Erschießung des Boten vernichtet die von ihm zu übermittelnde Nachricht in den seltensten Fällen."

    Hier wird in exakt die selbe Kerbe geschlagen: http://zuwi.at/themen/staatsschulden/ratings-und-der-euro-von-ursache-un...

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    Die Politiker Europas finden sich offensichtlich in einer prekären Situation, wo es ihnen politisch unpassend erscheinen muss, dem Volk die ganze Wahrheit einzuschenken. Täte man dies, so könnte es womöglich da oder dort zu Bankruns oder Unruhen führen, und eine Paniksituation sollte unter allen Umständen vermieden werden.

    Die Warnungen der Ratingagenturen gegen Investitionen in Europas bedrohten Staatsanleihen kommen ihnen daher verständlicherweise äußerst ungelegen.

    Die Ratingagenturen sind meiner Meinung nach aber leider keine unschuldigen Boten, die nur neutral eine Nachricht überbringen.

    Jahrelang haben diese Agenturen Immobilienspekulationen in den USA und z.B. Spanien zu gut bewertet, um die Immobilienblase mit aufzublähen. Jahrelang haben Sie auch Schuldenstaaten wie Irland zu gut bewertet, so dass Kapital aus dem angeblich so altnmodischen und unflexiblen Deutschland zu den neoliberalen Musterschülern geflossen ist. Durch diese Fehler haben die US Ratingagenturen und Banken die Wirtschaftskrise zum Großteil mit ausgelöst. Und jetzt heizen sie die Eurokrise weiter an. Vermutlich um von den Schuldenproblemen der USA abzulenken ? Kann man die Ratingagenturen für ihre fehlerhaften Gutachten der Vergangenheit nicht haftbar machen ? In jeder anderen Branche sieht man sich mit Regreßforderungen konfrontiert, wenn man schlecht arbeitet. Bei den Ratingagenturen wird das nicht einmal geprüft, oder ? Vermutlich sind sie zu "systemrelevant". Die Geduld der Steuerzahler ist aber genauso systemrelevant und sie wird langsam überstrapaziert.

  6. Sie und die immer noch andauernde Weltwirtschaftskrise, denn nichts anderes ist die sog. "Eurokrise", sind Resultate der ungezügelten Deregulierung und Liberalisierung der Märkte, welche in den letzten 20 Jahren von allen Regierungen massiv vorangetrieben wurden und skrupellosem Schindluder Tür und Tor geöffnet haben. Warnende Stimmen wurden als wirtschaftsfeindliche Schwarzseherei und Steinzeitkommunismus abgetan. Jetzt geht auf, was vorhergesagt und wieder besseres Wissen durchgeprügelt wurde.

    Da von politischer Seite keinerlei Maßnahmen ergriffen und die Ursachen nach wie vor geleugnet werden, ist auch keine Besserung in Aussicht. Es wird zu Gewalt kommen - hoffentlich trifft es dann die Richtigen.

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    "sind Resultate der ungezügelten Deregulierung und Liberalisierung der Märkte, welche in den letzten 20 Jahren von allen Regierungen massiv"

    Die haben eine lange Geschichte:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ratingagentur#Geschichte

    Ratingagenturen sind in einem sehr komplexen (Börsen)markt unerlässlich, um wenigstens ein Quentchen Transparenz für die Anleger zu schaffen.

    Fraglich ist allerdings, ob das gewinnorientierte Privatunternehmen sein sollten oder ob man eine weniger korruptionsanfällige Struktur finden kann. Eine, der Politik hörige, Agentur kanns aber irgendwie auch nicht sein, die kann man sich auch sparen, denn der traut dann auch niemand.

    • Medley
    • 12. Juli 2011 18:26 Uhr

    - Ursächlich schuld an der ersten Finanzkrise im Jahr 2008 sind zu 100% die staatsinterventionistischen Eingriffe der us-amerikanischen Notenbank FED, der europäischen EZB, der britischen Notenbank und der japanischen Notenbank. Sie haben das Fiasko mit dem Überfluten der internationalen Geldmärkte mit lächerlich billigen Krediten zu Zinsen unter 1%/Jahr überhaupt erst möglich gemacht.

    - Ursächlich schuld an der zweiten Finanzkrise im Jahr 2011 sind zu 100% die staatsinterventionistischen Eingriffe der amerikanischen Regierung und der süd- und osteuropäischen Regierungen, die sich unverantwortlicherseits bis über die Halskrause verschuldet haben, plus der ebenso unverantwortlich laschen Aufsicht der EU-Kontrolleinrichtungen, der EU-Behörden und der EU-Legislativorgane, wie die diversen EU-Parlamente. Alle haben sie bei dem leichtfertig-leichtlebigen Treiben(Motto: "Heute in Saus und Braus leben und nach mir die Sintflut.") der diversen PIIGS-Pleiteländer zu- und weggeschaut und noch nicht einmal ansatzweise beherzt dazwischen gegangen, bis, ja, bis es halt zu spät war.

    Tja, nicht die pösen Finanzmärkte, nein, man selbst ist ganz allein an dem eigenen Unglück schuld. Wenn man kein Kondom benutzt, so darf man sich nicht wundern, wenn man sich was fängt -und wenn man sich "kriminell" hoch verschuldet, so muss man sich nicht wundern, dass dann sogenannte "Spekulanten" Angriffsflächen finden können, an denen sie zu ihren Gunsten korrektiv ins Geschehen eingreifen können.

  7. Die Rating-Agenturen sind nur ein Symptom eines zutiefst unheilbar kranken, durchweg korrupten und menschenverachtenden Systems: das des "globalisierten Turbokapitalismus".

    Metaphorisch ausgedrückt ist es jetzt die Frage, ob wir ihn durch stückweite Amputationen noch ein wenig am Leben erhalten wollen - oder ihm gleich die letale finale Spritze geben, um ihn von seinen schweren, nicht mehr heilbaren Leiden zu befreien. Diese Befreiung würde auch uns befreien.

    • sopome
    • 12. Juli 2011 16:33 Uhr

    Sicherlich sind die Rating-Agenturen nicht die Verursacher der Eurokrise, sie sind aber Mitschuldig!
    Erstens scheinen alle zu vergessen das durch die Immobilienkrise, an der die Agenturen sehr wohl beteiligt waren, und die darauffolgenden Konjunktureinbrüche auch in Europa eine Menge Geld und Jobs vernichtet haben, was letztendlich ja den Stein der Euro-Krise ins rollen gebracht hat!
    Dass es nur eine Frage der Zeit war bis das ohnehin passiert wäre sei hier ersteinmal zweitrangig, denn unter anderen Umständen wäre die Euro-Krise sicherlich auch anders zu handhaben gewesen.

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    "Sicherlich sind die Rating-Agenturen nicht die Verursacher der Eurokrise, sie sind aber Mitschuldig!"

    ...dann ist das Thermometer auch mitschuldig, wenn du Fieber hast?

    Ich denke man kann folgendes zu den Agenturen sagen:

    1) sie sind dank Gewinnorientierung korruptions- und manipulationsanfällig

    2) sie können spekulative Risiken ebensowenig (bzw. viel zu spät) erkennen wie die anderen Markteilnehmer (siehe Immo-Blase)

    Alles andere sind typische Markteffekte, wer auf den Markt vertraut, der sollte die mit einplanen. Dass da ein gewisses Herdenverhalten existiert, dass es leicht zu hysterischen Überreaktionen kommt, dass die Marktteilnehmer idR nicht alle nötigen Information haben usw. alles nicht neu und in x Börsencrashes intensiv ausgetestet.

    Jetzt die Sensoren dafür verantwortlich zu machen ist einfach nur oberflächlich und eigentlich nur dem Schock von Wikileaks zu vergleichen, die Mächtigen werden bis auf die Knochen blamiert, ihr ganzes dümmliches Rumgewurstel entlarvt und sie ertragen nicht, dass etwas außerhalb ihrer Macht ihnen ihre Fehler aufzeigt.

    "Dass es nur eine Frage der Zeit war bis das ohnehin passiert wäre sei hier ersteinmal zweitrangig, denn unter anderen Umständen wäre die Euro-Krise sicherlich auch anders zu handhaben gewesen."

    Mach dir doch nichts vor, Politik reagiert überhaupt erst wenn die Krise allen offensichtlich ist. Vorher ist die Klein-Klein-Tagespolitk viel wichtiger.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Michael Glos | Agentur | Bank | Bundeswirtschaftsminister | Debatte | Euro-Krise
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