Schuldenkrise Schäuble will Macht der Rating-Agenturen brechen

Der Finanzminister hat die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Portugals scharf kritisiert. Das Urteil sei sachlich nicht begründet. Nun fordert er harte Konsequenzen.

Nach der erneuten Herabstufung der Kreditwürdigkeit Portugals hat Finanzminister Wolfgang Schäuble angekündigt, den Einfluss von Rating-Agenturen begrenzen zu wollen. Es gebe diesbezüglich bereits "starke Bestrebungen" in der Europäischen Union, sagte der CDU-Politiker in Berlin. Das "Oligopol" der Rating-Agenturen müsse aufgebrochen werden. Zuvor hatte die Rating-Agentur Moody's die Kreditwürdigkeit langfristiger Staatsanleihen Portugals um vier Stufen auf Ramsch-Status herabgestuft.

Von der Mitteilung der Herabstufung Portugals sei er "so überrascht wie alle anderen" gewesen, sagte Schäuble. "Ich kann nicht erkennen, was dieser Einschätzung zugrunde liegt." Portugal habe seit einigen Wochen eine neue Regierung, die bei der Umsetzung der beschlossenen Sparmaßnahmen "voll im Plan" liege oder sogar schneller voranschreite als vorgesehen, sagte der Minister. Der griechische Außenminister Stavros Lambrinidis sprach in diesem Zusammenhang von einem "Irrsinn" der Agenturen und von einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung.

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EU und Internationaler Währungsfonds (IWF) hatten im Mai ein Hilfsprogramm in Höhe von 78 Milliarden Euro für das hoch verschuldete Portugal beschlossen. Im Gegenzug verpflichtete sich das Land auf ein hartes Spar- und Reformprogramm. Moody's hatte die Herabstufung damit begründet, Portugal könne bald einen zweiten EU-Rettungsplan benötigen, wie dies bereits bei Griechenland der Fall ist.

Rating-Agenturen

Rating-Agenturen bewerten die Bonität von Firmen und Staaten. Die Ergebnisse veröffentlichen sie in Form von Buchstaben-Zahlen-Kombinationen in 21 Abstufungen von AAA (zuverlässige Schuldner, beste Qualität) bis D (default, zahlungsunfähig).

Den Gläubigern und Investoren geben diese Ratings an, wie wahrscheinlich es ist, pünktlich die Zinsen sowie das verliehene Geld zurückzubekommen. Nach dem Rating richtet sich der Zinssatz, den Länder für ihre Staatsanleihen auf dem Kapitalmarkt entrichten müssen.

Für eine Bewertung zieht eine Rating-Agentur sowohl veröffentlichte Informationen als auch Interna wie Informationen über die zehn größten Kunden, Finanzpläne, die wichtigsten Wettbewerber und genaue Kosten- und Ertragsstrukturen heran. Mindestens einmal im Jahr wird das Rating aktualisiert.

Die drei Großen

Bevor Unternehmen am amerikanischen Aktienmarkt gezeichnet werden dürfen, müssen sie sich von zwei Rating-Agenturen bewerten lassen. Die einzigen drei Agenturen, die dafür von der Börsenaufsicht SEC zugelassen sind, sind Standard & Poor's (1941 aus der Fusion von Standard Statistics und Poor's Publishing entstanden); Moody's, die 1909 erstmals Analysen über US-Eisenbahnanleihen an Investoren verkauften, woraus sich der Markt für Rating-Agenturen entwickelte; und Fitch Ratings, eine Tochtergesellschaft der französischen Fimalac-Gruppe.

Die EZB hat angekündigt, künftig neben dem Urteil der drei großen auch das der kanadischen Rating-Agentur DBRS (Dominion Bond Rating Service) einzubeziehen. DBRS hat bislang keine Andeutungen gemacht, die Bonität Griechenlands herabzustufen.

Kritik

Kritiker bemängeln an Rating-Agenturen generell, ihr Urteil sei nicht transparent. Nach der Hypothekenkrise wurden die Agenturen besonders dafür kritisiert, die "Ramschpapiere" amerikanischer Hypotheken zu lange positiv bewertet zu haben. In der Euro-Krise beanstanden Politiker, dass die Bonität Griechenlands, Spaniens und Portugals unberechtigt herabgestuft worden sei – jetzt gelten die Agenturen als zu streng.

Die Urteile der Rating-Agenturen werden schnell zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung, da große Anleger unter Umständen nur Papiere mit gutem Rating halten dürfen. Das dient auch dem Anlegerschutz. Werden Anleihen aber herabgestuft, können Versicherungen und Banken zum Verkauf gezwungen sein, was die Krise verschärft. Die Verteidiger der Agenturen halten dagegen, dass diese nicht für die Ursachen der negativen Ratings verantwortlich seien.

Angesichts der wachsenden Kritik hatte zuvor die Rating-Agentur Standard & Poor’s das Vorgehen der Branche verteidigt. Deutschland-Chef Torsten Hinrichs sagte, die Bewertung von Ländern und anderen Kapitalmarktteilnehmern sei "absolut wichtig" für Investoren. "Nur so ist gewährleistet, dass die Investoren sich ein breites Bild machen können über die Qualitäten an den Kapitalmärkten und eine Wahl treffen können, in welche Papiere sie investieren wollen", sagte Hinrichs im ARD Morgenmagazin.

Am Montag hatte die US-Rating-Agentur Standard & Poor’s angekündigt, beide derzeit diskutierten Varianten der Beteiligung privater Gläubiger an den Kosten der Krise in Griechenland als teilweisen Zahlungsausfall zu werten. Auch Fitch Ratings warnte vor einer Abwertung. Die dritte große Rating-Agentur Moody’s hat sich bislang nicht geäußert.

Deutsche Banken und Versicherer wollen eine solche Abstufung unbedingt vermeiden: Ihnen drohen hohe Abschreibungen im Falle eines griechischen Staatsbankrotts. Zudem könnten die griechischen Banken Probleme bekommen – im Fall eines teilweisen Zahlungsausfalls würde die EZB griechische Anleihen nicht mehr als Sicherheit für Geldgeschäfte akzeptieren.

Die EZB hat sich dazu bisher nicht geäußert. Solange nicht alle drei Rating-Agenturen Griechenland einen Zahlungsausfall bescheinigen, akzeptiere sie weiterhin griechische Anleihen als Sicherheit, berichtete die Financial Times und bezog sich auf Finanzkreise.

Leser-Kommentare
  1. Wenn S&P den Investoren rät, keine kalifornischen Bonds zu kaufen, weil die Finanzen dieses Bundesstaats unsicher sind, so hält das jeder für angemessen und verantwortungsbewusst.

    Wenn es aber um Europas wacklige Dominosteine geht, die umzukippen drohen, dann sind Europas Politiker sauer, denn sie schätzen es verständlicherweise nicht, wenn die Wahrheit durchsickert, die sie uns zu verbergen suchen.

    17 Leser-Empfehlungen
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    • WiKa
    • 06.07.2011 um 14:58 Uhr

    Auch wenn sie das trügerische Bild der Unabhängigkeit aufrecht erhalten möchten, so dienen sie nur einem … „Dem Geld“ und keinesfalls den Interessen der überwiegenden Weltbevölkerungsmehrheit.

    Es wäre töricht anzunehmen dass diese Herrschaften einen anderen Herren hätten und die Interessenkonflikte liegen stets auf der Hand. Ich erdreiste mich sogar zu behaupten, dass auch nationale Interessen dabei eine Rolle spielen. Die USA ist wenigstens ebenso pleite wie Griechenland oder die übrigen PIGS. Jetzt geht es nur noch um die Geschichtsbücher, wer macht zuerst den „Sackgang“ und der zweite Verlierer verkauft sich dann stets noch als Sieger.

    Wären die Rate-Agenturen so ehrlich und auf das Wohl der Menschen bedacht, dann würden sie langsam mal Alternativen zu diesem System entwickeln … tun sie aber nicht, weil sie eben dem System dienen. Tja lieber Durchschnittsmensch (in aller Welt) … Pech gehabt, reicht wenn Du am Ende die Zeche zahlst, dass ist Deine Bestimmung und Dein Anteil an dieser Erfolgsstory.

    Die Ratingagenturen haben bei der letzten Supprimekrise bewiesen, wie völlig daneben sie Liegen. Diese 3 Mafiaagenturen versuchen seit Jahren, den Euro zu destabilisieren, um den Pleitedollar ins bessere Licht zu setzen- Gott sei Dank ist die USA jetzt so bankrott, dass auf Dauer nur der Kollaps dieser Nation aussteht. 40 Jahre auf Kosten der Welt Schulden gemacht zu haben, reicht. [...]

    Gekürzt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke, die Redaktion/mk

    • an-i
    • 06.07.2011 um 17:43 Uhr

    ...schön were es, aber in der Realität sieht es anders. USA sind mehr verschuldet als alle Südeuropäische Länder. Bei der USA wird gedroht (ha,ha,ha...) anderer Länder kreditwürdigkeit sofort herabgestuft. Wo ist hier unabhängikeit? Das ist eindeutig eine kampfansage des $ an €.
    Wo waren eigentlich die Ratingagenturen, wo die Länder die Kredite trotz Zahlungsunfähigkeit bekommen haben? Wo ist die Unabhängigkeit?
    ...DSK hat schon vorgehabt den $ als Leitwährung zu ersetzen, kann sich keiner mehr erinnern? Das die Amis Globalisierung fordern aber nationalen Protektionismus praktizieren ist lange bekannt. Es ist einfach so, der stärkere bestimmt die Regeln, wie im Sandkasten oder bei den Neandertalern... höchste Zeit sich zu emanzipieren, um den Wohlstand in den USA nicht mehr mitfinanzieren zu müssen.
    Das soll die Überschuldung der Staaten nicht entschuldigen.

    Der Witz ist doch, dass sich ganz Europa schon lange vertrauensvoll in die starken Arme des guten Finanzkapitalismus gelegt hat. Sämtliche Versicherungen z. B. dürfen nur Papiere kaufen, die gut geratet sind. Anleihen können nur als Sicherheit hinterlegt werden, wenn sie gut geratet sind. Usw. Die Rating-Agenturen stehen bei uns in Gesetzen drin. Die gelten!

    Die Staaten Europas haben sich seit langem dem privaten Finanzsystem ausgeliefert, denn privat ist gut. Nun wundern sie sich, dass die privaten Unternehmungen ganz private Ziele verfolgen und von den gemeinschaftlichen Interessen der "guten" Retter nicht wissen wollen.

    Das sind die einstmals ans Private Glaubende natürlich schon ein bisschen enttäuscht, wenn sie jetzt so kalt untergebuttert werden, und so wie sie sich's eingerichtet haben, nur noch zugucken können, wie ihre Rettungsprojekte den Bach runter geht.

    Ratingagenturen sind die Artillerie der Börse. Da wird für die Zocker "analysiert", wen man zum Abschuss freigeben kann, damit sich hochriskante Spekulationsgeschäfte, die mehr den Charakter von Glücksspielen haben, richtig lohnen.

    Ratingagenturen sollten eigentlich einer sehr starken Regulierung unterliegen, ebenso wie Banken, aber leider ist das ja den Anhängern der "freien Märkte" (die meistens keine sind) mangels Denkvermögen nicht vermittelbar.

    sich kein Urteil über ihre Kunden bilden zu können. Deren Kreditwürdigkeit zu beurteilen überlassen sie lieber anderen, hinter denen sie sich verstecken können, weil sie sich ihrer eigenen Inkompetenz bewusst sind. Oder ist es einfach nur Feigheit?

    Das gilt -vielleicht, besser: hoffentlich noch immer für Schäubles nicht eben originelle und gewiss auch nicht mehr neue Idee von einer "eigenen", nicht profit-orientierten, nicht-privaten, sondern EU-eigenen, d.h. europäischen, staatlichen Ratingagentur!

    Allerdings lässt sich die nur mit Zustimmung ALLER EU-Länder, also auch Englands, etablieren!
    Und deshalb wird garantiert NICHTS daraus werden, denn GB wird niemals zustimmen,
    1. weil das dem Finanzplatz London gewiss schaden würde!
    2. weil diese EU-Agentur auch GB selbst sowie den USA und damit auch dem US-Dollar- Ramsch-Status bescheinigen könnte!
    3. weil sich dadurch sogar der weidwunde EURO wieder erholen könnte, woran die Angelsachsen, in Sonderheit GB gewiss keinerlei Interesse hätte!

    Wer nun aber argumentiert, schliesslich seien Irland, Griechenland,Spanien und auch noch andere EURO-Länder bankrott, die Ratings der US-Agenturen deshalb nicht falsch, der sei daran erinnert, dass täglich mehr US-Staaten, angefangen mit Kalifornien bankrott sind und deshalb auch der US-Dollar oder auch das englische Pfund gewiss nicht besser dastehen als der EURO-Raum - deren Ratings aber noch immer bei AAA oder nicht wesentlich daunter angesiedelt sind.

    Ratingagenturen geben Auskunft an potentielle Investoren, ob eine Aktie oder ein Bond solide genug ist, um sie zu kaufen. Sie liefern diese Informationen an ihre Abonnenten, zumeist Banken, Pensions- und Gewerkschaftsfonds. Es steht aber jedem frei, sie zu ignorieren. Nur darf er dann nicht sagen, man habe ihn nicht gewarnt.

    Im Falle der PIIGS weiß sowieso jeder vernünftige Mensch, dass sie Hunderte von Milliarden geborgt haben, die sie nicht zurück zahlen können. Wer ihnen jetzt trotzdem noch mehr Geld leiht, tut das natürlich auf sein eigenes Risiko. Um das zu wissen, bedarf es keiner Ratingagentur.

    • WiKa
    • 06.07.2011 um 14:58 Uhr

    Auch wenn sie das trügerische Bild der Unabhängigkeit aufrecht erhalten möchten, so dienen sie nur einem … „Dem Geld“ und keinesfalls den Interessen der überwiegenden Weltbevölkerungsmehrheit.

    Es wäre töricht anzunehmen dass diese Herrschaften einen anderen Herren hätten und die Interessenkonflikte liegen stets auf der Hand. Ich erdreiste mich sogar zu behaupten, dass auch nationale Interessen dabei eine Rolle spielen. Die USA ist wenigstens ebenso pleite wie Griechenland oder die übrigen PIGS. Jetzt geht es nur noch um die Geschichtsbücher, wer macht zuerst den „Sackgang“ und der zweite Verlierer verkauft sich dann stets noch als Sieger.

    Wären die Rate-Agenturen so ehrlich und auf das Wohl der Menschen bedacht, dann würden sie langsam mal Alternativen zu diesem System entwickeln … tun sie aber nicht, weil sie eben dem System dienen. Tja lieber Durchschnittsmensch (in aller Welt) … Pech gehabt, reicht wenn Du am Ende die Zeche zahlst, dass ist Deine Bestimmung und Dein Anteil an dieser Erfolgsstory.

    Die Ratingagenturen haben bei der letzten Supprimekrise bewiesen, wie völlig daneben sie Liegen. Diese 3 Mafiaagenturen versuchen seit Jahren, den Euro zu destabilisieren, um den Pleitedollar ins bessere Licht zu setzen- Gott sei Dank ist die USA jetzt so bankrott, dass auf Dauer nur der Kollaps dieser Nation aussteht. 40 Jahre auf Kosten der Welt Schulden gemacht zu haben, reicht. [...]

    Gekürzt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke, die Redaktion/mk

    • an-i
    • 06.07.2011 um 17:43 Uhr

    ...schön were es, aber in der Realität sieht es anders. USA sind mehr verschuldet als alle Südeuropäische Länder. Bei der USA wird gedroht (ha,ha,ha...) anderer Länder kreditwürdigkeit sofort herabgestuft. Wo ist hier unabhängikeit? Das ist eindeutig eine kampfansage des $ an €.
    Wo waren eigentlich die Ratingagenturen, wo die Länder die Kredite trotz Zahlungsunfähigkeit bekommen haben? Wo ist die Unabhängigkeit?
    ...DSK hat schon vorgehabt den $ als Leitwährung zu ersetzen, kann sich keiner mehr erinnern? Das die Amis Globalisierung fordern aber nationalen Protektionismus praktizieren ist lange bekannt. Es ist einfach so, der stärkere bestimmt die Regeln, wie im Sandkasten oder bei den Neandertalern... höchste Zeit sich zu emanzipieren, um den Wohlstand in den USA nicht mehr mitfinanzieren zu müssen.
    Das soll die Überschuldung der Staaten nicht entschuldigen.

    Der Witz ist doch, dass sich ganz Europa schon lange vertrauensvoll in die starken Arme des guten Finanzkapitalismus gelegt hat. Sämtliche Versicherungen z. B. dürfen nur Papiere kaufen, die gut geratet sind. Anleihen können nur als Sicherheit hinterlegt werden, wenn sie gut geratet sind. Usw. Die Rating-Agenturen stehen bei uns in Gesetzen drin. Die gelten!

    Die Staaten Europas haben sich seit langem dem privaten Finanzsystem ausgeliefert, denn privat ist gut. Nun wundern sie sich, dass die privaten Unternehmungen ganz private Ziele verfolgen und von den gemeinschaftlichen Interessen der "guten" Retter nicht wissen wollen.

    Das sind die einstmals ans Private Glaubende natürlich schon ein bisschen enttäuscht, wenn sie jetzt so kalt untergebuttert werden, und so wie sie sich's eingerichtet haben, nur noch zugucken können, wie ihre Rettungsprojekte den Bach runter geht.

    Ratingagenturen sind die Artillerie der Börse. Da wird für die Zocker "analysiert", wen man zum Abschuss freigeben kann, damit sich hochriskante Spekulationsgeschäfte, die mehr den Charakter von Glücksspielen haben, richtig lohnen.

    Ratingagenturen sollten eigentlich einer sehr starken Regulierung unterliegen, ebenso wie Banken, aber leider ist das ja den Anhängern der "freien Märkte" (die meistens keine sind) mangels Denkvermögen nicht vermittelbar.

    sich kein Urteil über ihre Kunden bilden zu können. Deren Kreditwürdigkeit zu beurteilen überlassen sie lieber anderen, hinter denen sie sich verstecken können, weil sie sich ihrer eigenen Inkompetenz bewusst sind. Oder ist es einfach nur Feigheit?

    Das gilt -vielleicht, besser: hoffentlich noch immer für Schäubles nicht eben originelle und gewiss auch nicht mehr neue Idee von einer "eigenen", nicht profit-orientierten, nicht-privaten, sondern EU-eigenen, d.h. europäischen, staatlichen Ratingagentur!

    Allerdings lässt sich die nur mit Zustimmung ALLER EU-Länder, also auch Englands, etablieren!
    Und deshalb wird garantiert NICHTS daraus werden, denn GB wird niemals zustimmen,
    1. weil das dem Finanzplatz London gewiss schaden würde!
    2. weil diese EU-Agentur auch GB selbst sowie den USA und damit auch dem US-Dollar- Ramsch-Status bescheinigen könnte!
    3. weil sich dadurch sogar der weidwunde EURO wieder erholen könnte, woran die Angelsachsen, in Sonderheit GB gewiss keinerlei Interesse hätte!

    Wer nun aber argumentiert, schliesslich seien Irland, Griechenland,Spanien und auch noch andere EURO-Länder bankrott, die Ratings der US-Agenturen deshalb nicht falsch, der sei daran erinnert, dass täglich mehr US-Staaten, angefangen mit Kalifornien bankrott sind und deshalb auch der US-Dollar oder auch das englische Pfund gewiss nicht besser dastehen als der EURO-Raum - deren Ratings aber noch immer bei AAA oder nicht wesentlich daunter angesiedelt sind.

    Ratingagenturen geben Auskunft an potentielle Investoren, ob eine Aktie oder ein Bond solide genug ist, um sie zu kaufen. Sie liefern diese Informationen an ihre Abonnenten, zumeist Banken, Pensions- und Gewerkschaftsfonds. Es steht aber jedem frei, sie zu ignorieren. Nur darf er dann nicht sagen, man habe ihn nicht gewarnt.

    Im Falle der PIIGS weiß sowieso jeder vernünftige Mensch, dass sie Hunderte von Milliarden geborgt haben, die sie nicht zurück zahlen können. Wer ihnen jetzt trotzdem noch mehr Geld leiht, tut das natürlich auf sein eigenes Risiko. Um das zu wissen, bedarf es keiner Ratingagentur.

  2. Natürlich ist es leicht, den Überbringer schlechter Botschaften "steinigen zu lassen".
    Die Ratingagenturen trifft keine Schuld daran, dass viele Staaten über ihre Verhältnisse leben und mehr ausgeben als sie einnehmen. Politiker, die Steuern senken in der Hoffnung, dass die Wirtschaft dadurch so angekurbelt wird, dass sich alles selbst finanziert sind ein Beispiel für eine Gruppe, die ein AAA Rating eines Staates gefährden.

    Die Frage die sich hier auftut - und hier bitte ich um eine Recherche der Zeit Redakteure - ist folgende:
    Ist die Bedeutung, der großen Drei Ratingagenturen wirklich durch die Treffgenauigkeit ihrer Ratings über die letzten Jahrzehnte entstanden?
    Konnten Sie Trends vorraussehen oder haben sie durch diese Ratings erst die Trends geschaffen, die sie bewerten.
    Ich freue mich auf einen gut recherchierten Artikel.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Klaus Fuchs! Diese Agenturen schaffen "Tatsachen", die sie dann hinterher bewerten... ein einträgliches Geschäft!

    Noch Fragen?

    "Ich freue mich auf einen gut recherchierten Artikel."

    Da würde ich mir hier, mit Verlaub, nicht allzu große Hoffnungen machen. Fragen Sie besser mal bei der FAZ nach.

    Die weltweite Finanzkrise nahm ihren Anfang auf dem amerikanische Häuslemarkt.

    Da haben alle das große Rad gedreht, bis eine Bretterbude in Louisiana auf dem Papier mehrere 100.00 Dollar wert war.

    Mit Krediten, mit ihren "wertvollen" Häusern als Sicherheit rechtfertigten, finanzierten die Amerikaner jahrelang ihren Konsum.

    Die Hypotheken wurden derweil zusammengefasst und als Finanzprodukte weiterverkauft, so dass alle wollten, dass die Hauspreise weiter steigen.

    Ein Schneeballsystem, dass lange aufrecht erhalten werden konnte.

    Warum die Langlebigkeit?

    Diese Finanzprodukte wurden von Rating-Agenturen und Banken an jeden verkauft. Begründung: Super Geldanlage! AAA-Produkt!

    Wer hat die Ratings geschrieben?

    Moody's, Standard & Poor's, Fitch Ratings ...

    Treffsicherheit sieht anders aus!

    Die sind schwer im Manipulationsgeschäft tätig.

    Beispiel Moody's: Anteilseigner sind u. a. Goldman Sachs und Barclay Bank London.

    Also die Leute, die an den Zinsen verdienen, deren Höhe von der Risikobewertung, also den Ratings abhängt ...

    Und: Je höher die Zinsen, desto höher die Gewinngarantie, solange es einen Rettungsschirm für die Schuldner gibt!

    Schlechtes Rating = hohe Zinsen = Rettungsschirm = hoher Gewinn!

    Sobald Geld aus dem Rettungsschirm fließt, kann man also entweder - wie bei Griechenland geschehen - das Rating weiter senken, weil die Sparmaßnahmen die wirtschaftlichen Aussichten schwächen.

    Oder den nächsten Staat aufs Korn nehmen wie jetzt Portugal.

    "Ist die Bedeutung, der großen Drei Ratingagenturen wirklich durch die Treffgenauigkeit ihrer Ratings über die letzten Jahrzehnte entstanden?
    Konnten Sie Trends vorraussehen oder haben sie durch diese Ratings erst die Trends geschaffen, die sie bewerten."

    Genau das Frage ich mich auch.
    Allerdings haben die Ratingagenturen in der Vergangenheit gezeigt, dass sie (mindestens) gelegentlich nicht in der Lage sind, vernünftig zu bewerten. Ich erinnere hierbei an die Bundles aus Krediten verschiedener Bonitätsstufen - hier waren sie entweder unfähig oder haben absichtlich falsch bewertet.

    Angenommen, Sie haben einen perfekt sicheren Job (z.B. C4-Professur), haben einen Kredit aufgenommen mit einem fixen Rückzahlungsplan und sind kein notorischer Geldverschwender: Eigentlich haben Sie dann kein großes Problem, wenn die Bank nicht an Ihren Zinsen schrauben kann und alles festgelegt ist.

    Jetzt nehmen wir aber an, dass Sie, weil sie einen extravaganten Lebensstil hätten, Einkommen = Ausgaben (ohne Schuldendienst) haben. Dann müssen Sie einen Kredit aufnehmen, um Ihre Zinsen zu bezahlen. DANN ist es wichtig, ob ihre Bank die Zinsen ändert oder nicht. Tja - jetzt sind Sie Portugal und Fitch&Co sind einfach der nette Herr Sachbearbeiter, der Ihre Unterlagen prüft - bei dem Sie sich schon immer gefragt haben, wieso jetzt 3,5% oder 5,5%: Und käme noch hinzu, dass er die Leitlinien nicht offenlegen würde, wäre er Fitch.

    Also: Ja, die geben Trends auf der Ebene von Staaten vor.

    • Matths
    • 06.07.2011 um 18:26 Uhr

    Sie fragen hier eine Doktorarbeit nach, oder deutlich mehr. Es könnte sicher die Arbeit eines Forschungsinstituts sein - hoffentlich nicht politisch vereinnahmt. Eine Menge Zahlen, Theorien und Interpretationen, ggf. Experteninterviews und Befragungen. Und dann muss nicht nur eine Korrelation am Ende (nicht) heraus kommen, sondern auch eine (Nicht-)Kausalität. Ich glaube eine seriöse Antwort wird Ihnen niemand geben. Und wer meint seriös zu antworten, der ist es gerade nicht.

    Ich glaube es gibt einen Zusammenhang und dass die Rating-Agenturen mit Ihrer Stellung Trends setzen können. Das geht dann gut, wenn der Trend sich zumindest schon abzeichnet.

    Aber - es besteht auch Gefahr für die Rating-Agenturen. Nämlich dann, wenn sich der Markt von Ihnen abkoppelt und das Vertrauen verloren ist. Da hängen sicher so viele Arbeitsplätze und Boni im Haus dran, das zumindest ein bewusstes falsch Vorhersagen und damit Trends setzen im großen Stil meiner Meinung nach unwahrscheinlich ist. Im Einzelfall kann ich es mir vorstellen. Und ein unbewusstes, bspw. durch Groupthink verursachtes falsch Vorhersagen kann durchaus möglich sein - gerade in so hitzigen Zeiten wo die einzelne Person verunsichert ist.

    Damit haben wir sicher schon eine Einleitung für die Doktorarbeit verfasst. Net schlecht.

    Jedenfalls glaube ich nicht, dass die ZEIT selbst bei größten Anstrengungen dieses leisten könnte.

    matths

    Klaus Fuchs! Diese Agenturen schaffen "Tatsachen", die sie dann hinterher bewerten... ein einträgliches Geschäft!

    Noch Fragen?

    "Ich freue mich auf einen gut recherchierten Artikel."

    Da würde ich mir hier, mit Verlaub, nicht allzu große Hoffnungen machen. Fragen Sie besser mal bei der FAZ nach.

    Die weltweite Finanzkrise nahm ihren Anfang auf dem amerikanische Häuslemarkt.

    Da haben alle das große Rad gedreht, bis eine Bretterbude in Louisiana auf dem Papier mehrere 100.00 Dollar wert war.

    Mit Krediten, mit ihren "wertvollen" Häusern als Sicherheit rechtfertigten, finanzierten die Amerikaner jahrelang ihren Konsum.

    Die Hypotheken wurden derweil zusammengefasst und als Finanzprodukte weiterverkauft, so dass alle wollten, dass die Hauspreise weiter steigen.

    Ein Schneeballsystem, dass lange aufrecht erhalten werden konnte.

    Warum die Langlebigkeit?

    Diese Finanzprodukte wurden von Rating-Agenturen und Banken an jeden verkauft. Begründung: Super Geldanlage! AAA-Produkt!

    Wer hat die Ratings geschrieben?

    Moody's, Standard & Poor's, Fitch Ratings ...

    Treffsicherheit sieht anders aus!

    Die sind schwer im Manipulationsgeschäft tätig.

    Beispiel Moody's: Anteilseigner sind u. a. Goldman Sachs und Barclay Bank London.

    Also die Leute, die an den Zinsen verdienen, deren Höhe von der Risikobewertung, also den Ratings abhängt ...

    Und: Je höher die Zinsen, desto höher die Gewinngarantie, solange es einen Rettungsschirm für die Schuldner gibt!

    Schlechtes Rating = hohe Zinsen = Rettungsschirm = hoher Gewinn!

    Sobald Geld aus dem Rettungsschirm fließt, kann man also entweder - wie bei Griechenland geschehen - das Rating weiter senken, weil die Sparmaßnahmen die wirtschaftlichen Aussichten schwächen.

    Oder den nächsten Staat aufs Korn nehmen wie jetzt Portugal.

    "Ist die Bedeutung, der großen Drei Ratingagenturen wirklich durch die Treffgenauigkeit ihrer Ratings über die letzten Jahrzehnte entstanden?
    Konnten Sie Trends vorraussehen oder haben sie durch diese Ratings erst die Trends geschaffen, die sie bewerten."

    Genau das Frage ich mich auch.
    Allerdings haben die Ratingagenturen in der Vergangenheit gezeigt, dass sie (mindestens) gelegentlich nicht in der Lage sind, vernünftig zu bewerten. Ich erinnere hierbei an die Bundles aus Krediten verschiedener Bonitätsstufen - hier waren sie entweder unfähig oder haben absichtlich falsch bewertet.

    Angenommen, Sie haben einen perfekt sicheren Job (z.B. C4-Professur), haben einen Kredit aufgenommen mit einem fixen Rückzahlungsplan und sind kein notorischer Geldverschwender: Eigentlich haben Sie dann kein großes Problem, wenn die Bank nicht an Ihren Zinsen schrauben kann und alles festgelegt ist.

    Jetzt nehmen wir aber an, dass Sie, weil sie einen extravaganten Lebensstil hätten, Einkommen = Ausgaben (ohne Schuldendienst) haben. Dann müssen Sie einen Kredit aufnehmen, um Ihre Zinsen zu bezahlen. DANN ist es wichtig, ob ihre Bank die Zinsen ändert oder nicht. Tja - jetzt sind Sie Portugal und Fitch&Co sind einfach der nette Herr Sachbearbeiter, der Ihre Unterlagen prüft - bei dem Sie sich schon immer gefragt haben, wieso jetzt 3,5% oder 5,5%: Und käme noch hinzu, dass er die Leitlinien nicht offenlegen würde, wäre er Fitch.

    Also: Ja, die geben Trends auf der Ebene von Staaten vor.

    • Matths
    • 06.07.2011 um 18:26 Uhr

    Sie fragen hier eine Doktorarbeit nach, oder deutlich mehr. Es könnte sicher die Arbeit eines Forschungsinstituts sein - hoffentlich nicht politisch vereinnahmt. Eine Menge Zahlen, Theorien und Interpretationen, ggf. Experteninterviews und Befragungen. Und dann muss nicht nur eine Korrelation am Ende (nicht) heraus kommen, sondern auch eine (Nicht-)Kausalität. Ich glaube eine seriöse Antwort wird Ihnen niemand geben. Und wer meint seriös zu antworten, der ist es gerade nicht.

    Ich glaube es gibt einen Zusammenhang und dass die Rating-Agenturen mit Ihrer Stellung Trends setzen können. Das geht dann gut, wenn der Trend sich zumindest schon abzeichnet.

    Aber - es besteht auch Gefahr für die Rating-Agenturen. Nämlich dann, wenn sich der Markt von Ihnen abkoppelt und das Vertrauen verloren ist. Da hängen sicher so viele Arbeitsplätze und Boni im Haus dran, das zumindest ein bewusstes falsch Vorhersagen und damit Trends setzen im großen Stil meiner Meinung nach unwahrscheinlich ist. Im Einzelfall kann ich es mir vorstellen. Und ein unbewusstes, bspw. durch Groupthink verursachtes falsch Vorhersagen kann durchaus möglich sein - gerade in so hitzigen Zeiten wo die einzelne Person verunsichert ist.

    Damit haben wir sicher schon eine Einleitung für die Doktorarbeit verfasst. Net schlecht.

    Jedenfalls glaube ich nicht, dass die ZEIT selbst bei größten Anstrengungen dieses leisten könnte.

    matths

    • WiKa
    • 06.07.2011 um 14:58 Uhr

    Auch wenn sie das trügerische Bild der Unabhängigkeit aufrecht erhalten möchten, so dienen sie nur einem … „Dem Geld“ und keinesfalls den Interessen der überwiegenden Weltbevölkerungsmehrheit.

    Es wäre töricht anzunehmen dass diese Herrschaften einen anderen Herren hätten und die Interessenkonflikte liegen stets auf der Hand. Ich erdreiste mich sogar zu behaupten, dass auch nationale Interessen dabei eine Rolle spielen. Die USA ist wenigstens ebenso pleite wie Griechenland oder die übrigen PIGS. Jetzt geht es nur noch um die Geschichtsbücher, wer macht zuerst den „Sackgang“ und der zweite Verlierer verkauft sich dann stets noch als Sieger.

    Wären die Rate-Agenturen so ehrlich und auf das Wohl der Menschen bedacht, dann würden sie langsam mal Alternativen zu diesem System entwickeln … tun sie aber nicht, weil sie eben dem System dienen. Tja lieber Durchschnittsmensch (in aller Welt) … Pech gehabt, reicht wenn Du am Ende die Zeche zahlst, dass ist Deine Bestimmung und Dein Anteil an dieser Erfolgsstory.

  3. ...überflüssig ist auf dieser Welt, dann sind es mit Sicherheit diese Wahrsagerbuden, Kaffeesatzleser, Glaskugelschauer, die die Finanzmärkte manipulieren. Wir brauchen auch keinen europäischen Ersatz für die Ratingargenturen, die gehören einfach nur verboten, weil manipulativ auf dem Börsenparkett.

    12 Leser-Empfehlungen
    • sopome
    • 06.07.2011 um 15:04 Uhr

    Mag sein das die grundsätzliche Idee des Ratings gut und wichtig ist um in wachsenden Märkten mit immer komplizierteren Finanzprodukten eine gewisse Übersicht zu bewahren.
    Das funktioniert jedoch nur wenn diese Bewertungen von objektiven, unabhängigen Institutionen vorgenommen werden.
    Zurzeit bezahlt jede Bank die Agenturen selbst für ihre Ratings, was dazu führt das sie nicht klar objektiv sein können, denn wer zahlt schon Geld für ein schlechtes Rating?!
    Der Gipfel des ganzen ist eben das es nur dieses Kartell aus 3 oder 2 Rating Agenturen gibt, die ohne Konkurenz mehr oder weniger 'raten können wie sie wollen' !
    Das erneute Herabstufen Portugals ist voreilig und unnötig und soll nur dazu führen das die EU weiteres Geld in die Märkte pumpt mit dem dann schön weiter jongliert werden kann um Profite ohne Gegenwert zu machen.
    Wer profitiert davon am meisten? Die Banken!
    Diese werden dann sicher nochmehr Ratings benötigen...

    PS: Wo waren Moody's und co als die Griechen ihre Bilanzen mit Krediten aufgeschönt haben?

    13 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Zurzeit bezahlt jede Bank die Agenturen selbst für ihre Ratings, was dazu führt das sie nicht klar objektiv sein können"

    Und genau dieser Interessenkonflikt wird ja auch hier deutlich. Derjenige, der bewertet werden soll, ist zugleich auch der Auftraggeber... und erwartet ein Gefälligkeitsgutachten.

    Bleibt das Gefälligkeitsgutachten aus, muss die Ratingagentur mit Ärger rechnen. So war es schon immer, so ist es auch heute. Der Großkonflikt zwischen EU und Ratingagenturen schreibt insofern nur diesen Fehler im System fort.

    "Zurzeit bezahlt jede Bank die Agenturen selbst für ihre Ratings, was dazu führt das sie nicht klar objektiv sein können"

    Und genau dieser Interessenkonflikt wird ja auch hier deutlich. Derjenige, der bewertet werden soll, ist zugleich auch der Auftraggeber... und erwartet ein Gefälligkeitsgutachten.

    Bleibt das Gefälligkeitsgutachten aus, muss die Ratingagentur mit Ärger rechnen. So war es schon immer, so ist es auch heute. Der Großkonflikt zwischen EU und Ratingagenturen schreibt insofern nur diesen Fehler im System fort.

  4. Die Ratingagenturen haben bei der letzten Supprimekrise bewiesen, wie völlig daneben sie Liegen. Diese 3 Mafiaagenturen versuchen seit Jahren, den Euro zu destabilisieren, um den Pleitedollar ins bessere Licht zu setzen- Gott sei Dank ist die USA jetzt so bankrott, dass auf Dauer nur der Kollaps dieser Nation aussteht. 40 Jahre auf Kosten der Welt Schulden gemacht zu haben, reicht. [...]

    Gekürzt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke, die Redaktion/mk

    10 Leser-Empfehlungen
    • TDU
    • 06.07.2011 um 15:28 Uhr

    Man kann das Gefühl bekommen, es handele sich um ein grundsätzliches Problem.

    Die Entwicklung von Sozial- zum lenkenden Fürsorgestaat, die Banken vom Geldverleiher zum Leiter des Geldverkehrs, die Zeitungen von Nachrichten- und Meinungsbringer zum Nachrichten und Meinungsmacher udnei Rating Agenturen vom Anlegerschützer zum Bestimmer, wo angelegt wird.

    Immer alles einträchtig abgestimmt mit denen, die den grössten Einfluss haben wollen und genügend bezahlen.

    Und bis heisst, wer schützt uns vor den Vebraucher- und den anderen Schützern. Der "Polizeistaat" droht eben auch auf anderen Gebieten als bei öffentlicher Sicherheit und Ordnung.

    Eine Leser-Empfehlung
    • dieaxt
    • 06.07.2011 um 15:33 Uhr

    "Die Bedeutung, die den großen Dreien weltweit zugemessen wird, haben diese sich erarbeitet über die Treffgenauigkeit ihrer Ratings über die letzten Jahrzehnte"

    Das ist der grösste Quatsch des Jahrhunderts. Sowohl Lehmann als auch AIG hatten wenige Tage vor ihrer Pleite AAA oder AA Ratings. Das war ungefähr so Treffsicher wie nen Blinder Alkoholiker mit einem Gewehr!

    Ich empfehle den Film Inside Job!

    12 Leser-Empfehlungen
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    > Das ist der grösste Quatsch des Jahrhunderts. Sowohl Lehmann als auch AIG hatten wenige Tage vor ihrer Pleite AAA oder AA Ratings. <

    9.9.2008 Lehman Brothers - Standard & Poor's - Rating langfristig "A", kurzfristig "A-1".

    http://www.finanzen.net/n...

    15.9.2008 AIG - S&P, Moody's - Long-term counterparty "A-", short-term "A-2".

    http://www.bloomberg.com/...

    "AAA" bekommen nur Staaten.

    > Das ist der grösste Quatsch des Jahrhunderts. Sowohl Lehmann als auch AIG hatten wenige Tage vor ihrer Pleite AAA oder AA Ratings. <

    9.9.2008 Lehman Brothers - Standard & Poor's - Rating langfristig "A", kurzfristig "A-1".

    http://www.finanzen.net/n...

    15.9.2008 AIG - S&P, Moody's - Long-term counterparty "A-", short-term "A-2".

    http://www.bloomberg.com/...

    "AAA" bekommen nur Staaten.

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